"Ungeimpften" droht Kündigung. Aber "Infizierte" sollen im Krankenhaus arbeiten.

Sie wer­den dabei zusätz­lich diskriminiert:

»Uniklinik Frankfurt am Main
Corona-posi­ti­ve Krankenhausmitarbeiter dür­fen arbeiten

Auch zwei Jahre nach Ausbruch der Pandemie ist die Lage in den Kliniken kri­tisch – in Frankfurt am Main wird des­halb ein beson­de­rer Schritt gemacht.

Trotz Sommer kommt das Universitätsklinikum Frankfurt wegen vie­ler Corona-Infektionen erneut an sei­ne Grenzen. Um den Betrieb auf­recht­zu­er­hal­ten, dür­fen nun auch posi­tiv getes­te­te Mitarbeiter nach einer Isolationszeit von fünf Tagen und min­des­tens zwei­tä­gi­ger Symptomfreiheit wie­der arbei­ten, wie der Ärztliche Direktor des Frankfurter Universitätsklinikums, Prof. Jürgen Graf, berichtete.…

"Wer nur posi­tiv ist, aber sym­ptom­frei, darf – unter Berücksichtigung der Freiwilligkeit – nach fünf Tagen wie­der arbei­ten", erklär­te Graf die neue Linie von Hessens größ­tem Krankenhaus. Sie müss­ten Masken tra­gen und getrennt von ande­ren Pause machen. Graf hält das für ver­tret­bar, "weil wir wis­sen, dass Übertragungen am Arbeitsplatz mit unse­ren Schutzmaßnahmen abso­lut sel­ten sind"…

Die Entscheidung sei nach einer Gefährdungsanalyse auf Basis einer Risikoabwägung gefal­len, erklär­te Graf. Abzuwägen sei die Gefahr, dass Patienten nicht mehr ver­sorgt wer­den kön­nen, mit dem Restrisiko, dass die Infektion wei­ter­ge­ge­ben wird. Diese Abwägung sei klar zuguns­ten des Arbeiten-Könnens ausgefallen.«
t‑online.de (24.7.)

10 Antworten auf „"Ungeimpften" droht Kündigung. Aber "Infizierte" sollen im Krankenhaus arbeiten.“

  1. Mein Gott, ich habe sel­ten eine der­ar­ti­ge Scheiß-Argumentation gelesen.
    Der soll sich mal bes­ser sein Lehrgeld zurück­ge­ben las­sen, weil sei­ne Ausbilder unfä­hig waren.
    So hieß es doch früher.
    😀

  2. Was, die müs­sen kein "P"-Schild tra­gen, um anzu­zei­gen, dass sie posi­tiv sind? Wie groß­zü­gig. Natürlich alles auf Basis von Freiwilligkeit, klar. 

    Ich mag aber die sprach­li­che Variabilität auf der Internetseite der Klinik. Dort mischt man extrem bemüh­tes moder­nes gender:in mit dem Angeber-Plural "Universitätsklinika", weil, man tut hat ja das gro­ße Latinum haben, da muss man auch mal protzen.

    Ausgerechnet sol­che Pseudointelligenzen wol­len dann Gefahren ana­ly­sie­ren und Risiken abwä­gen. Da sage ich nur: "Professores ite ad Golfplatzum!" Da kön­nen sie wenigs­tens nur unter Ihresgleichen Schaden anrichten.

  3. Ist ja auch logisch. Und wenn ein Haus brennt und ein unge­impf­ter Feuerwehrmann hilft beim Löschen, und es kommt raus, dann zün­det man hin­ter­her das Haus ein zwei­tes mal an, denn so hat man es lieber.

  4. "Sie müs­sen Masken tra­gen, und getrennt von ande­ren Pause machen"

    Ich schät­ze mal, die "Freiwilligkeit" wird sich unter sol­chen Umständen doch sehr in Grenzen halten.

    Vielleicht über­denkt die Uniklinik ja noch ein­mal ihre Stigmatisierungsrituale.

  5. Es sieht doch inzwi­schen jeder halb­wegs klar den­ken­de Mensch, dass die ein­rich­tungs­be­zo­ge­ne Impfpflicht nicht zu recht­fer­ti­gen ist. Nur die Politik ist nicht bereit ein­zu­räu­men, dass dem so ist und beharrt trotz­köp­fig wei­ter auf die­sem offen­sicht­li­chen Unsinn.
    Es ist schon besorg­nis­er­re­gend, dass die Geschicke des Landes von Menschen mit sol­chem Charakter gelenkt werden!

  6. Ich habe gera­de ein merk­wür­di­ges Bild im Kopf. 

    Wir haben nun gen­der­neu­tra­le Toiletten wegen Diskriminierung und so, die Kantinen wer­den jedoch geteilt in "(voll­stän­dig) geimpft und nega­tiv" "unge­impft und nega­tiv" (voll­stän­dig )geimpft, posi­tiv und symptomlos" .

    Nach dem deut­schen Bürokrat:innenstandard dürf­ten sich die Kategorien noch erheb­lich erwei­tern. Und dabei sind die Ausnahmeregelungen noch nicht ein­mal mitgedacht.

  7. Wir soll­ten unse­re Hymne umschrei­ben. Recht und Freiheit sind mitt­ler­wei­le kom­plett ver­hunzt und Einigkeit ist nur mehr als Gleichschritt zu ver­ste­hen. Habe Schwabs Widerspruch gele­sen, der Link war hier neu­lich in einem Kommentar, sehr lesens­wer­te hoff­nungs­fro­he Lektüre.

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