Verdrehte Vakzin-Vakten von Veronika Völlinger. 2,5 Millionen Nebenwirkungen sind nicht mehr als gedacht

Mir war bis­lang ein eigen­stän­di­ger "Fakten-Check" von dpa noch nicht begeg­net. Am 8.7. wird mir von der Agentur prä­sen­tiert, daß die Zahlen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung über gemel­de­te Nebenwirkungen so nicht gese­hen wer­den kön­nen, weil sie die AfD benutzt – das Kürzel kommt in den weni­gen Zeilen vier­mal vor. Wir lesen:

"Mehr schwe­re Nebenwirkungen? Ärzte mel­den auch leich­te Impfreaktionen Von Veronika Völlinger, dpa

… Behauptung: Zahlen der KBV zei­gen, dass die Nebenwirkungen der Corona-Impfung viel höher lie­gen als gedacht. Fast 2,5 Millionen Patienten muss­ten des­we­gen 2021 in ärzt­li­che Behandlung.

Bewertung: Irreführend.

Fakten: Die Wirksamkeit der Covid-Impfstoffe ist wis­sen­schaft­lich erwie­sen. Ebenso ist bekannt: Häufig gibt es vor­über­ge­hen­de Reaktionen wie den «Impfarm» oder Kopfschmerzen, äußerst sel­ten hin­ge­gen schwe­rer wie­gen­de Nebenwirkungen."
krankenkassen.de (8.7.)

Immerhin waren für 2,5 Millionen Menschen die Beschwerden nach einer "Impfung" schwer genug, um einen Arzt oder eine Ärztin aufzusuchen.

Die bei­den Sätze von Frau Völler haben auch kei­nen inhalt­li­chen Zusammenhang. Selbst wenn die Wirksamkeit wie behaup­tet erwie­sen wäre, könn­te es den­noch zahl­rei­che und schwe­re Nebenwirkungen geben. Die Journalistin drückt sich nicht nur um einen Nachweis für die "Fakten", sie ver­zich­tet sogar auf einen Grad der Wirksamkeit, etwas, was noch nicht ein­mal das RKI unter­nimmt. Die Zahl von 2,5 Millionen kann nicht igno­riert werden:

"Die Rede [ist] von knapp 2,5 Millionen Patienten, die 2021 nach einer Impfung bei Kassenärzten vor­stel­lig wur­den. Zu deren Symptomen gehör­ten sowohl «übli­che und damit nicht mel­de­pflich­ti­ge Impfreaktionen als auch mel­de­pflich­ti­ge Impfnebenwirkungen», wie die KBV schreibt."

Es folgt der wohl­be­kann­te Trick des "Faktencheckens", zu wider­le­gen, was nicht behaup­tet wird:

"Unter Impfnebenwirkungen ver­steht die KBV näm­lich auch typische
harm­lo­se Impfreaktionen, die ein bis drei Tage anhal­ten: etwa
Hautausschlag, Rötungen und Schmerzen an der Einstichstelle, Fieber
oder Müdigkeit. «Sie bil­den den mit Abstand größ­ten Anteil der
regis­trier­ten Unverträglichkeiten und Komplikationen.» Mitnichten
wur­den also nur schwe­re Nebenwirkungen gemeldet…

Wer sich zum Beispiel nach einer Impfung zu schlapp fühlt, um arbei­ten zu gehen, kon­sul­tiert den Arzt für eine Krankschreibung. Dazu müs­sen die Patienten aber nicht unbe­dingt behan­delt wer­den, wie die KBV mit­teilt. "

Richtig lus­tig ange­sichts der Praxis, alles und jedes flugs zu Corona-Erkrankungen umzu­de­fi­nie­ren, ist die­se Erklärung:

"Die knapp 2,5 Millionen von der KBV doku­men­tier­ten Patienten mit Nebenwirkungen müs­sen zudem nicht aus­schließ­lich wegen Symptomen nach einer Impfung in die Praxen gekom­men sein: «Patientinnen und Patienten wer­den auch wegen ande­rer Beschwerden wie z. B. einer chro­ni­schen Grunderkrankung zum Arzt gegan­gen sein und dabei die Impfnebenwirkung erwähnt haben, was der Arzt wie­der­um dann codiert hat», so die KBV.

Ebenso hinkt der Vergleich der Zahl gemel­de­ter Nebenwirkungen der Covid-Impfung bei der KBV mit der von frü­he­ren Impfungen, wor­auf auch die KBV hin­weist: Expertinnen und Experten haben immer wie­der betont, dass die hohe öffent­li­che Aufmerksamkeit wäh­rend der Pandemie auch zu mehr Meldungen mög­li­cher Impfreaktionen und ‑neben­wir­kun­gen führt…"

Hier der hin­ken­de Vergleich (s. 2,5 Millionen Menschen mit "Impfnebenwirkungen". Widerspricht die KBV dem PEI? Nein):

Es ver­steht sich, daß der dpa-Beitrag über­all wei­ter ver­brei­tet wird.

Update: Sorry, der Name war in der Überschrift falsch geschrieben.

7 Antworten auf „Verdrehte Vakzin-Vakten von Veronika Völlinger. 2,5 Millionen Nebenwirkungen sind nicht mehr als gedacht“

  1. Warum berich­ten hie­si­ge Haarsalons über die Zunahme von Haarausfällen und Kopfhautproblemen, war­um erzäh­len im Fitnessstudio immer mehr Leute etwas von Gürtelrose oder ande­ren Herpesausbrüchen? Warum hat eine Studie unter 405 "geimpf­ten" Spaniern (nach­zu­le­sen unter https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/bjd.20639 ) gleich sechs ver­schie­de­ne auf­fäl­lig gehäuf­te Hauterkrankungen gefun­den, und wel­che Problementwicklungen in den Immunsystemen kön­nen damit ange­zeigt sein? Haben die Kassenärzte sol­che Erscheinungen dann über­haupt unter "Impfnebenwirkungen" ein­ge­tra­gen oder unter Hauterkrankungen bzw. Herpes usw. ? Fragwürdigkeiten noch und nöcher …

  2. Hier im Betrieb sind 6 Personen gen­tech­nisch verändert.

    Davon hat­ten zwei so Schwindel/Übelkeit, daß sie ent­we­der nach Hause muss­ten oder nur sehr ein­ge­schränkt arbei­ten konnten.
    Eine wei­te­re fiel ca. 45 Minuten nach dem Stich ins Bett und schlief erst mal ein paar Stunden.
    Laut Bhakdi Anzeichen für Sinusvenenthrombose bzw. Herzprobleme.
    Nichts davon gemel­det. Der Arzt mein­te, das sei völ­lig nor­mal, hät­ten sei­ne Helferinnen schließ­lich auch alle gehabt!!!
    Wie hoch mag also die Dunkelziffer für poten­ti­ell töd­li­che Nebenwirkungen sein?

  3. Auch wenn an den Abrechnungsdaten nicht zu erken­nen ist, wie schwer die auf­ge­tre­te­nen Nebenwirkungen waren: Dass es sich dabei um die "übli­chen" mil­den und erwart­ba­ren Impfreaktionen gehan­delt hat, ist rei­ne Spekulation. Man weiß es ein­fach nicht.

    Und ich habe es so satt, dass alles immer so dar­ge­stellt und ver­dreht wird, dass die "Impfung" dabei gut aus­sieht. Ist das schon eine Art von Stockholm-Syndrom?

  4. Ich habe vor­her noch nie davon gehört, daß es für Impfnebenwirkungen/Impfschäden eine eige­ne Ambulanz gibt/ Uniklinik Marburg, mit 9 Monaten Wartezeit.

    1. Ja, und merk­wür­di­ger­wei­se ist es eine Sonderpraxis inner­halb der Ambulanz, die schon län­ger im Regierungsauftrag an Long-Covod forscht – es dau­ert eben, sich schwe­re Impfnebenwirkungen/-Schäden zu poli­tisch ver­tret­ba­rem Long Covid wis­sen­schaft­lich umdeu­ten zu lassen…

  5. Dr. Watson: Der Fall ist klar.
    Bei den Grippeinfungen der vor-Coronazeit lit­ten die Patienten nicht wie jetzt bei den expe­ri­men­tel­len Gen- „Impfungen“ zusätz­lich noch unter der Corona Liebesvirusmutante, dass sie jetzt zwingt ihre Hausazt:innen mil­lion­fach auf­zu­su­chen. Die Faktensh.tter ver­kün­den es. K.L. hat es immer evi­denz­frei behaup­tet, weil er Gesundheitsminister ist. Mit den mas­sen­haf­ten Nebenwirkungen der C-“Impfungen“ hat das nischts zu tun.

    Schon die Vintage Doktor Serien hat­ten ihre Diagnosen parat.

    Spoiler
    Doktor: Sagen Sie, ist ihr Vater ein Chinese?
    Patient. Aber, nein.
    Doktor: Dann lei­den Sie ganz offen­sicht­lich an—Gelbsucht.

    Da müs­sen doch die U‑tube Netz p.c Blockwart:innen jetzt aktiv werden.

    Enjoy!

    Doctor in Love: "You're not taking my blood!"
    https://www.youtube.com/watch?v=0P95qU5n5‑I

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