Drosten hatte keinen Interessenkonflikt?

»Die Europäische Kommission hat ges­tern (Dienstag) ein Expertenteam zu COVID-19 ein­ge­setzt. Die Epidemiologen und Virologen aus ver­schie­de­nen EU-Staaten sol­len EU-Leitlinien für wis­sen­schaft­lich fun­dier­te, koor­di­nier­te Risikomanagementmaßnahmen aus­ar­bei­ten. Aus Deutschland sind Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts, und Christian Drosten, Leiter des Instituts für Virologie der Berliner Charité, Mitglieder des Beraterstabs.«

Das berich­te­te am 18.3. die EU. Zehnmal hat das erlauch­te Gremium seit­dem im Geheimen getagt. Dabei war fest­ge­legt worden:

»Einschlägige Dokumente wer­den ent­we­der im Register der Sachverständigengruppen oder über einen Link vom Register zu einer spe­zi­el­len Website, auf der die­se Informationen zu fin­den sind, zur Verfügung gestellt, wobei der Notwendigkeit des Schutzes der öffent­li­chen Gesundheit und der öffent­li­chen Ordnung gebüh­rend Rechnung getra­gen wird. Darüber hin­aus sind Ausnahmen von der Veröffentlichung vor­ge­se­hen, wenn davon aus­ge­gan­gen wird, dass die Freigabe eines Dokuments den Schutz eines öffent­li­chen oder pri­va­ten Interesses im Sinne von Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1049/2001 beein­träch­ti­gen wür­de.«

„Drosten hat­te kei­nen Interessenkonflikt?“ weiterlesen

„Global Health“ à la ZIG, GIZ & TIB Molbiol

„Global Health“ aka „World Health“ ist die Spielwiese der bei­den Stiftungen mit dem welt­größ­ten Engagement im medi­zi­ni­schen Bereich: Nummer eins ist die Bill and Melinda Gates Foundation BMGF, gefolgt vom Wellcome Trust. Die BMGF aus den USA exis­tiert seit 20 Jahren mit Fixierung auf Infektionskrankheiten und Impfungen, hat aber auch u.a. Mini-Atomkraftwerke, Gentechnik und Überwachungstechnologie im Programm. Der bri­ti­sche Wellcome Trust kon­zen­triert sich auf die Medizin und blickt auf eine lan­ge Kolonialgeschichte zurück. Der Mitte des 19. Jahrhunderts gebo­re­ne Firmengründer ver­such­te nicht nur, in Afrika Spuren wei­ßer Vorfahren der Menschheit zu fin­den und Darwin zu wider­le­gen, son­dern auch tau­sen­de von Afrikanern, die für ihn zu die­sem Zweck die Erde durch­gru­ben, von der Überlegenheit der Kolonialherren zu über­zeu­gen. Das von ihm gegrün­de­te Pharmaunternehmen, das jahr­zehn­te­lang Weltreisende für das Empire mit den benö­tig­ten Arzneien ver­sorg­te, wur­de Ende des ver­gan­ge­nen Jahrhunderts von GlaxoSmithKline über­nom­men. In der gemein­sa­men Arbeit der bei­den Stiftungen ver­bin­den sich Hightech-Dystopie und impe­ria­le Tradition. „„Global Health“ à la ZIG, GIZ & TIB Molbiol“ weiterlesen

Der gefährliche Viren-Transport des Christian Drosten

»"Eigentlich war es ja Zufall, dass ich gera­de in Frankfurt war", erzählt Drosten. Er hat­te dort sei­ne Doktorarbeit ver­tei­digt, als ihm ein Kollege eine Zellkultur mit­gab, gewon­nen aus dem Auswurf des ers­ten Sars-Patienten in Deutschland.

Zwei Tage und Nächte arbei­te­te der 30-Jährige wie beses­sen, tauch­te ab in die Labors und in sein zehn Quadratmeter gro­ßes, mit Ordnern, Büchern, Kitteln und Kaffeetassen voll gestopf­tes Büro, das er mit drei Kollegen teilt. Dann prä­sen­tier­te er der Welt, was er gefun­den hat­te: Fast gleich­zei­tig mit Labors in Hongkong und Atlanta hat­ten die Hamburger her­aus­ge­fun­den, dass der Sars-Erreger zur Familie der Coronaviren gehört.«

So berich­te­te der "Spiegel" am 5.5.2003. Vom RKI war zu erfahren:

»Das Virusisolat wur­de von Prof. Dr. Doerr und sei­nen Kollegen von der Universität Frankfurt zur Verfügung gestellt.«

Der "Kollege" war also der 1. Koreferent, der Drostens Dissertation zu bewer­ten hat­te, und die Übergabe erfolg­te an dem Samstag, an dem er in Frankfurt sei­ne Doktorarbeit ver­tei­dig­te. Wie muß man sich den Transport der Zellkultur von Frankfurt nach Hamburg vorstellen?

„Der gefähr­li­che Viren-Transport des Christian Drosten“ weiterlesen

Vergiftete Geschenke an "Dritte Welt". Charité vorne weg bei Vergabe von PCR-Tests

Auf der Seite der Afrikanischen Union war am 8.10. zu lesen:

»ADDIS ABABA, ÄTHIOPIEN, 8. Oktober 2020. Die Africa Centres for Disease Control and Prevention (Africa CDC) haben heu­te über die Afrikanische Union das drit­te und letz­te Los von 1,4 Millionen COVID-19-Testkits erhal­ten, die von der deut­schen Regierung gespen­det wurden.«

Die Lieferung hat­te dem­nach einen Wert von 26 Millionen Euro.

»Die Testkits wur­den von der der deut­schen "Schnell Einsetzbaren Expertengruppe Gesundheit“ (SEEG) beschafft. Das SEEG wur­de 2015 von der Regierung der Bundesrepublik Deutschland als Reaktion auf die west­afri­ka­ni­sche Ebola-Krise ins Leben geru­fen. Es ver­ei­nigt die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, die Charité, das Robert-Koch-Institut und das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin. 

„Vergiftete Geschenke an "Dritte Welt". Charité vor­ne weg bei Vergabe von PCR-Tests“ weiterlesen

"Corona-Prämie": Vivantes und Charité erhalten dickste Batzen

Auf dem Portal "BibliomedManager. Das Portal für Entscheider im Krankenhaus" ist zu erfah­ren, wel­che Krankenhäuser von der "Corona-Prämie" der Krankenkassen pro­fi­tie­ren. Bei wem die Gelder tat­säch­lich ankom­men, ist offen.

»Der Bund hat­te die Krankenkassen mit dem Krankenhaus­zukunftsgesetz (KHZG) ver­pflich­tet, 100 Millionen Euro für eine "Corona-Prämie" bereit­zu­stel­len. Das Geld sol­len die Kliniken an aus­ge­wähl­te Mitarbeiter ver­tei­len. Welche Kliniken anspruchs­be­rech­tigt sind und wie viel Geld sie krie­gen, hat nun das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) ver­öf­fent­licht. Anspruch haben Kliniken, die zwi­schen Januar und Mai 2020 bei der Behandlung von Covid-19-Patienten beson­ders viel geleis­tet haben. Die Liste und eine kur­ze Einführung in die Methodik hat das Institut zum Download gestellt.

„"Corona-Prämie": Vivantes und Charité erhal­ten dicks­te Batzen“ weiterlesen

"Interessenkonflikt bei leitendem RKI-Mitarbeiter". Lügt das RKI?

Der Skandal um den RKI-Fachgebietsleiter Heinz Ellerbrok, der gleich­zei­tig als Gesellschafter der Landtschen Firma GenExpress Gesellschaft für Proteindesign fun­giert, ist nun auch in der "Welt" ange­kom­men. Bereits im Juli wur­de auf die­sem Blog die Frage gestellt Biowaffenforschung: RKI-Projektleiter Gesellschafter der Landt-Firma?. Dieses Thema umschifft die "Welt" aller­dings. Es ist zu lesen:

»Während der Pandemie muss das Robert-Koch-Institut (RKI) sich der­zeit mit einem mög­li­chen Interessenkonflikt in den eige­nen Reihen beschäf­ti­gen: Ein Fachgebietsleiter des Instituts ist gleich­zei­tig Gesellschafter einer Firma, die Corona-Tests mit ent­wi­ckelt hat, soge­nann­te PCR-Tests. Zu den Aufgaben des RKI gehört es, die natio­na­len Teststrategien zu erar­bei­ten – es gibt also Überschneidungen zwi­schen der Arbeit des Instituts und der Firma.

„"Interessenkonflikt bei lei­ten­dem RKI-Mitarbeiter". Lügt das RKI?“ weiterlesen

Drosten einer von 6.400 meistzitierten Forschenden

Die Charité teilt mit:

»Zu dem einen Prozent der welt­weit am häu­figs­ten zitier­ten Forschenden des Jahres 2020 gehö­ren zwölf her­aus­ra­gen­de Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin.. Wie häu­fig die wis­sen­schaft­li­chen Arbeiten eines Forschers oder einer Forscherin von Fachkollegen zitiert wer­den, gilt als Maß für ihren Einfluss auf das jewei­li­ge Fachgebiet. Die Liste der welt­weit meist­zi­tier­ten Forschenden ver­zeich­net in die­sem Jahr rund 6.400 Personen aus etwa 60 Nationen, davon 345 aus Deutschland.«

Man kann Zweifel dar­an haben, ob eine sol­che Meßmethode etwas aus­sagt über die wis­sen­schaft­li­che Qualifikation, egal ob eines Herrn Drosten oder Herrn Ioannidis. Sicher aber wird es Christian Drosten gefuchst haben, daß er auf der Seite der Charité erst als Siebter genannt wird.

„Drosten einer von 6.400 meist­zi­tier­ten Forschenden“ weiterlesen

Anruf vom Obergefreiten

So ist ein Artikel in der Sonntags-FAZ vom 22.11. über­schrie­ben. Darin erfah­ren wir (zitiert nach der Druckversion) über Hauptfeldwebel Little, daß er

»… bei den Telefonaten auf mili­tä­ri­sche Formeln oder Titel [ver­zich­tet]. Seine Ansage lau­te "Hier ist das freund­li­che Gesundheitsamt, ich bin der Herr Little, guten Tag." Sein Kollege Deniz geht anders vor. "Ich mel­de mich schon mit Dienstgrad, aber der wird meis­tens über­hört." Bisher habe ihn noch nie­mand dar­auf ange­spro­chen oder gar nega­tiv reagiert. "Die Leute sind erst mal froh, dass sie Informationen bekom­men. Viele sind auch alt und gehö­ren zur Risikogruppe."«

Der letz­te Satz ist ent­we­der sinn­frei oder soll sagen, die Alten sind eh dement oder freu­en sich, daß mal ein Kamerad anruft. Auch Generalmajor Breuer weiß:

»Zwar sei­en man­che erst mal über­rascht, wenn sie am Telefon einen mili­tä­ri­schen Dienstgrad hör­ten. "Aber wenn dann die Umstände erläu­tert wer­den, sind die Reaktionen meist positiv."«

„Anruf vom Obergefreiten“ weiterlesen

Wieler drängt auf Tierversuche – wegen Corona

Wie berich­tet ist der RKI-Chef nicht nur Mitglied des Wehrmedizinischen Beirats im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verteidigung, son­dern auch ein gro­ßer Freund von Massentierhaltung (s. Wieler ist sehr opti­mis­tisch und weiß gar nichts). Insofern ist sein Drängen auf Tierversuche (schließ­lich ist er Veterinär) nicht ver­wun­der­lich. Bereits am 15.11. hat­te n‑tv.de gemeldet:

»Blockade der Corona-Forschung?
RKI-Chef Wieler atta­ckiert Berliner Senat
Spitzenvertreter der deut­schen Biomedizin wer­fen der Berliner Landesregierung vor, die Wissenschaft zu blo­ckie­ren und auf die­se Weise in der Pandemie zur "erheb­li­chen Verzögerung bean­trag­ter Forschungsvorhaben" beizutragen. 

„Wieler drängt auf Tierversuche – wegen Corona“ weiterlesen

Auch deshalb werden sie scheitern

Wir erle­ben zur Zeit welt­weit das Management einer tat­säch­li­chen oder ver­meint­li­chen Pandemie nach den Vorgaben einer sehr klei­nen, aber sehr mäch­ti­gen Kapitalgruppe. Profiteure und Anweisende sind Pharmakonzerne sowie Kommunikations- und Technologieunternehmen. Andere Branchen, ja wei­te Teile der Volkswirtschaften, wer­den deren Profitinteressen unterworfen.

Damit gera­ten sie in Konflikte mit ande­ren Fraktionen des gro­ßen Kapitals. Noch kön­nen sie weit­ge­hend befrie­det wer­den mit gigan­ti­schen Subventionen, von denen nie­mand weiß, wie sie je bezahlt wer­den sol­len; aus der Finanzkrise von 2008 ist jedoch bekannt, wer zah­len soll.

Wir erle­ben, daß zuneh­mend auch aus dem Kapital-Lager Akteure zu Wort kom­men, die von einem Lockdown nicht pro­fi­tie­ren und die der Marktbereinigung zuguns­ten der Amazon, Google & Co. nicht taten­los zuse­hen wol­len (sie­he Helios-Kliniken machen Intensivstationen trans­pa­rent und Ein Sechstel der Intensivpatienten "Covid-Fälle"Klinik-Boß: "Nur jeder vier­te tat­säch­lich mit dem Virus infi­ziert").

Heute mel­den sich die gro­ßen Verleger zu Wort: "Philipp Welte: Der Staat darf die freie Presse nicht unter­gra­ben" lau­tet die Überschrift eines Gastkommentars auf handelsblatt.com. Er schreibt dort:

„Auch des­halb wer­den sie schei­tern“ weiterlesen