Pseudowissenschaftlicher Unsinn

"Das Prä­ven­ti­ons­pa­ra­dox-Para­dox", so ist ein Kom­men­tar am 19.5. auf welt​.de (Bezahl­schran­ke) über­schrie­ben. Dort ist zu lesen:

»Hor­ror­pro­gno­sen dien­ten dazu, die schlimms­ten Grund­rechts­ein­grif­fe in der Geschich­te der Bun­des­re­pu­blik zu recht­fer­ti­gen. Dass sie nicht ein­tra­fen, soll nun am Prä­ven­ti­ons­pa­ra­dox lie­gen. Das aber ist pseu­do­wis­sen­schaft­li­cher Unsinn. Ana­ly­se eines Scheinarguments.

Wenn eine Grup­pe von Men­schen lang genug medi­tiert, wird das Wet­ter in Deutsch­land irgend­wann bes­ser. Dar­aus folgt nicht, dass das Wet­ter dadurch bes­ser wur­de, dass die Grup­pe medi­tiert hat. Es besteht allen­falls eine (zufäl­li­ge) Kor­re­la­ti­on zwi­schen Medi­ta­ti­on und Wet­ter. Die Medi­ta­ti­on hat jeden­falls kein schö­nes Wet­ter verursacht.

Anders ist es um das Ver­hält­nis zwi­schen Pandemiebekämpfungs­maßnahmen und Pan­de­mie bestellt. Hier­bei ist es eine Bin­sen­weis­heit, dass sich zwei Men­schen, die sich nicht begeg­nen, ein­an­der nicht infi­zie­ren kön­nen. Unter­bin­det man Kon­tak­te, unter­bin­det man Infek­tio­nen. Man­che Maß­nah­men ver­hin­dern man­che Infek­tio­nen, man­che direkt, ande­re indirekt…

Viro­lo­gi­sche Bin­sen­weis­hei­ten, die in Pod­casts publi­kums­wirk­sam auf­be­rei­tet und, gepaart mit ech­ten wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­sen, ver­mark­tet wer­den, lei­der mit weit­rei­chen­den, häu­fig nach­träg­lich als ein­deu­tig falsch erkann­ten Annah­men ver­mischt. Des­we­gen kann man für Deutsch­land ein Defi­zit an Auf­klä­rung, hier: an Error-and-Tri­al kon­sta­tie­ren: Seit Okto­ber 2020 wird dar­auf gesetzt, dass nur eine geschlos­se­ne eine gesun­de Gesell­schaft sein kann – ein Schein, der trügt.

Erfreu­li­cher­wei­se sind die Hor­ror­sze­na­ri­en, die im Gefol­ge der „bri­ti­schen“ Vari­an­te durch die Talk­shows und ande­re Medi­en geis­ter­ten, (wie­der ein­mal) nicht ein­ge­tre­ten (es sei noch ein­mal ein­ge­schärft: Es gibt weder bri­ti­sche noch indi­sche oder sons­ti­ge natio­na­le Vari­an­ten, hin­ter die­sem Gere­de ver­ber­gen sich ste­reo­ty­pi­sche, teils natio­na­lis­ti­sche Denkmuster).

Aller­dings ist die Diver­genz zwi­schen Vor­her­sa­ge und Wirk­lich­keit die­ses Mal so dras­tisch aus­ge­fal­len, dass selbst die größ­ten Bewun­de­rer der Wahr­sa­ge­kunst der Model­lie­rer Zwei­fel hegen. Denn es wur­de den ver­ängs­tig­ten Bür­gern nicht nur mit modell­haf­ten Mög­lich­kei­ten, son­dern mit Wirk­lich­kei­ten gedroht, die kurz vor der „Bun­des­not­brem­se“ als bereits unab­wend­bar feil­ge­bo­ten wur­den. Doch sie kamen nicht: weder die sechs­stel­li­gen Tages­in­fek­tio­nen noch die vier­stel­li­ge Sie­ben-Tage-Inzi­denz noch der voll­stän­di­ge Kol­laps des Gesundheitssystems.

Die­se Lücke zwi­schen pom­pö­ser Vor­her­sa­ge und fak­ti­scher Wirk­lich­keit wird nun, ein erwart­ba­rer dis­kur­si­ver Mecha­nis­mus, mit einem erneu­ten, etwas klein­lau­ten Hin­weis auf das ver­meint­li­che Prä­ven­ti­ons­pa­ra­dox im logi­schen Hau­ruck­ver­fah­ren geschlossen…

Die Wissenschaft ist eine mediale Erfindung

Die zwei­te Ver­si­on [zuvor wird eine plau­si­ble genannt, AA] ist eine argu­men­ta­ti­ons- und wis­sen­schafts­theo­re­tisch bizar­re Erfin­dung des öffent­li­chen Coro­na-Dis­kur­ses in Deutsch­land. Dem­nach ist, zuge­spitzt for­mu­liert, das Aus­blei­ben einer Kata­stro­phe der Beweis für den Erfolg von Schutz­maß­nah­men – und nie­mals Beleg für deren Über­flüs­sig­keit. Dies wird mit der stets unbe­leg­ten, also über­haupt nicht evi­denz­ba­sier­ten Behaup­tung gekop­pelt, dass das Aus­blei­ben von Schre­ckens­sze­na­ri­en durch die Schreck­wir­kung der Model­le bewirkt wird.

Da die­ses zwei­te, aller­neu­es­te „Para­dox“ nichts beweist (denn es ist immer anwend­bar und damit bezüg­lich sei­nes Erklä­rungs­ge­halts völ­lig leer), schei­det es als schlech­te Meta­phy­sik aus: Es behaup­tet Tat­sa­chen, die weder veri­fi­zier- noch fal­si­fi­zier­bar sind, und fällt damit, anders als die Über­le­gun­gen Roses, nicht in den Bereich wis­sen­schaft­li­cher Erklärungen.

Es han­delt sich viel­mehr um Pseu­do­wis­sen­schaft, die im öffent­li­chen Dis­kurs unter dem Titel der Wis­sen­schaft ver­kauft wird, eine Wesen­heit, die es in die­sem Sin­gu­lar nicht gibt. Die Wis­sen­schaft ist eine media­le und poli­ti­sche Erfin­dung, auf die man sich ger­ne stützt, um sich gegen Kri­tik zu immu­ni­sie­ren. Die Wis­sen­schaft ist daher das Gegen­teil der Wis­sen­schaf­ten, die immer dar­auf set­zen, fal­si­fi­zier­ba­re Annah­men zu tref­fen, anstatt neu­ar­ti­ge Schein­pa­ra­do­xien zur Immu­ni­sie­rung vor Theo­rie­re­vi­si­on zu erfinden…

Kon­kret: Solan­ge nicht nach­ge­wie­sen ist, dass die Schlie­ßung von Muse­en, Außen­gas­tro­no­mie und Thea­tern (um nur eini­ge Bei­spie­le zu wäh­len) die Ursa­che für einen fak­tisch erheb­lich bes­se­ren Ver­lauf des Infek­ti­ons­ge­sche­hens ist, ist die Beru­fung auf das angeb­li­che Prä­ven­ti­ons­pa­ra­dox unbe­grün­det. Wenn sich nie­mand im Muse­um ansteckt, dann redu­ziert die Schlie­ßung der Muse­en weder das Anste­ckungs­ri­si­ko noch die Infektionszahlen.

Und wer nicht ins Muse­um darf, dafür aber Freun­de zu Hau­se emp­fängt, erhöht sogar das Risi­ko, wes­halb die Schlie­ßung von Muse­en und ande­ren siche­re­ren Orten der Begeg­nung womög­lich eher die Infek­ti­ons­zah­len nach oben als nach unten trei­ben kann – ein ech­tes Prä­ven­ti­ons­pro­blem. Ich behaup­te nicht, die Fak­ten­la­ge bezüg­lich der Muse­en bes­ser als ande­re zu ken­nen, son­dern nur, dass wir wei­ter­hin nicht genug über die­se Details wis­sen, um dar­auf Behaup­tun­gen und dras­ti­sche Maß­nah­men zu basieren.

Der Mobilitäts-Trugschluss

An die­ser Stel­le kommt meis­tens ein Ein­wand, den die Bun­des­kanz­le­rin in ver­schie­de­nen Run­den der Recht­fer­ti­gung vor­ge­tra­gen hat: die Mobi­li­tät. Wer ins Muse­um gehe, müs­se sich dort hin­be­we­gen, und damit sei dann ein Infek­ti­ons­ri­si­ko gege­ben. Doch man sieht schnell, dass die­se Argu­men­ta­ti­on sich im Krei­se dreht: Denn nun müss­te eigent­lich belegt wer­den, dass sich die­je­ni­gen, die sich ins Muse­um bege­ben, auf dem Weg dort­hin eher anste­cken als etwa zu Hau­se oder im Super­markt, wo sie für das Frust­es­sen ein­kau­fen, das sie sich statt eines Muse­ums gönnen.

Doch die­se rea­li­täts­hal­ti­gen Stu­di­en feh­len weiterhin…

Der Feh­ler wird dadurch weg­er­klärt, dass er in Wahr­heit gar kein Feh­ler sei. Die­se logi­sche und wis­sen­schafts­theo­re­ti­sche Magie geht so von­stat­ten, dass dar­auf hin­ge­wie­sen wird, dass das Virus sich eigent­lich so ver­hal­ten soll­te, wie die Modell­an­nah­men es sich aus­ma­len. Ver­hält es sich nicht so (weil die Men­schen sich anders ver­hal­ten oder weil das Virus, etwa dank sai­so­na­ler Effek­te und Impf­erfol­ge, anders tickt), wer­den nicht etwa die Model­le ange­passt – son­dern man weist dar­auf hin, dass die Epi­de­mio­lo­gie kei­ne prä­zi­sen Vor­her­sa­gen ermög­li­che, son­dern doch eher wie die Wet­ter­vor­her­sa­ge zu ver­ste­hen sei…

Anstatt sich also zu fra­gen, war­um etwa in Bar­ce­lo­na im Win­ter kei­ne Restau­rants oder Muse­en dau­er­haft geschlos­sen und die Infek­ti­ons­zah­len trotz­dem bes­ser als in den meis­ten deut­schen Groß­städ­ten waren, bleibt unse­re Repu­blik lie­ber geschlos­sen, weil sich vie­le Poli­ti­ker auf epi­de­mio­lo­gi­sche Model­le stüt­zen, womit sie in der kom­ple­xen sozia­len Wirk­lich­keit nicht nur Unheil abge­wehrt, son­dern auch Scha­den ange­rich­tet haben. Auch das darf man nicht leugnen.

Hier besteht ein wei­te­rer Unter­schied zwi­schen unse­rer Lage und dem ursprüng­li­chen Prä­ven­ti­ons­pa­ra­dox von Rose: Wäh­rend das Tra­gen eines Gurts im Auto­ver­kehr nie­man­dem scha­det, scha­det die teils medi­zi­nisch begrün­de­te, teils ein­deu­tig viel zu weit gehen­de Beschrän­kung unse­rer Grund- und damit unse­rer Men­schen­rech­te sehr vie­len Men­schen. Abs­tra­hiert man davon, macht man die Rech­nung buch­stäb­lich ohne den Wirt: Berufs­ver­bo­te für die Gas­tro­no­mie, für Kunst und Kul­tur, die Schlie­ßung von Schu­len und Uni­ver­si­tä­ten über Mona­te sowie ins­be­son­de­re der mas­si­ve Ein­griff in die Unver­letz­lich­keit der Woh­nung – all das kann man ange­sichts der viel­fäl­ti­gen Pro­gno­se­feh­ler der inzwi­schen so belieb­ten Model­lie­rer nicht mehr mit dem faden­schei­ni­gen Hin­weis auf das Prä­ven­ti­ons­pa­ra­dox rechtfertigen.…

Zu den ein­deu­tig fal­si­fi­zier­ten Modell­pro­gno­sen gesellt sich in die­sen Tagen die wil­de Behaup­tung, jeder Mensch, der nicht geimpft sei, wer­de sich frü­her oder spä­ter mit Sars-CoV‑2 infi­zie­ren. Stimm­te dies, wäre dies sicher­lich ein (wei­te­rer) guter Grund, sich um eine Imp­fung zu rei­ßen. Aller­dings ist es fak­tisch falsch oder jeden­falls nicht empi­risch beleg­bar, dass wirk­lich jeder unge­impf­te Mensch sich ein­mal mit Sars-CoV‑2 infi­zie­ren wird. Denn die­ser Logik zufol­ge müss­te sich jeder Mensch mit jedem pan­de­mi­schen Virus infi­zie­ren, was für kein ein­zi­ges pan­de­mi­sches Virus, das jemals zir­ku­lier­te (auch vor der Erfin­dung von Impf­stof­fen), zutrifft.

Eine sol­che Aus­sa­ge ist also offen­sicht­lich falsch, wie auch immer die Star- und Chef­vi­ro­lo­gen auf sie gekom­men sein mögen…

Mar­kus Gabri­el, gebo­ren 1980, ist Pro­fes­sor für Erkennt­nis­theo­rie und Phi­lo­so­phie der Neu­zeit an der Uni­ver­si­tät Bonn…«

13 Antworten auf „Pseudowissenschaftlicher Unsinn“

  1. Man kann auch aus einer ande­ren Per­spek­ti­ve auf die­sen pseu­do­wis­sen­schaft­loi­chen Unsinn schau­en: Was wir der­zeit haben und mög­li­cher­wei­se auch künf­tig haben wer­den, ist eine Pseu­do-Demo­kra­tie und Pseu­do-FDGO in einer Postdemokratie.

  2. Zum letz­ten Abschnitt, der auf einer Behaup­tung Dros­tens basiert
    ("jeder Mensch, der nicht geimpft sei, wer­de sich frü­her oder spä­ter mit Sars-CoV‑2 infi­zie­ren"): damit schafft Dros­ten die Her­den­im­mu­ni­tät ab. Die soll bei SARS-Cov2 bei 60 bis 70 Pro­zent der Bevöl­ke­rung lie­gen, was nichts ande­res heisst, als dass 30 bis 40 % sich eben NICHT infi­zie­ren wer­den, obwohl sie nicht geimpft sind. Ob unser Star­vi­ro­lo­ge damit gegen eine der­mas­sen grund­le­gen­de theo­re­ti­sche und empi­ri­sche Erkennt­nis der Epi­de­mio­lo­gie anstin­ken kann, wage ich aller­dings zu bezweifeln.

    1. @Woody Box
      Auch die immer wie­der durch die Medi­en geis­tern­de Zahl 60 bis 70% Her­den­im­mu­ni­tät kann so nicht ste­hen­blei­ben. Das Modell der her­den­im­mu­ni­tät geht davon aus, dass am Anfang nie­mand immun ist und nach durch­ge­mach­ter Infek­ti­on immun ist.
      Schon die­se Vor­aus­set­zung ist falsch. Den Neu­sprech-Ter­mi­nus "sym­ptom­los erkrankt" ist schön kom­plet­ter Blöd­sinn. Sym­ptom­los erkrankt gibt es allen­falls bei Krebs­er­kran­kun­gen, die erst im fort­ge­schrit­te­nen Sta­di­um Sym­pto­me ver­ur­sa­chen. Bei einer Infek­ti­ons­er­kran­kung ist man ent­we­der krank oder gesund. Wenn jemand kei­ne Sym­pto­me ent­wi­ckelt, obwohl der PCR-Test posi­tiv ist, dann ist er gegen das Virus gefeit und das bedeu­tet Immun!
      Die zwei­te Vor­aus­set­zung, aus der die 60–70% abge­lei­tet wer­den steht eben­falls auf töner­nen Füßen, näm­lich die Basis­re­pro­duk­ti­ons­zahl von 3.
      Die For­mel lau­tet H= 1–1/R0, wobei H die Her­den­im­mu­ni­tät ist.
      Die Arbei­ten zur Bestim­mung von R0 stam­men fast aus­schließ­lich aus Chi­na. Dabei wur­de von weni­gen Erkrank­ten die Kon­tak­te nach­ver­folgt und aus 20 bis 30 Fäl­len die Anzahl der Ange­steck­ten ermit­telt. R0 ist aber ein glo­ba­ler Para­me­ter, etwa so, wie die Tem­pe­ra­tur, der für das gesam­te Sys­tem gilt und nicht lokal.
      R0 soll die Anste­ckungs­ra­te dar­stel­len, die ohne irgend­wel­che Maß­nah­men die Aus­brei­tung der Infek­tio­nen beschreibt. Sobald die Men­schen die Gefahr rea­li­sie­ren geht R run­ter. Aber, wie schnell soll das passieren?
      Sieht man sich welt­weit den Anstieg der Infek­ti­ons­zah­len in den ver­schie­dens­ten Län­dern an, so fin­det man nir­gend­wo ein R von 3. fast über­all stie­gen die Infek­ti­ons­zah­len mit einem Repro­duk­ti­ons­fak­tor von 1,2 bis 1,5 an und nicht mehr.
      Mir kann kei­ner weis machen, dass R0 inner­halb von 3 Tagen von 3 auf die­se Wer­te sinkt. Als im im April Rt über die Zeit erst­mals in der Schweiz und in Deutsch­land ver­öf­fent­licht wur­de, stieg der Wert von anfäng­lich 1,2 auf fast 3 um anschlie­ßend zu sin­ken. Wie soll das funk­tio­nie­ren? Nach dem Alarm steigt R an um dann zu sin­ken? War­um der Anstieg?
      Mir scheint, dass man die zah­len des RKI alle­samt nur in die Ton­ne tre­ten kann.

      1. @Archimedes

        Schon klar, es gibt ja auch die Arbei­ten der Pro­fes­so­rin­nen Sun­e­tra Gupta und Gabrie­la Gomes, die nach­wei­sen, dass die Her­den­im­mu­ni­täts­schwel­le wegen Effek­ten wie Kreu­z­im­mu­ni­tät und Hete­ro­ge­ni­tät der Bevöl­ke­rung rapi­de absinkt.

        Es ging mir nur dar­um, Dros­tens ekla­tan­te Fehl­in­for­ma­ti­on klar zu machen, selbst wenn man die offi­zi­el­le Ver­si­on ernst nimmt.

    2. @Woody Box

      "Die [Her­den­im­mu­ni­tät] soll bei SARS-Cov2 bei 60 bis 70 Pro­zent der Bevöl­ke­rung lie­gen, was nichts ande­res heisst, als dass 30 bis 40 % sich eben NICHT infi­zie­ren werden."

      Das ist nicht rich­tig. Her­den­im­mu­ni­tät setzt ein, wenn R klei­ner 1 wird. Das heißt aber auch, da R noch grö­ßer als 0 ist, das Virus ver­brei­tet sich wei­ter. Es kann nun aber nicht mehr zu expo­nen­ti­el­lem Wachs­tum füh­ren, wel­ches die gan­ze Her­de betrifft. Wie­vie­le der noch nicht Immu­nen tat­säch­lich noch erkran­ken wer­den und in wel­chem Zeit­raum das gesche­hen wird, hängt von vie­len Fak­to­ren ab. Für den Fak­tor R0 = 3 soll­te man damit rech­nen, dass tat­säch­lich fast 90 % der Bevöl­ke­rung auf die ein oder ande­re Art immun wer­den, sei es durch Imp­fen oder durch Infizieren.

  3. Eine plau­si­ble Erkennt­nis, wenn auch ziem­lich spät. Und was ist die Schluss­fol­ge­rung vom Herrn Pro­fes­sor, außer das die Pro­gno­sen falsch sind?
    Ach rich­tig, dafür braucht es wahr­schein­lich eine ande­re Berufs­grup­pe, viel­leicht die Erkennt­nis­prak­ti­ker der Neuzeit.

    1. @Marlene
      Simu­la­tio­nen kön­nen Ein­bli­cke in die Mecha­nis­men ver­mit­teln und qua­li­ta­ti­ve Ände­run­gen sicht­bar machen. Aber sie kön­nen die Ände­run­gen nicht quan­ti­fi­zie­ren. Des­halb tau­gen sie nicht zur Vor­her­sa­ge. Nicht mehr, als Wet­ter­pro­gno­sen. Eher weni­ger. Wäh­rend das Wet­ter auf­grund der heu­te gemes­se­nen Daten berech­net wird, kön­nen die Epi­de­mio­lo­gen nur den heu­ti­gen Zustand mit der glei­chen Unsi­cher­heit berech­nen, weil ihre Daten­ba­sis eine Woche alt ist.

  4. Der immer wie­der gern gemach­te Feh­ler besteht dar­in, hin­ter den unbe­grün­de­ten "Maß­nah­men", deren Wirk­sam­keit in den "Leit­me­di­en" nicht hin­ter­fragt wird, eine gut­ge­mein­te Absicht – die Reduk­ti­on von Infek­ti­ons­zah­len, Ver­mei­dung der Über­las­tung der Inten­siv­sta­tio­nen usw. – zu ver­mu­ten. Und so ana­ly­sie­ren wir all die­sen Unsinn, im Fal­le von Herrn Gabri­el auf lesens­wert ele­gan­te und zupa­cken­de Weise.
    Ich den­ke jedoch die Sache ist viel ein­fa­cher: es geht Frau Mer­kel & Co. seit April 2020 ledig­lich dar­um, durch ein Ter­ror- , Schi­ka­ne- und büro­kra­ti­sches Kon­troll­re­gime die Men­schen unter Druck zu set­zen, sich end­lich imp­fen zu las­sen. Imp­fung ist doch schließ­lich der ein­zi­ge Aus­weg! Der Weg zurück zur Freiheit!
    Frei­heit mit digi­ta­lem Impf­aus­weis? Die betro­ge­nen Leu­te wis­sen noch nicht, dass das erst der Anfang vom Ende der Frei­heit ist.
    Nöti­gung als Fort­set­zung der Poli­tik mit ande­ren Mitteln.

  5. https://​tkp​.at/​2​0​2​1​/​0​5​/​1​9​/​m​a​s​s​i​v​e​-​i​m​p​f​-​n​e​b​e​n​w​i​r​k​u​n​g​e​n​-​s​p​r​e​n​g​e​n​-​e​m​a​-​d​a​t​e​n​b​a​nk/
    "In der Tabel­le ist ersicht­lich, dass es beim Pfi­zer Prä­pa­rat pro 45.872 Imp­fun­gen zu einem Todes­fall-Ver­dacht kommt. Astra­Ze­ne­ca schnei­det dabei sogar noch etwas bes­ser ab mit 1 von 56.818 und Moder­na mit 1 von 63.348. Da immer zwei Dosen ver­impft wer­den, kommt es also bei Pfi­zer zu 1 Todes­fall pro 23.000 Per­so­nen, bei Astra­Ze­ne­ca zu 1 von 28.000 und bei Moder­na zu 1 von 32.000. Die Zah­len lie­gen aber noch erheb­lich schlech­ter, da bei wei­tem nicht alle Fäl­le gemel­det werden.
    Die Alters­ver­tei­lung der Neben­wir­kun­gen und Todes­fäl­le unter­schei­det sich erheb­lich von der bei den Erkran­kun­gen und Todes­fäl­len bei Infektionen.W

    ir sehen in den Daten bei Pfi­zer, dass der Löwen­an­teil zwi­schen 18 und 64 Jah­ren anzu­tref­fen ist, wäh­rend bei den Infek­tio­nen die Todes­fäl­le fast zur Gän­ze über 65 zu bekla­gen sind, eben­so wie die Hospitalisierungen.

    Die Daten aus Öster­reich zei­gen sogar einen abso­lu­ten Schwer­punkt von 58% der gesam­ten Fäl­le von Neben­wir­kun­gen gegen­über 0% von Todes­fäl­len durch Infek­tio­nen in der Alters­grup­pe 18 bis 44 Jahre."

  6. Die Infek­ti­ons­sterb­lich­keit des bösen Virus liegt auf dem Niveau mit­tel­schwe­rer Grip­pe­wel­len, die wir alle zwei bis drei Jah­re erle­ben, ohne dass die Welt unter­geht, oder irgend­je­mand davon Kennt­nis nimmt. Inso­fern sind die "Maß­nah­men" und "Model­le" ohne­hin nur Arbeits­be­schaf­fung für Augu­ren, Unter­gang­pre­di­ger und Orchi­deen­for­scher, die end­lich mal was sagen dürfen.
    Das wirk­lich Neue, und auch das eigent­li­che Pro­blem, ist die Mas­sen­test­e­r­ei, mit der man die "Pan­de­mie" über­haupt erst erschaf­fen hat, in dem Irr­glau­ben, damit ein Übel zu bannen.

  7. 🙂

    "Mensch­lich Wirtschaften

    Wir sind alle in unse­ren Her­zen und der Erkennt­nis sicher, es muss sich etwas ändern. Auf der Suche nach einer Lösung hat sich unser gemein­sa­mes Ziel geformt: Mensch­lich Wirt­schaf­ten durch Sozia­le Dreigliederung.

    Wir bau­en mit Euch ein sta­bi­les Netz­werk, das wirt­schaft­li­che und emo­tio­na­le Sicher­heit durch ein Mensch­li­ches Wirt­schaf­ten unter Gleich­ge­sinn­ten för­dert. In unse­rer Genos­sen­schaft wächst gera­de ein neu­er Han­dels­raum im gesam­ten deutsch­spra­chi­gen Raum für Unter­neh­mer und Privatpersonen.

    Mit den Gewin­nen der Genos­sen­schaft wol­len wir u.a. Pro­jek­te im frei­en Bil­dungs­we­sen för­dern. Und vie­le gute Ideen ent­ste­hen gera­de in einem offe­nen Miteinander.

    Forum zum Ein­kau­fen, Anbie­ten und Vernetzen .."

    https://​www​.mensch​lich​wirt​schaf​ten​.de/

    https://t.me/friedensrike/3654

  8. Mal was ganz ande­res: Der Gurt im Auto könn­te durch­aus scha­den. Nennt sich Kom­pen­sa­ti­ons­ef­fekt. Wenn sich der Auto­fah­rer mit Gurt siche­rer fühlt, fährt er ten­den­zi­ell ris­kan­ter und gefähr­det damit schwä­che­re Verkehrsteilnehmer.
    Wer die­sen Effekt für unrea­lis­tisch hält, für den hat Prof. Wal­ter Krä­mer ein über­zeu­gen­des Gedan­ken­spiel parat: Wie wirkt es wohl auf die Fahr­wei­se des Auto­fah­rers, wenn im Lenk­rad eine Speer­spit­ze inte­griert ist, die in Rich­tung Fah­rer zeigt?

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