Scheißejal, scheißejal, ob du Huhn bess oder Hahn

Ich geste­he, als Pubertierender sol­ches gegrölt zu haben. Heute scheint es auch das Motto aus­ge­wach­se­ner Ärzte zu sein:

»Der Deutsche Hausärzteverband befür­wor­tet beim Corona-Impfstoff von Astrazeneca mehr Freiheiten für Erstgeimpfte. „Ansonsten gibt es das Dilemma: Entweder wird Astrazeneca erst gar nicht gewählt. Oder jemand will die zwei­te Impfung schon nach vier Wochen haben. Das ist aber nicht nur sinn­los, son­dern kann sogar nega­ti­ve Effekte haben“, sag­te Verbandschef Ulrich Weigeldt der „Wirtschaftswoche“. „Deshalb kann für Astrazeneca gera­de ein posi­ti­ver Anreiz gesetzt wer­den, wenn nach der ers­ten Spritze schon die glei­chen Freiheiten gel­ten wie für die­je­ni­gen, die zwei Dosen Biontech oder Moderna bekom­men haben.“

Bereits nach der ers­ten Impfung mit einem Vektor-Impfstoff wie Astrazeneca sei der Impfschutz „sehr hoch“, argu­men­tier­te Weigeldt. Aber: „Selbstverständlich darf für den vol­len Impfschutz nicht auf die zwei­te Dosis ver­zich­tet wer­den.“ Am Wochenende hat­te sich auch der säch­si­sche Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) für Erleichterungen von Astrazeneca-Erstgeimpften ausgesprochen. 

In Absprache mit dem Arzt kann man bei Astrazeneca frei ent­schei­den, wann in der zuge­las­se­nen Spanne von vier bis zwölf Wochen die Zweitimpfung erfol­gen soll. Die Impfkommission emp­fiehlt für das Präparat einen Abstand von zwölf Wochen zwi­schen ers­ter und zwei­ter Dosis. Hintergrund sind Beobachtungen, dass der län­ge­re Abstand zu einer bes­se­ren Wirksamkeit führt. Die Wirksamkeit einer zwei­ma­li­gen Impfung im Abstand von vier bis acht Wochen lie­ge laut einem Bericht der euro­päi­schen Zulassungsbehörde EMA bei 50,4 Prozent. Bei zwölf und mehr Wochen stei­ge sie auf 72,1 Prozent bis 82,4 Prozent an.«
rp-online.de

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=wsjczCsGxBQ

7 Antworten auf „Scheißejal, scheißejal, ob du Huhn bess oder Hahn“

  1. Alles muss raus! Ich lege noch einen Urlaubsfreifahrschein oben drauf!
    Ich muss ver­rückt sein! Ach komm, war­um nicht noch zwei Konzertbesuche, zwei Armbanduhren, ohne Test zu Karstadt!
    Ich muss ver­rückt sein!

  2. Die schei­nen sel­ber nicht zu wis­sen, in wel­chen Abstand man imp­fen sollte.
    Meine Meinung, man soll­te die gan­zen Impfdosen in Colaflaschen abfül­len und den Politikern bei Sitzungen als Erfrischungsgetränk anbieten.

    Mal sehen, was passiert.

  3. @AA
    bis­her dach­te ich eine weit­läu­fig ähn­li­che Sozialisation wie SIE im Berlin der 70er80er Jahre durch­lau­fen zu haben.
    Parolen, wie in der Überschrift, waren mir damals schon unbekannt.
    Warum ich trotz­dem ein nicht " aus­ge­wach­se­ner" Arzt gewor­den bin, dür­fen Sie dann beurteilen.

  4. Was hier deut­lich wird ist, dass die Privilegierung durch Impfstatus gezielt zur Förderung der Impfbereitschaft ein­ge­setzt wird.
    Ganz so, wie in der Produktwerbung mit einem Zusatzbonus der Absatz gestei­gert wird.
    Die unrecht­mä­ßi­ge Vorenthaltung der garan­tier­ten Freiheitsrechte
    wird auf der ande­ren Seite als zweck­dien­li­ches Druckmittel genutzt.

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