"PCR-Tests allein haben eine zu geringe Aussagekraft"
Aus der Uni Duisburg/Essen

»Rund 190.000 PCR-Tests ausgewertet
Ergeb­nis­se allein unge­eig­net als Grund­la­ge für Pandemie-Maßnahmen
18.06.2021

For­schen­de der Medi­zi­ni­schen Fakul­tät der UDE wei­sen im renom­mier­ten Jour­nal of Infec­tion* dar­auf hin, dass die Ergeb­nis­se von RT-PCR-Tests allein eine zu gerin­ge Aus­sa­ge­kraft haben, um damit Maß­nah­men zur Pan­de­mie­be­kämp­fung zu begrün­den. Gemäß ihrer Unter­su­chung bewei­sen posi­ti­ve Test­ergeb­nis­se nicht hin­rei­chend, dass mit SARS-CoV‑2 Infi­zier­te ande­re Per­so­nen mit dem Coro­na­vi­rus anste­cken kön­nen. Zusam­men mit Wissenschaftler:innen der Uni­ver­si­tät Müns­ter und dem MVZ Labor Müns­ter hat­ten sie zuvor rund 190.000 Ergeb­nis­se von mehr als 160.000 Men­schen dahin­ge­hend ausgewertet.

Die RT-PCR-Test-Tech­nik gilt als Gold­stan­dard, wenn es um den Nach­weis einer Infek­ti­on mit dem Coro­na­vi­rus SARS-CoV‑2 geht. Sie kann nur in spe­zia­li­sier­ten Ein­rich­tun­gen durch­ge­führt wer­den. Wäh­rend der Pan­de­mie wur­den und wer­den die Ergeb­nis­se von Coro­na-Tests mit­tels RT-PCR-Tech­nik ver­wen­det, um die Zahl der bun­des­wei­ten Neu­in­fek­tio­nen pro 100.000 Einwohner:innen (Inzi­denz) zu ermitteln.

Die­ser Inzi­denz­wert bil­det für Bund und Län­der wie­der­um eine wich­ti­ge Basis, um Anti-Coro­na-Maß­nah­men zu begrün­den, zum Bei­spiel Kon­takt­be­schrän­kun­gen bzw. Aus­gangs­sper­ren. Dies stel­len die For­schungs­teams aus Essen und Müns­ter jedoch auf­grund ihrer Daten­aus­wer­tung infra­ge. „Ein posi­ti­ver RT-PCR-Test allein ist nach unser Stu­die kein hin­rei­chen­der Beweis dafür, dass Getes­te­te das Coro­na­vi­rus auf Mit­men­schen auch über­tra­gen kön­nen“, sagt Erst­au­tor Prof. Dr. Andre­as Stang, Direk­tor des Insti­tuts für Medi­zi­ni­sche Infor­ma­tik, Bio­me­trie und Epi­de­mio­lo­gie (IMIBE) des Uni­ver­si­täts­kli­ni­kums Essen. „Die am Ende errech­ne­te Zahl von SARS-CoV‑2 posi­tiv Getes­te­ten soll­te daher nicht als Grund­la­ge für Pan­de­mie­be­kämp­fungs­maß­nah­men, wie Qua­ran­tä­ne, Iso­la­ti­on oder Lock­down, benutzt werden.“

Die Autor:innen raten des­halb, Daten aus ande­ren Berei­chen zur Bewer­tung der Pan­de­mie-Lage zu erhe­ben bzw. zu nut­zen. „Geeig­ne­ter wären zum Bei­spiel ver­läss­li­che Anga­ben zur Inten­siv­bet­ten-Bele­gung sowie zur Mor­ta­li­tät, also zu der jewei­li­gen Zahl der Todes­fäl­le in Zusam­men­hang mit COVID-19“, schlägt Epi­de­mio­lo­ge Prof. Stang vor. In sei­nem Fach­ge­biet wer­den die Fol­gen von Epi­de­mien auf Gesell­schaf­ten untersucht.

Das For­schungs­team spricht aber auch über die Mög­lich­keit, die Aus­sa­ge­kraft des RT-PCR-Wer­tes bei künf­ti­gen Bewer­tun­gen der Pan­de­mie­la­ge zu ver­bes­sern, indem der sog. Cycle-thres­hold-Wert (Ct-Wert) ein­be­zo­gen wird. Durch die auch als Schwel­len-Zyklus-Wert bekann­te Zahl kön­nen Aus­sa­gen über die Anste­ckungs­ge­fahr durch posi­tiv getes­te­te Per­so­nen gemacht wer­den. Liegt der Ct-Wert bei posi­tiv Getes­te­ten bei 25 oder höher, geht man der­zeit davon aus, dass die­se nicht mehr anste­ckend sind, weil die Virus­last zu gering ist. „Bei durch­schnitt­lich etwa 60 % der Getes­te­ten mit COVID-19-Sym­pto­men wur­den solch hohe CT-Wer­te nach­ge­wie­sen; In den Wochen 10 bis 19 waren es sogar 78 %, die sehr wahr­schein­lich nicht mehr anste­ckend waren“, betont Prof. Stang. „Auch das Abfra­gen von COVID-19-Sym­pto­men bei Getes­te­ten wür­de hel­fen, die Ergeb­nis­se von RT-PCR-Tests bes­ser bewer­ten zu können.“

*Ori­gi­nal­ver­öf­fent­li­chung:
„The per­for­mance of the SARS-CoV‑2 RT-PCR test as a tool for detec­ting SARS-CoV‑2 infec­tion in the popu­la­ti­on“ https://​doi​.org/​1​0​.​1​0​1​6​/​j​.​j​i​n​f​.​2​0​2​1​.​0​5​.​022«
uni​-due​.de

Es könn­te lang­sam eng wer­den für Herrn Dros­ten und sei­nen "Gold­stan­dard".

(Her­vor­he­bun­gen nicht im Original.)

30 Antworten auf „"PCR-Tests allein haben eine zu geringe Aussagekraft"
Aus der Uni Duisburg/Essen“

  1. Haben die die Wuhan­stu­die nicht gelesen? 

    Kennt­nis der Lite­ra­tur schützt vor Neu­ent­de­ckun­gen, wie einer mei­ner aka­de­mi­schen Leh­rer zu sagen pflegte.

  2. Ratio­nal betrach­tet war und ist die PCR ja auch nur zur Erre­ger­be­stim­mung geeig­net und nicht für die Diagnostik. 

    Das ist auch immer klar gewe­sen. Inter­es­sant ist allei­ne, dass Poli­tik und Bür­ger gemein­sam so getan haben, als wäre das nicht so. 

    Dros­ten kann man ja fast kei­nen Vor­wurf machen. Er hat nie aktiv behaup­tet, die PCR wür­de was tau­gen. Er hat aber schlau­er­wei­se auch nie das Gegen­teil behaup­tet, in den rich­ti­gen Momen­ten geschwie­gen oder eben wie­der­holt, was man ihn gefragt hat. 

    Wenn man nur von Idio­ten umge­ben ist, ist das wahr­schein­lich die bes­te Tak­tik. Dis­ku­tie­ren bringt nichts, dage­gen­an­ar­bei­ten auch nicht. Mit­schwim­men und mit­neh­men, was einem in die Tasche gestopft wird. 

    Wie sind im Zeit­al­ter des Füh­lens, nicht des Denkens! 

    Die Impf­lin­ge wer­den erst mer­ken, was los ist, wenn die Lang­zeit­fol­gen kom­men. Dann kön­nen sie spü­ren, was sie sich schon lan­ge hät­ten den­ken können.

  3. Ist das noch Wis­sen­schaft oder schon Spam?
    Alles seit Jahr­zehn­ten bekannt -.-

    Und selbst mit die­sen Erkennt­nis­sen ist es noch ein LARP.

    "Kran­ke haben mehr von die­sen RNA-Schnip­seln also müs­sen die RNA-Schnip­sel krank machen!!!11"
    -> https://​img3​.upload​house​.com/​f​i​l​e​u​p​l​o​a​d​s​/​2​9​1​1​7​/​2​9​1​1​7​8​5​3​6​a​6​a​a​d​6​1​3​8​3​5​4​e​a​4​c​d​9​3​9​0​a​a​2​3​0​f​e​6​6​e​.​jpg
    -> https://​img2​.upload​house​.com/​f​i​l​e​u​p​l​o​a​d​s​/​2​9​1​1​7​/​2​9​1​1​7​8​5​2​0​8​5​c​0​8​6​4​b​a​7​6​0​2​7​4​8​1​2​3​c​5​a​5​1​5​a​a​e​5​d​9​.​png
    -> https://​joan​nen​o​va​.com​.au/​s​3​/​j​o​n​o​v​a​.​s​3​.​a​m​a​z​o​n​a​w​s​.​c​o​m​/​g​r​a​p​h​s​/​t​e​m​p​-​c​o​2​/​u​s​_​p​o​s​t​_​c​a​u​s​e​s​_​g​l​o​b​a​l​_​w​a​r​m​i​n​g​_​l​r​g​.​jpg

    Und in fast jedem bren­nen­den Haus wer­den Feu­er­wehr­leu­te gefunden.
    Coin­ci­dence? I think not!
    https://​img2​.upload​house​.com/​f​i​l​e​u​p​l​o​a​d​s​/​2​9​1​1​7​/​2​9​1​1​7​8​6​2​6​3​d​6​e​8​7​a​3​1​8​9​6​3​5​8​a​9​f​6​d​b​5​f​d​a​6​d​5​9​3​2​.​png

  4. End­lich mal wie­der sach­ge­rech­te und nicht rein inter­es­sen­ge­lei­te­te poli­ti­sche Forschung!

    Was sagt wohl das viro­lo­gisch- gesund­heits­öko­no­mi­sche Epi­de­mio­lo­gen­imi­tier­duo "Dr.Osten und das KL" dazu?

    1. @Erfurt: nicht nur die PCR.
      Die gan­zen Selbst- bzw. Schnell­tests sind weit­aus schäd­li­cher, da die­se im Hausmüll
      ent­sorgt wer­den sollen.
      Plas­tik­be­steck wird mitt­ler­wei­le Ver­teu­felt, dafür gibts jetzt Holzbesteck,
      wofür CO2 ver­zeh­ren­de Bäu­me gefällt werden,
      Aber wegen dem Plas­tik- und Gift­müll der Schnell­tests kräht kein Hahn nach.
      Was sagen eigent­lich dir FFF dazu?
      Natür­lich nichts.
      Die ren­nen zu die­sen Tests, wie die Lem­min­ge zur Klippe.

  5. Der dros­ti­ge Gold­grä­ber ist doch der Lieb­ling des Regimes. Solan­ge repres­si­ve Maß­nah­men auf­recht­erhal­ten wer­den kön­nen (auch ein Jahr nach Epi-Lage) und aus­rei­chend Kon­troll- und Über­wa­chungs­ge­set­ze instal­liert sind, solan­ge media­le Het­ze gegen "Abweich­ler" und sog. "Quer­den­ker" läuft, solan­ge sich das Par­tei­en­kar­tell einig ist, solan­ge wird der dros­ti­ge Gold­grä­ber eher nichts zu befürch­ten haben.

    1. @Clarence: Viel­leicht wird aber auch anders­her­um ein Schuh dar­aus. Waren es am Anfang eini­ge der übli­chen Ver­däch­ti­gen in der Wis­sen­schaft, die Kri­tik anbrach­ten und rasch mund­tot oder lächer­lich gemacht wur­den, so kom­men sol­che Stim­men inzwi­schen immer mehr aus dem "wis­sen­schaft­li­chen Main­stream". Da kann man bekla­gen, daß die reich­lich spät dran sind, aber womög­lich wird damit doch lang­fris­tig dem Wahn­sinn die Grund­la­ge ent­zo­gen. Giord­a­no Bru­no wur­de ver­brannt, Gali­leo Gali­lei muß­te noch wider­ru­fen, und viel zu lan­ge hielt das Dun­kel von Mit­tel­al­ter und Kir­che an. Gewon­nen haben sie trotz­dem nicht.

      1. @ aa

        Ich habe kei­ne Jahr­hun­der­te Zeit, und – selbst unter Berück­sich­ti­gung der Plau­si­bi­li­tät des Koselleck­schen Rapi­di­sie­rungs­theo­rems – kei­ne Jahrzehnte.

        Davon abge­se­hen hät­te Bru­no auch wider­ru­fen kön­nen, hat das im Gegen­satz zu Gali­lei aber nicht getan. Und es han­delt sich wohl eher um das Dun­kel der Neu­zeit, wie auch immer man die Epo­chen­gren­ze in Anleh­nung an Mat­thi­as Clau­di­us zie­hen mag.

        Inter­es­sant ist aller­dings die Par­al­le­le zwi­schen der Her­aus­for­de­rung der herr­schen­den Macht durch den Buch­druck mit beweg­li­chen Let­tern und die Refor­ma­ti­on damals und der Her­aus­for­de­rung der herr­schen­den Macht durch das Inter­net heute.

  6. Die in der Stu­die gemach­ten Aus­sa­gen las­sen sich mit dem klei­nen 1 x 1 der Epi­de­mio­lo­gie auf simp­le Art und Wei­se belegen!

    Im Ver­ei­nig­ten König­reich wur­den in den let­zen 7 Tagen im Durch­schnitt 944.769 Per­so­nen am TAG auf Sars-CoV‑2 getes­tet. (Posi­tiv­ra­te, Stand 13.06.21 > 0,80 %) In Deutsch­land waren es im Ver­gleich dazu durch­schnitt­lich 117.568 am Tag. (Posi­tiv­ra­te, Stand 13.06.2021 > 2,30 %) >>> https://​www​.coro​na​-in​-zah​len​.de/​w​e​l​t​w​e​it/ & https://ourworldindata.org/explorers/coronavirus-data-explorer?zoomToSelection=true&hideControls=true&Metric=Share+of+positive+tests&Interval=New+per+day&Relative+to+Population=false&Align+outbreaks=false&country=GBR~DEU

    Bei einer theo­re­tisch ange­nom­me­nen, aber in der Pra­xis völ­lig unereich­ba­ren Sen­si­ti­vi­tät von 99 % (70 % wären deut­lich rea­lis­ti­scher), einer zusätz­lich sehr opti­mis­ti­schen abe­g­schät­zen Spe­zi­fi­tät von 99 % und einer äußerst groß­zü­gig bemes­se­nen VORTESTWAHRSCHEINLICHKEIT (Prä­va­lenz) (!!!) von 6 % bezo­gen auf die Gesamt­po­pu­la­ti­on, so erhält man bei 100 durch­ge­führ­ten RT-PCT-Tests IMMER min­des­tens 1 (!!!) falsch-posi­ti­ves Test­re­sul­tat! >>> https://​www​.bmj​.com/​c​o​n​t​e​n​t​/​3​6​9​/​b​m​j​.​m​1​808 , https://​www​.ncbi​.nlm​.nih​.gov/​p​m​c​/​a​r​t​i​c​l​e​s​/​P​M​C​7​4​4​5​3​94/ & https://​www​.aerz​te​blatt​.de/​a​r​c​h​i​v​/​2​1​4​3​7​0​/​P​C​R​-​T​e​s​t​s​-​a​u​f​-​S​A​R​S​-​C​o​V​-​2​-​E​r​g​e​b​n​i​s​s​e​-​r​i​c​h​t​i​g​-​i​n​t​e​r​p​r​e​t​i​e​ren

    Dies ent­sprä­che also bei 1.000 Tests > 10, bei 10.000 Tests > 100, bei 100.000 Tests > 1.000 und bei 1.000.000 Tests > 10.000 FP`s TÄGLICH!!!

    Es wäre daher sehr inter­es­sant zu erfah­ren, wer von den ver­meint­lich 8.811 (am 16.06.21) "neu­en Fäl­len" tat­säch­lich KEIN falsch-pos­tiv Getes­te­ter war! >>> https://ourworldindata.org/explorers/coronavirus-data-explorer?zoomToSelection=true&hideControls=true&Interval=New+per+day&Relative+to+Population=false&Align+outbreaks=false&country=~GBR&Metric=Confirmed+cases

    1. Äh, und bei Anti­gen­tests liegt die Spe­zi­fi­tät angeb­lich bei 100%.

      Das stimmt vlt sogar, nur wer­den da halt eben­falls nur Pro­te­ine nach­ge­wie­sen von denen nie bewie­sen wur­de, dass sie krank machen.
      Geschwei­ge denn, dass sie anste­ckend sind.

      1. @anon:
        Die Din­ger sind falsch ausgewiesen.
        In der Nasen­schleim­haut, das ist der Tür­ste­her der Atmung, wer­den Anti­kör­per produziert.
        Die sagen dem Virus: "Du kummst hier nischt rein" und machen ihn platt.
        Durch Mas­ken und den Hart­plas­tik­ab­strich­stäb­chen, und nein, es sind kei­ne Wat­te­stäb­chen, wird die­ser natür­li­che Tür­ste­her mas­siv geschädigt.
        Hin­zu kommt, das die Anti­kör­per­tests nur eine Son­der­zu­las­sung und nicht ein­mal die CE-Kenn­zeich­nung haben.

  7. "etwa 60 % der Getes­te­ten mit COVID-19-Sym­pto­men" … nun ja, und bei den Getes­te­ten ohne Sym­pto­me? Wie vie­le hat­ten da einen ct-Wert von >25?

    Und wie vie­le der Getes­te­ten hat­ten über­haupt (kei­ne) Symptome?

  8. Die PCR Tests sind gut. Muss­te am Flug­ha­fen Frank­furt einen machen, habe aber am glei­chen Tag zur Sicher­heit noch einen beim Haus­arzt machen las­sen. Und sie­he da in Frank­furt war ich posi­tiv, weil ich aus dem Aus­land kam und beim Haus­arzt der von mei­nem Aus­lands­auf­ent­halt nichts wuss­te war ich nega­tiv. Also wie kann das sein? Sind die Tests schon mal vor­kon­ta­mi­niert um ent­spre­chen­de Ergeb­nis­se zu erzielen?

    1. @Roswitha Rip­ke: Mit­der Vor­kon­ta­mi­nie­rung kann schon sein.
      Aber Dr. Osten hats selbst gesagt, dass das nor­mal ist.
      Gabs hier, glau­be ich, schon mal zu lesen.
      Hier könn­te @aa ggf helfen.

    2. @ Ros­wi­tha Ripke
      Es kann vie­le Ursa­chen dafür geben.
      Die hygie­ni­schen Umstän­de der Pro­be­nah­me und bei der Durch­füh­rung des Tes­tes oder ein­fa­che phy­si­ka­li­sche Fak­to­ren wie Tem­pe­ra­tur, Luft­feuch­te, sogar die Men­ge an UV-Licht, und ande­res, kön­nen bei der Aus­wer­tung eines Tes­tes das Ergeb­niss leicht verändern.
      Auch die Hand­ha­bung der PCR-Tests, kann pro­ble­ma­tisch sein. Solan­ge nicht bei­de PCR-Test nach glei­chen Kri­te­ri­en ange­wen­det wur­den, las­sen sich die Ergeb­nis­se nur unge­nü­gend ver­glei­chen und kön­nen auch unter­schied­lich aus­fal­len. Im Extre­men: wird ein PCR Test, der nach drei Schnip­sel sucht und dabei 1 ct gemacht wird und ein PCR-Test, der nach nur einem Schnip­seln sucht und zB. 60 ct gemacht wer­den, mit hoher Wahr­schein­lich­keit unter­schied­lich ausfallen.

    1. @Ernst Stoes­sel
      Sagen wir es mal so: die Inten­siv-Bet­ten­be­le­gung könn­te man mit einer klar defi­nier­ten Zähl­me­tho­de, deren Ein­hal­tung von unab­hän­gi­ger Sei­te kon­trol­liert wird (z.B. von uns, hihi) noch hin­rei­chend exakt bestim­men. Wenn man dann noch ein paar moti­vier­te Stu­den­ten dran­setzt, aus den Auf­zeich­nun­gen der Kli­ni­ken die Bele­gun­gen in den ver­gan­ge­nen 5–10 Jah­ren zu rekon­stru­ie­ren, hät­te man eine wert­vol­le Information.

      Bei der Mor­ta­li­tät hört es aber ganz klar auf. . Da haben die Autoren etwas zuviel Ver­trau­en in die Zuver­läs­sig­keit der Toten­schei­ne… Schon in nor­ma­len Zei­ten ist es sehr schwie­rig, genaue Todes­ur­sa­chen mit einem ver­tret­ba­ren Auf­wand zu ermit­teln, wenn die Ver­stor­be­nen eine oder meh­re­re Vor­er­kran­kun­gen hat­ten. Davon soll­te man tun­lichst die Fin­ger lassen.

      Aber schon wie­der ein Schlag in Dros­tens Gesicht, der ja immer behaup­tet, bis­her habe sein Test aus­ge­reicht, um die "Krank­heits­last in der Bevöl­ke­rung" abzu­bil­den. Ist ja ein Fest­tag heute…

  9. Wis­sen­schaft hin­ter der Aktua­li­tät. Das ist wie bei Steu­er­be­ra­tun­gen. Die sagen auch hin­ter­her, wenn du plei­te bist.

  10. @anon

    Die Dis­kus­si­on bei Rubi­kon ist eigent­lich ver­ta­ne Mühe, da es sich bei den dort ange­nom­me­nen 99,98 % oder sei­en es auch 99,999 % ganz grund­sätz­lich nur um theo­re­ti­sche Labor­wer­te han­delt, die aller­dings bei so durch­ge­führ­ten Mas­sen­tests (Pro­be­ent­nah­men) und unter Voll­last im all­täg­li­chen Labor­be­trieb nie­mals auch nur annä­hernd erreicht wer­den können!

    Den bereits von mir zur Ver­fü­gung gestel­len Links kön­nen Sie ent­neh­men, dass die Anga­ben zu Spe­zi­fi­ka­tio­nen von RT-PCR-Tests viel eher mit den Zeit­an­ga­ben bezüg­lich der 0–100 km/h bei einem PKW zu ver­glei­chen sind. 

    >>> https://​www​.ncbi​.nlm​.nih​.gov/​p​m​c​/​a​r​t​i​c​l​e​s​/​P​M​C​7​4​4​5​3​94/
    >>> https://​www​.aerz​te​blatt​.de/​a​r​c​h​i​v​/​2​1​4​3​7​0​/​P​C​R​-​T​e​s​t​s​-​a​u​f​-​S​A​R​S​-​C​o​V​-​2​-​E​r​g​e​b​n​i​s​s​e​-​r​i​c​h​t​i​g​-​i​n​t​e​r​p​r​e​t​i​e​ren

    Neh­men wir ein­mal an, dass ein Wagen in 7,5 Sekun­den von Null auf 100 km/h beschleu­ni­gen soll. Der Her­stel­ler weißt jedoch nicht extra dar­auf hin, dass dies aller­dings nur bei tro­cke­ner Stra­ße, einem maxi­mal nur halb­vol­len Tank und wenn der Fah­rer sich allei­ne im Fahr­zeug befin­det mög­lich ist. Soll­ten jedoch zusätz­lich auch noch schlech­te Rei­fen vor­han­den oder auch zu hohe Außen­tem­pe­ra­tu­ren vor­herr­schend sein, so kann ein Errei­chen der ange­ge­be­nen 7,5 Sekun­den trotz­dem völ­lig unmög­lich gemacht werden. 

    Ich hof­fe sehr mein Ver­gleich und die vor­weg ange­ge­be­nen Quel­len machen deut­lich wor­auf ich hin­aus möchte?!

    Mit freund­li­chen Grüßen

  11. @anon

    "Äh, und bei Anti­gen­tests liegt die Spe­zi­fi­tät angeb­lich bei 100%.

    Das stimmt vlt sogar, nur wer­den da halt eben­falls nur Pro­te­ine nach­ge­wie­sen von denen nie bewie­sen wur­de, dass sie krank machen.
    Geschwei­ge denn, dass sie anste­ckend sind."

    Die Min­dest­an­for­de­run­gen des PEI für Anti­gen­tests lie­gen für die Sen­si­ti­vi­tät bei 80 % und für die Spe­zi­fi­tät bei min­des­tens 97 %. >>> https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/DE/newsroom/dossiers/mindestkriterien-sars-cov-2-antigentests-01–12-2020.pdf?__blob=publicationFile

    "Die Her­stel­ler­an­ga­ben der Tests, wel­che in der Daten­bank des BfArM ver­öf­fent­licht sind, rei­chen bei ver­schie­de­nen Tests von einer Spe­zi­fi­tät von 100% bis 96,9%. (Link). Wobei auch die­se in unab­hän­gi­gen Unter­su­chun­gen oft deut­lich nied­ri­ger aus­fällt (51, 52). Eine beson­de­re Her­aus­for­de­rung bei der Ermitt­lung der Spe­zi­fi­tät ist, dass bereits gerin­ge Unter­schie­de in den Pro­zent­wer­ten (99% gegen­über 99,5%) gro­ße Unter­schie­de in der Betrof­fe­nen­ra­te aus­ma­chen kön­nen. Stu­di­en mit weni­gen hun­dert Teilnehmer*innen haben daher eine ver­gleichs­wei­se gerin­ge Aus­sa­ge­kraft und die Anga­be von einer Spe­zi­fi­tät von 100% ist in die­sen Stu­di­en oft nicht ver­läss­lich oder über­trag­bar (32, 38, 39). Eine sys­te­ma­ti­sche Über­sichts­ar­beit ermit­tel­te im August 2020 auf Basis von 13 Eva­lua­tio­nen und ins­ge­samt 2.255 Pro­ben eine Spe­zi­fi­tät von 98,9% (95% KI: 97.3% to 99.5%) für meh­re­re ver­schie­de­ne kom­mer­zi­el­le Anti­gen-Schnell­tests. Zwei wei­te­re Ein­zel­stu­di­en mit einer Stu­di­en­po­pu­la­ti­on von 4.183 bzw. 1.089 getes­te­ten Per­so­nen ermit­tel­ten eine Spe­zi­fi­tät von 99.1% bzw. 98.9% (35, 53)." 

    Sei­te 10 >>> https://www.krankenhaushygiene.de/pdfdata/Stellungnahme%20Schnelltests_final_logos_28_02_2021.pdf

    Wich­tig ist zu ver­ste­hen, dass Sen­si­ti­vi­tät und Spe­zi­fi­tät letzt­end­lich beson­ders auch von der Prä­va­lenz, den Bedin­gun­gen der Pro­be­ent­nah­me bzw. der­ren Aus­wer­tung und auch der tat­säch­li­chen Befind­lich­keit (symptomatisch/asymptomatisch) abhän­gig gemacht wer­den können.

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