Richard Wagner mit Corona

Ein Artikel am 28.6. auf tagesspiegel.de über das Wagner-Festival an der Oper Leipzig, für das bis zu 230 Euro zu berap­pen sind, hat Unannehmlichkeiten zu ver­mel­den. Nicht nur König Arindal aus des Nationalkomponisten Jugendwerk "Die Feen" muß "schwers­te Prüfungen bestehen". Eigentlich war die Inszenierung bestechend.

»… Umso bit­te­rer, dass bei­de Sängerprotagonisten sowie der Dirigent kurz­fris­tig erkrank­ten und ins­be­son­de­re für König Arindal kein adäqua­ter Einspringer zur Verfügung stand. 

Als Ada konn­te Kirstin Sharpin mit gro­ßem Volumen auf­war­ten, in den Spitzen tön­te ihr Sopran jedoch sehr scharf. Matthias Foremny leis­te­te am Pult des Gewandhausorchesters eine soli­de Arbeit, brach­te aber die Partitur nicht zum Funkeln.«

Nahezu ohne Personenführung auf fast leerer Bühne

»Ungewöhnlich hohe Krankheitsfälle ver­zeich­ne­te das Leipziger Opernhaus auch im „Rienzi“ mit einem Ausfall von 21 Chormitgliedern. Die übrig geblie­be­nen Mitglieder san­gen dafür mit dop­pelt so hohem Einsatz. In die­ser Situation schien sogar die sta­ti­sche, lang­wei­li­ge Inszenierung des vor zwei Jahren ver­stor­be­nen Nicolas Joel hilf­reich, der ihn weit­ge­hend geschlos­sen an der Rampe posi­tio­niert. Nahezu ohne Personenführung auf fast lee­rer Bühne insze­nier­te der Franzose das Drama um Aufstieg und Sturz eines idea­li­sier­ten Helden, der in Rom eine Republik nach alt­rö­mi­schem Vorbild errich­ten will…«

Es geht natür­lich um eine ande­re Kathrin:

»Kathrin Göhring über­zeugt mit ihrem lyri­schen, bis­wei­len fra­gil anmu­ten­den Mezzosopran nur bedingt…«

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