36 Antworten auf „Vive La Gérontocratie!“

  1. Wenn sol­che Leu­te, wie Kretz­schmann, füh­ren­de Poli­ti­ker sind, braucht man sich kei­ne Sor­gen machen, dass eine Gesell­schaft intel­lek­tu­ell und cha­rak­ter­lich geschrot­tet wird.

    Dann noch zu Minu­te 02.14 das von die­sem Typen ver­wen­de­te Wort "abimp­fen". Das hört sich an, wie zu-Tode-spritzen.

    Kretz­schmann hat über­haupt nicht den Sinn von "Imp­fun­gen" intel­lek­tu­ell erfasst. Und er ver­rät sich: Ihm ist es egal, wer "geimpft" wird und ob eine ärzt­li­che Bera­tung mit dem "Geimpft"-Werden ver­bun­den ist.

    Wer im Sep­tem­ber 2021 die Braun-Grü­nen fürs Lan­des­par­la­ment (in Ber­lin) gewählt hat oder fürn Bun­des­tag, muss geis­tig umnach­tet gewe­sen sein.

  2. **Panik­mo­dus an**

    Kran­ken­häu­ser übefüllt – Pati­en­ten lie­gen auf Prit­schen in den Gängen

    Nach Groß­bri­tan­ni­en und Deutsch­land hat die Grip­pe­wel­le jetzt auch Ita­li­en erreicht. Die Kran­ken­häu­ser in Mai­land, Flo­renz und Vene­dig sind nach Pres­se­be­rich­ten vom Sonn­tag der­art über­füllt, dass prak­tisch kei­ne Bet­ten mehr frei sind. In vie­len Hos­pi­tä­lern müss­ten die Kran­ken auf Prit­schen auf den Gän­gen lie­gen. In Mai­land war es über Stun­den nicht mög­lich, einen Kran­ken­wa­gen zu rufen: Pati­en­ten, die im Kran­ken­haus kei­ne Auf­nah­me fan­den, blo­ckier­ten die Ein­sät­ze. Die Zei­tung "La Repubbli­ca" mel­de­te, allein in Turin sei­en zehn älte­re Men­schen an den Fol­gen der Virus­grip­pe gestor­ben. Der­zeit wür­den 250 000 Fäl­le pro Woche regis­triert. Dabei sei der Höhe­punkt der Grip­pe­wel­le erst Ende Janu­ar zu erwar­ten. Man rech­ne mit bis zu acht Mil­lio­nen Kran­ken. Es sei­en bereits meh­re­re Virus­ar­ten iso­liert wor­den. Auch Rom und Nea­pel sei­en betrof­fen. Exper­ten raten, künf­tig Grip­pe­imp­fun­gen zwangs­wei­se durch­zu­füh­ren. "Jedes Jahr gibt es etwa 2000 Todes­fäl­le", die gesam­ten Kos­ten einer Grip­pe­wel­le für die ita­lie­ni­sche Gesell­schaft belie­fen sich auf umge­rech­net 1,8 Mil­li­ar­den Mark, hieß es. In Deutsch­land nimmt die Zahl der Fäl­le eben­falls zu. Vor allem Baden-Würt­tem­berg, Bay­ern und Thü­rin­gen sind betrof­fen, sag­te ein Spre­cher des Natio­na­len Refe­renz­zen­trums für Influ­en­za in Hannover.

    Tages­spie­gel vom 09.01.2000
    https://​www​.tages​spie​gel​.de/​g​e​s​e​l​l​s​c​h​a​f​t​/​p​a​n​o​r​a​m​a​/​k​r​a​n​k​e​n​h​a​e​u​s​e​r​-​u​e​b​e​f​u​e​l​l​t​-​p​a​t​i​e​n​t​e​n​-​l​i​e​g​e​n​-​a​u​f​-​p​r​i​t​s​c​h​e​n​-​i​n​-​d​e​n​-​g​a​e​n​g​e​n​/​1​1​5​3​4​4​.​h​tml

  3. Mich beküm­mert auch die zuneh­men­de Wis­sen­schafts­feind­lich­keit. Sie regiert uns gerade.

    Und ab 7:55 die alte Lei­er: Man hand­le unter Druck und da pas­sier­ten auch Feh­ler. War­um aber bekom­men die Men­schen, spe­zi­ell die Gewer­be­trei­ben­den, nicht die­ses Ver­ständ­nis, wel­ches man für sich proklamiert? 

    Außer­dem ist es nicht so, dass die Kri­ti­ker hin­ter­her kri­ti­sie­ren, son­dern schon im Vor­feld und dass die Poli­ti­ker sich gegen Kri­tik längst immu­ni­siert haben und die Kri­ti­ker nicht hören wol­len. Zum Twit­tern fin­den die Poli­ti­ker selt­sa­mer den­noch genug Zeit.

  4. "Unge­impf­te sind anste­ckend, Geimpf­te nicht" und "Lang­zeit­ne­ben­wir­kun­gen sind (nach 1 Jahr) wis­sen­schaft­lich wider­legt" sind also zwei der wesent­li­chen Prä­mis­sen, auf denen die Impf­pflicht beru­hen soll. Sie sind aber falsch und wer­den auch nicht wah­rer, wenn sie täg­lich man­tra­ar­tig wie­der­holt wer­den. Wis­sen das die Poli­ti­ker nicht, die eine Impf­pflicht befür­wor­ten? Oder wis­sen sie es und behaup­ten trotz­dem das Gegenteil?

  5. Die alte Lüge vom Fach­kräf­te­man­gel. Nur anders vor­ge­tra­gen. Für die­je­ni­gen die das immer noch nicht ver­stan­den haben: Das Pro­blem ist nicht der Fach­kräf­te­man­gel son­dern der Kapitalismus!

    Denn einen Unter­neh­mer inter­es­siert es nicht im Gerings­ten ob sei­ne Arbei­ter geimpft sind oder nicht und wenn einer nicht mehr kommt dann steht der nächs­te schon drau­ßen auf der Mat­te. Und anders­her­um fin­den sich immer irgend­wel­che ver­lo­ge­ne Grün­de zur Entlassung.

  6. Wolf­ram Popp, Sta­ti­ons­lei­tung Inten­siv­sta­ti­on, BG Unfall­kli­nik Murnau

    https://t.me/Infos_Aufrufe_Gesundheitswesen/603

    Stel­lung­nah­me der BG Unfall­kli­nik Mur­nau zur Bedeu­tung der Coro­na-Schutz­imp­fun­gen 07.12.2021

    "Die Kran­ken­haus­lei­tung der BG Unfall­kli­nik Mur­nau distan­ziert sich aus­drück­lich von den Äuße­run­gen und dem Ver­hal­ten eines Beschäf­tig­ten. Die­ser hat am 6. Dezem­ber 2021 im Rah­men einer Pro­test­ak­ti­on gegen die Impf­pflicht in sei­ner Funk­ti­on als Füh­rungs­kraft der Kli­nik den Nut­zen der Coro­na-Schutz­imp­fun­gen in Fra­ge gestellt. Dabei hat er sei­ne Funk­ti­on miss­braucht, um sei­ne pri­va­ten Ansich­ten öffent­lich und unau­to­ri­siert im Kli­nik­kon­text zu ver­brei­ten. Der Vor­fall wird der­zeit intern auf­ge­ar­bei­tet und es wer­den ent­spre­chen­de Kon­se­quen­zen geprüft. .."

    https://​www​.bg​-kli​ni​ken​.de/​u​n​f​a​l​l​k​l​i​n​i​k​-​m​u​r​n​a​u​/​u​e​b​e​r​-​u​n​s​/​b​g​-​k​l​i​n​i​k​u​m​-​m​u​r​n​a​u​/​a​k​t​u​e​l​l​e​s​/​d​e​t​a​i​l​/​s​t​e​l​l​u​n​g​n​a​h​m​e​-​d​e​r​-​b​g​-​u​n​f​a​l​l​k​l​i​n​i​k​-​m​u​r​n​a​u​-​z​u​r​-​b​e​d​e​u​t​u​n​g​-​d​e​r​-​c​o​r​o​n​a​-​s​c​h​u​t​z​i​m​p​f​u​n​g​en/

    1. Die gan­ze sowjet­ideo­lo­gi­sche Lei­er – und wegen Dr. Asch­mon­eit zäh­le ich jetzt nicht auf, son­dern erwäh­ne nur die sog. "Can­cel­Cul­tu­re", also die "geadel­te" Zen­sur von die­ser Sei­te ("Wir imp­fen euch alle!") – das unent­weg­te Mär­chen­er­zäh­len, das ist eine "Kul­tur­re­vo­lu­ti­on". Auf die­se Idee bin nicht ich, son­dern ist mei­ne chi­ne­si­sche Bekann­te gekom­men, die mich ver­wun­dert schon vor sechs Mona­ten frag­te, was da welt­weit unter dem rot-schwar­zen Ban­ner – des­sen sich die Geld­sä­cke (Gates & die ande­ren in den Clubs) wärms­tens bedie­nen, denn dann sind sie nicht allein im Errich­ten der Dik­ta­tur, wenn die Sowjet­ideo­lo­gen auf die eige­nen Leu­te los­ge­hen ("Hetz­jag­den" etc.) und mit Freu­den auch das Land gegen die eige­nen Leu­te isla­mi­sie­ren – geschieht. Sie wür­de das an die sog. Kul­tur­re­vo­lu­ti­on in Chi­na (1966 – 1976) erinnern.

      Es erin­nert aber zur Zeit die Mär von der "Pan­de­mie" noch ins­be­son­de­re an die­ses Land. Ges­tern hieß es für 1300 Schul­an­ge­hö­ri­ge antre­ten zum "Test". Zweck des gan­zen, das habe ich her­aus­ge­fun­den: IT. Es soll­te in den einen "Grün­code" noch der Zeit­punkt des letz­ten Tests auf­ge­nom­men wer­den. Die­se Infor­ma­ti­on wird jetzt auch aus­ge­le­sen, wenn man zum Bei­spiel Zug fah­ren will. Also eine elek­tro­ni­sche Auf­rüs­tung der Drang­sa­lie­rung von gesun­den Men­schen, die bloß nicht frei sein sol­len. Son­dern immer hübsch brav den­ken, dass der gro­ße Kom­mu­nis­ten­bru­der es schon rich­tet. Und wer auf­muckt, wird weggesperrt.

      So wider­wär­tig wie die alt­kom­mu­nis­ti­sche Cha­rak­ter­mas­ke W. "Kli­ma­wan­del" Kret­sch­mann. Des­sen Dumm­heit aber schon zu auf­fäl­lig eigent­lich sein dürfte.

      1. @sv: Soll­te Ihnen ent­gan­gen sein, daß die Kul­tur­re­vo­lu­ti­on und ande­re Pha­sen der chi­ne­si­schen Poli­tik sich gera­de gegen die "sowjet­ideo­lo­gi­sche Lei­er" rich­te­te? Kret­sch­mann war schon als KBW-ler erbit­ter­ter Feind der "Sowjet­ideo­lo­gie". Inso­fern soll­ten Sie Ihren Ver­bün­de­ten in Sachen Anti­kom­mu­nis­mus nicht gar so schmähen.

        1. @aa Zu Ihrer Auf­klä­rung, Dr. Asch­mon­eit: Lesen Sie ger­ne "Wil­de Schwä­ne – Drei Töch­ter Chi­nas" von Jung Chang aus dem Jahr 1991. Ein Buch, das in Chi­na bezeich­nen­der­wei­se ver­bo­ten ist. Sie kön­nen es in Chi­na nir­gends kau­fen. In Tai­wan schon. Die Autorin konn­te von Chi­na ins UK auswandern.

          Gegen wen sich die sog. 'Kul­tur­re­vo­lu­ti­on' rich­te­te, das kön­nen Sie in die­sem Buch lesen: alle, die ein biss­chen geho­ben waren. Die jun­gen Rackets, nicht sel­ten Schü­ler, ver­prü­gel­ten oder erschlu­gen ihre Leh­rer. Alles wur­de platt­ge­macht. Die gan­zen alten Häu­ser. In Chi­na exis­tiert nur an sehr weni­gen Stel­len das alte Chi­na. Alles wur­de nie­der­ge­ris­sen und zer­stört. Biblio­the­ken gebranntschatzt. 

          Als Sowjet­ideo­lo­gen bezeich­ne ich alle Leu­te, die von sich im Kin­der­gar­ten­sprech sagen, sie wären 'links'. Um damit zu ver­schlei­ern, dass sie in reli­giö­ser Ver­ken­nung der Schrif­ten von Marx von einer höhe­ren Enti­tät aus­ge­hen, die zu "schaf­fen" sei. Eine sol­che Enti­tät wird es aber nie geben, die Demo­kra­tie (mehr im ame­ri­ka­ni­schen Gewand als im Deutsch­land des "öffent­lich-recht­li­chen Rund­funks", der "Par­tei­en­fi­nan­zie­rung" und sons­ti­gen "För­de­run­gen" der kul­tur­re­vo­lu­tio­nä­ren 'Woke­ness') wird der letz­te Schrei der Geschich­te gewe­sen sein. Das heißt, der zu sich selbst gekom­me­ne auf­ge­klär­te Staats­bür­ger, der für frei­heit­li­che Ver­hält­nis­se strengst sorgt (Gewal­ten­tei­lung!). Somit dafür, dass nicht daher­ge­lau­fe­ne Lum­pen mit viel Geld die Geschäf­te der Bür­ger stö­ren kön­nen, gar deren Leben zerstören.
          Schön wäre es, wenn sich sol­che Staa­ten als Refu­gi­um der Kul­tur und Zivi­li­siert­heit in einer Wei­se begeg­nen, die föde­ra­tiv und des­halb gedeih­lich ist, wie sie es Die Nato tut es aber auch.

          Die 'Kul­tur­re­vo­lu­tio­nä­re' des Mao-Chi­nas waren sol­che Sowjet­ideo­lo­gen. Die gegen alles vor­gin­gen, was wag­te, selbst­stän­dig zu den­ken einer­seits – und nicht die sowjet­ideo­lo­gi­schen Leer­for­meln marx­scher Pro­vi­ni­enz aufs immer neue nach­plap­per­ten – und wag­te, sich einen pri­va­ten Bereich im Leben zu sichern ande­rer­seits. Prin­zi­pi­ell gin­gen die Ban­den gegen jeden vor, der sei­nen Mund auf­mach­te und der es zu etwas gebracht hat­te. Ange­sta­chelt wur­den das Racket von Mao.

          1. @sv: Ich rede nicht der Kul­tur­re­vo­lu­ti­on das Wort. Da kön­nen wir uns schnell einig wer­den. Nur hat sie schier gar nichts mit Sowjet­ideo­lo­gie zu tun. Das mit der Enti­tät bei Marx wür­de mich inter­es­sie­ren, muß ich über­le­sen haben.

      2. Apro­pos Chi­na: Bei civey läuft gera­de die­se Umfrage:
        "Soll­te die künf­ti­ge Außen­mi­nis­te­rin Anna­le­na Baer­bock (Grü­ne) einen här­te­ren Kurs gegen­über Chi­na ein­schla­gen?" Auf die­se Fra­ge muss man erst­mal kommen.

        Ich ver­su­che gera­de, es mir vor­zu­stel­len. Es gelingt mir nicht, ich sehe immer nur, wie die Chi­ne­sen sich totlachen.
        36% haben immer­hin für "Ja, auf jeden Fall" gestimmt.

  7. Evi­denz der Vernunft
    Bürgerinitiative

    "Die Covid-19-Pan­de­mie hat uns seit Mona­ten fest im Griff. Ist Imp­fen wirk­lich der ein­zi­ge Aus­weg aus der Situa­ti­on? Oder was wäre, wenn Sie bereits ohne Imp­fung immun gegen das Virus wären und somit kei­nen Ein­schrän­kun­gen mehr unter­lie­gen dürften?
    Daher emp­feh­len wir:
    Las­sen Sie Ihren Immun­sta­tus prüfen!
    Wie? Das erfah­ren Sie hier. .."

    https://​evi​denz​der​ver​nunft​.solu​ti​ons/

  8. News:
    "Druck aus Bevöl­ke­rung zu groß: Aus­tra­li­scher Bun­des­staat will Impf­pflicht aufheben":

    "Aus­tra­li­ens Coro­na-Dik­ta­tur erhitzt die Gemü­ter der Bür­ger. Nach Über­grif­fen auf Geschäf­te wegen Impf­sta­tus-Abfra­gen wer­den wei­te­re sozia­le Unru­hen befürch­tet – die erst im Novem­ber beschlos­se­ne Impf­pflicht im Bun­des­staat Vic­to­ria, nach der Unge­impf­te nur noch Geschäf­te der Grund­ver­sor­gung betre­ten dür­fen, soll bald wie­der fallen. "
    https://​repor​t24​.news/​d​r​u​c​k​-​a​u​s​-​b​e​v​o​e​l​k​e​r​u​n​g​-​z​u​-​g​r​o​s​s​-​a​u​s​t​r​a​l​i​s​c​h​e​r​-​b​u​n​d​e​s​s​t​a​a​t​-​w​i​l​l​-​i​m​p​f​p​f​l​i​c​h​t​-​a​u​f​h​e​b​en/

  9. Was soll man sagen: Ahnungs- und Hilf­lo­sig­keit, gepaart mit Alters­starr­sinn und abso­lu­tis­ti­schen Refle­xen (aus der KBW-Zeit?). Man braucht sich nur die poli­ti­sche Füh­rungs­rie­ge und deren Vita anzu­se­hen, dann weiß man, daß es noch schlim­mer wer­den wird.

  10. an aa: ziem­li­cher lan­ger Text, ich hof­fe es ist trotz­dem i.O.

    https://​www​.swr​.de/​s​w​r​1​/​b​w​/​s​w​r​1​l​e​u​t​e​/​w​i​n​f​r​i​e​d​-​k​r​e​t​s​c​h​m​a​n​n​-​1​5​4​.​h​tml
    https://avdlswr‑a.akamaihd.net/swr/swr1/bw/leute-video-podcast/winfried-kretschmann-in-swr1-leute.sm.mp4
    Win­fried Kretschmann
    STAND 7.12.2021
    Will här­te­re Coro­na-Maß­nah­men und eine all­ge­mei­ne Impfpflicht.
    Die SWR1 Leu­te-Sen­dung wur­de am 6. Dezem­ber abends auf­ge­zeich­net und wird am 7. Dezem­ber von 10 bis 12 Uhr ausgestrahlt.

    Ob die Fra­gen abge­spro­chen sind und ob Tei­le aus dem Video gelöscht wor­den sind, wird nicht kommuniziert.
    Der Mode­ra­tor traut sich nicht zu fra­gen. Also rich­tig zu fra­gen, nicht nur vorgetäuscht.
    Er lie­fert eher Vor­la­gen für Kret­sch­mann, damit der sei­ne bereits bekann­ten Ansich­ten wie­der­ho­len kann.

    Nur eini­ge Beispiele:
    – Kret­sch­mann geht mit kei­nem ein­zi­gen Wort auf den Per­so­nal­man­gel ein. Der Mode­ra­tor fragt nicht, war­um es dazu gekom­men ist. Wie die Ent­wick­lung nach einer Impf­pflicht sein wird.
    – Inten­siv­bet­ten, hat ein Abbau statt­ge­fun­den? Wird nicht gefragt.
    – The­ma Impf­pflicht: Kret­sch­mann weist dar­auf hin, dass er eine Impf­pflicht nicht aus­ge­schlos­sen hat. Viel­leicht weil die Wah­len (am 14.03.2021) in Baden-Würt­tem­berg schon vor­bei waren, als die­ses The­ma auf­kam? Kei­ne Fra­gen vom Moderator.
    – Kret­sch­mann und sein Bio­lo­gie Unterricht

    Zeit­mar­ken sind viel­leicht nicht immer ganz genau.

    [00:38]
    Mode­ra­tor: Karl Lau­ter­bach, neu­er Gesund­heits­mi­nis­ter. Ist das eine gute Nachricht?
    [00:42]
    Kret­sch­mann: Ja, zur Bekämp­fung der Pan­de­mie auf jeden Fall. Er ist sehr, sehr sach­kun­dig. Er ist ein gelern­ter Epi­de­mio­lo­ge. und stren­ger Sach­wal­ter in die­ser Frage.
    [00:56]
    Mode­ra­tor: Haben sie ihn ken­nen und schät­zen gelernt?
    [01:00]
    Kret­sch­mann: Ich war mal mit ihm zusam­men in einer Talk­show. Aber nur digi­tal. Ja, da hat er sich geirrt, dar­an erin­ne­re ich mich noch. Das war im letz­ten Novem­ber. Die Minis­ter­prä­si­den­ten­kon­fe­renz hat Beschlüs­se gefasst und er hat gesagt, das ist der Durch­bruch. Nach­her haben sie sich als zu mil­de erwiesen.
    [01:27]
    Mode­ra­tor: Wobei Lau­ter­bach nicht der ein­zi­ge Wis­sen­schaft­ler ist, der sich in Sachen Coro­na geirrt hat. Man kanns ja auch posi­tiv wen­den. Das Ein­ge­ständ­nis von Irr­tum bedeu­tet ja auch, man ist ehr­lich gegen­über einer Bevölkerung.
    [01:40]
    Kret­sch­mann: Ich mein, wir ler­nen alle. Ich mein, das Virus ist neu. Ja und, wir haben eine sol­che Pan­de­mie noch nie gehabt seit der Spa­ni­schen Grip­pe. Ich mein, das ist jetzt über 100 Jah­re her. Wir haben ganz ande­re Ver­hält­nis­se. Ich mein, es ist klar, dass man da stän­dig lernt, auch heu­te noch. Obwohl wir heu­te mehr wis­sen über das Virus.
    [02:06]
    Mode­ra­tor: Die zwei­te Nach­richt des heu­ti­gen Tages. Grü­ne Urab­stim­mung in Sachen Koali­ti­ons­ver­trag. 86% Zustim­mung. Eine gute Nachricht?
    [02:20]
    Kret­sch­mann: Eine gute Nach­richt. Ein guter Koali­ti­ons­ver­trag. Jeden­falls gemes­sen dar­an, dass wir 15% nur bei der Wahl ein­ge­fah­ren haben. Da kriegt man natür­lich nicht den­sel­ben Koali­ti­ons­ver­trag hin wie in Baden-Würt­tem­berg. Wir haben ja dop­pelt so viel Zustim­mung bei der Wäh­ler­schaft gehabt.
    [02:38]
    Mode­ra­tor: Wobei die FDP ja schluss­end­lich weni­ger Stim­men bekom­men hat bei der Bun­des­tags­wahl, aber mög­li­cher­wei­se in den Koali­ti­ons­ver­hand­lun­gen mehr raus geholt hat. Wir wer­den über die Ampel und was sie uns bringt im Lauf der Sen­dung noch aus­führ­li­cher spre­chen. Eine Mel­dung noch in Sachen Coro­na. 14 Mil­lio­nen Men­schen sind geboos­tert inzwi­schen. Gute Nach­richt oder ist es Zuwenig?
    [03:03]
    Kret­sch­mann: Sehr gute Nach­richt in der kur­zen Zeit.
    [03:09]
    Mode­ra­tor: Wobei, was das Boos­tern angeht, Herr Kret­sch­mann, die Vor­ga­ben sehr ehr­gei­zig sind. Ich weiß gar nicht mehr im Detail wie vie­le Mil­lio­nen Men­schen man plant bis zum Jah­res­en­de zu boostern.
    [03:20]
    Kret­sch­mann: in Baden-Würt­tem­berg über 3 Millionen.
    [03:23]
    Mode­ra­tor: Krie­gen wir das hin?
    [03:24]
    Kret­sch­mann: Das krie­gen wir hin.
    [03:27]
    Mode­ra­tor: Da sind sie sicher?
    [03:27]
    Kret­sch­mann: Da bin ich sehr sicher. Wir mer­ken jetzt, dass die gan­ze Ärz­te­schaft wirk­lich toll mit­macht. Sehr vie­le Wochen­end-Ter­mi­ne. Und die­se Wochen­end-Ter­mi­ne, das ist natür­lich eine unglaub­li­che zusätz­li­che Kapa­zi­tät, die da mög­lich wird. Inso­fern bin ich sehr sicher, dass wir das schaffen.
    [03:47]
    Mode­ra­tor: Wobei, was die Impf­ter­mi­ne angeht wir vie­le Mails auch bekom­men haben im Vor­feld der Sen­dung von SWR1-Höre­rin­nen und Hörern, die uns schrei­ben, sie krie­gen kei­ne Ter­mi­ne für Boos­ter-Imp­fun­gen, müs­sen bis Febru­ar oder März war­ten bezie­hungs­wei­se sie müs­sen stun­den­lang in der Käl­te aus­har­ren, bis sie dann irgend­wann an der Rei­he sind.
    [04:06]
    Kret­sch­mann: Ja, das ist natür­lich ärger­lich. Aber jetzt ist es ja so: noch im August wur­de uns gesagt von der Wis­sen­schaft, zum Bei­spiel von Herrn Dros­ten, dass wir wahr­schein­lich nur spe­zi­el­le Grup­pen boos­tern müs­sen. Erst im Okto­ber mit der Isra­el-Stu­die hat­te man neue Erkennt­nis und dann brach sozu­sa­gen ein Ansturm auf das Boos­tern los. Es ist ja logisch, man kann ja nicht Mil­lio­nen in Tagen abimp­fen. Also das ist unver­meid­lich aber ich find es ist eigent­lich ein gutes Signal. Es zeigt, dass die Leu­te hin­term Boos­tern hin­ter­her sind. Und jetzt durch die Erwei­te­rung der Kapa­zi­tä­ten, immer mehr kom­mu­na­le Impf-Stütz­punk­te wer­den hoch­ge­zo­gen bin ich sicher, dass die­ser Stau rela­tiv rasch abge­baut wird. Ich kann nur hof­fen, dass wir auch genü­gend Impf­stoff vom Gesund­heits­mi­nis­ter bekommen.
    [05:08]
    Mode­ra­tor: Was die Impf­zen­tren angeht, die jetzt wie­der hoch­ge­fah­ren wer­den. Die hat man ja erst mal im Som­mer run­ter gefah­ren. War das im Nach­hin­ein einer der grö­ße­ren Fehler?
    [05:14]
    Kret­sch­mann: Nein.
    [05:16]
    Mode­ra­tor: War­um nicht?
    [05:16]
    Kret­sch­mann: Ich mein, das sind ja nur noch eine Hand­voll Leu­te eigent­lich hin­ge­gan­gen. Da kann man doch nicht solch eine gigan­ti­sche Infra­struk­tur machen. Jetzt sind wir viel mobi­ler mit den mobi­len Impf­teams, mit vie­len klei­ne­ren Stütz­punk­ten in Kom­mu­nen. Das ist schon die rich­ti­ge Alter­na­ti­ve. Äh, also, damals, das ist immer so, hin­ter­her ist man immer schlau­er, aber damals hat nie­mand gesagt, hal­lo, auch wenn da fast nie­mand mehr kommt, ihr macht die bit­te alle wei­ter. Also das war schon eine rich­ti­ge Entscheidung.
    [05:49]
    Mode­ra­tor: Die aktu­el­le Situa­ti­on auf den Inten­siv­sta­tio­nen in den Kran­ken­häu­sern von Baden-Würt­tem­berg. Wie sieht es da aus?
    [06:01]
    Kret­sch­mann: Wenn man die Schil­de­rung bekommt, es geht einem wirk­lich unter die Haut. Anders kann man das nicht mehr sagen. Ein über­las­te­tes Kli­nik­per­so­nal, das fast nicht mehr kann. 20% schon weni­ger, weil die sich krank gemel­det haben oder gegan­gen sind. Und dann müs­sen sie erle­ben, wie vie­le die­ser Men­schen ster­ben trotz inten­sivs­ter Betreu­ung. Und dann müs­sen sie auch noch ertra­gen, dass die meis­ten von denen unge­impft sind mit den schwe­ren Ver­läu­fen. Das heißt, sie hät­ten es eigent­lich ver­mei­den kön­nen, wenn sie sich hät­ten imp­fen las­sen. Und das für die­ses Per­so­nal ertra­gen zu müs­sen ist sehr, sehr hart.
    [06:43]
    Mode­ra­tor: Wir hat­ten in der ver­gan­ge­nen Woche Prof. Jörg Mar­tin zu Gast. Das ist der Geschäfts­füh­rer von ins­ge­samt 11 Kran­ken­häu­sern in Baden-Würt­tem­berg. Der hat gesagt, auf sei­nen Inten­siv­sta­tio­nen 90% unge­impft. Haben sie eine Erklä­rung dafür, war­um auch die­se gan­zen Impf-Kam­pa­gnen, die es in den letz­ten Wochen und Mona­ten gege­ben hat, so wenig gefruch­tet haben?
    [SWR: Prof. Jörg Mar­tin, von Haus aus Anäs­the­sist, ist als Kli­nik­ma­na­ger der Geschäfts­füh­rer der Regio­na­le Kli­ni­ken Hol­ding RKH, ein Ver­bund von neun Kran­ken­häu­sern in Baden-Würt­tem­berg, mit 8.000 Mit­ar­bei­tern und 400.000 ambu­lan­ten und sta­tio­nä­ren Patienten.]
    Kret­sch­mann: Natür­lich eine wirk­li­che Erklä­rung, also eine für mich, die ich auch sel­ber ver­ste­hen könn­te, hab ich dafür über­haupt nicht. Son­dern es ist im Gegen­teil so, das beschwert mich unglaub­lich, dass so vie­le Leu­te sozu­sa­gen einem Eigen­sinn nach­ge­hen, der ratio­nal nicht mehr erklär­bar ist. Und die­ser Eigen­sinn, man muss sehen, wir sind ja alle eigen­sin­nig, wir haben unse­re eigen­sin­ni­gen Ecken. Aber in so einer Situa­ti­on die­sen Eigen­sinn zu pfle­gen, das mir voll­kom­men unbe­greif­lich. Wir haben doch sehr vie­le ande­re Mög­lich­kei­ten. Also das beschwert mich auch men­tal außer­or­dent­lich, dass wir dem nicht wirk­lich beikommen.
    [07:57]
    Mode­ra­tor: Also, es gibt ja, wenn ich das rich­tig sehe bei den Impf­geg­nern oder Impf­skep­ti­kern zwei Frak­tio­nen. Die ers­te viel­leicht fun­da­men­ta­le Frak­ti­on die sagt, Imp­fung ist eine Pri­vat­an­ge­le­gen­heit und es gibt ein Recht auf kör­per­li­che Unver­sehrt­heit. Und wenn ich mich ver­wei­ge­re, dann hat der Staat das zu akzeptieren.
    [08:17]
    Kret­sch­mann: Das ist nicht so, ja. Nor­ma­ler­wei­se hat der­je­ni­ge Recht. Aber das ist ja jetzt eine Extrem-Situa­ti­on. Der Unge­impf­te gefähr­det auch ande­re, indem er sie ein­fach ansteckt. Das muss man ein­fach sehen. Inso­fern ist es eben nicht mehr Pri­vat­an­ge­le­gen­heit. Sonst wür­den wir das ja alles gar nicht machen. Die Grund­rechts­ein­schrän­kun­gen, die wir machen müs­sen, machen wir ja, um den Schutz­ge­dan­ken des Arti­kels 2, Recht auf Leben und kör­per­li­che Unver­sehrt­heit, über­haupt zum Recht zu ver­hel­fen. In einer Pan­de­mie bin ich eben mit mei­ner Anste­ckung nicht mehr allein, vor allem bei solch einem anste­cken­den Virus, wie es jetzt die Del­ta-Vari­an­te ist. Dar­um haben wir uns ja alle eine Impf­pflicht jetzt über­legt. Das ist ja der Grund.
    [09:09]
    Mode­ra­tor: Dann gibt es mög­li­cher­wei­se noch eine zwei­te Frak­ti­on von Impf­skep­ti­kern, die Beden­ken haben bezüg­lich mög­li­cher Lang­zeit­schä­den. Die, was den mRNA-Impf­stoff angeht, Beden­ken haben, der könn­te mög­li­cher­wei­se ins Erb­gut des Men­schen, auf wel­che Art und Wei­se auch immer, rein­kom­men. Neh­men sie sol­che Beden­ken ernst?
    [09:33]
    Kret­sch­mann: Ja, jeden­falls sind es Beden­ken, die die Wis­sen­schaft ein­deu­tig wider­le­gen kann, ja. Dass es von der Mes­sen­ger-RNA kei­nen Rück­weg gibt zur DNA, das haben mei­ne Schü­ler schon im Bio­lo­gie-Unter­richt gelernt. Das sind also wis­sen­schaft­li­che Fak­ten. Wenn man sich natür­lich gegen wis­sen­schaft­li­che Fak­ten stellt, wer soll dann noch über­zeu­gen, ja? Also das sind nun glaub ich Beden­ken, die sind halt­los. Die sind wider­legt. Und, mehr kön­nen wir nicht machen, als dass uns die Wis­sen­schaft das nun gut begrün­det und plau­si­bel darlegt.
    [10:19]
    Mode­ra­tor: Beküm­mert sie eigent­lich die­se ganz offen­kun­dig vor­han­de­ne und zuneh­men­de Wis­sen­schafts­feind­lich­keit in die­sem Land?
    [10:28]
    Kret­sch­mann: Ja sehr. Dar­auf beruht, … die gan­ze moder­ne Gesell­schaft beruht auf wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­sen. Sie beruht auf Erfah­rung. Sie beruht auf tech­ni­schem Wis­sen. Nicht, des­we­gen geht ja fast jeder in einen Fahr­stuhl, ohne dass er Angst, dass der abstürzt. Also wir haben eigent­lich ein gro­ßes Ver­trau­en in die­se Welt, sonst wür­de doch kein Mensch in ein Flug­zeug ein­stei­gen oder in ein Auto, ja. Und so ist es beim Imp­fen kei­ne Boh­ne anders. Das sind alles sehr gut unter­such­te Vor­gän­ge und Fak­ten. Rie­si­ge kli­ni­sche Stu­di­en, an denen zehn­tau­sen­de von Men­schen teil­neh­men. Mil­li­ar­den von Men­schen sind geimpft. Jetzt gibt’s da natür­lich Neben­wir­kun­gen, das ist klar. Aber die sind ganz beschei­den gegen­über den Wir­kun­gen, die die­ses schlim­me Virus auf den Kör­per und den Mensch haben kann. Und wenn man das mit­ein­an­der ver­gleicht, dann merkt man, es gibt kei­nen Grund, sich nicht imp­fen zu las­sen. Jeden­falls kei­nen rationalen.
    [11:34]
    Mode­ra­tor: Coro­na ist mit einer Wucht zurück­ge­kom­men, das sich eigent­lich kei­ner in die­ser Form und in die­sem Aus­maß hat vor­stel­len kön­nen. Par­al­lel dazu gibt’s jetzt auch den Vor­wurf oder die Vor­wür­fe an die Poli­tik, man hät­te den Som­mer kom­plett ver­schla­fen und nicht auf dem Schirm gehabt, was da im Okto­ber, Novem­ber, Dezem­ber auf uns zukommt. Wie sehen sie's?
    [12:15]
    Kret­sch­mann: Wie haben die­sen Som­mer nicht ver­schla­fen. Sozi­al­mi­nis­te­ri­um hat ein Alarm­stu­fen­sys­tem sich aus­ge­dacht, nach dem wir auch ver­fah­ren sind. Und damals, als wir die­ses Alarm­stu­fen­sys­tem gemacht haben, hab ich eher gehört, dass es doch ein biss­chen arg scharf ist, ja. Jetzt im Nach­hin­ein hat es sich gezeigt, dass zum Bei­spiel die Gren­ze der Bele­gung der Inten­siv­bet­ten zu hoch war. Ja, das ist nicht rich­tig ein­ge­schätzt wor­den, aber das weiß man eben hinterher.
    [12:53]
    Mode­ra­tor: Wobei, was die Inten­siv­bet­ten angeht, wenn ich noch­mal Pro­fes­sor Mar­tin zitie­ren darf, der letz­te Woche hier war, der sagt, das Pro­blem sind nicht die Inten­siv­bet­ten und die Beatmungs­mög­lich­kei­ten, die gäbe es eigent­lich. Das Pro­blem sei halt das Personal.
    [13:14]
    Kret­sch­mann: Und noch was ande­res. Es wer­den ja ande­re Ope­ra­tio­nen ver­scho­ben. Ich mein, das dür­fen wir jetzt mal nicht ver­ges­sen. Es wer­den sogar Krebs-Ope­ra­tio­nen ver­scho­ben. Leu­te … wo die Ope­ra­ti­on … Hüft­ope­ra­ti­on, die Leu­te hal­ten die Schmer­zen kaum mehr aus. Es wird alles ver­scho­ben. Das heißt, auch für die ist das schwer zu ertra­gen, dass sie jetzt zurück­ste­hen müs­sen. Also auch die müs­sen wir mal in Augen­schein neh­men. Die vie­len Men­schen, deren wich­ti­ge Ope­ra­tio­nen ver­legt wer­den, noch­mal ver­legt, noch­mal verlegt.
    [13:51]
    Mode­ra­tor: Weil sie gera­de das Baden-Würt­tem­ber­gi­sche Sozi­al­mi­nis­te­ri­um ange­spro­chen haben. Herr Rül­ke, FDP-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der, hat heu­te gesagt, Lucha, also der Sozi­al­mi­nis­ter, sei kom­plett über­for­dert und ein Dilettant.
    [14:05]
    Kret­sch­mann: ??? Ich fin­de man soll­te in einer Pan­de­mie etwas zurück­hal­ten­der sein mit solch extre­men Urtei­len. Der Gesund­heits­mi­nis­ter Lucha macht einen ganz schwe­ren Job wie alle Gesund­heits­mi­nis­ter. Und ich möch­te mal wis­sen, was wir jetzt wirk­lich schlech­ter gemacht haben wie ande­re Län­der. Da fie­le mir mal nix bis ganz wenig ein. Dar­an merkt man schon, dass der Vor­wurf halt­los ist.
    [14:31]
    Mode­ra­tor: Wobei man bei der FDP viel­leicht auch noch anfü­gen könn­te, dass die FDP selbst ja gera­de in einem Neu­fin­dungs­pro­zess sich befin­det, bei­spiels­wei­se was die Ein­stel­lung der Par­tei und der füh­ren­den Par­tei­ver­tre­ter zu einer all­ge­mei­nen Impf­pflicht angeht.
    [14:50]
    Kret­sch­mann: Ich mein, es ist ja erfreu­lich, wenn die Tat­sa­chen und die Fak­ten sich ändern, dass man dann auch sei­ne Mei­nung ändert. Das ist .. will ich erst mal begrü­ßen und hab davor auch Respekt. Es sind natür­lich tie­fe Ein­grif­fe in Grund­frei­hei­ten, das ist ja kei­ne Fra­ge und das man das skru­pu­lös macht geht jedem so. Ich mein, ich hab auch vor einer Impf­pflicht zurück­ge­schreckt, hab sie aber nie aus­ge­schlos­sen. Und das hat uns die Pan­de­mie gelehrt, schlie­ße nichts aus. Es macht kei­nen Sinn. Wir brau­chen alle Mög­lich­kei­ten, Instru­men­te. Ob und wie wir sie dann anwen­den, das ist eine ganz ande­re Frage.
    [15:32]
    Mode­ra­tor: Das heißt, auch von jetzt aus nach hin­ten geguckt, es war einer der grö­ße­ren Feh­ler zu einem Zeit­punkt, als kein Mensch wuss­te wie die­se Pan­de­mie sich ent­wi­ckelt, eine all­ge­mei­ne Impf­pflicht kate­go­risch aus­zu­schlie­ßen, letzt­lich von allen Parteien?
    [15:50]
    Kret­sch­mann: Ich hab sie nicht aus­ge­schlos­sen. Im Juli wur­de ich gefragt danach. Hab ich gesagt, ich habe es nicht vor. Ich habe auch kei­nen Plan in der Schub­la­de, aber aus­schlie­ßen tue ich es nicht, denn es hängt vom Virus ab. Frü­her hat­ten wir die Ansa­ge 70% Geimpf­te genü­gen für eine Grund­im­mu­ni­tät oder gar Her­den­im­mu­ni­tät. Jetzt müs­sen es über 90% sein durch das neue Virus, die neue Vari­an­te. Also eine völ­lig ande­re Situa­ti­on. Es heißt, mit dem dama­li­gen Wis­sen haben es die meis­ten aus­ge­schlos­sen. Heu­te wis­sen wir, dass das vor­ei­lig war und das Virus sich so wan­delt, dass jetzt ein­fach kein Weg mehr dar­an vor­bei führt, sonst kom­men wir aus dem Schla­mas­sel nie raus.
    [16:41]
    Mode­ra­tor: Weil wir vor­hin dar­über gespro­chen haben, ob die Poli­tik mög­li­cher­wei­se Coro­na im Som­mer ver­schla­fen hat, sie haben das für ihr Bun­des­land, für Baden-Würt­tem­berg, aus­ge­schlos­sen. Gleich­wohl hat Coro­na im Wahl­kampf kei­ne Rol­le gespielt, dann kamen die Son­die­run­gen, die Koali­ti­ons­ver­hand­lun­gen und da hat Coro­na auch kei­ne wirk­lich über­ra­gen­de Rol­le gespielt. Mit ande­ren Wor­ten: man hat auch Zeit verplempert?
    [17:12]
    Kret­sch­mann: Ich sag mal so, wenn die Zah­len nied­rig sind, das waren sie im Som­mer, wird man lei­der immer etwas leicht­sin­nig. Es war nicht mehr im Zen­trum. Es ist jetzt nicht so, dass wir es ver­schla­fen haben, aber es sind eben ande­re Fra­gen, wer regiert die­ses Land in Zukunft ist ja nicht unwich­tig, in den Vor­der­grund gerückt. Ich den­ke, wenn die Zahl hoch gewe­sen wäre wie jetzt, nicht, man hat das gemerkt auch wäh­rend der Ver­hand­lun­gen jetzt kam das wie­der abso­lut in den Mit­tel­punkt. Also das immer biss­chen, die gan­ze Erfah­rung der Kri­se geht's run­ter und da denkt man ach ja und dann geht's hoch, dann ist man wie­der auf­ge­wühlt. Und das ist eben immer das Hin und Her. Des­we­gen bin ich auch letzt­end­lich für eine Impf­pflicht, dass die­ser Schla­mas­sel und die­ses Hin und Her und die­ses ist es zu viel, ist es zu wenig, ist es das Rich­ti­ge mal auf­hört und wir die­se Pest hin­ter uns lassen.
    [18:11]
    Mode­ra­tor: Sie haben zusam­men mit dem bay­ri­schen Minis­ter­prä­si­den­ten Söder vor ein zwei Wochen einen Gast­bei­trag in der FAZ plat­ziert, in dem sie sich gemein­sam für eine Impf­pflicht aus­ge­spro­chen haben. War­um hat es die­se Initia­ti­ve gegeben?
    [18:29]
    Kret­sch­mann: Weil uns zum Bei­spiel die Situa­ti­on in Inten­siv­sta­tio­nen zeigt, es geht nicht mehr anders. Wir müs­sen zu die­sem äußers­ten Mit­tel grei­fen. Es kos­tet alles vie­le, vie­le Men­schen­le­ben. Es hat rie­si­ge Kol­la­te­ral­schä­den in der Wirt­schaft, in der Kul­tur, aber vor allem bei unse­ren Kin­dern, nicht, wir mer­ken jetzt, die Lern­rück­stän­de schwer ein­hol­bar. Ja und auf dem Weg dahin immer wie­der das Rauf und Run­ter. Das zer­mürbt uns alle, nicht. Und des­we­gen ein­fach mal der Ent­schluss, wir müs­sen jetzt den Mut haben für eine all­ge­mei­ne Impf­pflicht … es … haben wir die Dis­kus­si­on eröff­net. Und sie in einer Woche so Fahrt auf­ge­nom­men, dass fast alle poli­ti­schen Kräf­te gesagt haben, ja das brau­chen wir. Inso­fern ist die Debat­te in die rich­ti­ge Rich­tung eröffnet.
    [19:31]
    Mode­ra­tor: Sie haben ja nun seit ein paar Jah­ren das in Anfüh­rungs­stri­chen Ver­gnü­gen mit Mar­kus Söder, dem bay­ri­schen Minis­ter­prä­si­den­ten. zusam­men­zu­ar­bei­ten. Wel­che Erfah­rung haben sie mit ihm gemacht?
    [19:37]
    Kret­sch­mann: Ja, wir waren ja im Team Vor­sicht (nicht) zusam­men mit der Kanz­le­rin haben wir immer für einen rela­tiv strik­ten Kurs plä­diert. es hat auch sei­nen Grund nicht. Wir sehen, dass wir im Süden Deutsch­lands sehr hohe Inzi­den­zen haben. Es gibt vie­le Theo­rien dar­über, war­um das so ist. Ein Kul­tur­wis­sen­schaft­ler hat mal gesagt, wir haben doch scheint's mehr Brudd­ler wie Den­ker in … in … bei den Schwa­ben, nicht. Nicht, das ist ein­fach, wir wis­sen die Grün­de nicht genau, es gibt ein Nord-Süd-Gefäl­le. Nicht und des­we­gen sind wir auch immer beson­ders betrof­fen auch mit der Schweiz und Öster­reich, nicht. Die­ser gan­ze süd­deut­sche Sprach­raum äh, nicht, der hat ein­fach Pro­ble­me, Ansa­gen der Regie­rung ein­fach zu fol­gen. Nicht, es ist eine gewis­se Auf­müp­fig­keit. Es spie­len vie­le Din­ge rein. Und die hat er genau­so wie ich.
    [20:41]
    Mode­ra­tor: Also, wenn sie das Team Vor­sicht anspre­chen, also sie und Söder und Frau Mer­kel, dann muss es ja auch ein Team Nach­sicht gege­ben haben. Also der geschei­ter­te Armin Laschet?
    [20:53]
    Kret­sch­mann: Ja, sagen wir mal so. ich will jetzt wirk­lich nicht nach­tre­ten. Wir sind im Gro­ßen und Gan­zen dann immer zusam­men­ge­blie­ben in der Minis­ter­prä­si­den­ten­kon­fe­renz mit der Kanz­le­rin. Aber sicher, da gibt’s halt Schlie­ßer und Öff­ner, um es mal etwas platt zu sagen. Und, man muss sich dann eben immer mit Kom­pro­mis­sen fin­den. Nur, das Virus inter­es­siert sich eben nicht für Kom­pro­mis­se, das steckt nur an.
    [21:19]
    Mode­ra­tor: Tut ihnen Laschet leid?
    [21:25]
    Kret­sch­mann: Ich bedau­re es sehr. Ich hab ihn sehr geschätzt. Ich schätz ihn nach wie vor. Sei­ne letz­te Rede im Bun­des­rat zu Euro­pa, da ist einem echt das Herz aufgegangen.
    [21:33]
    Mode­ra­tor: Hät­te, wäre, wenn. Ange­nom­men, die Uni­on hät­te Söder nomi­niert und die Grü­nen Habeck. Hät­ten wir heu­te eine schwarz-grü­ne Koalition?
    [21:40]
    Kret­sch­mann: Das mag sein. Wer weiß es schon? Aber mög­lich wäre es gewe­sen. Ja aber, die Katz' isch da Baum nauf.
    [21:51]
    Mode­ra­tor: Es hat im Vor­feld die­ser Auf­zeich­nung vom Mon­tag­abend vie­le Mails von SWR1-Höre­rin­nen und ‑Hörern gege­ben, die sich auch mit der Impf­po­li­tik in Deutsch­land, spe­zi­ell auch in Baden-Würt­tem­berg, aus­ein­an­der­set­zen und schon auch immer noch Fra­gen in die Rich­tung haben, äh, die­se föde­ra­le Hick­hack, das es ja nun zwei­fels­oh­ne gege­ben hat, die­ser Fli­cken­tep­pich, der ent­stan­den ist, äh, Ver­ord­nun­gen, Maß­nah­men, Ein­schrän­kun­gen, wo irgend­wann nie­mand mehr durch­ge­blickt hat. Hat das so sein müssen?
    [22:31]
    Kret­sch­mann: Fra­gen wir mal anders­rum. Wel­cher Staat ist denn bes­ser durch die Kri­se gekom­men wie wir mit einer ver­gleich­ba­ren Grö­ße? Ist es in zen­tra­lis­ti­schen Staa­ten wie Frank­reich bes­ser gelun­gen? [Mode­ra­tor: aktu­ell ja]. Aktu­ell ja, frü­her nicht. Man merkt aber, das wech­selt mal, nicht. Da denkt man, ah, die sind jetzt ganz gut dran. Was haben die gemacht? Zwei Mona­te spä­ter geht's bei einem sel­ber run­ter und bei denen rauf. Also ich glau­be nicht, dass der Föde­ra­lis­mus äh irgend­wie Schuld hat­te, dass da man­ches nicht so gut war wie es hät­te sein sol­len. Im Gegen­teil, wir haben jeden­falls bis zu die­ser vier­ten Wel­le die Kri­se genau­so gut bewäl­tigt wie alle ande­ren Län­der auch oder bes­ser gesagt genau­so schlecht.
    [23:19]
    Mode­ra­tor: Aber jetzt ste­hen Län­der, die am Anfang ganz schlecht dran waren sehr viel bes­ser da. Ita­li­en bei­spiels­wei­se, Por­tu­gal, Spa­ni­en auch Frankreich
    [23:29]
    Kret­sch­mann: War­um? Weil sie sehr hohe Impf­quo­ten haben, ja. Das ist schlicht­weg der Grund, nicht. Ita­lie­ner haben wahr­schein­lich die fürch­ter­li­chen Bil­der von Ber­ga­mo noch im Kopf auch Por­tu­gal, Spa­ni­en, da herrscht ein­fach … die­se Impf­skep­sis ist da in der Bevöl­ke­rung ein­fach in dem Maß gar nicht da. Wir haben sie und müs­sen damit jetzt fer­tig werden.
    [23:52]
    Mode­ra­tor: Und es gibt einen ita­lie­ni­schen Minis­ter­prä­si­den­ten namens Draghi, der auch rich­tig Druck gemacht hat.
    [23:57]
    Kret­sch­mann: Ja, das konn­te er auch. Ja, wir mer­ken ja sel­ber immer … man merkt jetzt … wo die Leu­te wirk­lich jetzt mehr hören von den Inten­siv­sta­tio­nen, unter wel­chen Belas­tun­gen das steht, nicht, auf ein­mal wen­det sich das Blatt. Es kann man in jeder Umfra­ge sehen, wie das auch in Wel­len geht immer je nach­dem was man hört oder sieht. Ich mein, der Mensch reagiert halt immer auch auf das, was er sieht, nicht. Und jetzt lan­ge vor­aus zu gucken äh das ist immer ne Kopf­sa­che und gelingt halt nicht immer. Das weiß doch jeder aus dem per­sön­li­chen Leben, das ist in der Poli­tik schlicht­weg nicht anders.
    [24:45]
    Mode­ra­tor: Dann gibt es ja, äh, das merkt auch ein Hörer an nach sei­ner Beob­ach­tung eine schwei­gen­de Mehr­heit, die sich imp­fen lässt und eine nicht-schwei­gen­de Mehr­heit [sic!], die die Imp­fung ver­wei­gert und ver­bun­den damit die Fra­ge, ob da sie auch eine Kluft sich auf­tun sehen äh, die die Din­ge nur noch kom­pli­zier­ter und schwie­ri­ger macht?
    [25:08]
    Kret­sch­mann: Ja, des­we­gen, ich glau­be ich muss mir auch hin­ter­fra­gen den Begriff der Spal­tung der Gesell­schaft, nicht. Die­je­ni­gen, die ganz mili­tan­te Impf­geg­ner sind, äh, da stellt man oft fest, sie sind auch Geg­ner der demo­kra­ti­schen Ord­nung. Ja, das sind sehr weni­ge. dann kommt eine grö­ße­re Men­ge von Impf­skep­ti­kern dazu, wo wir uns schwer­tun sie mit Fak­ten äh ein­fach zu über­zeu­gen äh das ist ein­fach eine Tat­sa­che und äh wir müs­sen spä­ter sicher mal dar­über nach­den­ken, gibt’s Enquete-Kom­mis­si­on, die das unter­sucht, damit wir in der nächs­ten Pan­de­mie bes­ser gewapp­net sind. Sowohl die Bevöl­ke­rung als auch die Politik.
    [25:58]
    Mode­ra­tor: Vor die­sem Hin­ter­grund, es hat äh an die­sem Wochen­en­de einen Fackel­zug gege­ben von sehr radi­ka­len Coro­na-Leug­nern und Impf-Ver­wei­ge­rern zum Haus der säch­si­schen Gesund­heits­mi­nis­te­rin. Wie bewer­ten sie das?
    [26:16]
    Kret­sch­mann: Fackel­zü­ge vor Pri­vat­woh­nun­gen von Poli­ti­kern zu machen, das hat die SA erfun­den. Ich mein, da hört der Spaß wirk­lich auf. Wir haben Mei­nungs­frei­heit, aber kei­nen Mei­nungs­ter­ror gegen­über Poli­ti­kern in ihren Pri­vat­räu­men oder dort wo sie woh­nen. Das geht mal gar nicht. Und da muss sich der Saat als wehr­haft zei­gen. So was dür­fen wir nicht dul­den und auf­kom­men lassen.
    [26:43]
    Mode­ra­tor: Hat es Din­ge die­ser Art auch in Baden-Würt­tem­berg gegeben?
    [26:46]
    Kret­sch­mann: Es sind mir in dem Aus­maß nun Gott sei Dank nicht bekannt, aber auch da sehen wir, dass da immer mehr mili­tant wer­den, dass es Ver­bin­dun­gen die­se Sze­ne zu Rechts­ra­di­ka­lis­mus und ähn­li­chem gibt. Also das haben wir schon genau im Auge. Und ich will noch­mal so sagen, die Impf­skep­ti­ker, ja, die aber nichts gegen den Staat an sich haben, das blei­ben unse­re Bür­ger, das blei­ben unse­re Nach­barn und Mit­bür­ger auch wenn wir … es schwer­fällt uns ein­an­der über­haupt noch zu ver­ste­hen etwas zu sagen. Aber die, die Pan­de­mie benüt­zen wie als Aas­gei­er der Pan­de­mie gegen unse­ren Staat vor­zu­ge­hen, denen gegen­über wer­den wir uns als wehr­haf­te Demo­kra­tie erweisen.
    [27:39]
    Mode­ra­tor: Jetzt kommt in Ber­lin die Ampel. Und, Herr Kret­sch­mann, ich ver­mu­te aus zwei Grün­den sind sie nicht glück­lich. Ers­ter Grund, es gibt eine Koali­ti­on der Grü­nen mit einer Par­tei mit der sie in Baden-Würt­tem­berg nicht koalie­ren woll­ten, näm­lich die FDP.
    [28:05]
    Kret­sch­mann: Erst­mal muss man sehen, ich hat­te eben die Wahl. Ich hat­te ja die Wahl, mit der CDU zu reagie­ren [sic!] oder mit einer Ampel. Die Wahl hat­ten die Grü­nen im Bund nicht. Egal, ob man Jamai­ka oder ne Ampel gemacht hät­te, die FDP wäre immer dabei gewe­sen. Inso­fern sind das nicht ver­gleich­ba­re Ver­hält­nis­se. Und ich hab mich nach zwei sehr ernst­haf­ten Son­die­run­gen eben für eine Koali­ti­on mit den Christ­de­mo­kra­ten ent­schie­den und ich bin nach wie vor der Über­zeu­gung, das war die rich­ti­ge Entscheidung.
    [28:44]
    Mode­ra­tor: Sehen sie für Ber­lin die Gefahr, dass die Grü­nen zwi­schen der SPD und der FDP zer­rie­ben wer­den könnten?
    [28:50]
    Kret­sch­mann: Nein.
    [28:52]
    Mode­ra­tor: Wenn sie sich angu­cken, was die FDP alles raus geholt hat an Minis­te­ri­en und auch an The­men, also klei­nes Bei­spiel, die FDP stellt den Ver­kehrs­mi­nis­ter und es gibt kein Tem­po­li­mit von 130. Da haben, zumin­dest in die­sem Bereich, die Grü­nen nicht sehr viel erreicht.
    [29:11]
    Kret­sch­mann: Also ich wür­de das … den Erfolg jetzt nicht am Tem­po­li­mit , äh, oder Miss­erfolg am Tem­po­li­mit festmachen.
    [29:29]
    Mode­ra­tor: Ver­zei­hen sie, das war eine sym­bo­li­sche Geschich­te , die das … Tem­po­li­mits … äh ????
    [29:25]
    Kret­sch­mann: Ja, aber ich mein, wir müs­sen mit der Sym­bo­lik, die hat schon eine gewis­se Rol­le in der Poli­tik, wir müs­sen aber vor­sich­tig sein, nicht. Äh, ich mein, das spielt nun nicht die tra­gen­de Rol­le im Kli­ma­schutz, nicht. Dafür lau­fen ande­re The­men, wie zum Bei­spiel der gan­ze Gebäu­de­be­stand, der welt­weit 35% der Treib­haus­gas­emis­sio­nen ver­ur­sacht. Der ist ja ganz unterm Radar. Ich mein, wer redet über­haupt dar­über, nicht. Ich mach jetzt da einen stra­te­gi­schen Dia­log zu dem The­ma. Also das muss man schon rich­tig ein­sor­tie­ren, äh, und ich glau­be, wir haben jetzt über die gan­ze Brei­te der Öko­lo­gie – Wirt­schaft und Kli­ma, Land­wirt­schaft, Verbraucher‑, Umwelt­schutz. Ich den­ke, wir haben da einen gan­zen Rei­gen eines umfas­sen­den Tableaus von Minis­te­ri­en, nicht. Jetzt kann’s nicht der Umwelt­mi­nis­ter auf den Wirt­schafts­mi­nis­ter schie­ben. Ich glau­be, das ist jetzt sozu­sa­gen schon ein run­des Stück und dar­aus wer­den wir was machen.
    [30:26]
    Mode­ra­tor: Und sie sind auch vol­ler Zuver­sicht, dass die FDP die­ses dann auch ent­spre­chend unter­stüt­zen wird?
    [30:34]
    Kret­sch­mann: Ja sicher. Ich hab kei­ner­lei Grund, an deren Koali­ti­ons­treue zu zwei­feln. Ich mein, es haben ja die Ver­hand­lun­gen sel­ber gezeigt, ihr Stil, dass nicht dau­ernd was durch­ge­sto­chen wird, das ist doch ein Zei­chen für ernst­haf­te Ver­hand­lun­gen und nicht für Rum­ge­tur­ne. Das lässt doch hof­fen, dass das eine Koali­ti­on wird, die Deutsch­land vor­an­bringt in den wich­ti­gen The­men wie der Kampf gegen die Klimaerhitzung.
    [31:01]
    Mode­ra­tor: Dann haben wir einen neu­en Bun­des­kanz­ler Olaf Scholz von dem sie gesagt haben, sie hät­ten zu ihm ein pro­fes­sio­nel­les Ver­hält­nis. Das klingt jetzt nicht unbe­dingt nach ganz gro­ßer Herzlichkeit.
    [31:12]
    Kret­sch­mann: Ja, ich mein, wir müs­sen uns ja nicht immer lie­ben in der Poli­tik. Wich­tig ist, dass wir für das Land und sei­ne Men­schen pro­fes­sio­nell zusam­men­ar­bei­ten. Und das mach‘ ich mit Olaf Scholz. Ich kenn ihn nun seit zehn Jah­ren, äh, ers­te Zeit als Minis­ter­prä­si­dent von Ham­burg [Mode­ra­tor: Bür­ger­meis­ter] , ja, Bür­ger­meis­ter heißt es ja dort. Dann eben als Bun­des­mi­nis­ter. Wir haben immer wirk­lich pro­fes­sio­nell in der Sache zusam­men­ge­ar­bei­tet, aber wir rei­ben uns auch anein­an­der. Das ist nun mal so.
    [31:49]
    Mode­ra­tor: Stimmt eigent­lich die Geschich­te, dass Olaf Scholz ein bein­har­ter Ver­hand­ler ist wie das immer kol­por­tiert wurde?
    [31:55]
    Kret­sch­mann: Ja, Ja,
    [31:57]
    Mode­ra­tor: Haben sie auch selbst erlebt.
    [31:57]
    Kret­sch­mann: Ja.
    [31:57]
    Mode­ra­tor: In wel­chem Zusammenhang?
    [31:59]
    Kret­sch­mann: Ja, ich mein, wir haben den Län­der­fi­nanz­aus­gleich ver­han­delt. Wir haben die Erb­schafts­steu­er im Ver­mitt­lungs­aus­schuss ver­han­delt. Äh, wir haben viel finan­zi­el­le Fra­gen ver­han­delt zwi­schen Bund und Län­dern. Ich mein, das ist er mehr wie bein­hart gewe­sen. Also das ist ein har­ter Verhandler.
    [32:21]
    Mode­ra­tor: Kann ja durch­aus von Vor­teil sein, wenn man mit bestimm­ten Figu­ren auf der Welt­büh­ne es zu tun bekommt.
    [32:32]
    Kret­sch­mann: Abso­lut. Ich mein, da muss man Leu­ten ver­han­deln, äh, mit denen man ja frei­wil­lig kein Bier trin­ken würde.
    [32:35]
    Mode­ra­tor: Win­fried Kret­sch­mann, seit gut 10 Jah­ren der Minis­ter­prä­si­dent in Baden-Würt­tem­berg und seit knapp 2 Jah­ren letzt­lich der obers­te Kri­sen­ma­na­ger in Sachen Coro­na. Herr Kret­sch­mann, die­se letz­ten 20 Mona­te, wie sehr haben die sie auch per­sön­lich verändert?
    [33:00]
    Kret­sch­mann: Ja, schon die Flücht­lings­kri­se zu bewäl­ti­gen, das hät­te mir eigent­lich gereicht. ja. So ne Pan­de­mie ist noch mal was ganz ande­res , was Neu­es, was Unbe­kann­tes, hat einen jeden Woche in Atem genom­men und, äh, man lernt einer­seits sehr viel, aber es ist auch sehr beschwer­lich, weil man muss sehr sehr vie­len Leu­ten auf die Füße tre­ten auch exis­ten­zi­ell, das bedeu­tet für man­chen Wirt ein Aus und ähn­li­ches, das beschwert einen schon unglaub­lich. Auch die Ein­grif­fe in Grund­rech­te, so was wür­de man nor­mal nie machen. Zwei Jah­re in so ner Extrem­si­tua­ti­on zu sein, das ist schon nicht nur anstren­gend, das macht auch etwas mit einem, ja. Und man muss sich immer wie­der zurück­neh­men, dass man nicht sozu­sa­gen in ein Fahr­was­ser kommt, das man denkt, das sei nun die Poli­tik. Das ist ne Aus­nah­me. Und, glau­ben sie mir, wenn uns als Poli­ti­ker … heilt uns das von von von einem sicher, das heißt durch­re­gie­ren. Da haben sie ein­fach kei­nen Bock mehr drauf, um das salopp zu sagen. Wenn die­ser Schla­mas­sel mal vor­bei ist und man froh ist, wie­der ganz nor­mal mit den Bür­gern was aus­zu­han­deln, statt jetzt da Ver­ord­nun­gen zu machen, die von einem Tag auf den andern die Leu­te beschwe­ren, äh, also das ist kein Nor­mal­zu­stand und ich ver­spre­che den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern, wenn das rum ist, dann wird es wie­der ganz normal.
    [34:43]
    Mode­ra­tor: Das ist ein Ver­spre­chen, an dem sie sich sicher mes­sen las­sen wer­den, wenn denn die­se Pan­de­mie tat­säch­lich rum sein soll­te. Ansons­ten, was macht es mit einem a) wenn man stän­dig auch medi­al in Zei­ten von Coro­na unter einer Dau­er­be­ob­ach­tung steht und b) wenn man dann über sich auch immer lesen oder hören muss, man sei ent­we­der zu bru­tal oder dann nicht wie­der kon­se­quent genug?
    [35:10]
    Kret­sch­mann: Da braucht man schon ein dickes Fell, ja. Ich mein, wir müs­sen ja immer was ent­schei­den in der Situa­ti­on, nicht, und dann äh immer hin­ter­her zu erfah­ren von den vie­len Zuschau­ern, äh das ist wie auf dem Fuß­ball­platz, wo jeder sagt, war­um ist der jetzt nicht links son­dern rechts rum gerannt, um das Tor zu erzie­len. Ich mein, das geht einem schon mal immer auch etwas auf den Zei­ger, das muss ich schon sagen. Es ist ein Unter­schied in einer Situa­ti­on han­deln zu müs­sen unter Druck, meis­tens unter Zeit­druck. Man sagt ja immer, jeder Tag zählt. Also kann ich nicht drei Tage nun ganz soli­de an der Ver­ord­nung arbei­ten, das geht halt nicht. Das ist anders als hin­ter­her zu sagen, hät­tet er, hät­tet er, hät­tet er.
    [36:00]
    Mode­ra­tor: Ja. Die Zusam­men­ar­beit in der Minis­ter­prä­si­den­ten­kon­fe­renz, die ja dann, zumin­dest gegen Ende durch­aus auch kri­tisch begut­ach­tet wur­de in der Öffent­lich­keit. Wie wie haben sie's erlebt und wie haben sie auch eine Kanz­le­rin erlebt, von der man ja weiß, dass sie zu der ein durch­aus gutes Ver­hält­nis pflegen?
    [36:19]
    Kret­sch­mann: Als außer­or­dent­lich füh­rungs­stark. Ja, mit ihrem gro­ßen Detail­wis­sen, äh, das kann natür­lich auch manch­mal ent­glei­sen, nicht, wie bei die­ser soge­nann­ten Oster­ent­schei­dung, äh [Mode­ra­tor: die sie dann aber zügig zurück­ge­nom­men hat] als sie sehr füh­rungs­stark war … , wo sie aber sehen, dass der Bund vie­les ja nicht ent­schei­den kann . Das müs­sen dann die Län­der auf Grund­la­ge des Infek­ti­ons­schutz­ge­set­zes machen. Sie macht ja nicht die Ver­ord­nun­gen, son­dern wir. Uns sozu­sa­gen zu füh­ren, ohne dass man zum Schluss das letz­te Wort hat was geschieht, das ist mal etwas, was sie bewun­derns­wert gut hin­be­kom­men hat.
    [36:59]
    Mode­ra­tor: Es hat sich ja nun im Lauf vor allem die­ses Jah­res 2021 eine Quer­den­ker Bewe­gung gebil­det. Eine Grup­pe von Men­schen, die gegen die Maß­nah­men des Staa­tes auf die Stra­ße gehen. Haben sie die Hoff­nung, die­se Leu­te irgend­wann wie­der ein­fan­gen zu kön­nen. Also im Sin­ne von mit ihnen ins Gespräch zu kom­men und sie mög­li­cher­wei­se sogar über­zeu­gen zu kön­nen von dem was sie den­ken und dem was sie tun?
    [37:28]
    Kret­sch­mann: Wir dür­fen in einer Demo­kra­tie nie­mals irgend­ei­nen Bür­ger auf­ge­ben. Das dür­fen wir nie. Selbst wenn Leu­te ins Gefäng­nis kom­men, gilt das Reso­zia­li­sie­rungs­prin­zip, selbst Ver­bre­cher ver­su­chen wir wie­der auf den guten Weg zu brin­gen, wer­den wir's ja erst recht mit irgend­wel­chen Quer­den­kern machen. Gelin­gen wird uns das bei vie­len nicht. Aber der Ver­such, immer wie­der jeden Bür­ger in unse­re frei­heit­li­che Ord­nung zu inte­grie­ren, das darf die Poli­tik nie aufgeben.
    [38:05]
    Mode­ra­tor: Es gibt ein Leben nach Coro­na und wir die Poli­tik ver­spre­chen, dass die Bür­ger selbst­ver­ständ­lich all ihre Bür­ger- und Frei­heits­rech­te zurück­be­kom­men. So wür­de ich das zusam­men­fas­sen, was sie gera­de eben gesagt haben, Win­fried Kret­sch­mann, Minis­ter­prä­si­dent von Baden-Würt­tem­berg. Hab ich das kor­rekt zusammengefasst?
    [38:28]
    Kret­sch­mann: Eins zu eins stimmt es. So genau hab ich's gemeint.
    [38:32]
    Mode­ra­tor: Äh, ihre Frau war sehr krank. Sie hat­te Krebs. Das wur­de auch öffent­lich, weil sie hat es dann öffent­lich gemacht. Darf ich sie fra­gen wie's ihrer Frau heu­te geht?
    [38:42]
    Kret­sch­mann: Der geht's gut. Sie ist zuver­sicht­lich. Hat alles gut über­stan­den. Äh, und ist eigent­lich froh­ge­mut oder wie man so schön sagt gut drauf.
    [38:56]
    Mode­ra­tor: Jetzt gucken wir gemein­sam am Ende der Sen­dung in die Zukunft. Wie wird Weihnachten?
    [38:56]
    Kret­sch­mann: Ja, nicht so schön wie wir's gern hät­ten. Sagen wir so. Das ist mal sicher. Es wird wie­der sehr eng wer­den, mit wenig Leu­ten, nicht, und … aber … das ist nun mal so und das müs­sen wir ertra­gen, aber ich hoff', dass es wie­der bes­ser ist an Weih­nach­ten wie jetzt.
    [39:25]
    Mode­ra­tor: Inter­pre­tie­re ich ihr gera­de Zögern rich­tig indem ich sage, sie können's ein­fach nicht gesi­chert für den Zeit­raum in zwei, drei Wochen sagen, weil man, es hat ja jetzt die­se Seit­wärts Bewe­gung gege­ben der Zah­len. Mög­li­cher­wei­se ist es ein gutes Zei­chen. Mög­li­cher­wei­se trügt die Hoff­nung, äh, dass es dann doch bes­ser wird.
    [39:46]
    Kret­sch­mann: Ja, was heißt bes­ser? Bes­ser könnt ich mir vor­stel­len, dass wir wie­der zu 2G rich­tig zurück­keh­ren, Ja, war­um? Wenn sich alle boos­tern las­sen in dem Zeit­raum, die das sol­len und kön­nen, nicht, dann haben sie ja wie­der nen vol­len Schutz. Ja, jetzt ist es ja so, die Wir­kung lässt nach. Das heißt auch Geimpf­te, äh, kön­nen dann das Virus über­tra­gen, nicht. Das heißt, wenn's ganz gut geht, dann kön­nen wir wie­der wirk­lich zu 2G zurück und müs­sen nicht auch für Geimpf­te Ein­schrän­kun­gen machen. Aber ob es so kommt, weiß ich nicht. Hängt davon ab, wie die Maß­nah­men jetzt wirken.
    [40:29]
    Mode­ra­tor: Kommt die all­ge­mei­ne Impf­pflicht? Und wenn sie kommt, wann wird sie kommen?
    [40:29]
    Kret­sch­mann: Also ich bin ziem­lich sicher, dass sie kom­men wird. Ich den­ke, sie wird vor Febru­ar kaum mach­bar sein. Aber wenn wir uns dazu ent­schlie­ßen, dann sol­len wir sie auch zügig umset­zen. In die­sem Jahr wird's noch eine Impf­pflicht für die gefähr­de­ten Insti­tu­tio­nen geben, näm­lich Kran­ken­häu­ser, Alten- und Pfle­ge­hei­me und so wei­ter. Ja, die wird schon die­ses Jahr kommen.
    [40:58]
    Mode­ra­tor: Wird eine all­ge­mei­ne Impf­pflicht Coro­na beenden?
    [41:02]
    Kret­sch­mann: Das hoff' ich doch sehr.
    [41:05]
    Mode­ra­tor: Wann wird Coro­na kein The­ma mehr für uns sein. Was den­ken sie?
    [41:11]
    Kret­sch­mann: Ja, wenn die­ses Virus ein­fach besiegt ist, ja und es von der Pan­de­mie zu einer Ende­mie kommt. Das heißt, wenn es maxi­mal Aus­wir­kun­gen hat wie irgend­wie eine nor­ma­le Grip­pe. Äh. Epi­de­mie … dann erst been­det. Aber ganz los wer­den die­ses Virus wahr­schein­lich nicht mehr.
    [41:32]
    Mode­ra­tor: Wie groß ist ihre Hoff­nung dar­auf oder auch ihre Zuver­sicht, dass äh bei­spiels­wei­se dann auch neue Impf­stof­fe an neue Viren und neue Muta­tio­nen ange­passt wer­den können?
    [41:43]
    Kret­sch­mann: Sehr groß. Nicht, es war ja schon fast ein Wun­der in solch einer kur­zen Zeit einen so her­vor­ra­gen­den Impf­stoff zu bekom­men mit über 90% Wirk­sam­keit. Geni­al, da müs­sen wir eigent­lich dank­bar sein, dass wir so krea­ti­ve Men­schen und Unter­neh­men haben, die das hin­be­kom­men, nicht, und dafür soll­ten wir auch dank­bar sein. Denn ohne Dank­bar­keit gibt’s kei­ne Zufriedenheit.
    [42:06]
    Mode­ra­tor: Wie lan­ge wer­den sie Minis­ter­prä­si­dent in Baden-Würt­tem­berg bleiben?
    [42:10]
    Kret­sch­mann: Wenn ich gesund und fit blei­be in die­ser Legis­la­tur­pe­ri­ode. Danach wer­de ich aller­dings auf­hö­ren. Ich habe also nicht vor noch­mal anzutreten.
    [42:21]
    Mode­ra­tor: Aber in die­ser Legis­la­tur­pe­ri­ode bedeu­tet dann bis zum Schluss?
    [42:30]
    Kret­sch­mann: Ja. Wie gesagt, es ist immer wich­tig, man muss gesund sein. Wie gefähr­det das jetzt ist merkt man recht in ner Pan­de­mie. Also inso­fern, wenn die Stun­de uns schlägt wis­sen wir eh nicht. Also das muss ich natür­lich schon ein­schrän­kend sagen. Und man muss natür­lich auch fit blei­ben in dem Amt.
    [42:47]
    Mode­ra­tor: Frü­her haben sie sich am Ende einer Leu­te-Sen­dung immer von den Stones Litt­le Red Roos­ter gewünscht. Heu­te ist das anders, sie wün­schen sich von Dave Brubeck
    [43:00]
    Kret­sch­mann: Take Five
    [42:59]
    Mode­ra­tor: Vie­len Dank.

  11. Ein wei­te­rer Beleg dafür, daß bei Errei­chen der Regel­al­ters­gren­ze (für ihn gäl­te wohl 65+) alle poli­ti­schen Ämter nie­der­zu­le­gen sind(oder zumin­dest ab einem gewis­sen Level wie MP, BP, Kanz­ler)! Ich will kei­nen Greis als Landesvater!
    Der geis­ti­ge Ver­fall tritt nun mal bei jedem irgend­wann ein. Bei dem einen frü­her, beim ande­ren spä­ter. Hel­mut Schmidt war noch mit über 90 fit in der Bir­ne. Aber der war in mehr­fa­cher Hin­sicht eine Aus­nah­me! Und Aus­nah­men bestä­ti­gen die Regel (die gel­ten sollte). 

    Trä­te die im Video prä­sen­tier­te Per­son ein­fach nur pri­vat in Erschei­nung, könn­te man sie getrost igno­rie­ren. Wir haben Mei­nungs­frei­heit, also darf sich jeder äußern. Völ­lig OK. 

    Die hier dar­ge­bo­te­ne, ALLUMFASSENDE AHNUNGSLOSIGKEIT, die eben im Gewand eines Amts­trä­gers daher­kommt, ist jedoch schlicht­weg gefähr­lich für Frie­den und Zusam­men­halt in unse­rem Land!

    Ich mei­ne übri­gens, an meh­re­ren Stel­len des (geschnit­te­nen?) Vide­os zu erken­nen, daß er selbst nicht an das glaubt, was er da so von sich gibt (zum Bei­spiel ab 5:20).

  12. Es ist erschre­ckend, wie men­schen­feind­lich sich ein MP in der Öffent­lich­keit mitt­ler­wei­le äußern kann. Mit einer Selbst­ver­ständ­lich­keit wer­den dabei Bür­ger­rech­te mit Füßen betre­ten und alle wer­den wie unmün­di­ge Kin­der behandelt.

    Auch wenn es ein Hör­funk­in­ter­view ist, ist das kalt­schnäu­zi­ge und arro­gan­te Auf­tre­ten und Äußern nicht zu verkennen.

    Wenn sich dann ein MP hin­stellt und ein "Recht auf kör­per­li­che Unver­sehrt­heit" so deu­tet, das es als "Recht auf Gesund­heit" dar­ge­stellt wird – muss man eigent­lich Zwei­fel dar­an haben, ob er für die­ses Amt über­haupt noch trag­bar ist.

    Das Gefa­sel mit Anste­ckung usw. zeigt, dass er über­haupt nicht weiß, um was es geht und wovon er spricht. Sich dar­über noch aus­zu­las­sen, wäre rei­ne Zeitverschwendung.

  13. …da hat er (KL) sich geirrt.
    … wir ler­nen alle dazu.
    … die Wis­sen­schaft hat ein­deu­tig wider­legt, dass Schä­den im Erb­gut durch die Imp­fung unmög­lich sind.

    Wird "die Wis­sen­schaft" dem­nächst ein­deu­tig die Wider­le­gung der Wider­le­gung dazu­ge­lernt haben und dann wie­der stolz auf ihre Beschei­den­heit sein?

  14. Jaa, jaa, soo, soo: –Der Herr Pflei­de­rer spricht: Dros­ten ist die Wis­sen­schaft und Lau­ter­bach ist der aus der Talk­show und bei­de ken­nen sich, oder mich, oder so.
    War­um ist die­ses Würst­chen bei der letz­ten Impf­ak­ti­on übrig geblieben?

  15. Immer von "der" Wis­sen­schaft zu spre­chen, ist schon eine Dreis­tig­keit. Man redu­ziert den gesam­ten wis­sen­schaft­li­chen Bereich auf eine hand­voll Leu­te aus der Viro­lo­gie (ande­re Fach­rich­tun­gen wer­den ja gar nicht ein­be­zo­gen), die den Nar­ra­tiv bedie­nen und Leu­te wie Kret­sch­mann plär­ren und schwa­feln das nur breit. Man hört ja förm­lich, dass es nur eine aus­wen­dig gelern­te Anein­an­der­rei­hung der Hül­sen und Phra­sen ist und die­ser alte Mann über­haupt nichts davon wirk­lich ver­stan­den hat – muss er auch nicht, aber dann soll­te er sich bes­ser auch nicht zu sol­chen The­men und in so einer Art und Wei­se dar­über auslassen.
    Im Land der "Schlurch­is", "die den Popo ned glupft krie­ge", scheint man eben so zu den­ken und zu sprechen.

  16. Man kann das hier offen­bar­te Seni­le nicht unbe­dingt am Lebens­al­ter fest­ma­chen. Zum Ver­gleich die­se Herren
    https://​www​.wochen​blick​.at/​d​i​e​-​g​r​o​s​s​e​-​a​u​t​o​p​s​i​e​-​2​-​t​h​r​o​m​b​o​s​e​n​-​k​r​e​b​s​-​e​x​p​l​o​s​i​o​n​-​u​n​d​-​h​e​r​z​t​ote
    die wis­sen was und wovon sie reden, und so ihre mensch­li­che Attrak­ti­vi­tät wohl noch bis ins höchs­te Alter bewah­ren werden.

    1. @OStR Ing.-Wiss. Peter Rösch: Stimmt, was das Seni­le angeht. Bei den Her­ren im genann­ten Arti­kel bzw. Video bin ich aller­dings leicht ande­rer Meinung…

      1. Ich wür­de auch mei­nen, das hat nicht so viel mit dem Alter per se zu tun (Stich­wort Geron­to­kra­tie). Mir scheint, Kret­sch­mann ist ein­fach schon an sich eine ziem­lich debi­le Schnarchnase.

        Und wenn ich mir da im Ver­gleich dazu man­che "Coro­nis­ten" aus der jun­gen Gene­ra­ti­on, vor allem sol­che aus der "woken", links­li­be­ra­len Mit­tel­schicht, anschaue, dann ste­hen die einem Kret­sch­mann punk­to Schwach­sin­nig­keit gewiss um nichts nach.

  17. Gru­se­lig.
    Dass er in den 1970ern nur am Ran­de (zum Schein?) ein "Opfer des Radi­ka­len­er­las­ses" wur­de, könn­te einem zu den­ken geben: 

    "Mit einer Stel­lung­nah­me Kret­sch­manns von 1977, die sich offen­bar nicht in den Archiv­ak­ten befin­det, wur­den „die Zwei­fel an sei­ner Ver­fas­sungs­treue aus­ge­räumt“; nach einem Inter­mez­zo an einer pri­va­ten Kos­me­tik­schu­le kam er doch noch in den staat­li­chen Schul­dienst. Heu­te sagt er von sich ger­ne, er sei ein „staat­lich geprüf­ter Verfassungsfreund“."

    https://​www​.stutt​gar​ter​-zei​tung​.de/​i​n​h​a​l​t​.​r​a​d​i​k​a​l​e​n​e​r​l​a​s​s​-​d​i​e​-​a​k​t​e​-​k​r​e​t​s​c​h​m​a​n​n​.​8​5​8​8​4​f​6​c​-​d​7​3​d​-​4​b​4​4​-​b​c​0​e​-​b​8​6​2​5​e​7​d​4​1​6​b​.​h​tml

    Das mit der "pri­va­ten Kos­me­tik­schu­le" (naja, Bio­lo­gie und Che­mie …) ist natür­lich eine beson­de­re Pointe.

  18. Der neu­es­te dpa-Gag über Kret­sches kom­pe­ten­ten Talk­show-Video-Bewun­de­rer und "stu­dier­ten Epidemiologen":
    https://​bnn​.de/​n​a​c​h​r​i​c​h​t​e​n​/​d​e​u​t​s​c​h​l​a​n​d​-​u​n​d​-​w​e​l​t​/​i​m​p​f​g​e​g​n​e​r​-​v​o​r​-​k​a​r​l​-​l​a​u​t​e​r​b​a​c​h​s​-​w​o​h​n​ung

    Blei­ben unbe­ant­wor­te­te Fragen:
    ab wel­cher Zahl ist man eigent­lich eine "unan­ge­mel­de­te Demo"?
    und wie­vie­le der vier waren "Impf­geg­ner"?
    und wie­vie­le "Coro­na­leug­ner"?
    und wie wur­de das von wem ermittelt?

    Es ist auch ohne 4‑Per­so­nen-Mas­sen­de­mos davon aus­zu­ge­hen, dass die Zeu­gen Coro­nas Lau­ter­bach als Minis­ter "aus­ge­sucht haben, weil er immer wie­der in den Medi­en auf­ge­tre­ten ist".
    Eben­so, "dass aus die­ser Bewe­gung her­aus auch wei­ter gegen die frei­heit­lich-demo­kra­ti­sche Grund­ord­nung agi­tiert wird, dass es nicht nur um Coro­na geht und dass ein Teil der Anhän­ger auch Gewalt befür­wor­tet oder sogar anwen­den wird."
    Inklu­si­ve der­je­ni­gen, die dies bereits auf Befehl von ganz oben getan haben.

  19. bei min. 2.34 Feierabend…Impf…hust hust Impfstützpunkte…
    nee..ich hat­te schon immer Schwie­rig­kei­ten der Kanz­le­rin zuzuhören…aber der geht gar­nicht. Dazu hab ich zu schlech­te Laune,..

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