Schwurbler in der "ÄrzteZeitung": "Infiziert ist nicht dasselbe wie krank"

Auch wenn es nur ein Kommentar ist, muß gefragt wer­den dür­fen, war­um der­art der Volksgesundheit abträg­li­che Falschbehauptungen gedul­det werden:

»Mit Beginn der Corona-Pandemie hat es einen klei­nen Paradigmenwechsel in der Diagnostik von Atemwegserkrankungen gege­ben: Entscheidend für die Diagnostik ist seit­dem plötz­lich nicht mehr das kli­ni­sche Bild eines Patienten, son­dern die PCR-Labordiagnostik nach Abstrich in Praxis, Klinik oder im Testzentrum.

Dieses Rad könn­te viel­leicht ein Stück zurück­ge­dreht wer­den, sobald die vul­nerablen Gruppen wirk­lich durch­ge­impft sind.

Darauf deu­ten aktu­el­le Zahlen zu den Auswirkungen der dras­tisch stei­gen­den Inzidenzzahlen in Großbritannien auf­grund der dort ver­brei­te­ten Delta-Variante, die sich auch bei uns bereits bald durch­ge­setzt haben könnte.

Viele Tests bringen viele Befunde

In UK wer­den zwar mitt­ler­wei­le täg­lich Infektionszahlen von 25.000 SARS-CoV-2-Infizierten und mehr ver­mel­det. Allerdings steigt die Zahl der Klinikeinweisungen bis­her nicht im sel­ben Umfang, wie Zahlen der bri­ti­schen Regierungsorganisation Public Health England andeu­ten. Das gilt auch, wenn man den übli­chen zeit­li­chen Vorlauf zwi­schen Infektion und Hospitalisierung von zwei bis drei Wochen berücksichtigt.

Dahinter steckt die ein­fa­che Logik, dass die Ansteckung mit SARS-CoV‑2 – selbst mit der Delta-Variante – nicht gleich­be­deu­tend damit ist, dass ein Patient tat­säch­lich (schwer) erkrankt. Wenn viel getes­tet wird, damit sich das Virus nicht wei­ter ver­brei­tet, wer­den frei­lich auch die nur leicht oder gar nicht erkrank­ten Infizierten gezählt…«

Auch wenn der Autor hier einen erstaun­li­chen Zusammenhang mit den "Impfungen" sieht, bestä­tigt auch er, was von Faktencheckern aller Couleur stets als bös­ar­ti­ge Fake News bezeich­net wurde.

14 Antworten auf „Schwurbler in der "ÄrzteZeitung": "Infiziert ist nicht dasselbe wie krank"“

  1. Auf der offi­zi­el­len Seite der bri­ti­schen Gesundheitsbehörde ist die soge­nann­te case faci­li­ty der 4Coronavirusvarianten Alpha bis Delta ver­öf­fent­licht. Für die Alphavariante, die "gefähr­li­che" eng­li­sche Variante ist sie 1.9%. Für die noch anste­cken­der, noch gefähr­li­che­re "indi­sche" Deltavariante ist sie 0,1%.
    Im Gegensatz zu CFR (case faci­li­ty rate) ist die IFR (Infektion faci­li­ty rate) bis zu 6 mal klei­ner. Das liegt an der Dunkelziffer uner­kannt er, weil nicht getes­te­te­ter Infizierter ohne Symptome. Das bedeu­tet, dass das Sterberisiko 6 mal klei­ner als das Sterberisiko der Grippe ist.
    Die Deltavariante ist damit im Bereich der gewöhn­li­chen sai­so­na­len Erkältungskrankheiten angekommen.
    Das war zu erwar­ten, weil Viren, die bei der ers­ten Passage durch den mensch­li­chen Wirt gros­se Schäden hin­ter­las­sen haben, in der Regel anste­cken­der und zugleich harm­lo­ser werden.
    Wie ist es sonst zu erklä­ren, dass die berüch­tig­te Spanische Grippe ohne Impfung nach andert­halb Jahren von allein verschwand?

    1. Ich möch­te nicht ober­leh­rer­haft wir­ken, wenn ich eine klei­ne aber wich­ti­ge Korrektur anbrin­ge. Ich fin­de es jedoch in einer Angelegenheit wie die­ser wich­tig, sich der kor­rek­ten Ausdrücke zu bedie­nen. Also sor­ry schon mal vorweg.
      Es betrifft die Abkürzungen cfr und ifr. Voll aus­ge­schrie­ben heißt es
      case fata­li­ty rate und ent­spre­chend infec­tion fata­li­ty rate.
      Fatality ist der Todesfall.
      Facility hat ver­schie­de­ne Bedeutungen wie Einrichtung, auch Möblierung oder Erleichterung. Ergibt also hier auch kei­nen Sinn.

      Aber der Hinweis auf die Spanische Grippe ist sehr gut. So etwas eigent­lich nahe­lie­gen­des ist mir zumin­dest noch gar nicht auf­ge­fal­len. Danke dafür.

  2. Sind wir dann end­lich wie­der bei der Neuentdeckung von dem, was mal als Grippe bezeich­net wur­de. Es ist erbärm­lich und hat zum Glück nur ein­ein­halb Jahre gebraucht.

  3. Die Tests erken­nen die Deltavariante doch gar nicht. Gucken Sie sich doch mal Ihre Testergebnisse an, steht da drauf um wel­che Variante es sich han­delt, also auf wel­che Variante getes­tet wurde!?

    Schönen Sonntag.

    1. @Erfurt: Das beweist aber nichts. Die offi­zi­el­le Lesart ist, sie sequen­zie­ren Stichproben und ent­de­cken dar­in einen wach­sen­den Anteil von Delta.

      1. @aa

        PS:

        ver­schie­de­ne Spielarten von Coronaviren hat es schon immer gege­ben. Diese Varietäten sind das Ergebnis einer evo­lu­tio­nä­ren Entwicklungsgeschichte und nicht neu wie stän­dig behaup­tet wird.

        Denn die Vermehrung von Viren ist eng gekop­pelt an vor­han­de­nes Leben, ins­be­son­de­re an essen­ti­el­le Enzyme wie z.B. Cytochrom C und Polymerase von denen es auf­grund der Evolution natür­lich eben­falls meh­re­re Spielarten gibt.

        Kein Wissenschafter der den Anspruch erhebt ernst genom­men zu wer­den, wür­de die ver­schie­de­nen Varietäten art­spe­zi­fi­scher Enzyme und Proteine als Mutanten bezeichnen!

        MFG

    2. Doch doch, die Tests erken­nen die Delta-Variante, aber die Impfung muss auf­ge­frischt wer­den. Es greift immer so logisch inein­an­der, dass sich die Gewinne von Big Pharma maxi­mie­ren lassen.

  4. Man muss die rele­van­ten Fakten eben wohl­do­siert mit Impfpropaganda anrei­chern, dann kann man im Limbotanz die Zensur durchtunneln.

  5. Hmm, wenn ich geimpft bin bin ich dann nur infi­ziert oder auch erkrankt ? Und wie kann es der Autor erklä­ren das wenn viel getes­tet wird sich das Virus nicht weiterverbreitet ?

    1. Der Autor meint damit, dass posi­tiv getes­te­te Personen in Quarantäne gesteckt wer­den und somit das Virus nicht mehr ver­brei­ten können.

  6. „… nicht erkrank­ten Infizierten…“

    Auf sowas muss man erst­mal kom­men. Entweder ist man infi­ziert, dann ist man krank – oder – man ist krank, dann muss eine Infektion vor­aus­ge­gan­gen sein. Ein „kran­ker Infizierter“ signa­li­siert, dass es auch einen „gesun­den Infizierten“ gäbe und das ist – nicht nur medi­zi­nisch gese­hen – Bullshit! Die Negation „nicht erkrank­ter“ bedeu­tet tat­säch­lich „gesund“. Ein seman­ti­scher Blackout!

    1. Komisch dass sich das hier noch nicht rum­ge­spro­chen hat. Der Aufklärungsfaktor die­ser Seite kann wohl nicht sehr hoch sein:

      "Infiziert" bedeu­tet im heu­ti­gen viro­lo­gi­schen Sprachgebrauch:

      "ein Genschnipsel auf der Schleimhaut nachgewiesen"

      Das ist sehr wohl zu unter­schei­den von der frü­he­ren, medi­zi­ni­schen Bedeutung:

      "Infiziert ist jemand, der Symptome hat, sich krank fühlt, zum Arzt geht, im Blut erhöh­te Entzündungswerte nach­weis­bar sind".

      Der Sinn der neu­en, viro­lo­gi­schen Definition ist der, dass wir immer alle jeder­zeit Infiziert sind, denn auf unse­rer Haut/Schleimhaut und im Körper sind jeder­zeit Milliarden Viren, Bakterien , Pilze vor­han­den (so genann­tes Mikrobiom, Virom).

      Wenn wir also nicht gera­de SARSCOVxy-infi­ziert sind, sind wir halt Herpes‑, Adeno‑, Rhino- Influenza‑, Allesmögliche-infi­ziert, da ja eine Infektion schlicht das Vorhandensein von Erregern auf/am/im Körper ist. Also ist Infektion der Normalzustand allen Lebendigen.

      Ein unend­li­ches Betätigungs- und Profit-Feld für die Pharma-Industrie.

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