Maske forever, weil beim Impfen "Erfahrungshorizont überschaubar" ist

Die Sonn­tags-FAZ vom 4.10. macht schmerz­lich (oder lust­voll) deut­lich, daß Coro­na neben Per­ko­la­ti­ons­is­mus auch ande­re schwe­re Wahrnehmungs­störungen her­vor­ru­fen kann. Zwei "Redak­teu­re in der Poli­tik der Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Sonn­tags­zei­tung" kom­men zu die­sen Überlegungen:

»Die Deut­schen seh­nen sich nach einem Impf­stoff. Sie hof­fen, dass damit alle Beschrän­kun­gen weg­fal­len. Sie wol­len end­lich kei­ne Mas­ke mehr tra­gen, weder im Super­markt noch in der Bahn. Die Fans wol­len wie­der ins Sta­di­on, Bier trin­ken und her­um­brül­len, ohne über Aero­so­le nach­zu­den­ken. Enkel wol­len die Oma auf dem Land besu­chen, Jugend­li­che in voll­be­setz­ten Kinos sit­zen, Groß­städ­ter in den Clubs die Näch­te durch­tan­zen. Sie wol­len sich mit Wild­frem­den nach ihrer Imp­fung in den Armen lie­gen und die Befrei­ung von der Pan­de­mie feiern.«

So ziem­lich alles ekel­haf­te Din­ge, nach denen die Deut­schen sich seh­nen. Unüber­seh­bar aber: Ihr Bedürf­nis scheint nicht der Schutz vor der gars­ti­gen Pan­de­mie zu sein, son­dern die Befrei­ung von ver­ord­ne­ten Beschränkungen.

»Doch es gibt schlech­te Nach­rich­ten: So wird es erst ein­mal nicht kom­men. Auch nicht, wenn ein Impf­stoff da ist. Fach­leu­te sagen: Das sind über­zo­ge­ne Erwar­tun­gen. Sie sagen auch: Mit einem Impf­stoff begin­nen vie­le Pro­ble­me erst. Es fängt schon mit der Men­ge des Impf­stof­fes an. Zwar könn­te Ende die­ses Jah­res oder Anfang nächs­ten Jah­res einer zuge­las­sen wer­den. Die Ärz­te wer­den aber in den ers­ten Mona­ten nicht genug davon haben, um alle zu imp­fen, nicht ein­mal alle Alten und alle mit Vor­er­kran­kun­gen. Kin­der wer­den sie gar nicht impfen.

Und bis alle den Ärmel hoch­ge­krem­pelt und eine Sprit­ze bekom­men haben, wer­den Mona­te, wenn nicht Jah­re ver­ge­hen. So lan­ge wer­den die Deut­schen wei­ter Mas­ken tra­gen müs­sen. Sie wer­den wei­ter auf Abstand ach­ten müs­sen. Und sie wer­den auf der Arbeit wei­ter mit ver­zerr­ten Stim­men in Tele­fon­kon­fe­ren­zen mit­ein­an­der reden, statt von Ange­sicht zu Angesicht.

Die Fach­leu­te, die das sagen, sind Mit­glie­der der Stän­di­gen Impf­kom­mis­si­on des Robert-Koch-Insti­tuts, kurz Sti­ko. Sobald ein Impf­stoff alle Tests bestan­den hat und zuge­las­sen wird, hat die Sti­ko das Sagen.«

Es fol­gen die belieb­ten Zah­len­ver­wirr­spie­le. Denn es wird zu weni­ge Impf­do­sen geben. Anfangs viel­leicht fünf Mil­lio­nen., viel­leicht auch nicht. Man wird zwei Mal imp­fen müs­sen, macht 2,5 Mil­lio­nen Geimpfte.
"'Um alle Men­schen in Deutsch­land zu imp­fen, brauch­ten wir dann mehr als 160 Mil­lio­nen Dosen.' Fünf Mil­lio­nen Dosen wür­den also gera­de ein­mal für zwei­ein­halb Mil­lio­nen Men­schen rei­chen." Logik? Na ja. 
Dann wird von 18 Mil­lio­nen Dosen gespro­chen – oops, die rei­chen nicht. Wer soll sie bekom­men? "Rund 18 Mil­lio­nen Men­schen in Deutsch­land sind über sech­zig Jah­re alt, fast 22 Mil­lio­nen haben Vor­er­kran­kun­gen, Hun­dert­tau­sen­de arbei­ten in den Kran­ken­häu­sern."

Bedürfnis wächst, wenn weniger da ist

»Die Kom­mis­si­on steht vor schwie­ri­gen ethi­schen Ent­schei­dun­gen. Zepp [ein Sti­ko-Mit­glied, AA] drückt es so aus: "Das Bedürf­nis wird wach­sen, wenn die Leu­te mer­ken: Da gibt es einen Impf­stoff, den zunächst nicht alle bekom­men kön­nen. Des­halb müs­sen wir uns schon heu­te Gedan­ken über ein gutes Impf­kon­zept machen." Die Kom­mis­si­on braucht die Akzep­tanz der Bevöl­ke­rung. Wer war­ten soll, muss ver­ste­hen, war­um

Klar. Das Bedürf­nis wächst, wenn das Ange­bot schrumpft. War schon beim Klo­pa­pier so, auch das mit dem Ver­ste­hen, war­um. Doch dies­mal haben es nicht Roß­mann und DM in der Hand:

»Auf Wunsch von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn soll die Sti­ko des­halb zusam­men mit dem Deut­schen Ethik­rat und der Natio­na­len Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten Leo­pol­di­na ent­schei­den. Gemein­sam sol­len sie abwä­gen, was wich­ti­ger ist: beson­ders Gefähr­de­te zu schüt­zen oder die Aus­brei­tung des Virus in der gan­zen Gesell­schaft zu ver­lang­sa­men. Sie sol­len klä­ren, was recht­lich zuläs­sig ist. Und was der Pan­de­mie­be­kämp­fung im Gan­zen dient.«

Der­lei Neben­säch­li­ches wird selbst­ver­ständ­lich nicht in den Gesundheits­ausschüssen der Par­la­men­te ent­schie­den. Spahn nimmt sich dafür drei eli­tä­re Män­ner­trupps her. Doof ist:

Wie man's macht, man macht's verkehrt

»Vie­le die­ser Fra­gen kann man erst beant­wor­ten, wenn ein Impf­stoff da ist. Es könn­te zum Bei­spiel sein, dass er bei jun­gen Men­schen beson­ders gut wirkt – sie also Anti­kör­per gegen das Coro­na­vi­rus ent­wi­ckeln – und bei älte­ren weni­ger gut. Das wäre ein Dilem­ma. Um alte Leu­te zu schüt­zen, müss­te man dann näm­lich mehr Impf­stoff ver­brau­chen. Außer­dem kom­men Älte­re mit weni­ger Leu­ten in Kon­takt. Wür­de man nur sie imp­fen, wäre die gesamt­ge­sell­schaft­li­che Schutz­wir­kung also geringer.

Wür­den die Ärz­te dage­gen jun­ge Leu­te imp­fen, müss­ten sie weni­ger Impf­stoff ver­brau­chen. Außer­dem könn­ten die Jun­gen dann nie­man­den mehr in ihrem Umfeld anste­cken, die Aus­brei­tung des Coro­na­vi­rus wür­de also ver­lang­samt. Aber auch das hät­te einen Preis: Denn dann gäbe es nicht mehr so viel Impf­stoff für die Gefähr­de­ten. Was tun?«

Das, was immer Ein­druck macht:

Das muss man erst mal machen

»Ein klei­nes Rechenbeispiel
Um sol­che Fra­gen zu beant­wor­ten, arbei­ten die For­scher mit einem Com­pu­ter­mo­dell. Dort spei­sen sie zunächst die Para­me­ter des Impf­stof­fes ein: Wie effek­tiv ist er? Wen schützt er? Dann rech­nen sie aus, wie wirk­sam der Impf­stoff für Alte und Jun­ge ist. Schließ­lich tun sie das für Berufs­grup­pen, Ärz­te, Poli­zis­ten, Leh­rer. So bil­det sich lang­sam das Gerüst einer Prio­ri­sie­rung heraus.

Selbst wenn es genug Impf­stoff gäbe, dau­ert es, vie­le Mil­lio­nen Men­schen zu imp­fen. Der Vor­sit­zen­de der Impf­kom­mis­si­on, Mer­tens, macht ein "klei­nes Rechen­bei­spiel", wie er sagt: "150 Tage mal 100.000 Impf­lin­ge am Tag wären 15 Mil­lio­nen Impf­lin­ge." Um nur ein Fünf­tel der Deut­schen zu imp­fen, könn­te es also fast ein hal­bes Jahr dau­ern. Und die Vor­stel­lung von 100.000 Imp­fun­gen am Tag fin­det Mer­tens sport­lich. "Das muss man erst mal machen", sagt er.

Man weiß nichts – deshalb anderthalb bis zwei Jahre "Maßnahmen"

»In der Impf­kom­mis­si­on kur­sie­ren vie­le sol­cher Rech­nun­gen. Nie­mand kann genaue Vor­her­sa­gen tref­fen. Klar ist nur: Es wird vie­le Mona­te dau­ern, bis aus­rei­chend vie­le Deut­sche geimpft sind. Der Ber­li­ner Kin­der- und Jugend­me­di­zi­ner Mar­tin Ter­hardt aus der Impf­kom­mis­si­on hält eine Zeit­span­ne von acht Mona­ten für "eine gute Zahl". Bis in Deutsch­land ein nor­ma­les Leben mög­lich sein wird, könn­ten andert­halb bis zwei Jah­re ver­ge­hen, schätzt er. Mer­tens erklärt, dass min­des­tens sech­zig Pro­zent der Deut­schen geimpft sein müss­ten, damit ein "Her­den­ef­fekt" ein­tritt, damit sich das Virus also kaum noch wei­ter ausbreitet.«

Acht Mona­te sind zwar eine gute Zahl, 18–24 sind aber bes­se­re. Gut zu wis­sen, daß die Sti­ko anschei­nend nur Deut­sche imp­fen will. Die hier Leben­den ohne deut­schen Paß kämen also noch ein­mal davon.

Immer Ärger mit den Kindern

»Kin­der und Jugend­li­che wer­den zu Beginn wohl gar nicht geimpft wer­den. Ganz gleich, wel­cher Impf­stoff zuerst die Zulas­sung bekommt, es wird einer sein, des­sen Wirk­sam­keit nur an Erwach­se­nen erprobt wur­de. Kin­der und Jugend­li­che neh­men an den Stu­di­en nicht teil, sie sind nicht alt genug, um in das Risi­ko ein­zu­wil­li­gen. Ob das Mit­tel bei Kin­dern wirkt und wenn ja, wie, wird bis zur Zulas­sung also nicht bekannt sein. "Des­we­gen glau­be ich, dass der Impf­stoff zu Beginn auch gar nicht für Kin­der zuge­las­sen sein wird", sagt der Kin­der­arzt Ter­hardt. "Min­der­jäh­ri­gen wür­de man es erst mal nicht geben", sagt auch der Viro­lo­ge Über­la. Der Plan, in den ers­ten Mona­ten auch Schul­kin­der zu imp­fen, um Über­tra­gungs­we­ge zu kap­pen, ist also hinfällig.«

Wir hal­ten fest: Die Exper­ten wis­sen, es gibt kei­ne Stu­di­en für Wirk­sam- und Schäd­lich­keit des Impf­stoffs bei Kin­dern. Den­noch hüten sie sich, ihn für Min­der­jäh­ri­ge abzu­leh­nen. "Zu Beginn wohl", "Glau­be nicht", "Erst mal nicht" hört sich nicht ver­dammt ver­trau­ens­er­we­ckend an. Die Begrün­dung, Kin­der könn­ten nicht ein­wil­li­gen, erscheint merk­wür­dig – wie wird das bei Masern etc. gehandhabt?

Das Problem der Durchstichfläschchen – "Orte mit viel Platz"

»Kommt der Impf­stoff, wird er wohl in gro­ßen Fläsch­chen kom­men. Der Eng­pass sind die Abfüll­an­la­gen, die Indus­trie kann nicht in so kur­zer Zeit Hun­der­te Mil­lio­nen Ein­zel­do­sen abfül­len. Des­halb wird ein Durch­stich­fläsch­chen viel­leicht fünf­zig oder hun­dert Dosen ent­hal­ten. Für einen Haus­arzt bedeu­tet das: Macht er eine Fla­sche von dem kost­ba­ren Impf­stoff auf, muss er bin­nen eines Tages 100 Leu­te imp­fen, sonst ver­dirbt der Stoff.«

Wo soll er die her­neh­men? Dann noch das Pro­blem der Kühlung:

»Die Impf­stof­fe, die am wei­tes­ten ent­wi­ckelt sind, müs­sen zum Teil auf minus sieb­zig Grad her­un­ter­ge­kühlt wer­den… "Das kann man nicht klei­nen Apo­the­ken über­las­sen. Von der Logis­tik hängt so viel ab. Da fehlt mir ein biss­chen die Vor­be­rei­tung und Kom­mu­ni­ka­ti­on", sagt Ter­hardt. Aus sei­ner Sicht wer­den Impf­zen­tren not­wen­dig sein, etwa in Uni­kli­ni­ken und Krankenhäusern.«

Da weiß Spahn Rat:

»Minis­ter Spahn denkt an Orte mit viel Platz. "Das sind aus mei­ner Sicht eher kei­ne Turn­hal­len, son­dern eher Mes­se­hal­len", sag­te Spahn am Don­ners­tag. „Da sind wir jetzt in der Dis­kus­si­on auch mit den Län­dern.“ Hes­sen hat den Vor­sitz der Natio­na­len Len­kungs­grup­pe Imp­fen. Aus Sicht der Impf­kom­mis­si­on pas­siert bis­lang zu wenig. Die "not­wen­di­ge Logis­tik ist mei­ner Kennt­nis nach noch nicht fer­tig eta­bliert", sagt Mertens.«

Wie auch, wenn Hes­sen den Vor­sitz hat. Das größ­te Pro­blem ist aber:

Nicht genug Freiwillige für eine Impfung wegen Hysterie

»Es könn­te aller­dings auch sein, dass es gar nicht genug Frei­wil­li­ge für eine Imp­fung gibt. Denn im Zeit­al­ter der sozia­len Medi­en kann kaum über Risi­ken gespro­chen wer­den, ohne eine Hys­te­rie zu ver­ur­sa­chen. "Wie bei allen Impf­stof­fen besteht auch für Covid-19-Impf­stof­fe die Mög­lich­keit von Impf­schä­den", hieß es kürz­lich in einer Stel­lung­nah­me der Impf­kom­mis­si­on. Geschä­dig­te sol­len Geld bekom­men, nach dem Bundesversorgungsgesetz.

Tat­säch­lich sind sol­che Schä­den nor­ma­ler­wei­se extrem sel­ten. Sie sind in den Wirk­sam­keits­stu­di­en des­halb nicht mess­bar. "Neh­men wir an, es betrifft einen in einer Mil­li­on. Wie wol­len Sie das expe­ri­men­tell bestim­men, wenn Sie den Impf­stoff an 30.000 Pro­ban­den tes­ten und auch bei Unge­impf­ten die ver­mu­te­te Neben­wir­kung mit einer Häu­fig­keit von 1 in 10.000 auf­tritt?", fragt Über­la.«

Er wird wis­sen, daß es dafür eta­blier­te Regeln gibt. Sie wer­den zur Zeit nur teil­wei­se außer Kraft gesetzt, aus Hysterie.

Erfahrungshorizont überschaubar – macht nichts!

Des­halb kom­men die Exper­ten zu die­ser prag­ma­tisch-kri­mi­nel­len Lösung:

»Sel­te­ne Neben­wir­kun­gen sol­len des­halb erforscht wer­den, wäh­rend die Mas­sen­imp­fun­gen schon lau­fen. Für Mer­tens ist die­ses Vor­ge­hen "Neu­land", auch Über­la sagt, das sei "unge­wöhn­lich": "Wir imp­fen sehr vie­le Leu­te mit einem Impf­stoff, für den der Erfah­rungs­ho­ri­zont über­schau­bar ist."

Wägen Bür­ger ab, ob das Risi­ko grö­ßer ist, wenn sie sich imp­fen las­sen oder wenn sie sich mit Coro­na infi­zie­ren, könn­ten man­che einem Fehl­schluss unter­lie­gen. Coro­na ist natür­lich viel gefähr­li­cher. Men­schen scheu­en aber oft die Ver­ant­wor­tung für eige­ne Ent­schei­dun­gen und bevor­zu­gen das Risi­ko durch Nichts­tun. Die Leu­te aus der Impf­kom­mis­si­on rech­nen auch mit dum­men Gerüch­ten. Irgend­wel­che Impf­geg­ner wer­den schon behaup­ten, der Impf­stoff sei gefähr­lich. "Da wird garan­tiert etwas pas­sie­ren. Des­halb müs­sen wir sehr trans­pa­rent, sehr offen und sehr ehr­lich kom­mu­ni­zie­ren", sagt Terhardt.
Dass die Deut­schen so sehr auf einen Impf­stoff hof­fen, macht die Leu­te aus der Impf­kom­mis­si­on ner­vös.
«

Wie das geht, hat ihnen der Chef-Per­ko­la­tio­nist ja vorgemacht.

Sie­he auch Wer sitzt in der "Stän­di­gen Impf­kom­mis­si­on am Robert Koch-Institut"?

Update 5.10.:
Die Druck­ver­si­on vom 5.10. läßt die größ­ten Pein­lich­kei­ten des Arti­kels fort. Ein Pas­sus, der auch online vor­han­den ist, soll hier noch nach­ge­tra­gen werden:

»"Eine Zahl, die unter Fach­leu­ten genannt wird, ist fünf Mil­lio­nen Dosen", sagt das Sti­ko-Mit­glied Klaus Über­la, ein Viro­lo­ge von der Uni­ver­si­tät Erlan­gen-Nürn­berg. So viel hät­te Deutsch­land in den ers­ten Mona­ten nach der Zulas­sung zur Ver­fü­gung. Der Vor­sit­zen­de der Impf­kom­mis­si­on, Tho­mas Mer­tens, bestä­tigt, dass die­se Schät­zung kur­siert. Er wol­le aber nicht über "unge­leg­te Eier gackern". Fünf Mil­lio­nen Dosen bedeu­ten aber nicht fünf Mil­lio­nen Geimpfte.«

4 Antworten auf „Maske forever, weil beim Impfen "Erfahrungshorizont überschaubar" ist“

  1. … Per­go­la­schä­den hin oder her … Wenn den Her­ren FAZ und Sti­ko da mal nicht der Pod­cast 58 (noch nicht gelöscht …) die Impf-Sup­pe ver­salzt … Wie beschrieb der Chef­vi­ro­lo­ge Prof. Kon­junk­tiv die aktu­el­le Lage in fol­gen­der Passage ?

    Aus dem Skript :

    … ,, Es gibt bei so 30, 40 Pro­zent der nicht Exponierten,
    also der­je­ni­gen, die kei­ne SARS-2-Infek­ti­on hin­ter sich
    haben, den­noch eine Reak­ti­vi­tät auf der Ebe­ne der
    T‑Zellen. Dann hat man rela­tiv bald eine gan­ze Zahl
    von ande­ren Stu­di­en gehabt aus Eng­land, aus USA und
    so wei­ter, die das­sel­be gefun­den haben. Es gibt also
    eine gewis­se Zahl von Pati­en­ten, und das sind nicht
    weni­ge, das ist häu­fig im Bereich von einem Drit­tel der
    Bevöl­ke­rung, die reak­ti­ve T‑Zellen hat, wenn man die
    in rela­tiv direk­ten immu­no­lo­gi­schen Ver­fah­ren misst,
    obwohl die kei­nen Kon­takt zu die­ser Infek­ti­on hatten.
    Und es wur­de gera­de in den USA auch schon eine sehr
    gro­ße Argu­men­ta­ti­on dar­auf auf­ge­baut, die sagt: Im
    Prin­zip ist das die Erklä­rung dafür, dass es so viele
    mil­de Ver­läu­fe gibt. Und wahr­schein­lich wird des-
    wegen auch die Schwel­le der Her­den­im­mu­ni­tät viel
    nied­ri­ger lie­gen, weil in Wirk­lich­keit sind wir alle schon
    längst kreu­zim­mun. Also man sagt kreuzimmun,
    kreuz­re­ak­ti­ve T‑Zellen sind da – das heißt, die Aktivität
    der T‑Zellen, die bezieht sich nicht nur auf die
    Erkältungs­coronaviren, die wir alle immer wieder
    krie­gen, son­dern die bezieht auch ein biss­chen am
    Rand des Akti­vi­täts­spek­trums die­ses neue Virus mit
    ein. Dar­um sind wir, ohne dass wir das wuss­ten, doch
    zu gro­ßen Tei­len schon geschützt. " …

    Eine bemer­kens­wer­te Aus­sa­ge mit wenn über­haupt sowas wie 'nem "hal­ben Konjunktiv" … 

    Ob Sti­ko und Faz das "Risi­ko Chef­vi­ro­lo­ge" auf dem Plan haben ? Kann die­se Art Risi­ko über­haupt in einer Com­pu­ter-Model­lie­rung ein­ge­bun­den wer­den ? Wird man in bei­den Häu­sern zufäl­lig doch mal über die H1N1 – Geschich­te und ähn­li­ches aus der Com­pu­ter-Modell­welt stolpern ?

    Fra­gen über Fragen …

    (… was machen eigent­lich Kin­der deren Groß­el­tern nicht auf dem Land wohnen ?)

  2. Stich­wort Ethikrat: 

    Die Coro­na-Maß­nah­men-Schön­fär­be­rin Ale­na Buyx 

    .

    30.05.2020
    BR 

    Deut­scher Ethik­rat und Coro­na: "Stei­le Auf­ga­be vor uns" 

    Soll es einen Immu­ni­täts­aus­weis für COVID-19-Gene­se­ne geben? Damit beschäf­tigt sich der neu zusam­men­ge­setz­te Deut­sche Ethik­rat als Ers­tes. Die Medi­zin­ethi­ke­rin Ale­na Buyx, die das Bera­ter­gre­mi­um jetzt lei­tet, kün­digt eine Ant­wort bis zum Som­mer an. 

    br​.de/​n​a​c​h​r​i​c​h​t​e​n​/​d​e​u​t​s​c​h​l​a​n​d​-​w​e​l​t​/​d​e​u​t​s​c​h​e​r​-​e​t​h​i​k​r​a​t​-​u​n​d​-​c​o​r​o​n​a​-​s​t​e​i​l​e​-​a​u​f​g​a​b​e​-​v​o​r​-​uns

    .

    01.08.2020
    Deutsch­land­funk Kultur 

    Soli­da­ri­tät kann es nur begrenzt geben 

    Ale­na Buyx im Gespräch mit Annet­te Riedel 

    deutsch​land​funk​kul​tur​.de/​m​e​d​i​z​i​n​e​t​h​i​k​e​r​i​n​-​u​e​b​e​r​-​h​e​r​a​u​s​f​o​r​d​e​r​u​n​g​e​n​-​d​e​r​-​p​a​n​d​e​mie

    .

    18.08.2020
    Deut­sche Ärztezeitung 

    Wie arbei­tet eigent­lich der Deut­sche Ethik­rat, Frau Pro­fes­sor Buyx? 

    aerz​te​zei​tung​.de/​P​o​d​c​a​s​t​s​/​W​i​e​-​a​r​b​e​i​t​e​t​-​e​i​g​e​n​t​l​i​c​h​-​d​e​r​-​D​e​u​t​s​c​h​e​-​E​t​h​i​k​r​a​t​-​F​r​a​u​-​P​r​o​f​e​s​s​o​r​-​B​uyx

    .

    07.5.2020
    BR 

    Ale­na Buyx 

    Soli­da­ri­tät ist endlich 

    Wir haben gemein­sam Zie­le erreicht, jetzt dür­fen wir den soli­da­ri­schen Bogen nicht über­span­nen, sagt die Medi­zin­ethi­ke­rin von der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Mün­chen über den Lock­down und die Lockerungen. 

    br​.de/​m​e​d​i​a​t​h​e​k​/​v​i​d​e​o​/​a​l​e​n​a​-​b​u​y​x​-​s​o​l​i​d​a​r​i​t​a​e​t​-​i​s​t​-​e​n​d​l​i​c​h​-av

    .

  3. Nein zum deut­schen Impf­zwang durch Parlamentsbeschluss 

    Für eine durch die Phar­ma­kon­zer­ne und Herrn Bill Gates glo­bal insze­nier­te Pan­de­mie darf der Deut­sche Bun­des­tag kei­ne Impf­pflicht gegen das Coro­na­vi­rus SARS-CoV‑2 schaffen. 

    Die Men­schen in Deutsch­land, 83 Mil­lio­nen auf COVID-19 bezo­gen glück­li­cher­wei­se über­wie­gend gesun­de Men­schen, sind gegen eine her­bei­ge­re­de­te Epi­de­mie nicht zu impfen. 

    Eine has­tig durch die eigent­lich vie­le Jah­re Arbeit erfor­dern­den Prüf­ver­fah­ren und Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren gepeitsch­te – teles­co­ping test­ing time­lines and appr­ovals – Sub­stanz ist kein geeig­ne­ter Impfstoff. 

    Das Coro­na­vi­rus SARS-CoV‑2 ent­spricht in sei­ner Harm­lo­sig­keit oder Gesund­heits­ge­fahr einem durch­schnitt­li­chen Influ­en­za­vi­rus der sai­so­na­len Grippe. 

    Ange­sichts der nicht vor­han­de­nen Über­sterb­lich­keit und der seit sechs Mona­ten im Sen­ti­nel nur noch sel­ten oder gar nicht nach­weis­ba­ren SARS-CoV-2-Viren ist an den in Koope­ra­ti­on mit bzw. ana­log zu COVAX geplan­ten und in Vor­be­rei­tung befind­li­chen Mas­sen­imp­fun­gen kein Bedarf. 

    Der Auf­bau von 60 Impf­zen­tren und die Errich­tung der ganz Deutsch­land über­span­nen­den Kühl­ket­ten ist unver­züg­lich einzustellen. 

    Soweit die Arbeit der Inclu­si­ve Vac­ci­ne Alli­ance auf das rela­tiv harm­lo­se Erkäl­tungs­vi­rus SARS-CoV‑2 zielt, hat sich Deutsch­land aus der inklu­si­ven Impf­al­li­anz zurückzuziehen.

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