Pfizer-Chef: Ich liebe doch alle Menschen

welt.de (17.1. – Bezahlschranke)

»Der gemein­sam mit der Mainzer Firma Biontech ent­wi­ckel­te Impfstoff „Comirnaty“ gegen Covid-19 hat Pfizer zu jenem Unternehmen der Pharmaindustrie gemacht, das im Kampf gegen die Pandemie am wei­tes­ten fort­ge­schrit­ten ist. In den kom­men­den fünf Jahren will der Konzern mehr als 520 Millionen Euro in Frankreich inves­tie­ren. Zum einen betrifft das die ver­ein­bar­te Zusammenarbeit mit dem Pharmazie-Zulieferer Novasep, in des­sen Fabrik in Mourenx der Wirkstoff für die Anti-Corona-Pille Paxlovid her­ge­stellt wer­den wird.

Außerdem wird das US-Unternehmen in fran­zö­si­sche Biotech-Firmen inves­tie­ren und sei­ne kli­ni­schen Studien mit fran­zö­si­schen Patienten wei­ter aus­bau­en. Im Interview äußert sich Albert Bourla, der seit Januar 2019 an der Spitze des Unternehmens steht, zum Umgang mit der Omikron-Variante, Pfizers Entwicklung zu einem Top-Player der Pharmabranche, und er sagt, was er Impfgegnern gern auf den Weg mit­ge­ben würde…

Ich glau­be: Wir wer­den bald wie­der ein nor­ma­les Leben füh­ren kön­nen. Um das viel­leicht schon im Frühling zu schaf­fen, sind wir dank der Mittel, die uns zur Verfügung ste­hen, sehr gut auf­ge­stellt: Wir haben Tests, wir haben wirk­sa­me Impfstoffe – selbst gegen Omikron schüt­zen sie vor schwe­ren Verläufen und min­dern so das Hospitalisierungsrisiko –, und die ers­ten Behandlungsmittel für zu Hause. Paxlovid wird Ende Januar in den fran­zö­si­schen Apotheken erhält­lich sein. Es wird Risikopatienten ver­schrie­ben wer­den, sodass sich die Situation für unser Gesundheitssystem ent­span­nen wird.«

Wenn Bourla von "unse­rem Gesundheitssystem" spricht, dann meint er offen­sicht­lich nicht nur das von ihm gekauf­te in Israel, son­dern auch das in Frankreich und ver­mut­lich in der gan­zen (west­li­chen) Welt.

»WELT: Wenn das Virus nicht ver­schwin­den soll­te, sind dann häu­fi­ge­re Auffrischimpfungen erforderlich?

Bourla: Bis Omikron auf­tauch­te, galt ein Impfschema mit drei Impfungen und einer Auffrischung im Jahr als rich­tig. Doch die neue Variante hat alles infra­ge gestellt. Es ist noch zu früh, um wis­sen zu kön­nen, ob für den Kampf gegen Omikron häu­fi­ge­re Auffrischimpfungen oder ein neu­er Impfstoff nötig sein wer­den. Wir spie­len ver­schie­de­ne Szenarien durch, ein­schließ­lich eines Vakzins, das auf Omikron und mög­li­che wei­te­re Varianten abzielt. Wir wer­den dar­über auf Basis unse­rer Studien bis Ende März eine Entscheidung tref­fen. Wir wer­den sofort mit der Produktion begin­nen kön­nen. Ich glau­be auch nicht, dass ver­schie­de­ne Impfstoffe den Immunschutz beein­träch­ti­gen. Unsere Verpflichtung ist es, mit Impfstoffen und Medikamenten bereit­zu­ste­hen…«

"In den nächsten zehn Jahren wird die Pharmazie einen Boom erleben"

»Covid dient als Katalysator und Beschleuniger die­ser Transformationen. Diese Pandemie hat auch den Nutzen öffent­lich-pri­va­ter Kooperationen auf­ge­zeigt und ver­deut­licht, wie sich regu­la­to­ri­sche Prozesse beschleu­ni­gen las­sen. Wenn die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) und die US-Gesundheitsbehörde FDA nicht so schnell reagiert hät­ten, hät­ten wir weder eine Behandlung noch einen Impfstoff. Diese Reaktionsfähigkeit muss auch im Kampf gegen Krebs zur Regel werden.«

Wen fragt man als "Welt"-Redakteur bes­ser nach der euro­päi­schen Souveränität als einen Oligarchen und Chef eines US-Pharmariesen?

»WELT: Europa ist besorgt über den Verlust sei­ner Souveränität im Gesundheitsbereich. Kann die Schaffung einer Agentur nach dem Vorbild des ame­ri­ka­ni­schen Barda, einer dem US-Gesundheitsministerium ange­glie­der­ten Behörde, die für die Beschaffung und Entwicklung medi­zi­ni­scher Gegenmaßnahmen zustän­dig ist, die Situation ändern?

Bourla: Die Situation ver­bes­sert sich und die Agentur wird ein wich­ti­ges Instrument für eine bes­se­re Koordination sein. Europa hat in der Vergangenheit eine wich­ti­ge Rolle bei der Herstellung von Wirkstoffen gespielt. Da es jedoch kei­ne wirt­schaft­li­chen Anreize gab, wur­de die Produktion nach Asien ver­la­gert. Wir müs­sen sie zurück­ho­len und uns mit der Frage des Zugangs zu Rohstoffen beschäf­ti­gen…«

Minderheit von Ultra-Impfgegnern, die Fake News verbreiten

»WELT: Die Impfgegner sind nach wie vor prä­sent, eini­ge von ihnen pran­gern die Macht der gro­ßen Laboratorien an. Was ant­wor­ten Sie ihnen?

Bourla: Die meis­ten, die sich gegen eine Impfung ent­schie­den haben, haben Angst vor der Injektion. Es gibt nur eine Minderheit von Ultra-Impfgegnern, die Fake News ver­brei­ten. Ich möch­te allen Ungeimpften sagen, dass Covid nicht nur ein Risiko für ihr Leben ist, son­dern auch für das Leben all derer, die sie lie­ben. Ich bit­te die­se Menschen, ein­mal dar­über nach­zu­den­ken…«

Videoquelle: youtube.com

21 Antworten auf „Pfizer-Chef: Ich liebe doch alle Menschen“

  1. Ja, hab ich drü­ber nach­ge­dacht. Bin zum Schluss gekom­me­nen, dass ich bes­ser nicht beim Staubsaugervertreter nach­fra­ge, ob ich lie­ber Staubtücher oder sei­ne oder die Staubsauger der Konkurrenz ver­wen­den soll. Ich hab selbst gese­hen, was sein Zeug mit mei­nen lie­ben macht. Das muss er mir nicht schön­re­den. Ich hol mir dann lie­ber den Krahm von sei­nem Klassenfeind aus China.

  2. Was lässt sich eigent­lich ein Pfizer-Chef sprit­zen? Ich mei­ne, der weiß doch, was von dem Zeug aus sei­ner Bude zu hal­ten ist, oder weiß er es nicht?

      1. Auch bei Ebola ist es legi­tim ein paar Fragen zu haben.
        Keine Differentialdiagnosik. 20 % der Bevölkerung tes­tet posi­tiv, kei­ne Symptome. Wenn du willst schi­cke ich dir ein Buch dies­be­züg­lich. (email) Mein Eindruck: Die Wirrologie ver­wirrt uns schon lange.
        Peter Piot war auch nicht DER Entdecker. Aber belei­digt, wenn er dar­auf hin­ge­wie­sen wur­de. Und nu berät er Ursula.Wenn ich nicht so müde wäre von all­dem, wür­de ich aus­führ­li­cher schreiben.
        (brauchs­te nicht veröffentlichen)

  3. Guter Vergleich: Gut vor­be­rei­te­ter Pfizer Chef darf wohl­wol­len­den­den Journalisten sei­ne Sicht dar­le­gen wäh­ren ein rhe­to­risch schwa­cher Mielke sein "Lebenswerk" vor einer wüten­den Meute ver­tei­di­gen muß. 

    Reduziert auf den einen Satz der sich an der Frage ent­zün­de­te sind mit "Genossen" alle Anwesenden (also auch Nichtmitglieder der SED) mit gemeint. Eine Frage die weni­ge Wochen, ach was Tage vor dem 13.November 1989 über­haupt kei­ne Frage gewe­sen wäre. Auch Nichtgenossen hät­ten sich ein­fach mit­an­ge­spro­chen gefühlt. Die Reflexe stim­men also noch wenn irgend­wo "lie­be" auf­taucht muß der aus dem Zusammenhang geris­se­ne Satz von Mielke auf­tau­chen. Übrigens das Video läßt sich im Firefox nicht abspie­len, hier der Redetext
    https://www.chronik-der-mauer.de/material/180401/rede-von-stasi-minister-erich-mielke-in-der-ddr-volkskammer-13-november-1989

  4. Tropico:
    "Die meis­ten, die sich für eine Impfung ent­schie­den haben, haben Angst vor den Repressalien des Staates. Es gibt nur eine Minderheit von Ultra-Impfbefürwortern, dar­un­ter in ers­ter Linie die Hersteller und deren Lakaien, die Fake News ver­brei­ten. Ich möch­te allen Geimpften sagen, dass die expe­ri­men­tel­le und nur bedingt zuge­las­se­ne Gentherapie nicht nur ein Risiko für ihr Leben ist, son­dern auch für das Leben all derer, die sie lie­ben. Ich bit­te die­se Menschen, ein­mal dar­über nachzudenken"

  5. Dem Aktienkurs des Genspritzstoff-Herstellers schei­nen die Äusserungen des Vermarkters nicht zu hel­fen. Kurs aktu­ell 138€, Spitzenwert Sept. 350 €, noch­mal auf 320 € Ende Novmber gestie­gen, seit­her kon­ti­nu­ier­lich gefal­len. (Quelle: Finanzen.net)

  6. "Mit ent­spre­chen­dem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es über­all anwen­den; 20 Prozent, es wird leb­haft; 50 Prozent, posi­tiv wag­hal­sig; für 100 Prozent stampft es alle mensch­li­chen Gesetze unter sei­nen Fuß; 300 Prozent, und es exis­tiert kein Verbrechen, das es nicht ris­kiert, selbst auf Gefahr des Galgens.

    Karl Marx in "Das Kapital"

  7. Diese Woche habe ich von drei Toten durch die Impfung in mei­nem wei­te­ren Bekanntenkreis erfah­ren. Vorher hat im Dorf nie­mand davon gespro­chen. Ganz lang­sam kommt das Ausmaß ans Tageslicht.

    Die Menschen, mit denen ich rede, sind immer wie­der über­rascht, wenn ich ihnen erklä­re, dass durch die "Impfung" die gefähr­li­chen Stachelproteine von SARS-CoV‑2 in ihrer Blutlaufbahn ein­ge­bracht wer­den. Es dau­ert immer eine Weile, aber irgend­wann macht es klack und dann haben sie den Wahnsinn ver­stan­den. Wenn ich ihnen dann noch sage, dass Verfahren im Beipackzettel beschrie­ben ist, fra­gen sie mich, war­um sie denn nie­mand dar­über auf­ge­klärt hat.

    So um 1942 bis 1943 wuss­te prak­tisch das gan­ze Land, was in den Konzentrationslagern pas­siert. Das haben mir Menschen gesagt, die die­se Zeit mit­er­lebt hat­ten. Ich will jetzt wirk­lich kei­nen Vergleich mit den Todeslagern. Aber eines ist sicher: Selbst das bru­tals­te Regime kann die Wahrheit nicht dau­er­haft unterdrücken.

    Ich hof­fe, dass mög­lichst vie­le der für die "Impfung" ver­ant­wort­li­chen Personen zur Rechenschaft gezo­gen wer­den. Wir kön­nen nicht immer wie­der unter sol­chen Regimen leben.

  8. Bourla – laut Wikipedia grie­chi­scher Geschäftsmann und Veterinärmediziner.

    Tja – wie Wodarg ein­mal sag­te, Tiermediziner gehen mit einem ganz ande­ren Mindset an die Sache ran. 

    Besonders die in der Forschung und die, die für die gro­ßen Bestände mit den kur­zen Lebensspannen zustän­dig sind. Da müs­sen Herden ein­fach durch­ge­impft wer­den, und wenn dabei ein paar Exemplare hopps gehen – ein biss­chen Schwund ist immer. Besser als alle keu­len zu müssen.

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