Im Lager für die positiv getesteten Kinder wird „Werwolf“ gespielt

Auf soester-anzeiger.de ist am 19.7. über die Ameland-Ferienfreizeit der Propsteigemeinde zu lesen:

»…Unter dem dies­jäh­ri­gen Motto „Ameland ahoi – die Insel ruft“ erle­ben die Kinder eini­ge span­nen­de Unternehmungen…

Neben all dem Spaß und Spiel gibt es aller­dings auch nega­ti­ve Nachrichten. Das Coronavirus hat eini­ge Kinder und auch Betreuer erwischt. Allen Betroffenen geht es damit jedoch sehr gut. Es tau­chen aus­schließ­lich mil­de Verläufe auf und die Symptome hal­ten in der Regel auch nicht mehr als einen Tag an. Glücklicherweise ist unse­re Unterkunft in zwei Teile geteilt, sodass wir die Möglichkeit haben, ein Lager für die posi­tiv getes­te­ten zu eröff­nen, in dem es ein ange­pass­tes Programm für die Kinder gibt…

Das posi­ti­ve Lager hat sich mitt­ler­wei­le häus­lich gemacht, einen eige­nen Spüldienst ein­ge­rich­tet und auch ein Programm auf­ge­stellt. Die Stimmung in bei­den Lagern ist gut…

Um am Mittwochabend etwas Normalität in die Lager zu brin­gen, wur­de das Abendprogramm im nega­ti­ven Teil der Unterkunft durch­ge­führt. „Schlag die Leiter” ist eine Show, in der die Teilnehmer gegen die Betreuer antre­ten. In eini­gen ver­schie­de­nen Minispielen, wie Entfernungen schät­zen oder Prominente erken­nen, duel­lier­ten sich Jung und Alt, bis ver­kün­det wer­den konn­te, dass die Kinder die Show für sich ent­schie­den haben. Die „Corona-Crew“ mach­te sich einen gemüt­li­chen Kino-Abend in ihrem gro­ßen Zelt.

Nachdem am Donnerstagmorgen etwas Routine ein­kehr­te, ver­ließ das nega­ti­ve Lager die Unterkunft und stat­te­te dem Abenteuerspielplatz einen Besuch ab. Hier tob­ten sich die Matrosen aus, bis sie zum Mittagessen wie­der zurück­kehr­ten. In die­ser Zeit konn­te die „Corona-Crew“ die gro­ße Wiese nut­zen. Das Mittagessen, Currywurst mit Pommes und Majo, wur­de dann wie­der in den getrenn­ten Lagern serviert…

Am Freitagmorgen konn­ten die erkrank­ten Matrosen wie­der aus­schla­fen. Anschließend hat sich die „Corona-Crew“ dazu ent­schie­den, eige­ne Regeln für ihr Lager auf­zu­stel­len. Den Nachmittag haben sie damit ver­bracht, das all­seits belieb­te Spiel „Werwolf“ zu spie­len. Dabei schlüp­fen die Kinder in ver­schie­de­ne Rollen, um gemein­sam her­aus­zu­fin­den, wer ein fal­sches Spiel spielt.

Zwischen dem posi­ti­ven und dem nega­ti­ven Lager wer­den flei­ßig Radiogrüße hin- und her­ge­schickt, so dass die Kinder auf dem Laufenden gehal­ten wer­den, was im ande­ren Lager pas­siert. Die Radiogrüße kön­nen über die Website vonameland.de tages­ak­tu­ell in die Lager gesen­det werden.“«

3 Antworten auf „Im Lager für die positiv getesteten Kinder wird „Werwolf“ gespielt“

  1. Werwolf / Wolfsangel

    Populären Erzählungen nach sind Werwölfe Menschen, die sich bei Vollmond in blut­rüns­ti­ge Wölfe ver­wan­deln. Der rech­te Bezug auf den Werwolf geht zurück auf den Roman »Der Wehrwolf« von Hermann Löns von 1910, in dem der völ­kisch-heid­ni­sche Untergrundkampf gegen das Christentum ver­herr­licht wird. Mit der Wolfsangel (auch Gibor-Rune) gab Löns die­sem Kampf ein Symbol. Das Buch war im Nationalsozialismus ein Bestseller. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs bau­te die SS eine als »Werwolf« bezeich­ne­te Organisation auf, die den Untergrundkampf gegen die ein­rü­cken­den Alliierten füh­ren soll­te und die Wolfsangel als Erkennungszeichen nutz­te (sie­he Plakat von 1945, Bild 4).

    Neonazistischen Kreisen die­nen die­se geschicht­li­chen Rückgriffe als Ausdruck ihres unbe­ding­ten Kampfeswillen, bzw. eines Untergrundkampfes, der die Vernichtung poli­ti­scher Gegner_innen ein­schließt. Der Name wird von Musikbands, Wehrsportgruppen oder in anony­men Drohungen benutzt.

    Die Wolfsangel bil­det zusam­men mit der Schwarzen Sonne und den ukrai­ni­schen Nationalfarben das Symbol der neo­fa­schis­ti­schen Asow-Miliz, die im ukrai­ni­schen Bürgerkrieg kämpft. Sie rekru­tiert Kämpfer aus dem deutsch­spra­chi­gen Raum vor allem über das inter­na­tio­na­le Netzwerk der Misantropic Division, das von neo­na­zis­ti­schen Black-Metal-Anhängern domi­niert wird. Slogan der Misantropic Division ist »Töten für Wotan« (Bild 6).

    Die Wolfsangel fin­det auch außer­halb der Rechten Verwendung. Sie ist unter ande­rem in meh­re­ren Stadtwappen abgebildet.
    https://dasversteckspiel.de/die-symbolwelt/germanentum-und-heidentum/werwolf-wolfsangel-184.html

  2. Kann man davon aus­ge­hen, dass bald kapi­tu­liert wird, wenn Kinder "Werwolf spie­len"? Gut so. Besser als "Kallebaba und die 40 Pikse" allemal.

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