Reisender, kommst Du aus Sparta…

Bei einem ähnlichen Spruch geht es um die legendäre Schlacht an den Thermopylen vor zweieinhalbtausend Jahren. Er soll Teil einer Inschrift zum Andenken an die gefallenen Kämpfer gewesen sein.

»In der einprägsamen Übertragung von Friedrich Schiller (1795) mußten ihn viele Schülergenerationen auswendig lernen: „Wanderer, kommst du nach Sparta, verkündige dorten, du habest uns hier liegen gesehn, wie das Gesetz es befahl“. Wenige Jahre zuvor hatte schon Johann Gottfried Herder (1744–1803) die Verse als „Grundsatz der höchsten politischen Tugend“ gefeiert.

Das Gedicht und die dazugehörige historische Episode wurden diversen patriotischen und nationalen Zwecken dienstbar gemacht...

Dieses Sparta-Bild war so faszinierend, daß es selbst von dem liberalen Juden Victor Ehrenberg (1891–1976), einem der bedeutendsten und einflußreichsten Althistoriker dieser Zeit, übernommen wurde. Auch er zeigte sich begeistert davon, wie „diese männliche und soldatische Gesellschaft … ihr Eigenleben fast völlig dem Staate geopfert hat“ (1929). Erst nach seiner Emigration nach England und dem Zweiten Weltkrieg änderte Ehrenberg seine Meinung über Sparta und bezeichnete diese Polis nunmehr als einen „totalitären“ Staat (1946).«
wissenschaft.de


»Corona: Feiernder Reiserückkehrer war voll geimpft

Weil sich ein Urlauber unbemerkt in Spanien mit dem Coronavirus infiziert hat, müssen rund 130 Hamburgerinnen und Hamburger in Quarantäne. Jetzt ist klar: Der Mann, bei dem sie sich in zwei Bars angesteckt haben könnten, war bereits voll geimpft.

Der Fall zeigte dass die Einreiseregeln so wahrscheinlich nicht mehr lange ausreichten, heißt es aus der Sozialbehörde. Der Urlauber war vor seinem Rückflug negativ getestet worden. Bei der Einreise musste er nur seinen Impfstatus nachweisen und dann nicht in Quarantäne. Er hatte also alles richtig gemacht, als er einen Tag später zwei Lokale in St. Georg besuchte.

Milder Verlauf durch Impfung

Dass die anderen Gäste jetzt überhaupt von den Gesundheitsämtern gewarnt werden konnten, liegt daran, dass der Mann Krankheitssymptome hatte und sich dann doch nochmal testen ließ. Bei vielen voll Geimpften ist der Verlauf- falls sie sich infizieren - so leicht, dass sie das Virus gar nicht merken. Trotzdem können sie dann auch noch ansteckend sein.

Sozialbehörde plädiert für Quarantänepflicht

Dieser Fall mache deutlich, warum sich auch Geimpfte isolieren müssten, wenn sie direkten Kontakt mit Infizierten hatten, meint die Sozialbehörde. Sie plädiert für mindestens fünf Tage Quarantänepflicht für Reisende aus Risikogebieten.«
ndr.de (17.7.)

 

12 Antworten auf „Reisender, kommst Du aus Sparta…“

  1. Ich zitie­re: "Weil sich ein Urlauber unbe­merkt in Spanien mit dem Coronavirus infi­ziert hat, müs­sen rund 130 Hamburgerinnen und Hamburger in Quarantäne." 

    "Weil" ist falsch. Die Leute müs­sen in Quarantäne, weil er der Staat Willkür ver­übt und nicht, weil sich der Herr infi­ziert hat. Er war dann auch noch dumm genug, sich tes­ten zu las­sen und Kontaktorte und ‑zei­ten wei­ter­zu­mel­den. Wie dumm muss man sein.

  2. Jetzt ist klar: Der Mann, bei dem sie sich in zwei Bars ange­steckt haben könn­ten, war bereits voll geimpft.

    Auch Sex mit Tieren ist nicht aus­zu­schlie­ßen. Ist klar, ne?

  3. Inschrift am Thermopylen-Denkmal

    Gedenktafel
    An die­sem Ort steht ein oft als „Grab des Leonidas“ bezeich­ne­tes Denkmal; Leonidas wur­de aller­dings in Sparta begra­ben. Es han­delt sich viel­mehr um eine Siegesstele. Es trug der Überlieferung nach als Inschrift (Epigramm) ein Distichon des Simonides von Keos:
    Griechisch (sie­he Liste grie­chi­scher Phrasen):
    «Ὦ ξεῖν᾿, ἀγγέλλειν Λακεδαιμονίοις ὅτι τῇδε
    κείμεθα τοῖς κείνων ῥήμασι πειθόμενοι.»
    „Ō xeîn angél­lein Lakedaimoníois hóti tēde
    keí­me­tha toîs keí­nōn rhē­ma­si peithómenoi.“
    „Fremder, mel­de den Lakedämoniern, dass wir hier
    lie­gen, den Worten jener gehorchend.“
    – Simonides

    Lateinisch:
    Dic hospes Spartae nos te hic vidis­se iacentes,
    dum sanc­tis patriae legi­bus obsequimur.
    „Sag, Fremdling, zu Sparta, du habest uns hier lie­gen sehen,
    wie wir die hei­li­gen Gesetze des Vaterlands befolgten.“
    – Marcus Tullius Cicero: Gespräche in Tusculum 1, 101.

    Deutsch:
    „Wanderer, kommst du nach Sparta, ver­kün­di­ge dor­ten, du habest
    uns hier lie­gen gesehn, wie das Gesetz es befahl.“
    – Friedrich Schiller: Der Spaziergang, 1795.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_den_Thermopylen_(Perserkriege)#Inschrift_am_Thermopylen-Denkmal

  4. Aus 'Kleine Geschichte des anti­ken Griechenland' von Raimund Schulz

    (das letz­te Buch das ich aus­ge­le­sen habe vor ein paar Wochen; lese jetzt von William Brandon 'New Worlds for Old' wel­ches hier mir jemand emp­foh­len hat­te in einem Kommentar)

    '480 v.Chr. ver­schanz­ten sich 300 Spartiaten unter ihrem König Leonidas mit knapp 600 Hopliten ver­bün­de­ter Gemeinden am Engpass der Thermopylen. Dass die Griechen so ver­gleichs­wei­se gerin­ge Kräfte für die­se wich­ti­ge Aufgabe mobi­li­sier­ten, bestä­tigt den Verdacht, dass es mit dem spä­ter so viel beschwo­re­nen Willen zur gemein­sa­men Verteidigung nicht weit her war. Bei den Thermopylen kämpf­te eine klei­ne Armee gegen die Invasoren an einem Punkt Griechenlands, der im Nordern (Aetoler, Thessaler) und Süden (Teile Böotiens) von per­ser­freund­li­chen oder neu­tra­len Stämmen und Poleis ein­ge­schlos­sen war. Tatsächlich hiel­ten die Spartaner und ihre Verbündeten nur drei Tage stand, dann umgin­gen per­si­sche Abteilungen die Abwehrstellung, ver­trie­ben die Phoker und töte­ten die Spartaner und ihre noch nicht abge­zo­ge­nen Verbündeten bis auf den letz­ten Mann. Was spä­ter als Triumph spar­ta­ni­scher Todesbereitschaft und Pflichterfüllung gefei­ert wur­de, offen­bar­te grie­chi­schen Partikularismus in dras­ti­scher Weise.' (S. 128)

  5. Einfach mal mit dem gan­zen unsin­ni­gen Shit auf­zu­hö­ren, fällt den Verantwortlichen offen­bar nicht ein. Schweden oder Florida könn­ten Vorbild sein, aber dar­über wird nicht mal dis­ku­tiert. Genau die­se an Verblödung gren­zen­de Entschlossenheit zum Falschen unter starr­sin­ni­ger Ausblendung sämt­li­cher Alternativen ist das, was die Politik die­ser Regierung zu einer Erscheinung des mora­lisch Bösen macht. 

    130 Hamburger*innen in Quarantäne, weil sich ein ein­zi­ger Geimpfter mit einem Coronavirus ange­steckt hat! Welche Vollidioten haben sich so etwas aus­ge­dacht? Wenn sie das alles nicht so ent­setz­lich, so fürch­ter­lich, so tie­risch ernst mei­nen wür­den, käme man aus dem Lachen gar nicht mehr her­aus! Ein home­ri­sches Gelächter wäre das! 

    Jetzt aber ste­cken wir mit­ten drin in dem Schlamassel, und der Vollidiotismus regiert in Deutschland. Wir kön­nen das erst dann been­den, wenn die Bevölkerung erkennt, wer für den gan­zen Irrsinn ver­ant­wort­lich ist. Acht Personen sind bekannt­lich haupt­ver­däch­tig, ihre Namen habe ich heu­te schon zwei Mal genannt; wer sie noch nicht kennt, möge in den Kommentaren nach­schau­en. Gegen die­se Acht soll­te ermit­telt wer­den: Ihre Motive müs­sen ans Licht, ihr fal­scher Glaube, ihre fabel­haf­te Vermessenheit. Wie war die­se Abkehr von jeg­li­cher Verhältnismäßigkeit und Vernunft mög­lich? Wie kam es zu die­sem Sich-taub-Stellen vor so vie­len Expertenstimmen? War es Angst? War es Geldgier? War es Machtbesessenheit? Ein Gericht wird das klä­ren und ein ange­mes­se­nes Strafmaß fest­le­gen müs­sen. Berücksichtigt man den unge­heu­ren Schaden, den die Acht ange­rich­tet haben und mit jedem Tag ihres fort­ge­setz­ten Starrsinns wei­ter­hin anrich­ten, scheint nur die Höchststrafe geeig­net zu sein, Recht und Gerechtigkeit wiederherzustellen.

  6. Damit soll­te doch nun alles klar sein, dass die "Impfung" als sol­che nicht brauch­bar und für die­sen Zweck weder geeig­net, noch vor­ge­se­hen ist. Des wei­te­ren ist das nun die Grundlage, sämt­li­che Zwänge zum Testen, Quarantänisieren, Maulkorbtragen und all den ande­ren Hygieneterror auf alle Zeit zu legitimieren.

    Aber wie will man dann noch die Impfpflicht recht­fer­ti­gen und durch­set­zen, wenn die grund­le­gen­de Funktion, die Wirksamkeit, schon nicht gege­ben ist?

  7. Wozu soll­te die "Impfung" noch­mal gleich gut sein? War wohl nix. Also Schluss mit dem Märchen der Herdenimmunität per Spritze, und Vertrags-Rückabwicklung von Big Pharma wegen Nichterfüllung der ver­spro­che­nen Wirksamkeit for­dern, das wäre doch mal ein Anfang!

    Na gut, ich bin kein Jurist. Wenn sich unse­re Politik das Zeug trotz Kleingedrucktem "wir garan­tie­ren für gar nichts" hat auf­schwat­zen lassen…

    1. So wird aber deut­lich, dass der Schwanz mit dem Hund wedelt. Man woll­te ein gen­tech­ni­sches Grossexperiment machen und kau­fe sich dafür die pas­sen­den Politiker, die Verträge unter­schrie­ben haben, die sie nun dazu ver­pflich­ten eine gros­se Menge die­ser Plöre abzu­neh­men. Also muss das Zeug weg, kos­te es was es wol­le und leug­net ein­fach dreist die Tatsache, dass das Ganze bes­ten­falls nichts bringt und schlimms­ten­falls den Schaden nur noch grös­ser macht.

  8. Ursprünglich soll­ten die Impfungen eine Ansteckung ver­hin­dern. Die Prozentangaben der Wirksamkeit sagen, dass das Risiko einer Ansteckung um die ange­ge­be­ne Größe redu­ziert wird. Während der mehr­wö­chi­gen (sind ja kei­ne Jahre ver­gan­gen, in denen man hät­te tes­ten kön­nen) Tests stell­te sich her­aus, dass bei einem "Impfdurchbruch" die resul­tie­ren­de Erkrankung leich­ter ver­lau­fen ist, als man das befürch­tet hat­te. Ohne nun wei­ter drü­ber zu medi­tie­ren, ob die­ser leich­te Verlauf bei den Probanden auch ohne Impfung ein­ge­tre­ten wäre, hat man flugs dies als eine zwei­te Wirkung der Impfung dekla­riert und in die Zulassung einbezogen.
    Mittlerweile wird deut­lich, dass die Wirksamkeitsangaben der kli­ni­schen Kurzzeitstudien aus dem Sommer 2020 so rich­tig gar nix mit dem Leben da drau­ßen zu tun haben. Der pro­kla­mier­te Schutz vor einem schwe­ren Verlauf ist zur Hauptwirkung erklärt wor­den und das Wort "Herdenimmunität" spre­chen nur noch ver­wirr­te Einzeltäter aus, die das Memo nicht bekom­men hat­ten, bei denen der Zensor gera­de pin­keln war oder die als "Experte" als­bald aus­ge­tauscht wer­den sollen.
    Einen wie auch immer gear­te­ten, nach­drück­li­chen Impfanreiz wird man in Deutschland wohl ab sehr bald wie­der auf eine dro­hen­de Überlastung des Gesundheitswesens abstel­len. Komplett ver­schwin­den wird die­ser Nachdruck erst, wenn auch die ande­ren noch im Zulassungsverfahren befind­li­chen Impfstoffe der Chinesen und der Russen nach EU-Zulassung in gro­ßen Mengen den Markt überschwämmen.

  9. Also noch­mal:

    die Gen-Impfung soll vor einem schwe­ren Verlauf schüt­zen – und sonst nicht.

    Aber ich darf nicht selbst ent­schei­den, ob ich mich vor einem schwe­ren Verlauf schüt­zen will (oder das über­haupt glau­ben will). Sondern muss mich aus Solidarität mit ande­ren imp­fen lassen.

    Wegen was noch­mal genau: um mich vor einem schwe­ren Verlauf zu schützen?

    Und wor­in besteht die­se "Solidarität" eigent­lich genau? Dass ich mich soli­da­risch dem glei­chen Risiko für schwe­re Nebenwirkungen aus­set­ze wie die ande­ren auch?

    Noch nie war Irrsinn so soli­da­risch. Noch nie gab es so irr­sin­ni­ge Solidarität.

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