Spahn: Luxusvilla für 4 Millionen?

Eigentlich ist es die Privatsache des Bundesgesundheitsministers. Ob er im Lotto gewon­nen oder eine fet­te Erbschaft gemacht hat oder ob sein Mann die 4 Millionen für die 300 qm gro­ße Villa im Berliner Nobelviertel Dahlem finan­ziert, könn­te der Öffentlichkeit egal sein.

Vorausgesetzt, die Informationen von businessinsider.de tref­fen zu, wird der Minister jedoch das Problem nicht los, öffent­lich Wasser zu pre­di­gen und pri­vat Wein zu trin­ken. Immer wie­der bemüh­te Spahn Worte wie "Solidarität" und "Zusammenhalt der Gesellschaft". Millionen Menschen hat er in Kurzarbeit geschickt oder ander­wei­tig in ein pre­kä­res Leben gestürzt. Hunderte Millionen, dies­mal Euro, hat er Pharmakonzernen und ande­ren Profiteuren der Corona-Krise zuge­schanzt, vor­bei an Parlamenten und kraft eines seit 5 Monaten gel­ten­den Notstandsrecht.

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Wie war das noch… mit dem Schock-Papier des Innenministeriums?

Mitte März hat­te das Bundesinnenministerium ein gehei­mes Thesenpapier "Wie wir COVID-19 unter Kontrolle bekom­men" erstellt. Erst auf öffent­li­chen Druck wur­de es am 28.4. ver­öf­fent­licht. Nach Aussage des Ministeriums floß es "in die Diskussion über den wei­te­ren Umgang mit der Corona-Pandemie" ein. Es wur­de nie zurück­ge­nom­men. Update: Inzwischen gilt die­ser Link. Update 2: Auch der ist ver­schwun­den. Hier mit Zusatzmaterial.

abgeordnetenwatch.de faßt den Tenor so zusammen:

»… dass Behörden eine "Schockwirkung" erzie­len müss­ten, um Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die mensch­li­che Gesellschaft zu ver­deut­li­chen. Es sol­le klar gemacht wer­den, dass bei einer Infizierung mit dem COVID-19-Virus eine Todesart das "qual­vol­le" Ersticken sein kön­ne. Zudem sei­en auch Kinder Opfer des Virus und auch blei­ben­de Folgeschäden bei einer Erkrankung sei­en nicht aus­ge­schlos­sen. Unter Bezug auf vori­ge Krisen sol­le zudem "his­to­risch argu­men­tiert" wer­den. "2019 = 1919 + 1929", heißt es in dem Papier. Im schlimms­ten Fall dro­he, "dass dies die Gemeinschaft in einen völ­lig ande­ren Grundzustand bis hin zur Anarchie ver­än­dert".«

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Absurdes Corona-Ranking

Das bie­tet das RKI heu­te an:

Rot ist der worst case, der Landkreis Dingolfing-Landau. Es wer­den 811 "Fälle" mit 10 Toten bei einer Bevölkerung von 96.217 Ew. ange­ge­ben. Das ent­spricht einer Sterblichkeit "an und mit Corona" von 0,01%.

Allen Ernstes spricht das RKI bei einer wei­te­ren Grafik von "COVID-19-Fällen/Tag nach Erkrankungsbeginn".

Wo sind Corona-Tote verstorben?

Im "Täglichen Lagebericht des RKI" vom 15.8. wird die Zahl von 9.231 Verstorbenen gemel­det. Dabei gilt bis heute:

»Sowohl Menschen, die unmit­tel­bar an der Erkrankung ver­stor­ben sind ("gestor­ben an"), als auch Personen mit Vorerkrankungen, die mit SARS-CoV‑2 infi­ziert waren und bei denen sich nicht abschlie­ßend nach­wei­sen lässt, was die Todesursache war ("gestor­ben mit") wer­den der­zeit erfasst.«

Im Tagesreport des DIVI-Intensivregisters vom glei­chen Tag sind dage­gen die­se Angaben zu finden:

»Fallzahlen COVID-19
… Gesamt abge­schlos­se­ne Behandlungen 16.074
davon ver­stor­ben 3.925 (24%) «

Damit wäre noch nicht ein­mal die Hälfte der dem RKI bekann­ten Verstorbenen auf Intensivstationen behan­delt wor­den. Wo und unter wel­chen Umständen sind die ande­ren 5.306 Menschen ums Leben gekommen?

Danke für die­sen Hinweis an einen Mitleser!

Kammer warnt Ärzte vor Teilnahme an Anti-Corona-Demo

Auf aerztezeitung.de vom 14.8. sind üble Denunziationen zu lesen:

»Hamburg. Die Initiative Querdenken 40 hat für Samstag, 15. August, zu einer Großdemonstration am Hamburger Jungfernstieg auf­ge­ru­fen. Bei der für fünf Stunden ange­mel­de­ten Veranstaltung soll es auch um die Themen Maskenpflicht und Abstandsregelung gehen.

Der Vorstand der Ärztekammer Hamburg warnt aus­drück­lich vor einer Teilnahme an der von ihm als "Antimaskendemonstration" bezeich­ne­ten Veranstaltung.

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"Neue Saiten aufziehen gegen Maskenverweigerer"

Matthias Koch, "Chefautor" des Redaktionsnetzwerks Deutschland, schreibt vor­geb­lich gegen "Rechtspopulisten und Verschwörungstheoretiker" und ver­wen­det dabei Nazi-Jargon.

Unter dem Titel "Die Corona-Kurven stei­gen – sind wir noch zu ret­ten?" fabri­ziert er solches:

»Die Masken fal­len, die Kurven stei­gen – sind wir eigent­lich noch zu ret­ten? Deutschland, noch vor einem Vierteljahr ein Musterland der Virenbekämpfung, lässt nach.

Was nun? Eigentlich gibt es, dar­in liegt das Frappierende und Deprimierende die­ser Tage, gar kei­ne neu­en Aspekte. Die Deutschen müss­ten nur das, was sie unter inter­na­tio­na­lem Beifall gut begon­nen haben, auch kon­se­quent fort­set­zen. Es geht jetzt ein­fach mal ums Durchhalten.

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Drosten-Diss: Faktenchecker hinken hinterher und verzapfen Unsinn

Nachdem hier am 31.7. die angeb­li­che Dissertation von Christian Drosten zum Download ange­bo­ten wur­de, haben sie jetzt auch die "Faktenchecker" von volksverpetzer.de in die Hände bekom­men. Chapeau!

Voller Stolz wird ver­mel­det, man habe sie in der Bibliothek der Goethe-Universität ent­deckt. Daß sie dort steht, war hier bereits am 26. Juni zu lesen.

Allerdings begnügt man sich damit, ein Filmchen über das Durchblättern der Arbeit zu zei­gen. Man stellt sie jedoch nicht zur Verfügung wegen "Urheberrecht". Das ist ein Unfug, der hier erör­tert wur­de. Anderer Unsinn folgt:

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Nach dem bayerischen Test-Skandal: Verfassungsbruch mit windigen Zahlen

Wie ernst man­che Regierenden ihre Propaganda über die Gefährlichkeit von Corona neh­men, wird aktu­ell am Umgang mit den Ergebnissen der Tests von Reiserückkehrern deutlich.

In der Kommentierung der mei­nungs­ma­chen­den Medien geht völ­lig unter, daß jen­seits von "Selbstüberschätzung", "Vorpreschen", "Kapazitätsengpässen" wesent­lich mehr zu beob­ach­ten ist. Da ist zum einen die Tatsache, daß es eine Infektionsquote von nicht ein­mal 1,5% gibt, die auch noch sehr unter­schied­lich ermit­telt wird.

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Weimar: Kurzbesuch in Zeiten von Corona

Weil der Mensch so was ein­fach mal braucht, stand jüngst ein Kurzbesuch in der Kulturstadt Weimar an. Das Angebot eines Öffentlichen Stadtrundgangs wur­de aus­ge­schla­gen wegen die­ser Einschränkung: "Teilnahme nur mit Mund-Nasen-Schutz unter Einhaltung der 1,5 m Abstandsregel". Wie sich her­aus­stell­te, traf das in der Realität und zum Glück auf kei­ne ein­zi­ge der zu beob­ach­ten­den Führungen zu. Weitere Eindrücke zum Thema gibt es hier:

Zwei Polizisten nach kritischen Reden auf Corona-Demos suspendiert

focus.de berich­te­te gestern:

»Ein Polizist aus Hannover ist nach sei­ner Rede bei einer Demonstration gegen die staat­li­chen Corona-Schutzmaßnahmen in Dortmund vor­erst vom Dienst ent­bun­den wor­den. Das teil­te die Pressestelle der Polizeidirektion Hannover am Dienstag mit. Zuvor gab es einen wei­te­ren Fall eines Augsburger Beamten.

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