Statistisches Bundesamt: Keine Auffälligkeit bei Sterbefällen

»22. Mai 2020 – Um die Frage zu beant­wor­ten, ob COVID-19 zu einer Übersterblichkeit führt, beob­ach­ten wir anhand einer Sonderauswertung die vor­läu­fi­gen Sterbefallzahlen in Deutschland. Im Moment sind die Zahlen bis zum 26. April 2020 dar­stell­bar. Im März 2020 mit ins­ge­samt min­des­tens 86 600 Sterbefällen ist bei einer monats­wei­sen Betrachtung kein auf­fäl­li­ger Anstieg der Sterbefallzahlen im Vergleich zu den Vorjahren erkenn­bar. Seit der letz­ten Märzwoche lie­gen die Zahlen aller­dings über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019.« Link

Für Europa mel­det EuroMOMO:

»Die gepool­ten Schätzungen der Gesamtmortalität aus dem EuroMOMO-Netzwerk zei­gen einen Rückgang der Übersterblichkeit, nach­dem in den euro­päi­schen Ländern ins­ge­samt ein hoher Überschuss beob­ach­tet wur­de, der mit der COVID-19-Pandemie zusam­men­fiel. Diese Übersterblichkeit wur­de in eini­gen Ländern durch einen sehr erheb­li­chen Sterblichkeitsüberschuss ver­ur­sacht, wäh­rend in ande­ren Ländern kein Überschuss zu ver­zeich­nen war. ..

In meh­re­ren betrof­fe­nen Ländern scheint sich die Sterblichkeitsrate nun dem nor­ma­len erwar­te­ten Niveau anzu­nä­hern. Die in den letz­ten Wochen gemel­de­ten Daten müs­sen jedoch trotz der vor­ge­nom­me­nen Korrektur für Verzögerungen bei der Registrierung mit Vorsicht gele­sen wer­den.«

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