Impfungen gelassen abwarten

Auf nl.tagesspiegel.de ist zu lesen:

»Eines der geplan­ten Berliner Impfzentren öff­net vor­aus­sicht­lich im Januar in einer Halle des Messegeländes am Funkturm. Bis dahin müss­ten zwei Impfstoffe von Pharmafirmen in einem Eilverfahren deutsch­land­weit zuge­las­sen wer­den. Die Chancen schei­nen gut. Andererseits rech­net der Berliner Senat für das ers­te Quartal 2021 nur noch mit 720.000 statt 900.000 Impfdosen.

Theoretisch reicht das für 360.000 Menschen aus, doch so ein­fach ist es nicht. Nur 310.000 Impfdosen für halb so vie­le Menschen sol­len von den Herstellern Moderna und Biontech / Pfizer kom­men, die als Einzige kurz vor der amt­li­chen Zulassung ste­hen.«

Nett auch das:

»Wer hält sich an die Maskenpflicht im Freien? Der Berliner Senat hat sie stadt­weit für alle Einkaufsstraßen ange­ord­net. Auf dem Kurfürstendamm sind jeden Tag eini­ge Passanten ohne Corona-Schutzmaske zu sehen. 

Zum Teil liegt das an feh­len­den Hinweisschildern oder Markierungen. Das Ordnungsamt gehe schritt­wei­se vor, sag­te uns der Vize-Bürgermeister und Bezirksstadtrat Arne Herz (CDU). In der Fußgängerzone Wilmersdorfer Straße gibt es seit ein paar Tagen neue Markierungen auf dem Boden, die eine OP-Maske sym­bo­li­sie­ren (Fotobeweis hier). In bes­se­ren Zeiten hät­te ich eine Werbung für „Star-Wars“-Filmmasken ver­mu­tet.«

https://leute.tagesspiegel.de/content/uploads/2020/12/Maske_Gehweg.jpg?utm_source=leute-charlottenburg-wilmersdorf

14 Antworten auf „Impfungen gelassen abwarten“

  1. Maskenpflicht im Freien.
    War heu­te ein­kau­fen. Mit dem Fahrrad. Kurz bevor ich das Geschäft betrat, Maske auf. Beim Verlassen, dito. Neue Regel: Maske auch auf dem Parkplatz auf.
    Soll ich dann also die Maske an der Zufahrt auf­set­zen und beim Verlassen eben­so. Das ist doch absurd. 

    So wer­de ich mich wohl erneut mit der letz­ten Sitzung des Corona Ausschuss beschäftigen.
    Wie war das noch? Ruhig blei­ben und den Polizisten die per­sön­li­chen Angeben machen und ansons­ten den Mund hal­ten. Und abwarten.
    Muss ich mich eigent­lich Mitarbeitern des Ordnungsamtes gegen­über aus­wei­sen? Möglicherweise gar ein Bußgeld berappen?

    1. Sofern die Frage nach einer even­tu­el­len Ausweispflicht gegen­über Mitarbeitern des Ordnungsamtes nicht iro­nisch gemeint war – nein, man muss sich die­sen Menschen gegen­über nicht aus­wei­sen. Sie haben kei­ne hoheit­lich-recht­li­chen Befugnisse. Diese haben Polizei und Zoll.

    2. Die Polizei leis­tet im Bereich des IfSG übri­gens laut der rhld-pfäl­zi­schen Durchführungsverordnung nur auf Antrag Amtshilfe; denn zustän­dig für Owis sind nur die Städte und Kreise. Diese Amtshilfe muss also von den Ordnungsbehörden vor­her bean­tragt wer­den. Wäre im Einzelfall auch mal eine Recherche wert, ob es ein sol­ches Amtshilfeersuchen über­haupt gab oder gibt.

      Jedenfalls: Personalien ange­ben reicht; geht am ein­fachs­ten mit dem Ausweis – ist aber nicht Pflicht. Umgekehrt aber schon; also erst ein­mal Dienstausweis zei­gen las­sen. Dann fragst du höf­lich, ob Sie dich einer Ordnungswidrigkeit ver­däch­ti­gen? Falls sie mit Ja ant­wor­ten, ver­weist du auf dein Aussageverweigerungsrecht nach StPO und den Rechtsgrundsatz, dass nie­mand sich selbst belas­ten muss. Sie haben ja dann dei­ne Daten und kön­nen schau­en, was sie damit machen. Vor Ort NIEMALS etwas bezah­len. Ich hat­te vor einer Weile übri­gens mal recher­chiert, wie vie­le Maulkorb-Bußgelder hier in zwei Landkreisen bis September rechts­kräf­tig fest­ge­setzt wur­den: ein Einziges.

  2. Patrick: Du, Spongebob, was ist ein Coldspot?
    Spongebob: Hmm, Patrick, das ist das Gegenteil von einem Hotspot. Du weißt doch, ein Hotspot ist so was wie ein Infektionsherd.
    Patrick: Äähhh, … und ein Coldspot?
    Spongebob: Du Dummerle, dann ist ein Coldspot zum Beispiel ein Impfstoffkühlschrank.
    Patrick: Achso, … höhöhö!

  3. "Berliner Impfzentren"
    Und der Tagesspiegel hilft eif­rig, die Lämmer zur "Schlachtbank" zu trei­ben, ges­tern wie­der beson­ders perfide:
    "Die trau­rig-bru­ta­le Pandemie-Wahrheit lau­tet: Wie vie­le Corona-Tote es über die Weihnachtsfeiertage geben wird, steht bereits unum­stöß­lich fest. Denn die Menschen, die wäh­rend der Feiertage an Covid-19 ster­ben wer­den, sind jetzt bereits infi­ziert… Falls die am 11. Dezember vom RKI gemel­de­te Zahl von fast 30.000 Neuerkrankungen auch in den kom­men­den Tagen erreicht wer­den soll­te, muss an Weihnachten oder kurz danach mit 700 bis 800 Toten pro Tag gerech­net werden."
    Dazu schei­nen sich die Intensivbetten auch lang­sam in Luft auf­zu­lö­sen: "Von den ins­ge­samt 22.542 Betten in Intensivstationen, die zur­zeit in Deutschland zur Verfügung ste­hen…" Habe ich etwas ver­säumt, waren es nicht letz­te Woche noch knapp 30Tsd.?
    Also, "Wer abso­lut sicher sein will, wenigs­tens noch den Beginn des Jahres 2021 zu erle­ben, ohne an Corona gestor­ben zu sein…"
    Achtung, mir wird schlecht.

    https://www.tagesspiegel.de/wissen/traurige-corona-statistik-die-zahl-der-covid-19-toten-zu-weihnachten-steht-jetzt-schon-fest/26710294.html

    1. Ich wün­sche dem Verfasser die­ses Artikels ein grauenhaftes
      [sor­ry, zen­siert AA – wir wol­len bei­de nicht vor den Kadi]; egal wann, egal woran.
      Ein Lebewesen, wel­ches so etwas auf die Menschheitsfamilie
      los­lässt hat eine adäqua­te Bestrafung verdient.

      Mäßigen möch­te ich mich aus­drück­lich nicht.

  4. Das ist doch nie und nim­mer ein MNS – Maske was die da auf den Asphalt gesprayt haben. Das ist zu ein­hun­dert Prozent ein Helm eines "Kopfgeldjägers" aus der Starwars- Saga! 

  5. zu Kirsten
    14. Dezember 2020 um 17:12 Uhr 

    Falsch. Es gibt kei­ne Ausweispflicht.

    Man hat die Pflicht wahr­heits­ge­mäß Name und Anschrift gegen­über der Polizei zu nen­nen. Mehr nicht. Vor allem soll­te man sich nicht (und muss man nicht!) zu angeb­li­chen Tatvorwürfen äußern.

    1. Die Ausweispflicht in der Bundesrepublik ent­spricht kei­ner Mitführungspflicht – es gibt kei­ne Pflicht, ein Ausweisdokument jeder­zeit vor­le­gen zu kön­nen. Seinen Perso muss also im Alltag nie­mand von uns stän­dig in der Jackentasche herumtragen. 

      Es gibt hin­ge­gen eine Pflicht, ein Dokument zur Identifikation – Personalausweis oder Reisepass oder Passersatz o. dgl. – zu besit­zen. Für einen ver­lo­re­nen Personalausweis gibt es dazu den soge­nann­ten vor­läu­fi­gen Personalausweis.

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