Je geringer der Rückhalt, desto größer die Lüge

»Ärzte for­dern har­ten Lockdown – jetzt!
Mediziner: Nur noch 295 Intensivbetten in Deutschland für Corona-Patienten frei«

So ver­sucht berliner-zeitung.de am 9.4. die sin­ken­den Zustimmungswerte für die Regierungspolitik zu retten.

»Berlin – Wann wer­den sie end­lich gehört? Den Intensiv- und Notfallmedizinern in Deutschland reicht es. „Es brennt. Das Gesundheitssystem steht vor dem Kollaps“, sagt Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), am Freitag bei einer Pressekonferenz. „Bis Ende April rech­nen wir mit mehr als 5000 Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen. Wir haben einen unge­brems­ten dra­ma­ti­schen Anstieg.“

Die Zahl der Corona-Patienten in inten­siv­me­di­zi­ni­scher Behandlung hat­te über Ostern erst­mals seit zwei Monaten wie­der die Marke von 4000 über­schrit­ten. Aktuell lie­gen 4474 Covid-19-Fälle auf der Intensivstationen (Stand Donnerstag), wie die DIVI bekannt gab.

Die Zahl der bun­des­weit frei­en Intensivbetten wird mit etwa 3600 angegeben. «

Verschwiegen wird, daß im Januar die Zahl bei 5.723 lag, ohne daß das Gesundheitssystem kol­la­bier­te. Unwahr ist, was der seit Wochen fal­sche Zahlen ver­brei­ten­de Christian Karagiannidis behauptet:

»Momentan sei­en deutsch­land­weit 295 Intensivbetten frei, die für Covid-19-Patienten reser­viert sind. In zehn Tagen wür­den die Kapazitäten, bei mehr als 20.000 Neuinfektionen am Tag, kom­plett aus­ge­schöpft sein – vor allem in den Ballungszentren. Der Past-Präsident der DIVI, Uwe Janssens, erklärt, dass im Schnitt 1,3 Patienten, die an Sars-CoV‑2 erkran­ken, einen schwe­ren Krankheitsverlauf ent­wi­ckeln. „Wir kön­nen heu­te vor­aus­sa­gen, dass wir in zehn bis 14 Tagen bis zu 370 neue Covid-19-Patienten haben wer­den, die inten­siv­me­di­zi­nisch betreut wer­den müssen.“«

Schon die Benennung von 3.600 frei­en Intensivbetten unter­schlägt die Notfallreserve von aktu­ell 10.397 Betten (sie taucht spä­ter auf). Sie alle könn­ten zur Not mit "Covid-19-Patienten" belegt wer­den (von denen wir wis­sen, daß sie nicht alle wegen Covid-19 dort lie­gen). Die Zahl von 295 ist frei erfun­den. Selbst das RKI stellt die Lage heu­te so dar:

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Apr_2021/2021–04-09-de.pdf?__blob=publicationFile

Sinnfrei, aber wirksam

Die sinn­freie Aussage Janssens, "dass im Schnitt 1,3 Patienten, die an Sars-CoV‑2 erkran­ken, einen schwe­ren Krankheitsverlauf ent­wi­ckeln", wird von dem Blatt eben­so hin­ge­nom­men wie die Hochrechnung von "370 neue Covid-19-Patienten", die inten­siv­me­di­zi­nisch behan­delt wer­den müß­ten – was wie gezeigt auch kein Problem wäre.

"Katastrophe" und "Triage" gehö­ren zu den Begriffen, die bei jeder Panikmache dabei sein müs­sen. Sie ent­spre­chen zwar nicht der Realität, sol­len sich aber in den Hirnen der LeserInnen verankern:

»Als letz­te Option bleibt die natio­na­le Notfallreserve mit 10.000 zusätz­li­chen Intensivbetten. Allerdings wür­den die Kliniken gezwun­gen, in einen kata­stro­phen­ähn­li­chen Zustand zu gehen. „Damit wer­den wir Triage-Situationen zwar ver­hin­dern kön­nen. Patientinnen und Patienten wer­den nicht alle qua­li­ta­tiv betrach­tet die glei­che inten­siv­me­di­zi­ni­sche Behandlung bekom­men kön­nen“, so Weber-Carstens.«

Dramatisch muß es auch werden:

»Dramatische Verjüngung der Covid-19-Patienten
 
Nicht nur die ste­tig stei­gen­de Zahl der Patienten, son­dern vor allem die ver­än­der­te Altersstruktur der Covid-19-Erkrankten beun­ru­higt die Mediziner. „Wir stel­len eine dra­ma­ti­sche Verjüngung der Patienten fest. Etwa ein Drittel sind zwi­schen 35 bis 59 Jahre alt“, sagt Weber-Carstens. Ein wei­te­res Drittel sei zwi­schen 60 und Ende 60. Die Patienten sei­en deut­lich schwe­rer erkrankt und wür­den viel län­ger auf den Intensivstationen ver­sorgt wer­den müs­sen als älte­re Patienten. Zurückzuführen sei das auf die Ausbreitung der bri­ti­schen Corona-Mutante B.1.1.7.«

Wie wäre es mit der These, daß jün­ge­re PatientInnen nicht so schnell ster­ben wie ältere?

DIVI-Daten unzuverlässig

Wir haben gese­hen, daß von den Funktionären mit Zahlen ope­riert wur­de, die die Veröffentlichungen des DIVI ganz anders dar­stel­len. Darüber hin­aus ist selbst die­sen Daten nicht zu trau­en. Das Institut gibt an:

»Neuaufnahmen auf ITS“ gibt an wie vie­le COVID-19-Patient*innen seit dem Vortag auf eine deut­sche Intensivstation (ITS) auf­ge­nom­men wor­den sind. Die Zahl schließt erst­ma­li­ge Neuaufnahmen auf eine ITS sowie Verlegungen von einer ITS zu einer ande­ren ITS ein.«

Genau Letzteres pas­siert zur Zeit zuneh­mend. In einem gere­gel­ten und seit Jahren bewähr­ten Prozeß wer­den PatientInnen unter den Krankenhäusern ver­teilt, um Überbelegungen aufzufangen.

Zudem wur­de am 4.3. die Statistik ver­än­dert und damit die Zahl der ange­ge­be­nen Intensivbetten verringert:

»2) Die Tabelle "Intensivmedizinische Behandlungskapazitäten" berich­tet nun in den Versorgungskategorien (Low‑,High-Care, ECMO) nur noch die Kapazitäten für Erwachsene. In ecki­gen Klammern wird wei­ter­hin die Summe der Kinderkapazitäten berich­tet. Begründung: Die Kapazitäten für Erwachsene ste­hen in der gegen­wär­ti­gen SARS-CoV‑2 Pandemie im Fokus, da schwe­re Verläufe vor­der­grün­dig bei Erwachsenen auftreten. 

3) In der Trendreihe „freie High-Care-Kapazitäten“ wer­den ent­spre­chend eben­falls nur noch die Kapazitäten für Erwachsene dar­ge­stellt, und nicht mehr die Gesamtzahl für Erwachsene und Kinder. Beachten Sie auf­grund die­ser Umstellung die Reduktion der Zahlen

Das "Kleingedruckte" ist für die Medien uninteressant.

Daß es sich bei den zitier­ten um Extremisten han­delt, wird u.a. deut­lich in Krankenhausgesellschaft: Überlastungsszenarien "nicht ziel­füh­rend".

(Hervorhebungen nicht in den Originalen.)

13 Antworten auf „Je geringer der Rückhalt, desto größer die Lüge“

  1. Diese Massenmanipulation mit fal­schen Zahlen und Hochrechnungen sind eine Beleidigung an den gesun­den Menschenverstand und an jeden, der halb­wegs rech­nen kann.
    Einfach wür­de­los und boden­los ist das; selt­sa­mer Weise wol­len die Coronakult- Gläubigen die­se Verarschung offen­bar nicht rea­li­sie­ren, obwohl sie rein intel­li­genz­mä­ßig dazu in der Lage wären.
    Sie schal­ten ihren kri­ti­schen Verstand ganz ein­fach aus, um nicht zu sehen, was sie nicht wahr­ha­ben wol­len oder kön­nen, weil es zu schmerz­haft wäre, erst so spät zu begrei­fen, was die angeb­li­chen "Covidioten" schon von Beginn an wussten.
    Sie müss­ten ihren Irrtum zuge­ben, was für eine Schande; gleich­zei­tig wäre es Ihnen uner­träg­lich, das Kartenhaus ein­stür­zen zu sehen, das sie für ein ver­läss­li­ches, tra­gen­des Pandemie- Regiment gehal­ten hatten.
    Also wird sich bis zum bit­te­ren Ende dar­an fest­ge­klam­mert, dass die Lage schlimm und dar­um die har­ten Maßnahmen rich­tig sind; die wer­den es ja wohl am bes­ten wissen.

  2. Sollte es sich hier tat­säch­lich um eine Pandemie han­deln, der Kapitalismus wäre gar nicht in der Lage eine sol­che zu bekämpfen..

    Die Krankenhäuser sind schon immer das Ziel skru­pel­lo­ser Spekulanten gewe­sen und sind es immer noch.

  3. Die Schweiz hat umge­rech­net auf die Bevölkerungszahl nicht mal die Hälfte der Betten Deutschlands und ein Kollaps droh­te selbst dort nie, bei coro­na-tran­si­ti­on war kürz­lich ein Artikel, in dem die Manipulationen dort im Winter dar­ge­stellt wer­den, offen­bar sind also die Kapazitäten nicht wirk­lich das Problem, auch Schweden hat z.B. nur einen Bruchteil der deut­schen Intensivkapazitäten, dort wird aller­dings auch nach ande­ren Kriterien fest­ge­legt, ob jemand auf die Intensiv kommt, die machen das nur, wenn der Patient Aussicht hat, sei­ne Situation durch den Intensivaufenthalt nach­hal­tig zu ver­bes­sern, mög­li­cher­wei­se sind dort des­halb im Herbst und Winter weni­ger Menschen gestorben?

  4. "Wir stel­len eine dra­ma­ti­sche Verjüngung der Patienten fest."

    Wo bekommt man die­ses Covid19, ich will auch wie­der etwas jün­ger werden.

    Auf 2020news gab es noch einen guten Hinweis bezüg­lich der Quarantänezeit der Intensivpatienten die jetzt ver­dop­pelt wur­de, dadurch kann man schön die Anzahl der Patienten auf den Intensivstationen erhö­hen, genau­ge­nom­men verdoppeln.

  5. Ich stell jetzt hier ein­mal die Frage:
    Ist bei einem C‑Erkranktem jemals die B.1.1.7 Mutante extra­hiert und nach­ge­züch­tet worden?

  6. Wie stel­le ich als Politik sicher, dass die frei­en beleg­ba­ren Intensivbetten solan­ge ich es möch­te knapp aus­ge­wie­sen wer­den, wo doch nun sogar auch Journalisten und Bürger ins Divi Register schau­en können?
    Ganz ein­fach, ich ret­te die Krankenhäuser und zwar wie folgt. Das Niveau der Krankenhausbelegung ist so nied­rig wie noch nie. Jeder kann sich das z.B. auf der Helios Hompage dort für den Konzern ins­ge­samt aber auch für jede ein­zel­ne Klinik anschau­en. Die Strichellinie ist die Auslastung im Vorjahr, das sind nie dage­we­se­ne Leerstände von Betten.
    https://www.helios-gesundheit.de/qualitaet/auslastung/
    In allen ande­ren Kliniken in Deutschland ist es nicht anders. Wenn dort aber 20 bis 30 Prozent der Patienten und damit Erlöse feh­len, droht unmit­tel­bar die Zahlungsunfähigkeit also die Insolvenz bzw. Löhne und Gehälter kön­nen nicht gezahlt wer­den. In die­ser Lage sind nun alle Kliniken dau­er­haft. Also wur­den wie­der die Zahlungen aus dem Gesundheitsfonds akti­viert, die es zunächst bis 30.9.2020 gab. Berechnungsmodus war ja ganz ein­fach: Durchschnittliche Belegung 2019 (Behandlungstage 2019 gesamt / 365). Dann jewei­li­ge Belegung für den ein­zel­nen Kalendertag und die nega­ti­ve Differenz pro Tag wur­de mit EUR 560, EUR 660 oder EUR 760 bezahlt.
    Dann hat Herr Spahn ganz tief in die Trickkiste gegrif­fen und es sprach­lich etwas erschwert. Die Regelung wur­de wie­der ein­ge­führt aber modi­fi­ziert (nur 90% des ursprüng­li­chen Betrages) und mit zusätz­li­chen Regelungen bzw. Voraussetzungen. 1. eine Inzidenz grö­ßer 70 in der Region und 2. was heißt wohl:
    "weni­ger als 25 Prozent freie betreib­ba­re Intensivkapazitäten" bzw. "weni­ger als 15 Prozent freie betreib­ba­re Intensivkapazitäten"
    Es müs­sen ans Divi gemel­det wer­den, dass mehr als 75 % bzw. 85 % der Intensivbetten belegt sind.
    Noch nie war das Betreiben eines Krankenhauses nun ein­fa­cher. Ich habe ein 1.000 Betten Haus, habe anstatt wie üblich 800 Betten nur noch 400 Betten belegt. Ich muss nichts machen außer mei­ne 40 Intensivbetten ent­we­der so mel­den, dass ich sie ver­rin­ge­re und damit über die alles ent­schei­den­den 75 % kom­me oder ich suche mir Patienten, die ich ans Monitoring anklem­me auf IMC/ITS. Es gilt im Divi ja IMC und ITS und ich muss ja auch nicht beatmen. Das ist dann auch kein Abrechnungsbetrug, denn wenn ich nicht beatme, führt es auch nicht zu einer höhe­ren DRG also Erlösen auf der Rechnung für den Patienten. Ich suche mir also alte mul­ti­mor­bi­de Patienten von den Normalstationen, erwar­te viel­leicht eine Verschlechterung, wes­we­gen ich sie ans Monitoring auf IMC hän­ge und gut ist.
    Ganz per­fi­de ist die Regelung für die klei­nen Krankenhäuser der Stufe 1, übli­cher­wei­se die Krankenhäuser der Grund und Regelversorgung unter 200 Betten, mit 6 bis 10 Betten Intensiv/IMC. Die bekom­men nur das Geld, wenn über 85 % die­ser Betten belegt sind. Wieviel sind wohl 85% von 6 Betten oder 10? D.h. die wer­den immer voll gemel­det. D.h. in den ganz länd­li­chen Regionen mit den klei­nen Häusern wird die Meldung immer sein, ganz über­ra­schend, alle Intensivbetten voll. Nur wenn die 6 Intensivbetten voll sind, bekommt das Krankenhaus sei­ne ande­ren 100 lee­ren Betten aus dem Gesundheitsfonds bezahlt.
    Da muss ich fast sagen Respekt. Der Spahn hats kom­plett kapiert und so kön­nen sie das hin­zie­hen so lan­ge sie wollen.
    Die Freude von allen im Krankenhaus nun dar­über (die habens auch alle kapiert) wird aber am Ende umschla­gen, denn die nächs­te Falle ist damit auch schon ein­ge­baut. Es wird also kei­nen Druck mehr geben, elek­ti­ve Patienten auf­zu­neh­men und zu ver­sor­gen. D.h. die Krankenhäuser und vor allem die klei­nen legen noch ein Kalenderjahr mit extrem gerin­ger Auslastung hin. Wird ja alles bezahlt, so lan­ge ich mei­ne Intensivbetten voll habe. Die Patientenströme ver­la­gern sich noch mehr zu den gro­ßen Häusern, da dort eher die Notfälle ver­sorgt wer­den. Die schlie­ßen gera­de Normalstationen und bau­chen Überstunden ab etc. Und dann kommt ganz schnell die Strukturbereinigung ent­spre­chend der Bertelsmann Stiftung. Das erle­di­gen dann die zwangs­läu­fi­gen Insolvenzen, wenn mal die Freihaltepauschale endet. Man muss ja auch kei­ne Häuser ret­ten, die so gering aus­ge­las­tet waren und offen­sicht­lich nie­mand braucht, wirds heißen.
    Bundestag und Bundesrat beschlie­ßen das Dritte Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epi­de­mi­schen Lage von natio­na­ler Tragweite – Bundesgesundheitsministerium
    Mehr Krankenhäuser sol­len Freihaltepauschalen erhal­ten kön­nen (aerzteblatt.de)
    Bundesgesetzblatt Jahrgang 2020 Teil I Nr. 52, aus­ge­ge­ben zu Bonn am 18. November 2020 ab "Artikel 2a Änderung desKrankenhausfinanzierungsgesetzes"
    und
    Verordnung zur Anpassung der Voraussetzungen für dieAnspruchsberechtigung der Krankenhäuser nach§ 21 Absatz 1a des KrankenhausfinanzierungsgesetzesVom 22. Dezember 2020 Veröffentlicht am Donnerstag, 24. Dezember 2020BAnz AT 24.12.2020 V1

    1. Das ist noch einfacher.
      Wenn Pflegepersonal Urlaub macht, weil grad wenig los ist, sinkt die Zahl der betreib­ba­ren Betten und schon steigt der Anteil der Covid 19 Patienten.

  7. Dazu der Intensivmediziner Dr. Olaf March im Interview mit Burkhard Müller-Ullrich (https://www.achgut.com/artikel/indubio_folge_114_drei_aerzte_zur_coronalage):
    "Ich war ja sel­ber sechs Jahre an der Uni in Lübeck ange­stell­ter Arzt, an der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin. Die anäs­the­sio­lo­gi­sche Intensivstation hat­te 15 Intensivbetten mit 15 Beatmungsmöglichkeiten, also wir waren haupt­säch­lich eine Station, wo die herz­chir­ur­gi­schen Patienten post­ope­ra­tiv, also nach der Operation behan­delt wur­den. Und dann, wenn wir freie Kapazitäten hat­ten, sind auch alle ande­ren da natür­lich auf­ge­nom­men wor­den. (…) Aber die­se ‚frei­en Kapazitäten’ gab’s eigent­lich nur am Wochenende. Es gibt eine schö­ne Geschichte aus der Frühbesprechung, da wur­den dann mor­gens die frei­en Intensivkapazitäten gemel­det und die ange­mel­de­ten Patienten auf der ande­ren Seite. Da berich­te­te also der dienst­ha­ben­de Oberarzt, es wären kei­ne Patienten zu ver­le­gen, also man hät­te null Kapazitäten, und es sei­en sechs Patienten ange­mel­det. Und am nächs­ten Tag berich­te­te dann der wie­der­um dienst­ha­ben­de Oberarzt der letz­ten 24 Stunden, man (habe) acht Patienten auf der Intensivstation auf­ge­nom­men. Diese Diskrepanz zwi­schen dem, was belegt ist, und dem, was ange­mel­det ist, da ist immer irgend­wie was gegan­gen, also dann ist jemand ver­legt wor­den auf eine ande­re Intensivstation, oder es war dann doch jemand nach der zwei­ten Beschauung sta­bi­ler als gedacht … Aber in mei­ner Erinnerung – das galt auch für die chir­ur­gi­sche Intensivstation, die deut­lich grö­ßer war, und auch die inter­nis­ti­schen Intensivstationen – es gab kei­ne ‚frei­en Intensivbetten’, son­dern es gab immer nur noch das ‚letz­te Bett’, und dann hat man das eben genom­men, und dann muß­te man gucken, daß man jemand ande­ren wie­der ver­legt. Also das, was jetzt in den letz­ten Monaten immer gese­hen wur­de … die­se ‚frei­en Intensivbetten’, das ist für Universitätskliniken absurd. Denn ein Intensivbett kos­tet ja meh­re­re tau­send Euro am Tag. Man wäre ja gera­de­zu blöd, wenn man die­se Intensivbetten nicht belegt. Eine der­ar­ti­ge ‚Vorhaltung’, wie sie zur Zeit betrie­ben wur­de, war damals zumin­dest nicht gang und gäbe."

  8. Ich für eine pau­scha­le Gehaltskürzung der Notfall- und Intensivmediziner um 40 %. Aufschrei? Empörung? Ein Lockdown bedeu­tet für vie­le Menschen 40 % bis 100 % Einkommensverlust.

    Die Amerikaner ken­nen das Sprichwort: "Put your money whe­re your mouth is." Entsprechend darf man die­se Forderungen bewer­ten. Auch die vom Lauterbach und den ande­ren NoCovid/ZeroCovid-Ideologen, denn die bezah­len ja nicht für die Entscheidungen, sowie Generäle, die ihre Infanterie nur als Manövriermasse betrach­ten und dabei über­se­hen, dass es Menschen sind, die an der Front ihren Kopf hin­hal­ten müssen.

    Merkel hat­te das Ding ja als größ­te Herausforderung seit dem 2. Weltkrieg bezeich­net. Herausforderung hört sich an, als wur­de das deut­sche Volk plötz­lich mit einem Problem kon­fron­tiert, aber es war ja die eige­nen Politiker damals, die den Einmarsch nach Polen beschlos­sen. Und der Lockdown ist ja auch von Politikern beschlos­sen, nicht vom Virus.

  9. Hab ich's doch geahnt, dass (auch) die sympathische
    https://miraycaliskan.com/
    ("Ich. Will. Journalistin. Werden.")
    sich hier mal wie­der so rich­tig aus­ge­tobt hat (irgend­wer muss bei ihr wohl dafür büßen, dass ihr Vater bedau­er­li­cher­wei­se mit Covid19-Diagnose gestor­ben ist – so wird man wohl zur Expertin; etwa wie die­je­ni­gen die an der Heimatfront wäh­rend des Krieges z.B. not­ge­lan­de­te alli­ier­te Piloten mit Mistgabeln meu­chel­ten oder Wehrkraftzersetzer verpetzten).

    Dass sogar ihre (viel­leicht weni­ger vor­ein­ge­nom­me­ne) Co-Autorin (oder war sie selbst die Co-?) den gröbs­ten (W)Irrsinn in dem Zahlenpotpourri nicht erkannt oder hin­ter­fragt hat (oder nicht erken­nen woll­te) ist lei­der Standard (1,3 der "täg­li­chen Fälle"? oder %? wovon?).

    Die "370 Neue Covid19-Patienten" (incl. der Umgetopften) könn­te zumin­dest "so in etwa" stim­men, wenn man die in den DIVI-Tagesberichten erwähn­te Zahl von ca. 440 "Neuaufnahmen (inkl. Verlegungen*)" pro Tag berücksichtigt.
    Ansonsten reicht es, einen unver­däch­ti­gen "Past-Präsident"en zu zitie­ren – der kann schließ­lich nicht irren.
    Irre.

  10. Solche "Experten"aussagen haben bei mir eher einen beru­hi­gen­den Effekt, weil mir beim Lesen von der­lei Geschwurbel immer der Spruch einfällt:
    "Die Wahrheit steht von allei­ne, die Lüge muß immer wie­der auf's Neue gestützt wer­den durch wei­te­re Lügen. "
    Das heißt, die rei­ten sich immer wei­ter in die Scheiße (Tschuldigung) .… und irgend­wann bricht das Kartenhaus zusam­men und alles kommt raus! 

    Danke für Ihre Arbeit Herr Aschmoneit, und dan­ke auch an die vie­len Kommentatoren, die einen durch ihre Beiträge nicht ver­zwei­feln lassen!! 

    Ich habe bis heu­te kein ein­zi­ges Mal eine Maske getra­gen oder sonst irgend­wie durch mein Verhalten zum Eskalieren/Bestätigen die­ses größ­ten Betrugs in der Menschheitsgeschichte bei­getra­gen. Ich hab da so mei­ne Prinzipien.
    Es ist schlicht­weg ENTWÜRDIGEND was hier pas­siert. Am meis­ten tut mir aber das mit den Kindern weh: daß man die­se dazu zwingt, sich beim Atmen ein­zu­schrän­ken und sich einer Gen-Injektion zu unter­zie­hen die noch nicht mal zuge­las­sen ist! 

    Seit Februar ist es für mich schwe­rer gewor­den in die­sem Wahnsinn zu über­le­ben, weil ich kei­ne Lebensmittel in Supermärkten mehr ein­kau­fen kann. Was mir (bis dato) noch bleibt, ist der Einkauf auf dem wöchent­li­chen Markt.
    Sowie bei einem Kurden in der nächst­grö­ße­ren Stadt, der mei­ne Situation ver­steht und mir das Gewünschte vor sei­ne Ladentür bringt. Er begibt sicht dabei in Gefahr, von einem Denunzianten ange­schwärzt zu wer­den. Das ist mir klar.… 

    Aber was soll ich machen? Bin EM-Rentner (60+), lebe allei­ne und kann nie­man­den für einen Einkaufsdienst bezah­len (ich lebe – krank­heits­be­dingt – am Existenzminimum).

    1. Vor Ihrer Haltung habe ich den größ­ten Respekt.
      Ich bin Athmatikerin und habe mir eine Bescheinigung mei­nes Lungenfachaztes geben las­sen. Damit ging ich zu den Geschäften,bei dene ich am meis­ten einkaufe.
      Alle haben sofort akzep­tiert, dass ich ohne Maske ein­kau­fen kann.
      Ganz beson­ders möch­te ich hier Aldi nennen.

  11. Die meis­ten Krankenhäuser sind seit der Gesundheitsreform einer gewis­sen Ulla Schmidt (SPD) GmbH´s, die anstatt von Medizinern von Betriebswirten geführt wer­den, wel­che von den Ärzten eine Auslastung der Stationen ver­lan­gen, die not­wen­dig ist um wirt­schaft­lich zu sein. Wird die­se Auslastung über einen län­ge­ren Zeitraum nicht erreicht wer­den Betten gestri­chen. Da Intensivstationen beson­ders teu­er sind ist der Druck dort beson­ders hoch. Dies erklärt war­um mit­ten in der schlimms­ten Pandemie aller Zeiten tau­sen­de von Intensivbetten ver­schwun­den sind, natür­lich mit den ent­spre­chen­den Auswirkungen auf das Personal. Ärzte wer­den dadurch fast schon genö­tigt Patienten län­ger auf der Intensivstation zu behan­deln als dies aus medi­zi­ni­scher Sicht eigent­lich not­wen­dig wäre. Vor die­sem Hintergrund sind alle Statistiken über die Auslastung von Intensivstationen für den A… .

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