Letztes Aufgebot der Hardliner-VirologInnen?

Inzwischen erklä­ren Fachleute jeder Art, ob aus der Virologie, der Immunologie, der Epidemiologie, dem Bereich der Gesundheitsämter und Krankenhäuser, vor allem aber die nie­der­ge­las­se­nen Ärzte welt­weit: Das Virus ist nicht ein­zu­däm­men, der Schutz der Risikogruppen muß Vorrang haben.

Lediglich eine Gruppe von VirologInnen um Christian Drosten hält ver­bis­sen dar­an fest:

»Der Berliner Virologe Christian Drosten und ande­re sei­ner Kolleginnen und Kollegen stel­len sich ent­schie­den gegen Forderungen, Corona-Beschränkungen auf­zu­he­ben und gleich­zei­tig den Schutz beson­ders gefähr­de­ter Menschen in den Mittelpunkt zu stel­len. "Mit Sorge neh­men wir zur Kenntnis, dass erneut die Stimmen erstar­ken, die als Strategie der Pandemiebekämpfung auf die natür­li­che Durchseuchung gro­ßer Bevölkerungsteile mit dem Ziel der Herdenimmunität set­zen", heißt es in einer Stellungnahme der Gesellschaft für Virologie (GfV) mit Sitz in Heidelberg, an der auch Drosten betei­ligt war. Herdenimmunität bedeu­tet, dass ein gro­ßer Teil der Bevölkerung nach einer Infektion oder Impfung immun gewor­den ist, und sich das Virus dadurch nicht mehr so gut aus­brei­ten kann…

Die Virologinnen und Virologen bezie­hen sich in ihrem Text auf die soge­nann­te Great-Barrington-Erklärung, die drei Forschende aus den USA und Großbritannien ver­fasst haben. Laut einer eige­nen Webseite haben bereits vie­le Hunderttausend Menschen die Erklärung unter­zeich­net. In dem Text heißt es unter ande­rem: "Der ein­fühl­sams­te Ansatz, bei dem Risiko und Nutzen des Erreichens einer Herdenimmunität gegen­ein­an­der abge­wo­gen wer­den, besteht dar­in, den­je­ni­gen, die ein mini­ma­les Sterberisiko haben, ein nor­ma­les Leben zu ermög­li­chen, damit sie durch natür­li­che Infektion eine Immunität gegen das Virus auf­bau­en kön­nen, wäh­rend die­je­ni­gen, die am stärks­ten gefähr­det sind, bes­ser geschützt werden."«

Zu der Great-Barrington-Erklärung, die inzwi­schen von "542,661 con­cer­ned citi­zens, 10,723 medi­cal & public health sci­en­tists, 29,745 medi­cal prac­ti­tio­ners" unter­zeich­net wur­de, sie­he Fast 3.000 WissenschaftlerInnen gegen vor­herr­schen­de COVID-19-Maßnahmen.

Im übri­gen ist auf­schluß­reich, wer alles bei den UnterzeichnerInnen des Drosten-Papiers fehlt. Es wur­de unter­schrie­ben vom

»Vorstand der Gesellschaft für Virologie unter Beteiligung von:

Dr. Marco Binder, Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg
Prof. Dr. Melanie Brinkmann, Technische Universität Braunschweig und Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung Braunschweig
Prof. Dr. Christian Drosten, Charité, Universitätsmedizin Berlin
Prof. Dr. Isabella Eckerle, Universitätsklinikum Genf, Schweiz
Prof. Dr. Beate Sodeik, Medizinische Hochschule Hannover
Prof. Dr. Friedemann Weber, Justus-Liebig-Universität Gießen«

4 Antworten auf „Letztes Aufgebot der Hardliner-VirologInnen?“

  1. Diese "Einsamen 6" zei­gen in ihrem Schreiben, dass sie nicht nur die üblich "viro­lo­gi­sche Expression des Konjunktivs" beherr­schen – the lonely six bemer­ken auch sol­che "Dinge" :
    ,, Wir respek­tie­ren abwei­chen­de Haltungen, die ein­zel­ne KollegInnen in den Medien und sozia­len Netzen ver­tre­ten, da kon­tro­ver­se Diskurse Wesensmerkmal sowohl der Wissenschaft als auch der Demokratie sind." (Putzig – das steht da wirk­lich drin …)

  2. "Stellungnahme der Gesellschaft für Virologie zu einem wis­sen­schaft­lich begrün­de­ten Vorgehen gegen die Covid-19 Pandemie
    "In den ver­gan­ge­nen Wochen sahen wir welt­weit, ins­be­son­de­re auch bei unse­ren euro­päi­schen Nachbarn, wie die Anzahl an SARS-CoV-2-Infizierten mit nähe­rungs­wei­se expo­nen­ti­el­ler Dynamik anstieg und wei­ter­hin ansteigt" https://www.g‑f-v.org/stellungnahmen_detail

    "INFIZIERTEN" ist KEINE wis­sen­schaft­lich begrün­de­te + begründ­ba­re Wortwahl. Der kor­rek­te Terminus lau­tet TESTPOSITIVE.
    Solche intel­lek­tu­el­le Schlamperei (?) unter­gräbt das Vertrauen in Wissenschaft + begrün­det Pseudowissenschaft.

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