„Tatsächlich gefährlich“

Gemeint sind Eric Clapton und Van Morrison, und der so warnt, ist der iri­sche Gesundheitsminister.

»Altrocker Eric Clapton hat zusam­men mit dem nord­iri­schen Musiker, Sänger und Komponisten Van Morrison einen neu­en Song ver­öf­fent­licht – und der hat es in sich. Kritiker bezeich­nen das Stück als Corona-Verschwörungshymne, Nordirlands Gesundheitsminister Robin Swann bezeich­ne­te die jüngs­ten Werke von Van Morrison gar als „gefähr­lich“.

Clapton ver­brei­tet in dem neu­en Stück „Stand and Deliver“ aller­hand Theorien, die auch aus Kreisen von Corona-Leugnern bekannt sind. Die Musiklegende schießt in dem Stück etwa gegen die Wissenschaft und Politik – aber auch Kritik an der Maskenpflicht darf nicht fehlen.

„Polizeistaat“ und „Verrat“

In dem Stück heißt es etwa: „You Let Them Put the Fear on You / But not a Word You Heard Was True“. Zu Deutsch etwa: „Du hast dir von ihnen Angst ein­ja­gen las­sen / Doch kein Wort, das du hör­test, war wahr.“

Im wei­te­ren Verlauf des Songtextes wird es noch deut­li­cher: „Willst du ein frei­er Mensch sein / Oder willst du ein Sklave sein?“, heißt es da etwa. Oder: „Sie wer­den uns zer­mah­len / Bis es wirk­lich weh tut / Ist dies eine sou­ve­rä­ne Nation / Oder nur ein Polizeistaat?“

Zum Ende des von Van Morrison geschrie­be­nen Stücks singt Clapton: „Du lässt dich von ihnen in Angst ver­set­zen / Verraten und ver­kauft / Aber kein ein­zi­ges Wort davon war wahr / Wenn man nichts sagen kann / Kann man auch nichts tun.“…

„Seine Worte wer­den den Verschwörungstheoretikern gro­ßen Trost spen­den“, schrieb Swann in einer Ausgabe des „Rolling Stone“. „Die Aluhutbrigade, die gegen Masken und Impfstoffe kämpft und der Meinung ist, dass dies alles eine rie­si­ge glo­ba­le Verschwörung ist, um die Freiheiten zu beseitigen.“

In Nordirland sei man sehr stolz dar­auf, dass eine der größ­ten Musiklegenden der letz­ten 50 Jahre aus die­sem Teil der Welt stam­me, so Swann wei­ter. „Es gibt also ein ech­tes Gefühl der Enttäuschung – wir haben Besseres von ihm erwar­tet. Es geht jedoch wei­ter als Enttäuschung. Einiges von dem, was er sagt, ist tat­säch­lich gefährlich.“

Ein Stadtrat von Belfast hat­te jüngst gar ver­sucht, Van Morrison den 2013 ver­lie­he­nen „Freedom of Belfast“-Award wie­der zu ent­zie­hen…«

Zu lesen auf rnd.de.

Noch gibt es die­ses Video auf you­tube. Nachdem die­se Version von Amazon and Spotify gebannt wur­de, gibt es hier eine "abge­mil­der­te­re".

Siehe auch Van Morrison: No More Lockdown.

8 Antworten auf „„Tatsächlich gefährlich““

  1. Erbärmlich. Wie die Ertappten – welt­weit – alle "Haltet den Dieb!" schrei­en. Das hat man in den Plandemie-Übungen sicher­lich auch einstudiert.

    Es müss­ten noch viel mehr Künstler aufstehen.

  2. Wenn Kunst "als gefähr­lich" ange­se­hen wird, ist das der deut­lichs­te Hinweis auf einen Totalitarismus. Wenn die Herrschenden noch nicht ein­mal in Songtexten kri­ti­siert wer­den dür­fen, leben wir wirk­lich in düs­te­ren Zeiten. Wovor haben die eigent­lich Angst ? Hat Musik jemals eine Regierung gestürzt ?

  3. In den 1960ern und auch danach noch gab und gibt es zahl­rei­che sehr poli­ti­sche Musiker und Songwriter, die gro­ßen Einfluss u.a. auf die Friedensbewegung und die Bürgerrechtsbewegung hat­ten. Auch der Umweltschutz war zb bei den Kinks schon sehr früh ein Thema.
    Daß jetzt so ein Aufschrei kommt, ist bezeich­nend: der getrof­fe­ne Hund bellt.

  4. Die Witwe einer 60er-Jahre-Folk-Song-Grösse (habe den Namen ver­ges­sen) hat beim Liedermacher-Festival auf Burg Waldeck (war das 2014?) erzählt, dass die übli­chen Verdächtigen wäh­rend der McCarthy-Ära Berufsverbot hat­ten. Sie hät­ten über­lebt, indem sie Kindern Unterricht gaben, Gitarre und so. Dabei wur­den natür­lich auch Texte gesun­gen. Bob Dylan soll zu die­sen Kindern gehört haben. Singen ist ja jetzt ver­bo­ten, ich vergaß.

    Von Dylan, im Mai erschie­nen, mit deut­li­cher Grafik:
    https://www.youtube.com/watch?v=2QPBpFAKTGo

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