Ingolstadt: Chronik "ungeklärter" Todesfälle

Die Leserin Katharina hat 53 Veröffentlichungen zu Todesfällen nach der Impfung in Ingolstadt zusam­men­ge­tra­gen. Aus den Tiefen der Kommentare sei die Zusammenstellung hier zur bes­ser Verbreitung wie­der­ge­ge­ben. Vielen, vie­len Dank!

»Ingolstadt (Bayern): Ein Drittel aller Covid-19-Todesfälle seit Impfstart, 12 Positive in einem Heim mit Zweitimpfung, 22 Tote mit unge­klär­tem Impfstatus in einem ande­ren, vie­le Berichte und wenig Antworten

Die fol­gen­de Chronik von Ereignissen nach Beginn der Impfung in Ingolstadt, vor allem im dor­ti­gen Heilig-Geist-Spital und Anna-Ponschab-Haus, basiert auf Berichten von Stadt, Klinikum und Online-Presse. Diese lagen reich­lich vor ver­gli­chen mit der Berichterstattung über ähn­li­che Vorgänge andern­orts. Trotzdem beant­wor­tet kei­ner der Berichte die ange­sichts eines lau­fen­den Menschenversuchs mit bedingt zuge­las­se­nen Impfstoffen wich­tigs­te Frage: Ob und ggf. wie oft waren posi­tiv Getestete, Erkrankte und Gestorbene geimpft. Ob die Impfung Opfer gefor­dert hat oder der Anstieg der Covid-19-Todesfälle damit zusam­men­hängt, wird in 0 von 53 Veröffentlichungen gefragt.
Wenn die Beantwortung nicht am Datenmangel schei­tert – wor­an schei­tert sie dann? Das her­aus­zu­fin­den ist ein Zweck der Chronik.

Vorbemerkungen

Das vor­an­ge­stell­te Datum ist meist das Publikationsdatum der Berichte, es fin­den sich dort aber auch spä­ter ver­öf­fent­lich­te Schilderungen, die dar­auf zurück­bli­cken. Die Quellenangabe sich befin­det jeweils am Ende der Zusammenfassung zu einem Datum. Informationen aus der Covid-19-Statistik der Stadt sind nur aus­zugs­wei­se ent­hal­ten. Zur Einordnung von Zahlenangaben: 

Ingolstadt hat mit Stand 4/2019 1.898 ver­füg­ba­re Pflege- und Wohnplätze (1.009 voll­sta­tio­när, 57 Tagespflege, 13 Hospiz, 366 für Behindere, 68 in ambu­lant betreu­ten WGs und 380 im betreu­ten Wohnen). Träger des Heilig-Geist-Spitals (104 Pflegeplätze, 20 Pflegeplätze für Rüstige) und eines Teils des Anna-Ponschab-Hauses (80 Pflegeplätze, 40 davon seit 2019 wegen Personalmangels nicht ver­füg­bar) ist die Stiftung Heilig-Geist-Spital. Träger eines ande­ren Teils des Anna-Ponschab-Hauses (40 psych­ia­tri­sche Pflegeplätze und 40 Wohnplätze) ist die Alten- und Pflegeheim Klinikum Ingolstadt GmbH. (1)

Chronik

Kurz vor Weihnachten: Der ers­te Covid-19-Impfstoff wird am Abend des 21.12. bedingt zuge­las­sen, zunächst befris­tet für ein Jahr, bis die Angaben des Herstellers zur Sicherheit und Wirksamkeit durch die Praxis erwie­sen sind.
Thomas König, des­sen Mutter im Heilig-Geist-Spital gepflegt wird, erzählt dem Donaukurier am 27.1.21, “was ihm sau­er auf­ge­stos­sen ist. Als er vor Weihnachten unter­schrei­ben soll­te, damit sei­ne Mutter geimpft wer­den dür­fe, hät­te er bestä­ti­gen sol­len, dass ein Beratungsgespräch durch den Impfarzt statt­ge­fun­den habe – vor dem Gespräch. Im Danuvius-Haus, wo sei­ne Schwiegermutter unter­ge­bracht sei, habe man das­sel­be Standardschreiben ver­schickt, jedoch gleich dar­um gebe­ten, dass der Angehörige beim Impfgespräch dabei sein soll­te. Anders im Heilig-Geist. Hier habe Hartinger auf das beim Gespräch anwe­sen­de Pflegepersonal ver­wie­sen. Obwohl er Impfbefürworter sei, hat König die Unterschrift ver­wei­gert”. Hartinger ist Leiter des Heilig-Geist-Spitals. (2)

23.12.20 (Mittwoch): „Wir haben Kontakt zu den ent­spre­chen­den Einrichtungen auf­ge­nom­men, so dass wir am Sonntag los star­ten kön­nen“, sagt Firat Avutan, Kreis-Geschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), das im Auftrag der Stadt das Impfzentrum betreibt. (3)

27.12.20 (Sonntag): Am Vormittag star­ten 15 BRK-Mitarbeitende mit 100 Impfdosen und sind bis nach­mit­tags im Einsatz.
Im Anna-Ponschab-Haus als ers­ter Pflegeeinrichtung wer­den Bewohnern/-innen und Pflegepersonal geimpft, im Impfzentrum Orbansaal ers­te Mitarbeitende des Rettungsdiensts von BRK und MKT sowie der Notaufnahme der Klinik Dr. Maul. Ob im Klinikum die Impfung des medi­zi­ni­schen Personals begon­nen hat, geht aus den Berichten nicht zwei­fels­frei her­vor. Sie wür­de am 28.12. fort­ge­setzt, heisst es. (4, 5, 6)

28.12.20 (Montag): 100 Dosen Impfstoff sind ein­ge­trof­fen. Das inter­ne Impfteam des Klinikums beginnt um 9 Uhr mit Impfungen bei Mitarbeitenden aus Notaufnahme, Intensivstation, Infektionsbereich, Akutgeriatrie, Onkologie, Anästhesie, Gerontopsychiatrie, Pneumologie, Notarzt-Dienst und Palliativmedizin, die sich seit Weihnachten ange­mel­det hat­ten. Das BRK Ingolstadt lie­fer­te die Impfdosen, die kli­ni­kums­ei­ge­ne Apotheke prüf­te und ver­sah sie mit den not­wen­di­gen Unterlagen für das Impfteam. Erster Impfling ist Stephan Steger, kom­mis­sa­ri­scher Direktor der Notfallklinik und des Rettungszentrums. Geimpft wird er von Dr. Andreas Tiete, medi­zi­ni­scher Geschäftsführer und ärzt­li­cher Direktor des Klinikums. In den kom­men­den Tagen sol­len mit zwei wei­te­ren Lieferungen “die Impfungen auf frei­wil­li­ger Basis in wei­te­ren Senioreneinrichtungen und bei medi­zi­ni­schem Personal fort­ge­setzt” wer­den. (7, 8, 9)

29.12.21 (Dienstag): 500 Dosen Impfstoff sind ein­ge­trof­fen, mehr soll es in der 1. Januarwoche nicht geben. In Ingolstadt sind mobi­le Impfteams in Pflegeeinrichtungen im Einsatz und im Impfzentrum wird z.B. medi­zi­ni­sches Fachpersonal geimpft.
1 Bewohner des Heilig-Geist-Spitals ist im Schnelltest posi­tiv. Bewohner/innen und Mitarbeitende haben kei­ne Symptome. (7, 10)

30.12.20 (Mittwoch): Das Heilig-Geist-Spital wird “in Folge der nächs­ten posi­ti­ven Schnelltests … geschlos­sen”, heisst es spä­ter, am 27.1.21. Strengere Massnahmen wer­den ergrif­fen (Besuchszeiten redu­ziert, Abstriche von den Besuchern genom­men, auf exter­ne Dienstleister ver­zich­tet und Mitarbeitende zwei­mal wöchent­lich getes­tet), heisst es am 21.1.21 und am 27.1.21: Man habe aus­schliess­lich Einzelzimmer, die Bewohner sei­en in ihren Zimmern iso­liert und zwi­schen zen­tra­len Diensten (etwa Speiseversorgung) und den Wohnbereichen Schleusen ein­ge­rich­tet wor­den. Die Mitarbeiter hät­ten zunächst kei­ne Symptome gezeigt, sei­en regel­mäs­sig abge­stri­chen und bei posi­ti­vem Testergebnis nach Hause geschickt wor­den. Der wei­te­re Verlauf, geschil­dert am 21.1.21 von Stiftungsrat-Vorstand Roland Wersch im Sozial- und Gesundheitsausschuss: “‘Innerhalb knapp einer Woche hat­ten wir dann eine rasan­te Entwicklung, die wir nicht mehr ein­däm­men konn­ten. … Es war offen­sicht­lich schon eine gros­se Viruslast im Haus'”. Die von Ausschussmitgliedern gestell­te Frage, wel­che Bewohner des Heilig-Geist-Spitals “bereits geimpft wur­den und wie vie­le der Mitarbeiter geimpft sind”, wird als ein­zi­ge aus deren Fragenkatalog in den Berichten nicht beant­wor­tet. (sie­he 21.1.21).
Unter dem Titel „Gemeinsames Plädoyer für die Covid-19 Schutzimpfung” erscheint die Zusammenfassung eines Pressegesprächs mit Prof. Dr. Siegfried Jedamzik, Versorgungsarzt der Führungsgruppe Katastrophenschutz, und Lungenfacharzt Dr. Lars Henning Schmidt, Direktor der Medizinischen Klinik IV des Klinikums. Jedamzik weiss: „Die Nachteile einer Impfung sind ver­schwin­dend gering. Das kann ich wis­sen­schaft­lich bele­gen.“ Schmidt weiss: „Impfen senkt nicht nur das eige­ne Risiko, zu erkran­ken. Es kann dadurch auch die Übertragbarkeit redu­ziert werden“.
(2, 10, 11, 12)

2.1.21 (Samstag): „Einschluss“ im Heilig-Geist-Spital” beti­telt ein anony­mer Einsender auf dem Portal Frag-den-Staat sei­ne Anfrage an die Stadtverwaltung Ingolstadt. Als Grund gibt er an: “Wie mir mit­ge­teilt wur­de, wird Bewohner (Anm. von Katharina: Fehler im Original) des Heilig-Geist-Spital der Station „Rosengarten“ seit kur­zer Zeit nicht mehr gewährt, das Zimmer zu ver­las­sen. Die kom­plet­te Versorgung (inkl. Nahrungsaufnahme und Medikamenten/Spritzengabe) fin­det auf den Zimmern statt. Auf Nachfrage der Bewohner, wie­so dies so ist, wird kei­ne Auskunft erteilt”. Nach Impfungen fragt der Antragsteller nicht. Seine Fragen wer­den am 23.1.21 wegen feh­len­der Rechtsgrundlage sowie feh­len­den Auskunftsanspruchs bezo­gen auf die “recht­lich selb­stän­di­ge Heilig-Geist-Spital-Stiftung” nur pau­schal dahin­ge­hend beant­wor­tet, dass “die Vorgehensweise der Heimleitung den Handlungsanweisungen des Robert-Koch-Instituts und allen ande­ren Vorschriften ent­spro­chen habe, die Unterbringung und Versorgung von SARS-CoV-2-posi­ti­ven Heimbewohnern, deren Kontaktpersonen sowie sym­pto­ma­ti­schen Heimbewohnern in einem Einzelzimmer vor­ge­schrie­ben und Teilnahme an Gemeinschaftsaktivitäten mit SARSCoV-2-nega­ti­ven Bewohnern nicht mög­lich sei. Pflichtwidrigkeiten sowie gleich und aus­rei­chend wirk­sa­me, mil­de­re Mittel sei­en nicht ersicht­lich gewe­sen. (13)

3.1.21 (Sonntag): Die nächs­te Impfstoff-Lieferung wird ange­kün­digt für den 9.1.21. (14)

4.1.21 (Montag): Ca. 1.100 Dosen sind seit 27.12. ver­impft wor­den. Bis zum Eintreffen der Lieferung am 9.1. sol­len kei­ne wei­te­ren Impfungen statt­fin­den. Ab 11.1. wür­den die Impfungen in Pflegeheimen und bei medi­zi­ni­schem Personal fort­ge­setzt. Dann sol­len auch rund 200 Einwohner aus der Gruppe der über 80-jäh­ri­gen, die sich bei der Hotline des Impfzentrums gemel­det hät­ten, einen Impftermin erhalten.
Im Heilig-Geist-Spital, das seit März ohne Corona-Infektionen durch die Pandemie gekom­men ist, hat das Ergebnis der PCR-Reihentestung erge­ben: 15 Bewohner in 2 Wohnbereichen sowie 12 Mitarbeiter sind posi­tiv. Bis auf eine Person mit Vorerkrankungen, die sich im Krankenhaus befin­det, sol­len alle posi­tiv Getesteten nur gering­fü­gi­ge Symptome haben. Zum unbe­kann­ten Ursprung des Ausbruchs sagt Stiftungsrat-Vorstand Wersch, Besucher über die Weihnachtsfeiertage sei­en alle im Haus mit­tels Schnelltest getes­tet wor­den, und fügt hin­zu: “Aber die sind ja auch nicht 100-pro­zen­tig sicher”. Einige Bewohner sei­en von Angehörigen heim­ge­holt wor­den. In der Woche danach habe es die ers­ten Verdachtsfälle gege­ben (sie­he 29.12.20). Dass die PCR-Reihentestung durch das Gesundheitsamt erst am 4.1. erfolg­te, führt Wersch auf die Feiertage zurück. Die Pressestellte der Stadt wird wie folgt zitiert: “Die PCR-Tests erfol­gen in der Regel fünf bis sie­ben Tage nach dem letz­ten Kontakt, da dies der mitt­le­ren Inkubationszeit ent­spre­che und somit aus­sa­ge­kräf­ti­ge Befunde erwar­tet wer­den könnten”.
Im Heilig-Geist-Spital müs­se wegen des der­zei­ti­gen Ausbruchsgeschehens “die Impfung der Senioren … ver­scho­ben wer­den”, heisst es, und wei­ter: “Im eben­falls von der Spitalstiftung betrie­be­nen Anna-Ponschab-Haus beim Klinikum ist der ers­te Teil der Immunisierung bereits abgeschlossen“.
Eine PCR-Reihentestung fin­det in einer unbe­nann­ten Senioreneinrichtung Ingolstadts statt, nach­dem Schnelltests, bei deut­li­cher weni­ger Menschen als im Heilig-Geist-Spital, posi­tiv aus­ge­fal­len waren. (15, 16, 17, 18)

5.1.21 (Dienstag): Im Heilig-Geist-Spital fin­det eine PCR-Reihentestung im drit­ten Wohnbereich statt. (19)

6.1.21 (Mittwoch): Im Heilig-Geist-Spital sind 37 Menschen PCR-posi­tiv, 35 davon Heimbewohner, 2 Mitarbeitende. Die Stadt mel­det einen Anstieg bei den posi­tiv auf Covid-19 Getesteten um 68 Personen. Im Klinikum Ingolstadt wer­den 71 Patienten behan­delt, die COVID-19 posi­tiv sind, wovon 8 auf der Intensivstation lie­gen und 5 beatmet wer­den. (20)

7.1.21 (Donnerstag): Im Heilig-Geist-Spital sind nach dem am 5.1. erfolg­ten PCR-Reihentest im drit­ten Wohnbereich nun ins­ge­samt 56 von 85 Bewohnern und 16 Mitarbeitende PCR-posi­tiv, die rest­li­chen 29 Bewohner PCR-nega­tiv. Auch eine Leitungskraft der Senioreneinrichtung ist betrof­fen. Der Grossteil der betrof­fe­nen Bewohner hat Beschwerden, aber noch nicht so gra­vie­rend, ein­zel­ne hät­ten ins Krankenhaus gemusst. Mit Todesfällen wird gerech­net. Wegen des zuneh­men­den Personalausfalls sol­len die Arbeitszeiten ver­län­gert und Mitarbeitende aus dem Urlaub zurück­ge­holt werden.
Aus dem eben­falls von der Heilig-Geist-Spital-Stiftung betrie­be­nen Anna-Ponschab-Haus wür­den bis­lang kei­ne Corona-Fälle gemel­det. (19)

8.1.21 (Freitag): 500 Dosen Impfstoff sind ein­ge­trof­fen. 1.100 Ingolstädter wur­den bis dato geimpft. 44 Covid-19-posi­ti­ve Patienten (gegen­über 71 am 6.1.) wer­den im Klinikum behan­delt, wovon 9 auf der Intensivstation lie­gen und 6 beatmet wer­den. Das Klinikum ver­län­gert “ange­sichts der hohen Inzidenzwerte für Corona-Neuinfektionen in der Region und der ver­schärf­ten Kontaktbeschränkungen” das Besuchsverbot zunächst bis 31. Januar. (21, 22)

8.1.21 bis 14.1.21 (Freitag bis Donnerstag): Rund 940 Dosen wur­den in die­sem Zeitraum ver­impft. (30)

9.1.21 bis 11.1.21 (Samstag bis Montag): Die 500 am 8.1. gelie­fer­ten Dosen wur­den in die­sem Zeitraum ver­impft. Ab 11.1. sol­len wei­te­re 500 Dosen ein­tref­fen. Geimpft wur­de und wird wei­ter­hin nach Stufe 1 des Stufenplans von mobi­len Impfteams z.B. in Seniorenheimen oder im Impfzentrum und im Klinikum (medi­zi­ni­sches Personal). Mitarbeitende der Impfteams wer­den vor dem Einsatz mit­tels Schnelltest getes­tet. Bis 15.1. sol­len über 80-jäh­ri­ge Bewohner Ingolstadts schrift­lich grund­le­gend zur Impfung infor­miert wer­den. (22)

11.1.21 (Montag): Mit “42 Impfdosen” wur­den “alle gesun­den Bewohner des Heilig-Geist-Spitals und ein Teil der Mitarbeiter” geimpft, sagt am 12.1. Roland Wersch, Stiftungsrat-Vorstand des Trägers. (23)

12.1.21 (Dienstag): Ca. 500 Dosen BioNtech/Pfizer-Impfstoff sol­len heu­te ein­tref­fen und am 13.1. die ers­te Lieferung der Moderna-Vakzine.
Rund 1.600 Ingolstädter wur­den bis dato geimpft. 50 % der Impfstoffe haben Pflegeheime erhal­ten, 30 % waren für das Personal an beson­ders expo­nier­ten Stellen im Klinikum (Notaufnahmen, Infektions- und Intensivstationen) und 20 % für Mitarbeitende von Rettungsdiensten, Polizei und Feuerwehr sowie über 80-Jährige, die sich selbst im Impfzentrum ange­mel­det hat­ten. 400 sol­cher Anmeldungen lie­gen vor, die unter Einhaltung der bekann­ten Prioritäten nach und nach abge­ar­bei­tet wer­den, “wenn z.B. eine vor­ge­se­he­ne Impfung nicht durch­ge­führt wer­den kann, um den wert­vol­len Impfstoff nicht unge­nutzt zu las­sen” (Rechtsreferent). In den nächs­ten Tagen wird der Oberbürgermeister die rund 8.500 über 80-jäh­ri­gen Ingolstädter schrift­lich “über das frei­wil­li­ge Angebot der Corona-Schutzimpfung” informieren.
Die Stadt mel­det 2 neue Todesfälle – 2 Männer (56 und 90 Jahre) unge­nann­ter Herkunft. Im Klinikum wer­den 86 Patienten behan­delt, die COVID-19 posi­tiv sind, wovon 8 auf der Intensivstation lie­gen und 4 beatmet werden.
Im Heilig-Geist-Spital sind 4 der 56 Bewohner gestor­ben, “die mit dem Coronavirus infi­ziert sind oder waren”. Damit sind in der Einrichtung seit Beginn des Jahres ins­ge­samt 6 Todesfälle zu ver­zeich­nen, von denen 4 auf Covid-19 zurück­ge­führt wer­den. Die Zahl der infi­zier­ten Mitarbeiter ist auf 18 gestie­gen, wei­te­re 15 sind in Quarantäne.
Einer der Verstorbenen war ein 90-jäh­ri­ger Ingolstädter, der nach Angaben sei­nes Sohnes trotz Vorerkrankungen ohne den Corona-Ausbruch län­ger hät­te leben kön­nen. Der Sohn infor­miert am 12.1. den Donaukurier. In der Zeitung führt er den Ausbruch auf “die Unvernunft der Leute über Weihnachten zurück”. Der Ingolstädter “habe sei­nen Vater zuletzt eini­ge Tage vor Weihnachten besucht – mit FFP2-Maske und viel Abstand für 20 Minuten im Besucherraum” und “mit­be­kom­men, dass eini­ge Heimbewohner über Weihnachten von ihren Angehörigen abge­holt wor­den sei­en”. Am 7.1. habe sein Vater das posi­ti­ve Testergebnis erhal­ten, aus­ser Müdigkeit aber kei­ne Symptome gehabt. Am 9.1. sei mor­gens sein Sauerstoffgehalt ein­ge­bro­chen, wor­auf er ins Klinikum gekom­men und am 10.1. nach­mit­tags ver­stor­ben sei. Der Sohn berich­tet, Angehörige wür­den schlecht infor­miert, im Heim gehe die Angst um, die alten Menschen sähen sich oft Pflegekräften gegen­über, die sie nicht ken­nen: “Von den Pflegekräften, die frü­her da waren, ist kei­ner mehr da”. Stiftungrat-Vorstand Wersch sagt u.a.: “Wir haben kei­ne Möglichkeit, über wei­te­res Personal zu ver­fü­gen”. Es habe intern eini­ge Verlegungen gege­ben, um die Situation zu meis­tern. (24, 25, 26)

13.1.21 (Mittwoch): Die Anzahl der in Ingolstadt als Covid-19-Todesfälle Verzeichneten ist auf 68 gestie­gen, weil dem Gesundheitsamt 4 neue Todesfälle gemel­det wur­den – 3 Frauen (68, 93, 90 Jahre) aus dem Heilig-Geist-Spital und ein Mann (81) ohne Verbindung dazu.
Das Ergebnis einer PCR-Reihentestung In einer Behinderteneinrichtung: 14 der 88 Getesteten sind posi­tiv – 6 Bewohner/innen und 8 Mitarbeitende.
Das Ergebnis einer PCR-Reihentestung unter 130 Bewohner/innen und Mitarbeitenden einer unbe­nann­ten Senioreneinrichtung: 1 Bewohner/in und 2 Mitarbeitende sind posi­tiv. Die Reihentestung war ver­an­lasst wor­den, nach­dem ein im Krankenhaus behan­del­ter Bewohner der Einrichtung posi­tiv getes­tet wor­den war.
Im Klinikum wer­den 79 COVID-19-posi­ti­ve Patienten behan­delt, wovon 6 auf der Intensivstation lie­gen und 4 beatmet wer­den. (27)

15.1.21 (Freitag): 2.660 Dosen sind ver­impft. 51 Prozent der “gemel­de­ten impf­wil­li­gen Bewohner und Mitarbeiter in Senioren- und Pflegeheimen” haben die ers­te Impfung erhal­ten. Der Impfstoff-Bedarf des beson­ders expo­nier­ten Personals in Intensivstation, Notaufnahme und Covid-Station des Klinikums ist durch eine Sonderlieferung kom­plett gedeckt worden.
Im Klinikum Ingolstadt wer­den 72 COVID-19 posi­ti­ve Patienten behan­delt, wovon 5 auf der Intensivstation lie­gen und 2 beatmet werden.
Im Heilig-Geist-Spital sind wei­te­re 11 Personen posi­tiv getes­tet wor­den und wei­te­re 3 der “Infizierten” gestor­ben – 3 Frauen im Alter von 85, 90 und 93 Jahren. Zuvor sei­en 4 Bewohner des Heims verstorben.
In der Senioreneinrichtung Anna-Ponschab-Haus fin­det eine PCR-Reihentestung aller 64 Bewohner/innen statt, nach­dem ein Bewohner/in bei einem Krankenhausaufenthalt posi­tiv getes­tet wor­den war. (28, 29, 30, 31)

16.1.21 bis 17.1.21 (Samstag/Sonntag): “Der Freistaat teil­te am Wochenende mit, dass am 19.1 und 22.1. nur Impfstoffe für Zweitimpfungen gelie­fert wür­den. Über den bereits vor­lie­gen­den Impfstoff hin­aus kön­nen daher zusätz­li­che Erstimpfungen der­zeit nicht statt­fin­den”. (32)

17.1.21 (Sonntag): Im Anna-Ponschab-Haus erhal­ten Bewohner die zwei­te Impfung, 2 Tage nach Beginn der PCR-Reihentestung auf­grund eines posi­ti­ven Tests bei einem im Krankenhaus lie­gen­den Bewohner der Einrichtung (sie­he 19.1.
Im Heilig-Geist-Spital unter­stüt­zen vor Ort 3 Mitarbeitende der Johanniter und des Pflegepools Bayern und ab 18.1. zusätz­lich 2 Kräfte des Klinikums. 11 Kräfte der Bundeswehr wur­den über das Programm “hel­fen­de Hände” für Unterstützung im nicht-pfle­ge­ri­schen Bereich bean­tragt. Mit beson­de­ren Schutzvorkehrungen dür­fen posi­tiv getes­te­te Pflegekräfte ohne Krankheitssymptome posi­tiv getes­te­te Bewohner/innen betreu­en. Die vom Gesundheitsamt hier­für erteil­te Ausnahmegenehmigung ist laut Donaukurier-Bericht vom 19./23.1. die ein­zi­ge in Ingolstadt. (33, 34)

18.1.21 (Montag): Das Ergebnis der PCR-Reihentestung am 15.1. im Anna-Ponschab-Haus: 12 Bewohner/innen sind posi­tiv. 2 Ergebnisse ste­hen noch aus. “Bei den infi­zier­ten Bewohnern dort sei­en bis­her noch kei­ne Erstimpfungen durch­ge­führt wor­den”, wird es in einem Video-Bericht vom 22.1. über die Sitzung des Sozial- und Gesundheitsausschuss am 21.1. heis­sen. Am 19.1. wird von Seiten der städ­ti­schen Pressestelle noch betont wer­den, die Stadt kön­ne wegen der Freiwilligkeit der Impfung auf­grund daten­schutz­recht­li­cher Vorgaben kei­ne Auskünfte zum Impfstatus der Bewohnerinnen und Bewohner des Anna-Ponschab-Hauses erteilen.
Im Heilig-Geist-Spital sind mitt­ler­wei­le 71 der 85 Heimbewohner “mit dem Virus infi­ziert”. Seit Jahresbeginn sind ins­ge­samt 11 Bewohner im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion ver­stor­ben, 2 davon zwi­schen dem 16./17.1. – 1 Mann (86) und 1 Frau 79). 25 Pflegekräfte sind “mit dem Virus infi­ziert”, wes­halb Mitarbeiter von aus­ser­halb im Heim mit­hel­fen, so die Augsburger Allgemeine. Laut ingol­stadt-today sind “69 von 85 Bewohner infi­ziert”, “12 davon sind bis­her ver­stor­ben” und “33 Mitarbeiter sind Corona posi­tiv, eini­ge weni­ge von ihnen, bei denen die Infektion sym­ptom­frei ver­läuft, wer­den für die Versorgung aus­schliess­lich infi­zier­ter Bewohner eingesetzt”.
Im Klinikum wer­den 74 COVID-19-posi­ti­ve Patienten behan­delt, wovon 4 auf der Intensivstation lie­gen und 2 beatmet wer­den. Die Stadt weist (erst­mals?) dar­auf hin: “Im Klinikum Ingolstadt wer­den nicht nur Ingolstädter, son­dern auch Patienten von aus­ser­halb behan­delt”. (35, 36, 37, 38)

19.1.21 (Dienstag): “Schutzwirkung noch nicht voll ent­fal­tet” ant­wor­tet der Donaukurier auf die selbst gestell­te Frage, die “sich vie­le” stell­ten, die sogar an dem Impfstoff “zwei­feln in sozia­len Netzwerken”, näm­lich “Wie kann das sein”, dass trotz Impfung am 27.12. im Anna-Ponschab-Haus 12 von 64 Bewohnern “mit dem Virus infi­ziert” sind? Weiter heisst es: “Weil die Corona-Schutzimpfung frei­wil­lig ist, kön­ne die Stadt auf­grund daten­schutz­recht­li­cher Vorgaben kei­ne Auskünfte zum Impfstatus der Bewohnerinnen und Bewohner des Anna-Ponschab-Hauses geben, betont der städ­ti­sche Pressesprecher Michael Klarner. Unsere Frage, wie vie­le der Bewohner geimpft sind und wie die Impfquote in dem betrof­fe­nen Bereich ist, bleibt unbe­ant­wor­tet. … Die Zweitimpfungen der Bewohner im Anna-Ponschab-Haus war (Anm. von Katharina: Fehler im Original) am 17. Januar – also erst zwei Tage, nach­dem auf­grund eines bei einem Krankenhausaufenthalt bekannt­ge­wor­de­nen ers­ten Falles bei allen Bewohnern eine Reihentestung durch­ge­führt wor­den war”. Der Donaukurier fährt fort: “Der Ausbruch im Anna-Ponschab-Haus beschrän­ke sich bis­lang auf den soge­nann­ten beschüt­zen­den Bereich. Hier sind in ers­ter Linie Demenzkranke unter­ge­bracht. Ob in die­sem Bereich die Impfquote nied­ri­ger ist als im all­ge­mei­nen Bereich, erfah­ren wir aus den genann­ten Datenschutzgründen nicht. Doch bei Menschen, die selbst nicht (mehr) über sich bestim­men kön­nen, muss der Betreuer der Impfung zustim­men”. Antworten sei­en bei der Sitzung des Sozial- und Gesundheitsausschuss am 21.1. zu erwar­ten. (34)

20.1.21 (Mittwoch): Ob die 12 Bewohner aus dem Anna-Ponschab-Haus, die am 18.1. als posi­tiv getes­tet gemel­det wur­den, am 27.12. die ers­te Impfung erhal­ten hät­ten, will eine TV-Journalistin (die von der Zweitimpfung im Heim am 17.1. offen­sicht­lich nichts weiss) vom BRK-Kreis-Geschäftsführer Firat Avutan wis­sen, der all­ge­mein blei­bend ant­wor­tet: “Weil sich der Schutz … erst auf­baut … muss man letzt­end­lich auch die 2. Impfung abwar­ten und eben auch noch ein paar Tage obendrauf …”.
Die ärzt­li­che Leiterin des Ingolstädter Impfzentrums, Miriam Steger, und des­sen Leiter, Volljurist Thomas Buchhold, geben dem Donaukurier zu der Frage “Positiv trotz Immunisierung?” aus­führ­li­cher aber eben so wenig kon­kret Antwort. Zu erfah­ren ist von Steger u.a., dass ihr aus eige­ner Erfahrung “bis­her kein nega­ti­ver Einfluss der Impfung auf den Verlauf der Erkrankung an Covid-19” bekannt ist. “Allerdings wür­den wir, wenn ein Patient nach der Erstimpfung nach­weis­lich an Covid-19 erkrankt war, von der Zweitimpfung der­zeit Abstand neh­men”, fügt sie hinzu.
Buchhold spricht von Lieferengpässen für Erstimpfungen zumin­dest bis Ende Januar, wovon Lieferungen für erfor­der­li­che Zweitimpfungen aus­drück­lich aus­ge­nom­men sei­en. Mit kurz­fris­tig zuge­teil­ten Impfdosen wür­den vor­ran­gig Alten- und Pflegeheime ver­sorgt. Erst danach wür­den die sons­ti­gen Erstimpfungen der Prioritätsstufe 1 ter­mi­niert. (39, 40)

21.1.21 (Donnerstag): Mit dem Tag der Sitzung des Sozial- und Gesundheitsausschusses sind im Heilig-Geist-Spital 14 Senioren an den Folgen einer Covid-19 Infektion ver­stor­ben. Stiftungsrat-Vorstand Wersch infor­miert die Politiker über den Zeitablauf des Infektionsgeschehens (sie­he 29.12.20), die Massnahmen und die aktu­el­le Situation. Heimleiter Franz Hartinger spricht über Schwierigkeiten bei der Personalplanung “ange­sichts der aus­ge­fal­le­nen Mitarbeiter, noch dazu wo die Pflegeleiterin selbst schwer an Corona erkrankt ist: ‘Einzelne Pflegekräfte haben Schichten von 22 Stunden am Stück absol­viert'”. Wersch hat “kei­ne kon­kre­ten Anhaltspunkte” zu der Frage, wer “das Virus ‘ein­ge­schleppt'” hat und fin­det nicht in Ordnung “In einem Weihnachtsbesuch jetzt die Ursache zu sehen”.
Weiter sei es nach den Fragen der Ausschussmitglieder dar­um gegan­gen, “wel­che Heimbewohner bereits geimpft wur­den und wie vie­le der Mitarbeiter geimpft sind (nicht jeder Mitarbeiter will sich über­haupt imp­fen las­sen), ob eine Evakuierung oder eine Unterbringung von Heimbewohnern in Hotels in Frage kam (bei­des war ange­sichts der betreu­ungs­in­ten­si­ven Bewohner nicht mög­lich), war­um kei­ne Ehrenamtlichen zu Hilfe geholt wur­den („sind in einer Extremsituation nicht zu inte­grie­ren“), wo die Bundeswehr ein­ge­setzt wird (haupt­säch­lich für Transporte) und wei­te­re Themen bis hin zu den Johannitern, die in der Küche unter­stüt­zen”. Die Frage zum Impfstatus bleibt in allen Berichten unbe­ant­wor­tet (sie­he 29.12.20). (10)

22.1.21 (Freitag): Insgesamt rund 3.360 Dosen wur­den ver­impft, 700 davon zwi­schen dem 18. und 22.1.. Rund 550 Personen haben bis dato die zwei­te Impfung erhal­ten. 53 % der gemel­de­ten impf­wil­li­gen Bewohner/innen und Mitarbeitenden in den Senioren- und Pflegeheimen wur­den bis dato erst­ma­lig geimpft. (41)

25.1.21 (Montag): “Bei den bei­den heu­te gemel­de­ten Todesfällen han­delt es sich um eine 93-jäh­ri­ge Frau aus dem Heilig-Geist-Spital und einen 92-jäh­ri­gen Mann aus dem Anna-Ponschab-Haus”. (42)

27.1.21 (Mittwoch): 20 Todesfälle im Heilig-Geist-Spital “in Verbindung mit dem Ausbruch”, mel­det der Donaukurier. Anlass des Berichts sind Vorwürfe von Thomas König gegen den Heimleiter und den Stiftungsvorstand. Königs 91-jäh­ri­ge Mutter habe sich im Heilig-Geist-Spital infi­ziert und lie­ge der­zeit im Klinikum. Die Schwiegertochter Doris König habe den Eindruck, “als wür­de die betag­te Seniorin die Infektion eini­ger­mas­sen gut über­win­den”, Thomas König spre­che von einem “Wechselspiel”. In einem Brief stel­le er vie­le Fragen, u.a.: “Was geschah in der Zeit zwi­schen dem 29. Dezember und dem 4./5. Januar?”.
Die Heimleitung habe Schwierigkeiten ein­ge­räumt, aktu­el­le Kontaktdaten der Angehörigen, Betreuenden und Bevollmächtigten zusam­men­zu­be­kom­men. König berich­te von Pflegerinnen, die in den ver­gan­ge­nen Wochen am Telefon gestöhnt hät­ten, “dass sie zu zweit eine gesam­te Station ver­sor­gen müs­sen und noch den Auftrag erhal­ten, alle Angehörigen zu kon­tak­tie­ren, um ihnen mit­zu­tei­len, dass Tests durch­ge­führt wer­den”. Ausserdem hät­ten Schwestern berich­tet, “dass sie als Pflegende eine Schutzausrüstung pro Tag erhiel­ten, die Versorgung der Bewohner aller­dings ‘kreuz und quer zwi­schen Infizierten und Nicht-Infizierten auf den Stationen erfolgt'”. Anfang Januar hät­ten sich Schwestern bei ihm beklagt, ‘dass man mona­te­lang so gut gear­bei­tet habe und nun mit dem laxen Umgang alles zunich­te gemacht wird'”. König fra­ge sich auch, “ob der Personalaustausch ursäch­lich für den Ausbruch im Anna-Ponschab-Haus ver­ant­wort­lich” ist. Der Donaukurier erin­nert an die Aussage des Heimleiters im Sozialausschuss am 21.1.: “Anfangs sei auf einen Austausch des Personals zwi­schen dem Spital und dem Anna-Ponschab-Haus ver­zich­tet wor­den, spä­ter sei es aber nicht mehr anders gegangen”.
Es folgt die Kritik Königs an der Impf-Aufklärung im Heilig-Geist-Spital vor Weihnachten (sie­he 22.12.21.). Der Donaukurier lässt sie ohne Stellungnahme der Verantwortlichen ste­hen, die aus­führ­lich Stellung neh­men zu Vorwürfen, Sicherheitsvorschriften sei­en miss­ach­tet wor­den, Bewohner hät­ten das Heim ver­las­sen dür­fen (“Das Verlassen steht jedem Heimbewohner frei und kann von uns nicht unter­bun­den wer­den“) und PCR-Tests zu spät statt­ge­fun­den. (11)

28.1.21 (Donnerstag): Der Stiftungsrat des Heilig-Geist-Spitals bit­tet um eine unab­hän­gi­ge Prüfung durch Gesundheitsamt und Heimaufsicht der Stadt. Sie soll den chro­no­lo­gi­schen Ablauf und die Massnahmen vor dem Hintergrund der zum Zeitpunkt des Infektionsgeschehens gel­ten­den Rechtslage beleuch­ten. (43)

29.1.21 (Freitag): Das Klinikum teilt mit: “Um die medi­zi­ni­sche Versorgung in der Region auch wei­ter­hin garan­tie­ren zu kön­nen, ver­län­gert das Klinikum Ingolstadt sein gel­ten­des Besuchsverbot zunächst bis zum Ende des Lockdowns am 14.02.2021”. Dr. Andreas Tiete (sie­he 28.12.20), Geschäftsführer und Ärztlicher Direktor des Klinikums, betont: „Wir sehen an Ausbrüchen in ande­ren deut­schen Kliniken, dass durch die neu­en hoch­in­fek­tiö­sen Virus-Mutationen zusätz­lich hohes Risikopotential besteht“. (44)

1.2.21 (Montag): Dem Gesundheitsamt sei bis­her für Ingolstadt kein Fall einer Mutation gemel­det wor­den, sagt der Stadtsprecher und fügt hin­zu: “Alle Proben, die von der Stadt Ingolstadt selbst genom­men wer­den (Teststation und Reihentestungen) wer­den im Synlab-Labor/Weiden unter­sucht. Seit der ver­gan­ge­nen Woche wer­den dabei stan­dard­mäs­sig alle posi­ti­ven Laborbefunde (CT < 30) sequen­ziert. Davor wur­de die­se Sequenzierung nicht vorgenommen".
Laut Oberstaatsanwältin Andrea Grape wird geprüft, "ob sich Anhaltspunkte für ein straf­ba­res Verhalten erge­ben". Ein Anfangsverdacht bestehe noch nicht. (45)

8.2.21 (Montag) Eine unbe­nann­te Pflegekraft, die "an einem Tag, als sich schon der Grossteil der Bewohner und über 30 Mitarbeiter infi­ziert hat­ten, für eini­ge Stunden Einblick in eine Station der Einrichtung" gehabt habe, rich­tet im Donaukurier Vorwürfe an das Heilig-Geist-Spital. Bei ihrer Ankunft sei eine Schwester in vol­ler Schutzmontur von oben gekom­men und nach dem Abstrich in der­sel­ben Schutzkleidung wie­der nach oben gegan­gen. Ausserdem sei­en "infi­zier­te und nicht infi­zier­te Bewohner auf einer Station" gewe­sen und: "An den Türen hin­gen Zettel, auf denen stand 'nega­tiv' oder 'posi­tiv'. Manchmal war das 'nega­tiv' durch­ge­stri­chen und durch ein 'posi­tiv' ersetzt wor­den". Die Schwestern sei­en in ihrer Montur von Zimmer zu Zimmer gegan­gen. Der Donaukurier flicht ein, das RKI emp­feh­le, "per­sön­li­che Schutzausrüstung vor Betreten des Zimmers des Heimbewohners anzu­le­gen und vor Verlassen des Zimmers oder der Schleuse dort zu belas­sen", bevor die namen­lo­se Pflegekraft letzt­ma­lig zitiert wird mit der Aussage, sie habe defi­ni­tiv gese­hen, "dass ein posi­ti­ver Bewohner, der in sei­nem Zimmer iso­liert sein soll­te, auf dem Gang herumlief".
Es fol­gen Aussagen der 96-jäh­ri­gen Gertraud Blaschke, die im Heilig-Geist-Spital wohnt und sagt: "Es ist gut, dass end­lich mal Betreuer wach wer­den". Über 50 posi­ti­ve Corona-Tests sei­en für die Bewohner "ein Schock gewe­sen". Sie selbst sei nach drei nega­ti­ven Tests am 7. Januar posi­tiv getes­tet wor­den. Mangels Ansprechpartnern füh­le sie sich nicht gut auf­ge­klärt über das Geschehen im Heim.
Zum Schluss des Berichts bemerkt eine Frau mit Angehörigen im Heilig-Geist-Spital, sie habe sich gewun­dert, dass es vom Personal erwünscht gewe­sen sei, über Weihnachten Angehörige mit nach Hause zu neh­men. Der Donaukurier ergänzt, in 2 Einrichtungen der Diakonie sei­en Angehörige drin­gend dar­um gebe­ten wor­den, Bewohner nicht nach Hause zu holen. (11)

11.2.21 (Donnerstag): 22 der "an Covid-19 erkrank­ten Bewohner" im Heilig-Geist-Spital sind gestor­ben. Stadt und Stiftungsvorstand äus­sern sich auf Anfrage nicht zu Vorwürfen. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob Ermittlungen auf­ge­nom­men wer­den. (46)

14.2.21 (Sonntag): Mit Impfungen wären bis dato "rund die Hälfte der Personen aus der Prioritätsstufe 1 ver­sorgt", so Thomas Buchhold, Verwaltungsleiter der Impfzentren. (47)

15.02.21 (Montag) Der Fraktionschef der Freien Wähler, schreibt in einer Pressemitteilung: "Wir haben gera­de gefühlt ein rie­si­ges Problem. In unse­ren Alten- und Pflegeheimen der Heilig-Geist-Spital Stiftung erkran­ken und ster­ben gera­de Mitarbeiterinnen, Seniorinnen und Senioren und kei­ner möch­te mit die­sem Thema poli­tisch auf­schla­gen". Nur des­halb sei es kein Aufreger, dass sich die Stiftung ohne Beschluss des zustän­di­gen Stadtrats … eigen­mäch­tig" in "Spitalstiftung Ingolstadt" umbe­nannt habe.
Politiker aller Fraktionen fra­gen öffent­lich: "War der Heimleiter über­las­tet?" Dieser sei Anfang 2019 vom Klinikum ver­trag­lich aus­ge­lie­hen wor­den, um die Interimsleitung der bei­den Einrichtungen der Heilig-Geist-Spital-Stiftung zu über­neh­men, obwohl er auch die im Anna-Ponschab-Haus eben­falls unter­ge­brach­ten Einrichtungen der Alten- und Pflegeheim Klinikum Ingolstadt GmbH füh­re und Geschäftsführer der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV) sei.
Eine Ausschreibung für eine neue Heimleitung im Anna-Ponschab-Haus hat nach Angaben der Stiftung mit den aktu­el­len Geschehnissen nichts zu tun.
Es folgt ein Exkurs über bereits Jahre wäh­ren­de Konflikte zwi­schen Stadt und Heilig-Geist-Spital-Stiftung wegen der Unterbelegung auf­grund Fachkräftemangels, dar­aus resul­tie­ren­der Schliessung von Stationen und Defizite bei Anna-Ponschab-Haus und Heilig-Geist-Spital sowie einer von der Stadt genutz­ten 'Problemimmobilie' im Eigentum der Stiftung. (48, 49, 50)

16.2.21 (Dienstag): 7.629 Impfungen (davon 4.964 ers­te und 2.665 zwei­te) mit Impfstoffen von Pfizer/BionTech, Moderna und AstraZeneca wur­den in Ingolstadt verabreicht.
Sicherheitsreferent Dirk Müller rech­net mit 8.000 bis 9.000 ver­ab­reich­ten Dosen Impfstoff pro Woche ab April, bis Ende des drit­ten Quartals mit ins­ge­samt 220.000 und dar­aus fol­gen­der Herdenimmunität. Diese sieht Thomas Buchhold bereits Ende Juni erreicht, wenn 70 bis 80 % der Bevölkerung geimpft sind.
Laut Vorgaben der Taskforce "Impfen" des baye­ri­schen Gesundheitsministeriums soll das zwei­te Impfzentrum in Ingolstadt bis Ende September in Betrieb blei­ben – mit Aussicht auf Verlängerung. Bis dahin wird es laut Stadt 37 Millionen Euro gekos­tet haben, 3 Millionen Euro pro Monat kos­te die Infrastruktur. Weitere 7 Millionen Euro kos­tet das Impfzentrum im Orbansaal. Dazu kom­men Ausgaben der Stadt für die in Planung befind­li­che gut erreich­ba­re neue Schnelltest-Station.
Eine Kommentatorin ver­steht nicht, war­um nicht Zeit und Geld durch einen Einstieg der Hausärzte vor dem Herbst ein­ge­spart wür­den. Die Hausärzte stün­den unter Kollegen ohne­hin am Ende der Nahrungskette im Dschungel des Gesundheitssystems und hät­ten sogar das Nachsehen bei der Wahl des Impfstoffs. Sie meint: "Fair ist das nicht". (47, 51, 52)

18.2.21 (Donnerstag): Die Anzahl amt­lich gemel­de­ter Covid-19-Todesfälle in Ingolstadt ist auf 91 gestie­gen – 58 Todesfälle waren gezählt wor­den zwi­schen März 20 und dem 27.12.20, dem Tag als die Impfungen begannen.

Quellen

(1) https://ingolstadt.de/Leben/Senioren/Wohnen-im-Alter/Pflege-Wohnpl%C3%A4tze
(2): https://www.donaukurier.de/lokales/ingolstadt/Covid-19-Heilig-Geist-Spital-Schlechtes-Krisenmanagement;art599,4737408
(3): https://www.in-direkt.de/news/11765/impfungen-beginnen-am-27-dezember-brk-verzeichnet-grosses-interesse/
(4, 5, 6): https://www.ingolstadt-reporter.de/aus-der-region/ingolstadt/corona-impfungen-auch-in-ingolstadt-planmaessig-begonnen
https://www.ingolstadt-today.de/news/erste-ingolstaedter-geimpft-a-31333
https://www.ingolstadt.de/Rathaus/Aktuelles/Aktuelle-Meldungen/Newsticker-Coronavirus/Corona-Impfungen-auch-in-Ingolstadt-planm%C3%A4%C3%9Fig-begonnen.php?object=tx,2789.5&ModID=7&FID=2789.19180.1&NavID=3052.251&La=1
(7, 8, 9): https://www.in-direkt.de/news/11930/gemeinsames-plaedoyer-fuer-die-covid-19-schutzimpfung/?fbclid=IwAR2FRsiKwsahc4u9KcPJQQUXYbfj_TyKyyb_DQi15WQUJ6BKmUiHXY3gsSs
https://www.in-direkt.de/news/11844/mitarbeiter-impfungen-am-klinikum-ingolstadt-gestartet/?fbclid=IwAR0vUiWHX9jfGraiHOx0kqRXLCS-3BXy_GEivdvSs-Dnp5KftwtnMOz4xN0
https://www.ingolstadt.de/index.php?ModID=255&FID=2789.19181.1&object=tx%2C2789.5
(10): https://www.in-direkt.de/news/12330/heilig-geist-spital-absoluter-schutz-ist-nicht-moeglich/
(11) https://www.donaukurier.de/lokales/ingolstadt/Covid-19-Heilig-Geist-Spital-Ingolstadt-Eine-Pflegekraft-erhebt-Vorwuerfe;art599,4741206
(12): https://www.in-direkt.de/news/11930/gemeinsames-plaedoyer-fuer-die-covid-19-schutzimpfung/?fbclid=IwAR2FRsiKwsahc4u9KcPJQQUXYbfj_TyKyyb_DQi15WQUJ6BKmUiHXY3gsSs
(13): https://fragdenstaat.de/anfrage/einschluss-im-heilig-geist-spital‑1/
(14): https://www.ingolstadt.de/Rathaus/Aktuelles/Aktuelle-Meldungen/Newsticker-Coronavirus/Aktuelle-Meldung-zum-Thema-Impfungen-.php?object=tx,2789.5&ModID=7&FID=2789.19204.1&NavID=3052.251&La=1
(15, 16, 17,18): https://www.in-direkt.de/news/11976/impfstoff-nachschub-erst-am-samstag-covid-schutzimpfungen-pausieren/?fbclid=IwAR1P7Bjz0TKyBrz1PP0dW0sgVtftvwr4aFQTPWX81IeYKmzYLvJHd1qkR70
https://www.ingolstadt.de/Rathaus/Aktuelles/Aktuelle-Meldungen/Newsticker-Coronavirus/Terminvergabe-abh%C3%A4ngig-von-der-Verf%C3%BCgbarkeit-des-Impfstoffs-Stadt-Ingolstadt-bittet-um-Geduld.php?object=tx,2789.5&ModID=7&FID=3052.15113.1&NavID=3052.251&La=1
https://www.ingolstadt-today.de/news/corona-ausbruch-im-heilig-geist-spital-a-31440
https://www.donaukurier.de/lokales/ingolstadt/Covid-19-wochennl022021-Corona-Ausbruch-im-Heilig-Geist-Spital;art599,4730063
(19): https://www.donaukurier.de/lokales/ingolstadt/Covid-19-Heilig-Geist-Spital-56-von-85-Bewohnern-Corona-positiv;art599,4730965
(20): https://www.in-direkt.de/news/12009/corona-in-ingolstadt-37-faelle-im-heilig-geist-spital/?fbclid=IwAR2uyT6y4E-n1gArJIFrwgK_pgzSs-j8fjGfauZ4K4EbtiQwXCqPxmOM0rA
(21): https://www.ingolstadt-today.de/news/corona-drei-neue-faelle-in-ingolstadt-a-32144?fbclid=IwAR0vUiWHX9jfGraiHOx0kqRXLCS-3BXy_GEivdvSs-Dnp5KftwtnMOz4xN0
https://www.in-direkt.de/news/12062/besuchsverbot-am-klinikum-zunaechst-bis-31-januar-verlaengert/?fbclid=IwAR1W3bBrO6eDV3ImFAttE5BREKfOMRF9MCreKOWkGRmAxpScObI5SQTR0e8
(22): https://www.in-direkt.de/news/12057/und-so-gehts-weiter-mit-den-impfungen-in-ingolstadt/?fbclid=IwAR1XR44nkkKJyz89fGsGgZQF26sicncVRmukq856Vd_7uIPmj9ARobxdcbg
(23): https://www.ingolstadt-today.de/news/heilig-geist-spital-ingolstadt-vier-infizierte-gestorben-a-31590
(24, 25, 26): https://www.ingolstadt-today.de/news/heilig-geist-spital-ingolstadt-vier-infizierte-gestorben-a-31590
https://www.ingolstadt.de/Rathaus/Aktuelles/Aktuelle-Meldungen/Newsticker-Coronavirus/Jede-Woche-tausend-Dosen.php?object=tx,2789.5&ModID=7&FID=3052.15111.1&NavID=3052.251&La=1
https://www.in-direkt.de/news/12140/impf-post-vom-ob-1000-impfdosen-pro-woche-erwartet/?fbclid=IwAR22Xe_FZd17yCddIX6ICOXnFhHHWSr8siJrf3qCSh4x53vBIuXJpEvUST4
(27): https://www.in-direkt.de/news/12167/vier-coronabedingte-todesfaelle-stadt-unterstuetzt-beduerftige-mit-ffp2-masken/?fbclid=IwAR0wxLdS6DZIrOsPqTwNVrrtX-3dbULMhz5POjr6xWmJ-xurKpbg_oR7c5I
(28, 29, 30, 31): https://www.in-direkt.de/news/12223/drei-bewohner-des-heilig-geist-spitals-an-corona-verstorben/?fbclid=IwAR0fDSVYTFbMlygc9CCGlB7Nz8Eh2UEo9MpH7vIAGNS8VFgqZWbYPr-kYVw
https://www.donaukurier.de/lokales/ingolstadt/Covid-19-Weitere-Todesfaelle-im-Heilig-Geist-Spital;art599,4733447
https://www.ingolstadt.de/Rathaus/Aktuelles/Aktuelle-Meldungen/Newsticker-Coronavirus/W%C3%B6chentlicher-Bericht-zur-Impfkampagne.php?object=tx,2789.5&ModID=7&FID=3052.15155.1&NavID=3052.251&La=1
https://www.ingolstadt.de/Rathaus/Aktuelles/Aktuelle-Meldungen/Newsticker-Coronavirus/Entwicklung-lokaler-Zahlen-Corona.php?object=tx,2789.5&ModID=7&FID=3052.15167.1&NavID=3052.251&La=1
(32): https://www.ingolstadt.de/Rathaus/Aktuelles/Aktuelle-Meldungen/Newsticker-Coronavirus/Entwicklung-lokaler-Zahlen-Corona.php?object=tx,2789.5&ModID=7&FID=3052.15167.1&NavID=3052.251&La=1
(33, 34): https://www.in-direkt.de/news/12239/unterstuetzung-fuer-heilig-geist-spital/
https://www.donaukurier.de/lokales/ingolstadt/Covid-19-Schutzwirkung-noch-nicht-voll-entfaltet;art599,4734578
(35, 36, 37, 38): https://www.augsburger-allgemeine.de/neuburg/Heilig-Geist-Spital-Elf-infizierte-Bewohner-des-Seniorenheims-in-Ingolstadt-sind-verstorben-id58928261.html
https://www.tvingolstadt.de/mediathek/video/lagebericht/
https://www.ingolstadt-today.de/news/69-von-85-bewohner-infiziert-a-31700
https://www.ingolstadt.de/Rathaus/Aktuelles/Aktuelle-Meldungen/Newsticker-Coronavirus/Entwicklung-lokaler-Zahlen-Corona.php?object=tx,2789.5&ModID=7&FID=3052.15167.1&NavID=3052.251&La=1
(39, 40): https://www.tvingolstadt.de/mediathek/video/impfsituation-in-der-region/
https://www.donaukurier.de/lokales/ingolstadt/Covid-19-Positiv-trotz-Immunisierung-Das-sagen-die-Ingolstaedter-Experten;art599,4735113
(41): https://www.ingolstadt.de/Rathaus/Aktuelles/Aktuelle-Meldungen/Newsticker-Coronavirus/Entwicklung-lokaler-Zahlen-Corona.php?object=tx,2789.5&ModID=7&FID=3052.15192.1&NavID=3052.251.1&La=1
(42): https://www.ingolstadt.de/Rathaus/Aktuelles/Aktuelle-Meldungen/Newsticker-Coronavirus/Entwicklung-lokaler-Zahlen-Corona.php?object=tx,2789.5&ModID=7&FID=2789.19272.1&NavID=3052.251&La=1
(43): https://www.in-direkt.de/news/12514/stiftungsrat-der-heilig-geist-stiftung-bittet-um-behoerdliche-pruefung/
(44): https://www.klinikum-ingolstadt.de/news/besuchsverbot-am-klinikum-zunaechst-bis-14-februar-verlaengert/
(45): https://www.donaukurier.de/lokales/ingolstadt/Spital-ein-Fall-fuer-die-Staatsanwaltschaft;art599,4739004
(46) https://www.ingolstadt-today.de/news/schwere-vorwuerfe-gegen-heilig-geist-spital-leitung-und-stadt-aeussern-sich-weiter-nicht-a-32204
(47): https://www.donaukurier.de/lokales/ingolstadt/Covid-19-Zweites-Impfzentrum-in-Betrieb;art599,4744022
(48, 49, 50): https://www.in-direkt.de/stadtpolitik/aus-den-parteien/12875/fw-kritisiert-eigenmaechtiges-handeln-der-heilig-geist-spital-stiftung/
https://www.ingolstadt-today.de/news/corona-ausbruch-im-heilig-geist-spital-der-politische-druck-auf-die-beteiligten-waechst-a-32286
https://www.donaukurier.de/lokales/ingolstadt/Corona-Ausbruch-im-Heilig-Geist-Spital-nimmt-auch-politisch-Fahrt-auf;art599,4743496
(51, 52): https://www.in-direkt.de/news/12913/impfzentrum-im-donau-city-center-nimmt-betrieb-auf/?fbclid=IwAR1UrJgCllV_2IaSTyrvDGSUNc90ON80QWyhkmSegvORXfIoTLV9f0tezbw
https://www.ingolstadt-today.de/news/zweites-impfzentrum-in-betrieb-a-32305
(53, 54): https://www.ingolstadt.de/Rathaus/Aktuelles/Aktuelle-Meldungen/Newsticker-Coronavirus/Entwicklung-lokaler-Zahlen-Corona.php?object=tx,2789.5&ModID=7&FID=2789.19179.1&NavID=3052.251&La=1
https://www.ingolstadt.de/Rathaus/Aktuelles/Aktuelle-Meldungen/Newsticker-Coronavirus/Entwicklung-lokaler-Zahlen-Corona.php?object=tx,2789.5&ModID=7&FID=2789.19179.1&NavID=3052.251&La=1«

Siehe auch Zufälle (IV).

9 Antworten auf „Ingolstadt: Chronik "ungeklärter" Todesfälle“

  1. Man kann es dre­hen und wen­den wie man will:
    Wenn eine Gesellschaft 900.000 ihrer Alten und teil­wei­se auch Kranken in Massenquartiere abschiebt (manch­mal auch abschie­ben MUß), dann ist JEDES dort auf­tre­ten­de Risiko, sei es ein Virus oder nur ein min­der­wer­ti­ges Lebensmittel in der Zentralküche, ein Lebensrisiko.
    Das ist kein natür­li­cher Zustand – er fällt nur dies­mal auf, weil jeder auf CORONA schaut. Ich sage es seit April 2020: Corona ist eine welt­wei­te, umfas­sen­de Qualitätsprüfung.

  2. Tolle Chronologie!
    Ich den­ke mal, die Hauptursache des Massenausbruchs ist hier ein­deu­tig die schlech­te Hygiene nach den ers­ten Fällen. Und das scheint häu­fig wenig ernst genom­men zu werden.
    Die Mutter eines Freundes arbei­tet in einem Altenheim. Dort gibt es auch die Anweisung, dass das Personal pro Bewohner einen extra Schutzkittel tra­gen soll, aber das Heim stellt nicht mal genug Kittel zur Verfügung, damit das über­haupt geht. Zusätzlich wol­len eini­ge Pfleger das aus Zeitdruck nicht machen und tra­gen den gan­zen Tag den glei­chen Schutzkittel. Nach Weihnachten kam da auch ein Bewohner infi­ziert zurück, das Personal wur­de danach zwar kom­plett getes­tet, muss­te aber ohne aus­rei­chen­de Schutzausrüstung schon wie­der arbei­ten, bevor über­haupt die Testergebnisse da waren. Das es da kei­nen gro­ßen Ausbruch gab, war mehr Glück als Verstand. 

    Ob man gleich zu Beginn des Ausbruchs in Ingolstadt nicht doch die Belegungsdichte hät­te redu­zie­ren kön­nen, in dem man gesun­de Bewohner in Hotels unter­bringt, ist auch frag­lich. Man hät­te dann ja auch Personal streng auf­tei­len kön­nen und Zimmerreinigung, Küche etc. hät­te das Hotel leis­ten kön­nen. Je wei­ter ent­zerrt, des­to klei­ner die mög­li­chen Cluster. 

    Ein Cluster in der Demenz-Abteilung kann auch mit dem beson­ders hohen Pflegeaufwand, der schwie­ri­gen Vermittlung von Maßnahmen an die Betroffenen und dem noch mal erhöh­ten Zeitdruck zusam­men hängen. 

    Vielleicht habe ich das falsch ver­stan­den, aber es klingt so, als wären im Klinikum alle impf­wil­li­gen Mitarbeiter geimpft wor­den, im Heim nur 51% der Impfwilligen. Das scheint mir auch eine komi­sche Verteilung, das Leben der Heimbewohner ist ja deut­lich stär­ker durch eine Infektion in Gefahr, als das eines gesun­den Arztes.

    1. Ja, das kann man natür­lich alles so hin­dre­hen wenn man will …

      Politik und Haupt-Verantwortliche haben natür­lich nie nichts dar­an schuld. Ein klei­nes Bauernopfer fin­det sich immer.

      "Zusätzlich wol­len eini­ge Pfleger das aus Zeitdruck nicht machen und tra­gen den gan­zen Tag den glei­chen Schutzkittel. Nach Weihnachten kam da auch ein Bewohner infi­ziert zurück"

      ich könn­te kot­zen ange­sichts sol­cher offen­sicht­li­cher PR.

  3. Sehr gute Auflistung.
    Anregungen:
    a) Entkernung der Aussagen von der Wertlosigkeit der PCR Test Angaben. Es muss nicht neu dis­ku­tiert wer­den, ob ein PCR Test nütz­lich ist. Ist er nicht, da er kei­ne Infektion nach­wei­sen kann
    b) Gegenprüfung der Vorfälle der Winter 2016/17, 2017/18 und 2018/19 auf Basis der Symptome und Sterbezahlen je Altenheim/Hospital/etc. Denn damals hieß es noch Grippe.

    Begründung:
    Der Sars Cov2 PCR Test ist ohne Aussagekraft, da er kei­ne Infektion nachweist. 

    Dieser PCR Test ist ohne Aussagekraft, weil kei­ne Begleittests erfol­gen, nach z.B. Influenza A/B und geziel­ten Blutwerten zwecks Belastungen der Organe wie z.B. Leber, Milz und Hirn durch Bestandteile der Impfstoffe (sie­he https://www.okitube.com/video/1549/kriminalfall-mrna-impfung )

    Sämtliche Symptome im Zeitfenster einer Impfmaßnahme einem Virus zu zu schrei­ben ist nar­ra­tiv-prak­tisch, aber hoch kri­mi­nell und inkom­pe­tent. Wenn sich hier­für Akademiker und Prof´s her­ge­ben ist deren "Titel" nichts wert.

    Sich das Video wirk­lich in Ruhe anse­hen (okitu­be…) das sacken las­sen und dann noch ein­mal die sehr gute Auflistung der Fälle in die­sem Artikel auf­merk­sam lesen. Spätestens dann klin­gelt es, weil man die "Täuschungsformulierungen" erkennt.

    Die fak­ti­sche Sachlage sieht sehr ein­fach aus:
    * Massiv stei­gen­de Überbelastung unse­rer Körper durch Gifte
    *Dauerhaft, flä­chen­de­cken­de Vitamin D‑Mängel
    *Chronischer Dauerstress
    *Mangelhaftes Fachwissen über aus­ge­wo­ge­ne Ernährung
    *Wertlose, tote Füllstoff-Nahrung einer Futterindustrie
    *Sterilitätsexzesse seit Jahrzehnten
    *Systematische Synthetisierung von Wirkstoffen
    *Einführung von Nano-Stoffen in Alltagsprodukte
    *Ignorante Verweigerung von Tod & der Jahresstatistik

    Daraus resul­tiert die Tatsache, dass es Grippewellen im Winter gibt.

    *Grippewellen unter­tei­len sich IMMER in ver­schie­de­ne Ursachen und Auslöser.
    *Einstelliger Prozentsatz an Pneumonien zu Grippezeiten ist IMMER prä­sent und nichts Neues (sie­he Fibrose-Fall aus Feb/2018 geschil­dert im Thieme-Verlag, heu­te wäre das ein ernann­ter Corona-Fall)
    *NICHTS hat sich an die­sen Faktoren geän­dert bis auf Folgendes:

    #Einführung eines nutz­lo­sen PCR Tests, der ein Bruchstück anzeigt und selbst das nicht zuver­läs­sig. Eine Infektion ist daher nicht nachweisbar
    #Wertlose Testergebnisse die­nen für wert­lo­se Bemessungsgrundlagen mit weit­rei­chen­den Folgen
    #Impfkonzerne erhal­ten einen Impfstoff-Herstellungsauftrag
    #Neues Impfkonzept wird ein­ge­führt ohne irgend­ei­ne Vorprüfung sämt­li­cher Risiken und mög­li­chen Folgen
    #Hoch-toxi­sche Komponenten im/durch den Impfstoff sind bekannt, seit Jahren und wer­den ausgeblendet/verschwiegen
    #Kein Tierversuch hat in den letz­ten 20 Jahren Erfolge nach­ge­wie­sen, es star­ben ALLE Tiere mit soge­nann­tem "Wildvirus"
    #Alle Impfschaden-Folgen sind hin­rei­chend bekannt und tref­fen ein und wer­den den­noch dem "Virus" zugeschrieben.
    #Alle Impfschäden kön­nen via Obduktion nach­ge­wie­sen werden
    #Im Totenschein wird Impfung nicht berücksichtigt
    #Folgeschäden durch Freisetzung von Impfstoff-Bestandteilen durch Geimpfte ist NICHT geprüft!

    Und weil all das nicht erst seit 2020 bekannt ist, son­dern schon vor­her, spre­chen wir hier min­des­tens von Totschlag, wenn nicht sogar von Mord.

    und das an den hilf­lo­ses­ten der Hilflosen, jenen, die für die­ses Land geschuf­tet und die Schmarotzer über Jahrzehnte durch Fleiss, Arbeit, Verzicht und Steuern gemäs­tet haben.

    Es gibt Dinge über die müs­sen wir 2021 nicht mehr dis­ku­tie­ren, wenn die Faktenlage ein­deu­tig ist. Der bewusst irre­füh­ren­de Medien-Jargon darf kei­nen Millimeter mehr Platz haben, weder in unse­rer eige­nen Argumentation noch in öffent­li­chen Schriften.

    Denn kri­mi­nell bleibt kri­mi­nell und der PCR Test wertlos

  4. Die Zahl der Todesfälle "an/mit Corona Verstorbener" seit Beginn der Pandemie – VERDOPPELT inner­halb der ers­ten zwei Impf-Monate 2021, scheint ein typi­sches Phänomen zu sein.

    Aber natür­lich hat nix mit nix zu tun …

    Und wenn, dann sind (nor­ma­le) Menschen dar­an Schuld, aber ganz gewiss nicht die Politik oder die "Verantwortlichen".

    Wenn ich die Schilderung so einer Situation in Pflegeheimen lese – bald ein Jahr nach dem angeb­li­chen Beginn einer Pandemie, Milliardenausgaben für Werbung und Wasweißich, Politikerreden, Aktivismus, Gesetze und Maßnahmen, Klatschen für Pflegekräfte, lächer­li­che Gehaltserhöhung die kaum die Inflation aus­glei­chen kann – dann liegt das Totalversagen offen auf der Hand – aber die gekauf­te Presse und ÖRR ver­tu­schen, ver­schwei­gen, igno­rie­ren und lügen was das Zeug hält.

    Wem ange­sichts sol­cher Zustände – mit den dau­ern­den Politikerverlautbarungen im Ohr – nicht die Augen auf­ge­hen, dem gehen sie nie mehr auf.

  5. Unglaubliche Mühe, fan­tas­ti­sche Dokumentation. Ein Beitrag zur geis­ti­gen und see­li­schen Selbsthygiene und für jeden, der es liest, ein wei­te­re ermu­ti­gen­de Anregung, nicht nach­zu­las­sen im Widerstand gegen die­ses dumpf höri­ge absur­de Tun und Treiben. Respekt und ein gro­ßes Dankeschön an Katharina und wie­der mal an Corona Doks!

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