"Impfstoffvernichtung" ist "logische Konsequenz des Portfolio-Ansatzes"

Weil das "Impfstoffangebot der­zeit bei wei­tem die Nachfrage
über­steigt", wird man "die Haltbarkeit der Impfstoffe ver­län­gern". Kreativ sind sie schon in Lauterbachs Ministerium:

"Ministerium: Mehr als 118 Millionen Dosen Impfstoff gespendet
Berlin (dpa) – Deutschland hat nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums bis­her mehr als 118 Millionen Dosen Corona-Impfstoff an 45 Empfängerländer gespen­det. Weitere fünf Millionen sei­en in Auslieferung, sag­te eine Ministeriumssprecherin am Montag in Berlin. «Das Problem bei der Sache ist aber, dass das glo­ba­le Impfstoffangebot der­zeit bei wei­tem die Nachfrage über­steigt». Internationale Impfstoffinitiativen wie Covax hät­ten der­zeit kei­nen Bedarf.

Die Sprecherin äußer­te sich im Zusammenhang mit Meldungen über inzwi­schen etwa vier Millionen abge­lau­fe­ne Impfstoffdosen des Herstellers Moderna in Deutschland. Sie wür­den nun fach­ge­recht ent­sorgt. Sie sprach von einer logi­schen Konsequenz des soge­nann­ten Portfolio-Ansatzes, um Impfwilligen unter­schied­li­che Impfstoffe anbie­ten zu kön­nen. Es wür­den auch in den nächs­ten Monaten Impfstoffe ver­fal­len. Man set­ze sich mit den Herstellern und auf EU-Ebene kon­ti­nu­ier­lich damit aus­ein­an­der, die Haltbarkeit der Impfstoffe zu ver­län­gern."
krankenkassen.de (18.7.)

Habe ich etwas falsch verstanden?

Ich muß da nicht auf­gepaßt haben in der Schule und bei WiSo, wenn es um Marktwirtschaft ging. Ich stel­le mir vor:

Da ordert der Filialeiter eines Supermarkts für jede ein­zel­ne poten­ti­el­le KundIn vier mal vier Joghurt-Dosen von ver­schie­de­nen Herstellern. Das hat ihn sein Portfolio-Ansatz so gelehrt. Inzwischen stellt sich her­aus, daß das Zeug nicht so schmeckt, wie die Werbung ver­kün­de­te, und die Kundschaft bleibt aus. Wegen des Verfalldatums star­tet er auf­wen­di­ge Werbekampagnen, die erfolg­los blei­ben. Selbst die Tafeln, die beim Ablaufdatum stets alle Augen zudrü­cken, win­ken ab. Die Lösung des Filialleiters, der inzwi­schen jede Menge wei­te­ren Joghurts der glei­chen Hersteller erwor­ben hat, lau­tet: Wir dru­cken ein­fach ein neu­es Haltbarkeitsdatum auf die Packungen. Habe ich etwas falsch verstanden?

Update: Die "FAZ" bringt die Solidarität-Schmonzette auf den Punkt mit der Überschrift am 18.7. "Keine Abnehmer für abge­lau­fe­nen Corona-Impfstoff".

11 Antworten auf „"Impfstoffvernichtung" ist "logische Konsequenz des Portfolio-Ansatzes"“

  1. Hallo aa,

    wenn Sie es genau­er wis­sen wol­len, hier eine detail­lier­te Erklärung aus Österreich:
    https://www.youtube.com/watch?v=LGJTRLv3B7M&t=6s

    Wir ler­nen: Wenn man auf abge­lau­fe­ne Produkte, ob Joghurt oder Impfstoffe ist egal, ein neu­es Ablaufdatum druckt, dann sind sie nicht mehr abge­lau­fen! Deswegen wird auch nie­mand mit abge­lau­fe­nem Impfstoffe geimpft!

    Allerdings ist das doch schon die Verlängerung der Verlängerung, oder?

    1. @Korbinian: Seriöser wäre aller­dings, wenn der Herr im Video nicht pene­trant falsch zitie­ren wür­de. Der Unterschied zwi­schen "ablau­fend" und "abge­lau­fen" ist schon nicht unwichtig.

      1. @aa: Gutes Auge! Hab das Video zuerst nur gehört, nicht gese­hen, ist tat­säch­lich so.
        Allerdings hal­te ich das "ablau­fen­de" im Text eher für einen Weichmacher, einen Euphemismus zur Beruhigung.
        Begründung:
        Wenn es sich tat­säch­lich um "ablau­fen­de" und noch nicht "abge­lau­fe­ne" "Therapeutika" – es wird nicht von Impfstoffen gespro­chen! – han­deln wür­de, dann
        – braucht es kei­nen Hinweis, dass die vor­ge­schrie­be­nen Lagerbedingungen ein­zu­hal­ten sind – das wäre selbstverständlich!

        - müss­ten die Dosen nicht in "Quarantäne"

        - wür­de nicht eine "(nach­träg­li­che) Verlängerung" benannt werden

        Spannend fin­de ich, dass der GM Rauch den Vorwurf der Lüge macht und gleich­zei­tig vom "Austauschen der Dosen" fabu­liert, was offen­sicht­lich gelo­gen ist.
        Die Haltbarkeit bei Pfizer wur­de im übri­gen schon im Dezember auf 9 Monate verlängert.

  2. Das Haltbarkeitsdatum hat mit Haltbarkeit gar nichts zu tun. Genausowenig wie der Preis mit dem Inhalt. Das sog. Haltbarkeitsdatum bestimmt ledig­lich den Zeitpunkt an dem das Produkt in die Recyclingphase übergeht.

    Und was Sie hier an die­sem Beispiel auch gut erken­nen soll­ten: Produktion, Einkauf und Verkauf sind nicht bedarfs­ori­en­tiert son­dern profitorientiert.

    D.h. im Einzelnen:
    Der Produzent macht Profite nicht erst beim Verkauf son­dern schon wäh­rend der Produktion dadurch daß er Arbeitskräfte ausbeutet.

    Der Handel ver­sucht, Profite zu machen infol­ge Einkauf und Verkauf.
    Über die­se Kette fin­det zu kei­nem Zeitpunkt eine Bedarfsermittlung statt. Also was den Kunden schmeckt oder nicht inter­es­siert nie­man­den. Und wel­chen Preis der Endkunde zahlt ist dem Produzenten auch egal. Der ver­kauft sei­nen Joghurt an den Großhandel und wenn all­die schö­nen Plastikdöschen aufm LKW unter­weg sind wech­seln die ggf. auch mehr­mals den Besitzer.

    Solange die Spekulationsgeschäfte Profite abwer­fen, inter­es­siert sich nie­mand für das Haltbarkeitsdatum. Und wenn der gan­ze Müll in der Tonne lan­det, haben all die Broker ihre Geschäfte längst gemacht.

    So geht Kapitalismus. WISO ist nur Propaganda.

  3. Menschenfeindliche Impfstofflobbyisten "spen­den" für ärme­re Länder? Wieso immer die­ser ver­damm­te Mülltourismus? Müll ist eben auch ein Riesengeschäft.

    Die Verlängerung des Haltbarkeitsdatums bewirkt nur eines: Der Dosenberg wird zum Gebirge. Es gibt exakt zwei Möglichkeiten, dies zu erle­di­gen: Zum einen mas­sivs­te Impfnötigung und zumindst par­ti­el­ler Impfzwang oder die Impfstoffindustrie zieht den Schwanz ein und ver­sucht eine neue P(l)andemie. Nun, die Entscheidung ist offen­sicht­lich: Nötigung und Zwang. Warten wir den Hebst ab, wenn wie­der 2G plus gilt. Kalle Buschmann hat das sicher­lich drauf.

  4. Das erin­nert ein biss­chen an die diver­sen Gammelfleisch-Skandale. Vermutlich waren die aber weni­ger schäd­lich für die Gesundheit der Konsumenten, äh Probanden.
    Hat schon ein krea­ti­ver Teutone geprüft, ob das Zeug auch im Otto- oder Dieselmotor funzt? Sorry an alle soli­da­ri­schen e‑Mobilisten, ihr seid lei­der raus. Aber noch /habt ihr ja „bil­li­gen“ Strom….bis die Gaskraftwerke still ste­hen und die Grünen auch Sonnenstrom ver­bie­ten. Da hilft dann nur der Ergometer 🙂

  5. Wäre ja schön, aber auch bei uns gibt es die Corona-Ausnahmen-Verordnung zum Arzneimittelrecht, dem­zu­fol­ge auch abge­lau­fe­ne Corona-Dosen noch bis Ende November wei­ter­hin ver­ab­reicht wer­den dür­fen… Tut aber auch nichts zur Sache. Kein Mensch hat, soweit ich weiß, bis­her unter­sucht, wel­che Wirkungen/Nebenwirkungen abge­lau­fe­ne Gen-Spritzen noch wei­ter­hin haben… Und wenn die­se dann wir­kungs­los gewor­den sind, darf sich eigent­lich doch jeder glück­lich schät­zen, der mit abge­lau­fe­nem Zeug abge­spritzt wur­de: Glückwunsch, noch­mal davongekommen?

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