10 Antworten auf „Vertrauensfrage“

  1. Stuttgart-Stammheim – kann das nicht ein bewußt gewähl­tes Symbol sein? Wie wir wis­sen, ver­gißt die Gegenseite nicht die Historie…mich gru­selts – für mich ist die Erinnerung an Ulrike, Grudrun etc. immer prä­sent! Welch böses Vorzeichen für die Ausschaltung von Michael Ballweg, was immer ihm auch vor­ge­wor­fen wird…ich hör auf zu schrei­ben – mir gehen gleich die Nerven durch…
    Danke lie­ber Artur Aschmoneit für Ihre Standhaftigkeit

    1. @Stieglitzin: Danke an alle hier. Und nicht die Nerven ver­lie­ren! Was auch immer bei dem Prozeß her­aus­kom­men wird, Ballweg ist nun bei wei­tem nicht die Gefahr für den Staat wie es die RAF war.

      1. @aa, @Stieglitzin:
        die Symbolik mit "Stammheim" ist offensichtlich.
        Absicht ist/war auf jeden Fall, gegen die "Corona-Opposition" mit der "gan­zen Härte des Gesetzes" vorzugehen.
        Die Rechtgläubigen emp­fin­den dabei ent­we­der Genugtuung und Bestätigung des­sen, was man ihnen seit über 2 Jahren erzählt hat ("Neonazis=Reichsbürger=Querdenker" plus die von die­sen "Verführten" gegen "uns=die soli­da­ri­sche Gesellschaft") oder eben "nur" eine "klamm­heim­li­che Freude" (in memo­ri­am https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6ttinger_Mescalero ).

        @aa: "Ballweg ist nun bei wei­tem nicht die Gefahr für den Staat wie es die RAF war."
        Das ist eine Binse – auch wenn (nicht nur) die­ser Franke https://www.br.de/nachrichten/bayern/bayerns-ministerpraesident-markus-soeder-zu-verschwoerungstheorien-duerfen-keine-corona-raf-bekommen,Sxt7QtH bereits vor über 4 Monaten unauf­ge­for­dert und ziem­lich offen Analogien zur RAF in den Raum gestellt hat.

        Allerdings war die RAF (zumin­dest retro­spek­tiv) NIE eine wirk­li­che "Gefahr für den Staat" (= des­sen Umsturz; auch wenn laut RAF-lug­blät­tern die Erhebung der Volksmassen "gegen das Schweinesystem" unwei­ger­lich erfol­gen müs­se) son­dern eher – wenn auch unge­wollt – des­sen Stütze: mit­tels kol­lek­ti­ver Hysterie (schon durch das Tragen der "fal­schen" Klamotten geriet man in Verdacht, "Sympathisant" zu sein) z.T. irr­sin­ni­ger neu­er Gesetze bzw. deren Auslegung (https://de.wikipedia.org/wiki/Bildung_terroristischer_Vereinigungen#Kritik).

        Da es sich bei den "Querdenkern" (zumin­dest nach mei­ner Beobachtung) tat­säch­lich weit über­wie­gend um die gern beschwo­re­ne "Mitte der Gesellschaft" han­delt, stel­len die­se aus der Sicht des "Staatsschutzes" natür­lich eine wesent­lich grö­ße­re "Gefahr für den Staat" dar.
        Auf die Idee, dass die Regierenden durch die offe­ne Missachtung eige­ner (Grund-)Regeln und damit dro­hen­dem Vertrauensverlust der Bevölkerung die­se Gefahr selbst erzeugt haben, darf man dort natür­lich nie­mals kom­men – obwohl so etwas Ähnliches bereits von der RAF vor­ge­dacht war: der Staat sol­le "die Fratze des Faschismus zeigen".
        Machte er das damals mehr oder weni­ger als in den letz­ten bei­den Jahren? Was sind Kontaktsperren für ein paar Dutzend Häftlinge gegen Ausgangssperren für die gesam­te Bevölkerung?
        Was eine Perso-Kontrolle wegen eines "fal­schen" Schals gegen die Kriminalisierung von "Maskenverweigerern" oder "Querdenker-Richtern"?
        Kann man sich selbst überlegen. 

        Nicht "quer­ge­dacht" liest sich die die Geschichte der RAF dann gemäß
        https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/30202/die-ursachen-des-raf-terrorismus-und-sein-scheitern/
        als
        "(…) die Geschichte des demo­kra­ti­schen Rechtsstaates, unge­ach­tet von Überreaktionen und Schlampereien. Selbst wenn die Parteien über die ange­mes­se­ne Art der Auseinandersetzung zuwei­len strit­ten, kam es weder zu Verstößen gegen rechts­staat­li­che Prinzipien auf der einen Seite noch zu Anbiederung an ter­ro­ris­ti­sche Kreise auf der ande­ren. Auf bei­des hat­te die RAF gesetzt. Zu kei­ner Zeit zeig­te der her­aus­ge­for­der­te Staat die 'Fratze des Faschismus' "
        Vielleicht muss ich noch erle­ben, dass der anhal­ten­de Wahnsinn von der bpb irgend­wann ähn­lich ein­ge­ord­net wird (den erwähn­ten Satz kann man schließ­lich mit gerin­gen Änderungen recyceln).

      2. @aa:

        Wenn Sie das so for­mu­liert haben wol­len, muss ich Einspruch erheben.

        Das Zeitalter "des deut­schen Herbst", hat den Staat geschützt, und die Sozis geschwächt. Warum trat der "Linksterrorismus" unter Schmidt zu Tage und nicht unter Adenauer? Schmidt war ein klu­ger Kopf. Das ist bei deut­schen Bundeskanzlern nor­ma­ler­wei­se nicht die her­aus­ra­gen­de Eigenschaft. Da zählt wohl Vieles, aber nicht das. Wir hat­ten Faschisten, wir hat­ten Antifaschisten, wir hat­ten Stiere und Bürokraten, Organisatoren und gute Mädchen, aber klu­ge Köpfe – Fehlanzeige! Seit Bismarck kei­nen Einzigen und der war Vasall. 😉

        Ballweg stell­te eine sehr erns­te Gefahr da, und zwar für die Korruption in Deutschland. Mögen Sie es "den Staat" nennen.

        Daher wird das Verfahren hoch­in­ter­es­sant sein.

        Im Übrigen fin­den bei den Republikanern in den USA Überlegungen statt die NATO ver­las­sen zu wollen.

        Das möch­te ich mit den Worten Ursulas von der Leyen beschlies­sen: "Die Bundeswehr steht nicht in der Tradition der Wehrmacht", was dia­me­tral und bewusst der Aussage von Helmut Schmidt ent­ge­gen­steht, der übri­gens Mitglied und Offizier in der Wehrmacht gewe­sen ist.

        Herr Ballweg hat nie­man­dem was getan und nicht dazu auf­ge­ru­fen oder ani­miert. Insofern ist er frei zu las­sen. – Im Rechtsstaat!

        Der Fehler liegt klar in der Politik.

      3. @aa:

        1. Korrektur: …soll heis­sen "gestützt" und nicht "geschützt".

        2. nach­ge­reicht: Die Diskrepanz zwi­chen "Miliz" und "Armee", ist Ausschlaggebend für das Selbstverständnis einer "Berufsarmee". Diese Diskrepanz ist in der Bundesrepublik Deutschland nicht deut­lich genug erkenn­bar. Aus his­to­ri­schen Gründen.

        3. Beachten Sie das "Bundeswehrurteil" der ver­gan­ge­nen Woche und die Erklärungen der Klagevertreter im Bezug auf den "Kadavergehorsam" [z.Dtsch. auch Dummheit genannt] inner­halb der "Waffen-SS" im Gegensatz zur Armee. Und end­lich auf­hö­ren mit Wehrmacht und deren "Kriegsverbrechen" und die­ser rela­ti­vie­ren­den Scheisse. Kriegsverbrechen gin­gen IMMER von der NSDAP-Führung aus und wur­den in ers­ter Linie durch die "Waffen-SS" und die "Totenkopf-SS" voll­streckt. Alle Verantwortung des hit­ler­schen Angriffskrieges, auch in Bezug auf Art und Weise, lag in der Führung. (-> Nürnberger Prozesse)

          1. " .… aber das Letzte ist schlicht falsch". Sehe ich nicht so und hal­te es auch für beweis­bar. Die Art und Weise der Kriegsführung war vor­ge­schrie­ben. Es hier nicht zu dis­ku­tie­ren ist aber sinn­voll. Es weicht vom Thema ab. Man kann es viel­eicht unter­schied­lich sehen. Bin kein Historiker. Es gab so'ne Offiziere, so'ne und so'ne wohl.
            "Echte Kriegsverbrechen" dür­fen nicht dazu die­nen "beson­de­re Vorgehensweisen", die mit Krieg und Taktik nicht mehr das Geringste zu tun haben, zu verschleiern.
            Da steckt meist Politik wohl dahin­ter. Was ich aber sagen woll­te, die Inhomogenität in dem Masse war in den Milizen nicht gege­ben. Dort herrsch­te "inter­ne Säuberung" wenn nötig.

  2. Es scheint ähn­lich vie­le Immobilien Experten zu geben wie Virologen. Jedenfalls ken­ne ich sol­che Anzeigen mit ähn­lich kom­pe­tent aus­se­hen­den Personen aus ande­ren Quellen.
    In bei­den Fällen wür­de ich die Entscheidung auf­grund mei­ner eige­nen Urteilsfähigkeit treffen.

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