USA: 1,4 Millionen Jobs im Gesundheitssystem abgebaut

Eine inzwi­schen ver­schwun­de­ne Nachricht mel­de­te tagesschau.de ges­tern um 7:05 Uhr:

"Laut Medienberichten wur­den im US-Gesundheitssystem 1,4 Millionen Jobs abge­baut. Hunderttausende Pfleger wur­den ent­las­sen, weil Krankenhäuser wegen Corona nicht unbe­dingt nöti­ge Operationen auf­schie­ben muß­ten und dadurch Verlust machten."

Eine Suche auf tagesschau.de nach dem Begriff "Jobs im Gesundheitssystem abge­baut" ergibt das obi­ge Bild. Auch bei Google ist die Information nicht zu fin­den. „USA: 1,4 Millionen Jobs im Gesundheitssystem abge­baut“ weiterlesen

Eine Nachricht als solche

Man kann als Zeitung eine Nachricht so brin­gen und lügt damit nicht:

"Am 24. April rief die Weltgesundheitsorganisation gemein­sam mit der »Bill & Melinda Gates Foundation« und ande­ren Organisation [so im Original] zu einem gemein­sa­men Handeln in Sachen Corona auf. Daraufhin kam es zu einer Konferenz, an der EU-Repräsentanten, Emissäre Deutschlands, Frankreichs, Japans, Saudi-Arabiens und wei­te­rer Länder teil­nah­men, die USA und Russland waren aller­dings nicht ver­tre­ten. Gemeinsam sam­mel­te man 7,4 Milliarden Euro für die Impfstofforschung und ‑dis­tri­bu­ti­on ein." Link

Hat die Zeitung auf­merk­sa­me LeserInnen, dann kann man auf einen Leserbrief hof­fen, in dem unab­ding­ba­re Fragen gestellt wer­den: „Eine Nachricht als sol­che“ weiterlesen

Bill Gates Verschwörer?

Der meist­ge­lieb­te Vorwurf der media­len Querfront an die gegen Grundrechtseinschränkungen Demonstrierenden ist der, sie phan­ta­sier­ten einen Weltherrschaftsplan von Bill Gates herbei.

Sie soll­ten sich viel­leicht dar­an erin­nern, was 2017 Barbara Unmüßig, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung ("Die grü­ne poli­ti­sche Stiftung") zum Thema schrieb:

"Milliardäre bestim­men glo­ba­le Agenda

Bill Gates ist der reichs­te Mensch der Welt. Sein Vermögen wird auf 88,5 Milliarden Dollar geschätzt. Und er ist wohl auch der groß­zü­gigs­te. Seine Frau und er haben über die Bill & Melinda Gates Foundation (BMGF) bereits vie­le Milliarden ihres Vermögens für den soge­nann­ten guten Zweck gespendet…

Das klingt wun­der­bar und viel­ver­spre­chend: „Bill Gates Verschwörer?“ weiterlesen

Protest ohne Nazis

Am 12.5. führ­ten die NaturFreunde Berlin eine Aktion durch, zu der sie erklärten:

"Mit zwölf lee­ren Kinderwagen und vie­len Schildern haben die NaturFreunde heu­te deut­lich gemacht, dass es in Deutschland genug Möglichkeiten gibt, sofort Familien und Kinder aus den grie­chi­schen Lagern auf­zu­neh­men. Die zwölf Kinderwagen ste­hen sym­bo­lisch für die zwölf Bezirke in Berlin.

Bei einer Protestaktion vor dem Kanzleramt for­der­ten die Anwesenden eine sofor­ti­ge Evakuierung der Lager auf den grie­chi­schen Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos. In den grie­chi­schen Flüchtlingslagern sit­zen mehr als 42.000 Menschen unter men­schen­un­wür­di­gen Bedingungen in völ­lig über­füll­ten Lagern hin­ter Stacheldrahtzaun fest." Link

Linke kritisieren Demos bis zur Selbstverleugnung

Beides ist rich­tig: Es gibt zur Zeit eine besorg­nis­er­re­gen­de Einschränkung von Grundrechten, die zuneh­mend auch Verfassungsrechtler kri­ti­sie­ren. Und es gibt Straßenproteste, in die sich Rechtsradikale mit unter­schied­li­chem Erfolg einklinken.

Gibt es Angebote der orga­ni­sier­ten Linken, gegen Ersteres anzu­ge­hen? Leider kaum. Statt des­sen fin­den wir in sel­te­ner Übereinstimmung mit Regierung, Medien und "Extermismus-Forschern" eine pau­scha­le Verunglimpfung der Proteste. Wieder ein­mal ganz weit vor­ne dabei die jun­ge Welt, heu­te in Form eines Interviews mit einem lin­ken Aktivisten. Wir lesen dort:

"Auch Menschen, die sich selbst als Linke ver­or­ten, [sind] nicht gefeit vor Ansichten wie der Leugnung der Existenz des Virus bis hin zu kru­den Wahnvorstellungen über des­sen Erfindung in Laboren – wahl­wei­se in China oder Israel." „Linke kri­ti­sie­ren Demos bis zur Selbstverleugnung“ weiterlesen

Drosten fordert noch mehr Zensur

Daß Google tat­säch­li­che oder ver­meint­li­che Falschinformationen zu Corona bei der Suche her­ab­stuft, ist bekannt. Andere Dienste ver­hal­ten sich ähn­lich oder blen­den zu unlieb­sa­men Nachrichten Hinweise zu "seriö­sen" Quellen ein. Wie sie dabei aus­wäh­len, ent­schei­den Algorithmen, über die sie kei­ne Auskunft geben müs­sen. (s. z..B. netzpolitik.org).

Das alles reicht Herrn Drosten nicht. Er hat mit mehr als 100 ande­ren Menschen einen inter­na­tio­na­len Aufruf gestar­tet, in dem wei­te­re Zensurmaßnahmen gefor­dert wer­den. Von den "sozia­len Medien" wird ver­langt: „Drosten for­dert noch mehr Zensur“ weiterlesen

Böse: Trump ohne Maske – Gut: Merkel ohne Maske?

Populisten der media­len Querfront sind sich einig:

"Der 74jährige mit der erd­beer­blon­den Fönfrisur… [hat] sich als ein­zi­gen von der Maskenpflicht aus­ge­nom­men, die er nun doch im Weißen Haus ver­hängt hat."

nör­gelt heu­te die jun­ge Welt. Ganz ähn­lich der Stern:

"Im Weißen Haus herrscht Maskenpflicht – dem US-Präsidenten ist das offen­bar egal."

Nur zwei Beispiele von vie­len, bei denen die Maske selbst­ver­ständ­lich als sinn­voll vor­aus­ge­setzt wird. „Böse: Trump ohne Maske – Gut: Merkel ohne Maske?“ weiterlesen

"Weniger Staat, mehr Eigenverantwortung: Freiheit auf Bewährung"

So lau­te­te das Thema im Presseclub der ARD vom 10.5.
Jörg Schönenborn stell­te die Frage:

"Das Thema des Wochenendes ist eine Fleischfabrik, ein Schlachthof in Nordrheinwestfalen, in ande­ren scheint's ähn­lich zu sein, wo man fest­stel­len kann, daß die Unterbringung der Arbeiter über­haupt nicht den Hygienestandards ent­spricht. Hunderte Ansteckungen. Ist das ein Signal, daß man Unternehmen nicht ver­trau­en kann, daß die staat­li­che Kontrolle wich­tig ist?" „"Weniger Staat, mehr Eigenverantwortung: Freiheit auf Bewährung"“ weiterlesen

Drosten duldet keine anderen Götter neben sich

Im 40. sei­ner legen­dä­ren Podcasts zum Thema Corona macht Christian Drosten ket­ze­ri­schen Professoren und Nobelpreisträgern den Garaus:

"Hier ist es bei­spiels­wei­se so, … daß da viel­leicht irgend­ein Professor sich hin­stellt in die Öffentlichkeit. Ich bin auch Professor, und ich wür­de mich nie trau­en, irgend­wel­che Dinge an die Öffentlichkeit zu geben, die auch noch so viel Meinung beinhal­ten… „Drosten dul­det kei­ne ande­ren Götter neben sich“ weiterlesen