Keine Lockerungen trotz weniger Intensivpatienten
Heimlich abgeschafft: Krankenhausampel spielt in Bayern keine Rolle mehr

So ist auf nord​bay​ern​.de am 23.12. ein Artikel über­schrie­ben, in dem zu lesen ist:

»NÜRNBERG – Seit Anfang Dezember befin­det sich die Zahl der Covid-Intensivpatienten in Bayern im frei­en Fall. In den nächs­ten bei­den Wochen könn­te die Zahl sogar unter 600 sin­ken, die noch tief­ro­te Krankenhausampel damit auf Gelb umsprin­gen. Doch die­se Ampel gibt es gar nicht mehr, wie Bayerns Gesundheitsministerium nun einräumte.«

Tatsächlich fin­det sich auf die­ser Hinweis: "Die baye­ri­sche Krankenhausampel fin­det in der aktu­ell gül­ti­gen baye­ri­sche Infektionsschutzmaßnahmenverordnung kei­ne Verwendung mehr! Diese Seite dient daher aktu­ell nur rein infor­ma­ti­ven Zwecken."

kran​ken​hau​s​am​pel​.bay​ern

Auf nord​bay​ern​.de heißt es weiter:

»… Am 4. Dezember wur­de der trau­ri­ge Höhepunkt von 1081 Covid-Intensivpatienten in Bayern erreicht.

Doch seit­her gehen nicht nur die Infektionszahlen, son­dern auch die Patientenzahlen im Freistaat rapi­de nach unten. Am 23. Dezember wur­den noch 791 Intensivpatienten ver­zeich­net. Selbst wenn eine mas­si­ve Omikron-Welle übers Land rol­len soll­te und die­se auch vie­le schwe­re Fälle beinhal­tet, ist zu erwar­ten, dass die Situation auf den Intensivstationen sich auch in den kom­men­den bei­den Wochen wei­ter ent­spannt. Schließlich lan­den die Infizierten meist erst nach zehn bis 14 Tagen auf der Intensivstation.

Ampel könnte eigentlich bald auf Gelb umspringen

Das bedeu­tet: Es ist durch­aus rea­lis­tisch, dass die Zahl der Intensivpatienten in den kom­men­den bei­den Wochen unter 600 sinkt, womit die Ampel auf Gelb umspringt und eini­ge Lockerungen in Kraft tre­ten. Eigentlich…

"Die Krankenhausampel war in der 14. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung ent­hal­ten; in der der­zeit gel­ten­den 15. Verordnung fin­det sich die­se Regelung nicht mehr", teilt das Ministerium knapp mit. Seit dem 23. November 2021 exis­tiert die Krankenhausampel also nicht mehr. Regionale Lösungen gibt es nur noch durch den regio­na­len Hotspot-Lockdown ab einer Inzidenz von 1000.

Patientenzahlen spie­len kei­ne Rolle für Regeln
Die Zahl der Hospitalisierungen und auch die Zahl der Covid-Intensivpatienten spie­len in Bayern also vor­erst kei­ne Rolle mehr für die gel­ten­den Regeln. Auch wenn die Zahl der Intensivpatienten unter 600 sin­ken soll­te, wird es somit kei­ne Lockerungen geben. Angesichts der dann dro­hen­den Omikron-Welle wird Bayerns Staatsregierung wohl auch sehr froh dar­über sein…«

8 Antworten auf „Keine Lockerungen trotz weniger Intensivpatienten
Heimlich abgeschafft: Krankenhausampel spielt in Bayern keine Rolle mehr“

  1. Sind wir nun schon so weit, dass man mas­siv frei­heits­ein­schrän­ken­de Maßnahmen auf unbe­stimm­te Zeit und ohne jede Bedingung für das Fortbestehen ver­hängt bzw. "pro­phy­lak­tisch"?
    Wie kann es sein, dass Verordnungen nur einen Automatismus Richtung Verschärfung beinhal­ten, aber es dann kei­nen Weg mehr zurück gibt? Nach Recht und Gesetz braucht bei die­ser Willkür und Schikane kei­ner mehr fragen.

    1. @ RL: Willkür ist tota­li­tä­ren Systemen eben imma­nent. Corona ist zutiefst tota­li­tär. Nicht nur "ZeroCovid" oder "NoCovid", son­dern alles, was mit Corona in Verbindung steht. Jede Handlung, jeder Gedanke, alles durch­drin­gend, alles beherr­schend, jeder­zeit – das ist der Corona-Ideologie-Anspruch. Probieren Sie es aus, ob es mög­lich ist, eine Stunde ohne Corona zu sein (es sei denn Sie schla­fen und träu­men nicht von Corona).

      Wenn mor­gen eine Verordnung kommt, die will­kür­lich die Parameter vom Wochentag oder von den Lichtverhältnissen abhän­gig macht, dann wird dies alter­na­tiv­los von der Wissenschaft begrün­det wer­den – und es wird ange­wen­det. Und das Regime erpresst zum Gehorsam. Zumindest wird es dies versuchen.

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