Moderne Rechtsradikale tragen T‑Shirts

zeit.de (19.11.)

In dem Artikel ist zu lesen:

»… Was es jetzt braucht, ist nicht mehr Offenheit, son­dern ein schar­fer Keil. Einer, der die Gesellschaft spal­tet. Wenn davon die Rede ist, ent­steht schnell ein Zerrbild im Kopf, als wür­de das Land in zwei gleich gro­ße Teile zer­fal­len. Doch so ist es nicht. Richtig und tief ein­ge­schla­gen, trennt er den gefähr­li­chen vom gefähr­de­ten Teil der Gesellschaft.

Sicher, es ist nicht ganz leicht, den Spaltpunkt exakt zu tref­fen. Liegt er zu weit außer­halb, kön­nen die Extreme wei­ter wach­sen. Liegt er zu weit inner­halb, gehen legi­ti­me kri­ti­sche Stimmen ver­lo­ren. Man wird die­se Grenze immer wie­der neu aus­ta­rie­ren müs­sen. Ein Anfang wäre ja schon, alles nicht fak­ten­ba­sier­te, unwis­sen­schaft­li­che und staats­feind­li­che aus­zu­schlie­ßen. Falschbehauptungen sind kei­ne Meinung, Hetze ist kei­ne berech­tig­te Sorge. Wer das nicht begreift, gehört auf die ande­re Seite. Dann ist Spaltung nicht das Problem, son­dern Teil einer Lösung. Denn nur wenn Ruhe ist vor die­sem Geschrei, lässt sich gedul­dig reden mit denen, die nah an der Kante stehen.«

(Hervorhebungen nicht im Original.)

35 Antworten auf „Moderne Rechtsradikale tragen T‑Shirts“

  1. Das Buebchen hat Angst um sei­ne Pfruende. Und beherrscht die Rechtschreibung aber nicht. Das zum Faktenbasierten, Unwissenschaftlichen und Staatsfeindlichen. Ausserdem noch "Einigkeit und Recht und Freiheit".

  2. Oh, das fällt mir auf Twitter stän­dig auf. Einige staats­na­he Medienschaffende und diver­se Politiker het­zen am schlimms­ten. Twitter wird in Deutschland von eini­gen Millionen genutzt. Die meis­ten het­zen defi­ni­tiv nicht 🙂

  3. Darauf habe ich in mei­ner letz­ten "Rundmail an mei­nen Bekanntenkreis" (natür­lich wie immer mit anony­mi­sier­ten Empfängeradressen) auch ver­linkt und ein paar Zitate dar­aus gebracht.
    Wie immer hat sich nie­mand gemeldet. 

    Aber wäh­rend eines Telefonates mit einer der Empfängerinnen (über ein beruf­li­ches Thema) stell­te sich heu­te her­aus, dass selbst die Toleranten unter "denen" und "uns" nun wirk­lich Welten trennen:
    Die von mir sehr wert­ge­schätz­te (gespritz­te, aber ansatz­wei­se noch auf­ge­weck­te) Kollegin emp­fahl mir doch tat­säch­lich, mich öfter mal mit Menschen zu tref­fen, die nicht so däch­ten wie ich. 

    Ich ant­wor­te­te: "Liebe X., das ist zwei­fels­oh­ne ein gute Idee. Nur lei­der haben sich die alle bis auf ein, zwei Freunde aus mei­nem nähe­ren Bekanntenkreis vertschüsst. Und wenn wir uns sehen, dann wol­len die von "Corona" nix hören, aber mir immer davon erzäh­len, wie toll der letz­te Kinobesuch war und was für einen schnuck­li­gen neu­en Italiener sie da wie­der auf­ge­tan hät­ten. Wenn ich dann fra­ge: >Verzeihung, aber wisst Ihr über­haupt, dass man Menschen wie mir ver­bo­ten hat, ins Kino und ins Restaurant, ins Theater und ins Café, ins Fitnessstudio und zum Friseur zu gehen? Und könnt ihr euch vor­stel­len, dass mich euer Geplapper über euer Lebensidyll ein­fach nur ent­setzt?<, dann ern­te ich scho­ckier­te Blicke.
    Schockiert, nicht etwa weil die dann mer­ken wür­den, dass ich eine die­ser tyran­nisch-ter­ro­ris­ti­schen Gefährderinnen namens "Ungeimpfte" bin (das wis­sen die und akzep­tie­ren es). Sondern scho­ckiert, weil die auch nicht ansatz­wei­se begrif­fen haben, WAS das heut­zu­ta­ge in die­sem Lande heißt."

    Und auch jene Kollegin war ziem­lich scho­ckiert. Aus genau dem glei­chen Grund.

    Die Leute leben ein­fach ihr klei­nes, mehr oder min­der idyl­li­sches ('hur­ra, ich darf wie­der ins Restaurant, und dass ich mich zig­mal kon­trol­lie­ren und regis­trie­ren las­sen muss, find ich lang­sam rich­tig toll') Leben.
    Und die sehen an uns ein­fach vorbei. 

    ~ ~ ~
    Meine Großeltern haben immer behaup­tet, nie "etwas" gese­hen zu haben, nie gese­hen zu haben, wie Juden Unrecht ange­tan wur­de, nie gese­hen zu haben, wie Juden (aus ihrem eige­nen Haus, aus ihrer Straße!) abtrans­por­tiert wur­den. "Die" sei­en halt ein­fach irgend­wann nicht mehr da gewe­sen. Und im Krieg dann hät­te man ja mehr als genug mit sich selbst zu tun gehabt.
    ~ ~ ~
    Die sehen ein­fach an uns vor­bei. Jetzt. 

    (Und nein: Ich ver­glei­che mich nicht mit einer Jüdin in Nazideutschland! Da gibt es kei­ne Vergleichsbasis.
    Aber ich ver­glei­che die TäterInnen und die MitläuferInnen damals und heu­te. Und da gibt es eine brei­te Vergleichsbasis.)

    Und die­se Blindheit, die ich heu­te haut­nah erleb­te bei jeman­dem, der immer noch tole­rant ist, hat mich ziem­lich fas­sungs­los gemacht.

    1. Ich stim­me Ihnen voll und ganz zu, wer nicht betrof­fen ist, den scheint es nicht zu inter­es­sie­ren, was den ande­ren wider­fährt, damals wie heu­te. All die men­schen­ver­ach­ten­den, bös­wil­li­gen und ver­fas­sungs­wid­ri­gen Vorschläge zur Impferpressung wer­den ein­fach hin­ge­nom­men, kein Aufschrei, kaum Protest. Beängstigend!

    2. @Witwesk Sie spre­chen mir so sehr aus dem Herzen, dan­ke! Meine, inzwi­schen 87 jäh­ri­ge Mutter sag­te bereits im Frühsommer des Jahres 2020 (!), das fühlt sich an wie in ihrer Kindheit. Da muss­te sie vom Bürgersteig tre­ten, weil sie als Kind nicht den "rich­ti­gen" Gruß gezeigt hät­te. Sie hat­te "Guten Tag" gesagt.….

    3. @Witwesk: Wir müs­sen uns schon ent­schei­den: Leben oder leben lassen.

      Es tut mir sehr leid das zu hören. Gibt es dort wo du lebst kei­ne "Widerstandsgruppe"?

      Dort wo ich lebe, gelingt es uns all­mäh­lich, eine wirk­lich schö­ne alter­na­ti­ve Parallelwelt und ‑struk­tu­ren zu schaffen.

      1. @Jel: Ich arbei­te als und mit den Freien Linken Berlins im Protest. 

        Dennoch: Ich habe nicht vor, mich in einer "Parallelwelt" woh­lig einzurichten.
        Denn 1. wer­den die nicht von lan­ger Dauer sein, son­dern bald vom Regime "aus­ge­ho­ben" werden.
        Und 2. müss­te ich mir dann genau­so den Vorwurf machen, in einem illu­sio­nä­ren Idyll zu leben, wie ich ihn mei­nen gesprit­zen, aber ansatz­wei­se noch tole­ran­ten, wenn auch gegen­über der gesell­schaf­li­chen Entwicklung "blin­den" Bekannten mache.
        (3. schließ­lich noch ein per­sön­li­cher Grund: Ich hab's nicht so mit "alter­na­tiv" und "Kommune" etc.)

    4. Same here. Ich ste­he als ein­ge­fleisch­te Benutzerin des ÖPNV vor einer Herausforderung: Zur (noch vor­han­de­nen) Arbeit latsch ich eben zu Fuss. Allerdings wird das sonn­täg­li­che Familientreffen im 30 km ent­fern­ten Heimatort schwie­rig. Vorigen Sonntag die letz­te Fahrt als freie Ungetestete erwar­te­te ich ein: ‑Un, wie mach­se dat denn dem­nächst, wie komm­se dann hier­hin- von mei­nen Lieben. Aber, nichts. Das ist denen gar­nicht bewusst (?), was das für mich bedeutet…Stattdessen teil­te mir mein Bruder sei­nen Termin fürs Buuustern mit. Geistiges Impferno, aller­or­ten. Kopfschüttel.

    5. Die glei­che Erfahrung mache ich auch, aller­dings bereits seit Mai letz­ten Jahres.
      nicht erst seit 2, 3 oder sonst was G außer gesund son­dern seit Beginn der Maskenpflicht. Solange es reicht, bis zur eige­nen Nasenspitze zu gucken, ist die Welt in Ordnung.
      Es nützt auch nichts dar­auf hin­zu­wei­sen, dass das zwei­fach Astra-geimpf­te Zahnerztpersonal genau­so unge­schützt ist wie ich. Wie hieß es da: „Darauf kommt es ja nicht an!“
      Besonders her­zig der Vorschlag, ich könn­te doch ein Gesichtsvisier tra­gen, damit man mich rich­tig ein­ord­nen kann.
      Mir zie­hen sol­che Äußerungen den Boden unter den Füßen weg.

      1. @ Benjamin:
        Die Berlin-Brandenburger Freie Linke ist am bes­ten über einen Telegram-Kanal zu errei­chen (es gibt auch eine ganz ein­fach goog­le­ba­re Homepage, doch die ist etwas lahm; aber da tut sich dem­nächst was Neues): https://t.me/fl_bahnhofshalle_bundesweit.
        Von dort kannst du den Berliner Haupt-Kanal aus­wäh­len. Allerdings möch­ten wir neue Menschen per­sön­lich kennenlernen.
        Eine Gelegenheit dazu hast Du z.B. schon am kom­men­den Samstag von 12 bis 18 Uhr auf dem Nettelbeckplatz (U-/S‑Bhf. Wedding), denn dort ver­an­stal­ten wir zusam­men mit vie­len ande­ren Initiativen den "Markt der Demokratie".
        Ich wür­de mich sehr freu­en, Dich dort zu sehen. 

        Wenn Du erst ein­mal nur über Aktionen der Freien Linken infor­miert wer­den möch­test, kannst Du auch die­sen Kanal abon­nie­ren: https://t.me/AufzugInfokanalBundesweit

        Einen herz­li­chen Gruß aus dem Witwesk von Corinna

          1. @Benjamin:
            Oh, das tut mir sehr leid. Dort waren ja noch Menschen von vie­len ande­re Initiativen, die mich gar nicht kennen.
            Und von den Freien Linken ken­nen mich die meis­ten als Corinna oder unter mei­nem Telegram-Avatar "Witwesk" (dem­sel­ben, der hier erscheint).
            Das mit dem Eisbären wis­sen nur ein paar. Hättest Du den Kameramann gefragt (der aber ab etwa 16 Uhr nicht mehr da war), hät­te er Dich an die Frau mit den oran­ge­far­be­nen Stiefeln ver­wie­sen: Das war ich ges­tern auf dem frus­trie­ren­den Markt der Demokratie, der frus­trie­rend war vor allem, weil die Polizei von Beginn an eine erschre­cken­de Eskalationsstrategie gegen uns anwand­te (es sind wegen "Verstoßes gegen die Maskenpflicht und /oder den Mindestabstand" – die dort unter frei­em Himmel über uns paar Männeken von Anfang an ver­hängt wor­den waren, Ordnungswidrigkeitsstrafen bis zu 5.000 Euro [sic!!!!] ange­ord­net wor­den, und es kam zu gewalt­sa­men Verhaftungen ohne jed­we­de Berechtigung).
            Und der auch frus­trie­rend war, weil so wenig BesucherInnen kamen – und das lag nicht allein am Regen, der zwei Stunden nach Beginn ein­set­ze und nicht mehr auf­hör­te, das lag auch dar­an, dass die Deutschen so auto­ri­täts­gläu­big und trä­ge sind.

            Aber die Arbeit geht wei­ter: Am 4.12. auf der Demonstration!

  4. In Ergänzung zu Ihren Erfahrungen @Witwesk, eine per­sön­lich erleb­te Analogie vom gest­ri­gen Montag in einer Besprechung im klei­nen Kreis eines deut­schen, recht bekann­ten und gro­ßen Konzerns hin­sicht­lich his­to­ri­scher Ereignisse von vor rund acht­zig Jahren. Und auch ich will das eine nicht gleich­set­zen mit dem anderen:

    Es sei alles so stres­sig momen­tan. Man müs­se jetzt in kür­zes­ter Zeit die Logistik beim Pförtner instal­lie­ren, alle kon­trol­lie­ren zu kön­nen, die rein wol­len. Man kön­ne ja den schreck­li­chen Impfverweigerern mit der elek­tro­ni­schen Zugangskarte (qua­si beim „Stempeln“) erst mal den Zugang ver­wei­gern bis die­se mit einem Aufkleber ihren Status sicht­ba­rer machen könn­ten. Solange wür­de man viel­leicht mit Sicherheitsfirmen und über­haupt – machen die einem Arbeit kehr… 

    Es wird logis­tisch opti­miert, schnel­ler mar­kiert und erkannt. Der effi­zi­en­te Weg gesucht. Werden Züge bestellt. Wird Personal auf­ge­bo­ten, wer­den Hebel bewegt, alle Kraft mobi­li­siert und die Rüstung ver­schärft. All der­weil die Diskussion nicht gesucht. Denn die­se Volksverräter und Dolch-Stosser haben es ja nicht anders gewollt und verdient…

    In dem klei­nen Kreis in der deut­schen Firmenzentrale schau­ten sich zwei Augenpaare bedrückt an und schwie­gen wäh­rend die ande­ren sich über­bo­ten mit Effizienzvorschlägen zum Wohle unse­rer Gesundheit.

    Alles grad live erlebt. Ich hat­te kei­nen Vater mehr, als ich alt genug war, ihn zu fra­gen: Wie konn­te das alles nur gesche­hen hier: https://m.youtube.com/watch?v=466eQ2kkQKk

  5. Meine Oma hat­te es durch­aus bemerkt, als ihre Nachbarn abtrans­por­tiert wur­den. Und sie bezeich­ne­te die­se Zeit immer als einen Sumpf, wobei man sich nicht weh­ren konn­te und immer tie­fer versank.
    Was mich so scho­ckiert ist, dass die Denkungsweise mei­ner Mitbevölkerung zum größ­ten Teil genau­so ist wie damals. Allen Parolen "Nie wie­der Faschismus" zum trotz.

  6. Manuel Atug
    @HonkHase
    Wenn eine Regierung nach 2 Jahren Pandemie immer noch nicht genug Vorsorgen kann und lie­ber den abso­lu­ten Notnagel Bundeswehr im Inneren tau­send­fach als Normalzustand verwendet.

    Peinlich, lächer­lich, nicht mehr nach­voll­zieh­bar oder begründbar.

    Staatsversagen XXL
    https://twitter.com/HonkHase/status/1462787252355018778

    [oder bringt man die MA schon ein­mal dezen­tral in Stellung?]

  7. @Witwesk

    Schockiert, nicht etwa weil die dann mer­ken wür­den, dass ich eine die­ser tyran­­nisch-ter­ro­­ris­­ti­­schen Gefährderinnen namens "Ungeimpfte" bin (das wis­sen die und akzep­tie­ren es). Sondern scho­ckiert, weil die auch nicht ansatz­wei­se begrif­fen haben, WAS das heut­zu­ta­ge in die­sem Lande heißt.

    Das ist mir so auch schon passiert.

    Bus und Bahn ist ab die­ser Woche auch nicht mehr. Demnächst ver­sper­ren sie uns noch den Zugang zum Lebensmittelhandel. Die dre­hen völ­lig frei. Ich komm mir vor, als hät­te ich Lepra, oder die Pest.
    Als nächs­tes bre­chen dann die Soderkommandos mit Gasmaske und Schutzanzug zum Spritzen in die Wohnungen ein.

  8. Ich sehe das so:
    In fast jeder Redaktion wer­den durch Dritte bezahl­te Hetzer beschäf­tigt. Leute, die in "nor­ma­len Zeiten" es beruf­lich zu nichts gebracht hätten.
    Dieser Hetzer der Wochenzeitung Die Zeit kon­kur­riert mit einem gewis­sen Herrn Göbbels.
    Aber wie­der­um ist kei­ner gezwun­gen, das Hetzblatt Die Zeit zu lesen. Man könn­te auch ein öffent­li­ches Schreddern tau­sen­der Ausgaben der Zeit veranstalten.

    1. @Jo: Nein! Das Verbrennen von Büchern ist ganz sicher nicht etwas, das zu einer auf­klä­re­ri­schen Arbeit gehört, im Gegenteil. Gilt auch für Zeitschriften.

  9. @ Witwesk Das ent­spricht auch voll und ganz mei­ner Beobachtung. Und es ist auch genau das, was mich beson­ders beun­ru­higt. Während von woken Mitbürgern jede noch so klei­ne ver­meint­li­che Diskriminierung ange­pran­gert wird, wer­den die Würde und Rechte eines Viertels der erwach­se­nen Bevölkerung von den einen mit Füßen getre­ten und von ande­ren schlicht­weg ignoriert.

  10. "Modern" wür­de ich das nicht nen­nen, was der ger­ma­nis­ti­sche Musikwissenwissenschaftler und dem­zu­fol­ge natür­lich Experte für Fakten und Staatstheorie so von sich gibt. "Zeitgenössisch" passt besser.
    Einen Keil zu trei­ben, um das "Gefährliche" vom "Gefährdeten" zu trennen…
    Der zuver­läs­sigs­te Hetzer im Land bleibt der ver­meint­lich auf­ge­klär­te Bildungsbürger. Niemand sonst ist so bereit, sei­ne eige­ne, höchst beschränk­te Sicht der Dinge ande­ren auf­zu­dik­tie­ren und am eige­nen Wesen die Welt gene­sen zu lassen.

  11. Mit die­ser Passage zumin­dest liegt er richtig:
    "Ein Anfang wäre ja schon, alles nicht fak­ten­ba­sier­te, unwis­sen­schaft­li­che und staats­feind­li­che aus­zu­schlie­ßen. Falschbehauptungen sind kei­ne Meinung, Hetze ist kei­ne berech­tig­te Sorge."
    Dann dürf­ten angeb­li­che Experten wie Lauterbach & Co. ja nir­gend­wo mehr zu Wort kommen.

  12. Wenn man im Hinterkopf behält, dass Menschen, die schlecht über ande­re reden, eigent­lich sich selbst mei­nen (Projektion), dann liest sich der Zeit-Artikel eigent­lich recht interessant.
    Ich wün­sche dem jun­gen Mann Selbsterkenntnis, da kann er noch viel lernen.

  13. @Witwesk:
    mit Freunden/Bekannten habe ich mich zwar auch frü­her ger­ne mal über Film X oder die Qualität von Restaurant Y unter­hal­ten, aber wenn jetzt die Rede dar­auf kommt, dann erwäh­ne ich, dass mir die Lust ver­gan­gen ist, mich irgend­wo auf­zu­hal­ten wo ich beim Eintritt:
    – einen Lebensberechtigungsschein vor­wei­sen und
    – mich zwecks "Kontaktnachverfolgung" regis­trie­ren und
    – eine Gesichtswindel tra­gen muss.
    Das Gefühl kön­nen die meis­ten nach­voll­zie­hen. (Dass das jemand "rich­tig toll" fand? Kam noch nicht vor).

    Manchmal füge ich dann hin­zu, dass ich mich – unge­ach­tet mei­nes "Impfstatus" – erst gar nicht in einer Gesellschaft auf­hal­ten möch­te, die dies klag­los hinnimmt.

    Optional auch die Bemerkung:
    Wenn denn tat­säch­lich ein "Killervirus" zir­ku­liert, des­sen Gefährlichkeit (weit!) über das hin­aus­geht, was ein Durchschnittsbewohner der BRD bereits durch­lebt hat, ohne es zu bemer­ken (anek­do­ti­sche Kurzberichte aus­ge­nom­men: z.B. über die vor­letz­te, zwei­wö­chi­ge Krankschreibung, die kein Erholungsurlaub war), dann geht man weder in Kinos noch in Restaurants.
    Erst recht nicht, wenn man durch etwas "immu­ni­siert" ist, das ledig­lich einen selbst vor "schwe­rem Verlauf" oder Tod eini­ger­ma­ßen schüt­zen soll.

  14. Diese Artikel und der FAS-Artikel "Kontrolliert uns!" sind ein biss­chen gruselig. 🙂
    Es scheint mir nach­voll­zieh­bar, dass eine kapi­ta­lis­ti­sche Gesellschaft spal­tet. Die radi­ka­le Mitte ent­le­digt sich sozu­sa­gen ihrer Ränder. Und all dies im Namen der Wissenschaft und der Wahrheit. Es ist sehr inter­es­sant Zeuge eines gesell­schaft­li­chen Wandels zu sein.
    Manchmal goog­le ich in den Zeugnissen der alten Normalität bei der bpb. Z.B. das hier aus dem Jahr 2009:
    "Mehrheitsprinzip. In einer Demokratie gilt der Grundsatz, dass bei Wahlen und Abstimmungen die Mehrheit ent­schei­det und dass die Minderheit die Mehrheitsentscheidung aner­kennt. […] Das Mehrheitsprinzip ist eine Kompromisslösung. Die Entscheidung der Mehrheit muss nicht "rich­tig" sein. Das Mehrheitsprinzip gewähr­leis­tet aber, dass Konflikte fried­lich aus­ge­tra­gen werden."
    https://www.bpb.de/politik/grundfragen/deutsche-demokratie/39287/demokratie

  15. Da fragt man sich wirk­lich, was in die Redaktion der Zeit gefah­ren ist, die anschei­nend zum Reinigungsdienst am ver­seuch­ten Volkskörper bla­sen lässt.

    Wann wohl der ers­te nach Lagern goebbelt?

  16. Den Text die­ses T‑Shirt-Mannes, wenn er denn nicht sati­risch gemeint ist, hal­te ich durch­aus für jus­ti­zia­bel, wor­auf @Xman hier schon hin­wies, zumin­dest für ver­ant­wor­tungs­los und gehäs­sig. Was ist nur aus der ZEIT einer Gräfin Dönhoff gewor­den, die ich seit Schülerzeiten in den 1960ern bis in die 90er ger­ne las!
    Zitat: Wo bleibt das Ethos? – Am puren Egoismus geht jede Gesellschaft zugrun­de – von Marion Gräfin Dönhoff, 5. Juli 1996 Quelle: © DIE ZEIT 1996 https://www.zeit.de/1996/28/ethik.txt.19960705.xml :
    (…) Eine Ethik der Verantwortung ist heu­te noch viel not­wen­di­ger als frü­her. Der Philosoph Hans Jonas sag­te ein­mal: "Früher mögen die Zehn Gebote als Orientierungshilfe aus­ge­reicht haben, aber im Zeitalter des Globalismus und in Anbetracht des Zerstörungspotentials, über das der Mensch ver­fügt, sowie ange­sichts des tech­ni­schen Fortschritts, der es mög­lich macht, GENE ZU VERÄNDERN, viel­leicht einen neu­en Menschen zu kre­ieren, müs­sen wir eine Ethik ent­wi­ckeln, die uns bewusst wer­den lässt, wie groß unse­re Verantwortung ist." Manchmal fragt man sich besorgt: Wird die Demokratie unter den obwal­ten­den Umständen wei­ter bestehen kön­nen? Nicht, dass die Gesellschaft ihrer über­drüs­sig wäre, sie bejaht Pluralismus, ist froh über Rechtssicherheit und Freiheit, aber sie lehnt vie­le der­zei­ti­ge Erscheinungsformen der Demokratie ab. Die Bürger sind ver­dros­sen, sie tre­ten aus der Kirche aus, aus den Parteien, den Gewerkschaften, sie schimp­fen über die Politiker, haben kein Vertrauen mehr zu den Parlamentariern, behaup­ten, die­se däch­ten nur an ihre Wiederwahl und küm­mer­ten sich nicht um die wirk­li­chen Probleme. Die Politiker ihrer­seits erklä­ren, die Medien sei­en an allem schuld. Die Gesellschaft ist ganz ein­fach frus­triert. (Zitat Ende)

  17. Gebt den Menschen, die nicht gen­the­ra­peu­tisch behan­delt wer­den möch­ten, doch ein­fach ein eige­nes Land, in dem sie end­lich in Ruhe leben kön­nen! Aber zu glei­chen Bedingungen, ver­steht sich. 

    Gebt den Ungeimpften einen eige­nen Staat!

  18. Was ist aus der "Zeit" mitt­ler­wei­le für ein mor­bi­des Blatt gewor­den. Was für ein "geis­ti­ges Niveau" das m.E. jedem intel­lek­tu­el­len Anspruch nicht mehr gerecht wer­den kann.
    Sie ist für mich zu einem "Sumpfblatt" unters­ter Schublade (s.o.)mutiert ist, pfui Teufel!

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