Putinisten schlimmer als Corona-Leugner?

»Ohne NATO leben – Ideen zum Frie­den« lau­te­te das Mot­to eines Kon­gres­ses von Tei­len der Frie­dens­be­we­gung, der am 21.5. in der Hum­boldt-Uni­ver­si­tät Ber­lin statt­fand. Obwohl an jeder Ecke Pla­ka­te an die Mas­ken­pflicht erin­ner­ten und das Publi­kum ganz über­wie­gend aus den "vul­ner­ablen Grup­pen" kam, sah sich nur eine Hand­voll Men­schen von Coro­na bedroht und ver­mumm­te sich.

Der Kon­greß wird weit­ge­hend tot­ge­schwie­gen, doch Tho­mas Schmid, der ähn­lich wie Win­fried Kret­sch­mann als Rrre­vo­lu­tio­när gestar­tet war und seit lan­gem zum bel­li­zis­ti­schen und rech­ten Flü­gel des deut­schen Jour­na­lis­mus gehört, läßt es sich nicht neh­men, am 22.5. einen hämi­schen Kom­men­tar auf welt​.de (Bezahl­schran­ke)* zu publizieren:

Autistisch wie Honecker

»… Auf­tritt Oskar Lafon­taine, per Video zum lang­at­mi­gen Vor­trag zuge­schal­tet. Kaum blitzt sein schel­mi­scher Witz von frü­her auf. Er wirkt nach innen gerich­tet und blickt kaum in die Kame­ra, liest sein geo­po­li­ti­sches Refe­rat vom Blatt ab. Und erin­nert mit sei­nem Sing­sang in saar­län­di­scher Ein­fär­bung und mit der leicht autis­ti­schen Stur­heit an sei­nen ver­stor­be­nen Lands­mann Erich Honecker…

Sei­ne wich­tigs­te Poin­te ist ein Taschen­spie­ler­trick: Als sei das all­ge­mein bekannt, nennt er die USA eine „kapi­ta­lis­ti­sche Olig­ar­chie“ – dage­gen fällt, so die impli­zi­te Bot­schaft, das olig­ar­chi­sche Russ­land deut­lich weni­ger ins Gewicht… Es brau­che ein euro­päi­sches Ver­tei­di­gungs­bünd­nis ohne Anbin­dung an die Nato. Denn der Kon­ti­nent dür­fe sich nicht in den gro­ßen Show­down hin­ein­zie­hen las­sen, der sich abzeich­net: zwi­schen den USA, Russ­land, Chi­na. Euro­pa müs­se ein „neu­tra­ler Block“ wer­den…«

Extremismus und Fanatismus scheinen jung zu halten

»Als Höhe­punkt ist der ein­stün­di­ge Vor­trag des Theo­lo­gen und Psy­cho­lo­gen Eugen Dre­wer­mann ein­ge­plant. Er hat nichts Neu­es zu sagen, son­dern fal­tet sei­ne alt­be­kann­te Frie­dens­bot­schaft aus. Die Mischung macht es: anti­west­li­che Kapi­ta­lis­mus­kri­tik plus Friedensesoterik…

Dre­wer­mann wirkt mit sei­nen 80 Jah­ren erstaun­lich fit. Extre­mis­mus und Fana­tis­mus schei­nen jung zu hal­ten. Zum Schluss der Take-off in die schlich­te Welt der Drewermann’schen Spi­ri­tua­li­tät: Schau ins Gesicht des Geg­ners, ent­de­cke den Men­schen, erken­ne dich selbst dar­in, sag Nein zu jedem Krieg und fol­ge der Berg­pre­digt, die dich auf­for­dert, dem Bösen nicht zu wider­ste­hen: „Nur die Wehr­lo­sen berei­ten den Frieden“.

Wenn er sich in die Ankla­ge hin­ein­stei­gert, die west­li­che Welt habe Russ­land immer schon zum abso­lut Bösen dämo­ni­siert, sto­chert er mit dem rech­ten Zei­ge­fin­ger in die Luft, der ganz schmal und ganz lang wirkt Und legt dabei eben den unver­söhn­li­chen Fana­tis­mus an den Tag, den er nicht Russ­land, wohl aber den west­li­chen Staa­ten, ins­be­son­de­re der Bun­des­re­gie­rung, vor­wirft. Am Ende lang anhal­ten­der, ste­hen­der Bei­fall…«

Jen­seits sei­ner Kli­schees "ver­gißt" Schmid, wer sonst noch auf­trat, u.a. der Völ­ker­recht­ler Nor­man Paech, die Schrift­stel­le­rin Danie­la Dahn und der His­to­ri­ker Peter Brandt (ja, der Sohn). Auch das Gruß­wort der lang­jäh­ri­gen Mos­kau-Kor­re­spon­den­tin der ARD, Gabrie­le Kro­ne-Schmalz, kommt nicht vor.

Infos zu den Auf­ru­fe­rIn­nen und ihren Posi­tio­nen auf frie​den​-links​.de


Das ein­zi­ge däm­li­che Trans­pa­rent wur­de übri­gens von zwei Mas­ken­trä­ge­rIn­nen hochgehalten…

Update: Es han­delt sich hier natür­lich um Tho­mas Schmid (ohne t). Dan­ke für den kor­ri­gie­ren­den Hin­weis. Und tat­säch­lich, Kret­sch­mann heißt mit Vor­na­men Winfried.

* Auf schmid​.welt​.de gibt es den Arti­kel offen­bar unge­kürzt und kostenlos.

37 Antworten auf „Putinisten schlimmer als Corona-Leugner?“

  1. Leu­te,
    sucht euch ein­deu­ti­ge Stu­di­en raus und pos­tet sie in ande­ren Foren etc.- nur so erreicht man mehr Menschen.

  2. Jaja, immer die­se fana­ti­schen Friedenshetzer.
    Wie sie mit ihren lan­gen dün­nen Fin­gern in der Luft herumstochern…
    Gut, dass sich muti­ge Journalisten/innen die­sen gefähr­li­chen Eso­te­ri­schen in den Weg stellen.

  3. Vor­sicht das Video zeigt das Lieblingsregiment
    mit den von der Jour­nail­le gefei­er­ten „Frei­heits­kämp­fern“ der Ukraine.
    Jeder der hier Nazis aus­macht, ist ein Puti­nist, oder schlim­mer Coro­na-Leug­ner, so wie
    Eugen Dre­wer­mann ein radi­kal extre­mis­ti­scher Lum­pen­pa­zi­fist ist, wie Rab­bi Jes­hua einer war, dem Dre­wer­mann nach­strebt und der vor 2000 Jah­ren ans Kreuz gena­gelt wurde.

    https://odysee.com/@%E4%B8%8A%E5%B8%9D%E4%B9%8B%E7%81%B5:b/the-surrender-of-the-last-group-of:0

    1. @Kleine Tat­to Gallerie
      Das sind ja auch kei­ne Nazis das sind Kunstsammler
      https://​www​.anti​-spie​gel​.ru/​2​0​2​2​/​e​x​k​l​u​s​i​v​-​v​i​d​e​o​-​a​u​s​-​d​e​m​-​s​t​a​b​-​d​e​s​-​a​s​o​w​-​b​a​t​a​i​l​l​o​n​s​-​b​e​i​-​m​a​r​i​u​p​ol/
      Die inter­es­sie­ren sich für alt­in­di­sche Sym­bol­kunst und Büs­ten von ver­hin­der­ten Kunst­ma­lern und haben in Mariu­pol eine Ver­nis­sa­ge ver­an­stal­tet bei der viel­leicht Mit­ar­bei­ter der Deut­schen Bot­schaft in Kiew anwe­send waren. (Visi­ten­kar­ten­fund)
      https://​www​.anti​-spie​gel​.ru/​2​0​2​2​/​t​a​g​-​1​-​m​e​i​n​e​r​-​d​r​i​t​t​e​n​-​r​e​i​s​e​-​i​n​-​d​e​n​-​d​o​n​b​a​s​s​-​m​a​r​i​u​p​ol/
      Außer­dem sind sie begna­de­te Dich­ter – wenn die noch ein wenig üben könn­te so etwas ähn­li­ches wie das "Nibe­lun­gen­lied" herauskommen …
      https://​www​.anti​-spie​gel​.ru/​2​0​2​2​/​k​e​i​n​e​-​n​a​z​i​s​-​d​i​e​-​g​l​a​u​b​e​n​s​s​a​e​t​z​e​-​d​e​s​-​a​s​o​w​-​b​a​t​a​i​l​l​o​ns/

      Die Vor­bil­der die­ser "Kunst­freun­de" fin­det man übri­gens mit­ten in Deutschland:
      ehe­ma­li­ge NS-Ordens­burg Vogel­sang in Nordrhein-Westphalen.
      https://www.dw.com/de/wo-die-nazis-ihre‑f%C3%BChrungselite-schulten-die-ehemalige-ns-ordensburg-vogelsang-er%C3%B6ffnet-als-museum/a‑19548561

    1. @cherubim: Dan­ke, ich habe den Namen kor­ri­giert. So viel ich weiß, war zwar Kret­sche im KBW, Schmid aber in der Grup­pe "Revo­lu­tio­nä­rer Kampf".

      1. Erstaun­lich. Habe ich doch bei dem Namen gleich auch an den KBW gedacht und mich gewun­dert, dass der nun für die Welt schreibt. Gewun­dert aber auch nur, weil er schließ­lich auch schon etwas in die Jah­re gekom­men ist und sich noch als Jour­na­list ver­dingt. Dass einer wie Oskar aller­dings zwin­gend sei­ne Abnei­gung gewinnt dürf­te allein schon der Tat­sa­che geschul­det sein, der­zu­fol­ge Schmid mal davon aus­ge­gan­gen sein muß, weit links von jenem zu ste­hen, und nun erken­nen muß, dass Lafon­taine mit Beharr­lich­keit zu sei­nen lin­ken Grund­sät­zen steht. Das hält ihm natür­lich den Spie­gel vor Nase. Die Reak­ti­on? Er zer­schlägt den Spie­gel. Wie könn­te er auch anders.

        Dass er doch zum KBW gehört haben kann, dafür wür­de ich mei­ne Hand aber auch nicht ins Feu­er legen. ;-D

  4. Falls es jeman­den interessiert:

    In Bre­men darf man wei­ter­hin nur ins Hal­len­bad oder Frei­bad, wenn man geimpft oder getes­tet ist. Die haben ein­fach alle den Ver­stand verloren… 

    Dazu gibt es "Frau­en­schwim­men", wobei ein Stadt­teil­schwimm­bad Sams­tags 3 Stun­den für Män­ner gesperrt wird und
    "kön­nen Frau­en für ein paar Stun­den, in ent­spann­ter Atmo­sphä­re und geschützt vor Bli­cken von außen" schwimmen.

    Wie krank ist die­se Welt eigent­lich gewor­den?!?!?!? Nun muss man in Bade­be­klei­dung beklei­de­te Men­schen schon vor ande­ren in Bade­be­klei­dung beklei­de­ten Men­schen schüt­zen, weil die Atmo­sphä­re mit in Bade­be­klei­dung anwe­sen­den Män­ner nicht ENTSPANNT wäre und es von Außen (?!?!?) Bli­cke gäbe. Hä??? Wel­ches Pro­blem gibt es mit Bli­cken auf in Bade­be­klei­dung beklei­de­te Frauen? 

    Ich ver­ste­he die­se Welt nicht mehr und Bre­men hat sich als die übels­te Hoch­burg von Hörig­keit erwie­sen, die in Deutsch­land zu fin­den ist. Abscheu­lich. Ein­fach nur abscheu­lich, wie dort wei­ter­hin Men­schen ihrer Grund­rech­te beraubt wer­den mit dem 3G-Schwach­sinn im Schwimmbad. 

    Man soll­te die­se Grund­rechts­ver­leug­ner wis­sen las­sen, was sie für Ver­bre­chen bege­hen. Dis­kri­mi­nie­rung per Haus­recht. Es gehört verboten.
    info@bremer-baeder.de

    1. Ist nicht ver­kehrt, Frau­en, die aus wel­chen Grün­den auch immer, nicht mit Män­nern eine Schwimm­hal­le besu­chen wür­den, aber sehr ger­ne schwim­men möch­ten, ein paar Stun­den in der Woche dies zu ermög­li­chen. Den Rest der Woche kön­nen alle wie­der zusam­men schwim­men. Ich seh nicht, war­um das ein Pro­blem sein soll.
      Anders als den Quark mit 3G, ja, das ist Unsinn und jemand hat es offen­bar noch immer nicht kapiert.

      1. Selbst­ver­ständ­lich ist das ein Pro­blem. Bei den Pseu­do-grün-mili­tant-can­cel-alter­na­tiv-bel­li­zis­ti­schen-Gen­de­rIn­nen / sons­ti­ge / div.

        Da ja jeder über sein Geschlecht bestim­men darf (wie der ver­hei­ra­te­te Herr (Mann) / Fami­li­en­va­ter / ‑mut­ter / sons­ti­ges Eltern­part­ne­rIn­nen­teil / sons­ti­ge / div. im Bun­des­tag) dür­fen dann bestimmt auch alle selbst­er­nann­ten Frau­en / Nicht-Män­ner / nicht-binä­re Sons­ti­ge mit und ohne Bart dort­hin. Und wenn nicht, gibts nen Shitstorm.

        1. @Sören Haber: Viel­leicht geht es ein­fach nur dar­um, mus­li­mi­schen Mäd­chen und Frau­en eine Mög­lich­keit zu geben, schwim­men zu gehen?

          1. @aa:

            Ist ein kom­pli­zier­tes The­ma aber unterm Strich wäre es mei­ner Mei­nung nach ein­fach eine reli­giö­se Extra­wurst und ich bin mir für mich zu dem Ergeb­nis gekom­men, dass ich sowas ableh­ne. Egal ob die Wurst nun mus­li­misch, christ­lich, jüdisch oder ein­fach nur plemp­lem ist. 

            Wo kom­men wir denn hin wenn jeder irgend­wel­che Grup­pen nach belie­bi­ger Befind­lich­keit aus­schlie­ßen kann? Wenn sowas OK ist dann hät­te ich ger­ne auch mei­ne pri­va­te Schwimm­stun­de ohne Dicke (stö­ren unbe­klei­det mein Ästhe­tik­emp­fin­den) und Kin­der (ner­ven, pis­sen ins Becken).

            Das alles mal ganz abge­se­hen davon, dass ich es für kon­tra­pro­duk­tiv hal­te der­art rück­stän­di­ge Marot­ten wie Geschlech­ter­se­gre­ga­ti­on im Schwimm­bad zu bedie­nen. Reli­gi­on ist Pri­vat­sa­che und soll­te in der Öffent­lich­keit kei­ne Rol­le spielen.

            1. Gut dass es ande­re Geis­ter sind, die im Sin­ne von Diver­si­tät und Tole­ranz sol­che Mög­lich­kei­ten schaf­fen. In Frei­burg gibt es schon ewig ein eige­nes Frau­en­schwimm­bad. Nicht nur Mus­li­min­nen nut­zen dieses.
              https://​frau​en​schwim​men​.com/​f​r​a​u​e​n​s​c​h​w​i​m​m​e​n​-​f​r​e​i​b​u​r​g​-​l​o​r​e​t​t​o​b​ad/
              In Leip­zig hab ich mich vor 10 oder 15 Jah­ren mal dar­um bemüht, dass eine Schwimm­hal­le sol­che Nischen ermög­licht – damals war es nicht mög­lich mit ähn­li­chen into­le­ran­ten Argu­men­ta­tio­nen, die unterm Strich hei­ßen: alle sol­len gefäl­ligst gleich sein und Mätz­chen gibts nicht. Wems nicht passt, muss ja nicht schwim­men. Basta.
              DAS ist rückschrittlich.

              1. @Bea:

                Ja, so eine Reak­ti­on war erwart­bar. Was das mit gleich sein zu tun hat, ver­ste­he ich aller­dings nicht. Jeder kann wegen mir so "gen­do­phob" sein wie er möch­te, nur sehe ich eben nicht war­um die All­ge­mein­heit das unter­stüt­zen sollte/müsste.

                Ich leh­ne etwas der­ar­ti­ges auch nicht kate­go­risch ab soweit es eben ratio­na­le Argu­men­te dafür gibt. Reli­giö­se Befind­lich­kei­ten sind aller­dings kei­ne ratio­na­len Argu­men­te. Auch bei ratio­na­len Argu­men­ten wie z.B. regel­mä­ßi­ger Beläs­ti­gung dürf­te Geschlech­ter­tren­nung bes­ten­falls Sym­ptom­be­kämp­fung dar­stel­len, deren Sinn­haf­tig­keit man durch­aus in Fra­ge stel­len kann aber das müss­te man dann eben im Detail ausdiskutieren.

                Reli­giö­se Befind­lich­kei­ten sind eben­falls ein Fass ohne Boden. Man damit ganz schnell in ein Dilem­ma bezüg­lich wo man damit anfängt und wo man damit auf­hört (so eini­ges was eine offe­ne Gesell­schaft aus­macht recht kon­trär zu diver­sen reli­giö­sen Wer­te­vor­stel­lun­gen). Wer A sagt müss­te dann aller­dings eigent­lich auch B sagen. Also weg damit um ja kei­ne reli­giö­sen Gefüh­le zu verletzen?

                Abge­se­hen davon müss­te man, wenn man einer Grup­pe eine Son­der­be­hand­lung auf Grund von rei­nen Befind­lich­kei­ten zuge­steht, der Fair­ness hal­ber jedem eine sol­che Son­der­be­hand­lung zuge­ste­hen und das Ergeb­nis wäre sicher nicht fei­er­lich. Solan­ge es kei­ne ratio­na­le Begrün­dung braucht gebe ich der gan­zen Sache eine Woche bevor es einen "Kei­ne-Neger" und einen "No-Homo" Tag gibt. Dumm gelau­fen, lässt sich ja nicht ableh­nen ohne into­le­rant und rück­stän­dig zu sein.

              2. Apro­pos "Rück­schritt­lich": Ist es nicht irgend­wie selt­sam jeman­dem der GEGEN Geschlech­ter­tren­nung argu­men­tiert "Rück­schritt­lich­keit" zu attes­tie­ren? Naja, die Fra­ge ist eher retho­risch. Ich habe mich über die Jah­re mehr oder weni­ger damit abge­fun­den in wider­sprüch­li­chen Zei­ten zu leben. Als nächs­tes könn­te man viel­leicht die Schu­len nach Geschlech­tern tren­nen. Da ist noch viel Luft 😉

                1. Es geht um klei­ne Zei­ten, in denen auf bestimm­te Bedar­fe ein­ge­gan­gen wird. Soll­te nie­man­den ande­ren in sei­nen Rech­ten beschnei­den, wenn Frau­en ein­mal pro Woche drei Stun­den in einer Schwimm­hal­le unter sich schwim­men dür­fen. Dage­gen gleich mit Besi­pie­len wie Abschaf­fung von Coedu­ka­ti­on zu kom­men und von "Befind­lich­kei­ten" zu spre­chen und damit abzu­spre­chen, dass es für ande­re Men­schen bedeut­sam sein könn­te, erscheint mir doch total unver­hält­nis­mä­ßig. Ja, ich sehe auch, dass die Gren­zen flie­ßend sind und Kipp­punk­te über­schrit­ten wer­den kön­nen. Aber so wie sich hier von eini­gen auf­ge­regt wird und getan wird, als gin­ge damit das Abend­land unter – ist das wirk­lich so ein Angriff auf eure (wahr­schein­lich?) männ­li­che wei­ße unmar­kier­te Stellung?

                  1. @Bea:

                    Nun­ja, … Was dem einen "bedeut­sam" ist sind nun­mal oft dem ande­ren sei­ne "Befind­lich­kei­ten". Dass es im End­ef­fekt um eine Grund­satz­fra­ge geht willst du schein­bar nicht ver­ste­hen. Ent­we­der gibt es glei­ches Recht für alle (und dann ist es kei­ne Fra­ge ob es zu einem "Kip­punkt" kommt) oder eben nicht und dann müs­sen halt alle mit ihren "Befind­lich­kei­ten" zurecht kom­men oder (oh graus) die zugrun­de­lie­gen­den Pro­ble­me angehen.

                    Ich wür­de das viel­leicht ein bischen anders sehen wenn man davon aus­ge­hen könn­te, dass "Din­ge-die-ande­ren-bedeut­sam-sind" ™ denn tat­säch­lich so uni­ver­sell geach­tet wer­den wür­den. Wer­den sie aber nicht und genau das ist auch der Grund war­um man der­art sorg­los mit sol­chen Pre­ze­denz­fäl­len umgeht – sie wer­den sim­pel und ein­fach nicht als sol­che gese­hen, weil wenn jemand was "dum­mes" "bedeut­sam" fin­det dann wird sich ja "selbst­ver­ständ­lich" kei­ner danach richten. 

                    Über sach­li­che Argu­men­te kann man ger­ne reden aber spä­tes­tens wenns um Reli­gi­on geht… Befind­lich­kei­ten. Ist schon schlimm genug, dass der Staat im 21. Jahr­hun­dert immer noch Geld­ein­trei­ber für die Kir­che spielt, da muss man wirk­lich nicht für noch mehr "Sub­ven­tio­nie­rung" sorgen.

                    Egal, was red ich? Du hast das ja eh längst durch­schaut. Sexis­ti­sche Ste­reo­ty­pen, dar­an muss es liegen 😉

                    1. @aa:

                      Nun­ja, nie­mand hat behaup­tet, dass Gleich­be­hand­lung auto­ma­tisch eine tol­le Behand­lung wäre. Was du mit dem Zitat aller­dings genau sagen möch­test erschließt sich mir nicht wirk­lich. Weder kann man reli­giö­se Marot­ten ernst­haft mit Obdach­lo­sig­keit ver­glei­chen, noch wäre es (im genann­ten Bei­spiel) wün­schens­wert, dass aus­schließ­lich Arme unter Brü­cken schla­fen dür­fen. Wün­schens­wert wäre wohl eher, dass etwas gegen die all­ge­mei­ne Not­wen­dig­keit unter Brü­cken zu schla­fen getan wird.

    2. @Getriebesand: Frau­en­schwim­men wird seit eini­gen Jah­ren auch in einem Schwimm­bad in Ham­burg-Wil­helms­burg angeboten.
      Es rich­tet sich vor­wie­gend an isla­mi­sche Frau­en. Kann man sich drü­ber auf­re­gen, muss man aber nicht. Wenn man mit­be­kommt, wie wenig die­ser Mäd­chen und Frau­en sonst am Schwimm­un­ter­richt teilnehmen.

      1. @Anne Hel­ga:

        Ja, es hat sicher irgend­wo auch posi­ti­ve Aspek­te aber unterm Strich belohnt man damit die reli­giö­se Eng­stir­nig­keit und setzt fal­sche Anrei­ze ("solan­ge man nur stur genug ist passt sich die Gesell­schaft auch an die rück­stän­digs­ten Ideen an"). Ich las­se ger­ne jedem sei­ne Zahn­fee und all die ima­gi­nä­ren Freun­de die sie/er sich wünscht aber in der Öffent­lich­keit soll­ten sel­bi­ge kei­ne Rol­le spie­len und wer dar­auf nicht klar­kommt ist mei­ner Mei­nung nach hier etwas fehl am Platz. Das kann man ger­ne intol­ler­ant nen­nen aber ich sehe es eher als Erhal­ten einer seku­la­ren Gesell­schaft, in der eben nun­mal kei­ne reli­giö­sen Vor­schrif­ten dar­über ent­schei­den wer sich mit wem in einem Raum befin­den darf.

    1. @Petra Stein­gen:

      Es sind – mei­ner Mei­nung nach – die Besit­zer der Mili­zen, wel­che von Russ­land immer­hin indi­rekt bezich­tigt, und deren Inter­es­sen zu wenig "beleuch­tet" wer­den. Dar­in liegt die Gefahr. Denn wir ken­nen nicht nur ihre Ver­bün­de­ten und ihre Gesin­nungs­ge­nos­sen, son­dern auch ihre För­de­rer und geis­ti­gen Urhe­ber. Auch wenn man es in der Öffent­lich­keit nicht hören mag. Gera­de bei uns.
      Es hilft bedingt auf­zu­zei­gen, wie die Kämp­fer aus­se­hen. Bedenkt Leu­te, die meis­ten von denen sind oder waren zur Prä­gungs­pha­se jung. Das soll natür­lich nicht ent­schul­di­gen. Das Pro­blem war seit Jahr­zehn­ten schon zu erkennen.
      Eine Füh­rungs­kas­te, unter der Fuch­tel von Mili­zen­füh­rern, die zudem durch ihre Regent­schaft gleich über eine gan­ze Armee ver­fügt. Hat­ten wir das nicht schon.

      ?

  5. Und wie­der eine top­span­nen­de Rezen­si­on zu einem Arti­kel, den man nicht zu ken­nen braucht, von dem man nichts wis­sen muss, und über den es auch nichts Erwäh­nens­wer­tes zu sagen gibt. Dankdankdanke ;-(

    (Auf die Ver­an­stal­tung kann man ja auch ein­fach direkt hin­wei­sen, und ohne PR-Agen­ten für ihre Spins noch wei­te­re Reich­wei­te zu geben. Manch­mal kommt mir Coro­dok vor wie so ein WLan-Repea­ter: zwang­haft unnüt­zen Müll ein­fach noch wei­ter in der Welt her­um­ver­streu­en müssen.)

  6. https://​the​na​tio​nal​pul​se​.com/​2​0​2​2​/​0​5​/​2​3​/​t​o​d​a​y​-​w​o​r​l​d​-​e​c​o​n​o​m​i​c​-​f​o​r​u​m​-​p​a​n​e​l​i​s​t​-​d​e​m​a​n​d​s​-​r​e​c​a​l​i​b​r​a​t​i​o​n​-​o​f​-​f​r​e​e​-​s​p​e​e​ch/

    Podi­ums­teil­neh­mer des Welt­wirt­schafts­fo­rums for­dert "Neu­ka­li­brie­rung" der frei­en Meinungsäußerung.

    Die aus­tra­li­sche Beauf­trag­te für eSa­fe­ty, Julie Inman, for­der­te eine "Neu­ka­li­brie­rung" der frei­en Mei­nungs­äu­ße­rung, als sie am Eröff­nungs­tag des Welt­wirt­schafts­fo­rums am Mon­tag auf einem Podi­um sprach.

    Inman sprach am 23. Mai auf einer Podi­ums­dis­kus­si­on des Welt­wirt­schafts­fo­rums (WEF) in Davos zum The­ma Ushe­ring in a Safer Digi­tal Future" über die Mög­lich­keit, die Bedeu­tung der Mei­nungs­frei­heit neu zu überdenken.

    Inman, der auch als Direc­tor of Public Poli­cy für Twit­ter in Aus­tra­li­en und Süd­ost­asi­en tätig war, erklär­te, dass "wir über eine Neu­ka­li­brie­rung einer gan­zen Rei­he von Men­schen­rech­ten nach­den­ken müssen":

    "Wir befin­den uns an einem Ort, an dem die Pola­ri­sie­rung über­all zunimmt und sich alles binär anfühlt, obwohl es das nicht sein muss.
    Ich den­ke, wir müs­sen über eine Neu­ka­li­brie­rung einer gan­zen Rei­he von Men­schen­rech­ten nach­den­ken, die sich online abspie­len – von der Rede­frei­heit bis hin zur Frei­heit von Online-Gewalt.
    Oder das Recht auf Daten­schutz, bis hin zum Recht auf Kinderwürde.

    Bevor sie das aus­tra­li­sche Office of the eSa­fe­ty Com­mis­sio­ner lei­te­te, arbei­te­te Inman neben Twit­ter auch für ande­re gro­ße Tech-Unter­neh­men, dar­un­ter Microsoft.
    Von 2009 bis 2012 war sie als Glo­bal Direc­tor of Pri­va­cy and Inter­net Safe­ty für das Unter­neh­men tätig, das von dem füh­ren­den WEF-Teil­neh­mer Bill Gates gegrün­det wurde.

    Der Tätig­keits­be­reich der aus­tra­li­schen eSa­fe­ty Com­mis­si­on scheint breit gefä­chert zu sein, denn die Behör­de defi­niert ihren Zweck als "alle Aus­tra­li­er vor Online-Schä­den zu schüt­zen und siche­re­re, posi­ti­ve­re Online-Erfah­run­gen zu fördern".

    "Wir beu­gen Online-Schä­den vor, indem wir Res­sour­cen und Pro­gram­me ent­wi­ckeln, die auf soli­den Erkennt­nis­sen beru­hen; wir schüt­zen Aus­tra­li­er und lin­dern Schä­den mit unse­ren Regu­lie­rungs- und Mel­de­sys­te­men; und wir sind pro­ak­tiv bei der Mini­mie­rung von Schä­den mit Initia­ti­ven, die unse­re digi­ta­len Umge­bun­gen siche­rer und inklu­si­ver machen", heißt es in der Auf­ga­ben­be­schrei­bung weiter.

    1. "Ich den­ke, wir müs­sen über eine Neu­ka­li­brie­rung einer gan­zen Rei­he von Men­schen­rech­ten nach­den­ken, die sich online abspie­len – von der Rede­frei­heit bis hin zur Frei­heit von Online-Gewalt."

      Haben Sie, sie noch alle ? Ich glaub, es geht los,
      Men­schen­rech­te sind unantastbar !
      Neu­ka­li­brie­run­gen sind ver­fas­sungs­wid­rig ! For­de­rung sind nicht akzeptal mt der Volks­ent­schei­dung, also haben sie sich bereits jetzt schon Ver­fas­sundswid­rig geoutet!
      Vie­len Dank
      Die Gesta­po wir informiert !

  7. "Puti­nis­ten schlim­mer als Corona-Leugner?"

    1. Ich scheiss auf das Wort Coro­na­leug­ner, Puti­unis­ten, Ver­schwö­rung­theo­re­ti­ker, oder Alu­hut­schwaf­ler!!! All die­se krea­ti­ven nega­tiv beseel­ten Aus­drü­cke sind nichts wei­ter als dif­fa­mie­ren­te Relik­te einer indok­tri­nier­ten zele­brier­ten Main­stream propaganda!
    2. Die Eli­te macht aus Putin den Welt­frie­dens­bre­cher, was dem Hit­ler nahe kom­men soll… Die Geschichts­ver­dre­hung bekommt erst das vol­le Aus­maß zu spü­ren, wenn wir die Wahr­heit nicht mehr an der Unwahr­heit kon­trol­lie­ren kön­nen.!! Daher müs­sen wir jeder­zeit Zugang zu den wah­ren Urgrün­den unse­rer Geschich­te Zugang erhal­ten und die­se hin­ter­fra­gen… Gera­de weil es von einem Lügen­sys­tem erschaf­fen wur­de , denn es heisst nicht umsonst das; "Die Gewin­ner schrei­ben die Geschich­te !" Aber das let­ze Wort ist noch nicht geschrie­ben, solan­ge es eine Frei­heit im Men­schen gibt…die sie kon­trol­lie­ren und zen­sie­ren können.!

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