Frau Ciesek ist nicht bestochen. Ihre Forschung wird nur gut drittmittelfinanziert

»Die Virologin Prof. Dr. Sandra Ciesek und die Infektiologin Prof. Dr. Maria Vehreschild von Goethe-Universität und Universitätsklinikum Frankfurt lei­ten Projekte zur COVID-19-Forschung in einem inter­na­tio­na­len Verbund aus 37 Universitäten, Wissenschaftsinstitutionen und for­schen­den Pharmaunternehmen. Der Verbund CARE ist die größ­te euro­päi­sche Initiative zur Entwicklung von COVID-19-Therapien. CARE wird in den kom­men­den fünf Jahren mit 77,7 Millionen Euro (davon an die Goethe-Universität: 2,1 Millionen Euro) durch die öffent­lich-pri­va­te Partnerschaft Innovative Arzneimittel der Europäischen Union und der Europäischen Vereinigung von phar­ma­zeu­ti­schen Industrien und Verbänden gefördert.«
https://idw-online.de/de/news752665

Es wäre fak­ten­re­sis­ten­te Verschwörungstheorie oder kom­mu­nis­ti­sche Propaganda, hier Befangenheit oder gar Abhängigkeiten zu konstruieren.

»Prof. Yves Lévy vom VRI-Inserm ist der wis­sen­schaft­li­che Koordinator, Marnix Van Loock von Janssen Pharmaceutical Companies (Johnson & Johnson) ist der Projektleiter sei­tens EFPIA und Kumar Saikatendu von Takeda der Projekt-Ko-Leiter.«

Wie soll­te ein Projekt, des­sen Leiter Vertreter von Pharmakonzernen sind, vor­ein­ge­nom­men for­schen wollen?

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Danke, Bill!

Für die kla­ren Worte. Zu lesen im "2021 Annual Letter" vom 27.1. auf gatesnotes.com.

»Als unser Freund Warren Buffett 2006 den Großteil sei­nes Vermögens spen­de­te, um die Ressourcen unse­rer Stiftung zu ver­dop­peln, dräng­te er uns dazu, uns auf die Themen zu kon­zen­trie­ren, die schon immer im Mittelpunkt unse­rer Mission stan­den. Die Bekämpfung von COVID-19 war ein wesent­li­cher Teil unse­rer Arbeit im Bereich der glo­ba­len Gesundheit im Jahr 2020, aber es war nicht unser ein­zi­ger Fokus im letz­ten Jahr. Unsere Kollegen machen wei­ter­hin Fortschritte in allen unse­ren Programmbereichen…

Unsere Partner im Bildungsbereich hel­fen Lehrern, sich an eine Welt anzu­pas­sen, in der ihr Laptop ihr Klassenzimmer ist. Mit ande­ren Worten, wir blei­ben auf das glei­che Ziel geschult, das wir seit der Gründung unse­rer Stiftung ver­fol­gen: sicher­zu­stel­len, dass jeder ein­zel­ne Mensch auf der Welt die Chance hat, ein gesun­des und pro­duk­ti­ves Leben zu führen…

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Was Bill Gates schrecklich findet und was er für ein Wunder hält

Wegen der Bezahlschranke sei hier via t‑online.de zitiert, was Herr Gates in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" von sich gege­ben hat.

»Microsoft-Gründer Gates warnt vor der nächs­ten Pandemie, die sicher kom­me. Bis dahin müs­se vie­les geän­dert wer­den. Verschwörungstheorien sei­en ein gro­ßes, "ver­rück­tes" Problem. 

Der Gesundheits-Mäzen und Microsoft-Gründer Bill Gates hat vor Impfnationalismus und Leichtfertigkeit im Umgang mit der Pandemie gewarnt. In einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" sag­te Gates, Pandemien gehör­ten zur neu­en Normalität, "in der glei­chen Weise, wie die Erde bebt, Tornados kom­men oder sich das Klima wan­delt".«

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Wir impfen Euch alle!

Der heu­ti­ge Newsletter des "World Economic Forum" (WEF) lädt ein, einen Artikel auf der Plattform der "Observer Research Foundation" zu lesen. Er trägt die Überschrift "Der Impfstoff zur Impfung: Mit der Anstups-Theorie gegen Impfverweigerung" (Vaccine to vac­ci­na­ti­on: Using Nudge Theory to pre­vent vac­ci­ne hesi­tancy). Es ist zu lesen:

»Während wir einem Durchbruch im Kampf gegen COVID immer näher kom­men, geht die letz­te Runde des glo­ba­len Rennens um den Zugang und die Bereitstellung des Impfstoffs wei­ter. Die Kontrolle des Virus wird das glo­ba­le Ziel von größ­ter Wichtigkeit im Jahr 2021 sein. Die Impfung gegen ver­meid­ba­re Krankheiten kann als öffent­li­ches Gut betrach­tet wer­den, da sie nicht riva­li­sie­rend und nicht aus­schließ­bar ist. Impfungen schaf­fen posi­ti­ve exter­ne Effekte, da sie nicht nur direkt die Geimpften schüt­zen, son­dern auch indi­rekt den Ungeimpften zugu­te kom­men. Impfungen sind außer­dem eine der wich­tigs­ten poli­ti­schen Interventionen, um 14 der 17 Ziele für nach­hal­ti­ge Entwicklung zu errei­chen, dar­un­ter gute Gesundheit, kei­ne Armut, gerin­ge­re Ungleichheiten, men­schen­wür­di­ge Arbeit und Wirtschaftswachstum.«

Wüßte man nicht, daß es sich beim WEF um den Club der reichs­ten und ein­fluß­reichs­ten WirtschaftsvertreterInnen han­del­te, könn­te man den­ken: "Was für ein tol­les Programm!".

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Biontech-Gründer Sahin ist nun Superreicher

Unter die­sem Titel und der Dachzeile "Multimilliardär dank Impfstoff" ist heu­te auf n‑tv.de zu lesen:

»Biontech zählt zu den ers­ten Firmen, die einen Impfstoff gegen das Coronavirus ent­wi­ckelt haben. Wegen die­ses Erfolgs ist Mitgründer Ugur Sahin nun einer der reichs­ten Menschen der Erde. Auf rund fünf Milliarden Euro bezif­fert "Bloomberg" das Vermögen Sahins. Damit gehört er zu den Top 500 des "Milliardärsindex", den die Finanznachrichtenagentur zusammenstellt.

Grund dafür ist die rasan­te Entwicklung des Aktienkurses von Biontech. Als das Unternehmen im September 2019 an die Börse ging, kos­te­te eine Aktie 15 Dollar. Inzwischen wird sie für mehr als 95 Dollar gehan­delt. Allein in die­ser Woche haben die Papiere knapp 8 Prozent zuge­legt, nach­dem der gemein­sam mit dem US-Pharmariesen Pfizer ent­wi­ckel­te Impfstoff in Großbritannien zuge­las­sen wor­den war. Die Zulassung in der EU und in den USA wird in Kürze erwar­tet. Für die­ses Jahr steht beim Aktienkurs ein Plus von mehr als 250 Prozent. Sahin gehört eine Firma, die 18 Prozent der Biontech-Aktien kontrolliert…

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Pharmaindustrie bringt sich für 2021 in Stellung

In die­ser Veranstaltungsankündigung ("nur für gela­de­ne Gäste") heißt es:

»Die COVID-Krise hat die Notwendigkeit einer Strategie zum Schutz Europas vor Unterbrechungen der Lieferkette, ins­be­son­de­re bei medi­zi­ni­schen Geräten, aber auch bei Arzneimitteln, deut­lich gemacht. Nachdem die Europäische Kommission dafür kri­ti­siert wor­den war, dass sie der US-Unterstützung für die Entwicklung von COVID-19-Impfstoffen und Therapeutika hin­ter­her­hin­ke, ver­pflich­te­te sie sich zu öffent­li­chen Investitionen in die Entwicklung von COVID-19-Impfstoffen in bei­spiel­lo­ser Höhe. Sie hat Rahmenvereinbarungen über den Kauf von Millionen von Dosen von meh­re­ren Arzneimittelherstellern getrof­fen. Parallel dazu kün­dig­te Präsident Ursula von der Leyen in ihrer jüngs­ten Rede zur Lage der Nation die Einrichtung der neu­en EU-Gesundheits­behörde für Notfallvorsorge und Krisenreaktion (Health Emergency Preparedness and Response Authority – HERA) an, ein Äquivalent zur US-ame­ri­ka­ni­schen Biomedical Advanced Research and Development Authority, BARDA. Ein Gesetzesvorschlag zur Einrichtung der Behörde wird im vier­ten Quartal 2021 vorgelegt.

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6‑Millionen-Spende der Gates-Stiftung an Forscher der Heine-Uni beweist gar nichts

Gestern wur­de hier berich­tet, daß Christian Drosten eine Gastprofessur an der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität erhält. Sie wur­de gestif­tet vom Jürgen-Manchot, der als acht­reichs­ter Düsseldorfer gilt (s. Abstieg des Prof. Drosten?).

Verschwörungstheretisches Geschwurbel, das gar nichts beweist, ist die­se Nachricht aus dem Jahr 2017:

»6 Millionen US$ Förderung durch die Bill & Melinda Gates Foundation!

… Das inter­na­tio­na­le Forschungsprojekt "Transformative Strategy for Controlling Rice Disease in Developing Countries" wur­de von der Bill & Melinda Gates Foundation zur Förderung ausgewählt…

Das Konsortium wird von Prof. Wolf B. Frommer (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf/Max-Planck Institut für Pflanzen­züchtungsforschung) gelei­tet. Die wei­te­ren Partner kom­men aus ver­schie­de­nen Instituten, die über die gan­ze Welt ver­teilt sind: Frankreich, USA, Kolumbien und von den Philippinen. Das Forschungsprojekt star­te­te am 1. August 2017 und wird für vier Jahre durch Bill & Melinda Gates Foundation geför­dert.«

Schließlich geht es hier um Reis, nicht wie bei der 249.550 $-Spende der Gates-Stiftung an Drostens Charité-Institut für die "Entwicklung dia­gnos­ti­scher und viro­lo­gi­scher Instrumente, um eine rasche Reaktion auf das neue Coronavirus 2019 zu ermög­li­chen" (s. Wirtschaftliche Interessen des Prof. Drosten).

Wie Apple, Alphabet und Co. den Gesundheitsmarkt erobern wollen

Da der Artikel im "mana­ger maga­zin" aus dem Jahr 2018 stammt, kann er kaum "Verschwörungstheoretikern" von heu­te in die Schuhe gescho­ben wer­den. Dabei ist inter­es­sant zu sehen, wel­che Entwicklungen sich bereits damals abzeichneteten:

»Sie wol­len den Krebs fin­den – frü­her, als es der­zeit jeder Arzt kann. Dafür arbei­ten Forscher des US-Start-ups Grail seit 2016 an neu­en Bluttests. Eine ers­te kli­ni­sche Studie zeigt Ergebnisse, die Hoffnung machen. Und auch die bei­den reichs­ten Menschen der Welt sehen Potenzial: Microsoft-Gründer Bill Gates und Amazon-Chef Jeff Bezos haben in Grail inves­tiert, das bereits 1,6 Milliarden Dollar Kapital bekom­men hat.

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„Global Health“ à la ZIG, GIZ & TIB Molbiol

„Global Health“ aka „World Health“ ist die Spielwiese der bei­den Stiftungen mit dem welt­größ­ten Engagement im medi­zi­ni­schen Bereich: Nummer eins ist die Bill and Melinda Gates Foundation BMGF, gefolgt vom Wellcome Trust. Die BMGF aus den USA exis­tiert seit 20 Jahren mit Fixierung auf Infektionskrankheiten und Impfungen, hat aber auch u.a. Mini-Atomkraftwerke, Gentechnik und Überwachungstechnologie im Programm. Der bri­ti­sche Wellcome Trust kon­zen­triert sich auf die Medizin und blickt auf eine lan­ge Kolonialgeschichte zurück. Der Mitte des 19. Jahrhunderts gebo­re­ne Firmengründer ver­such­te nicht nur, in Afrika Spuren wei­ßer Vorfahren der Menschheit zu fin­den und Darwin zu wider­le­gen, son­dern auch tau­sen­de von Afrikanern, die für ihn zu die­sem Zweck die Erde durch­gru­ben, von der Überlegenheit der Kolonialherren zu über­zeu­gen. Das von ihm gegrün­de­te Pharmaunternehmen, das jahr­zehn­te­lang Weltreisende für das Empire mit den benö­tig­ten Arzneien ver­sorg­te, wur­de Ende des ver­gan­ge­nen Jahrhunderts von GlaxoSmithKline über­nom­men. In der gemein­sa­men Arbeit der bei­den Stiftungen ver­bin­den sich Hightech-Dystopie und impe­ria­le Tradition. „„Global Health“ à la ZIG, GIZ & TIB Molbiol“ weiterlesen