Polizei: 10.000 in München gegen "Corona-Maßnahmen"

Da sind Stadt und Polizei wohl kra­chend geschei­tert. Auflagen wur­den von Gerichten kas­siert, Angstmache wirk­te nicht (vgl. München erlässt stren­ge Auflagen für Corona-Demo). Die Süddeutsche Zeitung berich­tet:

»Tausende Menschen haben sich am Samstagnachmittag auf der Münchner Theresienwiese ver­sam­melt, um gegen die Corona-Maßnahmen zu demons­trie­ren. Die Polizei schätzt, dass bis zu 10 000 Teilnehmer vor Ort sind. An die Regeln – Maskenpflicht und Abstand hal­ten – hal­ten sich vie­le aber offen­bar nicht. Schon kurz nach Beginn der Kundgebung for­dert die Polizei die Menschen auf, einen Mund-Nasen-Schutz zu tra­gen, weil die Demo sonst auf­ge­löst wer­den müs­se. Vorübergehend müs­sen die Reden auf der Bühne pau­sie­ren, bis sich die Menge bes­ser auf der Theresienwiese ver­teilt hat. Während die Kundgebung fort­ge­setzt wird, lau­fen Polizistinnen und Polizisten durch die Menge und for­dern die Menschen auf, Masken zu tra­gen. "Wir wer­den die­se Personen anspre­chen und je nach Sachlage wer­den sie wegen einer Ordnungswidrigkeit ange­zeigt", teilt die Polizei per Twitter mit.

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"Ich glaube, es gibt auch Dokumente, die das beweisen"

Bayern ist neben Baden-Württemberg das Bundesland, das Corona am wenigs­ten in den Griff bekommt. Das Management der Staatsregierung kann nur als desas­trös bezeich­net werden.

Angeblich wur­den die zahl­lo­sen wider­sprüch­li­chen Ge- und Verbote ohne jeg­li­che Aktendokumentation erlas­sen (vgl. Muß Söder vor Gericht? Maßnahmen in Bayern ohne "Behördenakten").

»Im Gesundheitsministerium hält man die Aufregung für über­trie­ben. Es gebe zwar kei­ne Akten, aber alle Daten, auf deren Grundlage die Verordnungen beschlos­sen wur­den, sei­en ja öffent­lich zugäng­lich – das sei­en die täg­li­chen Lageberichte des Robert Koch-Instituts und des Landesamtes für Gesundheit.

Klaus Holetschek, CSU, Staatssekretär im Gesundheits­ministerium, erklärt: "Aber Transparenz wur­de ja her­ge­stellt. Und ich glau­be, es gibt auch Dokumente, die das bewei­sen. Es geht doch um die Grundsatzfrage: Wir sind in einer Pandemie, für die es kei­ne Blaupause gab. Weltweite Ansteckungen. Da war Handeln gefor­dert. Und die Basis sind die Berichte der Wissenschaftler, der Mediziner, die öffent­lich zugäng­lich waren. Und des­we­gen kann ich die Diskussion über Akten nicht ver­ste­hen. Politik muss für die Menschen han­deln und für die Menschen da sein."«

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Tom Buhrow erklärt Manipulation der ARD

"Menschen mer­ken, wenn jemand mani­pu­liert" über­schreibt die FAZ vom 11.9. (Druckausgabe) ein Interview mit Tom Buhrow, dem ARD-Vorsitzenden und Intendanten des WDR. Daß er damit nicht die öffent­lich-recht­li­chen Medien meint, wird im Verlauf des Gesprächs deutlich.

Auf die Frage »Bei den "Tagesthemen" gibt es seit Anbeginn einen Kommentar. Seit ein paar Tagen ist er ver­se­hen mit dem Schriftzug "Meinung". Ist das nötig?« ant­wor­tet er:

»Viele Zuschauerreaktionen haben uns gezeigt, dass oft nicht erkannt wird, dass ein Kommentar die per­sön­li­che Meinung wie­der­gibt… Deswegen wur­de der Hinweis "Meinung" eingeführt.«

Es folgt die nahe­lie­gen­de Frage »Könnte das auch am Journalismus lie­gen? Dass nicht genau getrennt wird zwi­schen Bericht und Kommentar?…«

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Die meisten Covid-19-Toten sterben wegen einer Sepsis

»Die Mehrheit der Patienten, die an Covid-19 ster­ben, erlie­gen [sic] einer Sepsis als Folge der Infektion. Das hat Konrad Reinhart, Vorsitzender der Sepsis-Stiftung, am Donnerstag in Berlin auf einer Konferenz der Stiftung her­vor­ge­ho­ben. Reinhart, der zugleich Präsident der Global Sepsis Alliance ist, ver­weis dar­auf, dass jede Infektion, also auch die Infektion mit Sars-Cov‑2, als Komplikation zu einer Sepsis füh­ren kann…

Tausende Todesfälle – rund 20.000 im Jahr – sind in Deutschland nach Sicht der Stiftung [sic] zu ver­mei­den. Jährlich ster­ben hier­zu­lan­de etwa 75 000 Menschen an der Krankheit…«

So berich­te­te am 11.9. die FAZ (Druckausgabe). Die Zahl der "an und mit Corona" Verstorbenen beläuft sich heu­te laut RKI auf 9.347.

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Verpufft die Angstkampagne?

Allein die Agentur Scholz & Friends Berlin GmbH in Berlin erhält von BG-Min. Spahn 22 Mio. Euro für die Corona-PR-Kampagne (s. Corona-PR: hip, teu­er, destruk­tiv). Allerdings scheint die intel­lek­tu­el­le Widerstandskraft der Deutschen grö­ßer als geplant zu sein. Die FAZ vom 10.9. berichtet:

»Die Deutschen haben weit­aus grö­ße­re Angst vor den wirt­schaft­li­chen als vor den gesund­heit­li­chen Folgen der Corona-Pandemie. Die jähr­li­che Studie der R+V‑Versicherung, die in einer Befragung „die "Ängste der Deutschen" misst, ergab außer­dem, dass die Sorgen vor den Folgen der Flüchtlingskrise vor allem in Westdeutschland stark gesun­ken sind. Auch die Angst vor Terroranschlägen und vor isla­mis­tisch moti­vier­tem Extremismus ist gerin­ger gewor­den. Die stärks­te gemes­se­ne Angst hegen die Deutschen jedoch vor der unbe­re­chen­ba­ren Politik des ame­ri­ka­ni­schen Präsidenten Donald Trump.«

Die fol­gen­de Grafik zeigt das differenziert:

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Mehr Angst vor Corona als vor dem Teufel?

"Wegen Corona ver­ir­ren sich noch weni­ger Menschen in Gottesdienste" kon­sta­tiert die FAZ von heu­te. Sie berich­tet vom Rückgang um etwa 70 Prozent der Zahl der Besucher katho­li­scher Gottesdienste in den USA.

»Und in Deutschland? Eine Anfrage bei der Deutschen Bischofskonferenz und in drei recht unter­schied­li­chen Bistümern för­der­te Erstaunliches zuta­ge. Zweimal hieß es "kei­ne Ahnung", ein­mal nahm man die Frage gar nicht erst zur Kenntnis, und zu guter Letzt lau­te­te die Antwort, Vergleiche mit dem Vorjahr sei­en sinn­los. Denn Kirchenräume dürf­ten wegen der Abstandsregeln ohne­hin nicht voll besetzt werden. 

Und ob ein Vergleich sinn­voll ist: Auch 2019 waren vie­le Sonntagsgottesdienste so dürf­tig besucht, als wüss­ten die Katholiken längst, dass das Heil außer bei Gott in einem mög­lichst gro­ßen Abstand zu den Mitchristen liegt. Anders gesagt: Was bei vie­len evan­ge­li­schen Gottesdiensten längst nor­mal ist, hat sich in den ver­gan­ge­nen Jahren auch in der katho­li­schen Kirche zu einer neu­en Normalität ent­wi­ckelt. Der regel­mä­ßi­ge Besuch des Sonntagsgottesdienstes ist längst nicht mehr ein kon­fes­sio­nel­les Distinktionsmerkmal.«

Freidenker wer­den ätzen: Corona ist doch für etwas gut.

Täglicher Wahnsinn in der FAZ

Dies sind nur eini­ge Zeugnisse des Irrsins aus dem "Liveticker zum Coronavirus" der FAZ seit ges­tern 12 Uhr:

Hochinfizierte Personen

»Es sei in der ver­gan­ge­ne Woche zu "Besuchen hoch­in­fi­zier­ter Personen in meh­re­ren Gaststätten gekom­men", teil­te das Landratsamt [Garmisch-Partenkirchen] mit.«

Renommee ersetzt Wissenschaft

»Der renom­mier­te Immunologe Anthony Fauci erwar­tet für die Vereinigten Staaten eine Rückkehr zu nor­ma­len Lebensumständen erst Ende 2021 – selbst wenn es bereits in weni­gen Monaten eine Coronavirus-Impfung geben sollte..
Die Menschen müss­ten sich noch auf eini­ge Zeit dar­auf ein­stel­len, Masken zu tra­gen, Abstand zu hal­ten und Ansammlungen zu mei­den, beton­te Fauci. Zum einen wer­de es bis ins kom­men­de Jahr dau­ern, bis die benö­tig­ten Impfdosen her­ge­stellt sei­en. Zum ande­ren wer­de man Monate brau­chen, um die­se zu verabreichen.«

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Drosten: "Den ganzen Haushalt als positiv definieren – auch ohne Test"

Was Christian Drosten gegen­wär­tig mit Perkolationismus zu begrün­den sucht, war bereits im März sei­ne Devise. In einem Interview mit zeit.de, wel­che sich bereits damals mit der Überschrift "'Wir müs­sen jetzt die Fälle sen­ken. Sonst schaf­fen wir es nicht'" dem sprach­li­chen Niveau des Virologen anpaß­te, erklär­te der Experte:

»Wir ver­pas­sen immer mehr Infektionen.
ZEIT ONLINE: Was kann man dage­gen tun?
Drosten: Man muss Abkürzungen neh­men. Wenn eine Person im Haushalt posi­tiv getes­tet wur­de, könn­ten wir den gan­zen Haushalt als posi­tiv defi­nie­ren – auch ohne Test. Weil man ein­fach weiß, dass es so ein­tre­ten wird: Ist ein Familienmitglied infi­ziert, steckt es alle ande­ren an. Sagt man gleich, die sind alle posi­tiv, spart man sich viel Testaufkommen. Stellen Sie sich vor, Sie sind infi­ziert, und am nächs­ten Tag muss sich Ihre Frau dann in die Schlange stel­len. Und dann schlägt der Test viel­leicht noch nicht an und sie muss noch mal kom­men. Das ergibt doch kei­nen Sinn. Da ist es bes­ser, dass die gan­ze Familie direkt in Heimisolierung bleibt. In den Niederlanden wird die­ser Weg schon gegan­gen und ich wer­de das jetzt auch in Gesprächen mit Gesundheitsämtern in Deutschland vor­schla­gen.«

Bis heu­te hat kein ein­zi­ger "Fakten-Checker" die Lüge "Ist ein Familienmitglied infi­ziert, steckt es alle ande­ren an" gerügt.

(Hervorhebung nicht im Original.)

München erlässt strenge Auflagen für Corona-Demo

Das wird heu­te in der FAZ berich­tet (Druckausgabe). Auf einer Politikseite, die zu 75 Prozent aus Berichten zu Demokratiedefiziten in Russland und Belarus besteht, nimmt die­se Information kei­ne Prozent ein:

»Die Stadt München hat eine für Samstag ange­kün­dig­te Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen mit 5000 ange­mel­de­ten Teilnehmern unter­sagt. Stattdessen dür­fe sie unter strik­ten Auflagen auf einem deut­lich grö­ße­ren Platz in der Innenstadt statt­fin­den – aller­dings aus Infektionsschutzgründen nur mit 1000 Teilnehmern, wie das Kreisverwaltungsreferat (KVR) am Donnerstag mit­teil­te. Ein geplan­ter Demonstrationszug durch die Stadt wur­de eben­falls unter­sagt. Es müs­se ein Mindestabstand ein­ge­hal­ten wer­den, hieß es in der Mitteilung des KVR. Außerdem müs­sen alle Teilnehmer – bis auf die jewei­li­gen Redner – eine Maske tra­gen. Schon die Zuwege sol­len von der Polizei kon­trol­liert wer­den. Nach Angaben eines Sprechers des Münchner Verwaltungs­gerichts wur­den Eilanträge gegen die Auflagen ange­kün­digt, die zunächst aber noch nicht bei Gericht ein­ge­gan­gen sei­en.«

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Täglich 3000–4000 Maskenverweigerer in der Bahn erwischt

»Beamte der Bundespolizei ermah­nen pro Tag bun­des­weit zwi­schen 3000 und 4000 Reisende ohne Maske. "Die Bundespolizei unter­stützt die zustän­di­gen Gesundheitsämter seit Wochen in gro­ßem Umfang bei der Durchsetzung der Maskenpflicht auf Bahnhöfen und in Zügen", sag­te Bundespolizei-Präsident Dieter Romann.«

Das berich­tet heu­te handelsblatt.com.