Islands konsequente Jagd auf Virusmutanten

Für Jagdszenen ist die FAZ zu begeis­tern. Am 19.1. berich­tet sie:

»Bisher haben die Wissenschaftler 463 in Island zir­ku­lie­ren­de Varianten iden­ti­fi­ziert. 41 Menschen tru­gen die bri­ti­sche Mutante in sich, die süd­afri­ka­ni­sche hin­ge­gen wur­de noch nicht nach­ge­wie­sen. Alle Infektionen wur­den bei der Einreise der Betroffenen ent­deckt, wo PCR-Tests ver­hin­dern sol­len, dass Virus-Mutanten ein­ge­schleppt werden.«

Eine ande­re islän­di­sche Erkenntnis wird nach wie vor ignoriert:

»Bei kei­nem ein­zi­gen Kind unter 10 Jahren wird bei einem groß­an­ge­leg­ten Test auf Sars-CoV‑2 in Island das Coronavirus nach­ge­wie­sen. Auch bei den erfass­ten Covid-19-Fällen ist ihr Anteil ver­schwin­dend gering. Auch ande­re Daten legen nahe: Kinder sind kein wesent­li­cher Treiber der Pandemie.

Erste Datenanalysen wei­sen dar­auf hin, dass Kinder weni­ger vom Coronavirus Sars-CoV‑2 betrof­fen sind als Erwachsene. Forscher um Kári Stefánsson vom islän­di­schen Unternehmen deCODE Genetics in Reykjavik hat­ten bei bevöl­ke­rungs­be­zo­ge­nen Tests rund 13.000 Personen unter­sucht. Dabei waren 0,6 Prozent der Frauen und 0,9 Prozent der Männer infi­ziert. Bei Kindern unter 10 Jahren gab es kei­nen ein­zi­gen posi­ti­ven Befund, bei Menschen ab 10 Jahren waren es 0,8 Prozent, wie es im Fachjournal "New England Journal of Medicine" heißt.«

Das war bereits im April auf die­sem Blog zu lesen und stammt von n‑tv.de.

2 Antworten auf „Islands konsequente Jagd auf Virusmutanten“

  1. "»Bisher haben die Wissenschaftler 463 in Island zir­ku­lie­ren­de Varianten identifiziert."

    Uiii, das gibt vie­le neue Wellen, und natür­lich kann es kei­ne Rückkehr zur Normalität geben, bevor nicht gegen alle Mutanten die "Herdenimmunität her­bei­ge­impft ist.

  2. Das alte Problem: aus dem Text geht nicht her­vor wo beim Testen die Grenze zwi­schen SARS-CoV‑2 und SARS-irgend­et­wa­san­de­res und Corona-sonst­was liegt. Ohne die Testdetails mit­zu­tei­len kann das auch nicht gelin­gen. Oder sol­len das 463 Varianten (Mutanten) von CoV‑2 sein? Dann hät­te man bei uns ja scham­los unter­trie­ben. Oder der Drosten-Pfusch-Test (bis Sonntagabend soll­te er sich übri­gens geäu­ßert haben zum Antrag auf Rücknahme des Papiers/Tests!) ist nicht mehr oft genug mit der Realität abge­gli­chen worden.
    Merke: nur die unde­fi­nier­ten Meldungen eig­nen sich zur Panikmache. Schön dass die Medien auf unse­re Führung Rücksicht nehmen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.