Paxlovid: Faucis schlechte Erfahrung und Lauterbachs Empfehlungen

Es ist wie beim "Impfen". Nur sind es jetzt die Hausärzte, für die noch die rich­ti­ge Ansprache gefun­den wer­den muß. Lauterbach wird nicht müde, auch ohne ent­spre­chen­de Nachweise das teu­er bestell­te Pfizer-Medikament zu preisen:

»Paxlovid, direkt nach den ers­ten Symptomen genom­men, senkt die Zahl der Krankenhauseinweisungen um bis zu 90 Prozent, die Sterblichkeit um 70 Prozent. Dieses Potenzial wird aber in der Tat kaum genutzt, denn vie­le Hausärzte wis­sen noch nicht um die­sen Nutzen. Wir müs­sen sie sen­si­bi­li­sie­ren und wer­den das Medikament brei­ter ver­füg­bar machen.«
zeit.de (10.7., Bezahlschranke)

Da ist erkennt­nis­för­dernd, was Anthony Fauci erlebt hat:

edition.cnn.com (30.6.)

»Fauci sagt, sein Covid sei nach Paxlovid zurückgekommen

(CNN)Dr. Anthony Fauci, Direktor des National Institute of Allergy and Infectious Diseases und lei­ten­der medi­zi­ni­scher Berater von Präsident Biden, hat kürz­lich ent­hüllt, dass er nach der Einnahme des anti­vi­ra­len Medikaments Paxlovid einen Rückfall [rebound] sei­ner Covid-19-Infektion erlebt.

Bislang beschrän­ken sich die Fälle von Rückfällen mit Paxlovid auf klei­ne Studien und Erfahrungen, die in den sozia­len Medien geteilt wurden

Experten für Infektionskrankheiten haben die Regierung auf­ge­for­dert, Rebound-Fälle sys­te­ma­ti­scher zu unter­su­chen. Sie sagen, das Phänomen müs­se bes­ser cha­rak­te­ri­siert wer­den, um zu ver­ste­hen, wer am meis­ten gefähr­det ist und ob die stan­dard­mä­ßi­ge 5‑tägige Behandlung mit dem Medikament ver­län­gert wer­den soll­te, um es zu ver­hin­dern. Darüber hin­aus, so die Experten, haben Studien gezeigt, dass Menschen die Infektion wäh­rend eines Rebounds auf ande­re über­tra­gen kön­nen, was ein wei­te­rer Grund ist, das Phänomen bes­ser zu verstehen.

Fauci beschrieb den "inter­es­san­ten Verlauf" sei­ner eige­nen Infektion am Dienstag bei einem Auftritt auf dem Global Health Forum von Foreign Policy.

"Ich wur­de vor etwa zwei Wochen posi­tiv, mit sehr gerin­gen Symptomen. Als sich die­se in mei­nem Alter ver­stärk­ten, nahm ich fünf Tage lang Paxlovid ein", sag­te Fauci. Der 81-jäh­ri­ge Fauci ver­dankt es dem Medikament, dass er nicht ins Krankenhaus musste.
Nach der fünf­tä­gi­gen Einnahme des Medikaments wur­de er nega­tiv getes­tet. An drei auf­ein­an­der­fol­gen­den Tagen waren sei­ne Tests nega­tiv. Am vier­ten Tag wur­de er wie­der posi­tiv getestet.
"Es war sozu­sa­gen das, was die Leute als Paxlovid-Rebound bezeich­nen", sag­te er.

Pfizer, das Unternehmen, das Paxlovid her­stellt, sagt, dass sei­ne Studien zei­gen, dass Rückstöße sel­ten sind und sowohl bei Menschen auf­tre­ten, die das Medikament ein­neh­men, als auch bei denen, die eine Placebopille ein­neh­men. Da die Forscher das Phänomen in bei­den Gruppen fest­stell­ten, glaubt das Unternehmen nicht, dass es mit dem Medikament zusammenhängt.

Die CDC hat am 24. Mai eine Gesundheitswarnung an Ärzte her­aus­ge­ge­ben, in der sie dar­auf hin­weist, dass die Covid-19-Symptome manch­mal wie­der auf­tre­ten und dass dies bei man­chen Menschen ein­fach so ist, unab­hän­gig davon, ob sie geimpft oder mit Medikamenten wie Paxlovid behan­delt wer­den. Die CDC sag­te wei­ter, dass die meis­ten Fälle von Rebound mil­de Krankheitsverläufe auf­wei­sen und dass es kei­ne Berichte über ernst­haf­te Erkrankungen gege­ben hat.

In Faucis Fall ver­schlim­mer­ten sich sei­ne Symptome, als sie nach der Behandlung zurückkehrten.

"Im Laufe des nächs­ten Tages oder so fing ich an, mich wirk­lich schlecht zu füh­len, viel schlech­ter als bei der ers­ten Behandlung", sag­te er.

Seine Ärzte ver­schrie­ben ihm eine wei­te­re Behandlung mit Paxlovid.

"Ich habe wie­der Paxlovid bekom­men und bin jetzt am vier­ten Tag einer fünf­tä­gi­gen Behandlung mit der zwei­ten Paxlovid-Kur. Glücklicherweise füh­le ich mich eini­ger­ma­ßen gut. Ich mei­ne, ich bin nicht völ­lig sym­ptom­frei, aber ich füh­le mich sicher nicht akut krank.

Dr. Michael Charness vom Boston VA Healthcare System hat Fälle von Paxlovid-Rebound unter­sucht. Er sag­te, der Fall von Fauci zei­ge, wie viel wir noch über das Medikament ler­nen müssen.

"Sein kli­ni­scher Verlauf unter­streicht, wie viel wir noch über die opti­ma­le Dosierung und Dauer der anti­vi­ra­len Behandlung von Omicron-Infektionen ler­nen müs­sen. Wir wis­sen auch wenig über das bes­te Management von schwe­ren Rebound-Infektionen", sag­te Charness in einer schrift­li­chen Mitteilung an CNN.«

edition.cnn.com (30.6.)

8 Antworten auf „Paxlovid: Faucis schlechte Erfahrung und Lauterbachs Empfehlungen“

  1. Es ent­steht eine Religionsgemeinschaft.

    Morgens und abends Paxlovid.
    Einmal pro Monat Comirnaty.
    Und zu Dr. Ostern und Wielernachten gibt es Imvanex.

    Das Zertifikat von Onkel Bill trägt man um den Hals, gut sichtbar.

  2. Dem Fauci graust es anschei­nend vor nichts. Oder will er ein­fach nur Buße tun für sei­ne vie­len Sünden als Oberbefehlshaber der ame­ri­ka­ni­schen Virenverbreitungsarmee?!

  3. Kaum zu glauben:

    Fauci kann tat­säch­lich fol­gen­de Worte bei einem Auftritt auf dem Global Health Forum von Foreign Policy sagen:
    ich bin am vier­ten Tag einer fünf­tä­gi­gen Behandlung mit der zwei­ten Paxlovid-Kur. Glücklicherweise füh­le ich mich eini­ger­ma­ßen gut. Ich mei­ne, ich bin nicht völ­lig sym­ptom­frei, aber ich füh­le mich sicher nicht akut krank.

    Oder war er nur per Videoschalte aus der Q Zone dabei?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.