Im vollen Zug nach Nirgendwo

Links die Eigenwerbung der Tageszeitung "jun­ge Welt" (Ausschnitt). Rechts ein Verbesserungsvorschlag:

Wer sich auf her­un­ter­ge­kom­me­nen Gleisen der Staatsbahn bewegt und in Sachen Maßnahmen-Gehorsam den Musterschüler gibt, soll­te sich nicht als Vorkämpfer gegen "Abbau von Sozialstaat und par­la­men­ta­ri­scher Demokratie, ver­stärk­te Repression und sozia­le Demagogie" dar­stel­len.

Christian Anders- Es fährt ein Zug nach Nirgendwo (1972)

Videoquelle: youtube.com

15 Antworten auf „Im vollen Zug nach Nirgendwo“

  1. Ich bin zwar kein Leser die­ser Zeitung, aber kom­men sich die Leser nicht selbst ver­arscht vor? Man sitzt zusam­men­ge­quetscht in Zügen, S‑Bahn (wie auf dem Foto) oder ICE, deren Klimaanlagen aus­fal­len, die hohe Verspätungen wegen 'Personalausfall' oder 'tech­ni­scher Schwierigkeiten' haben (war schon vor 20 Jahren so im Hightechland-Deutschland.…) und soll mit zuge­kne­bel­tem Gesicht irgend­et­was in vol­len Zügen genie­ßen?!?!? Mal ange­nom­men, die­se Zeitung wäre genie­ßens­wert (soweit ich weiß, geht es um lin­ke Politik und da wird immer viel geze­tert. Nach Genuss klingt das nicht..) , dann doch sicher nicht in einem über­füll­ten Zug und auch nicht mit Filtertüte.… Ich fra­ge mich, ob deren Leser sich belei­digt füh­len oder das Hirn so weit aus­ge­setzt hat, dass sie sol­che 'Werbung' igno­rie­ren oder ob es ihnen tat­säch­lich gefällt, wenn mas­kier­te Volltrottel in über­füll­ten S‑Bahnen abge­bil­det werden?

    Zeitungsabbonnent bin ich schon seit 15 Jahren nicht mehr, Zeitungsleser auch nur noch ganz sel­ten, aber wenn man sei­ne Kundschaft ver­grau­len will, dann mit sol­chen Anzeigen.

    Etwas zum Maskenwahn:
    Zwar bin ich heu­te nicht Zug gefah­ren, aber mit dem Bus im Hörigkeitsbundesland, in dem im Bus immer noch FFP2-Masken vor­ge­schrie­ben sind. Im Bus hat­te ich es mich län­ge­re Zeit nicht mehr getraut, aber heu­te bin ich mit OP-Maske ein­ge­stie­gen. Der Busfahrer hat auf bei­den Fahrten nichts gesagt. Ich bin beim Einsteigen aber schon so ner­vös gewe­sen, dass ich wild mit mei­nem 9‑Euro-Ticket rum­fuch­tel­te, viel­leicht lenkt das dann von der Maske ab..
    Von den Fahrgästen hat auch nie­mand etwas gesagt, es war sogar einer mit grü­ner OP-Maske dabei, ansons­ten aber nur FFP2-Lappen und alle­samt Jugendliche, jun­ge Erwachsene.
    Einige der jun­gen Leute hat­ten Camping-Gepäck dabei, aber auch die die FFP2-Maske bis zum Anschlag hoch­ge­zo­gen. Von die­ser Gruppe haben mich zwei Frauen mit Blicken regel­recht getö­tet, da ich mei­ne OP-Maske direkt hin­ter dem Busfahrer unter die Nase gezo­gen hat­te. Unters Kinn habe ich mich nicht getraut, aber wenigs­tens konn­te ich so bei som­mer­li­chen Temperaturen im Bus frei durch die Nase atmen und nicht durch die­sen ent­wür­di­gen­den Stofflappen. Das hät­te ich mir selbst nicht verziehen. 

    Da hät­te man gedacht, Campen, Naturverbundenheit – viel­leicht noch ein biss­chen Resthirn bewahrt, aber im Gegenteil. Campen zieht wohl grün-links-Hörige an, die sich die Maske mit Genuss überstreifen.
    Eine neben mir Sitzende Jugendliche mit FFP2-Verhüllung habe ich offen­bar dazu ermu­tigt, sich die Maske auch unter die Nase zu zie­hen. Das hat mich erstaunt. Auch zu ihr hat nie­mand etwas gesagt. Ich wäre sehr neu­gie­rig, was danach in ihrem Kopf pas­sier­te. Ob sie auch so erstaunt war wie ich, dass gar nichts pas­siert, wenn man sich die Freiheiten nimmt, die einem zuste­hen. Hier habe ich noch nie­mals im Bus oder Zug jeman­den mit Maske unter der Nase oder Kinn gese­hen, ich bin da lei­der immer noch Vorreiterin. In ande­ren Bundesländern sol­len ja wesent­lich mehr Leute die­sen gan­zen Unfug boykottieren. 

    Dennoch habe ich kei­ne gro­ße Lust, noch­ein­mal mit dem 9‑Euro-Ticket Bus zu fah­ren, weil jede Fahrt für mich ent­wür­di­gend ist. Heute habe ich aber abge­wo­gen: Mein Ausflug hat für mich per­sön­lich mehr Positives gebracht, als die Maske in mir zer­stört hat. Dazu hat­te ich eine OP-Maske und die­se unter der Nase, sonst hät­te ich die Fahrt mit mei­nem Gewissen über­haupt nicht ver­ein­ba­ren kön­nen. Immerhin einen schö­nen Sommertag drau­ßen genos­sen, ohne Bus und Auto wäre ich dort nie­mals hin­ge­kom­men. Wenn nur die­se unsäg­li­che Maskenpflicht nicht wäre. Nicht immer wer­de ich die Kraft haben, die Maske im Bus run­ter­zu­zie­hen und dann könn­te ich die Fahrt ver­mut­lich nicht fort­set­zen wegen Aggressionen etc.

    Interessant auch, dass bei den Linken 6 Leute in eine Zeitung schau­en. Grassierende Armut? Solidarität? (und das bei der Abstandspflicht!!!). Oder ein­fach nur ein abso­lut lächer­li­cher Marketing-Gag a la "seht her, die Zeitung ist so beliebt, es scha­ren sich sogar 6 Leute drum her­um"? Man könn­te das Bild mal ent­frem­den und statt der Zeitung eine gol­de­ne Maske ein­set­zen, so dass sich 6 Gestörte um eine gol­de­ne Maske grup­pie­ren und die­se anbe­ten… Das wür­de passen.

    1. Die Tage in OÖ, Fahrt mit der Seilbahn zum Grünberg hoch. Wir stan­den dicht an dicht, 50 Leute in der Gondel, fest­hal­ten unnö­tig. Und alle unmaskiert 😉

      Was die jW betrifft: Was gäbe es da zu genie­ßen? Gedruckt ist der gan­ze Mist nicht das Papier wert. Diese Zeitung ist ein­fach nur Umweltverschmutzung genau­so wie die medi­zi­nisch lächer­li­chen Masken.

      Und es ist noch gar nicht so lan­ge her da ern­te­te ich böse Blicke beim Kauf von Kaffeefiltertüten – weil ja die die Kaffeefilter kau­fen schuld am Abholzen der Regenwälder sind. Und natür­lich sind wir alle an den vie­len Windrädern schuld weil wir ja elek­trisch Licht brau­chen. Und an den Autobahnen weil wir alle Autofahren wol­len und neu­er­dings auch elek­trisch. Und an den vie­lem LKWs.

      Ne, Leute. Laßt euch nicht ver­gack­ei­ern. Was wir brau­chen oder ger­ne hät­ten inter­es­siert die Produzenten nicht im Geringsten. Und die vie­len LKWs auf den Autobahnen haben mit Versorgung gar nichts zu tun. Den BRDStaat inter­es­siert es nicht ein­mal ob wir ein Dach übern Kopf haben.

      Im Übrigen sit­zen deut­sche Staatsbürger in spa­ni­schen Gefängnissen. Was für ein Staat ist das der sei­ne Staatsbürger frem­den Mächten aus­lie­fert!? Nur mal so zur Erinnerung: Die DDR hat jeden Verletzer des Transitabkommen der BRD zuge­führt! Das war schon in der Verfassung geregelt.

      1. @Erfurt:
        Wer unter euch ohne Sünde ist, der wer­fe den ers­ten Stein auf sie.
        https://www.die-bibel.de/bibeln/online-bibeln/lesen/LU84/JHN.8/Johannes‑8
        Was ist das für ein Land das sei­ne eige­nen Bürger verkauft?

        Von 1963 bis 1989 hat die Bundesrepublik Deutschland ins­ge­samt 33.755 poli­ti­sche Häftlinge aus den Gefängnissen der DDR frei­ge­kauft. Der Preis: fast 3,5 Milliarden D‑Mark.
        https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/haeftlingsfreikauf-letztes-kapitel-422280

        Das das im 20.Jahrhundert noch mög­lich war gehört zu den dunk­len Seiten der DDR und soll­te nicht für eine mora­li­sche Überhöhung miß­braucht wer­den. Es war schlicht und ein­fach falsch Menschen zu ver­kau­fen Punkt. Es erin­nert an dunk­le ver­gan­ge­ne Zeiten: 

        Als Soldatenhandel unter Landgraf Friedrich II. von Hessen-Kassel wer­den die Subsidienverträge zur Überlassung von Soldaten aus Hessen-Kassel an Großbritannien im Rahmen des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges im 18. Jahrhundert bezeichnet.
        Landgraf Friedrich II. von Hessen-Kassel unter­zeich­ne­te am 15. Januar 1776 mit dem Sohn sei­nes Schwagers, König Georg III. von Großbritannien, soge­nann­te Subsidienverträge. Gemäß die­sen Verträgen ver­pflich­te­te sich der hes­si­sche Landesfürst, Großbritannien miet­wei­se ein Kontingent Soldaten in einer Gesamttruppenstärke von etwa 12.000 Mann per­ma­nent zu überlassen.
        https://de.wikipedia.org/wiki/Soldatenhandel_unter_Landgraf_Friedrich_II._von_Hessen-Kassel

  2. Ich fin­de das nur kon­se­quent von der Jungen welt (Fehler beabsichtigt).
    Eine Zeitung, die frü­her das FDJ-Zentralorgan war, darf das Motto "Wir Junge Welt Redakteure tra­gen mit Stolz unse­re Maske." selbst­ver­ständ­lich kon­se­quent leben. Alles ande­re wäre unglaubwürdig.
    😉

  3. Aber so sieht man es doch über­all: Maulkorb/Gesichtslappen vom Hals bis Mitte Auge. So ste­hen schnaufend/japsend und bei Sprache vor sich hin nuschelnd die Leute minu­ten­lang schon an Haltestellen und Bahnsteigen. Gibt bei uns aber auch Stadtbusfahrer, die Theater machen, wenn die Fahrgäste erst den Lappen vor­schnal­len, wenn der Bus kommt.

  4. Linke sind aut­ho­ri­tär staats­hö­rig und ver­tre­ten nota­be­ne Zwangsmasken, Identitätspolitik und Gendersternchen, selbst­zer­stö­re­ri­sche Russlandsanktionen, Masseneinwanderung in die Sozialsysteme und lastbutnotleast—richtig, die Klimawende a.k.a. den Big Green CO2 Ablasshandel.
    Und ab Herbst 2G und Filtertütenzwang in den Wärmezelten die­ses Landes.
    Keine Regel ohne Ausnahme: Sahra Wagenknecht hat die Fake Linken als "Lifestyle-Linke" demaskiert.
    Die sozia­le Ignoranz hat den Klassenkampf ersetzt.

    1. @Linke sind link: Lustig, daß sie als seit gerau­mer Zeit auf einem lin­ken Blog Mitlesende/r und Schreibende/r zu die­sem Urteil gelan­gen. Tatsächlich fin­den Sie hier kei­ne Phrasen über "Masseneinwanderung in die Sozialsysteme", doch selbst zum Thema Klima/Umwelt wird dif­fe­ren­ziert dis­ku­tiert. (Wenn ich mich bemü­he, das ein­zu­schrän­ken, geht es wie beim Thema Ukrainekrieg um die Fokussierung.) Noch nicht ein­mal für den Aufreger "Gendersternchen" fin­den Sie hier Futter.

      1. –aa

        in wel­che Sozialsysteme auch!? Almosen bet­teln ist der rich­ti­ge Begriff. Und ja, es gibt auch hier wel­che die sind auf Bettler nei­disch weil die angeb­lich kei­ne Steuern zah­len. Es gibt sogar wel­che die sind auf die Obdachlosen nei­disch weil die kei­ne Miete zahlen.

        Was für eine ver­kom­me­ne Gesellschaft hier das doch ist. Stinkender fau­len­der Kapitalismus. Verwesungsgeruch bis über die Baumgrenze.

  5. Ich muß mal eine Lanze bre­chen für die JW. Es gibt ja noch ande­re Themen außer "C.", und dort bezie­hen sie eine Position, die ich anderwo in kei­ner über­re­gio­na­len Zeitung fin­de. Oder hab ich was verpasst?!

    Dass sie in Punkto "C" so kom­plett neben der Kappe sind und den Sinn die­ser Psyop nicht erken­nen, wun­dert mich auch. Aber da geht es ihnen ja nicht anders als der PdL und ande­ren "Linken".

    "Hintergrund" gibt es lei­der nicht mehr, seit kur­zem mal wie­der ein paar Not-Artikel auf der Webseite, aber das Magazin ist schien­bar tot.

    "H

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