Vakzinismus als Gesellschaftsmodell und die Beliebigkeit von Faschismus-Vorwürfen

Wie kann man eine gesell­schaft­li­che Entwicklung auf einen Begriff brin­gen, die davon geprägt ist, eine Atemwegserkrankung mit­tels glo­ba­ler „Impfkampagnen“ bekämp­fen zu wol­len? Eine Entwicklung, der welt­weit alle Lebensbereiche unter­ge­ord­net wer­den und die viel­fäl­ti­ge wirt­schaft­li­che, poli­ti­sche und psy­cho­lo­gi­sche Konsequenzen hat? Die tie­fe Gräben reißt und lan­ge anhal­tend Grundrechte außer Kraft setzt vor allem für die Teile der Bevölkerung, die sich einer ein­sei­ti­gen Interpretation ver­meint­li­cher wis­sen­schaft­li­cher Erkenntnisse widersetzen?

An die­ser Stelle wird davon aus­ge­gan­gen, daß es ein Sars-Cov-2-Virus gibt, wel­ches in ver­schie­de­nen Varianten welt­weit zu zahl­rei­chen Erkrankungen geführt hat. Es wird nicht erör­tert, in wel­chem Maße und wel­cher Qualität PCR-Tests zur Erkennung von Infektionen geführt haben und ob der Begriff der Infektion gerecht­fer­tigt ist für die Zählung von „Fällen“. Ebenso wenig wird pro­ble­ma­ti­siert, wel­che Rolle die desas­trö­sen Gesundheits- und Pflegesysteme bei der Erzeugung des Bildes einer tod­brin­gen­den Pandemie, vor allem in Italien und den USA, gespielt haben. Außer Acht gelas­sen wird auch die kurz­fris­tig geän­der­te Definition des Begriffs „Pandemie“ durch die WHO. (Zu all dem fin­den sich zahl­rei­che Beiträge hier.)

Die Ausgangslage

Im Frühjahr 2020 wur­de in der Öffentlichkeit eine das Gesundheitswesen aller Länder bedro­hen­de Krankheitswelle wahr­ge­nom­men, die mit allen zur Verfügung ste­hen­den Mitteln ein­ge­dämmt wer­den müs­se. Ein sorg­fäl­tig aus­ge­wähl­ter Kreis von „ExpertInnen“ befeu­er­te ste­tig eine Angststimmung, abwei­chen­de Positionen wur­den kon­se­quent aus­ge­blen­det und unter­drückt. So konn­ten zahl­rei­che Maßnahmen ein­schließ­lich dras­ti­scher Einschränkungen von Grundrechten mit gro­ßer Zustimmung durch­ge­setzt wer­den. Dennoch führ­te das Vorgehen recht früh zu Faschismus-Vorwürfen.

Der gegenseitige Faschismus-Vorwurf

Hier soll vor allem die Situation in der Bundesrepublik Deutschland behan­delt wer­den. In die­sem Land hat der Begriff des Faschismus eine spe­zi­fi­sche Bedeutung. Er ist schlech­ter­dings nicht zu lösen von der ras­sis­ti­schen, geplan­ten und indus­tri­ell orga­ni­sier­ten Auslöschung von Millionen Menschenleben. Im Zusammenhang mit der Corona-Debatte wur­de das Wort von Beginn an instrumentalisiert.

Auf Seiten von Maßnahmen-KritikerInnen wer­den dar­un­ter oft­mals die auto­ri­tä­ren staat­li­chen Maßnahmen gefaßt, ver­bun­den mit einer als Gleichschaltung emp­fun­de­nen ver­öf­fent­lich­ten Meinung und der Hatz auf „Abweichler“. Diese Beobachtungen deu­ten zwei­fel­los auf Parallelen zu Staatshandeln und Massenpsychologie im his­to­ri­schen Faschismus hin. Allerdings kamen sehr bald Stichworte in die Diskussion, die geeig­net sind, eine Relativierung der Verbrechen des „Nationalsozialismus“ zu befördern.

Dazu gehö­ren „Holocaust“, „Mengele“ und „Nürnberg 2.0“. Analog zur Darstellung, die Pandemie raf­fe Millionen Menschen dahin, wird die Erzählung auf­ge­baut, dies gesche­he mit der „Impfung“. Ja, schlim­mer noch, ein sol­cher Massenmord sei geplant, eben ein „Holocaust“. Die VertreterInnen die­ser These machen sich nicht die Mühe, irgend jeman­des Interesse an einer Vernichtungsorgie zu ermit­teln. Die Vernichtung müß­te ja in die­ser Logik vor­nehm­lich in den Industrieländern wüten und wür­de zudem die sich ver­wei­gern­den „bil­dungs­fer­nen Schichten“ aus­neh­men. Als Beleg wer­den anony­me Erklärungen angeb­li­cher Holocaust-Überlebender ange­bo­ten. Im Kern ist die­se Instrumentalisierung der Shoa ver­gleich­bar mit dem Vorgehen des „Internationalen Auschwitzkomitees“, das jeg­li­che Kritik an staat­li­chen Maßnahmen als Nazipropaganda abtut.

Zum Stichwort „Mengele“: Die mit­un­ter ins Feld geführ­te Argumentation des gewis­sen­lo­sen Treibens gro­ßer Teile der Ärzteschaft über­sieht, daß medi­zi­ni­sche und phar­ma­zeu­ti­sche Menschenversuche auch in Deutschland vor und nach der NS-Zeit statt­fan­den und untrenn­bar mit der Profitorientierung die­ser Wissenschaftsgebiete ver­bun­den sind. Darüber hin­aus war Mengele nicht nur ein skru­pel­lo­ser Mediziner, son­dern an vor­ders­ter Front, der Rampe von Auschwitz, ein fana­ti­scher Selektierer „unwer­ten Lebens“.

Mit „Nürnberg 2.0“ ver­bin­det sich nicht nur der Nürnberger Kodex zur ärzt­li­chen Ethik. Angespielt wird damit auch auf die Kriegsverbrecherprozesse nach dem Ende des deut­schen Faschismus. Hier lie­gen Verharmlosung und Instrumentalisierung eng bei­ein­an­der. Die Anstifter und Sieger der Jugoslawienkriege sind ganz ähn­lich vorgegangen.

„Maske auf – Nazis raus“

Die VerteidigerInnen der Maßnahmen waren schnell bei der Hand, unter Verweis auf sol­che Umstände jeg­li­che Kritik mit dem „Nazi“-Vorwurf zu bele­gen. Ihnen kam zugu­te, daß es in der Kritikerszene durch­aus Bezüge auf reak­tio­nä­re, natio­na­lis­ti­sche Positionen (Trump, Bolsonaro, „Lebensschützer“) gibt, ver­bun­den mit einem an den Faschismus ange­lehn­ten Vokabular und Signalwörtern („glo­ba­le Eliten“, „Plutokraten“, Soros). Die Haltung des „Wir las­sen uns nicht spal­ten“ ver­kennt den ver­hee­ren­den Einfluß, die sie auf die Verbreiterung des Widerstands gegen die „Maßnahmen“ hat­te und hat. Es geht dabei kei­nes­falls um eine „Gedankenpolizei“, son­dern um die Frage, wie das offe­ne Auftreten reak­tio­nä­rer Kräfte einer Bewegung scha­det, die sich Freiheitsrechte auf die Fahnen geschrie­ben hat.

Eine ande­re Frage ist die, ob die Sorge einer Unterwanderung durch Rechtsradikale ledig­lich vor­ge­scho­ben war. Die immer wie­der­keh­ren­den Parolen „Maske auf – Nazis raus!“ und „Wir imp­fen Euch alle“ spre­chen dafür. In Wirklichkeit ging es um das Bekenntnis zu den Regierungsmaßnahmen, die sogar als nicht weit genug gehend bewer­tet wur­den. Eine abwe­gi­ge und inzwi­schen völ­lig geschei­ter­te #ZeroCovid-Kampagne, die im „Interesse der Arbeiterklasse“ lie­ge, wur­de um das Konstrukt „Ihr mar­schiert mit den Faschisten“ erwei­tert. Daß Inhalt der Kritik und deren ProtagonistInnen nicht das­sel­be sind, ahnen auch die­je­ni­gen, die die Vorwürfe erhe­ben. Denn nach die­ser Logik wäre die Kritik an Auslandseinsätzen der Bundeswehr zu ver­ab­scheu­en, wenn sie auch von der AfD erho­ben wird. Für Datenschutz könn­te man nicht ein­tre­ten, wenn er auch von der Unternehmerpartei FDP befür­wor­tet wird.

Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Ich behaup­te: Auf bei­den Seiten wird der­art eine Verharmlosung des Faschismus in sei­ner spe­zi­el­len Form des „Nationalsozialismus“ betrieben.

Es gilt sorg­fäl­tig zu unter­su­chen, wo Gemeinsamkeiten und Unterschiede der gegen­wär­ti­gen Entwicklung in Bezug auf den his­to­ri­schen Faschismus lie­gen. Die „Maßnahmen-KritikerInnen“ ver­wei­sen auf struk­tu­rel­le Parallelen: Eine weit­ge­hen­de Gleichschaltung der ver­öf­fent­lich­ten Meinung, nie gese­he­ne Zensurmaßnahmen, die mora­li­sche und wirt­schaft­li­che Verfolgung von Kritik, Ausgrenzen und Stigmatisierung von Bevölkerungsgruppen, Förderung des Denunziantentums, Beschwörung einer natio­na­len oder wahl­wei­se welt­wei­ten Solidarität im Kampf gegen einen gemein­sa­men Gegner.

Rechtfertigt die­se Beschreibung den Faschismusvorwurf? Hier muß das Ausmaß hin­ter­fragt wer­den. Die ver­öf­fent­lich­te Meinung etwa zu Rußland/Sowjetunion und aktu­el­ler der Ukraine war stets gleich­för­mig. Berufsverbote und Zensurmaßnahmen kennt die BRD nicht erst seit Corona. Die Diffamierung „sozi­al Schwacher“ hat eine lan­ge Tradition und liegt schon in die­sem Begriff. Immer aber gab es Teile der Öffentlichkeit und der Medien, die sich kon­trär zum Mainstream positionierten.

Das Neue ist der Absolutismus, mit dem nicht der gän­gi­gen Erzählung fol­gen­de Auffassungen durch Heerscharen von „Faktencheckern“, emo­tio­nal auf­ge­la­de­ne Darstellungen und per­sön­lich ver­nich­ten­de Berichterstattung bekämpft wer­den. Vormals dem bür­ger­li­chen Staat und der ihn beherr­schen­den Wirtschaft kri­tisch gegen­über ste­hen­de Gruppierungen stimm­ten in den Chor zur Befürwortung der „Maßnahmen“ ein.

Das Versagen der Linken

Verblüffend und erschre­ckend ist, wie eine sich als radi­kal ver­ste­hen­de Linke die Positionen von Regierenden und Pharmawirtschaft über­nahm. Dies tut sie bis heu­te ohne jeg­li­che selb­stän­di­ge Analyse. Im bes­ten Fall gibt sie Stellungnahmen der urplötz­lich als unab­hän­gig ange­se­he­nen WHO und EU als Begründung an oder ein ver­le­ge­nes „Die Genossen in Kuba und China machen es ja auch so“. Im schlech­tes­ten Fall geht es um nichts ande­res als Glauben. Einmal auf der „rich­ti­gen Seite“ ste­hen, ein­mal nicht Minderheit sein, war der Wunsch und ver­stell­te den Blick auf die­je­ni­gen, mit denen man gemein­sam mar­schier­te. Der Vorhalt an die Oppositionellen „Ihr mar­schiert mit Faschisten“ fand kei­ner­lei Anwendung auf die Reflektion des eige­nen Verhaltens. Gerade noch wegen ihrer Flüchtlings- und Umweltpolitik, wegen der Umverteilung von unten nach oben gegei­ßel­ten Regierungen unter­stell­te man nun­mehr, sich um die Gesundheit ihrer Bevölkerungen zu sor­gen. Großkonzernen, bis­her als aso­zia­le Profitmaschinen betrach­tet, trau­te man jetzt zu, die Interessen der Menschen in den Vordergrund zu stel­len. Statt einer Klassengesellschaft hat­te man nun eine Volksgemeinschaft im Blick, alle in einem Boot sit­zen­de Menschen, ver­eint gegen einen äuße­ren Feind. Parallelen zur Burgfriedenpolitik der Sozialdemokratie mit ihrer Unterstützung des ers­ten Weltkriegs sind unübersehbar.

Historischer Faschismus

Nach klas­si­scher mar­xis­ti­scher Analyse nei­gen kapi­ta­lis­ti­sche Gesellschaftssysteme zur Aufgabe der demo­kra­ti­schen Fassade, zu bru­ta­ler Unterdrückung und offe­nem Terror, wenn ihre Herrschaft bedroht erscheint. Dafür wer­den die his­to­ri­schen Beispiele etwa Deutschlands, Spaniens und Chiles her­an­ge­zo­gen, wo sozia­lis­tisch und anar­chis­tisch ori­en­tier­te (Land-)Arbeiterbewegungen eine rea­le Gefahr dar­stell­ten. Dabei gab es stets das par­al­le­le Bemühen, eine Massenbasis über sozia­le, wirt­schaft­li­che und psy­cho­lo­gi­sche Instrumente zu schaffen.

Versteht man Faschismus in die­sem Sinne, so lohnt ein Blick auf die Ausgangslage Anfang 2020. Wir hat­ten es zu tun mit einem bevor­ste­hen­den Kollaps des Finanz- und Wirtschaftssystems. Weltweit stan­den die kapi­ta­lis­ti­schen Länder unter erheb­li­chem Druck von Massenbewegungen zu den Themen Ökologie, Rassismus, Migration, Recht auf Wohnen und ande­ren Fragen. Es zeich­ne­te sich das Scheitern des Krieges in Afghanistan ab. Die lan­ge anhal­ten­de Politik der Unterfinanzierung und Privatisierung des Gesundheitssystem warf sei­ne Schatten vor­aus. Ein Zusammenbruch konn­te nur durch den Import aus­län­di­scher Arbeitskräfte her­aus­ge­scho­ben wer­den (Stichwort Braindrain). In allen Problemfeldern wur­den Grundfragen des Kapitalismus auf­ge­wor­fen. Seine Wirkungsweise schien zuneh­mend bedroht.

In die­ser Situation wirk­te eine „Pandemie“ wie geru­fen. Tatsächlich kamen für einen län­ge­ren Zeitraum sys­tem­kri­ti­sche Diskussionen wie Aktionen zum Erliegen. Die rela­tiv klei­nen Gruppen von MaßnahmengegnerInnen stell­ten auch man­gels Verankerung in rele­van­ten poli­ti­schen Organisationen kei­ne Gefahr dar. Die faschis­ti­sche Option war entbehrlich.

Über ein Jahr lang konn­ten die Regierenden weit­ge­hend auf die frei­wil­li­ge Unterwerfung eines Großteils der Bevölkerung unter noch so wider­sprüch­li­che Maßnahmen bau­en. Als die Überlastung des Gesundheitssystems aus­blieb, „Kollateralschäden“ aber unüber­seh­bar wur­den und immer mehr Versprechen sich als Hinhaltetaktik erwie­sen, bahn­te sich all­mäh­lich ein Bruch an. Hinter der nach außen vor­ge­tra­ge­nen Akzeptanz der „Maßnahmen“ vor allem mit­tels geflis­sent­li­chen Maskentragens kam es zuneh­mend zu Verstößen im Kleinen und, vor allem bei benach­tei­lig­ten Jugendlichen, auch in der Öffentlichkeit.

Die anfäng­li­che „Impfbereitschaft“ unter der Vorgabe von Versprechungen, spä­tes­tens dann „Freiheiten“ gewährt zu bekom­men, ließ in dem Maße nach, wie sich auch die­se Ankündigungen als gelo­gen herausstellten.

Hinzu kommt, daß sich die Politik der Lockdowns und der öko­no­mi­schen Einschränkungen zu einem erheb­li­chen Problem für die Teile der Wirtschaft ent­wi­ckel­te, die nicht an „Impfungen“, Masken und Tests pro­fi­tier­te. Der Ausweg schien in Lockerungen im Austausch gegen ein „Durchimpfen“ zu bestehen.

Bei Vakzinismus geht es nur vordergründig um „Impfungen“

Nun griff man in den meis­ten Industrieländern zu offe­ner Repression nicht nur gegen die als „Schwurbler“ aus­ge­mach­ten AktivistInnen. Mit allen Mitteln soll­te die „Impfung“ durch­ge­setzt wer­den. Dabei geht es nur vor­der­grün­dig um den „Pieks“. Die höchs­ten „Impfquoten“ ver­zeich­nen bekannt­lich die Länder ohne einen ent­spre­chen­den Druck. Umgekehrt sta­gnie­ren die Zahlen in den Staaten mit har­ten Repressionen, ganz zu schwei­gen von der mini­ma­len Akzeptanz in Ländern der „Dritten Welt“. Das „Durchimpfen“ wur­de zum Staatsziel erklärt, nach­dem #No- und #ZeroCovid kra­chend geschei­tert waren. Der Druck auf die 20–30 Prozent der­je­ni­gen, die aus unter­schied­li­chen Gründen nicht bereit waren, sich unzu­rei­chend erforsch­ten und kaum getes­te­ten „Impfstoffen“ aus­zu­set­zen, muß­te erhöht werden.

Wer gegen die­se Staatsräson ver­stößt, gilt min­des­tens als fau­ler, ver­peil­ter Zögerer, zuneh­mend jedoch als Staatsfeind. Anders als im his­to­ri­schen Faschismus kommt es nicht zu Masseninternierungen. Staatliche Strukturen müs­sen nicht besei­tigt wer­den, sie unter­wer­fen sich über­wie­gend frei­wil­lig den Vorgaben der Pharmalobby. Regiert wird seit Monaten über ein Notstandsrecht; eine Junta-glei­che MinisterpräsidentInnenkonferenz bestimmt über Wohl und Wehe der Menschen, von einer unab­hän­gi­gen Justiz kann weni­ger denn je die Rede sein.

Es gibt kei­ne staat­li­che Zensurbehörde. Dieses Unterdrückungsinstrument wur­de ganz neo­li­be­ral pri­va­ti­siert und out­ge­sourct. Doch auch öffent­lich-recht­li­che Massenmedien bedie­nen sich der Zensur, etwa in den Kommentar- und Leserbriefbereichen, in Talkshows und der Berichterstattung.

Ein aus­schließ­lich öko­no­mis­ti­scher Blick auf die Entwicklung ver­stellt den Weg zu wei­te­ren Erkenntnissen. Gewiß geht es um gigan­ti­sche Profite der Pharmakonzerne, das Anwerfen einer Gelddruckmaschine für die Ewigkeit. Doch ist der Kontext umfassender.

Die Thinktanks der wirt­schaft­lich Mächtigen, allen vor­an das World Economic Forum und die „phil­an­thro­pi­schen“ Stiftungen, offen­ba­ren eine weit aus­führ­li­che­re Agenda. Dabei geht es dar­um, die viel­fäl­ti­gen Krisen des Kapitalismus (Klima, Hunger, Krankheiten bei gleich­zei­ti­ger Überproduktion…) mit einem umfas­sen­den Kontrollsystem zu mana­gen. Nicht umsonst waren bei den Planspielen zu Pandemien Militärs und Hightech-Konzerne ver­tre­ten. Im Gefolge von Corona rollt eine enor­me Digitalisierungswelle auf uns zu. Sie wird nicht nur zur Zerstörung von Arbeitsplätzen führen.

In Gestalt digi­ta­ler Impfzertifikate als Ausweis für die Inanspruchnahme von Freiheitsrechten, aber auch von Arbeitsplätzen, scheint eine Dystopie her­vor, in der sämt­li­che Lebensbereiche erfaßt, ver­wer­tet und regle­men­tiert wer­den sol­len. Daß es dabei nicht um vor­geb­lich neu­tra­le Algorithmen geht, liegt auf der Hand, wenn man sich die Zensurpolitik von Facebook & Co. ansieht. Über deren Einsatz bestim­men die­je­ni­gen, denen sie gehören.

„Vertraut der Wissenschaft“?

Der offe­ne Terror, der den his­to­ri­schen Faschismus aus­zeich­net, weicht im Vakzinismus einer oszil­lie­ren­den Bewegung zwi­schen bür­ger­li­cher Demokratie und Repression. Ein Mittel, mit dem man, inzwi­schen immer weni­ger erfolg­reich, Akzeptanz gewin­nen will, ist der Bezug auf die Wissenschaft.

Hier macht man sich die gut gemein­te, aber nai­ve Parole der FFF-Bewegung „Vertraut der Wissenschaft!“ zu Nutze. Die Beobachtung, daß in der Klimadiskussion eine über­wäl­ti­gen­de Mehrheit von WissenschaftlerInnen auf ihrer Seite zu ste­hen scheint, hat bei vie­len zu einem blin­den Vertrauen in "Wissenschaft" geführt. Fragen nach Interessen, nach Finanzierungen, nach Einbindung in staat­li­che und trans­na­tio­na­le Strukturen und Abhängigkeiten von Finanziers wer­den kaum gestellt. Stattdessen wirkt die Analogie: Wenn die­je­ni­gen, die den men­schen­ge­mach­ten Anteil an der Umweltzerstörung negie­ren, Reaktionäre sind, muß es sich bei der auch von ihnen vor­ge­brach­ten Kritik am Corona-Management eben­so um eine „Leugnung wis­sen­schaft­li­cher Erkenntnisse“ handeln.

Sie tap­pen damit in eine Falle, die auch an ande­rer Stelle wirk­sa­mes Handeln schwächt: Trump ver­hin­dern und damit den Kriegstreiber Biden in Kauf neh­men, Le Pen stop­pen und damit den frem­den­feind­li­chen und aso­zia­len Macron an die Macht brin­gen, Scholz statt Laschet, EU statt Nationalismus. Mit sol­chen Parolen stoppt man auto­ri­tä­re Entwicklungen nicht: Die „demo­kra­ti­sche“ EU hat mehr abge­scho­be­ne, ernied­rig­te, abge­sof­fe­ne Geflüchtete auf dem Gewissen als der dik­ta­to­ri­sche Orban. Der Falle ent­kommt man nur durch eine gewis­sen­haf­te Analyse, nicht durch Glaubensbekenntnisse. Ohne Wissenschaft wird das nicht gehen. Sie exis­tiert aller­dings nicht im inter­es­se­lo­sen Raum, ist nie­mals (klassen)neutral. Formeln, Algorithmen, Patente wie alle Erkenntnisse bekom­men durch ihre Anwendung eine kon­kre­te Bedeutung, sie sind gesell­schaft­lich bestimmt.

Markierungen und Bruchstellen

Ein Wesensmerkmal, das Vakzinismus mit dem his­to­ri­schen Faschismus teilt, ist die Markierung von abwei­chen­dem Verhalten. Dabei ist eine para­do­xe Form der Ausgrenzung bei der um sich grei­fen­den Markierung zu beob­ach­ten. Nicht die aus­sät­zi­gen „Nichtgeimpften“ wer­den gekenn­zeich­net. Vielmehr sind es die folg­sa­men Menschen, die sich die aktu­ell not­wen­dig erschei­nen­de Zahl von Spritzen haben set­zen las­sen. Sie sind es, die an Hochschulen und ande­ren Orten ihr sie aus­zeich­nen­des Bändchen tra­gen dür­fen. Besorgniserregend sind dabei weni­ger die MitläuferInnen. Viele Studierende wol­len nach einem Jahr Isolierung end­lich wie­der gemein­sam ler­nen und über­haupt sich begegnen.

Die Begeisterung, mit der die FunktionärInnen in allen mög­li­chen Gremien an die Verteilung von Privilegien und Ausschlüssen gehen, ist hin­ge­gen erschreckend.

Zugleich zei­gen sich mög­li­che Bruchstellen der Akzeptanz. Denn es wird deut­lich, daß mit den „Maßnahmen“ vor allem die weni­ger begü­ter­ten Teile der Bevölkerung getrof­fen wer­den und getrof­fen wer­den sol­len. In der Frage der ver­wei­ger­ten Lohnfortzahlung im Falle einer Quarantäne deu­tet sich Widerstand der Gewerkschaften an. Schließlich droht die Offenlegung des voll­stän­di­gen Gesundheitszustandes. Zudem wird offen­kun­dig, daß anders als ver­spro­chen, es mit ein, zwei „Pieksen“ nicht getan sein wird. Freiheit im her­kömm­li­chen Sinne soll nur bei immer­wäh­ren­der „Impfung“ gewährt wer­den bei per­ma­nen­ter Kontrolle die­ses Status. So ist zu erklä­ren, daß alle „Impfmobile“ und Würstchenaktionen nur zu einer Anhebung der Impfquote im Promillebereich führen.

Der brei­te Konsens zu den „Maßnahmen“ wird zuneh­mend in Frage gestellt. Noch ant­wor­ten die Regierenden mit zuneh­men­dem Druck. Das mag eine Zeit lang gelin­gen, muß aber in öko­no­mi­schem und poli­ti­schem Desaster enden. Ein Drittel der Bevölkerung wird auf Dauer nicht fol­gen­los aus dem gesell­schaft­li­chen Leben aus­zu­schlie­ßen sein. Selbst mit 20 Prozent kann das nicht gelingen.

Die Gesellschaften mit prak­ti­zier­tem Vakzinismus müs­sen Rücksicht neh­men auf die Stimmung in der Bevölkerung, wol­len sie nicht wie in Australien in die offe­ne Diktatur abglei­ten. Die GegnerInnen der „Maßnahmen“ soll­ten sich ver­ge­gen­wär­ti­gen, daß sie noch eine Minderheit dar­stel­len, die aber nach Millionen zählt. Anders als in ande­ren Ländern äußert sie sich hier noch wenig auf den Straßen, der Widerstand ist über­wie­gend pas­siv. Doch er hält an und wird inzwi­schen auch in Massenmedien ver­nehm­lich. Vakzinismus wird ver­mut­lich eine Übergangserscheinung blei­ben. Der damit ein­her gehen­de Kontrollwille, der sich über Gesundheitspässe und über­bor­den­de „Digitalisierung“ äußert, wird uns aller­dings wei­ter­hin beglei­ten und ent­schie­de­nen Widerstand erfordern.

Demnächst folgt "Vakzinismus als Religion".

103 Antworten auf „Vakzinismus als Gesellschaftsmodell und die Beliebigkeit von Faschismus-Vorwürfen“

  1. Analog zur Darstellung, die Pandemie raf­fe Millionen Menschen dahin, wird die Erzählung auf­ge­baut, dies gesche­he mit der „Impfung“. Ja, schlim­mer noch, ein sol­cher Massenmord sei geplant, eben ein „Holocaust“. Die VertreterInnen die­ser These machen sich nicht die Mühe, irgend jeman­des Interesse an einer Vernichtungsorgie zu ermitteln.

    Haben sie schon das Interesse von Hitler an einer Vernichtungsorgie ermittelt?

    Nennen sie mir die Stelle, wo genau in Hitlers "Mein Kampf" von Massenvernichtung die Rede gewe­sen sein soll. Sie wer­den nichts fin­den. Soweit ich erin­ne­re, ist his­to­risch nicht ein­mal gesi­chert, dass er den Befehl zur Vernichtung gege­ben hat. Also hat er wohl kei­nen Holocaust zu ver­ant­wor­ten, oder wie?

    Sie wis­sen also nichts von denen, die seit Jahrzehnten vor der "Bevölkerungsexplosion" war­nen. Als sich Malthus nicht mehr hal­ten ließ und Geburtenkontrolle zu wenig Erfolg brach­te, kam die Gründung des Club of Rome, Paul M. Ehrlich gera­de recht als Argumentation: nicht mehr die wider­leg­te Tatsache, dass es an Nahrung für alle man­ge­le, son­dern die, dass die Menschen die Schädlinge des Planeten sind, griff sich Raum. 

    Die Situation lässt sich ein­fach zusam­men­fas­sen. Die wach­sen­de Weltbevölkerung steht in Konkurrenz zu den Populationen der meis­ten ande­ren Tiere (zu den Ausnahmen zäh­len Ratten, Rinder, Katzen, Hunde und Kakerlaken). Durch die Ausweitung der Landwirtschaft bean­spru­chen wir inzwi­schen rund die Hälfte der Sonnenenergie, die dazu dient Nahrung für alle Kreaturen zu pro­du­zie­ren – und unser Bedarf wird immer größer.
    Da die welt­weit domi­nie­ren­de Kreatur – wir – die Hälfte des Kuchens für sich bean­sprucht, ist es kein Wunder, dass die Millionen von ande­ren Arten, die sich um die ande­re Hälfte strei­ten müs­sen, schnell ver­schwin­den. Das ist nicht nur eine mora­li­sche Tragödie; es ist eine exis­ten­zi­el­le Bedrohung. Massenextinktionen wer­den uns vie­ler der Dienste berau­ben, die ande­re Arten dem Ökosystem erwei­sen und auf die unse­re Zivilisation ange­wie­sen ist. Unsere Bevölkerungsbombe hat bereits ihre ers­ten Opfer gefor­dert. Es wer­den nicht die letz­ten sein.

    https://www.project-syndicate.org/commentary/mass-extinction-human-cause-by-paul‑r–ehrlich-and-anne‑h–ehrlich-2015–08/german

    What is pla­ne­ta­ry health?
    Humans are living lon­ger, healt­hi­er lives than ever befo­re. Global life expec­tancy is 71 years for a per­son born in 2015. Improvements to health have come from advan­ce­ments in public health and medi­ci­ne, as well as from agri­cul­tu­re and indus­try. However, this pro­gress often comes at a cost. Human acti­vi­ties have cau­sed glo­bal envi­ron­men­tal chan­ge – not only do we pol­lu­te the air we brea­the and the water we drink direct­ly, but green­house gas emis­si­ons are chan­ging the world’s climate.

    https://www.planetaryhealth.ox.ac.uk/planetary-health/ (Das ist von der Rockefeller Foundation und Lancet in Koproduktion mit Universitäten entwickelt)

    Nein, da steht nicht "Massenvernichtung geplant".
    Da steht eigent­lich nur, dass drin­gend weni­ger Menschen auf dem Planeten sein soll­ten. Unterstellt: im Interesse der­je­ni­gen, die zu sol­chen Schlüssen gelangen.

    Wie eine schlei­chen­de Entwicklung im Faschismus funk­tio­niert, beschreibt er hier ganz gut:
    https://www.youtube.com/watch?v=FO9TIdDPufY&t=1210s
    (FALLS noch nicht gelöscht)

    1. @some1:

      Warum nur sagt mir mei­ne Glaskugel, daß auch die­se Hinweise an aa abpral­len wer­den und er mor­gen wie­der an ande­rer Stelle schrei­ben wird: "Die VertreterInnen die­ser These machen sich nicht die Mühe, irgend jeman­des Interesse an einer Vernichtungsorgie zu ermitteln"?

      1. @ Tabula Raza

        Es ist sein Nachteil, wenn er sich Fragen nicht stellt, son­dern sie aus­klam­mert, um dann ein Problem zu kon­stru­ie­ren, für das er ein Werkzeug zu haben glaubt.

        1. @some1

          Ich bedaue­re die unschul­di­gen Opfer, aber nie­mand kann sie mehr ret­ten. Sie hat­ten kei­ne Chance und es ist gewiss nicht unse­re Schuld. Es gibt kein Werkzeug.

          Es ist mitt­ler­wei­le ofen­sicht­lich, dass hier immer noch wenig ver­stan­den wird. Sie haben m. E. einen guten Überblick, was schon alles seit lan­ger Zeit hin­ter den Kulissen läuft. Den haben nur sehr weni­ge. Es ist gut, dass Sie Ihre Informationen tei­len, damit sich jeder ein eige­nes Bild machen kann. Mir ist das ein­fach zu müh­se­lig. Leider wird es nicht ein­mal ansatz­wei­se rei­chen, so eine Bestandsaufnahme des Irrsinns getä­tigt zu haben. Eine Vertiefung in alle Details ist sinn­los, da wir a) dafür die Zeit nicht haben und b) dar­aus kei­ne Rettung erwach­sen kann. Wer Sieferles Epochenwechsel gele­sen hat, weiß auch, dass Widerstand inner­halb qua­si zweck­los ist, da er das System stabilisiert.
          Die Frage die wir uns stel­len soll­ten ist also:
          Mit wem und auf wel­chen unbe­kann­ten Weg müs­sen wir uns bege­ben, um zu ret­ten, was noch zu ret­ten ist vom täg­lich Schwindenden? Sich nicht sump­fen zu las­sen und zu über­le­ben, ist ja nicht ein­mal die hal­be Miete. Wir müs­sen eine Gegenwelt auf­bau­en, die sich im Grunde NICHT mehr mit die­sem Wahnssystem befasst, sodass es sich ein­fach tot­lau­fen kann.

          1. fabia­nus I

            Wenn ich hier Fragen stel­le, dann bedeu­tet das stets, dass mir etwas selt­sam unlo­gisch vor­kommt und ich etwas her­aus­fin­den will. Dadurch kann auch jeder, der das liest, oder sie zu beant­wor­ten ver­sucht, wei­ter­kom­men, indem er selbst wei­ter­denkt. Man kann die­se Möglichkeit aus­schla­gen – dann bleibt die Frage den­noch für alle im Raum, bis sich einer ihrer annimmt.

            Das ande­re sind Darstellungen des­sen, was ich ver­stan­den zu haben glau­be: ich stel­le es zur Verfügung. Manchmal hilft es jeman­dem wei­ter, manch­mal stößt es auf Widerstand – an dem dann ent­ste­hen­den Diskurs kön­nen bei­de ler­nen – jeden­falls bin ich für mei­nen Teil dazu entschlossen.

            Die Verkennung besteht nun dar­in, dass ich mich bemü­hen wür­de, jeman­den zu über­zeu­gen – das ist nicht so. Ich stre­be den Diskurs aus Eigeninteresse an, weil ich den Wahrheiten näher kom­men will, nicht weil ich mei­ne Fundstücke durch­set­zen will.

            Wenn man (ich oder ande­re) auf die­se Weise die Gefangenschaft der unhin­ter­frag­ba­ren Tabus und Glaubenslehren hin­ter sich las­sen kann und befreit von tra­dier­ten Irrtümern wei­ter­denkt, wird man auf Basis einer bes­se­ren Wahrheit auch bes­se­re Lösungen fin­den, als wenn man sie auf alt­ge­wohn­ten Lügen und Mantras auf­baut. Das jeden­falls ist mei­ne Überzeugung.

            Mit Ihren Worten: der unbe­kann­te Weg eröff­net sich dem, der ihn geht, ohne zu fra­gen, ob er die Vorstellungen erfüllt, die mit alten Träumen ver­bun­den waren. Die 'Gegenwelt' exis­tiert, war und ist immer da – man muss sie fin­den wol­len, kei­ne neu­en Illusionen er-finden.

  2. über­sieht, daß medi­zi­ni­sche und phar­ma­zeu­ti­sche Menschenversuche auch in Deutschland vor und nach der NS-Zeit statt­fan­den und untrenn­bar mit der Profitorientierung die­ser Wissenschaftsgebiete ver­bun­den sind.

    Sie über­se­hen, dass medi­zi­ni­sche Versuche im Sinn der Eugenik welt­weit seit lan­gem von vie­len vor­ge­nom­men wur­den, ins­be­son­de­re die Rockefeller Foundation die gesam­te Eugenik in den USA ent­we­der gegrün­det oder geför­dert hat – und auch die Versuche der Nazis. Für eine Weile war es eine inter­na­tio­nal hoch­an­ge­se­he­ne Wissenschaft , Rassenforschung zu betrei­ben – was nach WK II erst mal weg­fiel, wie Julian Huxley bedau­ernd fest­stell­te. Auch heu­te noch wer­den Rassen in der Forschung berück­sich­tigt. Dabei ist Mengele ein rela­tiv unbe­deu­ten­des Licht gewesen. 

    Das pri­mä­re Interesse ist Human Enhancement – das gemein­sa­me Interesse der Forschung und der Auftraggeber. Einst stell­te man sich das als Züchtung edler Rassen vor, heu­te kann man sich den Edlen mit­tels Genschere zusam­men­bas­teln … noch nicht ganz, aber man arbei­tet mit Feuereifer dran. 

    So, und nun bele­gen Sie bit­te Ihre Auffassung, dass Profitinteresse der Grund für Rasseforschung gewe­sen sein soll.

    Ich hal­te das für Unsinn. Schließlich hat auch nie­mand die Relativitätstheorie ent­wi­ckelt, um eine Atombombe zu bauen.

    1. War spät ges­tern, noch zu Ihrer These Profitinteresse sei der Grund für Rassenforschung gewe­sen-:

      Es gibt zum einen den natur­wis­sen­schaft­li­chen Strang, der mit Darwin begann und sei­ne Nachfolger hat­te (Francis Galton, Thomas Huxley, H.G. Wells, Julian Huxley), zum ande­ren die, die dar­aus sozi­al­wis­sen­schaft­li­che Schlussfolgerungen zie­hen (Herbert Spencer, Richard Dawkins, Daniel Dennett).

      Aus der Eugenik resul­tier­ten schein­bar unter­schied­li­che „Richtungen“. Gemeinsam ist ihnen, dass sie sich in der Tradition des Humanismus begrei­fen, der ja gera­de die Veredelung des Menschen auf­trägt. Mit Darwins Theorie schie­nen dafür nun neben der „Bildung“ auch viel­ver­spre­chen­de natur­wis­sen­schaft­li­che Methoden ihrer Entdeckung zu har­ren, die die­ser Verbesserung einen kräf­ti­gen Schub ver­lei­hen würden.

      Die Strömungen, die mit poli­ti­scher Einflussnahme ihre euge­ni­schen Auffassungen vor­an­trie­ben und ihnen Popularität ver­lei­hen, sind maß­geb­lich Milner’s RoundTable für die bri­ti­sche Suprematie und der ame­ri­ka­ni­sche Zweig, der maß­geb­lich von der Rockefeller Foundation und deren Initiativen vor­an­ge­trie­ben wird.

      Die zen­tra­le Frage der Eugeniker wur­de durch Wells und Huxleys wider­strei­ten­de Auffassungen gestellt. Während Wells von einer Überlegenheit der bri­ti­schen Rasse aus­ging, woll­te Huxley den gesam­ten Genpool nut­zen. Offiziell setz­te sich sein „ratio­na­le“ wis­sen­schaft­li­chen Sicht ohne Prämissen durch: wo der eine eine Rasse als edel setzt, will der ande­re erst her­aus­fin­den, wel­che man wofür am bes­ten ver­wen­den bzw. evtl. neu zusam­men­set­zen kann.

      Die modern­de Richtung geht davon aus, dass aus einem mög­lichst brei­ten Genpool die Veredelung bzw. Nutzbarmachung von gene­ti­schen Anlagen vor­ge­nom­men wer­den müs­se. Die Notwendigkeit ergab sich aus die­ser Sicht dar­aus, dass die Evolution blind sei und nur zufäl­lig einen Ansatz wie den Menschen her­vor­ge­bracht habe. Würde man ihr alles Weitere über­las­sen, müs­se man befürch­ten, dass sie es nicht wei­ter „ver­bes­sert“, son­dern den Ansatz im Gegenteil wie­der fal­len lässt – die­se Befürchtungen äußer­te Julian Huxley. Nachfolger und Vertreter die­ses Denkens sind Richard Dawkins und Daniel Dennett.

      Markante Vertreter der wis­sen­schaft­li­chen Eugenik sind:
      H.C. Wells, Halford McKinder, Bertrand Russell, Lord Balfour, Harold Laski, John Maynard Keynes, Julian Huxley. Die Finanzierung ent­spre­chen­der Initiativen erfolgt durch die Rockefellers.

      Markante Vertreter einer ras­si­schen Eugenik:
      John Ruskin, Lord Alfred Milner, William T. Stead und Cecil Rhodes. (Lord Nathaniel Rothschild spiel­te eine wesent­li­che Rolle bei der Finanzierung die­ser Leute https://de.wikipedia.org/wiki/Nathan_Rothschild%2C_1._Baron_Rothschild )

      ZUERST war da also die euge­ni­sche Wissenschaft und ihre Ergebnisse, an denen das Kapital Interesse fand – nicht umgekehrt!

      Man begeht eine Häresie und sagt den­noch nach­prüf­bar die Wahrheit, indem man behaup­tet, dass der deut­sche Nationalsozialismus von bei­den Ausrichtungen der Eugenik wohl­wol­lend und neu­gie­rig beglei­tet und von der Rockefeller-Foundation geför­dert wor­den ist, lie­fer­te er doch mit sei­nen orga­ni­sier­ten Menschenversuchen wert­vol­les Material für wei­te­re Forschungen.

      Die deut­sche Lehre von der edlen ari­schen Rasse war ein direk­ter Abkömmling der bri­ti­schen Auffassung, wonach die bri­ti­sche Rasse die glo­bal wert­volls­te sei. Hitler betrach­te­te die Briten als Arier und bewun­der­te sie.

      Man wird das Problem des Nationalsozialismus und vor allem die Ausprägungen, in denen er erneut ent­steht, nie voll­um­fäng­lich begrei­fen und lösen kön­nen, wenn man nicht anfängt, ihn im geschicht­li­chen (natur- und sozi­al­wis­sen­schaft­li­chen, poli­ti­schen) Kontext zu ver­ste­hen anstatt das Thema zu tabui­sie­ren und das Nachdenken dar­über zu verbieten.

      Wenn man erst war­ten will, bis Archäologen die Gräber aus­he­ben, ist es zu spät.

      1. "(…)anstatt das Thema zu tabui­sie­ren und das Nachdenken dar­über zu verbieten."

        Genau das ist es! Ich habe mich gefühlt mein hal­bes Leben lang mit dem Holocaust und der Entstehung des Nationalsozialismus beschäf­tigt. Zum Teil aus per­sön­li­cher Betroffenheit her­aus, zum Teil jedoch auch, weil ich den Eindruck habe, dass das Phänomen bis heu­te eher tabui­siert wird, gera­de wenn es um den völ­kisch-ras­sis­ti­schen Teil der Ideologie geht. Das erkennt man schon dar­an, dass ande­re ver­folg­te Gruppen wie die Sinti und Roma jahr­zehn­te­lang dar­um kämp­fen muss­ten als Verfolgte aner­kannt zu wer­den. Der offi­zi­el­len Erzählung nach war Antisemitismus ja der Grund für den Holocaust – und nicht etwa eine kru­de euge­ni­sche Psedowissenschaft, die sich zur Aufgabe gemacht hat eine Herrenrasse zu erschaf­fen. Da kann man dann die Sinti und Roma schnell über­se­hen, sowie die Tatsache, dass Antiziganismus bis heu­te weit ver­brei­tet ist, weil die Idee, die ihre Kultur als min­der­wer­tig abtut, in den Köpfen wei­ter lebt.

        1. @Bananita

          Eugenik wur­de in der Wissenschaft nie­mals auf­ge­ge­ben, son­dern wei­ter­be­trie­ben bis zum heu­ti­gen Tag. Sie heißt heu­te "Genomforschung" oder 4. Industrielle Revolution und wird unge­hin­dert von der EU finan­ziert und vorangetrieben:

          ESFRI, the European Strategy Forum on Research Infrastructures
          European Research Area Network – FLAGSHIPS
          https://www.flagera.eu
          Graphene Flagship (seit 2013)
          EBRAINS IoB – Mensch-Maschine -> EBRAINS selec­ted for the ESFRI Roadmap of European Research Infrastructures (2021)
          EIRENE RI – - Überwachung der Lebensumstände
          ET – Gravitationswellenforschung
          EuPRAXIA – Plasmaüberwachung Gesellschaft
          GGP – Bevölkerungssteuerung durch Gender
          GUIDE – Optimierung der Bevölkerung
          MARINERG‑i – Neue Energie
          OPERAS – Monokulltur des Wissensraums
          RESILIENCE – Zähmung der Religionen
          SLICES – - Digitales Denken für Naturzerstörung
          SoBigData++ RI – Abschaffung der Privatheit.
          ITFOM – per­so­na­li­sier­te Betreuung
          GA – Guardian Angels zur Betreuung
          FuturICT – Steuerung der Gesellschaft
          RoboCom – Roboter Companion 

          Das ist NICHT aus der Hexenküche von Klaus Schwab, son­dern offi­zi­el­le aktu­el­le Forschungsprojekte der EU.

          Der Unterschied zu damals: WIR ALLE sind die Zielgruppe, kei­ner weiß, wofür er vor­ge­se­hen ist.

          1. Ja, rich­tig! Vielen Dank für die Ergänzung.
            Utilismus ist wohl dabei das Zauberwort, was den Einsatz bestimm­ter Mittel recht­fer­tigt, wenn es als nütz­lich erscheint. 

            Wenn wir die Corona-Impfung aus der Perspektive betrach­ten, dann erscheint alles logisch, auch Dinge, die schein­bar kein Sinn machen. Hier ver­folgt man näm­lich ganz offen­sicht­lich die Strategie an die Gewöhnung und Akzeptanz einer gesund­heit­lich zwei­fel­haf­ten Dauermedikation, die gleich­zei­tig als ein büro­kra­ti­sches Kontrollinstrument dient, dem man sich zu unter­wer­fen hat. Es ist des­halb völ­lig irrele­vant ob die Impfungen wirk­lich funk­tio­nie­ren und ob sie in der Summe mehr scha­den als nüt­zen. Unterm Strich zählt nur, dass ein gesell­schaft­li­cher Zwang zum Impfen ent­stan­den ist, der die Menschen tief gespal­ten und sie in ihrer Ohnmacht allein zurück gelas­sen hat.

          2. @Bananita

            Es ist die kal­te Sicht von Menschen, die sich dafür für aus­er­wählt hal­ten, weil sie finan­zi­ell sehr erfolg­reich sind und so zei­gen, dass sie "Materie" beherr­schen, auf die ande­ren, die in ihren Augen Schwachen, die SIE zu Unrecht ernäh­ren und füttern. 

            Für die­se Leute sind Menschen außer­halb der eige­nen Blase Vieh, oder wie Ehrlich das kaum ver­hoh­len anklingt: eine Tierart wie Kakerlaken.

            Dafür müs­sen sie im Übrigen die Menschenrechte nicht ändern, son­dern nur neu jus­tie­ren, wer als Mensch gel­ten darf. So ähn­lich war das "damals" auch: man frag­te sie, ob "so einer" über­haupt ein Mensch sei, um ihn dann belie­big benut­zen zu dür­fen, denn er war ja keiner.

      2. @aa @some1

        Danke @aa für das Freischalten gegen­sätz­li­cher Positionen und Kritik.

        Auch wenn – oder gera­de: weil – es aus­sichts­los erscheint, dass Sie in bestimm­ten Punkten zu einen gemein­sa­men Nenner kom­men, sind Ihre Streitgespräche und vor­ge­brach­ten Argumente sehr bereichernd.

        Ich hof­fe, nie­mand von Ihnen bekommt dadurch ein Magengeschwür.

        1. @분석

          Streitgespräche in der Sache gab es bis­lang kei­ne zwi­schen mir und aa. Nur das Gezerre dar­über, ob "man" über­haupt dar­an den­ken dür­fe, ob der Holocaust ein Holocaust ist und ob es den Faschismus über­haupt je gab – wo doch alle so lieb und so klug und so harm­los sind und waren alle­zeit (außer Mengele natür­lich, der das alles ganz allei­ne gemacht hat…)

          🙂

  3. Hand aufs Herz, Herr Aschmoneit:
    Haben Sie die­sen Artikel geschrie­ben, um das seit März 2020 bestehen­de Corona-Regime, mit all sei­nen Aspekten und Facetten und zT skur­ri­len gesell­schaft­li­chen Auswüchsen, als nütz­li­che Orientierungshilfe sozu­sa­gen, für den Leser zu durch­leuch­ten ??? – wie löblich,

    oder

    Haben Sie die­sen Artikel geschrie­ben, um dem all­seits gefürch­te­ten Aluhut-Komitee von neben­an zu bewei­sen, dass man Sie auf deren Seiten völ­lig zu unrecht für den "gol­de­nen Aluhut" nomi­nier­te ??? – wie menschlich.

    Anmerkung: Beim "oder" zwi­schen den Fragen han­delt es sich NICHT um ein aus­schlie­ßen­des "oder" 😉

    Wie auch immer
    MfG

  4. Zu Ihrem magnus opus (es wur­de also nicht nur Cola gegur­gelt) eini­ge Anmerkungen:

    Es hat wenig Sinn, ande­ren den unspe­zi­fi­schen Gebrauch der Wörter Faschismus und Nationalsozialismus vorzuwerfen,wenn man selbst kei­ne prä­zi­sen Definitionen vor­zu­wei­sen hat. Ihre "klas­sisch mar­xis­ti­sche" Definition ist offen­kun­dig man­gel­haft (seit Kühnl sind doch schon eini­ge Jahrzehnte ins Land gegan­gen), mehr eine Annäherung an eine Kausalvermutung, aber kei­ne his­to­ri­sche Beschreibung. Ausschließlich der Kapitalismus auf dem Weg zum Fordismus hat den Faschismus her­vor­ge­bracht, nicht "der Kapitalismus". Und da ist er Teil einer glo­ba­len Tendenz. Dazu habe ich schon mal das Buch von Detlef Hartmann: Kriege, Kämpfe, Krisen emp­foh­len. Erklärt auch sehr schön die Funktion gesell­schaft­li­cher Eliten.
    Apropos Eliten: wenn sie den Gebrauch des Wortes glo­ba­le Eliten auch falsch fin­den, kön­nen sie sich von einem Großteil der Emanzipationsbewegungen des Südens ver­ab­schie­den. Aber da war die deut­sche Linke schon immer groß drin. "Plutokraten" war u.a. ein Kampfbegriff der US-ame­ri­ka­ni­schen Arbeiter- und Anti-Trust-Bewegung vor dem Ersten Weltkrieg. Nur weil die Nazis ihn als Feinbild benutz­ten, soll­te man dar­auf ver­zich­ten? Sie haben ja auch "Demokratie" als Feindbild benutzt, also auch weg damit? Sie haben sich zudem "Sozialisten" genannt. Also auch dar­auf verzichten?
    Wenn ich Faschismus sage, mei­ne ich Faschismus und nicht Nationalsozialismus, und wenn ich Konzentrationslager sage, mei­ne ich Konzentrationslager und nicht Vernichtungslager. Und wenn ich Nürnberger Kodex sage, mei­ne ich nicht die Nürnberger Prozesse. Ich weiß auch, das holo­caust und Holocaust nicht das glei­che sind, und wenn ich sage dass es holo­causts auch an den india­ns und dann noch an den ande­ren india­ns gege­ben habe, ver­harm­lo­se ich nicht den Holocaust. Trotzdem wol­len sie Ähnliches vie­len Leuten unterstellen.
    Die "anony­me angeb­li­che Holocaust-Überlebende" war u.a. im Corona-Ausschuss zu hören und zu sehen und stell­te sich dort mit Namen vor.
    Dass die deut­sche Linke so ver­sag­te, war schon seit mehr als zehn Jahren zu sehen. Im Grunde kei­ne Überraschung. Höchstens das Ausmaß. Da begann mit der anti­deut­schen Bewegung (fast 1:1 iden­tisch mit zero covid) die Selbstzerstörung durch Einführung sol­cher Begriffe wie"struktureller Antisemitismus" und "Verschwörungstheorie". Da hat man jetzt nur wenig drauf­sat­teln müssen.
    Schon lan­ge wur­den in der mar­xis­ti­schen Theorie die Mängel in Bezug auf das Verständnis der Reproduktionssektors und des Begriffes der Arbeitskraft auf­ge­deckt, u.a.von femi­nis­ti­scher Seite. Hat man so an sich abper­len las­sen. Dafür jetzt aber kaum Mittel, die gegen­wär­ti­ge Situation zu ver­ste­hen, aus­ser sie völ­lig unhis­to­risch auf bestimm­te – man muß schon sagen – Klischees zu redu­zie­ren. Gewinn maxi­mie­ren woll­ten die schon immer. Aber was hat das genau mit der jet­zi­gen Situation zu tun? 

    Höre jetzt mal mit den ers­ten Abschnitten auf, klingt viel­leicht har­scher, als es gemeint ist.

    1. Manchmal sind Reaktionen auf Artikel wirk­lich tref­fen­der und lesens­wer­ter als der Artikel selbst, der Anlass zur Reaktion gab. Chapeau my nano!

  5. Bravo! Ein sehr guter Artikel.
    In einem Punkt möch­te ich Ihnen aber widersprechen:
    Sie sagen: »Das mag eine Zeit lang gelin­gen, muß aber in öko­no­mi­schem und poli­ti­schem Desaster enden. Ein Drittel der Bevölkerung wird auf Dauer nicht fol­gen­los aus dem gesell­schaft­li­chen Leben aus­zu­schlie­ßen sein. Selbst mit 20 Prozent kann das nicht gelingen.«
    Das ist mir eine Spur zu sie­ges­si­cher. Historische Notwendigkeiten kann man zwar tak­tisch pos­tu­lie­ren, aber die Realität spie­gelt sich dar­in nie wider. Nein, dar­auf zu ver­trau­en ist immer naiv.
    Da hat der klas­si­sche Marxismus immer sei­ne größ­te Schwäche gehabt. Wie das ende­te, wis­sen wir.
    Ein irgend­wie zwangs­läu­fi­ges »öko­no­mi­sches und poli­ti­sches Desaster« ist nicht aus­zu­ma­chen. Ganz im Gegenteil: Ein gut geschmier­ter Apparat namens Public-Private-Partnership funk­tio­niert präch­tig und wird im Zweifelsfall grei­fen. Eine brei­te soge­nann­te »Zivilgesellschaft« steht schein­bar bedin­gungs­los hin­ter ihm. Für den »Fortschritt« (medi­zi­nisch, öko­lo­gisch, gerecht). Nicht nur der poli­ti­sche, son­dern auch der gesell­schaft­li­che Druck auf Ungeimpfte erhöht sich zuse­hends. Selbst Geimpfte, die den Digitalen Impfpass ableh­nen, haben es zuneh­mend schwer.
    Man soll­te nie­mals ver­ges­sen: Mit Gewalt geht viel. Und dass die­se Gewalt sehr soft daher­kommt, soll­te einen nicht von die­ser Tatsache ablen­ken. Womöglich ist sie gera­de durch eine gewis­se «soft­ness» effek­ti­ver als wir glauben.
    Dass sich nicht doch noch 15–20% der bis­her Unentschlossenen imp­fen las­sen, ist kei­nes­wegs aus­ge­macht. Da gibt es kei­ne mono­li­thi­sche Einheit. Je län­ger der gan­ze Spaß geht, umso eher wer­den die Leute sich »über­zeu­gen« lassen.

    Die Gefahr des Autoritarismus geht heu­te viel mehr von einer umfas­sen­den Verunsicherung aus, die sich naiv und erleich­tert Verantwortung abneh­men lässt, als von einem selbst­be­wuss­ten Ruf nach Führung oder Durchsetzung von Sittlichkeit. Das gilt es als Gefahr zu begreifen.

    Warten wir also den Herbst, Winter und das Frühjahr ab, bevor wir uns selbst­ge­wiss zurück­leh­nen in dem Glauben, dass die Lage nicht ganz so arg bru­tal sei, wie sie uns zum Teil gegen­wär­tig erscheint …

  6. @"Demnächst folgt "Vakzinismus als Religion"

    sie­he auch
    Donnerstag, 16. September 2021, 16:00 Uhr
    Anke Behrend

    Der Corona-Kult ist mitt­ler­wei­le unüber­seh­bar und bes­tens beschrie­ben (1).
    Unter dem Firnis der Phänomene erscheint das Pandemiegeschehen in Gänze mit all sei­nen Protagonisten, Erzählungen, sozia­len und kul­tu­rel­len Referenzen als eine insze­nier­te Religion mit etli­chen, seit Jahrhunderten ein­ge­üb­ten und in die DNA der Gesellschaft ein­ge­schrie­be­nen Stilmitteln der Macht und Manipulation.

    https://www.rubikon.news/artikel/die-pandemie-priester

  7. Sehr sach­li­cher Beitrag zur Pandemie oder Pandemie!
    Ich möch­te es um ein Beispiel von ges­tern ergänzen!
    Unser Schützenverein hat­te nach 2019 zur ers­ten Jahreshauptversammlung ein­ge­la­den. 2 Jahre so gut wie kei­ne Veranstaltungen. Traditionelle Veranstaltungen, wie das Beten für Maria, der Mutter Gottes, wur­den drau­ßen ohne Publikum durch­ge­führt. Kein Karneval oder Schützenfest gefei­ert. Es wur­de im Rechenschaftsbericht dar­auf hin­ge­wie­sen, wie gefähr­lich Corona ist, dass so vie­le Menschen dar­an ver­stor­ben sind, dass die Regierung alles unter Kontrolle hat und dass wir uns wegen der hohen Impfquote nun end­lich wie­der mit 3 G ver­sam­meln kön­nen. PUNKT.
    Dann wur­de der nächs­te Punkt der Tagesordmung abgearbeitet.
    Die Ehrung der ver­stor­be­nen Schützenbrüder und Schwestern.
    In knapp 2 Jahren waren von 350 Mitgliedern 6 gestor­ben. 2 über 90, die ande­ren 4 über 80.

    Keiner der Corona- Jünger denkt dar­über nach, ob in einer Pandemie von inter­na­tio­na­len Ausmaß nicht auch jun­ge Erwachsene ster­ben müssten!
    Der Selbstdenker oder Schrubler macht sich Gedanken über die­se Zahlen und fühlt sich in sei­ner Meinung gestärkt!

  8. Der bes­te Text seit sechs Monaten. Der davor erschien im Guardian, der wur­de hier auch irgend­wo gepos­tet. Kann den bit­te jemand auf eng­lisch über­set­zen? Der ist es echt wert. Für mich Pulitzer-Preis verdächtig.

  9. Über die Exponentialfunktion der "Infektionen" sind wir aus­rei­chend infor­miert, die Exponentialfunktion des Zinssystems dage­gen läuft seit 70 Jahren im Hintergrund und ganz über­wie­gend unbe­merkt und mit mathe­ma­tisch begrün­de­ten kata­stro­pha­len Folgen.

    1. aktu­ell haben wir hier eher Minuszinsen trotz Inflation. Das rui­niert die klei­nen SparerInnen …
      U.a. mit sol­chen Gedankenmodellen hat der Antisemitismus Fuß gefasst. Sonderbar wie hart­nä­ckig realitätsfern.
      Manchmal den­ke ich, der Wunsch nach ein­fa­chen Erklärungen ist hart­nä­cki­ger, als sich mit den kom­ple­xen Sachverhalten und Widersprüchen auseinanderzusetzen.

  10. Was ist das für ein welt­frem­des Geplärre ?
    Schon die Einleitung, die die – angeb­li­chen – Grundlagen der "Pandemie" beschreibt, ist grunz­falsch: Es gab und gibt kei­ne Entwicklung, der "alle Lebensbereiche unter­ge­ord­net" wur­den ! Nur die Medien waren domi­niert von Corona; ein nor­ma­ler berufs­tä­ti­ger Mensch ist dage­gen wei­ter sei­ner Arbeit nach­ge­gan­gen, egal ob im Schlachthof, an der Supermarktkasse oder – wie ich (vor Ort im Werk) – in der Produktion von Auto- und Motorradreifen. Das ein­zi­ge, was es gab, war eine Zeitlang Kurzarbeit ( für mich von Mai bis Juli 2020 bei 80%) und für die Bürojobs ver­mehrt Homeoffice.
    Das Arbeitsleben ist jedoch für einen nor­ma­len Menschen – anders als für einen Aschmoneit, der offen­bar nichts arbei­ten muss/kann – der Hauptlebensinhalt !!!
    Insofern kann man nicht sagen, dass in D. der "Pandemie" alle Lebensbereiche unter­ge­ord­net wur­den, son­dern für Berufstätige, die nach abge­schlos­se­ner anstän­di­ger Ausbildung oder Studium im erlern­ten Beruf arbei­ten, ging das Leben weit­ge­hend nor­mal wei­ter, wenn man sich von der Corona-Medienhysterie – anders als z.b. ein Aschmoneit – nicht ver­rückt­ma­chen ließ.
    Wer dage­gen – wie offen­bar ein Dr. Aschmoneit – den gan­zen Tag im Internet oder vor der Glotze sitzt/saß, wur­de natür­lich vom Corona-Medienhype erschla­gen und muss­te offen­bar den Eindruck bekom­men, in Deutschland dre­he sich das gan­ze rea­le Leben auch außer­halb der eige­nen engen (z.b. Aschmoneit'schen), man­gels Arbeit (zu) sel­ten ver­las­se­nen Wohnungsgrenze, tazäch­lich nur noch um Corona.
    ICH DANKE IHNEN.

    1. @halbgott:
      Mal ganz davon abge­se­hen, daß ich ihre Wortwahl und ihren Ton anmas­send und abstos­send fin­de, fra­ge ich mich gera­de, ob ich die Zeit mit mei­ner Familie auf einem ande­ren Planeten ver­bracht habe als Sie?!
      Mein Mann und ich sind “nor­ma­le“ Berufstätige, wie Sie es nennen,mit “abge­schlos­se­ner anstän­di­ger Ausbildung bzw. Studium“ und es lief in unse­rem Leben, so wie in dem der meis­ten Freunde und Bekannten, NICHTS nor­mal. Oft gezwun­gen zum Homeoffice, die Kinder wegen geschlos­se­ner Schulen mona­te­lang zuhause,kein Hobby der Kinder fand statt ( die der Erwachsenen natür­lich auch nicht), Kontaktbeschränkungen ect.ect. Und auch heu­te noch gibt es kei­nen ein­zi­gen Tag, an dem Corona kein Thema ist. Sei es wegen der Test- oder der Maskenpflicht oder den sons­ti­gen Beschränkungen in Beruf, Schule, Freizeit und Co: stän­dig ist Corona in unse­rem Familienalltag, durch die äuße­ren “gemach­ten“ Umstände, präsent.
      Geht es in Ihrem Beitrag um die Unterscheidung von anstän­di­gen und nicht-anstän­di­gen Berufen und Lebensweisen oder was wol­len Sie damit beitragen?
      Es mag ja sein, daß Ihr Alltag davon nicht domi­niert wird, aber auch dann hät­ten Sie es bei einer Feststellung, daß Sie dies anders emp­fin­den, voll und ganz belas­sen können.

      1. @Schwarzmalerin:

        Ja, ca. das waren auch mei­ne Gedanken beim lesen. So pam­pig wie der Schreiber rüber­kommt könn­te man sich fast fra­gen ob @aa ihm das Fahrrad gestoh­len oder in sei­nen Vorgarten uri­niert hat. Ich ver­mu­te aller­dings man muss das Ganze nicht wirk­lich ver­ste­hen zumal die Beschreibung der Tatsache jeden Morgen aus dem Bett zu klet­tern und zur Lohnarbeit zu mar­schie­ren als "pri­mä­rer Lebensinhalt" recht tief bli­cken lässt. Solange Malocht wird ist die Welt in Ordnung. Ohje…

      2. @schwarzseherin:
        wer sich heu­te vom Corona-Geplärre kir­re machen lässt, rennt zu ande­ren Zeiten eben einem ande­ren Medien-Hype nach, egal ob Fußball, Zunami, Hochwasser, Judengefahr, Flüchtlinge, RAF, Donald Trump, Taliban oder Klimaoverkill: Wer selbst kei­ne Inhalte für sein Leben schafft, der/die lässt sich die­se Inhalte eben durch die Medien schaf­fen, auf­schwat­zen und/oder rein­drü­cken und/oder ins Hirn bla­sen und/oder main und/oder frank­furt oder /oder rhein

        1. @halbgott:

          Wenn es dir mög­lich ist die Auswirkungen der Corona-Farce in dei­nem Alltag gänz­lich zu igno­rie­ren freut es mich für dich. Viele Menschen kön­nen das nicht. Ich bin gene­rell auch ein gro­ßer Freund von Ignoranz. Allerdings funk­tio­niert das im Bezug auf Corona lei­der nicht wirk­lich und es ist für die Zukunft kei­ne Verbesserung abseh­bar. Eher das Gegenteil ist der Fall und Aussitzen ist somit eben kei­ne Option.

          Daher bleibt mir nicht viel übrig als mich damit zu befas­sen. Mit Medien hat das rela­tiv wenig zu tun und falls es dich beru­higt kann ich dir sagen dass mich kein ein­zi­ges der von der auf­ge­zähl­ten Themen auch nur im gerings­ten inter­es­siert. Ich befürch­te du bist mit dei­ner Universalerklärung auf dem Holzweg.

  11. P.S.
    Nachtrag in eige­ner Sache, damit kein fal­scher Eindruck entsteht:
    ich bin nicht getes­tet oder geimpft, glau­be nicht an die "Pandemie" und hal­te Dr.Osten für einen (min­des­tens) genau­so ver­blen­de­ten Schwätzer wie Dr. Aschmoneit, ABER IN EINE CORONA-HYSTERIE LASSE ICH MICH NICHT TREIBEN UND ICH LASSE MIR DIESE WEDER VON EINEM DR.ASCHE NOCH VON EINEM DR.OSTEN AUFSCHWÄTZEN !!!
    ich dan­ke Ihnen.

    1. Lieber Halbgott,
      sehr gut, dass Sie sich in kei­ne Hysterie trei­ben lassen.

      Die Aschmoneit-Analyse will ganz sicher einer sol­chen ent­ge­gen wir­ken und bean­sprucht bestimmt nicht, dass sie der Weisheit letz­ter Schluss wäre. Ich hal­te Aschmoneits Reflexionen über, wei­ter sich ver­stär­ken­de, Tendenzen in Richtung Autoritarismus und Totalitarismus für wich­tig und ver­ste­he die­se als Appell, sich einer 'Gesundheitsdiktatur' zu widersetzen.
      Dass Sie das auf Ihre Weise tun, prima 🙂

      Auch auf die Gefahr hin, dass Sie die "Philosophische Kritik der Corona Politik" eben­falls für 'Geplärre' hal­ten, ver­lin­ke ich sie noch­mal an die­ser Stelle:
      https://harp.tf/2021/09/03/online-vorlesung-im-sose-2021-philosophische-kritik-der-corona-politik/

      Insbesondere die bei­den Vorlesungen vom 2. und 9.6. befas­sen sich mit der Medizinisierung d. Gesellschaft.

      2.6. Die Medizin über­nimmt die Rolle der Religion als bio­po­li­ti­sche Lenkung der Gesellschaft und als moder­nes Disziplinardispositiv: Michel Foucaults medi­zin­ge­nea­lo­gi­sche Schriften. Die Hospitalisierung der Gesellschaft und die gro­ßen Einsperrungen 20/21

      9.6. Die Medizinisierung der Gesellschaft als neue Form sozia­ler und poli­ti­scher Herrschaft und als patri­ar­cha­le Entmündigung der Bürger: Ivan Illichs Die Nemesis der Medizin

      1. Es ist aber eine sehr eigen­ar­ti­ge neue "Medizin", die neu­er­dings herrscht. Sie miss­ach­tet grund­le­gen­des Wissen, wie z.B. die Funktionsweise unse­res Immunsystems oder bekann­te Präventionsmaßnahmen.. Sie agiert mit der Verbreitung von Angst und ver­bie­tet den Menschen alles, was zur Gesunderhaltung wich­tig wäre. Diese neue Medizin erklärt z.B. Myokarditiden zu eher harm­lo­sen Erkrankungen und bezeich­net es als nor­mal, dass Geimpfte ster­ben kön­nen. Diese neue Medizin miss­ach­tet bereits bekann­te Therapien (hoch­do­siert Vitamin D, C, Zink, Ivermectin.

        1. Es ist eine Medizin, die den Menschen auf das "Nackte Leben" redu­ziert, see­len­los, … Nur noch die­ser eine Erreger und Antikörper spie­len eine Rolle, bis zur nächs­ten "Pandemie".

          Eine Medizin, die den Körper als defi­zi­tär sehen, wes­halb er mit­tels "Impfung" geup­gradet wer­den muss, und dann immer wie­der das update. Wie ein PC.

          1. Ja und nein. Ja, die­se Medizin redu­ziert auf das blo­ße, nack­te, see­len­lo­se Überleben, aber nein, sie ist nicht neu und nicht allein auf die­ses Virus konzentriert.
            Sie hat sich mit “Corona“ nur eine neue, zuvor noch nicht erreich­te Dimension geschaffen.
            Seit Jahren kann man die­se Reduktion auf's Überleben um jeden Preis immer deut­li­cher erken­nen, auch wenn das Überleben einen höhe­ren Preis für den betrof­fe­nen Patienten bedeu­tet, als z.B. ein Sterben in Würde im Kreis sei­ner Familie. Hier, nur als ein Beispiel von vie­len, die Intensivmedizin. Ich rede aus­drück­lich nicht von den­je­ni­gen, denen dadurch wirk­lich gehol­fen wer­den kann, son­dern von all jenen, denen durch all die neu­en Möglichkeiten nur ein ver­län­ger­tes Leiden beschert wird. Es gibt immer weni­ger Ärzte, die ehr­lich mit Patienten reden, son­dern es wird GEHANDELT um jeden Preis. Dabei wer­fe ich dies nicht den Ärzten vor, denn sie sind auch nur ein Spiegel der Gesellschaft und das Wissen, dass das Sterben untrenn­bar zum Leben dazu gehört, ist “out“.
            Für mich im übri­gen einer der Hauptgründe, war­um die Panikmache so gut funk­tio­niert hat und noch immer funktioniert.
            Wenn man sich mit der Spritze Gesundheit oder gar Lebensjahre“erkaufen“ kann, muss sie doch rich­tig sein. Den mög­li­chen Preis beden­ken oder ken­nen vie­le nicht.

  12. Lieber AA, dan­ke für die sehr dif­fe­ren­zier­te Analyse. Im orga­ni­sier­ten poli­ti­schen spek­trum habe ich das im letz­ten Jahr in die­ser Qualität nur hin und wie­der aus dem Lager der Freien Linken gele­sen… Trotzdem hal­te ich das Konstrukt "Vakzinismus" nicht für beson­ders belast­bar und die gro­ße Scheu vor dem Wort Faschismus für zwar berech­tigt, aber auch nötig zu über­win­den, wenn unse­re Warnungen vor geis­ti­gem Abschalten, das zu Resignation der Massen im Hinblick auf gesell­schaft­li­che Veränderungsmöglichkeiten führt… Was tun?

    Ich fin­de schon, dass man sehr deut­lich unter­schei­den kann und soll­te zwi­schen dem Faschismus der Nationalsozialisten und ihrer Nachahmer bzw. Spätausläufer (z.B. Chile, Argentinien) und dem sich kon­sti­tu­ie­ren­den glo­ba­len Faschismus, der sich im Endstadium der Militarisierung des Überwachungskapitalismus befindet.

    Dass die expe­ri­men­tel­le und nicht gezielt auf Sicherheit gerich­te­te Nachbereitung der Vakzinierung als Bedrohung für Leib und Leben begrif­fen wird, ist verständlich. 

    Eben weil sie ganz offen­bar NICHT gestoppt wird, trotz der zeit­nah der Vakzinierung ein­tre­ten­den Erkrankungsereignisse, die Nebenwirkungen bis zum Todeseintritt in Größenordnungen mehr als nur nahe­le­gen, die gleich­zei­tig mas­siv geleug­net werden.

    Um so wich­ti­ger scheint mir für eine Aufhebung gesell­schaft­li­cher Kaleidoskoiesierung jeder Versuch, die Faschismus-Vergleiche, die in der Tat umsich­sich­frei­fen, auszudifferenzieren.

    Gleiches war und ist not­wen­dig mit dem Antisemitismus-Vorwurf! In der Hinsicht hat­te auch ich mich bemüht bereits vor lan­ger Zeit, weil ich die Gefahr einer ver­kür­zen­den Sichtweise durch Implementierung eines Stich-Wortes auch für die Beurteilung ande­rer Lebensbereiche gese­hen und nahe­zu kör­per­lich quä­lend wahr­ge­nom­men hat­te- Auch hier­bei fiel schon auf, dass es offen­bar jeder Wille, Judentum, Juden, Isrealis, Judäer, Palästinenser, Semiten, Zionisten usw. zu unter­schei­den. Es wäre sonst auch auf­ge­fal­len, dass unter dem reli­gi­ös zio­nis­ti­schen Vorwand schon lan­ge kei­ne auf Zion sich beru­fe­ne Verdrängung von Siedlern im paläs­ti­nen­si­schen Raum statt­fand, son­dern eine ame­ri­ka­ni­sche Eindringung und Aneignung von Land ledig­lich unter dem reli­giö­sen Vorwand des Zionismus… Wenn man das alles nicht dif­fe­ren­ziert betrach­tet und gar nicht mehr gewillt ist, die Sieddlungsmotive/-geschich­te von Menschen oder gar reli­giö­se Motive nicht unter­schei­den möch­te, dann muss das Wort Antisemitismus für ein­fach alles her­hal­ten, das auch nur Gefahr birgt, dif­fe­ren­zier­te Betrachtung zu ermög­li­chen oder ein­zu­for­dern… Und vom als Fein aus­ge­mach­ten Antisemiten ist es zum ein­wand­frei erkann­ten Nazi ja nicht mehr weit, jeden­falls nicht mehr seit Hitler und dem 2. WK – auch hier ist die Geschichtsvergessenheit für uns Heutige fatal, denn die sog. Rassentheorien began­nen weit vor­her ihr unse­li­ges Geschäft. Ohne sie hät­te Hitler sei­nen Kampf für die ihn her­bei­ge­brach­te Wirtschaft nicht füh­ren können…
    Ein wei­tes his­to­ri­sches Feld, auf dem man sich sehr ein­sam füh­len kann- Danke für Ihren Beitrag!

  13. Eine her­vor­ra­gen­de, sehr tief­ge­hen­de Analyse. 

    In der Tat wird stän­dig mit irgend­wel­chen his­to­ri­schen Ideologie- und Systemausprägungen argu­men­tiert. Es waren Ausprägungen auto­ri­tär-tota­li­tä­rer Systeme, die in die­ser Form und unter die­sen Namen mit den dama­li­gen Spezifika so sicher­lich nicht mehr auf­tre­ten. Der stän­di­ge Kampf um die Definition und Vergleiche lähmt die Debatte über das, was der­zeit geschieht. Es fin­det jemand noch eine Nuance „Sozialismus“, weil Merkel der SED als Funktionärin ange­hör­te, oder aber es ist die Judenverfolgung und die Verfolgung unwer­ten Lebens, die unter dem Nationalsozialismus statt­ge­fun­den hat.

    Der Punkt und die damit ver­bun­de­ne Frage ist doch, ob wir es nicht mit einem hybrid-auto­ri­tä­ren System mit tota­li­tä­ren Ideologien in voll­kom­men neu­er Ausprägung zu tun haben. Dies ist für vie­le nicht greif­bar, nicht vor­stell­bar, da eben exakt die his­to­ri­schen Vergleiche die Sicht ver­de­cken. Und die Transformation unse­rer Gesellschaften wird meist als das, was der Lautsprecher Schwab in die Welt plärrt, bezeich­net: „The Great Reset“. Die Transformation in auto­ri­tä­re Systeme läuft schon seit Jahrzehnten, nun jedoch offen sicht­bar in einer atem­be­rau­ben­den Geschwindigkeit. 

    Über die Definition des nun­mehr instal­lier­ten hybrid-auto­ri­tär tota­li­tä­ren Systems kann man treff­lich strei­ten. Vergessen wird hier­bei meist, dass auch schon vor die­sem Corona-Putsch auf dem Verwaltungswege nicht alles so war, wie es in einer frei­heit­li­chen Demokratie sein soll­te. Die Diskussion soll­te sich daher weni­ger auf stän­di­ge Vergleiche mit der Historie als Selbstzweck fokus­sie­ren, son­dern wie die­ses hybrid-auto­ri­tä­re System mit z.B. der Corona-Ideologie (die hier als Vakzinismus beschrie­ben wird), über­wun­den wer­den kann. Dazu muss eine „Vision“ des ange­streb­ten Zustandes einer frei­heit­lich-demo­kra­ti­schen Gesellschaftsordnung ent­wi­ckelt wer­den. Und dies ist es, was die Schwierigkeit der jet­zi­gen außer­par­la­men­ta­ri­schen Opposition und der gigan­ti­sche Vorteil des Regimes ist.

  14. "Der damit ein­her gehen­de Kontrollwille, der sich über Gesundheitspässe und über­bor­den­de „Digitalisierung“ äußert, wird uns aller­dings wei­ter­hin beglei­ten und ent­schie­de­nen Widerstand erfordern."
    Einfach nicht mit­ma­chen. Das erfor­dert aller­dings den Willen und die Fähigkeit zu "schwar­zer" Ökonomie.
    Lage in Litauen:
    https://twitter.com/gluboco/status/1446134032027176965
    Also: Ärzte, die sich trau­en, ohne Pass zu arbei­ten, Handwerker, Schulen .…
    Es ist ein Lehrstück, wie abhän­gig wir von der Regulierung des Staats sind. Und tat­säch­lich, wie der Faschismus in Deutschland vor­ge­gan­gen ist, Stück für Stück. Viele Juden haben noch Jahre nach 1933 geglaubt, dass es nicht so schlimm kom­men wür­de. Die Deutschen haben die Faschisten NICHT gewählt, es war ein Putsch der "Eliten". Das Endziel ist Krieg. Und dar­auf läuft es, fürch­te ich hinaus.
    Die klei­nen Länder sind leicht erpress­ba­re, bestech­li­che Versuchskaninchen. Die Medien mel­den im Moment "Erleichterungen", die in Wirklichkeit Verschärfungen sind – Schritte hin zum "Green Pass" – allein die Wahl der Farbe ver­rät das Wahrheitsministerium.

  15. Ich stim­me dir in allen Punkten zu, aber es klingt so harmlos.
    Ausgrenzung ist eine see­li­sche Verletzung.
    Ich lei­de phy­sisch und psy­chisch, wenn der Busfahrer in einem lee­ren Bus die Tür nicht öff­net, weil ich ein Attest statt einer Maske tra­ge. Ich lei­de, wenn die Mutter ihrem Kind sagt, dass ich böse bin und zu viel Geld habe, weil ich kei­ne Maske trage.
    Ich lei­de, weil ich Freundinnen ver­lo­ren habe.
    Ich lei­de vor allem, weil ich die­sen Prozess in den Köpfen mei­ner Mitmenschen ein­fach nicht verstehe.

    1. @I.Schmidt:

      Das dürf­te vie­len so gehen und es lässt sich auch nicht ein­fach weg­dis­ku­tie­ren. Allerdings wird es dich viel­leicht beru­hi­gen dass eine Zugehörigkeit zur Gesellschaft in wei­ten Teilen optio­nal und punk­tu­ell sogar kon­tra­pro­duk­tiv ist. Anders sein ist unterm Strich nichts nega­ti­ves. Es ist nur anders.

      Ich ver­ste­he dass es schmerz­haft-erschre­ckend ist aus sei­nem gewohn­ten sozia­len Gefüge geris­sen zu wer­den und ich will dir auch sicher nicht ein­re­den dass es ein rei­ner Segen wäre an der Gesellschaft vor­bei zu leben aber es ist etwas wor­an man sich gewöhnt und das man mit Stolz vor sich her­tra­gen kann. 

      Schau dir die Leute mal genau an. Bei genau­er Betrachtung wird dir zwangs­läu­fig auf­fal­len dass wir in einer ober­fläch­li­chen, igno­ran­ten, und in wei­ten Teilen men­schen­feind­li­chen Welt leben. Du, ich, wir alle. Und das nicht erst seit Corona.

      Es ist ein­fach nur an vie­len Stellen der Lack abge­brö­selt und hat eine gewis­se Enthemmung im Bezug auf das sicht­ba­re Ausleben von Ausgrenzung gege­ben. Die Menschen die dich heu­te ableh­nen hät­ten das auch vor 3 Jahren getan wenn du dich gewagt hät­test die unge­schrie­be­nen "Gesetze" zu bre­chen ohne direkt Abbitte zu leisten.

      Die Masse mag kei­ne Individuen und sie hat sicher kein Interesse dir Freiraum für Entfaltung zu geben. Du hast ihre Erwartungen zu erfül­len und wenn du es nicht tust fühlst du dich gefäl­ligst schlecht. Das Problem an der Sache ist aller­dings dass es sich um einen zahn­lo­sen Tiger han­delt. Die Frage ist näm­lich nicht was du der Masse zu bie­ten hast son­dern was sie dir bie­tet und das ist reich­lich wenig: Regeln, Normen und eine Extraportion gedan­ken­lo­se Falschheit.

      Ich ver­ste­he dass du dir wahr­schein­lich ein­sam vor­kommst. Es ist lei­der ein schlech­ter Zeitpunkt um aus dem Kreislauf des ewig Gleichen aus­zu­bre­chen. Man sieht über die letz­ten Jahre immer weni­ger offen erkenn­ba­re "Ausbrecher" aber ich kann dir garan­tie­ren es gibt sie. Mach ein­fach einen mehr draus und gib den Leuten einen Grund hin­zu­schau­en. Die Möglichkeiten sind end­los. Jeder schie­fe Blick ist ein Kompliment. Die gan­ze Idylle war und ist sowie­so Selbstbetrug und du kannst jetzt (natür­lich im über­tra­ge­nen Sinn) tun und las­sen was du willst. Die Regeln gel­ten nicht mehr.

      Viel Erfolg 🙂

  16. Wie nennt man es eigent­lich, wenn der Tod tau­sen­der oder sehr viel mehr Menschen zwar nicht geplant, aber wis­sent­lich und bil­li­gend in Kauf genom­men wird?
    Ich fra­ge für einen Freund.

    1. @Zebraherz

      Was ist ein Plan?

      Ist ein Plan, wenn ich die Welt absicht­lich vergifte?

      Oder ist es ein Plan, wenn ich etwas Riskantes aus­pro­bie­re an ande­ren, indem ich sie dar­über täu­sche und damit auch dann nicht auf­hö­re, wenn ich fest­stel­le, dass sehr vie­le kurz­fris­tig schon krank davon wer­den und sterben?

  17. Sehr gut geschrie­be­ner Kommentar von hoher jour­na­lis­ti­scher Qualität. Gehört auf die Hauptseite einer Tageszeitung, so dass es Hunderttausende Lesen würden.
    Aber die Idee dahin­ter wird sich auch so ver­brei­ten. Das Böse wird nicht für immer Bestand haben. Es ist eine Frage der Zeit.

  18. Ich den­ke, es lohnt sich Catherine Austin Fitts zuzuhören
    https://childrenshealthdefense.org/news/editorial/the-injection-fraud-its-not-a-vaccine/
    Leute machen sich Illusionen über die Menschlichkeit ihrer "Eliten" (Shakespeare hat da bereits auf­ge­klärt, im Vorfeld der eng­li­schen puri­ta­ni­schen Revolution)
    Wir ver­ges­sen, weil wir in die­ser Art von Welt nicht leben wollen
    https://www.scoop.co.nz/stories/HL0408/S00265/real-deal-meditations-at-the-crossroads.htm
    "An die­sem son­ni­gen Februarmorgen beug­te sie sich über das Geländer, um Hallo und Auf Wiedersehen zu sagen. Da mein Vater zu einer medi­zi­ni­schen Konferenz in Chicago war, war ich das letz­te Familienmitglied, das sie lebend sah. Ich war das ers­te Familienmitglied, das am nächs­ten Tag ein­traf, als sie tot auf dem Dach ihres Hauses in West Philadelphia lag.

    Draußen war eine gro­ße Menschenmenge mit Medienfahrzeugen. Das Haus war von der Polizei über­rannt wor­den. Wenn es an einem Tatort Beweise gab, hat die Polizei sie gründ­lich zer­tram­pelt. Wie ein Hund, der sei­ne Fährte hin­ter­las­sen muss, lie­ben "die Jungs" einen guten Insider-Witz. Um sicher­zu­ge­hen, dass ihre Macht nicht unbe­ach­tet bleibt, wur­de eine Flasche Southern Comfort auf dem Küchentisch her­vor­ge­holt, als ich am Tatort ein­traf. Ich stell­te sie zurück, wo sie hin­ge­hör­te. Die infor­mel­le Einschätzung lau­te­te Selbstmord. Natürlich wuss­te ich es nicht, und mein Vater auch nicht. Er war am Boden zerstört. "
    "Die Anhörungen des Church-Ausschusses mach­ten den sys­te­ma­ti­schen Charakter der von der Regierung finan­zier­ten ver­deck­ten Aktivitäten deut­lich. Die Anhörungen bestä­tig­ten, dass das, was mei­ne Mutter in ihrer eige­nen Gemeinde erleb­te, Teil einer vor­sätz­li­chen, gut finan­zier­ten und wach­sen­den Korruptionsmaschinerie war. Die Anhörungen beleuch­te­ten COINTELPRO, die Bemühungen der Regierung, die poli­ti­schen Aktivitäten der Bürger zu mani­pu­lie­ren. Die Anhörungen berühr­ten die Rolle der Universitäten und der intel­lek­tu­el­len Gemeinschaft sowie die Forschung und Experimente zur Gedankenkontrolle. Die Informationen über die sys­te­mi­sche Natur des­sen, was lan­des­weit und welt­weit geschah, erzähl­ten eine Geschichte über die Kräfte, die ihre Familie und ihre Gemeinschaft zer­stör­ten, wäh­rend sie mili­tä­ri­sche und geheim­dienst­li­che Operationen und neue Technologien ein­setz­ten, um mehr Reichtum und Macht für die Reichen und Mächtigen zu schaffen. "

  19. Ach, und noch eine Frage: Ich dach­te, COVID-19 sei kei­ne Atemwegs‑, son­dern viel mehr eine kom­ple­xe Gefäßerkrankung? Oder hat sich das wie­der revi­diert? Können Sie dar­auf noch ein­mal Bezug nehmen?

    1. @Felix:
      CoVid-19 = coronavirus dise­a­se 2019 = Coronavirus-Krankheit-2019 

      her­vor­ge­ru­fen durch das CoronaVirus –>

      SARS-CoV‑2 = seve­re acute respi­ra­to­ry syndro­me coronavirus type 2 = Schweres-aku­tes-Atemwegssyndrom-Coronavirus Typ 2

      Wie auch immer
      MfG

  20. Betreffs Ihres Artikels hät­te ich viel­leicht noch eine wich­ti­ge Ergänzung. Der US-Politikwissenschaftler Sheldon Wolin beschrieb in sei­nem Buch „Democracy Incorporated – Managed Democracy and the Specter of Inverted Totalitarianism” eine völ­lig neue Form des Totalitarismus, den wir aber genau heu­te erle­ben. Wolin nann­te die­se Form umge­kehr­ter Totalitarismus (inver­ted tota­li­ta­ria­nism). Im Gegensatz zum klas­si­schen Totalitarismus wie im 3. Reich oder im Bolschewismus zei­gen sich hier fol­gen­de Charakteristika, die Rainer Mausfeld in einem Vortrag 2017 vorstellte:
    • Demobilisierung von Bürgern zu pas­si­ven Konsumenten durch Herbeiführen von Unsicherheit, Angst und Apathie
    • Staat und Gesellschaft der Wirtschaft untergeordnet
    • Gewalt gegen Dissidenten unsichtbar
    • Einschränkungen des Meinungsspektrums unsichtbar
    „28. Pleisweiler Gespräch mit Prof. Rainer Mausfeld – 22. Oktober 2017“
    https://www.youtube.com/watch?v=aK1eUnfcK4Q&t=3586s
    Dort im Video ab ca. 25:30 stellt er die­se neue Form des Totalitarismus vor. Das Buch von Sheldon Wolin wird hier vorgestellt:
    https://press.princeton.edu/books/paperback/9780691178486/democracy-incorporated

  21. "PCR-Tests … Infektion … „Fällen“. … desas­trö­sen Gesundheits- und Pflegesysteme.… Außer Acht gelas­sen wird auch die kurz­fris­tig geän­der­te Definition des Begriffs „Pandemie“ durch die WHO. (Zu all dem fin­det sich zahl­rei­che Beiträge hier.)"

    "Außer Acht gelas­sen wird" also alles Wesentliche.

    herz­li­chen Glückwunsch zu die­sem genia­len Dreh.

    "Wir betrach­ten das Ganze also ein­mal: schau­en sie aber bit­te nicht hin!"

  22. das wort "kon­troll­wil­le" ersetzt den begriff "faschis­mus" der auch ein wil­le zur macht ist.
    die demo­kra­tie ist eine herr­schafts­form, die sich wei­ter­ent­wi­ckelt, reformiert.
    der kapi­ta­lis­mus refor­miert sich.
    der faschis­mus refor­miert sich.
    der his­to­ri­sche faschis­mus hat eine his­to­ri­sche situa­ti­on. die kon­ti­nui­tät einer begriffs­ge­schich­te bedeu­tet nicht die wie­der­ho­lung der geschich­te, die wie­der­kehr einer his­to­ri­schen situation.
    kon­trol­le ist sache der poli­zei, die his­to­risch nicht nur eine straf­ver­fol­gungs­be­hör­de ist.
    die poli­zei­auf­ga­ben sind ausdifferenziert.
    es gibt vie­le kon­trol­leu­re. vom kar­ten­ab­reis­ser im kino bis …
    der kon­troll­wil­le ver­steigt sich in einen kontrollwahn.
    der faschis­mus ist ein polizeisystem.
    ich lebe in einem poli­zei­staat, in einem kon­troll­sys­tem, in einem poli­zei­sys­tem, inso­fern poli­zei nicht nur den schu­po meint oder derrick.
    es gibt für alles mög­li­che eine zugangs­vor­aus­set­zung, ich pas­sie­re die ein­lass­kon­trol­le, indem ich mich zum bei­spiel qua­li­fi­zie­re, zum stu­di­um, zur beam­ten­lauf­bahn, durch leistung.
    wir leben in einer leistungsgesellschaft.
    der faschis­mus ist die befehls­ge­walt über eine leistungsgesellschaft.
    wer die befehls­ge­walt über eine leis­tungs­ge­sell­schaft über­neh­men will, ein­nimmt, ist ein faschist.
    der poli­zei­staat wird digi­ta­li­siert, auto­ma­ti­siert, die herr­schaft wird vir­tu­ell und bleibt nack­te gewalt im konkreten.
    der staat stellt sein gewalt­mo­no­pol zur ver­fü­gung und teilt sei­ne kon­troll­auf­ga­ben, läßt die ver­mark­tung von kon­trol­le und die ver­mark­tung von kon­troll­ergeb­nis­sen, von daten zu.
    die digi­ta­li­sie­rung refor­miert die kon­trol­le über die gesellschaft.
    die kon­trol­le for­miert. die kon­trol­lier­ten pas­sen sich der kon­trol­le als ihren lebens­um­stand an, man ver­hält sich kontrollierbar.
    contre/role: über­wa­chung, über­prü­fung, herrschaft.
    bei der kon­trol­le wird etwas ver­gli­chen, gegen­ein­an­der, mit­ein­an­der: das pass­bild mit dem gesicht, das ori­gi­nal mit dem abbild, eine zahl mit einer anzahl von gegen­stän­den, ver­hal­ten mit dem gebo­te­nen ver­hal­ten. ver­hal­ten erzeugt kon­trol­le, daten.
    ergeb­nis: per­so­na­li­sier­te werbung.
    ich erzeu­ge einen algo­rith­mus selbst, eine rege­lung, steue­rung mei­ner selbst. ich kon­fi­gu­rie­re die steue­rung mei­ner selbst durch verhaltenskontrolle.
    ich ver­hal­te mich nor­mal, einer gewohn­heit nach, ich pro­du­zie­re daten, die mei­ne nor­ma­li­tät abbilden.
    eine ver­hal­tens­än­de­rung ent­wi­ckelt eine neue normalität.
    der kon­troll­wil­le ver­fügt über die normalität.

  23. Wegen "Mengele" möch­te ich ger­ne auf mei­ne Kommentare bei untem ste­hen­den Link ver­wei­sen, denn Josef Mengele nen­nen ohne Robert Koch zu erwäh­nen ist schon verkürzt.

    https://alschner-klartext.de/2021/10/06/covid-ist-nur-eine-krankheit-die-krise-aber-eine-gefahr-fuer-die-demokratie/

    Wenn in Deutschland heu­te ein höchs­tes, staat­li­ches Institut, das RKI, nach einem Mann benannt ist, der ein­deu­tig nach dem Nürnberger Kodex ver­ur­teilt wor­den wäre, hät­te die­ser zu des­sen Zeit Gültigkeit beses­sen, dann ist doch eigent­lich alles klar.

  24. Zu "Nürnberg 2.0" kann ich mich kurz fassen:

    Nürnberg 1.0 war ein Schauprozess, bei dem man exem­pla­risch und zur Nachwelt ein paar Leute ver­ur­tei­le und auch hin­rich­te­te. Die ande­ren fan­den ent­we­der in Südamerika Unterschlupf ODER wur­den als fähi­ge Wissenschaftler welt­weit ein­ge­setzt, um ihre Forschungen fort­zu­füh­ren , der gewal­ti­ge Rest fand im Besatzungsregime bis und nach 1949 aus­kömm­li­che Aufgaben.

    Sowohl der Prozess als auch Herr Mengele wer­den his­to­risch maß­los über­schätzt und als media­le Totems zur Abschreckung ein­ge­setzt, die mehr ver­ber­gen als sie aus­sa­gen, weil sie eine grund­le­gen­de FRAGE auf Personen ablen­ken, die eigent­lich einer Antwort aus Naturwissenschaft und der Geistesgeschichte drin­gend bedarf.

  25. Beim Faschismusbegriff, die Diskussion gab es hier ja oft, scheint mir nach wie vor, lie­ber aa, sie sind da auf einer begrenz­ten Meinung/Definition hän­gen geblieben. 

    Er kommt aus dem Italienischen mit Bezug auf Italien zunächst und wur­de auch nach dem 2. Weltkrieg durch zB Pasolini wei­ter­ent­wi­ckelt. Die ursprüng­li­chen Bedeutungen wer­den mit Mussolini zitiert, nicht mit Hitler.

    Man muss bei der Verwendung des Begriffs nicht immer auch beson­ders beden­ken, dass der Begriff auch auf den Deutschen Nationalsozialismus ange­wen­det wur­de. Sie machen das ja auch nicht beim Begriff Sozialismus…

    Ohnehin scheint mir die begriff­li­che Sackgasse daher zu kom­men, das man his­to­ri­sche Ereignisse und zu der Zeit ver­wen­de­te Begriffe abso­lut sehen möch­te. Dabei lässt man aus­ser acht, dass Begriffe eben mehr­deu­tig sein kön­nen (Ambivalenzintoleranz, eben­falls auch ein Zeichen von Faschismus), die rea­len his­to­ri­schen und aktu­el­len Menschengruppen ver­schie­den sind vom Begriff (steht schon im Tao de Ching) und nicht exakt mit dem Begriff beschrie­ben wer­den kön­nen und dass auch ande­re Begriffe gleich­zei­tig zutref­fen. Zudem könn­ten die beschrei­ben­den Begriffe selbst wie­der auch ande­ren Begriffen und Ideen/Zusammenhängen zuge­ord­net wer­den, der Faschismus zB zum Kitsch.

    Reich hat schon in sei­ner Massenpsychologie eine ganz ande­re Definition des Faschismus gelie­fert aus einer psy­cho­lo­gi­schen sozio­lo­gi­schen Innensicht.

    Wenn Sie Absolutismus anbie­ten als Begriff, sage ich nicht schlecht getrof­fen. Allerdings ver­trägt sich auch der Faschismus schon immer gut mit dem Absolutismus und bei­de sind wohl ein Ausdruck der­sel­ben Persönlichkeits- und Sozialstruktur.

    Im Grunde ist alles heu­te um Corona und Vakzinismus und Massnahmen & Co eine Tautologie auf eine kran­ke psy­chi­sche Organisationsstruktur mit einem domi­nan­ten Überich.

    Mit der Sesshaftigkeit und Entwicklung der Landwirtschaft und Viehzucht sind gesell­schaft­li­che Strukturen und Hierarchien ent­stan­den wie eine auch inner­li­che psy­chi­sche Struktur und fort­lau­fen­de Sozialisierung.

    Dem Absolutheitsanspruch des Überich, der dem Ich kei­nen Entscheidungsspielraum lässt und der Kontrolle und Überwachung/Aufsicht bedarf, ent­spricht die äus­se­re gesell­schaft­li­che Organisation, ob sie als Absolutismus, Faschismus, Nationalsozialismus, real exis­tie­ren­der Kommunismus oder Stalinismus etc daher kommt.

    Mit die­ser Entwicklung sind auch die Welt- und Gottessicht ent­spre­chend ange­passt wor­den mit einem mono­the­is­ti­schen Vatergott, und ande­re Ansichten kön­nen nicht gel­ten, Monismus ist Kern der Geisteshaltung wie die Geistlosigkeit.

    Auch das Motiv Land für Volk fin­det sich zen­tral in den Schriften und der Genozit ist gerecht in den Augen Gottes wenn es zuguns­ten der Auserwählten ist. Was vor­her Mutter Erde war und wor­auf man nur sie­deln konn­te als Gast, ist nun Grundeigentum des Patriarchats und das kann mit Tod und Vertreibung durch­ge­setzt wer­den. Und wie ist noch­mal die Vermögensverteilung heu­te? Und einen Reset hat man damals aber spä­tes­tens alle 49 Jahre gemacht…damit das nicht so ungleich anwächst.

    Vakzinismus als Religion und war­um auch der Vatikan mit­mischt und das Überich: einem Psychologen sag­te ich mal, ich hät­te von Drewermann gele­sen er wür­de die katho­li­sche Kirche als Überichreligion bezeich­nen. Er wür­de nicht soviel von Drewermann hal­ten, erwi­der­te er. Warum, war mei­ne Frage. Na neh­men Sie das mit der Überichreligion, als ob es noch eine ande­re Art von Religion gäbe. Religion ist Überich und Überich ist Religion.

    Repost: https://teamworks-gmbh.de/massenpsychologie-warum-emotionen-viral-und-kettenreaktionen-normal-sind/ Gegen Massenpsychologische und Überichphänomene hilft Bildung im Sinne von Ich-Stärkung.

  26. Die FR (Bernd Hontschik) sagt end­lich, was gesagt wer­den muss
    https://www.fr.de/panorama/locken-oder-zwingen-91041166.html
    "n den ver­gan­ge­nen Monaten gab es hef­ti­ge Diskussionen über die Notwendigkeit der Einschränkung von Bürgerrechten. Diese Einschränkungen wer­den jetzt mehr und mehr mit dem Impfstatus in Verbindung gebracht. Dabei erfährt man wenig über Impfdurchbrüche, über erkrank­te Geimpfte, die ande­re infi­zie­ren kön­nen. Stattdessen wer­den die Ungeimpften auf dem Weg zur Herdenimmunität inzwi­schen mit allen Mitteln ins Impfgatter getrie­ben, mit 2G statt 3G, mit dem Ende kos­ten­lo­ser Tests, mit der Verweigerung von Arztterminen, mit der Abschaffung der Quarantäne-Lohnfortzahlung, mit dem Impfzwang an immer mehr Arbeitsplätzen. Berichte über erschöpf­tes Pflegepersonal, das zuneh­mend aggres­siv auf Ungeimpfte reagiert, tun ein Übriges – auch wenn das eher mit der kata­stro­pha­len Personalnot zusam­men­hängt als nur mit der Schwere der Arbeit.

    Hier geht es aber um mehr. Der Verhaltensökonom Schreiber legt die Axt an die Menschenrechte. Die Medizin kennt nur Erkrankte, und sie kennt nur einen Auftrag: Helfen und Heilen ohne Ansehen der Person und ohne Rücksicht dar­auf, wie es zu der Krankheit gekom­men ist. Marcus Schreiber möch­te Ungeimpfte, also „Ungehorsame“, ihrem Schicksal über­las­sen, ohne medi­zi­ni­schen Beistand. Er nennt das eine Keule. Es ist aber ein Angriff auf die Grundlagen unse­res Zusammenlebens. Und es ist eine Attacke auf die Menschenwürde"

    1. @ b.m. buerger

      Zwei Fragen:

      Woraus lei­ten Sie (ja, SIE selbst) denn die Menschenwürde ab (außer, dass sie im GG steht)?

      Und wor­in äußert sich die­se Würde?

  27. Schöner Text. Dazu passt gut der Kommentar, den ich ges­tern bei Dr. Meyer in sei­nem Blog zum Thema Verfassungswidrigkeit der Corona-Politik (https://tkp.at/2021/10/09/alle-benachteiligungen-ungeimpfter-verfassungswidrig/)

    Für mich als jemand, der sich schon lan­ge für Umwelt- und Menschenbelange gegen­über dem Kartell der Konzerne ein­setzt, war schon lan­ge klar, dass der Staat auch bis zum Äussersten gehen kann, wenn es dar­um geht geht gewis­se Partikularinteressen gegen­über dem öffent­li­chen Interesse durch­zu­set­zen. Es gibt näm­lich Bereiche wie die Landwirtschaft, wo genau­so igno­rant und wider bes­se­ren Wissens Techniken ein­ge­setzt wer­den, die nur hel­fen Konzernmonopole auf­zu­bau­en und die die Landwirtschaft immer wei­ter indus­tria­li­sie­ren. Dadurch gera­ten welt­weit Landwirte unter die Räder, alte Pflanzensorten und Zuchtrassen gehen dabei ver­lo­ren und es ent­ste­hen so immer mehr Monokulturen und Massentierzuchtbetriebe, die wie­der­um ein Tummelplatz für die Pharmaindustrie sind. All die­se Tiere wer­den näm­lich selbst­ver­ständ­lich regel­mäs­sig medi­ka­men­tös behan­delt und regel­mäs­si­ge Impfungen sind dort eben­falls an der Tagesordnung. All das geschieht auf Kosten der Lebensmittelsicherheit – wir wis­sen näm­lich längst, dass es gröss­ten­teils die Kleinbauern sind, die die Nahrung pro­du­zie­ren, die die Menschen brau­chen und auch wol­len – und es pas­siert mit einem enor­men Ausmass an Umweltzerstörung, wäh­rend die Agrarflächen von Jahr zu Jahr immer weni­ger werden.

    Auf mich wirkt es so, als wür­de man Corona als einen Vorwand nut­zen, um die Welt in einen rie­si­gen Saustahl zu ver­wan­deln. Für Schweine gilt übri­gens auch seit 2020 Lockdown zwecks Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest (ASP), die lei­der tat­säch­lich sehr anste­ckend und töd­lich ist. Die Massnahmen ähneln jeden­falls denen, die bei Ausbrüchen von Tierseuchen ergrif­fen wer­den. Man ver­sucht auch mit allen Mitteln die Leute dar­an zu gewöh­nen sich regel­mäs­sig medi­ka­men­tös behan­deln zu las­sen, der Mangel an Gesundheit wird so zu sagen so zur Regel gemacht.

    Ich glau­be der Blinde Fleck besteht dar­in, dass wir in einer Hochleistungsgesellschaft leben, die vie­le Menschen an den Rand ihrer Fähigkeiten treibt. Niemand will aber als Versager dar­ste­hen, also wird alles dafür getan, um irgend­wie zu funk­tio­nie­ren. Wenn dann der Staat einem ein­trich­tert, dass eine Impfung gut für alle ist, damit alles wie gewohnt lau­fen kann, dann glau­ben das vie­le auch. Das Leben vie­ler Menschen ist ja schliess­lich dis­funk­tio­nal gewor­den und sie wol­len letzt­end­lich auch nur, dass es wie­der läuft.

    Ich habe des­halb oft ein ungu­tes Gefühl. Menschen, die die Menschenwürde ach­ten, müs­sen näm­lich in ers­ter Linie Achtung vor sich sel­ber haben. Viele Menschen funk­tio­nie­ren aber nur bis zur Selbstverleugnung und stel­len so eigent­lich nur eine schrä­ge Karrikatur des eige­nen selbst dar. Wir sind auf jeden Fall sehr weit ent­fernt von einer eman­zi­pier­ten Gesellschaft, die Selbstachtung und Respekt vor ande­ren hat.

  28. Der Widerspruch ist ver­mut­lich ein­ge­plant . Ich ver­mis­se hier zB. die Frage nach Menschenbildern. Der Vater von dem Obertreiber Bill Gates war Eugeniker. Gates hat nach­weis­lich unter dem Vorwand im Zuge men­schen­freund­li­cher Impfungen in Afrika heim­lich Frauen ste­ri­li­sie­ren las­sen. Was für ein Menschenbild haben Zombies, die es jetzt seit 10 Monaten hin­neh­men, dass Menschen, die den "Impfungen" ver­trau­ten, unter Nebenwirkungen lei­den resp. dar­an star­ben und die Kampagne wei­ter­lau­fen las­sen?! Das alles unter dem Heuchelargument: ALTE und BEHINDERTE vor­an? Das HAT einen bestimm­ten Geschmack ver­gan­ge­ner Zeiten. Die Konsequenz erleb­te ich vor 3 Tagen. Dass GUTE VORSÄTZE, damals die der GRÜNEN, heu­te die der Lena Tumberg usw. per­fi­de instru­men­ta­li­siert wur­den und wer­den, ist ein alter Hut.Bedauernswert, dass sie, wie man heu­te bei den GRÜNEN sieht, auf die­sen plum­pen Trick her­ein­fal­len und sich als Protagonisten der Großkopferten miß­brau­chen und vor ihren Karren span­nen las­sen. Da bin ich wie­der beim Menschenbild, denn man könn­te denen auch die Stirn bie­ten. Dass die Wähler die­ser Politiker nicht auf­schrei­en, son­dern kri­tik­los die Wahlquote befeu­ern, unfass­bar! Dass einer­seits eine EUROPAHYMNE mit einem ein­deu­ti­gen Text auf die Fahne geschrie­ben wird unter Hinnahme von Spaltung und Hasskampagnen. Ich könn­te wei­ter­schrei­ben, höre lie­ber erst­mal auf,es reicht.

  29. Ihr Text ist eine Sammlung von Eindrücken, die alle kon­tin­gent und zufäl­lig "vom Himmel fal­len", ohne jeden inne­ren oder äuße­ren Zusammenhang, den Sie DANN hilfs­wei­se mit Hilfe Ihrer Ideologie "irgend­wie" zu kon­stru­ie­ren ver­su­chen. Das ist offen gesagt die glei­che Vorgehensweise wie die, die alle Medien betreiben.

    Woran SIE den­ken soll­ten: die Logik derer, die das erar­bei­ten, ist auf Strategien spe­zia­li­siert. Offenbar kann sie sich auch wei­ter­hin dar­auf ver­las­sen, dass Sie und und Linken die­se Strategien nicht erken­nen, weil sie gar nicht wis­sen, was eine Strategie ist und sie auch dann nicht zu lesen ver­ste­hen, wenn sie ver­öf­fent­licht für jeden sicht­bar ist.

    Man könn­te mit Ihrem Text noch här­ter ins Gericht gehen. Ich ver­zich­te dar­auf, weil ich es zu schät­zen weiß, dass Sie ver­su­chen, den Ball aufzunehmen. 

    Mal sehen, ob etwas draus entsteht.….

  30. Auch Faschismus muss klein anfangen

    Der Autor ana­ly­siert die Erfüllung der Fschismusattribte in jet­zi­ger Entwicklung in der BRD. Vielleicht soll man nicht von Faschismus son­dern von Totalitarismus reden. Ich den­ke, in dem Fall haben wir ihn.

    Vakzinismus ist eine grund­sätz­li­che Änderung der Definition der Heilungsaufgabe:

    es gehe nicht mehr um Heilen, das benö­tigt Heiler, Heilmittel, Heiltherapien
    es geht nur um „Impfen“, das benö­tigt ledig­lich einen bil­li­gen „Impfstoff“ und genau­so bil­li­ger Impfpersonal.

    Die Änderung wur­de ange­ord­net von s.g. „Philanthropen“ aus der klei­nen Gruppe der Milliardäre, auf der Welt gibt es kaum mehr als 2300 Milliardäre, die Gruppe konn­te ihr Vermögen um mehr als 50% ledig­lich in ers­tem Jahr der s.g. „Pandemie“ vergrößern. 

    https://www.handelsblatt.com/politik/international/vermoegensverteilung-superreiche-steigern-ihr-vermoegen-in-der-krise-um-mehr-als-50-prozent-iwf-fordert-staerkere-besteuerung/27072284.html

    Auch Faschismus muss klein anfan­gen, aber etwas Philanthropie für die Abgehängte wirkt Wunder, das hat zu min­des­tens in Dreiziegen super funktioniert.

    1. @ DenkAnThrope

      Lesen Sie "die Superreichen" von Chrystia Freeland. Sie hat die Superreichen und ihre Philanthropie ein­ge­hend beschrie­ben. Warum sie es tun? Weil sie es kön­nen und den Staat für unfä­hig halten.

  31. Wirklich klas­se, so eine Fangemeinde (ich gehe davon aus, dass Sie und ihre Buddys nicht ALLE allei­ne die­se Ergebensheitsadressen hier selbst ver­fasst haben). und Sie haben Recht: so etwas wür­de wirk­lich sehr ver­däch­tig wir­ken, wenn nicht ein paar Pflichtkritiken ein­ge­floch­ten wer­den würden.

    Was wird hän­gen blei­ben? Etwa "Die Gesellschaften mit prak­ti­zier­tem Vakzinismus müs­sen Rücksicht nehmen …"

    Das ist aber sehr, sehr löb­lich. Und direkt aus den Büchern gelernt: auch in "1984", in "Schöne Neue Welt", wahr­schein­lich in allen roman­haf­ten Totalitarismus-Aufarbeitungen wird "Rücksicht genom­men". Irgendwie. Und wenn es mit Folter, Verbannung oder Tod zusam­men­fällt. Das menschelt.

    Dass eine Gesellschaft mit "PRAKTIZIERENDEM VAKZINISMUS" … ach las­sen wir das. Warum soll­te das hier die AA-Fangemeinde auch interessieren.

    Brot, Gelaber, Getexte und Spiele …

    1. Ich wüss­te nicht, dass ich je einen kon­struk­ti­ven Beitrag hier von Ihnen gele­sen hät­te. Ich fra­ge nicht zum ers­ten­mal: Was ist Ihr Vorschlag?

  32. Da fällt mir was ein zum Thema lin­kes Spektrum und ihre Unfähigkeit zu einer fun­dier­ten Kritik an der Corona Politik. 

    2015 orga­ni­sier­te Pegida im Hintergrund der Flüchtlingspolitik sog. 'Merkel muss weg"-Demos, die oft durch lin­ke Gegendemos beglei­tet wur­den. Damals habe ich eini­ge die­ser Demos beglei­tet und mir fiel dabei immer wie­der auf wie­vie­le Merkel-Symathisanten sich auf der lin­ken Seite ver­sam­mel­ten, die es auch gar nicht zur Kenntnis neh­men woll­ten, dass die Politik der Regierung Merkel für sozi­al benach­tei­lig­te Menschen in Deutschland eine ein­zi­ge Katastrophe ist. 

    Der Gegenprotest der lin­ken Seite gegen sog. Querdenker und ande­re Regierungskritiker hängt wohl also auch mit der Sympathie für Merkel zusam­men, die man­che Linke für sie ins­ge­heim seit 2015 hegen. Für die­se Leute ist Merkel eben eine Lichtgestalt, eine Mutti eben und die soll man auch nicht ärgern. Ich glau­be, Merkel hat in dem links-grü­nem Milieu mehr Fans als in ihrem eige­nen kon­ser­va­ti­ven Lager. Dort sind näm­lich vie­le immer noch vom "Wir schaf­fen das" geblen­det und wol­len es par­tout nicht sehen was das eigent­lich kon­kret bedeutet.

    1. @Bananita

      Es ist ganz ein­fach, einen Linken davon abzu­brin­gen, sich mit Ideen und Tatsachen ande­rer zu beschäftigen:

      Man muss nur auf den ande­ren zei­gen und sagen:

      "guck mal, das ist ein Nazi."

      und schon wird der Linke Reißaus neh­men und ihnen fort­an alles glau­ben, was Sie ihm raten.

      😉

  33. Bei Wikipedia wird das Wort"Faschismus" aus­schließ­lich mit poli­ti­scher Haltung gleichgesetzt.
    Es gibt aber auch den Spruch"Ich füh­le mich, wie durch den Fleischwolf gedreht" , und ich habe mir die Mühe gemacht, dem sowie dem eigent­li­chen Sinn des Wortes "Faschismus" nach­zu­ge­hen, der frü­her immer in Bezug gesetzt wur­de zu dem Begriff "Fleisch", erin­ner­te ich.
    Im Kluge Etymologie Wörterbuch steht heu­te zu lesen:
    "fascio" bed. "Bund", oder "Rutenbündel mit Beil".
    Der Wortsinn von "Faschiermaschine" bedeu­tet Fleischwolf, der Wortsinn von "faschie­ren" bed. Gehacktes.Warum das aus­schließ­lich zur Beschreibung der Machenschaften "TOTALITÄRER!! Regime" ver­wen­det wird, mag jeder, der den­ken kann, für sich selbst entscheiden!

  34. Zu faschis­ti­scher Herrschaft gehört nun aber zwei­er­lei: Die Werkzeuge tota­ler Herrschaftsausübung und der unbe­ding­te Wille, die­se auch einzusetzen.
    Historische faschis­ti­sche Bewegungen pfleg­ten stets, die Staatsgewalt an sich zu rei­ßen, um die­sen anschlie­ßend zum Werkzeug des Machterhalts aus- und umzubauen.
    Derzeit scheint der Prozess genau umge­kehrt zu sein: Der Staat instal­liert die (vor allem) tech­ni­schen aber auch zuneh­mend die juris­ti­schen und poli­ti­schen Mittel tota­li­tä­rer Herrschaft, ohne dass kurz- bis mit­tel­fris­tig eine Notwendigkeit erkenn­bar wäre, die­se auch zu nutzen.
    Nun erle­ben wir zur Zeit aber einen inter­na­tio­na­len Prozess, der sich von einem auf die BRD ver­eng­ten Blickwinkel (wenig über­ra­schend) nicht adäquat ver­ste­hen lässt.
    In Fragen der nur not­dürf­tig als Digitalisierung getarn­ten Überwachungstechnik prescht Schweden mit der Bargeldabschaffung wei­ter vor als China, obwohl die­se bei­den Staaten die Möglichkeiten die­ser Technik ver­mut­lich recht unter­schied­lich nut­zen werden.
    Fortschrittliche Überwachungstechnik trifft auch bei bür­ger­li­chen Demokratien stets auf Interesse und in die­sem Fall trifft sich die­ses Interesse mit den Profitgelüsten der Techkonzerne.
    Dass die bür­ger­li­chen Demokratien die Möglichkeiten tota­li­tä­rer Machtausübung instal­lie­ren, bedeu­tet aller­dings nicht zwin­gend, dass die­se in nähe­rer Zukunft auch genutzt würden.
    Auch die Notstandsgesetze sind noch immer in Kraft, obwohl sie nie zum Einsatz kamen und sämt­li­che Anlässe ihrer Verabschiedung inzwi­schen weg­ge­fal­len sind.

    Vielleicht geht aber auch die mar­xis­ti­sche Faschismustheorie von ver­al­te­ten Prämissen aus.
    Wir sind stets davon aus­ge­gan­gen, dass der Kapitalismus in der bür­ger­li­chen Demokratie opti­ma­le Akkumulationsbedingungen vor­fin­det, wäh­rend der Faschismus die Notlösung dar­stellt, mit dem das Kapital herr­schafts­be­dro­hen­den Arbeiterbewegungen begegnet.
    Ist das aber über­haupt noch richtig?
    Das Beispiel des wirt­schaft­li­chen Aufstiegs Chinas lässt sich auch dahin­ge­hend inter­pre­tie­ren, dass der Neoliberalismus den Staat so stark aus­ge­höhlt und zurück­ge­drängt hat, dass er sei­ner Funktion als ideel­ler Gesamtkapitalist kaum noch adäquat nach­kom­men kann. China hat hin­ge­gen gezeigt, wel­che Erfolge ein star­ker, auto­ri­tä­rer Staat, der die mit­tel­fris­ti­gen Interessen des Kapitalismus gegen die kurz­fris­ti­gen Profitinteressen der Einzelkapitalien durch­zu­set­zen ver­mag, unter heu­ti­gen Bedingungen zu erzie­len vermag.
    Es ist durch­aus nicht undenk­bar, dass ein Staat oder eine Supranationale Struktur zur tota­li­tä­ren Machtausübung greift (ob man das nun Faschismus nen­nen will oder nicht), um opti­ma­le Akkumulationsbedingungen auf­recht zu erhal­ten – auch wenn es kei­ne oppo­si­tio­nel­le Bewegung gibt, die es zu unter­drü­cken gilt.

    1. @Mark: Das sind hilf­rei­che Gedanken! Ich kann dem fol­gen, daß der Staat Unterdrückungsinstrumente qua­si auf Vorrat anlegt, selbst wenn er sie nicht sofort und stets benut­zen will. 

      Beim letz­ten Punkt habe ich Zweifel. Gerade der Staat der BRD hat es mit der Agenda 2010 ff. geschafft, als "ideel­ler Gesamtkapitalist" zu agie­ren. Die Absenkung von Löhnen und Renten und die Drohkulisse Hartz 4 spre­chen dafür. Zugleich konn­te damit die Wettbewerbsfähigkeit gegen­über ande­ren Ländern der EU enorm erhöht wer­den, wor­aus sich ein gewal­ti­ges Erpressungspotential ergibt. An Griechenland haben sie das bru­tal durch­ex­er­ziert. Weite Teile des Balkans sind nach den auch von der Bundesregierung for­cier­ten Kriegen im Besitz deut­scher Großkonzerne. 

      Die Neigung zu auto­ri­tä­ren Lösungen ist im Kapitalismus immer vor­han­den. Die KPD wur­de nicht ver­bo­ten, weil dadurch das System real gefähr­det war, son­dern soll­te über lan­ge Zeit als Signal wir­ken, man kön­ne auch anders. Du hast die Notstandsgesetze genannt, die Aushöhlung des Asylrechts geht in die glei­che Richtung, und vor Polizeigewalt hat man noch nie zurückgeschreckt. 

      Zu China stim­me ich wie­der zu. Stichwortartig möch­te ich ergän­zen, daß zu der Entwicklung auch gehört, daß sich dort in den letz­ten Jahre eine rie­si­ge Arbeiterklasse gebil­det hat. Durch ihre Zwitterrolle muß die Kommunistischen Partei dar­auf Rücksicht neh­men, durch das hohe Wirtschaftswachstum kann sie es auch. Vermutlich las­sen sich auch damit ein­zel­ne har­te Durchgriffe gegen Großkonzerne erklären.

  35. Noch ein wenig FAKTEN dazu:

    Die Thinktanks der wirtschaftlich Mächtigen, allen voran das World Economic Forum und die „philanthropischen“ Stiftungen, offenbaren eine weit ausführlichere Agenda. Dabei geht es darum, die vielfältigen Krisen des Kapitalismus (Klima, Hunger, Krankheiten bei gleichzeitiger Überproduktion…) mit einem umfassenden Kontrollsystem zu managen. Nicht umsonst waren bei den Planspielen zu Pandemien Militärs und Hightech-Konzerne vertreten. Im Gefolge von Corona rollt eine enorme Digitalisierungswelle auf uns zu. Sie wird nicht nur zur Zerstörung von Arbeitsplätzen führen.

    In Gestalt digitaler Impfzertifikate als Ausweis für die Inanspruchnahme von Freiheitsrechten, aber auch von Arbeitsplätzen, scheint eine Dystopie hervor, in der sämtliche Lebensbereiche erfaßt, verwertet und reglementiert werden sollen. Daß es dabei nicht um vorgeblich neutrale Algorithmen geht, liegt auf der Hand, wenn man sich die Zensurpolitik von Facebook & Co. ansieht. Über deren Einsatz bestimmen diejenigen, denen sie gehören.

    The UN World Data Forum brings together data and statistical experts and users from governments, civil society, the private sector, donor and philanthropic bodies, international and regional agencies, the geospatial community, the media, academia and professional bodies. Data experts and users gather to spur data innovation, mobilize high-level political and financial support for data, and build a pathway to better data for sustainable development.
    The High-level Group for Partnership, Coordination and Capacity-Building for Statistics for the 2030 Agenda for Sustainable Development (HLG-PCCB) leads the organization of the UN World Data Forum, under the guidance of the United Nations Statistical Commission and in close consultation with Member States, international partners and other stakeholders. The Statistics Division of the United Nations Department of Economic and Social Affairs supports the organization of the Forum in its role as Secretariat of the Commission and the HLG-PCCB.
    The first United Nations World Data Forum was hosted from 15 to 18 January 2017 by Statistics South Africa in Cape Town, South Africa. The second UN World Data Forum was hosted by the Federal Competitiveness and Statistics Authority of the United Arab Emirates from 22 to 24 October 2018 in Dubai. A Virtual UN World Data Forum was held on 19–21 October 2020. The UN World Data Forum 2021 will be hosted by the Federal Statistical Office of Switzerland from 3 to 6 October 2021 in Bern.
    https://unstats.un.org/unsd/undataforum/about/

    UNO-Weltdatenforum in Bern: Lösungen für die Agenda 2030
    Neuchâtel, 06.10.2021
    - Das Weltdatenforum der Vereinten Nationen (UNWDF) 2021 endete am Mittwoch, 6. Oktober 2021, in Bern mit der Verabschiedung des «Bern Data Compact for the Decade of Action on the Sustainable Development Goals». Für diese erstmals in hybrider Form durchgeführte Konferenz hatten sich insgesamt 7626 Teilnehmende online angemeldet, davon waren 668 vor Ort in Bern. Bundesrat Alain Berset und UNO-Generalsekretär António Guterres betonten die Wichtigkeit von Daten im Hinblick auf die Umsetzung der Agenda 2030.
    https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-85375.html

    An der Abschlusssitzung des UNWDF wurde der «Bern Data Compact for the Decade of Action on the Sustainable Development Goals» verabschiedet. Darin werden die internationale Gemeinschaft und die nationalen Regierungen aufgerufen, die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Gemeinschaften innerhalb des Datenökosystems zu festigen, um die Umsetzung der Agenda 2030 voranzutreiben. Zudem wurden Massnahmen definiert, mit denen die Erfüllung des globalen Aktionsplans von Kapstadt beschleunigt werden soll. Der Aufbau von Datenkapazitäten, die Gründung von Datenpartnerschaften und gemeinsame Anstrengungen im Bereich der Datenpflege sind die wichtigsten Grundpfeiler, um sicherzustellen, dass niemand auf der Strecke bleibt.
    Im Abschlussdokument der Konferenz ist festgehalten: «An den nächsten Weltdatenforen der Vereinten Nationen, die voraussichtlich Anfang 2023 und Ende 2024 stattfinden, werden wir uns weiter für eine offene, innovative und praktische Partnerschaft engagieren.»

    https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/aktuell/neue-veroeffentlichungen.assetdetail.18984102.html

    Bern Data Compact
    1. We strive to implement the Cape Town Global Action Plan, the Dubai Declaration and the Bern Data Compact for the Decade of Action on the SDGs, and to continue to make progress on actions and commitments, which require us to recognise each part we play in the data ecosystem is unique and irreplaceable but that together we are greater than the sum of our parts.
    2. We promise to advance the Cape Town Global Action Plan and Bern Data Compact for the Decade of Action on the SDGs through good governance and a mutual understanding of the benefits and challenges of our shared data ecosystem, and will proceed with a common voice to advocate for data and its place in public affairs; locally, nationally, sub-regionally, regionally and globally.
    3. We commit to review progress on the implementation of the Bern Data Compact at the upcoming sessions of the United Nations Statistical Commission (UNSC), the United Nations Committee of Experts on Global Geospatial Information Management (UN-GGIM), the UN Global Compact Government Group, and other relevant bodies.
    4. We will meet at future United Nations World Data Forums planned in early 2023 and late 2024 to renew our commitment to an open, innovative and practical partnership.

    https://unstats.un.org/sdgs/hlg/Bern-Data-Compact/
    https://unstats.un.org/sdgs/hlg/Bern_Data_Compact_October_6_2021.pdf
    https://unstats.un.org/sdgs/hlg/Cape_Town_Global_Action_Plan_for_Sustainable_Development_Data.pdf
    https://www.unepfi.org/grt/2016/wp-content/uploads/Dubai-Declaration_launched.pdf

    1. Über den Zusammenhang zwi­schen Management und Faschismus führt die­se Buchrezension ein wenig weiter:

      https://de.rt.com/meinung/122677-buch-gehorsam-macht-frei-management/

      In die­ser Welt ist das Management König und die schlimms­ten Probleme, denen man begeg­net (phy­si­sche und psy­chi­sche Leiden bis hin zur Selbsttötung), sind genau die­je­ni­gen, die es selbst schafft.

      Chapoutot stellt am Ende sei­nes Buches fest: "Unser Blick auf uns selbst, auf die ande­ren und auf die Welt" sei geprägt "durch Begriffe wie 'Führung', 'Kampf' und 'Management' sowie durch Jahrzehnte einer in höchs­tem Maße pro­duk­ti­ven Wirtschaft und einer dar­an aus­ge­rich­te­ten Unterhaltung". Für Letztere ste­hen TV-Sendungen wie "Der Schwächste fliegt" oder sol­che, in denen "Das Supertalent" gesucht wird. Der Historiker warnt zu Recht vor den Folgen sol­chen Denkens, vor der "zuneh­men­den Realitätsferne unse­rer Art zu wirt­schaf­ten und unse­rer 'Werte'".

  36. Allen hier, die sich um eine intel­lek­tu­el­le Analyse unse­rer Situation bemü­hen, zol­le ich größ­ten Respekt und dan­ke für die viel­fäl­ti­gen Anregungen sehr herzlich!

    Langsam aber fra­ge ich mich, ob es ZeitzeugInnen je gelin­gen kann, die Verhältnisse, unter denen sie leben müs­sen (und von denen sie zuge­rich­tet wer­den, alle – die einen mehr, die ande­ren weni­ger), ana­ly­tisch durch­drin­gen zu können.

    Immer mehr leuch­ten mir zwei alte Motti ein (und lebens­licht­lich auf in die­ser Dunkelheit):

    1. Victor Klemperers "Zeugnis able­gen bis zum letz­ten" (Zeugnis, nicht "Analyse" der Zeugnisse) – für eine etwai­ge Nachwelt, die aus den Zeugnissen durch Analysen viel­leicht Durchdringungen oder zumin­dest "Durchsehungen" der ver­gan­ge­nen his­to­ri­schen Fakten erstel­len könn­te (Dürer: "Item per­spec­ti­va ist ein latei­nisch wort, pedeut ein durch­se­hung."), eine Nachwelt, die also Deutungsperspektiven auf das in Zeugnissen gesam­mel­te, ver­gan­ge­ne his­to­ri­sche Geschehen eröff­nen könn­te (sofern das auf­grund des his­to­ri­schen Abstands nicht ganz undurch­dring­lich gewor­den ist), wäh­rend den ZeitzeugInnen dazu die Distanz feh­len könn­te, weil sie selbst Teil der Zeugnisse, also Teil des 'Bildes' sind.

    2. Marx' 11. Feuerbach-These, die bekannt­lich auch im Treppenhaus der HU zu lesen ist: "Die Philosophen haben die Welt nur ver­schie­den inter­pre­tiert, es kommt dar­auf an, sie zu verändern."
    (Und wenn ich als Zeitzeugin viel­leicht auch prin­zi­pi­ell unfä­hig bin, mei­ne Situation ana­ly­tisch durch­drin­gend zu inter­pre­tie­ren, dann möch­te ich sie gleich­wohl JETZT VERÄNDERN!
    Wie man das ver­su­chen kann, ist nicht neu. Und genau das ver­su­chen jeden Tag unzäh­li­ge Menschen welt­weit. Nur ana­ly­sie­ren die nicht vor­ran­gig, son­dern sie tun etwas: Demonstrationen, Protest-Theater, 2G-Verweigerung, Demaskierung etc.)

    Woran ich mich außer­dem immer wie­der zu erinn­nern ver­su­che: Ein jeder Zugriff eines jeden Menschen auf die "Welt" ist – egal, ob bewusst oder unbe­wusst – nichts als ein Deutungsakt, also eine kogni­tiv-intel­lek­tu­el­le Operation, die Sinn her­zu­stel­len ver­sucht in Konfrontation mit dem fac­tum bru­tum, das die anor­ga­ni­sche und die orga­ni­sche Materie, spe­zi­ell das bio­lo­gi­sche Leben und sein Ende, für einen jeden Menschen darstellt.
    Das geht einer Merkel, einem Wieler, einem Schwab, einem Gates genau­so wie mir. (Mit dem Unterschied, dass ers­te­re sich ein­bil­den, nicht nur deu­ten, son­dern gestal­ten zu kön­nen. Doch letzt­lich sind sol­che "Gestaltungsoperationen" auch nur Deutungen des fac­tum bru­tum, denn des­sen Unhintergehbarkeit scheint mir ein wei­te­res fac­tum bru­tum zu sein: Den Tod wird die­se gestal­tungs­grö­ßen­wahn­sin­ni­ge Menschheitspfadfindergruppe nicht "besie­gen", da kön­nen sie sich noch so oft klo­nen oder in KI "ein­pflan­zen" oder KI in sich "ein­pflan­zen" las­sen, wie sie wollen.)
    ~ ~ ~

    Vor 11 Jahren hat das Leben die­ser Deutungsmaschine in mei­nem Kopf einen Schaden zuge­fügt, der sie immer wie­der ein­mal aus­set­zen lässt.
    Ich kann nicht behaup­ten, dass mir das zum Nachteil gereich­te, auch wenn dar­aus anstren­gen­de Daseinszustände entstehen.

    Aktuell rap­pelt mein Deutungsschaden mas­siv: Jegliche Sinndeutung bleibt manch­mal auf der Strecke. ('Warum neh­men die maß­geb­li­chen glo­bal play­ers [WEF, Blackrock, Vanguard, die "Stiftungen" u.s.w.], den Tod eines signi­fi­kan­ten Teils der Weltbevölkerung durch die Spritzungen bil­li­gend in Kauf, um ihr digi­ta­les Totalkontrollsystem zu eta­blie­ren? – Das sind doch alles KonsumentInnen?' 'Warum zie­hen die glo­bal play­ers plötz­lich alle an einem Strang, wenn doch das Wesen des Kapitalismus der Konkurrenzkampf mit dem Ziel der Vernichtung des Mitbewerbers ist?')

    Und wie schon vor 11 Jahren erle­be ich ange­sichts die­ses Sinnerzeugungsschadens eine mit­un­ter sogar hei­ter stim­men­de Freiheit von und Freiheit zu.

    Herzliche Grüße in die Runde aus dem Witwesk
    von Corinna Laude

    1. @Witwesk: Liebe Corinna, das sind wich­ti­ge Überlegungen! Ich bin ent­schie­den dafür, die Welt zu ver­än­dern und damit zu begin­nen, auch wenn wir noch nicht die per­fek­te Analyse haben. Das wer­den wir vor allem tun müs­sen mit Menschen, die noch nicht ein­mal etwas von der Analyse wis­sen wol­len. Als Betriebsrat habe ich mir sei­ner­zeit oft sagen müs­sen, daß sich Erkenntnis nicht erzwin­gen läßt. Meine KollegInnen waren enga­giert zugan­ge, z.B. das Outsourcen einer Abteilung zu ver­hin­dern. Über Klassenkampf oder auch nur fun­da­men­ta­le Gegensätze woll­ten sie von mir eher nicht hören. Und doch haben sie dabei ihre Erfahrungen gemacht. Wer sich heu­te den "Impfungen" oder dem Maskenzwang für Kinder ver­wei­gert, macht einen Schritt zum Erkennen und zur Verteidigung sei­ner Interessen. Darauf läßt sich mit­un­ter auf­bau­en, um einen wei­te­ren Blick zu gewinnen.

      Warum die "glo­bal play­ers" Todesopfer in Kauf neh­men? Ich glau­be, das hat weni­ger etwas damit zu tun, daß sie "böse" wären. Ihr Job ist es, viel Geld zu ver­die­nen und dabei Bedingungen zu schaf­fen, daß es auf ewig so blei­be. Einen Automobilkonzern inter­es­sie­ren Verkehrsopfer nicht, son­dern Wachstumszahlen. Ihn inter­es­sie­ren noch nicht ein­mal Autos. Managern ist völ­lig gleich­gül­tig, was ihre Betriebe her­stel­len, solan­ge die Zahlen stim­men. Der Lebensmittelindustrie sind Nebenwirkungen eben­so schnup­pe wie den AKW-Herstellern und den Pharmakonzernen. Zu jeder ein­zel­nen Kontrolle muß­ten sie gezwun­gen wer­den, und das ist immer noch so. Gerne neh­men sie auch schon mal klei­ne­re oder gro­ße Kriege in Kauf zur Sicherung von Absatzmärkten und bil­li­gen Arbeitskräften. Die haben auch den schö­nen Nebeneffekt, daß danach wie­der am Aufbau ver­dient wer­den kann.

      Und war­um zie­hen sie an einem Strang? Das tun sie nicht immer. Es bei­ßen sich durch­aus Interessen der­je­ni­gen, die mit Rußland, China und Afrika Geschäfte machen wol­len, und den­je­ni­gen, denen es um die Vernichtung des wirt­schaft­li­chen und poli­ti­schen Gegners geht. Einig sind sie sich trotz aller Konkurrenz, wenn es nach unten zu tre­ten gilt. Dafür haben sie ihre Unternehmerverbände, ihre Lobbyisten und bei­spiels­wei­se die WTO.

      1. @aa: Lieber Artur,
        es tut mir leid, dass ich mich wie­der so blöd aus­ge­drückt habe, dass Du nun, nach some1, schon der zwei­te bist, der mei­ne "Fragen" (die kei­ne waren, son­dern Beispiele dafür, in wel­che logi­schen Dilemmata ehe­dem lin­ke Deutungsperspektiven unter dem Corona-Regime gera­ten müs­sen) beant­wor­tet hat. Verzeihung für mei­ne Dämlichkeit! Ich kann das im Moment nicht kla­rer formulieren.

        Du schreibst: "Ich bin ent­schie­den dafür, die Welt zu ver­än­dern und damit zu begin­nen, auch wenn wir noch nicht die per­fek­te Analyse haben. Das wer­den wir vor allem tun müs­sen mit Menschen, die noch nicht ein­mal etwas von der Analyse wis­sen wollen." 
        Ja. [Tiefes Durchatmen] Das wer­den wir mit unse­ren Mitmenschen tun müs­sen, die nichts von Analysen wis­sen wollen.
        Und mehr noch: die einst bereit gewe­sen sein wer­den, uns über irgend­ei­ne Klinge sprin­gen zu las­sen (beruf­li­che Existenz weg, sozia­le Existenz weg, viel­leicht gar phy­si­sche Existenz weg).

        Wenn es soweit sein wird (und ob das jemals pas­sie­ren wird, ob jemals die Gattung "Mensch" wie­der zu ihrer Vernunft fin­den wird, weiß ich nicht und bezweif­le es) -, wenn es soweit sein wird, dann mögen wir es bes­ser machen als unse­re Großeltern.

        Ich jeden­falls wei­ge­re mich schon jetzt, Corona-Regime-Persil-Scheine auszustellen.
        Ich wer­de denen, die mich als Neonazi und intel­lek­tu­el­les Wrack dif­fa­miert haben, nicht verzeihen.
        Ich wer­de mei­nen Mitläufer-FreundInnen nicht verzeihen.
        Ich wer­de die wie­der und wie­der dar­an erin­nern, was sie jetzt tun.

        Allerdings gehe ich im Moment nicht davon aus, dass ich jemals in die­se Situation kom­men wer­de. Ich gehe nach wie vor vom Schlimmsten aus.
        Und des­halb bin ich mei­nem vor 11 Jahren mir vom Leben ver­ur­sach­ten Schaden in mei­ner Sinnerzeugungsmaschine dank­bar. Denn seit­her bin ich tat­säch­lich frei von und zu. 

        Herzliche Grüße aus dem Witwesk
        von Corinna

      2. @aa:

        "Warum die "glo­bal play­ers" Todesopfer in Kauf neh­men? Ich glau­be, das hat weni­ger etwas damit zu tun, daß sie "böse" wären. Ihr Job ist es, viel Geld zu ver­die­nen und dabei Bedingungen zu schaf­fen, daß es auf ewig so blei­be."

        Hier igno­rie­ren Sie wie­der völ­lig die psy­cho­lo­gi­sche Komponente. Wenn man qua­si unend­lich viel Geld hat, ist Geld nicht mehr das pri­mä­re Interesse. Dann ist das Ausüben von Macht viel inter­es­san­ter. Menschen zu mani­pu­lie­ren und zu beherr­schen, macht Spaß. Und wenn man dann noch eine edle "Mission" hat, wie zum Beispiel, die Erde zu retten… 

        Eine Antwort auf die Frage, war­um die Mächtigen das tun, was sie gera­de tun, und dabei bis zum Sadismus gehen, hat some1 wei­ter oben bereits kurz und prä­gnant gege­ben: "Weil sie es können."

  37. 'Warum neh­men die maß­geb­li­chen glo­bal play­ers [WEF, Blackrock, Vanguard, die "Stiftungen" u.s.w.], den Tod eines signi­fi­kan­ten Teils der Weltbevölkerung durch die Spritzungen bil­li­gend in Kauf, um ihr digi­ta­les Totalkontrollsystem zu eta­blie­ren? – Das sind doch alles KonsumentInnen?' 

    Wenn es weni­ger Konsumenten gibt, sind die nicht nur bes­ser kon­trol­lier­bar, son­dern man kann die Produktion bes­ser steu­ern. Kunden sind nicht mehr die ein­zel­nen, son­dern die Staaten die das Humankapital welt­weit glei­cher­ma­ßen mit sutainab­len Gütern versorgen.

    'Warum zie­hen die glo­bal play­ers plötz­lich alle an einem Strang, wenn doch das Wesen des Kapitalismus der Konkurrenzkampf mit dem Ziel der Vernichtung des Mitbewerbers ist?

    Stellen Sie sich Kannibalen vor, die auf Nichtkannibalen sto­ßen. so lan­ge genü­gend da sind, wer­den sie die­se ver­spei­sen. Wenn die nicht mehr vor­han­den sind, erst dann, wer­den sie die Niederrangigen unter sich auf­spei­sen. Für einen Mulitmilliardär ist ein Milliardär Mittelstand, und für bei­de ist der Millionär ein Loser.

    1. Liebe/r some1: Meine in ein­fa­che Anführungszeichen gestell­ten Fragen waren nur Beispiele dafür, wie die tra­di­tio­nell den Linken (nicht nur mir) auf­ge­ge­be­nen Sinnerzeugungsoperationen nun­mehr versagen.
      Warum sie das jetzt tun, und dass sie das womög­lich tun müs­sen – das ver­such­te ich, in mei­nem pos­ting zu formulieren. 

      Aber dan­ke für Ihre Bemühungen!

      Übrigens: Kluge KapitalistInnen wuss­ten schon immer, dass man die Claims nicht gänz­lich mono­po­li­sie­ren kann (kapi­ta­lis­ti­scher Kannibalismus endet mit einem ein­zi­gen, der dann ver­hun­gert – das wis­sen die), son­dern dass man ein letzt­gül­ti­ges Kartell bil­den muss.
      Deshalb sind die mar­xis­ti­schen Analysen m.E. auch nicht mehr hin­rei­chend (so hilf­reich sie für vie­les immer noch sind! – Wiewohl ich mich da lei­der nur sehr ober­fläch­lich auskenne).
      Wir sind hin­ter den anti­zi­pa­to­ri­schen Analysen des Kapitalismus, die Marx und Engels vor­ge­legt haben, angekommen.
      – Ja, ich behaup­te: Das geht. Denn die bei­den Jungs haben von einem nicht wis­sen kön­nen, als sie ihre auf ihren his­to­ri­schen Analysen fußen­den anti­zi­pa­to­ri­schen Überlegungen anstell­ten: vom Internet, das lag (nicht nur his­to­risch) weit hin­ter ihrer Vorstellungskraft.

    2. Siehe auch in JB das Beispiel mit den Ratten.
      (Skyfall) Wie bekämpft man Ratten auf einer Insel? Man lockt sie in einen gro­ßen Bottich und sperrt sie dort ein. Dann war­tet man. Nach eini­ger Zeit fan­gen die Ratten an, sich gegen­sei­tig auf­zu­fres­sen. Wenn nur noch 1 Rattenpaar da ist, läßt man sie frei.
      Und von da an, hat man Ratten, die nur noch Ratten fres­sen. Problem gelöst.
      (So oder ähn­lich aus der Erinnerung).
      Meine Meinung: ich habe mich auch – wenn auch weni­ger gelehrt – gefragt, wel­chen Sinn es haben könn­te, die Bevölkerungszahl zu ver­rin­gern und war­um aus­ge­rech­net in den west­li­chen Kulturstaaten.
      Ich den­ke, daß es denen, die das durch­zie­hen, schlicht­weg egal ist, wer ver­schwin­det, Hauptsache, es sind genug. Man beden­ke auch, daß vie­le Staaten über­al­tert sind. Da bie­tet sich eine sol­che "Maßnahme" gera­de­zu an.
      Wenn ande­re Menschen nichts bedeu­ten, ist ihr Status eben ohne Belang.
      "Kunden sind nicht mehr die ein­zel­nen, son­dern die Staaten die das Humankapital welt­weit glei­cher­ma­ßen mit sutainab­len Gütern versorgen."
      Ich denke,daß der Begriff "Staat" gar kei­ne Rolle mehr in den Überlegungen spielt. Es geht nur noch um das Humankapital, die Verwaltung über­neh­men die Konzerne. Staaten wer­den überflüssig.

      1. @Renzo: Das Argument, Staaten wür­den über­flüs­sig, höre ich seit Jahrzehnten. Wie wir gera­de sehen, wer­den sie sehr wohl als Repressionsinstrumente gebraucht. An wel­chen Statistiken macht sich die Bevölkerungsreduktion "in den west­li­chen Kulturstaaten" fest? Übersehe ich etwas, wenn ich grö­ße­re Lebenserwartungen und stei­gen­de Bevölkerungszahlen, zum Teil durch Zuwanderung, zu erken­nen meine?

        1. Das ist der "gro­ße Plan" (also das, was als Verschwörungstheorie kursiert).
          Ob das so ist, kann ich nicht her­aus­fin­den, aber wenn es so wäre, dann wäre die Bevölkerungsreduktion das geeig­ne­te Mittel. Darauf und auf den Post von some1 bezieht sich die Äußerung. Nein, eine tat­säch­lich ein­wir­kungs­frei unab­hän­gi­ge Bevölkerungsreduktion kann ich nicht in die­sem Maße feststellen.
          Der Sterbeüberschuss liegt in D "pi mal Daumen" bei 100T-200T pro Jahr.
          Das wür­de dau­ern. Insofern bewe­gen wir uns auf einem aus­ge­gli­che­nem Level, kei­ne Frage.
          Es geht halt dar­um, ob eine inten­tio­na­le Einwirkung statt­fin­det oder eben nicht.
          Ich muß mich trotz fort­ge­schrit­te­ner Stunde prä­zi­ser aus­drü­cken (sry, der Wein ist alle):
          Nach mei­ner Einschätzung sind Staaten durch­aus nicht über­flüs­sig. Aber mei­ne Einschätzung inter­es­siert einen Scheiß. Insofern ist die Frage die:
          Wenn ich so reich wäre, daß ich alles machen könn­te, was mir in den Sinn kommt und ich noch rei­cher wer­den möch­te, wären dann Staaten für mich noch rele­vant? Ich den­ke nicht.
          Das wars auch schon.
          n8t

      2. Die Pläne sind da, zwei Urheber habe ich hier genannt:

        https://www.corodok.de/vakzinismus-gesellschaftsmodell-beliebigkeit/#comment-84055

        Wie lan­ge es dau­ert, bis die Reduktion erreicht ist, wird man sehen. Ich rech­ne ab nächs­tem Jahr könn­te die Lebenserwartung welt­weit abneh­men (auch wegen der üblen indi­rek­ten Folgen) – und auch in fer­ner Zukunft dann, falls das ver­spritz­te Zeug tat­säch­lich Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit der heu­ti­gen Kinder haben wird.

        1. @some1: Sie zitie­ren Paul M. Ehrlich, der vor einer "Bevölkerungsexplosion" warnt und zu "pla­ne­ta­ry health", daß grö­ße­re Lebenserwartung und Umweltbelastung in einem bedenk­li­chen Verhältnis ste­hen. Wenn ich Ihnen das als Euthanasiepläne schen­ke, wo fin­de ich dann die Absicht, "Impfungen" zur Bevölkerungsreduktion einzusetzen?

          1. @some1: Der Stil erinnert mich an einen Stabsunteroffizier, der meine Frage im Politunterricht der Bundeswehr ähnlich konterte. Ich hatte gefragt, wie es zu verantworten sei, daß laut Notstandsgesetzen die Bundeswehr gegen streikende Arbeiter eingesetzt werden sollten. Ich mußte dann erst SEINE Frage beantworten, wie ich zur FDGO stehe. Ihre beantworte ich gerne. Ich habe weder "hinreichend" noch irgendwo eine Äußerung Hitlers behauptet. Die Reduktion von Geschichte auf einzelne "Persönlichkeiten" liegt mir ohnehin fern. Ohne sie mir zueigen zu machen und Wikipedia zu einer historischen Quelle zu adeln, zitiere ich hier dennoch:

            "Die 1919 gegründete NSDAP strebte mit ihrem 25-Punkte-Programm die Ausgrenzung und Vertreibung der Juden aus der deutschen „Volksgemeinschaft“ an.[5] Adolf Hitler hatte schon 1919, vor seinem Parteibeitritt, die „Entfernung der Juden überhaupt“ zum politischen Ziel eines solchen Staates erklärt. In einem Interview mit einem katalanischen Journalisten vom November 1923 erklärte er, sämtliche Juden Deutschlands umzubringen, „wäre natürlich die beste Lösung“. Da dies aber nicht möglich sei, bleibe als Lösung nur die Massenvertreibung.[6] In seiner zweiteiligen Programmschrift Mein Kampf (1925/1926) sowie seinem unveröffentlichten Zweiten Buch (1928) führte er seinen Rasse-Antisemitismus aus, befürwortete Massenmorde an Juden im Falle eines neuen Weltkriegs und erklärte die Vernichtung des „jüdischen Bolschewismus“ zum Hauptziel nationalsozialistischer Außenpolitik. Gemeint war die kriegerische Eroberung der von einem angeblichen „Weltjudentum“ beherrschten Sowjetunion und die folgende Germanisierung durch Massenumsiedlungen und Massenmorde.

            Der konsistente, fanatische „Erlösungsantisemitismus“ Hitlers und seiner Anhänger (eine Begriffsprägung Saul Friedländers[7]) gilt als wesentliche, aber nicht als alleinige und hinreichende Bedingung für den Holocaust."

            Von Menschen, die die "Impfkampagne" für einen Holocaust halten, erwarte ich in der Tat mehr als "der Holocaust war der Gipfel einer ähnlichen Entwicklung, wie wir sie heute erleben". Ich stelle mich auch nicht hin und behaupte, die Entwicklung laufe auf den Dreißigjährigen Krieg zu, was ich zwar nicht belegen könne, aber vielleicht doch so käme. Ich konstruiere also nicht eine Parallele der verfeindeten Machtblöcke in Europa, die sich religiös tarnten und zu tiefen Spaltungen in der Bevölkerung führten, die blind ihren jeweiligen Herrschern folgten. Es ließen sich weitere Konstruktionen bilden.

          2. Wenn Sie bei Hitler kei­ne schrift­lich doku­men­tier­te Vernichtungsabsicht fin­den – mit wel­chem Recht ver­lan­gen Sie die dann bei anderen?

            Entweder hat­te er kei­ne und der Holocaust war der Gipfel einer ähn­li­chen Entwicklung, wie wir sie heu­te erle­ben ODER die schrift­lich ein­deu­ti­ge Äußerung ist nicht not­wen­dig, um bei bei­den eine Vernichtungsabsicht zu unter­stel­len. Suchen sie sich was aus – aber mes­sen Sie nicht mit zwei­er­lei Maß.

          3. @aa Welche Erinnerungen und Vorurteile ich in Ihnen wach­ru­fe, ist ohne Belang.

            Sie stel­len an den neu­en Faschismus eine Bedingung – den Nachweis einer "Vernichtungsabsicht" – die Sie selbst (!) beim alten Faschismus nicht nach­wei­sen kön­nen und ver­su­chen wirk­lich jeden Dreh, um aus die­se logi­schen Falle zu ent­kom­men, in der Sie sich befinden.

            Wahr ist ledig­lich, dass Sie war­ten, bis wie­der die Alliierten ein ein paar Millionen Vernichtete aus­gra­ben und es im offi­zi­el­len Geschichtstudium vor­kommt, damit auch Sie, Aschmoneit der Große, aner­ken­nen, dass es auch die­ses Mal wie­der ein Genozid/Homozid gewe­sen ist. An "weh­ret den Anfängen" ist Ihnen tat­säch­lich nichts klar gewor­den, gar nichts. Sie spie­len einst­wei­len gegen die, auf die der Mainstream als Nazis zeigt und mer­ken nicht, dass es längst wie­der so weit ist. Mäklen dran her­um, dass es die­ses Mal eine ande­re Zielgruppe ist, dass die neu­en Faschisten nicht mehr gegen Juden und Schwarze, son­dern gegen Menschen sind, die sie nach ande­ren Kriterien als "damals" bekämp­fen, weil es angeb­lich das Ökosystem ver­gif­tet, wenn es zu vie­le Menschen gibt. Die neu­en Faschisten sind der Meinung, es dür­fe nur noch sie und ihren Hofstaat geben, damit ihre Umweltzerstörung weni­ger schäd­lich ist als bei Massenkonsum.

            Ihr mar­kan­tes­tes Kennzeichen bleibt, dass Sie sich um jeden offe­nen Diskurs drü­cken, und statt sich Fragen zu stel­len, sie bekämpfen.

            Können Sie ger­ne wei­ter machen. Ihr Problem. Das ist für jeden sichtbar.

  38. Vielen Dank für den sehr guten Artikel! Danke auch an alle Kommentatoren für den sehr inter­es­san­ten, zum Weiterdenken anre­gen­den und vor allem auch sach­li­chen Austausch!

  39. Herr Aschmoneit,

    dan­ke für Ihren Text, ich fin­de unser Bewußstsein und Diskurs ist nicht und tief scharf genug, viel zu sehr dem Zeitgeist ver­bun­den und viel an Corona gebun­den für dass, was wir gera­de dabei sind auf län­ge­re Zeit zu verlieren. 

    Wir hat­ten in Deutschland nicht nur Gedankenfreiheit und Meinungsfreiheit, son­dern das hohe Schutzgut der frei­en Willensbildung. 

    Für unse­re heu­ti­ge Freiheit, Rechtstaatlichkeit und Soziale Gesellschaft hat­ten unse­re Vorfahren Ihr Leben ein­ge­setzt. Wir ver­lieh­ren die Errungenschaften Scheibchen für Scheibchen … 

    Statt Faschismus reicht auch von einer radi­ka­len Desozialisierung und exte­men Ausdehnung der Überwachung von sozia­lem Miteinander (Kommunikation, Kontakte…) zu spre­chen, sowie ande­re his­to­ri­sche Bezüge z.B. zur Inquisition (einem glo­ba­lem Netzwerk, dem sich die Regierenden beug­ten), Aufklärung oder Entscheidungen des Bundesverfassungsgericht zu zie­hen, hier ein­paar Gedankenanstöße:

    ————————————————————
    Historisches Wörterbuch der Philosophie (HWPh)

    Gedankenfreiheit (HWPh Bd. 3, S. 63)
    Der Begriff G., den SCHILLER gebil­det hat und der durch den Don Karlos zu all­ge­mei­ne­rer Geltung gelang­te, ist eine Übersetzung von eng­lisch Freedom of Thought und fran­zö­sisch Liberté de Pensées. Am 5. Oktober 1785 schrieb Schiller sei­nem Freunde Huber aus Dresden: «Ich lese jetzt stark im Watson und mei­nem Philipp und Alba dro­hen wich­ti­ge Reformen» [1]. In R. WATSONS zwei­bän­di­ger Geschichte Philipps II., in der er die geschicht­li­chen Vorgänge aus der Sicht der Aufklärung erläu­ter­te, heißt es im vier­ten Buch über das Inquisitionsgericht: «This insti­tu­ti­on was, no doubt, well cal­cu­la­ted to pro­du­ce an uni­for­mi­ty of reli­gious pro­fes­si­on; but it had a ten­den­cy like­wi­se to des­troy the sweets of social life; to banish all free­dom of thought and speach; to dis­turb mens minds with the most dis­quie­ting appre­hen­si­ons, and to pro­du­ce the most into­le­ra­ble slavery» [2]. SCHILLER wird den eng­li­schen Text kaum benutzt haben; hin­ge­gen kann­te er die fran­zö­si­sche und wohl auch die deut­sche Übersetzung. In sei­ner Geschichte des Abfalls der Niederlande ver­weist er auf die von MIRABEAU, dem Verfasser des Essai sur le des­po­tisme, her­aus­ge­ge­be­ne fran­zö­si­sche Übersetzung: «Il n'est pas dou­teux que cet­te insti­tu­ti­on ne fut três bien cal­cu­lée pour éta­b­lir dans le Royaume l'uniformité de reli­gi­on; mais elle était plus prop­re encore à détrui­re les douce­urs de la vie socia­le, à ban­nir tou­te liber­té de paro­les et de pen­sées, à frap­per les esprits de ter­reur, à intro­du­i­re enfin l'esclavage le plus into­lé­ra­ble …» [3]. In der 1778 in Lübeck ver­öf­fent­lich­ten deut­schen Übersetzung hei­ßen die ent­spre­chen­den Sätze über die Inquisition: «Ohnstreitig war die­se Einrichtung sehr gut geschickt, eine Einförmigkeit in dem Bekenntnis der Religion her­vor­zu­brin­gen, aber sie dien­te auch eben­falls dazu, die Annehmlichkeiten eines gesell­schaft­li­chen Lebens zu ver­til­gen, alle Freiheit im Denken und Reden zu ver­ban­nen; den mensch­li­chen Verstand mit den unru­higs­ten Besorgnissen zu ver­wir­ren; Personen von einem jeden Range zu einer krie­chen­den Abhänglichkeit von den Priestern her­un­ter zu set­zen … und dadurch die uner­träg­lichs­te Sklaverei ein­zu­füh­ren» [4].

    [1] FR. SCHILLER, Briefe, hg. F. JONAS (1892–96) 1, 272.

    [2] R. WATSON: The hist. of the reign of Philip the Second, King of Spain (Dublin 1777) 1, 91f.

    [3] Hist. du règ­ne de Philippe II, roi d'Espagne (Amsterdam 1777) 1, 146; vgl. SCHILLER, Säkular‑A. (1904/05) 14: Hist. Schr., hg. R. FESTER 141. 419.

    [4] D. R. WATSON, öffent­li­chen Lehrers der Vernunftlehre auf der hohen Schule zu St. Andrews in Schottland, Gesch. der Regierung Philipps des Zweyten, Königs von Spanien. Aus dem engl. übers. (1778)

    —————————————-
    Meinungsfreiheit (HWPh Bd. 5, S. 1033 ff.)

    Unter den Begriffen, die sich auf die Freiheit in der geis­ti­gen Sphäre bezie­hen und sie als Grundrecht pos­tu­lie­ren (Denk‑, Gedanken‑, Glaubens‑, Religions‑, Gewissensfreiheit, Toleranz), und ihren recht­li­chen Konkretisierungen (Bekenntnis‑, Presse‑, Lehrfreiheit u.a.) ist M. als Begriff erst im 17. Jh. in der Zeit der Glaubenskriege geprägt wor­den, als im poli­ti­schen Kontext die pla­to­ni­sche Unterscheidung zwi­schen wah­rem Wissen und blo­ßer Meinung unglaub­wür­dig gewor­den war.
    Ein indi­vi­du­el­les Grundrecht auf M. war weder der Antike noch dem Mittelalter bekannt. In einem durch Eunomie gepräg­ten Staatswesen, das die Stellung des Bürgers wesent­lich von der vor­ge­ord­ne­ten Gemeinschaft her ver­stand, blieb kein Platz für einen dem Staat gegen­über eigen­stän­di­gen und von ihm garan­tier­ten Freiheitsraum des Einzelnen. Die Redefreiheit, die den Bürgern der Polis in öffent­li­chen Versammlungen zustand, spreng­te die­se Ordnung nicht. Daß es den­noch den Konflikt zwi­schen Individuum und Staat auf­grund­frei­er geis­ti­ger Äußerungen gab, zei­gen die Asebieprozesse in Athen gegen Protagoras (415 v.Chr.), Diagoras von Melos (um 410 v.Chr.) und Sokrates (399 v.Chr.).
    […]
    Grundlage der poli­tisch defi­nier­ten Meinungsfreiheit ist die meta­phy­sisch begrün­de­te Gedankenfreiheit («quia cogi­ta­tio omnis libe­ra est» [12]), d.h. die Nichterzwingbarkeit bestimm­ter Gedanken, auf die bereits LUTHER mit dem Sprichwort anspiel­te, daß die Gedanken «zoll frey» sei­en [13].

    Bundesverfassungsgericht (BVerfG)
    —————————————
    BVerfG, Beschluß vom 18-12-1996 – 1 BvR 748/93 (Rundfunkfreiheit von Landesmedienanstalten – DSF)

    1. Die Verhinderung vor­herr­schen­der Meinungsmacht ist ein aus Art. GG Artikel 5 GG Artikel 5 Absatz I 2 GG fol­gen­des objek­ti­ves Gebot, das bei Folgenabwägungen im Rahmen von Entscheidungen über den vor­läu­fi­gen Rechtsschutz gegen Genehmigungen der Landesmedienanstalten als wich­ti­ger Gemeinwohlbelang berück­sich­tigt wer­den muß.

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    BVerfG, Beschluß vom 26. 2. 1969 – 1 BvR 619/63 (Verfassungswidriger Boykottaufruf Springerpresse gegen Berliner Wochenzeitschrift Blinkführ)

    Die Freiheit der geis­ti­gen Auseinandersetzung ist eine unab­ding­ba­re Voraussetzung für das Funktionieren der frei­heit­li­chen Demokratie, weil nur sie die öffent­li­che Diskussion über Gegenstände von all­ge­mei­nem Interesse und staats­po­li­ti­scher Bedeutung gewähr­leis­tet (vgl. BVerfGE 5, Seite 85 [BVERFGE Jahr 5 Seite 205] = NJW 56, NJW Jahr 1956 Seite 1393; BVerfGE 7, BVERFGE Jahr 7 Seite 198 [BVERFGE Jahr 7 Seite 212, BVERFGE Jahr 7 Seite 219] = NJW 58, NJW Jahr 1958 Seite 257; BVerfGE 20, BVERFGE Jahr 20 Seite 162 [BVERFGE Jahr 20 Seite 174 ff.] = NJW 66, NJW Jahr 1966 Seite 1603). Die Ausübung wirt­schaft­li­chen Druckes, der für den Betroffenen schwe­re Nachteile bewirkt und das Ziel ver­folgt, die ver­fas­sungs­recht­lich gewähr­leis­te­te Verbreitung von Meinungen und Nachrichten zu ver­hin­dern, ver­letzt die Gleichheit der Chancen beim Prozeß der Meinungsbildung. Sie wider­spricht auch dem Sinn und dem Wesen des Grundrechts der frei­en Meinungsäußerung, das den geis­ti­gen Kampf der Meinungen gewähr­leis­ten soll.

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    BVerfG, Urteil vom 17. August 1956 – 1 BvB 2/51 –, BVerfGE 5, 85–393: (Verfassungswidriges Verbot der KPD)

    495 Die staat­li­che Ordnung der frei­heit­li­chen Demokratie muß dem­ge­mäß sys­te­ma­tisch auf die Aufgabe der Anpassung und Verbesserung und des sozia­len Kompromisses ange­legt sein; sie muß ins­be­son­de­re Mißbräuche der Macht hem­men. Ihre Aufgabe besteht wesent­lich dar­in, die Wege für alle denk­ba­ren Lösungen offen­zu­hal­ten, und zwar jeweils dem Willen der tat­säch­li­chen Mehrheit des Volkes für die ein­zel­nen Entscheidungen Geltung zu ver­schaf­fen, aber die­se Mehrheit auch zur Rechtfertigung ihrer Entscheidungen vor dem gan­zen Volke, auch vor der Minderheit, zu zwin­gen. Dem die­nen die lei­ten­den Prinzipien die­ser Ordnung wie auch ihre ein­zel­nen Institutionen. Was die Mehrheit will, wird jeweils in einem sorg­fäl­tig gere­gel­ten Verfahren ermit­telt. Aber der Mehrheitsentscheidung geht die Anmeldung der Forderungen der Minderheit und die freie Diskussion vor­aus, zu der die frei­heit­li­che demo­kra­ti­sche Ordnung viel­fäl­ti­ge Möglichkeiten gibt, die sie selbst wünscht und för­dert, und des­halb auch für den Vertreter von Minderheitsmeinungen mög­lichst risi­ko­los gestaltet.

  40. Während sich die Faschisten ja noch sel­ber so benannt haben, arbei­ten die neu­en poli­ti­schen Kräfte lie­ber mit Irreführungen und Etikettenschwindel. Die Bezeichnungen hei­ßen dann u.a. immer noch Demokratie, Grundrechte, Verfassungsschutz, Wissenschaft, Statistik, Medizin, Ethik und Fortschritt, aber die "Spielregeln" dahin­ter sind ande­re gewor­den und rich­ten sich auch gegen eine ehr­li­che­re Benennung und Aufklärung durch Medien, Wissenschaftler und Gerichte.
    So haben wir zwar noch Parteien, die sich z.B. SPD, CDU/CSU oder Grüne nen­nen, dabei aber so weit von ihren ursprüng­li­chen Parteiprogrammen abge­kom­men erschei­nen, dass sie auch als schlech­te Fälschungen von sich selbst gel­ten könn­ten. Alle Aufklärungsversuche erschei­nen mir ehren­wert aber wenig erfolg­ver­spre­chend, solan­ge sie sich nicht zu einer bun­des­weit unzen­sier­ten Plattform zusam­men­fü­gen können.

  41. Alles nur ein Beleg des Godwinschen Gesetzes: "Mit fort­schrei­ten­der Dauer einer jeden Diskussion nähert sich die Wahrscheinlichkeit, daß Nazivergleiche ein­ge­bracht wer­den, dem Wert 100% an." Wer zum Thema Covid mit einer sol­chen Diffamierung der Maßnahmenkritiker ange­fan­gen hat, ist aber auch klar…

    1. @Chris Kuhn

      Warum ist der Nazivergleich so beliebt? Er hat die Funktion, ande­re vom Diskurs aus­zu­schlie­ßen und sie vogel­frei zu machen im Sinn der Gemeinde.

      Der Begriff selbst ist eigent­lich nicht so wich­tig. Für Kirchen waren Menschen mit den fal­schen Fragen "des Teufels" und man hat sie zum Schweigen gebracht. Die neue Kirche der Bigotten benutzt statt des Teufels den Nazi.

      Woran man die Kirchenmitglieder erkennt? Sie ver­wei­gern den sach­li­chen Diskurs zu jedem Thema, das ihre Glaubenslehre gefähr­det. Ihre Lehren dür­fen nicht hin­ter­fragt wer­den, weil sie dem nicht stand­hal­ten würden.

  42. Nur fürs Archiv: hier sind eini­ge Namen der "angeb­li­chen Holocaust-Überlebenden":

    https://truthcomestolight.com/holocaust-survivors-open-letter-stop-the-covid-holocaust/

    und

    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=27620

    sowie:

    http://www.barth-engelbart.de/?p=231155

    und eine and­re resolution;

    https://corona-transition.org/holocaust-uberlebende-fordern-ermittlungen-wegen-verbrechen-gegen-die

    zu vera sharav:
    https://vaccineimpact.com/tag/vera-sharav/

    dar­in:
    "Vera was 3 years old when her fami­ly was taken out of their home in Romania and her­ded into a Nazi Concentration Camp. Her father died soon after­wards of typhus. She lived in this camp for more than two years, when plans were put in place to clo­se the camp and anni­hi­l­ate ever­yo­ne. She reports how a deal was made to allow the orphans to lea­ve the camp if they had someo­ne to sign for them. So her mother sent her out of the camp as an "orphan" to stay with other fami­lies. Vera claims this "saved her life." "

    Alles Lüge?

  43. es gibt eine ver­gleich­bar­keit. Auf der Wannseekonferenz fin­det eine Beratung dar­über statt, ob ein soge­nann­ter „jüdi­scher Mischling 1. Grades“ sei­ne „Evakuierung“ = sei­ne Abschiebung ins Generalgouvernement durch eige­ne Unfruchtbarmachung ver­hin­dern kann: Wannseeprotokoll (ein­seh­bar auf der ent­spre­chen­den Wikipedia-Site):
    „Mischlinge 1. Grades sind im Hinblick auf die Endlösung der Judenfrage [„Evakuierung“ = „Aussiedlung“] den Juden gleich­ge­stellt. Von die­ser Behandlung [Gleichstellung mit den Juden] wer­den aus­ge­nom­men: a) Mischlinge 1. Grades ver­hei­ra­tet mit Deutschblütigen, aus deren Ehe Kinder (Mischlinge 2. Grades) her­vor­ge­gan­gen sind. Diese Mischlinge 2. Grades sind im wesent­li­chen den Deutschen gleich­ge­stellt. b) Mischlinge 1. Grades, für die von den höchs­ten Instanzen der Partei und des Staates bis­her auf irgend­wel­chen Lebensgebieten Ausnahmegenehmigungen erteilt wor­den sind. […] Der von der Evakuierung aus­zu­neh­men­de Mischling 1. Grades wird – um jede Nachkommenschaft zu ver­hin­dern und das Mischlingsproblem end­gül­tig zu berei­ni­gen – ste­ri­li­siert. Die Sterilisierung erfolgt frei­wil­lig. Sie ist aber Voraussetzung des Verbleibens im Reich [die Ausnahmegenehmigung macht eine Ausnahme, indem sie vor eine Wahl stellt: Unfruchtbarkeit oder Verbannung]. Der ste­ri­li­sier­te „Mischling“ ist in der Folgezeit von allen ein­engen­den Bestimmungen [Behandlung], denen er bis­lang unter­wor­fen ist, befreit.“ 

    Der „Mischling 1. Grades“ läßt sich zeu­gungs­un­fä­hig machen, um im Reich zu ver­blei­ben. Der Mischling hat die Wahl, wenn er zu den Ausnahmen gehört. Die Fortpflanzungsverunmöglichung betrifft den „Ausnahmemischling“. Er hat aus­nahms­wei­se eine Wahl. Der „Ausnahmemischling“ bleibt eine Ausnahme, sofern er sich zeu­gungs­un­fä­hig, emp­fäng­nis­un­fä­hig macht, kin­der­los macht. „Der ste­ri­li­sier­te „Mischling“ ist … befreit“, heißt, die Sterilisierung ist die Assimilierungsbedingung im Nationalsozialismus. „Mischlinge“ wer­den durch Unfruchtbarkeit assi­mi­liert, von der „Evakuierung“ aus­ge­nom­men, unfrucht­ba­re „Volljuden“ wer­den nicht assimiliert.

    „SS-Gruppenführer Hofmann steht auf dem Standpunkt, daß von der Sterilisierung weit­ge­hend Gebrauch gemacht wer­den muß; zumal der Mischling, vor die Wahl gestellt, ob er eva­ku­iert oder ste­ri­li­siert wer­den soll, sich lie­ber der Sterilisierung unter­zie­hen würde.“

    Weil die „Evakuierung“ bedeu­tet, in ein Ghetto ver­bracht zu wer­den, in ein Arbeitslager, in ein Konzentrationslager, „in den Osten“. Die Sterilisierung bewahrt ver­meint­lich die Freiheit, das Leben. Die Zeugungsfähigkeit, die Fortpflanzungsfähigkeit ist eine Erbkrankheit. Hofman befiehlt zur Sterilisierung, wer nicht kommt, wird „eva­ku­iert“.

    die ste­ri­li­sie­rung ist frei­wil­lig / die imp­fung ist freiwillig.
    der „Ausnahmemischling“ hat die Wahl, ent­we­der /oder.
    er kann sich frei-ste­ri­li­sie­ren, dann wird er den deut­schen gleich­ge­stellt / der Geimpfte „ist in der Folgezeit“, nach der Impfung, „von allen ein­engen­den Bestimmungen [Behandlung], denen er bis­lang unter­wor­fen ist, befreit“.
    der geimpf­te ver­bleibt im schoß der gemein­schaft, der herde.
    bei den nazis gab es also für „Ausnahmemischlinge“ eine „Sterilisierungspflicht“ „durch die hin­ter­tür“: „Die Sterilisierung erfolgt frei­wil­lig.“ Aber, wehe!
    Karl Lauterbach könn­te in die Nähe von SS-Gruppenführer Hofmann gerückt werden.

    1. @holger blank: Derartige (ver­meint­li­che) Analogien füh­ren vor allem in die Irre, weil sie von der Zielsetzung abse­hen. Es gibt eine Parallele in der Verkleidung von Zwang und Erpressung in dem Begriff der Freiwilligkeit. Doch schon der Vergleich der Zwangsmaßnahmen (Sterilisierung oder Deportation/Ermordung und "Impfung" oder Ausschluß von Restaurants und Kultur) ist pro­ble­ma­tisch. Er berück­sich­tigt auch nicht, daß sei­ner­zeit Sterilisierung mit­nich­ten davor bewahr­te, spä­ter ins Gas geschickt zu werden.
      Eine Ähnlichkeit sehe ich in der will­kür­li­chen Ausgrenzung anhand eines amt­lich defi­nier­ten Kriteriums, gefähr­lich ist die unter­schied­li­che Wertigkeit von Leben, etwa in Phantasien, "Nichtgeimpfte" nicht oder nur gegen Kostenerstattung zu behan­deln. Ja, es han­delt sich um geziel­te Diskriminierung, um Gehorsam zu erzwin­gen. Doch kann kei­ne Rede sein von einem Vernichtungswillen, ähn­lich wie bei SozialhilfeempfängerInnen, die eben­falls bewußt gede­mü­tigt und deklas­siert wer­den und die übri­gens schon lan­ge vor den "Impf-Trotzkisten" fak­tisch von Restaurants und Kultur aus­ge­schlos­sen waren.

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