Hilft "Impfen" in Tunesien?

Man soll­te sich hüten, den Anstieg der Zahl der (Todes)-"Fälle" vor­schnell mit der Impfung zu erklären.

coronavirus.jhu.edu (25.7.)

Sicher aber scheint sie nicht hilf­reich zu sein. Die Johns Hopkins Universität faßt die Daten so zusammen:

coronavirus.jhu.edu (25.7.)

Tunesien mit sei­nen knapp 12 Millionen EinwohnerInnen hat ein struk­tu­rel­les Problem. Auf sueddeutsche.de ist mit Datum vom 11.7. zu lesen:

»"Das Gesundheitssystem ist zusammengebrochen"

Zwischen Pandemie, dra­ma­ti­scher Wirtschaftskrise und poli­ti­schen Engpässen erscheint die Lage im nord­afri­ka­ni­schen Land als gera­de­zu explo­siv, es kur­sie­ren sogar Gerüchte über einen angeb­li­chen Putschversuch. Die fast 10 000 neu­en Infektionen kann die Regierung genau­so wenig bekämp­fen, wie die mas­si­ve Jugendarbeitslosigkeit, die bei 41 Prozent liegt. Viele Krankenhäuser sind voll, und es fehlt an allem. Am Samstag star­ben 194 Menschen an Covid-19. Dem Personal blei­ben häu­fig nur dra­ma­ti­sche Hilferufe.

"Die aktu­el­le Gesundheitssituation ist kata­stro­phal", sag­te Nissaf Ben Alaya, Sprecherin des Gesundheitsministeriums, in einem Interview mit einem tune­si­schen Radiosender am Freitag. "Das Gesundheitssystem ist lei­der zusammengebrochen."…

Die Menschen in Tunesien müs­sen wäh­rend­des­sen zuse­hen, wie das Land in einen Teufelskreis stürzt. "Die Leute wer­den immer ver­zwei­fel­ter und wüten­der, sie trau­en den Eliten nicht", sagt Insaf Bouhafs, Menschenrechtsaktivistin bei Anwälte ohne Grenzen. "Die Pandemie und ihre Bekämpfung hat die ohne­hin schon mar­gi­na­li­sier­ten Gruppen von ver­arm­ten Jugendlichen, Frauen und LGBTQ beson­ders hart getrof­fen", beklagt sie.

Die Regierung hät­te nichts gemacht, um die Armut, Arbeitslosigkeit und häus­li­che Gewalt zu bekämp­fen, ganz im Gegenteil. "Der Lockdown wird als Vorwand benutzt, um die Repression zu inten­si­vie­ren. Die Polizei bekommt immer mehr Mittel und greift jetzt sogar Menschenrechts­verteidiger an, vie­le muss­ten ins Ausland flie­hen", warnt sie. Im Januar waren mas­si­ve Demonstrationen aus­ge­bro­chen, nach­dem ein Jugendlicher von der Polizei erschos­sen wur­de. "In Tunis wur­den 2000 Menschen fest­ge­nom­men, davon 600 Jugendliche, das erin­nert an den Zeiten der Diktatur." Damit meint Insaf Bouhafs das Regime von Ben-Ali, das 2011 wäh­rend des ara­bi­schen Frühlings gestürzt wur­de…«

Doch anstatt das Gesundheitswesen zu erneu­ern und demo­kra­ti­sche Strukturen zu beför­dern, fällt der "inter­na­tio­na­len Gemeinschaft" nur das Gejammer über zu wenig "Impfstoffe" ein.

»"Tunesien lei­det am Egoismus der rei­chen Länder, die die bes­ten Impfstoffe gehor­tet haben. Die inter­na­tio­na­le Solidarität hat ihre Grenzen gezeigt", kri­ti­siert Youssef Cherif, Leiter des Columbia Global Center in Tunis. Tatsächlich wur­den laut Gesundheitsbehörden nur sechs Prozent der Bevölkerung geimpft. Im Rahmen der inter­na­tio­na­len Covax-Initiative soll Tunesien 4,3 Millionen Dosen Impfstoff bekom­men, gelie­fert wur­den bis­lang nur 600 000.«

Wo immer seit­dem ins­ge­samt fast 2,5 Millionen "Impfdosen" her­ka­men, eine posi­ti­ve Auswirkung konn­ten sie kei­nes­wegs ent­fal­ten. Um zu ent­schei­den, ob es sich bei den von der JHU genann­ten Zahlen um Korrelationen oder Kausalzusammenhänge han­delt, wäre eine Offenlegung der Daten nötig. Aus ihnen müß­te der Anteil der "Geimpften" an den Verstorbenen hervorgehen.

Die taz ver­zich­tet in einem Artikel vom 19.7. auf Impfpropaganda und legt den Fokus auf die sozia­le Situation:

»Ein Land erstickt

TUNIS taz | Die seit drei Wochen rasant stei­gen­de Zahl an Corona-Infektionen hat Tunesien in die größ­te wirt­schaft­li­che und sozia­le Krise seit der Unabhängigkeit vor 65 Jahren geführt. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist die 14-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner am Wochenende auf 837 gestie­gen, über 200 Erkrankte ster­ben täg­lich in den hoff­nungs­los über­be­leg­ten Intensivstationen der staat­li­chen Krankenhäuser oder zu Hause…

Eine vier­tä­gi­ge Schließung der Märkte und Gastronomie hat­te im Februar eine Welle von Straßenprotesten aus­ge­löst, bei denen in zwölf Städten mehr als 2.000 meist jun­ge Demonstranten ver­haf­tet wur­den. Tagelöhner und Studenten waren gegen die Tatenlosigkeit der Regierung ange­sichts der damals toben­den drit­ten Coronawelle und gegen die dra­ma­ti­sche sozia­le Lage auf die Straße gegan­gen. Mehr als die Hälfte der tune­si­schen Arbeitnehmer ver­fü­gen weder über einen Arbeitsvertrag noch über sozia­le Absicherung, coro­nabe­ding­te Entschädigungen für Einkommensausfälle gibt es in Tunesien nur über staat­lich garan­tier­te Kredite, die selbst Hotels nur sel­ten gewährt werden.

Totalausfall der zwei­ten Touristensaison
Entschlossener als die Regierung, in der völ­lig unter­schied­li­che Parteien zusam­men­sit­zen, haben die Provinzgouverneure gehan­delt. Raja Trabelsi ord­ne­te für den Großraum Sousse zusätz­lich zu einem Lockdown ver­stärk­te Polizeistreifen an, die Strände und Cafés voll­stän­dig räum­ten. Auch in Sfax, Kairouan, Zarzis und ande­ren Städten gel­ten 14-tägi­ge Ein- und Ausreiseverbote, bis auf Lebensmittelgeschäfte und Apotheken wur­den alle Gewerbe geschlossen.

Der damit ver­bun­de­ne Totalausfall der zwei­ten Touristensaison in Folge hat zur Entlassung vie­ler Angestellter geführt. Seit die fran­zö­si­sche Regierung Tunesien als Virusvariantengebiet auf die rote Liste gesetzt hat, dür­fen Franzosen nur noch aus trif­ti­gem Grund ein­rei­sen. Deutschland hat Tunesien als Hochinzidenzgebiet ein­ge­stuft und warnt eben­falls vor nicht not­wen­di­gen und tou­ris­ti­schen Reisen…

Frustrierte Menschen stei­gen in die Boote nach Italien
Für den 25. Juli haben nun meh­re­re Bürgerinitiativen zu einem Protest vor dem Parlament auf­ge­ru­fen. „Nehmt euch euer Land zurück“ ist das Motto… 

Viele Menschen haben den Glauben an eine Verbesserung der deso­la­ten Lage auf­ge­ge­ben und stei­gen in die Flüchtlingsboote nach Italien. Allein in der letz­ten Woche kamen 418 Tunesier auf Lampedusa und Sizilien an, davon 170 Minderjährige, berich­tet das Tunesische Forum für wirt­schaft­li­che und sozia­le Rechte (FTDS) – eine Rekordzahl, sagt Sprecher Romdhane Ben Amo.

Unter den Bootsflüchtlingen sind immer mehr Minderjährige. Unter-18-jäh­ri­ge sind eine Garantie für mit­rei­sen­de Familienangehörige, nicht abge­scho­ben zu wer­den. Doch Schuldirektor Mehrez Tarzim aus der Hafenstadt Zarzis berich­tet der taz, dass auch immer mehr Schüler auf eige­ne Faust über Nacht auf­bre­chen, weil sie nicht dar­an glau­ben, auf abseh­ba­re Zeit in ihrem Land ein Auskommen zu fin­den. Aber er warnt: „Wenn sie nach eini­gen Jahren in die Heimat zurück­keh­ren, ste­hen sie vor dem Nichts.“«


»Deutschland schließt Abschiebedeal mit Tunesien

Deutschland und Tunesien haben sich auf kon­kre­te Schritte für eine deut­lich schnel­le­re Abschiebung abge­lehn­ter Asylbewerber in das nord­afri­ka­ni­sche Land geei­nigt. Das teil­te Kanzlerin Angela Merkel nach einem Gespräch mit dem tune­si­schen Präsidenten Béji Caïd Essebsi in Tunis mit…

Deutschland wer­de Tunesien auch bei der Grenzsicherung und beim Küstenschutz unterstützen…

Müller eröff­net Zentrum für Rückkehrer
Das soge­nann­te Zentrum für Jobs, Migration und Reintegration, das gemein­sam mit der tune­si­schen Arbeitsagentur betrie­ben wird, soll sicher­stel­len, "dass tune­si­sche Rückkehrer aus Deutschland ziel­ge­rich­tet betreut wer­den", wie Müller sag­te. Das Ziel ist, noch in die­sem Jahr 2.000 Tunesier zu beraten.

Neben Rückkehrern auf Jobsuche rich­tet sich das Beratungszentrum in der Hauptstadt Tunis den Angaben zufol­ge aber auch an "poten­zi­el­le Migranten" in Tunesien und tune­si­sche Migranten in Europa: Um Menschen von der gefähr­li­chen Reise über das Mittelmeer abzu­hal­ten, soll es über die "Gefahren der irre­gu­lä­ren Migration" infor­mie­ren und über Möglichkeiten der regu­lä­ren Arbeitsmigration auf­klä­ren…«
zeit.de (3.3.2017)

26 Antworten auf „Hilft "Impfen" in Tunesien?“

  1. Corona-Regeln:
    Was jetzt auf Mallorca gilt
    Ein fort­lau­fend aktua­li­sier­ter Überblick über die wich­tigs­ten Maßnahmen wäh­rend der Pandemie (Stand: 21.7.)
    22·05·21 | 11:01 | Aktualisiert um 21:01

    Private Treffen
    Die bis­lang gel­ten­de Beschränkung
    der maxi­ma­len Anzahl an Personen bei pri­va­ten Treffen
    auf den Balearen ist derzeit 

    nach einem Urteil des Tribunal Supremo in Madrid auf­ge­ho­ben worden. 

    Eine all­ge­mei­ne Beschränkung der Zahl der Personen, die sich tref­fen dür­fen gibt es, Stand 21.7., nun nicht mehr.

    Die Balearen-Regierung hat jedoch angekündigt,
    die Versammlungsfreiheit zwi­schen 1 Uhr nachts und 6 Uhr mor­gens wie­der einzuschränken.
    Dann darf man sowohl in der Öffentlichkeit als auch in Privaträumen nur noch mit Mitbewohnern zusam­men sein. 

    https://www.mallorcazeitung.es/aktuelles/2021/05/22/corona-regeln-was-jetzt-auf-54042686.html

    Das sind die aktu­el­len Bestimmungen für Mallorca-Reisen
    Einreiseformular aus­fül­len und bei der Reise nach Deutschland Covid-Pass vor­zei­gen (Stand 9.7.)
    22·05·21 | 14:31 | Aktualisiert um 13:23
    https://www.mallorcazeitung.es/aktuelles/2021/05/22/das-sind-die-aktuellen-bestimmungen-54042720.html

    Trotz Drohnenüberwachung:
    Trinkgelage an der Playa de Palma gehen weiter
    24·07·21 | 12:58
    https://www.mallorcazeitung.es/panorama/2021/07/24/drohnenuberwachung-trinkgelage-mallorca-playa-de-palma-55398014.html

    Auswärtiges Amt
    Die Ausbreitung von COVID-19 kann wei­ter­hin zu Einschränkungen im inter­na­tio­na­len Luft- und Reiseverkehr und Beeinträchtigungen des öffent­li­chen Lebens führen.

    Mit Wirkung vom 27. Juli 2021, 0 Uhr, wird vor nicht not­wen­di­gen, tou­ris­ti­schen Reisen nach Spanien gewarnt.

    https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/spaniensicherheit/210534

  2. Sonntag (25. Juli)
    +++ Kanzleramtsminister Braun:
    Einschränkungen für Ungeimpfte +++
    3:00 Uhr

    Angesichts stei­gen­der Corona-Zahlen
    hat Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU)
    mög­li­che Einschränkungen für Nicht-Geimpfte angekündigt. 

    "Geimpfte wer­den defi­ni­tiv mehr Freiheiten haben als Ungeimpfte", 

    sag­te Braun der "Bild am Sonntag".
    Bei hohem Infektionsgeschehen trotz Testkonzepten
    müss­ten Ungeimpfte ihre Kontakte reduzieren.
    "Das kann auch bedeu­ten, dass gewis­se Angebote wie
    Restaurant‑, Kino- und Stadionbesuche
    selbst für getes­te­te Ungeimpfte nicht mehr mög­lich wären,
    weil das Restrisiko zu hoch ist."

    https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/liveblog-corona-100.html


  3. Doch anstatt das Gesundheitswesen zu erneu­ern und demo­kra­ti­sche Strukturen zu beför­dern, fällt der "inter­na­tio­na­len Gemeinschaft" nur das Gejammer über zu wenig "Impfstoffe" ein.

    Natürlich. Um eine Erneuerung des Gesundheitswesen ging es noch nie, abge­se­hen davon daß der Kapitalismus gar nicht in der Lage dazu ist.

    Schönen Sonntag.

    1. Genau, Kapitalismus ist böse. Aber der heils­brin­gen­de Sozialismus ist dazu in der Lage, wie man an den her­vor­ra­gen­den Gesundheitssystemen in Venezuela, Kuba, Nordkorea etc. sehen kann. Auch unter Mao, Stalin und den roten Khmer gab es die gesun­des­te Bevölkerung überhaupt.

      1. @Mr. Green: Ich ken­ne mich mit dem Gesundheitssystem in Venezuela und Nordkorea nicht aus. Wie im Iran dürf­te der Boykott der frei­heit­li­chen west­li­chen Welt deren Zustand nicht zuträg­lich sein. Für Kuba weiß ich, daß sich vie­le Länder nicht nur in der Region davon eine Scheibe abschnei­den soll­ten. Das betrifft die Ausstattung trotz der kri­mi­nel­len Wirtschaftsblockade und vor allem die Wertschätzung des Gesundheitspersonal. In dut­zen­den armen Ländern waren und sind medi­zi­ni­sche Brigaden aus Kuba unter­wegs. Davon erfah­ren wir höchs­tens dann etwas, wenn mal eine Abwerbekampagne erfolg­reich war.

        1. Wann waren sie in Kuba?Da gibts im Krankenhaus fast nichts mehr,wer ope­riert wer­den will muss Verbände etc. sel­ber mitbringen.

          Und die Ärzte im Ausland waren qua­si ein Tauschgeschäft Kubas.

          Das "Embargo" hat damit nichts zu tun,oder gibt es aus­ser den USA kei­ne ande­ren Länder?Jeder sont kann sei­ne Waren nach Kuba expor­tie­ren wenn er will.Sonst hät­ten sie ja nicht mal mehr Zucker auf der Zuckerinsel.


          Zur Arbeitslosigkeit in Tunesien gibt es auch noch eins zu sagen.Dort kann mitt­ler­wei­le auch jeder studieren,die Leute füh­len sich dann als was bes­se­res und wol­len kein Handwerk mehr ausüben(wie in D,F,etc.).Arbeitsplätze gibt es schon…das sag­te ein Tunesischer Fabrikbesitzer mal in einer ARD Sendung…

          1. @Ingo: Das Embargo ist nicht nur eines der USA. Es wird von nahe­zu der gesam­ten "frei­en Welt" gestützt. Kuba kann kein ein­zi­ges Beatmungsgerät auf dem Markt erwer­ben (Hitech-Boykott), für Medikamente aus dem Westen ist es sehr schwer, wenn nicht unmög­lich. Was wäre ein einem Tausch aus­zu­set­zen, wenn er auf fai­ren Konditionen beruht? Kuba bil­det weit­aus mehr medi­zi­ni­sches Personal aus, als es benö­tigt. Es wird über­wie­gend in Ländern ein­ge­setzt, in denen für die arme Bevölkerung auf dem Land und in den Bergen kei­ne Versorgung gege­ben ist. Aus afri­ka­ni­schen Ländern wird immer wie­der berich­tet, wie ganz anders die kuba­ni­schen ÄrztInnen agie­ren als ihre west­li­chen Pendants. Sie woh­nen oft­mals so wie die Einheimischen anstatt in kli­ma­ti­sier­ten Hotels. Sie wer­den auch wegen ihrer Hautfarbe eher akzep­tiert als Weiße. Viele KubanerInnen sind sich sehr bewußt ihrer Abstammung als impor­tier­te Sklaven. Ihnen wird des­halb ein grö­ße­res Einfühlungsvermögen nach­ge­sagt und weni­ger gebil­de­te Überheblichkeit. 

            Übrigens wer­den Kuba-FreundInnen von Banken hier ähn­lich behan­delt wie Corona-KritikerInnen. Auch ihnen wer­den Konten gekündigt.

      2. Merken Sie sich eines, Schuld am Scheitern der diver­sen Sozialismen haben ent­we­der die ande­ren oder es liegt dar­an, daß die Sozialismen nicht rich­tig umge­setzt wor­den sind, denn am Prinzip kann es nie­mals lie­gen, egal, wie häu­fig es noch schei­tern wird, man darf es nie­mals hin­ter­fra­gen, das ist ganz ähn­lich, wie mit den Corona-Maßnahmen! 😉

  4. Was glo­bal wei­ter­hel­fen könn­te wäre auf jeden Fall jenes, was die CDC jetzt ver­öf­fent­licht hat. 

    Die CDC und FDA haben bekannt gege­ben, dass der PCR-Test für COVID-19 am 31.12.2021 die Zulassung verliert❗

    Nach dem Datum darf der PCR Test zur Diagnose von Covid-19 nicht mehr ver­wen­det wer­den. https://www.cdc.gov/csels/dls/locs/2021/07–21-2021-lab-alert-Changes_CDC_RT-PCR_SARS-CoV-2_Testing_1.html

    Schon heu­te ist der PCR-Test als Diagnosemittel auf der Seite der FDA nicht mehr auf­ge­führt. https://bit.ly/3kPnKrJ

    Auszug:

    "DIe CDC ermu­tigt Labore, die Einführung einer Multiplex-Methode zu erwä­gen, die den Nachweis und die Differenzierung von SARS-CoV‑2 und Influenza-Viren erleich­tern kann. Solche Assays kön­nen die kon­ti­nu­ier­li­che Testung sowohl auf Influenza als auch auf SARS-CoV‑2 erleich­tern und im Vorfeld der Grippesaison sowohl Zeit als auch Ressourcen sparen"

  5. @aa "Zentrum für Jobs, Migration und Reintegration" das kann man ja auch anders benen­nen gel­le? Aber ist ja nicht China oder .. Teutschland :-/

  6. Das glei­che Bild zeigt sich exem­pla­risch z.b. für Indonesien ! Die Kurven fol­gen den Impfungen und der Anzahl durch­ge­führ­ter Tests. Ob man mehr tes­tet weil mehr sym­pto­ma­ti­sche Fälle hat oder mehr Fälle weil man mehr tes­tet bleibt offen.

    Daily COVID-19 vac­ci­ne doses administered:

    >>> https://ourworldindata.org/explorers/coronavirus-data-explorer?zoomToSelection=true&pickerSort=asc&pickerMetric=location&hideControls=true&Metric=Vaccine+doses&Interval=7‑day+rolling+average&Relative+to+Population=true&Align+outbreaks=false&country=~IDN

    Daily new con­fir­med COVID-19 cases :

    >>> Daily new con­fir­med COVID-19 cases per mil­li­on peop­le >>> https://ourworldindata.org/explorers/coronavirus-data-explorer?zoomToSelection=true&pickerSort=asc&pickerMetric=location&hideControls=true&Metric=Confirmed+cases&Interval=7‑day+rolling+average&Relative+to+Population=true&Align+outbreaks=false&country=~IDN

    Daily new con­fir­med COVID-19 deaths :

    >>> https://ourworldindata.org/explorers/coronavirus-data-explorer?zoomToSelection=true&pickerSort=asc&pickerMetric=location&hideControls=true&Metric=Confirmed+deaths&Interval=7‑day+rolling+average&Relative+to+Population=false&Align+outbreaks=false&country=~IDN

    Daily new COVID-19 tests:

    >>> https://ourworldindata.org/explorers/coronavirus-data-explorer?zoomToSelection=true&pickerSort=asc&pickerMetric=location&hideControls=true&Metric=Tests&Interval=7‑day+rolling+average&Relative+to+Population=false&Align+outbreaks=false&country=~IDN

  7. PS: Merken Sie was? Erst Italien, dann Indien und Brasilien, jetzt Tunesien. Was für ein Elend, was die­je­ni­gen bekla­gen die sich davon näh­ren! So ein elen­des Dreckspack!

  8. Das kann sich die WHO auf ihre Fahnen schrei­ben da sie immer noch kei­ne Empfehlung für Ivermectin her­aus gibt.
    Das ein­zi­ge Mittel das preis­güns­tig und sicher ist, in Indien, in den Bundestaaten in denen es ange­wen­det wird, sind die Todezahlen gering. Ivermetctin und Hydrochloroquin, genau­so wie erhöh­te VitD mit Zink Gaben zu ver­hin­dern ist ein Verbrechen.

  9. In Anlehnung an Pastuers Einsicht:
    "Die Mikrobe ist nichts, das Milieu ist alles", erwei­te­re ich die­se Behauptung, dass die Impfspritze nichts hilft gegen das Armutsmilieu.
    Gilt ueber Tunesien hinaus.

    1. Sorry,sie lie­gen falsch.Googeln sie doch mal Corona und Haiti(eins der ärms­ten Länder der Welt,dort mischt man sogar ERDE in "Kekse".
      Kaum Corona Tote-Ärzte und Forscher wun­dern sich warum.…

  10. Huch? Die taz hat das wohl seri­ös "recher­chiert":
    "über 200 Erkrankte ster­ben täg­lich in den hoff­nungs­los über­be­leg­ten Intensivstationen der staat­li­chen Krankenhäuser oder zu Hause…"
    Hat sich die taz etwa die­se seriö­se Statistik von 2019 mal reingezogen?
    https://www.un.org/en/development/desa/population/publications/pdf/mortality/WMR2019/WorldMortality2019DataBooklet.pdf
    Auf Seite 15 fin­det man, dass es 2019 in Tunesien 73000 Sterbefälle gab.
    Also (durch­schnitt­lich) 200 pro Tag (ich tip­pe: die meis­ten davon wohl in Krankenhäusern oder Zuhause).
    Gebildete, "dop­pel­ge­impf­te" taz-LeserInnen dür­fen dar­aus eine Verdoppelung der Todesrate ableiten.
    Gönnt man sich das (zwei­fel­haf­te) Vergnügen und gibt in die Suchmaschinenleiste "ICU" und "Tunisia" ein, so fin­det man u.a. die­sen Beitrag vom 21.10.2020
    https://thearabweekly.com/tunisia-running-short-icu-beds-pandemic-spike
    mit der erstaun­li­chen Feststellung, dass "the health minis­ter" die Situation bei einer 80%-igen Belegung der Intensivstationen als “cri­ti­cal” bezeich­ne­te (wenn die Belegung dar­un­ter fällt, ist es natür­lich auch ‑wirt­schaft­lich- "cri­ti­cal" und schreit nach Abbau von Betten).
    Dass es sich nur um "just 181 ICU beds" han­delt? (für ein Land mit der Bevölkerungszahl von z.B. Ba-Wü) – von denen trotz­dem noch 36 (=20%) frei sind?
    (Ba-Wü ver­fügt soeben – laut DIVI – über 2327 "aktu­ell betreib­ba­re" – von denen "nur" 404, also 17,4% frei wären)

  11. Nachtrag (A pro­pos "sozia­le Situation").
    Ich wer­de den Verdacht nicht los, dass es bei den stän­di­gen (meist irre­füh­ren­den) Frontberichten (aus unter­schied­li­chen Ländern) nur um die­se Botschaft(en) geht:
    1. seid froh, dass es Euch so gut geht und ihr Euch sogar für umme "immu­ni­sie­ren" las­sen könnt!
    2. gebt gefäl­ligst Eure Kohle im Inland aus! (lie­ber 2000 EUR in Bayern oder Niedersachsen als 500 in Tunesien … ?) 

    Dass die taz en pas­sant erwähnt, dass der zwei­te Ausfall der Touri-Saison in Folge eine Katastrophe für ein Land bedeu­tet, das so stark von die­sem Sektor abhän­gig ist?
    Dass zu die­sem Umstand viel­leicht auch die taz durch ihre "Berichterstattung" bei­getra­gen hat (auch wenn taz-LeserInnen in Hammamet oder Djerba eher unter­re­prä­sen­tiert sind)?
    Weiterdenken müs­sen die LeserInnen schon selbst. Was OK wäre, wenn man das vor­aus­set­zen könnte.

  12. Nachtrag II (wg. taz)
    Die Tendenz des "Frontberichts" wird mir erst jetzt beim Blick auf den Originalartikel deutlich:
    Überschrift: "Ein Land erstickt" (war da was mit einer "Urangst"?).
    Darunter "Hunderte Tote am Tag" und ein Bild, auf dem ein Sarg von zwei Raumanzugsmenschen (mit links!) in (?) ein wenig ein­la­den­des Gebäude gewuch­tet wird.
    Untertitel:
    "200 Tote am Tag: Im Krankenhaus von Beja im Norden Tunesiens"
    (die geneig­te Leserinnenschaft darf die 200 Toten allein die­sem Krankenhaus zuordnen)

  13. Statt der "Impfung", wäre der groß­flä­chi­ge Einsatz güns­ti­ger Medikamente, the­ra­peu­tisch sowie pro­phy­lak­tisch, doch eine Möglichkeit, die auch ande­re Länder gehen. Wie ist da der Stand in Tunesien?

  14. https://web.de/magazine/news/coronavirus/kretschmann-impfpflicht-ausschliessen-36024864

    "Wir fah­ren wei­ter auf Sicht. Die Virusmutationen haben uns schon zwei­mal einen Strich durch die Rechnung gemacht", sag­te er. "Treten Varianten auf, gegen die der Impfstoff nicht mehr so wirk­sam ist – sind wir sofort in einer ande­ren Situation." Es gebe kei­ne Entwarnung.

    Kretschmann appel­lier­te des­halb an die Menschen, sich imp­fen zu las­sen. "Im Kern kann man sagen: Impfen ist Bürgerpflicht. Es geht um sehr viel. Das soll­te jeder ver­ant­wort­lich den­ken­de Mensch ein­fach tun."

    Die Kommentare drun­ter sind nicht sel­ten etwas grob aber lustig:
    Olaf Höft
    "Seid wann gibt es eine Impfpflicht für Masern Also, ich plä­die­re für einen IQ Test und ein Psychologisches Gutachten für Politiker vor Amtsantritt. Ist nur fug und Recht. Schließlich möch­te ich wis­sen wer mich, den ich auch bezah­le, Regiert. Das ist Demokratie."

  15. Nachtrag III (schon wie­der taz)

    "Die in der Mittelmeerbrandung baden­den Familien an den Stränden der Vororte der Hauptstadt Tunis sehen nun fast täg­lich in Tarnfarben lackier­te Militärmaschinen im Landeanflug auf den Flughafen. Die Lage ähnelt immer mehr einer huma­ni­tä­ren Katastrophe, beglei­tet von einem dro­hen­den Staatsbankrott. „Wir sind im Krieg“, titel­te kürz­lich die Regierungszeitung La Presse."
    (…) [ ob die­se tarn­far­bi­gen Militärmaschinen Särge, Viren oder Söldner transportieren?] (…)
    Nein! Es han­delt sich um:
    "Hilfe für die schlecht aus­ge­stat­te­ten Provinzkrankenhäuser (…) in Form von Sauerstoffflaschen und Pumpen aus Ägypten, Mauretanien, Deutschland, Katar, Marokko und ande­ren Ländern."
    [na, da befin­den "wir" uns ja in guter Gesellschaft!]
    wei­ter geht's:
    "Die tune­si­sche Armee hat nun die Regie über die Verteilung des drin­gend benö­tig­ten Sauerstoffs und die bis­her schlep­pend ver­lau­fen­de Impfkampagne über­nom­men. Am Sonntag brach­ten Soldaten die ers­ten Lieferungen in die Krankenhäuser des armen Südwestens, dort wo auch vor 10 Jahren die tune­si­sche Revolution gestar­tet war."
    [der "arme Südwesten" – Sidi Bouzid – befin­det sich zwar ziem­lich in der Mitte, also gleich­weit vom "Südwesten" und "Nordosten" des Landes ent­fernt, aber sowas kann man einem "der­zeit in Tunis" leben­den Autor ("Mirco Keilberth") schon mal nachsehen]

    "Mirco Keilberth" weiß auch, dass sich in der "dünn besie­del­ten Kornkammer Tunesiens", der Provinz El Kef (Wikipedia: ca. 245000 Einwohner) "trotz Temperaturen von bis zu 40 Grad inner­halb weni­ger Tage Tausende Menschen mit der Deltavariante infi­ziert haben".
    Frage: woher hat das arme Land/Provinz die Ressourcen (und das Geld!), um mal eben "inner­halb weni­ger Tage Tausende Menschen" über­haupt zu tes­ten und – mehr noch! – dar­aus die "Deltavariante" zu sequenzieren?
    Mir deucht, dass das Geld und die Blaupause aus dem Zentrum der ehe­ma­li­gen Kolonialmacht kom­men. Und dort kennt man sicher auch das:
    https://fr.wikipedia.org/wiki/Effet_nocebo
    (Die ver­zwei­fel­ten TunesierInnen eher nicht).

    Warum jemand sich von einem sol­chen Artikel hier­zu ani­mie­ren las­sen sollte?
    "Noch knapp 330 – dann sind wir 30.000. Machen Sie jetzt mit! (…)
    Weil es eine unab­hän­gi­ge, kri­ti­sche Stimme in den hie­si­gen Medien braucht. Weil es die taz braucht. (…)"
    Im Prinzip ja, aber …

  16. Meine Kompetenz, dei­ne Kompetenz.
    "Die Zahl der COVID-19-Sterbefälle wäre theo­re­tisch dann deckungs­gleich mit der Sterbefallzahl des RKI, wenn jedem U07.1‑Sterbefall der Todesursachenstatistik ein posi­ti­ver Labortest zu Grunde lie­gen würde."
    https://www.corodok.de/menschen-corona-wirklich/
    https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/07/PD21_327_23211.html

    Der Kampf um die Deutungshoheit der (sta­tis­ti­schen) Wahrheit geht in sei­ne zwei­te Runde. Die Antwort des RKI auf das sta­tis­ti­sche Bundesamt:
    Es geht auch ohne euch.
    "Covid-19 – Alle Zahlen und Grafiken zum Coronavirus
    von M. Hörz, R. Meyer, M. Zajonz
    Datum: 25.07.2021 09:14 Uhr"
    https://www.zdf.de/nachrichten/heute/coronavirus-ausbreitung-infografiken-102.html

    "Bekannte Corona-Fälle"
    "COVID-19 Data Repository by the Center for Systems Science and Engineering (CSSE) at Johns Hopkins University"
    https://github.com/CSSEGISandData/COVID-19
    (Wer braucht ein Amt? Es gibt auch woan­ders Zahlen und Tabellen. …)

    "Neuinfektionen in Deutschland"
    "Risklayer Deutschland Coronavirus Spreadsheet – 01032020 bis jetzt"
    https://docs.google.com/spreadsheets/d/e/2PACX-1vTB9XnOufMUQ4Plp6JWi2UAoND8jvBH2oH_vPQGIw5btYHqnSXxeVnpCz-1cwgjNpI48tqDgs51kO7n/pubhtml#
    (… Hier die eige­nen Berechnugsgrundlagen. Ein paar Tabellen erstel­len kann jeder. …)

    "Anteil posi­ti­ver PCR-Tests in Deutschland"
    "Erfassung der SARS-CoV-2-Testzahlen in Deutschland"
    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Testzahl.html
    (… Auch mit den Daten, die mit­tels PCR-Test, ermit­telt wur­den, las­sen sich Graphiken erzeu­gen. Meine Kompetenz,
    RKI.
    …)

    "Neue Todesfälle in Deutschland"
    "Risklayer Deutschland Coronavirus Spreadsheet – 01032020 bis jetzt"
    (… Ob eige­ne Tabellen, …)

    "Inzidenz nach Alter in Deutschland"
    "COVID-19-Fälle nach Altersgruppe und Meldewoche (Tabelle wird jeden Donnerstag aktualisiert)"
    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Daten/Altersverteilung.html
    (… oder ande­re Quellen, …)

    "Anteil Corona-Varianten in Deutschland"
    "Tabelle zum VOC-Bericht – Anzahl und Anteile von VOC und VOI in Deutschland (Tabelle wird don­ners­tags aktualisiert)"
    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Daten/VOC_VOI_Tabelle.html
    (… es braucht kein Amt, um ein paarTabellen zu erstellen. …)

    "Die Lage in den Kliniken"
    "Tagesreport: Aktuellster Tagesreport des RKI mit den Daten des DIVI-Intensivregisters"
    https://www.intensivregister.de/#/aktuelle-lage/reports
    (… Einfach mal ins Netz rein­schau­en, genügt eigentlich, …)
    (((wenigs­tens wur­de gut bei den Querdenkern hingesehen)))

    "So vie­le Intensivbetten sind aktu­ell belegt"
    "Tagesreport; Aktuellster Tagesreport des RKI mit den Daten des DIVI-Intensivregisters"
    (… Zeigt, dass auch ein Amt …)

    "Bundesamt für Kartographie und Geodäsie"
    https://www.bkg.bund.de/DE/Home/home.html
    (… nur eines von ande­ren Ämtern ist. …)

    "Lage auf den Intensivstationen"
    "Willkommen im DIVI-Intensivregister"
    https://www.intensivregister.de/#/index
    (… Es braucht kein Amt, …)

    "Corona-Situation in Europa"
    "COVID-19 Data Repository by the Center for Systems Science and Engineering (CSSE) at Johns Hopkins University"
    (… wir schau­en lie­ber bei jeman­den, der sich euro­pa­weit auskennt, …) 

    "Inzidenz nach Weltregion"
    "COVID-19 Data Repository by the Center for Systems Science and Engineering (CSSE) at Johns Hopkins University"
    (…, ach­was, die gan­ze Welt durchschaut.)

    (Kino.)

  17. Ich bin irri­tiert. Ist Robert W. Malone zynisch oder ehr­lich? Ist das ein Übersetzungsfehler? Gemäss deepl.com schreibt er zu einem Bild in der NY Times, das einen Schwarzen zeigt, der geimpft wird:
    "Wow! Eine wei­te­re Selbstbestätigung. Auffrischungsimpfungen, die mit sechs Monaten in genau den Bevölkerungsgruppen benö­tigt wer­den, von denen ich gesagt habe, dass sie eine Impfung in ers­ter Linie verdienen."
    https://twitter.com/RWMaloneMD
    https://www.nytimes.com/2021/07/23/us/covid-vaccine-boosters.html

    1. @Katharina: Er ist ehr­lich. Es pas­siert lei­der, daß ein­zel­ne Personen zu Bannerträgern einer Bewegung sti­li­siert wer­den, der sie gar nicht ange­hö­ren wol­len. Ähnlich war es mit Ioannidis.

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