S‑Bahn-FahrerInnen lassen sich lieber krankschreiben als in Quarantäne testen

Am 1.12. ist auf ber​li​ner​-zei​tung​.de zu erfah­ren, daß es krea­ti­ve Streikmöglichkeiten gibt:

»Nach Einführung von 3G: Berliner S‑Bahn muss ihr Angebot einschränken
Berlin – Die Berliner S‑Bahn muss ihr Fahrtenangebot ein­schrän­ken. Das teil­te Peter Buchner, Chef des Tochterunternehmens der bun­des­ei­ge­nen DB, in einer Mail an Fahrgastvertreter mit…

„Leider ist in der letz­ten Woche (beson­ders nach der Einführung der 3G-Regel am Arbeitsplatz) der Krankenstand unter unse­ren Triebfahrzeugführer:innen stark ange­stie­gen und liegt nun sta­bil bei über zehn Prozent“, so der S‑Bahn-Chef in dem Schreiben. „Es ist nicht abseh­bar, dass der Krankenstand kurz­fris­tig wie­der auf ein nor­ma­les Maß zurück­geht. Das kön­nen wir dis­po­si­tiv nicht mehr ausgleichen.“

Auch Potsdam und Cottbus sind betroffen

Seit dem 24. November gilt die neue Fassung des Infektionsschutzgesetzes. Seitdem dür­fen alle Beschäftigten in Deutschland nur noch dann ihre Arbeitsstätte auf­su­chen, wenn sie gegen das Coronavirus geimpft, von der Krankheit gene­sen oder ein aktu­el­les nega­ti­ves Testergebnis vor­wei­sen kön­nen. Dem Vernehmen nach gibt es auch im öffent­li­chen Verkehr Beschäftigte, die sich bis­lang nicht gegen Corona imp­fen lie­ßen. Obwohl die DB ihrem Personal mehr­mals wöchent­lich kos­ten­lo­se Corona-Tests im eige­nen Unternehmen sowie außer­halb in Testcentern anbie­tet, scheint eini­gen Mitarbeitern die täg­li­che Prozedur zu auf­wen­dig zu sein.

Auch der Verkehrsbetrieb Potsdam (ViP) und das Unternehmen Cottbusverkehr mel­den erhöh­te Krankenstände. „Die grund­sätz­lich ange­spann­te Personalsituation wird der­zeit durch zuneh­men­de coro­nabe­ding­te Abwesenheiten von Fahrer:innen, bei­spiels­wei­se durch Quarantäneregelungen in deren Umfeld, ver­schärft“, teil­te das Potsdamer Unternehmen mit…«

12 Antworten auf „S‑Bahn-FahrerInnen lassen sich lieber krankschreiben als in Quarantäne testen“

  1. Das fin­de ich klas­se. Niedrigschwelliger Widerstand gegen das Merkel-Regime auf loka­ler Ebene. Macht einen lan­gen Streik bis über das Neujahr hin­weg, Ihr lie­ben von der S‑Bahn und den Verkehrsbetrieben in Cottbus und Potsdam.
    Lieber mal weni­ger vor­an­kom­men, als im Merkel-Regime mit einer Giftspritze ermor­det zu werden.

  2. Sabotage der kriegs­re­le­van­ten Infrastruktur wur­de auch frü­her hart bestraft:

    "Weil er das Tür-Schlüsselloch eines Impfzentrums mit Sekundenkleber ver­sperrt hat­te, muss ein Mann in England zwölf Wochen ins Gefängnis…
    Den Angaben der Polizei zufol­ge erhiel­ten 504 Menschen wegen der ver­sperr­ten Tür nicht wie geplant ihre Booster-Impfung gegen das Coronavirus."

    https://​www​.spie​gel​.de/​p​a​n​o​r​a​m​a​/​j​u​s​t​i​z​/​c​o​r​o​n​a​v​i​r​u​s​-​m​a​n​n​-​i​n​-​n​o​r​f​o​l​k​-​k​l​e​b​t​-​t​u​e​r​-​v​o​n​-​i​m​p​f​z​e​n​t​r​u​m​-​z​u​-​z​w​o​e​l​f​-​w​o​c​h​e​n​-​h​a​f​t​-​a​-​3​d​7​d​1​9​a​d​-​e​c​c​a​-​4​b​3​f​-​9​4​b​e​-​a​a​0​8​1​f​f​0​2​ef5

  3. Sollte doch eigent­lich kein Problem sein. Immerhin ist davon aus­zu­ge­hen, dass die 75% der "ver­nünf­ti­gen" und "soli­da­ri­schen" Coronisten nie­mals auch nur einen Fuß in die als "öffent­li­ches Verkehrsmittel" bezeich­ne­ten Infektionsherde zu set­zen und für die ver­blei­ben­den 25% Fahrgastaufkommen soll­ten doch 10% Krankenstand kein Problem sein.

    Mich beschleicht der Verdacht die gehirn­ge­wa­sche­ne Masse wür­de die Sache gar nicht ernst neh­men und ein­fach nur bil­li­ge Parolen nach­plap­pern. Sollte da etwa was dran sein? Ich wäre ja schon ganz schön scho­ckiert aber immer­hin wür­de das erklä­ren war­um ich von der S‑Bahn aus nie irgend­wel­che ver­schwitz­ten Maskenträger neben dem Schotterbett her­trot­ten sehe und dar­über grüb­le ich jetzt schon fast 2 Jahre.

    1. @d:
      Die Anzahl der ver­ängs­tig­ten Zeloten ist wohl auf ein über­schau­ba­res Maß geschrumpft:
      https://​mobil​.ver​si​che​rungs​jour​nal​.de/​m​a​r​k​t​-​u​n​d​-​p​o​l​i​t​i​k​/​d​a​k​-​d​a​s​-​c​o​r​o​n​a​-​v​i​r​u​s​-​v​e​r​l​i​e​r​t​-​d​e​u​t​l​i​c​h​-​a​n​-​s​c​h​r​e​c​k​e​n​-​1​4​3​4​5​6​.​p​h​p​?​v​c​=​n​l​&​v​k​=​1​4​3​456

      Ich sehe zwar auch fast täg­lich noch Doppel-mas­kier­te (und wahr­schein­lich ‑geboos­ter­te), vor allem aus der genann­ten Altersgruppe um die 30, aber anders als noch vor ca. 8 Monaten weicht mir unmas­kier­tem Grauhaarigen nie­mand mehr für- und vor­sorg­lich aus.
      Entweder man will mich "mei­nem Schicksal über­las­sen" (was ich sehr begrü­ßen wür­de) und/oder (noch bes­ser) man igno­riert die Dauerberieselung der Medien – der wah­ren "Pandemietreiber" – ein­fach weit­ge­hend, egal wel­che "har­te" neue Maßnahmen wie­der dräuen.

      (Gut erkenn­bar an der Lachnummer des "Lockdown für Ungeimpfte" mit Kontaktbeschränkungen etc. .
      Ich kann mich ja täu­schen, weil ich ohne­hin kei­ne Bedürfnis [mehr] ver­spü­re, mich inner­halb gro­ßer Gruppen zu bewe­gen oder auch nur Örtlichkeiten zu betre­ten, in denen ein Lebensberechtigungsschein Zugangsvoraussetzung ist)

      1. @Kassandro:

        Dass mit den um 30 jäh­ri­gen kann ich bestä­ti­gen. 14–29 wie im Artikel fin­de ich zu breit aber so gera­de die Mitt- bis Endzwanziger schei­nen beson­ders vie­le "folg­sa­me" Exemplare zu haben. Generell stel­len die aller­dings eine rela­tiv irrele­van­te Minderheit dar (und Doppelmasken habe ich hier auch noch nicht ein ein­zi­ges Mal gese­hen). In der S‑Bahn sit­zen (trotz Pflicht) viel­leicht 1/3 mit FFP2 und am Hbf kann man völ­lig unbe­hel­ligt auf den Bahnsteigen sit­zen und rau­chen. Manchmal kom­men auch noch 2–3 wei­te­re Leute dazu und man unter­hält sich ein wenig. Hin und wie­der ist die (Bundes-?)polizei da und bewun­dert die Rauchwölkchen in der Ferne (ich habe noch nie erlebt, dass die auf die Bahnsteige kommen).

        Selbst letz­ten Winter hat sich kei­ner um mich geküm­mert wenn ich irgend­wo ohne Maske rum­ge­stan­den bin. Ich ver­mu­te es liegt ein bischen an der "freund­li­chen" Rhein-Main Art. Leute dumm anquat­schen, anstar­ren oder gar beleh­ren ist hier ein­fach kein guter Ansatz. Auf die Art fin­det man ganz schnell neue "Freunde". Das gilt beson­ders wenn ich mir anschaue wer da so mit FFP2 rum­läuft. Die sind sel­ber froh, dass sie kei­ner beachtet.

        Kleine Anekdote (Ort des Geschehens Eingang Bahnhofssupermarkt):

        Türsteher zu Flaschensammler: "Wo ist dei­ne Maske?"
        Flaschensammler: "Die hat der Kollege der gera­de am Pfandautomaten ist."
        Türsteher: "OK, dann musst du hier war­ten bis er sie dir gibt."

        Wohlgemerkt der gan­ze Bahnhof hat Maskenpflicht. Für den Türsteher ist aller­dings nur rele­vant, dass Leute eine anha­ben wenn sie an ihm vor­bei­lau­fen. Im Laden kann man die auch wie­der run­ter­zie­hen. Das fällt schein­bar eben­falls nicht in sei­nen Aufgabenbereich.

  4. In unse­rer Klinik steigt der Krankenstand auch kon­ti­ni­er­lich: wegen der Dauertesterei, aber auch, weil die Doppelgeimpften und Geboosterten erkran­kungs­be­dingt aus­fal­len.… Heute hat sich bis auf den Abteilungsleiter die gesam­te IT krank gemeldet
    Wir schaf­fen es!

  5. Dresden:
    *Viele Fahrer erkrankt*, gerin­ge­re Nachfrage im Freizeitverkehr
    Quelle: https://www.tag24.de/dresden/dresdner-verkehrsbetriebe-ag/aenderungen-ab-dieser-woche‑d
    Länderbahn:
    Die Länderbahn redu­ziert ab Donnerstag ihr Angebot auf den Strecken zwi­schen Dresden, Görlitz und Zittau. *Es fehlt Personal*.
    Auch in Hamburg und Berlin ist es ein Thema. https://www.tag24.de/dresden/dresdner-verkehrsbetriebe-ag/aenderungen-ab-dieser-woche‑d

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