Impfgeschichte(n) und die Verharmlosung der NS-Medizin in der Corona-Impfkampagne

Auch wenn "Radio Flo­ra – das freie Web­ra­dio in Han­no­ver" den von ihm gesen­de­ten Bei­trag unter obi­gem Titel mit einem "Erstar­ken der Rech­ten im Rah­men der Coro­na-Impf­kam­pa­gne – eine ver­hee­ren­de Ent­wick­lung" in Ver­bin­dung zu brin­gen sucht, hat sein Inhalt rein gar nichts damit zu tun.

Ganz im Gegen­teil geht es in der aus­führ­li­chen Sen­dung, zu der es hier das Manu­skript gibt, um die poli­ti­sche Instru­men­ta­li­sie­rung des The­mas durch Medi­en und offi­zi­el­le Stel­len. Das wird bereits klar durch die ein­lei­ten­den Worte:

»1. "… nicht die Chan­ce geben, die Imp­fung zu umge­hen" – Jagd­sze­nen aus Deutschland 

Im Okto­ber und Novem­ber 2021 bau­te sich in Deutsch­land eine neue Coro­na­In­fek­ti­ons­wel­le auf – inzwi­schen die vier­te seit Beginn der Pan­de­mie fast zwei Jah­re zuvor. In eini­gen Bun­des­län­dern kamen die Inten­siv­sta­tio­nen an ihre Belas­tungs­gren­zen. Öffent­lich­keits­wirk­sam insze­nier­te sich wie­der ein­mal die Bun­des­wehr, die eini­ge Schwer­kran­ke per Luft­trans­port in ande­re Hos­pi­tä­ler über­stell­te. Über die Grün­de für die Miss­stän­de in den Kli­ni­ken wur­de und wird kaum geredet: 

1. Die seit Jah­ren anhal­ten­den Pri­va­ti­sie­run­gen und Kür­zun­gen im neo­li­be­ral dere­gu­lier­ten Gesund­heits­we­sen und in der Alten­pfle­ge sowie die Schlie­ßun­gen von Kran­ken­häu­sern und die Redu­zie­rung von Intensivpflegebetten. 

2. Die Ver­ab­rei­chung von neu­ar­ti­gen gen­tech­nisch her­ge­stell­ten Impf­stof­fen, die nicht aus­ge­tes­tet waren, über deren mit­tel- und lang­fris­ti­gen Wir­kun­gen und Neben­wir­kun­gen daher kei­ne Aus­sa­gen getrof­fen wer­den konn­ten, und deren Immu­ni­sie­rungs­po­ten­ti­al sich inzwi­schen als zeit­lich äußerst begrenzt her­aus­stell­te. Auf den Inten­siv­sta­tio­nen muss­te neben Unge­impf­ten eine zuneh­men­de Zahl von mehr­mals Geimpf­ten behan­delt wer­den und die Ansa­gen über die Zeit­span­nen bis zur nächs­ten, über­nächs­ten und wei­te­ren Nach­imp­fun­gen wur­den immer kür­zer – und das bei erheb­li­chen Neben­wir­kun­gen. Bei einem Teil der erkrank­ten Geimpf­ten kön­nen die Impf­stof­fe immer­hin schwe­re Krank­heits­ver­läu­fe ver­hin­dern. Aber dazu wären auch inzwi­schen ent­wi­ckel­te Medi­ka­men­te einsetzbar.

Da von Beginn der Impf­kam­pa­gne an so getan wor­den war, als han­de­le es sich um einen nor­ma­len Impf­schutz, der län­ger­fris­tig immu­ni­sie­re, was ange­sichts feh­len­der Erfah­run­gen nicht hät­te gesche­hen dür­fen, konn­ten Frus­tra­tio­nen bei den Geimpf­ten nicht aus­blei­ben, von denen sich vie­le nur geimpft hat­ten, um sich wie­der "frei" bewe­gen zu kön­nen. Nun sahen sie sich getäuscht, denn sie wur­den bereits wie­der zur nächs­ten Imp­fung ein­be­ru­fen und muss­ten sich tes­ten las­sen. Das so genann­te "Frei­imp­fen" ent­pupp­te sich als das, was es von Anfang an war: eine Illusion. 

Die Glaub­wür­dig­keit der gesam­ten Impf­kam­pa­gne stand und steht zur Dis­po­si­ti­on. In die­ser Situa­ti­on grif­fen Politiker*innen, Vertreter*innen von Ärz­te­ver­bän­den und der Medi­zi­nal­bü­ro­kra­tie zu einem bewähr­ten Mit­tel: Sün­den­bock­po­li­tik. Um nicht über die Ursa­chen der Pan­de­mie, die Män­gel der Impf­stof­fe und die Dere­gu­lie­rung des Gesund­heits­we­sens reden zu müs­sen, wur­den die Unge­impf­ten nicht nur für die aktu­el­le Kri­se, son­dern für die gesam­te Pan­de­mie ver­ant­wort­lich gemacht. Es han­de­le sich um eine "Pan­de­mie der Unge­impf­ten", hieß es land­auf, land­ab. Die Covid-19-Zoo­no­se war in der Fleisch­in­dus­trie und der Mas­sen­tier­hal­tung ent­stan­den – und nun waren die Unge­impf­ten ver­ant­wort­lich? Nicht ein­fach nur Unge­impf­te, son­dern "die" Unge­impf­ten – also jeder ein­zel­ne Unge­impf­te – trug die Ver­ant­wor­tung für die welt­wei­te Pan­de­mie und die "vier­te Wel­le", auch wenn er gesund und getes­tet war. 

Welt­ärz­te­prä­si­dent Mont­go­me­ry ver­schärf­te die Het­ze und gab die Paro­le von der "Tyran­nei der Unge­impf­ten" aus. Der nie­der­säch­si­sche Minis­ter­prä­si­dent Ste­phan Weil (SPD) assis­tier­te dem Ärz­te­funk­tio­när und mein­te, 20 Pro­zent der unge­impf­ten Erwach­se­nen reich­ten aus, "um eine gan­ze Gesell­schaft in Angst und Schre­cken zu ver­set­zen". War­um 80 % Geimpf­te sowie Gene­se­ne nicht aus­rei­chen, um eine so genann­te Her­den­im­mu­ni­tät" auf­zu­bau­en, erklär­ten die Her­ren nicht, denn dann hät­ten sie über die Qua­li­tät der ein­ge­setz­ten Impf­stof­fe reden müssen.

Ver­tei­di­gungs­exper­tin Marie-Agnes Strack-Zim­mer­mann vom FDP-Vor­stand leg­te noch eine Schip­pe nach, als sie Unge­impf­te belehr­te, sie soll­ten sich "im Kla­ren dar­über sein, dass sie nicht als Min­der­heit, die Mehr­heit ter­ro­ri­sie­ren dür­fen". Woll­te sie damit aus­drü­cken, dass nur die Mehr­heit befugt sei, Min­der­hei­ten zu terrorisieren? 

Es tat sich aber noch ein ande­rer Abgrund auf: Geg­ner der neu­ar­ti­gen Impf­stof­fe – bis­lang fälsch­lich ver­all­ge­mei­nernd als "Impf­geg­ner" und "Coro­na­leug­ner" bezeich­net, um sie so in die Nähe von welt­frem­den Irren zu rücken – wur­den nun des Mas­sen­ter­rors bezich­tigt. Dass im Kampf gegen Ter­ro­ris­ten alle Mit­tel recht sind, dürf­te spe­zi­ell in Deutsch­land bekannt sein. Die FDP-Mili­tär­ex­per­tin wur­de inzwi­schen Vor­sit­zen­de des Ver­tei­di­gungs­aus­schus­ses des Bundestages. 

Dass der Kampf gegen die Coro­na-Pan­de­mie als mili­tä­ri­scher Kampf auf­ge­fasst wird, zeig­te sich, als die neue Bun­des­re­gie­rung aus SPD, FDP und Grü­nen die Tra­di­ti­on der Mer­kel-Regie­rung fort­setz­te und einen Bun­des­wehr­ge­ne­ral, der u. a. in Afgha­ni­stan und im "Kom­man­do Ter­ri­to­ria­le Auf­ga­ben der Bun­des­wehr" Erfah­run­gen sam­meln konn­te, zum Vor­sit­zen­den des Covid-Kri­sen­sta­bes machte. 

Tier­me­di­zi­ner Lothar H. Wie­ler, Chef des Robert Koch-Insti­tuts, einer staat­li­chen Gesund­heits­be­hör­de im Geschäfts­be­reich des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Gesund­heit, die ihre Maß­nah­men eng mit dem Covid-Kri­sen­stab koor­di­niert, blies in sei­ner so genann­ten "Wut­re­de" zur Jagd auf die ter­ro­ris­ti­sche Min­der­heit: "Wir dür­fen denen, die sich nicht imp­fen las­sen, wirk­lich nicht die Chan­ce geben, die Imp­fung zu umge­hen, zum Bei­spiel, indem sie sich frei­tes­ten las­sen". Mit mili­tä­ri­schen Fra­gen hat­te sich Wie­ler von 2011 bis 2020 als Mit­glied im "Wehr­me­di­zi­ni­schen Bei­rat" des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums ver­traut machen können. 

Nach dem "Frei­imp­fen", gab es nun auch das "Frei­tes­ten" – letz­te­res soll­te für Unge­impf­te unmög­lich gemacht, jeder Flucht­weg ver­baut wer­den. Ein frei­es Leben soll­te es für Unge­impf­te nur noch nach der Kapi­tu­la­ti­on, der Imp­fung, geben – ein bemer­kens­wer­tes Demo­kra­tie­ver­ständ­nis. Dabei wäre das Tes­ten von Unge­impf­ten und Geimpf­ten eine effek­ti­ve und sinn­vol­le Maß­nah­me gegen die Pan­de­mie gewe­sen, weil so früh- und recht­zei­tig Anste­ckun­gen hät­ten fest­ge­stellt wer­den kön­nen. Gleich­zei­tig hät­te die immer offen­sicht­li­cher wer­den­de Spal­tung der Gesell­schaft ver­mie­den wer­den können. 

Spä­tes­tens jetzt wur­de deut­lich, dass es nicht um eine effek­ti­ve Bekämp­fung der Covid-Pan­de­mie ging, son­dern um die Durch­set­zung des Imp­fens aus Prin­zip und um jeden Preis – und das mit Impf­stof­fen die allen­falls kurz­fris­tig immu­ni­sie­ren, die erheb­li­che uner­wünsch­te Neben­wir­kun­gen auf­wei­sen und deren mit­tel- und lang­fris­ti­gen Neben­wir­kun­gen, nicht zuletzt für das kör­per­ei­ge­ne Immun­sys­tem unbe­kannt sind.«

An die­ser Stel­le taucht das ein­zi­ge Mal der Begriff "Neo­na­zis" auf – aller­dings in einem völ­lig ande­ren Zusam­men­hang, als vom Sen­der dargestellt:

»Die Het­ze gegen Unge­impf­te eröff­ne­te die Dis­kus­si­on um die all­ge­mei­ne Impf­pflicht, die inzwi­schen an Fahrt auf­ge­nom­men hat. Beglei­tet und abge­run­det wur­de die­ses Sze­na­rio durch Radio­sen­dun­gen und Fern­seh­fil­me wie etwa die Doku­men­ta­ti­on "Geschich­te des Imp­fens" im ZDF. Gleich im ers­ten Satz heißt es: "Bei den Nazis war das Imp­fen frei­wil­lig, in der DDR war es Pflicht und in West­deutsch­land zier­te man sich." Im "Drit­ten Reich" der Nazis muss es also ver­gleichs­wei­se locker und libe­ral zuge­gan­gen sein, ganz anders als im Obrig­keits­staat DDR. Neo­na­zis wer­den sich bestä­tigt fühlen. 

Die Geschichts­le­gen­de geht dann so wei­ter: Die Nazis sei­en Impf­geg­ner gewe­sen, die aus anti­se­mi­ti­schen Grün­den eine Impf­pflicht ablehn­ten. Sug­ge­riert wird, sie sei­en genau­so irra­tio­nal gewe­sen wie die heu­ti­gen Coro­na-Impf­geg­ner, die wie­der­um in der Tra­di­ti­on der Nazis stün­den, also auch Anti­se­mi­ten sei­en. Dem gegen­über erscheint "die" Wis­sen­schaft, wie sie etwa im Robert Koch-Insti­tut betrie­ben wird, als ratio­nal, neu­tral und über dem irra­tio­na­len Schwach­sinn stehend.«

Auf den fol­gen­den 18 Sei­ten wird auf das eigent­li­che his­to­ri­sche The­ma ein­ge­gan­gen. Der Bei­trag endet so:

»Schlussfolgerung: " … zu keiner Zeit der Welt eine Rechtfertigung." 

1947 wur­de als Kon­se­quenz aus den NS-Medi­zin­ver­bre­chen vom I. Ame­ri­ka­ni­schen Mili­tär­ge­richts­hof der "Nürn­ber­ger Kodex" for­mu­liert, in dem es um zuläs­si­ge medi­zi­ni­sche Ver­su­che geht. Dort heißt es: 

"Die frei­wil­li­ge Zustim­mung der Ver­suchs­per­son ist unbe­dingt erfor­der­lich. Das heißt, dass die betref­fen­de Per­son im juris­ti­schen Sin­ne fähig sein muss, ihre Ein­wil­li­gung zu geben; dass sie in der Lage sein muss, unbe­ein­flusst von Gewalt, Betrug, List, Druck, Vor­täu­schung oder irgend­ei­ne ande­re Form der Über­re­dung oder des Zwan­ges, von ihrem Urteils­ver­mö­gen Gebrauch zu machen; dass sie das betref­fen­de Gebiet in sei­nen Ein­zel­hei­ten hin­rei­chend ken­nen und ver­ste­hen muss, um eine ver­stän­di­ge und infor­mier­te Ent­schei­dung tref­fen zu können." 

In Arti­kel 1 des Grund­ge­set­zes der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­lands ist fest­ge­legt, dass die "Wür­de des Men­schen" unan­tast­bar sei, sie "zu ach­ten und zu schüt­zen" sei "Ver­pflich­tung aller staat­li­chen Gewalt". Im Arti­kel 2, Absatz 2 wird als Grund­recht zwar "das Recht auf Leben und kör­per­li­che Unver­sehrt­heit" pro­kla­miert, gleich­zei­tig aber fest­ge­legt, dass in die­ses Recht "auf Grund eines Geset­zes" ein­ge­grif­fen wer­den kann. 

Seit den 1980er Jah­ren, gibt es von man­chen Ärz­ten, Gene­ti­kern und ande­ren Wis­sen­schaft­lern immer wie­der Vor­stö­ße, das Recht auf kör­per­li­che Unver­sehrt­heit im Inter­es­se "der For­schung" auf­zu­wei­chen und zu rela­ti­vie­ren. Nach­dem die NS-Geschich­te des Robert Koch-Insti­tuts auf­ge­ar­bei­tet wor­den war, hob sein dama­li­ger Prä­si­dent Prof. Dr. Rein­hard Bur­ger anläss­lich der Eröff­nung einer Aus­stel­lung 2013 die zen­tra­le Bedeu­tung des Rechts auf kör­per­li­che Unver­sehrt­heit und der Unan­tast­bar­keit der Men­schen­wür­de hervor: 

"Für das Über­tre­ten huma­nis­ti­scher Grund­sät­ze, für die Ver­let­zung der Wür­de und der kör­per­li­chen Unver­sehrt­heit des Men­schen gab es und gibt es zu kei­ner Zeit der Welt eine Recht­fer­ti­gung. Dies gilt auch, wenn die Mehr­heit oder poli­ti­sche Füh­rung ein sol­ches Ver­fah­ren tole­riert oder gar fordert." 

Ob der seit 2015 amtie­ren­de Prä­si­dent des Robert Koch-Insti­tuts, Wie­ler, oder Ärz­te­funk­tio­när Mont­go­me­ry die­sen Satz for­mu­lie­ren wür­den, darf in Anbe­tracht ihrer ein­gangs zitier­ten Äuße­run­gen bezwei­felt wer­den. Neben Gesund­heits­exper­ten und Ärz­te­funk­tio­nä­ren stel­len Poli­ti­ker und Unter­neh­mer­ver­bän­de durch die For­de­rung nach einer Covid-19-Impf­pflicht das Recht auf kör­per­li­che Unver­sehrt­heit zur Dis­po­si­ti­on. Und wie­der soll es dabei um ver­meint­lich höher­wer­ti­ge Belan­ge gehen, die Ret­tung der Gesell­schaft, des deut­schen Vol­kes oder auch der deut­schen Wirt­schaft. Ob den Prot­ago­nis­ten die­ser Poli­tik bewusst ist, wel­che Tra­di­tio­nen sie pfle­gen und wie dünn das Eis ist, auf dem sie sich bewe­gen?«

Der Text wur­de für die­sen Bei­trag durch zusätz­li­che Absät­ze les­ba­rer gemacht, Fuß­no­ten des Ori­gi­nals wur­den fortgelassen.

11 Antworten auf „Impfgeschichte(n) und die Verharmlosung der NS-Medizin in der Corona-Impfkampagne“

  1. Ooohh.… Sie wis­sen wie dünn das Eis ist. Es ist ihnen nur egal, da sie par­la­men­ta­ri­sche Immu­ni­tät gegen Straf­ver­fol­gung wegen ihrer Arbeit als Par­la­men­ta­ri­er haben. Auch als Regie­rungs­mit­glie­der haben sie Immu­ni­tät gegen Straf­ver­fol­gung wegen ihrer Arbeit als Regie­rungs­mit­glie­der. Völ­ker­recht­li­che Kon­se­quen­zen müss­ten sie nur fürch­ten, wenn es nicht nur das eige­ne Volk ist, das unter ihnen lei­det. Nur über Eis­bruch könn­te man sie krie­gen. Ihnen müss­te nach­ge­wie­sen wer­den, dass sie wis­sent­lich aktiv das Grund­ge­setz bra­chen und vor­sätz­lich aktiv an der Abschaf­fung der demo­kra­ti­schen Grund­ord­nung arbeiteten.

  2. Wer unter­stellt das Imp­fen sei im drit­ten Reich "frei­wil­lig" gewe­sen, ver­harm­lost den Holo­kaust. Die Para­gra­phen zu zit­tie­ren fan­ge ich gar nicht erst an. Medi­zi­ni­sche Ver­su­che aller Art wur­den ver­mut­lich auch an inhaf­tier­ten jüdi­schen Leu­ten vor­ge­nom­men. Ger­ne las­se ich mich aber eines Bes­se­ren beleh­ren. Mir ist bekannt dass bei den Opfer in ers­ter Linie Deut­sche, Polen und wei­te­re vor­wie­gend ost­eu­ro­päi­sche Leu­te waren, wel­che gefol­tert und den Phar­ma­kon­zer­nen ver­kauft und ver­mie­tet wur­den. Noch Fragen?
    Ach­so, eine Straf­an­zei­ge kann ich mir in Deutsch­land als Nicht­ju­rist sowie­so spa­ren. Bringt nix. – Bloss für den Fall dass mir jemand etwas zum Vor­wurf machen möchte.
    Wer's doch pro­bie­ren möch­te dem wün­sche ich hier­mit "Viel Spass". Ich habe jeden­falls abge­ra­ten. Radio Flo­ra -> Radio Blödsinn.

    1. Wis­sen Sie eigent­lich selbst, was Sie schrei­ben woll­ten (ich ver­steh nix)

      Irgend­was mit "Holo­caust ver­ham­lo­sen" wohl. Weil, das wäre ja das aller­schlimms­te – schlim­mer als einen neu­er­li­che Holo­caust. Das (ers­te­re!) gilt es MIT ALLEN MITTELN (und auf­ge­setz­ten Scheu­klap­pen) zu verhindern!

      ;-(

      1. @AlbertStorz:

        Es geht um ein Nar­ra­tiv, wel­ches sich die "Freun­de der Mass­nah­men" ger­ne zu eigen machen wür­den, wohl. Ger­ne neh­me ich Ihre Kri­tik ent­ge­gen wenn Sie wis­sen was ich falsch auf­ge­fasst und falsch kom­men­tiert haben könnte.

        Nur für Sie, aus obi­gem Text, zitiert durch @aa hiess es:

        Zitat [!]

        "»Die Het­ze gegen Unge­impf­te eröff­ne­te die Dis­kus­si­on um die all­ge­mei­ne Impf­pflicht, die inzwi­schen an Fahrt auf­ge­nom­men hat. Beglei­tet und abge­run­det wur­de die­ses Sze­na­rio durch Radio­sen­dun­gen und Fern­seh­fil­me wie etwa die Doku­men­ta­ti­on "Geschich­te des Imp­fens" im ZDF. Gleich im ers­ten Satz heißt es: "Bei den Nazis war das Imp­fen frei­wil­lig, in der DDR war es Pflicht und in West­deutsch­land zier­te man sich." Im "Drit­ten Reich" der Nazis muss es also ver­gleichs­wei­se locker und libe­ral zuge­gan­gen sein, ganz anders als im Obrig­keits­staat DDR. Neo­na­zis wer­den sich bestä­tigt fühlen.
        Die Geschichts­le­gen­de geht dann so wei­ter: Die Nazis sei­en Impf­geg­ner gewe­sen, die aus anti­se­mi­ti­schen Grün­den eine Impf­pflicht ablehn­ten. Sug­ge­riert wird, sie sei­en genau­so irra­tio­nal gewe­sen wie die heu­ti­gen Coro­na-Impf­geg­ner, die wie­der­um in der Tra­di­ti­on der Nazis stün­den, also auch Anti­se­mi­ten sei­en. Dem gegen­über erscheint "die" Wis­sen­schaft, wie sie etwa im Robert Koch-Insti­tut betrie­ben wird, als ratio­nal, neu­tral und über dem irra­tio­na­len Schwach­sinn stehend.«"

        Zita­ten­de

        Was wohl bedeu­ten soll, die Mass­nah­men­kri­ti­ker sei­en Nazis wohl, wegen ihrer Hal­tung. -> Quatsch!

        Aber Vie­len Dank @AlbertStorz , beim zwei­ma­li­gen lesen ist mir ein Feh­ler auf­ge­fal­len. Es darf nicht lau­ten "Radio Flo­ra -> Radio Blöd­sinn.", wie mei­ner­seits falsch geschluss­fol­gert. Das geht ja gar nicht, da habe ich was mit der Kom­men­tie­rung durch­ein­an­der gebracht. Aus der Schil­de­rung geht her­vor, dass ursäch­lich schein­bar das ZDF u.a. falsch ver­mit­telt hat, und "Flo­ra" hat drü­ber berich­tet. Das ist natür­lich was voll­kom­men anderes.
        Es kann sich hof­fent­lich nur um einen schlech­ten Scherz han­deln die Men­schen­ver­su­che der Nazis, wäh­rend des Drit­ten Rei­ches als "frei­wil­lig" zu bezeich­nen. Lächerlich.

        Nun aber Ihr Zitat: 

        @Albert Storz: "Irgend­was mit "Holo­caust ver­ham­lo­sen" wohl."
        Zitatende

        War­um "Irgend­was"? Mög­li­cher­wei­se habe ich aber nicht gründ­lich gele­sen bevor ich kom­men­tier­te. Bin nicht unfehlbar.

        Abschlies­send: Zwar kann ich nicht sagen wor­an es liegt, aber bereits das Ori­gi­nal­do­ku­ment fin­de ich schwer les­bar. Viel­eicht geht es dabei aber nur mir so, denn gebe ich mir Mühe, lese lang­sam und beson­ders auf­merk­sam ist es in sich stim­mig. Es han­delt sich um eine weit aus­ho­len­de Zusam­men­fas­sung wel­che dem der sich vor­her damit befasst hat zunächst ermü­det (weil Wie­der­ho­lung), und im Kern des Gan­zen die ver­leum­de­ri­schen Nar­ra­ti­venbil­dun­gen. Da muss man par­ti­ell gut auf­pas­sen. In der Tat kann das schnell in Infor­ma­tio­nen aus Drit­ter Hand zu aller­lei Miss­ver­ständ­nis­sen führen.

        @all: Ger­ne neh­me ich Rügen hier­zu ent­ge­gen wenn noch­mal was falsch durch mich inter­pre­tiert wur­de. Das geht natür­lich nicht. Vor­ab Danke!

    2. also nach­ge­reicht: @aa zitiert den Sen­der und "Radio Flo­ra" zitiert eben­so bloss. Daher ist mein Vor­wurf "Radio Blöd­sinn" nicht kor­rekt so. Sor­ry, also.
      Wer den Zusam­men­hang nicht ver­steht, oder nicht ver­ste­hen möchte:
      Das Drit­te Reich hat Phar­ma­kon­zer­nen sowie wei­te­ren Drit­ten Inhaf­tier­te Häft­lin­ge gegen Zah­lung zu Ver­suchs­zwe­cken ver­kauft und ver­mie­tet. Die Zah­lun­gen gin­gen dabei natür­lich nicht an Häft­lin­ge oder etwa Ange­hö­ri­ge. Ist schon klar soweit, oder? Von daher ist es absurd von "Frei­wil­lig­kei­ten" im Bezug zu Imp­fun­gen im Drit­ten Reich zu sprechen.
      Noch absur­der wird's wenn man bedenkt dass die aktu­el­le "Coro­na-Imp­fung" (die übri­gens nicht wirkt) sich noch im Ver­suchs­sta­di­um befin­det. Man fra­ge sich um wel­chen "Ver­such" es hier eigent­lich geht. Die SCA hat doch bereits die "Char­gen­pro­ble­ma­tik" ver­öf­fent­licht. Wenn das kei­nen Dis­kus­si­ons­grund dar­stellt weiss ich's aber auch nicht! Man kann aber auch drum­rum dis­ku­tie­ren, wenn man's unbe­dingt so will …

  3. "1. Die seit Jah­ren anhal­ten­den Pri­va­ti­sie­run­gen und Kür­zun­gen im neo­li­be­ral dere­gu­lier­ten Gesund­heits­we­sen und in der Alten­pfle­ge sowie die Schlie­ßun­gen von Kran­ken­häu­sern und die Redu­zie­rung von Intensivpflegebetten. "

    Ja, kann ich nur unter­schrei­ben, gera­de heu­te ver­mel­det die Kreis­zei­tung die Plä­ne von Heul-Weil und sei­ner Gehil­fin­nen, bis zu 40 Kli­ni­ken in den nächs­ten zehn Jah­ren zu schlie­ßen. Para­do­xer­wei­se will man dafür übri­gens mehr Geld ausgeben…

    https://​www​.kreis​zei​tung​.de/​l​o​k​a​l​e​s​/​n​i​e​d​e​r​s​a​c​h​s​e​n​/​n​e​u​s​t​r​i​k​t​u​r​i​e​r​u​n​g​-​i​n​-​n​i​e​d​e​r​s​a​c​h​s​e​n​-​b​i​s​-​z​u​-​4​0​-​k​l​i​n​i​k​e​n​-​d​r​o​h​t​-​d​i​e​-​s​c​h​l​i​e​s​s​u​n​g​-​9​1​2​4​9​5​8​4​.​h​t​m​l​#​i​d​A​n​c​h​C​o​m​m​e​nts

  4. Wie­so bin ich ein 'Impf­geg­ner' oder 'Impf­ver­wei­ge­rer', wenn ich – ohne gegen gel­ten­des Recht zu ver­sto­ßen – mich nicht 'imp­fen' las­sen will? Wenn ich nicht an einer Hima­la­ya­ex­kur­si­on teil­neh­men will, bin ich doch des­halb auch kein 'Hima­la­ya­ex­kur­si­ons­ver­wei­ge­rer' und muss mich dar­um eben­so­we­nig recht­fer­ti­gen wie ich mich wegen mei­ner Zurück­hal­tung beim gegen­wär­tig lau­fen­den Expe­ri­ment recht­fer­ti­gen muss.

  5. Inter­es­sant, danke.

    Aus mei­ner Sicht zei­gen uns Ver­glei­che zu frü­he­ren Regi­men im Detail, wie das aktu­el­le Regime vor­geht. Ver­glei­che mit Links und Rechts hal­te ich dage­gen für wenig sinn­voll. Denn, ich bin davon über­zeugt, dass wir es heu­te mit einem welt­weit orga­ni­sier­ten Ver­bre­cher­re­gime zu tun haben. Gan­ze Regie­run­gen, Gerich­te, Behör­den und sons­ti­ge Orga­ni­sa­tio­nen wur­den unter­wan­dert. Unser Staat ist orga­ni­siert wie eine Ein­heit eines inter­na­tio­na­len Verbrecherrings.

    Wir leben in einem Verbrecherstaat.

  6. Hubert Brie­den hat noch mehr Radiosendungen/Podcasts zu Coro­na gemacht. Kann ich nur jedem – ins­be­son­de­re Lin­ken – emp­feh­len, da mal rein­zu­hö­ren. Ich fin­de den fol­gen­den Podcast:

    https://​radio​flo​ra​.de/​v​o​n​-​s​e​u​c​h​e​n​-​s​u​e​n​d​e​n​b​o​e​c​k​e​n​-​u​n​d​-​g​o​l​d​e​s​e​l​n​-​i​n​-​z​e​i​t​e​n​-​g​r​o​s​s​e​r​-​a​n​g​s​t​-​o​d​e​r​-​p​a​n​d​e​m​i​e​-​u​n​d​-​a​u​s​n​a​h​m​e​z​u​s​t​a​nd/

    inter­es­sant, weil er viel von dem ergänzt, was Paul Schrey­er – den ich sehr schät­ze – aus­blen­det: die Angst vor Pan­de­mien ist durch­aus berech­tigt und es gibt sehr rea­le men­schen­ge­mach­te poli­ti­sche, mehr noch öko­no­mi­sche Ursa­chen die­ser Pan­de­mien. Die Fra­ge ist nur, ob wir es den Tech­no­kra­ten, die den Kapi­ta­lis­mus und die Macht­ver­hält­nis­se so las­sen wol­len wie sie sind, über­las­sen wol­len, mit den ein­zi­gen Metho­den, die sie ken­nen: tech­no­kra­ti­schen, die­ses Pro­blem zu lösen.
    Liesst man nur einen Paul Schrey­er, könn­te man den Ein­druck gewin­nen, es gäbe kei­ne rea­le Gefahr und es wür­den aus­schließ­lich erfun­de­ne oder gemach­te (Labor) Bedro­hun­gen instru­men­ta­li­siert, um eine macht­po­li­ti­sche Agen­da durch­zu­drü­cken. Und wer eine durch­aus rea­le Gefahr in Pan­de­mien sieht, kann dann leicht einen Paul Schrey­er und die "Plan­de­mien" für Ver­schwö­rungs­theo­rien halten.
    Ein­fach mal rein­hö­ren. Sol­che Argu­men­te und Zusam­men­hän­ge habe ich bis­lang wenig bis gar nicht von Maß­nah­men­kri­ti­kern gehört.

  7. Zusatz­in­fo in fol­gen­dem Kommentar:

    Ob im "lin­ken Lager" Ver­nunft ein­keh­ren könn­te, bezweif­le ich inzwi­schen ob der vie­len Anti­faz­ken, V‑Leute, Ein­fluss­agen­ten, Systemgeld-Abhängigen.
    Aber immer­hin blinkt doch immer wie­der wenigs­tens ein Fünk­chen Ver­nunft auf:

    "IMPFGESCHICHTE(N) UND DIE VERHARMLOSUNG DER NS-MEDIZIN IN DER CORONA-IMPFKAMPAGNE"
    https://​radio​flo​ra​.de/​i​m​p​f​g​e​s​c​h​i​c​h​t​e​n​-​u​n​d​-​d​i​e​-​v​e​r​h​a​r​m​l​o​s​u​n​g​-​d​e​r​-​n​s​-​m​e​d​i​z​i​n​-​i​n​-​d​e​r​-​c​o​r​o​n​a​-​i​m​p​f​k​a​m​p​a​g​ne/

    Pas­send dazu die von mir schon­mal erwähn­te Studie:

    Ver­öf­fent­licht von De Gruy­ter Olden­bourg 22. Janu­ar 2013
    Vom immu­ni­sier­ten Volks­kör­per zum „prä­ven­ti­ven Selbst“. Imp­fen als Bio­po­li­tik und sozia­le Pra­xis vom Kai­ser­reich zur Bundesrepublik
    Mal­te Thießen
    Aus der Zeit­schrift Vier­tel­jahrs­hef­te für Zeitgeschichte
    https://​doi​.org/​1​0​.​1​5​2​4​/​v​f​z​g​.​2​0​1​3​.​0​002

    "Beim Imp­fen ging es immer auch um die For­mie­rung des „Volks­kör­pers“, hier kon­sti­tu­ier­te sich die „Volks­ge­mein­schaft“ in der sozi-alen Pra­xis vor Ort101. Im Mit­tel­punkt stand nie nur das „eige­ne Inter­es­se“, son-dern eben­so das „der ande­ren Volksgenossen“102, wie ein Mün­che­ner Ober­me­di-zinal­rat her­vor­hob. Daher folg­ten Imp­fun­gen im „Drit­ten Reich“ nicht mehr dem Ega­li­täts­prin­zip wie in Wei­mar, sie waren nun ein Akt „volks­ge­mein­schaft­li­cher“ Mobi­li­sie­rung. In den Schlan­gen vor den Impf­lo­ka­len for­mier­te sich eine „Volks-gemein­schaft“ aus Pflicht­ge­fühl, die ihren Bei­trag zur Immu­ni­sie­rung des „Volks-kör­pers“ leistete103. Eine „Pflicht­ver­ges­sen­heit gegen­über dem Volks­gan­zen“, den eine Ver­wei­ge­rung des Imp­fens dar­stell­te, wider­sprä­che dem Ehr­ge­fühl jedes „Volks­ge­nos­sen“, wie ein Auf­ruf in Sie­gen beton­te: „Es ist wohl Ehren­sa­che, dass dem­nächst dem NSV-Block­wal­ter mit ‚Ja‘ geant­wor­tet wird, wenn er bei sei­nem Rund­gang anfragt, ob Hans und Fritz jetzt schutz­ge­impft sind.“104 Sol­che Über-höhun­gen des Imp­fens zu einem Dienst an der „Volks­ge­mein­schaft“ bedien­ten unter­schied­li­che Inter­es­sen. Zum einen inten­si­vier­ten sie den sozia­len Druck, der auch „Impf­mü­de“ in die Gesund­heits­äm­ter getrie­ben haben dürf­te. Zum ande-ren ver­klär­ten sie ande­re Moti­ve für eine Impf­be­tei­li­gung zum Bekennt­nis zur „Volks­ge­mein­schaft“: Für einen Groß­teil der Eltern dürf­te die Angst vor der Diph-the­rie ja immer noch ein wich­ti­ge­res Argu­ment für Imp­fun­gen gewe­sen sein als ihr Pflicht­ge­fühl gegen­über dem „Volks­gan­zen“."

    "Im Mit­tel­punkt stand nie nur das „eige­ne Inter­es­se“, son­dern eben­so das „der ande­ren Volksgenossen."

    Kommt das etwa jeman­dem bekannt vor? Viel­leicht gar einem mit­le­sen­den "Wir imp­fen euch alle"-"Maske auf – Nazis raus"-Antifazken?

    1. @Albrecht Storz: Mit die­ser Art Vor­wür­fen geht's nicht wirk­lich gut wei­ter. "Zynis­mus" ist nicht das Glei­che wie sel­ber einer NS-Hal­tung fröh­nen. Das wer­fe ich den "Anti­fa" näm­lioch vor, den Zynis­mus hin­ter ihrem unbe­dach­ten (?) Han­deln. Es wäre bes­ser den Betref­fen­den auf­zu­füh­ren war­um sie dem NS-Bild ent­spre­chen. Ansons­ten hiel­ten sie es ledig­lich für Zynis­mus. Das machen Sie soweit ja rich­tig. Bloss die Beschimp­fung passt dann nicht. Wenn's einer von denen liest, fällt's ihm/ihr wohl auf wie Sie's mei­nen könnten.
      Vie­len Dank aber nach­träg­lich für das wie­der­hol­te Ver­lin­ken des Flo­ra-Bei­tra­ges. Weil, um die Ver­wir­rung kom­plett zu machen, den habe ich lei­der gar nicht beach­tet. Bloss das Doku­ment im zwei­ten Link oben. Sel­ber Schuld.
      Mag ja sein dass ich viel zu nach­läs­sig lese, aber ich fin­de den Auf­bau zu kom­plex. @aa ist ohne Fra­ge ein geüb­ter Leser. Daher bit­te ich um Nach­sicht. Habe aber den­noch den Ein­druck dass ich nicht der ein­zi­ge bin der sich hier verhaspelt. 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.