Kanzler und Gesundheitsminister: Rapport in Leverkusen

apotheke-adhoc.de (13.5.)

»Berlin – Unmittelbar vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen haben Bundeskanzler Olaf Scholz und Gesundheitsminister Karl Lauterbach (bei­de SPD) den Pharmakonzern Bayer besucht. Gemeinsam mit wei­te­ren Gästen aus Politik und Wirtschaft fei­er­ten das Richtfest einer neu­en Arzneimittelanlage in Leverkusen.«

»… „Die Investition in die neue Arzneimittelproduktionsanlage beweist gro­ßes Vertrauen in die Region als Zentrum der Chemie- und Pharmaindustrie. Projekte wie die­ses sind ent­schei­dend dafür, dass Deutschland auch im 21. Jahrhundert wirt­schaft­lich und tech­no­lo­gisch zu den glo­ba­len Spitzenreitern gehört“, beton­te Scholz…

Unter ande­rem wer­den hier Medikamente zur Behandlung von Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen hergestellt.

Der neue Betrieb wird der Kern des neu­en glo­ba­len Kompetenzzentrums für die Produktion von Feststoff-Arzneimitteln am Standort Leverkusen. Er setzt laut Bayer nicht nur Maßstäbe für Effizienz, Qualität, Liefersicherheit und Nachhaltigkeit, son­dern nutzt mit einer soge­nann­ten „Lernenden Fabrik“ auch die Vorteile der Digitalisierung. Das bedeu­tet, dass Datenströme mit Hilfe künst­li­cher Intelligenz ana­ly­siert und dar­aus Handlungsempfehlungen abge­lei­tet wer­den…«

Hightech: Fabrik kann ganz verschiedene Wirkstoffe herstellen

twitter.com (13.5.)

Lauterbach, Lipobay, Leopoldina, Lobbyisimus

In der Pharmaindustrie gilt "Pack schlägt sich, Pack ver­trägt sich". Ein har­ter Konkurrenzkampf hin­dert die Firmen kei­nes­wegs dar­an, den Standort Deutschland als "Apotheke der Welt" gemein­sam vor­an­zu­trei­ben. Gerade von Bayer ist bekannt, daß man dort mit KritikerInnen recht unsanft umgeht.

Einen klei­nen Einblick in das Funktionieren der Netzwerke bekommt man u.a. in einem Beitrag über die ehe­ma­li­ge "Leiterin der Virusforschung der Bayer AG", Prof. Helga Rübsamen-Schaeff (Pharma-Lobbyistin für Impfzwang durch die Hintertür). Umfassend zur Rolle Karl Lauterbachs sie­he das Vorwort von Werner Rügemer im neu­en Buch der coro­dok-Reihe (ApoKarlypse. Thomas Kubo hat das drit­te Buch der coro­dok-Reihe ver­öf­fent­licht).

Aufschlußreich auch Bayer und Curevac koope­rie­ren bei Entwicklung von Corona-Impfstoff.

12 Antworten auf „Kanzler und Gesundheitsminister: Rapport in Leverkusen“

  1. Warum muss­te ich an fol­gen­des Album Cover den­ken bei dem Bild zum Artikel? https://en.m.wikipedia.org/wiki/Laugh%3F_I_Nearly_Bought_One!#/media/File%3AKilling_Joke-Laugh-cover.jpg
    'Laugh? I near­ly bought one.'

    Aus einem der Bücher wel­che ich aktu­ell lese:

    'Wer unehr­lich mit der Unwahrheit ist, ist auch unehr­lich mit der Wahrheit.'

    Pier Paolo Pasolini
    Aus dem Gedicht 'Der Ohrwurm' / 'L'orecchiabile'

    Theresia Prammer über­setzt 'Chi e dis­ho­nes­to con la non-Verita e dis­ho­nes­to anche con la Verita' (Sonderzeichen feh­len weil ich auf dem 'Smartphone' tip­pe) mit 'Wer mit der Unwahrheit unred­lich ver­fährt, der tut es auch mit der Wahrheit.' (Warum über­setzt sie so? Weil sie in Berlin lebt?).

    Der Ohrwurm

    Der schnel­le und hüp­fen­de Rhythmus ist ein men­ta­ler Rhythmus:
    er ernied­rigt den Schwanz
    und bannt ihn in sei­ne jäm­mer­li­che Rolle eines fleisch­li­chen Organs;
    Während das Herz, ja, und der Geist
    davon profitieren
    und Angst haben, ihn zu verlieren;
    aber das Geld ist ihm fremd; der Körper bleibt arm,
    der Körper bleibt arm -,
    sobald einer eine Melodie anstimmt, das ana­to­mi­sche Organ,
    das dem Kind gehört, dem erwach­se­nen Mann und dem Alten -
    das Drama voll­zieht sich im Verlangen nach dem, was nicht befriedigt;
    aber die Melodie zwingt das Herz und den Geist,
    den Schwanz als ihren Schicksalsgenossen zu betrachten;
    pres­ti­ge­reich, wie er ist, an ers­ter Stelle in den Sehnsüchten wie im Verhängnis.
    Die Seele ver­armt durch das Geld;
    Was zählt, ist der Körper;
    des­sen Armut Reichtum garantiert -
    und in der Tat ist der Tod ihm beigegeben.
    Einst ver­fass­te man im Auftrag der Mächtigen
    sei­ne Werke, lau­ter und nahe bei Gott!
    Das ist vorbei!
    Wer mit der Unwahrheit unred­lich ver­fährt, der tut es auch mit der Wahrheit.
    Der hüp­fen­de Rhythmus ist der Rhythmus von Kirche und Königshof.
    Die Melodien wer­den vom Volk gesungen.
    Regen und Wind, die eine oder ande­re weis­se Blume
    und die Völker san­gen Melodien,
    in denen der Schwanz vor Melancholie über­ging. ('dove il caz­zo face­va mor­ir di malin­co­nia'; der starb, morir/sterben steht in den ita­lie­ni­schen Madrigalen – weiss nicht ob PPP. ggf. dar­auf Bezug nimmt – für den Orgasmus)
    Der Reichtum hat­te sei­nen hüp­fen­den und kost­ba­ren Rhythmus,
    der kein Ohrwurm war. Aber der Körper ist mit dem Volk
    der Körper ist mit dem Volk
    der Körper ist mit dem Volk.'

    S. 362–365 in Pier Paolo Pasolini
    NACH MEINEM TOD ZU VERÖFFENTLICHEN
    Späte Gedichte
    Italienisch – deutsch
    Herausgegeben, aus dem Italienischen über­setzt und mit einem Nachwort von Theresia Prammer
    Suhrkamp Verlag Berlin, Erste Auflage 2021

    (Text in Klammer von mir reingepfuscht).

  2. BAYER AG: „Konzern-Verbrechen totgeschwiegen“ (15.03.2013)

    https://www.leverkusen.com/presse/db/presse.php?view=00023953

    „Die Coordination gegen BAYER-Gefahren hat einen Gegenantrag zur Hauptversammlung der BAYER AG am 26. April in Köln eingereicht. Wegen der „verfälschenden Darstellung der Firmengeschichte“ fordert die CBG eine nicht-Entlastung des Vorstands. Der Gegenantrag wurde heute auf der website von BAYER veröffentlicht.
    Die Firma BAYER organisiert in diesem Jahr zu ihrem 150-jährigen Bestehen zahlreiche Festveranstaltungen mit prominenten Gästen. Ein eigens gebautes Luftschiff macht in allen fünf Kontinenten Werbung für den Konzern. Bei den Publikationen von BAYER werden jedoch die unangenehmen Teile der Firmengeschichte ausgeblendet. Themen wie Umweltverseuchung, Pestizid-Vergiftungen, Arbeiterproteste oder die Kollaboration mit dem Dritten Reich fallen in der Firmen-Chronik unter den Tisch.
    Philipp Mimkes vom Vorstand der CBG: „BAYER war als Teil der IG Farben an den grässlichsten Verbrechen der Menschheitsgeschichte beteiligt. Die Firma lieferte Zyklon B für die Gaskammern, beteiligte sich an grausamen Menschenversuchen und ließ sich in Auschwitz eine riesige Fabrik von Sklavenarbeitern bauen. Im konzerneigenen Konzentrationslager Auschwitz-Monowitz kamen Zehntausende ums Leben“. Anders als andere Unternehmen hat BAYER nie eine unabhängige Untersuchung der Firmen-Historie veranlasst.
    Einige weitere Hintergründe zur BAYER-Historie: Historie:
     in keiner Unternehmens-Broschüre fehlt der Hinweis auf die Erfindung von ASPIRIN. Verschwiegen wird jedoch, dass BAYER fast zeitgleich das Präparat HEROIN auf den Markt brachte, u.a. als Hustenmittel für Kinder. Ärzte hatten frühzeitig auf das Suchtpotential des neuen Präparats hingewiesen.
     Der langjährige BAYER-Generaldirektor Carl Duisberg beteiligte sich im 1. Weltkrieg persönlich an der Entwicklung von Giftgas und setzte den völkerrechtswidrigen Einsatz an der Front durch. Duisberg war mitverantwortlich für die Deportation zehntausender belgischer Zwangsarbeiter, auch forderte er die Annexion großer Gebiete Osteuropas.
     In den Nürnberger Kriegsverbrecher-Prozessen beschäftigte sich ein eigenes Verfahren mit den IG Farben. Hierin wurde z.B. festgestellt: „Unstreitig sind verbrecherische Experimente von SS-Ärzten an Konzentrationslager-Häftlingen vorgenommen worden. Diese Experimente sind zu dem ausdrücklichen Zweck erfolgt, die Erzeugnisse der IG Farben zu erproben.“
     Die in Nürnberg verurteilten Manager konnten nach Verbüßung ihrer Haftstrafe ihre Karriere ungehindert fortsetzen. So wurde Fritz ter Meer Aufsichtsratsvorsitzender von BAYER. Bei seiner Vernehmung in Nürnberg hatte er geäußert, den Zwangsarbeitern in Auschwitz sei „kein besonderes Leid zugefügt worden, da man sie ohnedies getötet hätte“. BAYER benannte sogar eine Studien-Stiftung in „Fritz-ter-Meer-Stiftung“.
     In den Laboren von BAYER wurde auch im Dritten Reich an chemischen Kampfgasen geforscht. Der Erfinder von SARIN und TABUN, Dr. Gerhard Schrader, leitete nach dem Krieg die Pestizidabteilung von BAYER
    Vertreter der Coordination gegen BAYER-Gefahren werden in der Hauptversammlung zur Weißwaschung der BAYER-Historie sprechen.
    Die CBG hat eine Kampagne zu den Schattenseiten der Firmengeschichte initiiert. Alle Veröffentlichungen finden sich unter http://www.cbgnetwork.org/4871.html“

    Coordination gegen BAYER-Gefahren
    http://www.cbgnetwork.org/

    1. Sehen Sie @King Nothing

      All die­se Konzerne soll­ten ja, auf­grund von Beschlüssen wel­che die Alliierten 1945 in Potsdam gefasst haben, ent­eig­net wer­den. Diese Enteignung jedoch erfolg­te eben lei­der nicht in den west­li­chen Besatzungszonen son­dern nur in der SBZ.

      MCMXLV

  3. Und stel­len die­se dann die Medikamente her, die gegen die Nebenwirkungen der Genspritzen hel­fen sol­len? (1)

    Oder haben die­se dann selbst der­art vie­le NW, für die es dann auch wie­der Mittelchen geben soll?
    So erhält sich das System selbst.

    (1) Aber wer dadurch schon tot ist, wird ja nicht mehr töter.
    Sorry für den Zynismus, manch­mal kann ich nicht anders

  4. Herzlichen Glückwunsch zu die­sem schö­nen Antrittsfoto unse­rer obers­ten Pharmavertreter bei ihren Lobbyisten. Jetzt feh­len nur noch ein paar rich­tig schlim­me Krankheiten und gefähr­li­che Erreger, damit das Impf- und Schluck-Vieh kei­ne Zicken macht, wenn es dar­um geht, den Bayer und Biontech-Aktionären kräf­tig Gewinne in den Arsch zu bla­sen. Dafür haben wir das RKI, Drosten, Lauterbach, eine Wissenschaftsakademie, und sogar einen gan­zen Ethikrat. Der Standort Deutschland ist gesichert.

  5. Na, Kalle. Machst du wie­der Werbung? Wie war das doch gleich mit Lipobay? Wer hat­te das im Portfolio?

    Kalle, wenn wir schon von Wirkstoffen spre­chen: Welches Land lie­fert gro­ße Teile der Active Pharmaceutical Ingredients (APIs) für die Masse der Generika welt­weit, die wirk­lich wich­tig sind aber nicht mehr so rich­tig den Profit brin­gen? Und was will Bayer für APIs pro­du­zie­ren? Na komm, lass' uns an den Informationen teilhaben.

  6. Bayer ist ein gigan­ti­sches Unternehmensimperium. In vie­len Ländern der Welt markt­füh­rend.… In Ländern wie Brasilien wur­de so die geho­be­ne Mittelschicht eingefangen…viele die dann eini­ge Jahre in Deutschland waren und ein mehr als sehr gutes Leben…Dienstmädchen (min­des­tens) ist dort die Regel! Dies weiß ich aus per­sön­li­cher Erfahrung. Mit dem Kauf von Monsanto spä­tes­tens müss­te sich jedem Zeitgenossen der Magen umdre­hen! Bayer!

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