Von der Impf-Front

»Corona – Uni Köln orga­ni­siert Impfaktion für Studierende und bleibt auf Impfstoff sitzen

Köln – Nur etwas mehr als 100 von 500 mög­li­chen Studierenden der Universität zu Köln haben am Freitag die Möglichkeit wahr­ge­nom­men, sich mit dem Biontech-Impfstoff gegen das Corona-Virus imp­fen zu lassen…

in den ers­ten Tagen nach der Bekanntmachung hät­ten sich aller­dings nur rund 50 Personen für die Impfung regis­triert. „Da waren wir doch eini­ger­ma­ßen über­rascht“, räum­te Kunstein ein, „also haben wir am Mittwoch mehr als 10.000 Studierende direkt per E‑Mail kon­tak­tiert“, sag­te er.

Dass trotz­dem nur etwa ein Fünftel der Kapazität aus­ge­schöpft wur­de, über­rasch­te auch Dr. Eckhard Dierlich, den ärzt­li­chen Leiter der Impfaktion, der mit drei Kollegen und Kolleginnen für den medi­zi­ni­schen Ablauf an der Uni zustän­dig war. „Die täg­li­chen Impfungen im Impfzentrum in Deutz haben sich inzwi­schen hal­biert, dar­um war die Idee der Aktion, das Angebot hier bequem und ohne logis­ti­schen Aufwand für die Studierenden zu ermög­li­chen“, so der Arzt.«
ksta.de (16.7.)


Besser, wenn auch nicht rund, lief es am Samstag bei Ikea in Berlin Lichtenberg. Dort stan­den 2.000 Dosen der Marken Moderna und Johnson & Johnson bereit:

»Das Möbelhaus Ikea, das den Parkplatz dem Bezirk für einen sym­bo­li­schen Euro bereit­ge­stellt hat­te, ver­teilt der­weil Hotdog- und Einkaufsgutscheine an die Wartenden. „Wir wer­den nach­her noch dort ein­kau­fen gehen“, sagen der 20-jäh­ri­ge Luca und sei­ne Freundin Vivi, die bereits über eine Stunde in der Schlange warten.

Andere war­ten über drei Stunden, die Schlange ging anfangs rund um Ikea die Landsberger Allee ent­lang. „Wir müs­sen noch schau­en, wie wir das mit dem Schlangenmanagement hin­be­kom­men“, sagt Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Linke).

Am frü­hen Sonnabendnachmittag wer­den die Schlangen am Impf-Drive-in dann geschlos­sen. Es gibt zwar offen­bar noch genü­gend Impfstoff, aber nicht genug Personal, um ihn zu ver­imp­fen, heißt es.«
berliner-zeitung.de (17.7.)

Deutlich zurück­hal­ten­der bei den Zahlen ist der "Tagesspiegel". Dort ist die Rede von 350 "Impfungen" bis Redaktionsschluß.

»Zum Auftakt des Impf-Drive-Ins stan­den zwi­schen­zeit­lich etwa 2000 Menschen an, schätz­te Einsatzleiter Philipp Cachée. Pro Stunde konn­te das Team des Bezirks nur etwa 60 Menschen imp­fen, wie Bezirkssprecher Prokop Bowtromiuk sag­te. Hochgerechnet wären das bis 21 Uhr knapp 600 Leute.

Am Nachmittag schlos­sen die Verantwortlichen die Schlangen vor­erst (sic). Genug Impfstoff habe es gege­ben – aber nicht genug Personal, hieß es.«


»Kreis Ahrweiler: Impfzentrum und Hausärzte kön­nen wegen Hochwasser nicht mehr impfen
22.31 Uhr: Die Hochwasserkatastrophe an der Ahr hat auch Auswirkungen auf die Corona-Impfungen im Landkreis Ahrweiler. Das Landesimpfzentrum in Grafschaft-Gelsdorf sei nicht mehr funk­ti­ons­fä­hig und dau­er­haft außer Betrieb, teil­te eine Sprecherin der Kreisverwaltung am Sonntag mit. Alle ver­ein­bar­ten Erst- und Zweitimpftermine könn­ten am Tag des Termins ohne wei­te­re Anmeldung oder Registrierung bis auf Weiteres in einem der Nachbarimpfzentren wahr­ge­nom­men wer­den, etwa in Koblenz, Neuwied oder Lahnstein.«
focus.de (18.7.)

Schlägt die Natur zurück?


»Besucher las­sen sich im Zoo gegen Corona impfen
Im Wuppertaler Zoo haben sich Besucher am Sonntag gegen das Coronavirus imp­fen las­sen. Vor dem Südamerikahaus des Tierparks beka­men Menschen vor Ort den Piks in den Arm, wie ein dpa-Fotograf am Sonntag berich­te­te. Mitarbeiter des Impfzentrums und der Feuerwehr waren vor Ort. Besucher hat­ten sich dafür im Vorfeld eine Karte für den Zoo holen müs­sen. Zum Angebot stan­den Dosen der Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna und Johnson & Johnson. Auch die Zweitimpfung sei bei einem kos­ten­lo­sen Besuch des Tierparks am 15. August dann direkt möglich.«
wz.de (18.7.)

Zahlen über die Annahme des üppi­gen Angebots wer­den nicht genannt.


Mit Zahlen knau­sert auch Niedersachsen. Dort war die Hälfte der "Impfzentren" des Landes nicht bereit, sich an "Kinderimpfungen" zu betei­li­gen (s. Vertrauen Sie nur der Wissenschaft!).

»Gesundheit:Tausende nie­der­säch­si­sche Jugendliche krie­gen Corona-Impfung
Hannover (dpa/lni) – In rund der Hälfte der nie­der­säch­si­schen Impfzentren haben am Sonntag Jugendliche ab zwölf Jahren die Corona-Schutzimpfung erhal­ten. Wegen der gro­ßen Nachfrage hat­te das Land bereits am Freitag eine Verlängerung der Sonderaktion ange­kün­digt. Rund 27 000 Biontech-Impfdosen waren am Sonntag für Minderjährige reser­viert. Wie vie­le Jugendliche sich lan­des­weit gegen Covid-19 imp­fen lie­ßen, kann das Gesundheitsministerium in Hannover nach Auskunft eines Sprechers erst Anfang der Woche mitteilen.«
zeit.de (18.7.)


»Erst Karussell, dann Impfung: Corona-Aktion auf Kirmes in Dortmund
Corona-Impfungen gibt es in Dortmund jetzt auch auf der Kirmes. Am Sonntag (18.7.) ist es noch eine spon­ta­ne Aktion. Doch schon bald soll es wei­ter­ge­hen, plant eine Initiative von Ärzten.«
ruhrnachrichten.de (18.7., Bezahlschranke)


»Brand in Impfzentrum in Südwestfrankreich – Vorsatz vermutet
18.55 Uhr: In einem Impfzentrum im Südwesten Frankreichs hat es gebrannt. Das Feuer in Urrugne wur­de ver­mut­lich absicht­lich gelegt, berich­te­te der fran­zö­si­sche Sender France Bleu unter Verweis auf den zustän­di­gen Staatsanwalt am Sonntag. Demnach stand ein Teil des Zeltes des Impfzentrums in der Nacht auf Sonntag in Flammen…

Dem Sender France Info zufol­ge hat­te es bereits in der Nacht auf Samstag einen Anschlag auf ein Impfzentrum gege­ben. Die Einrichtung im süd­öst­li­chen Lans-en-Vercors sei ver­wüs­tet wor­den.«
focus.de (18.7.)

Vielleicht wären Waffenstillstandsverhandlungen ange­bracht nach dem Motto "Die Regierung nimmt die Zwangsmaßnahmen zurück und die 'ImpfgegnerInnen' las­sen die in Ruhe, die sich den Piks geben wollen."


Sicher nicht reprä­sen­ta­tiv, trotz­dem inter­es­sant, wie man in Stade abstimmt:

kreiszeitung-wochenblatt.de

21 Antworten auf „Von der Impf-Front“

  1. Hier zu den Zahlen in Israel und auch in den US. Für die US ver­zeich­net der Artikel am Schluss über 430.000 Fälle schwe­rer Nebenwirkungen und beruft sich auf die ame­ri­ka­ni­sche Meldebehörde VAERS:

    "… . Darüber hin­aus erschüt­tern dra­ma­ti­sche Zahlen der gemel­de­ten Impf-Nebenwirkungen. 438.440 Fälle schwe­rer Impfnebenwirkungen wur­den beim VAERS-Portal ein­ge­tra­gen. So wur­den dort unter ande­rem 9.048 Tote, 26.818 Hospitalisierungen, 2.486 Gesichtslähmungen, 2.152 ana­phy­lak­ti­sche Schocks, 985 Fehlgeburten, 3.324 Herzinfarkte, 7.463 Behinderungen seit Beginn der Impfungen publik gemacht."

    https://www.wochenblick.at/israels-versagen-arzt-deckt-auf-80-der-schweren-corona-faelle-geimpft/

    1. @sv: Siehe auch hier­zu Für eine sau­be­re Argumentation!. Es bleibt unse­ri­ös, für Israel die Altersgruppe von 0–19 Jahren zu unter­schla­gen, bei der das Verhältnis "geimpf­ter Fälle" zu "unge­impf­ten" mit 58 zu 1.225 nicht ins Bild paßt, selbst wenn die Zahl der geimpf­ten Minderjährigen noch rela­tiv gering ist.(Quelle: https://data.gov.il/dataset/covid-19/resource/9b623a64-f7df-4d0c-9f57-09bd99a88880) Die ange­führ­ten Daten zu Hospitalisierungen mögen rich­tig sein, sie aber nur mit einem Tweet zu bele­gen, in dem steht, sie kämen von der israe­li­schen Regierung und man kön­ne sie sich dort zusam­men­su­chen, trägt eben­falls nicht zur Glaubwürdigkeit bei. Das Gleiche gilt für die Daten aus den USA, die ange­ge­be­ne Quelle ist nicht das "VAERS-Portal".
      Auf mich wirkt es so, als sol­le mit der­ar­tig schlam­pig recher­chier­ten Artikel auf das Portal gelockt wer­den, das neben Werbung für die "Machete Bolo mit Sägen, Tools und Scheide", das Buch "Nahkampftraining Extrem – Die Nahkampf- und Selbstverteidigungs-Techniken der Eliteeinheiten" zu wei­te­ren Angeboten des rech­ten Kopp-Verlags lei­tet. Ob aus Ideologie oder Geldinteresse oder bei­dem, sei dahingestellt.

        1. @Xman: Nö. Nur das Schlampen soll­ten wir nicht nach­ma­chen. Passiert ist mir das auch schon, aber ich habe dann ver­sucht, das trans­pa­rent zu kor­ri­gie­ren. Wenn wie hier Zahlen nach Belieben ver­wen­det wer­den bzw. ihre Herkunft nicht nach­voll­zieh­bar gemacht wird, blei­be ich miß­trau­isch. Denn das scha­det der Aufklärungsarbeit enorm.

      1. @sv und aa

        Tatsächlich fin­de ich bei VAERS fol­gen­de Angaben,
        wenn ich nach "Covid-19-'Impfstoffe'" und
        "schwe­re Nebenwirkungen" ("serious") suche: 

        33.125 von ins­ge­samt 419.513 gemel­de­ten Nebenwirkungen
        (also knapp 8 %)

        (https://wonder.cdc.gov/controller/datarequest/D8;jsessionid=3D7889702CB0F16EA29C3646FD59)

        Nicht, dass ich die Zahlen für ver­läss­lich halte
        (die Untererfassung ist ein bekann­tes Problem),
        aber das sieht doch etwas anders aus als im "Wochenblick".

        Der Fairness hal­ber soll­te man aber anmerken,
        dass "Open Vaers"(das als Quelle ange­ge­ben ist) die­se Irreführung nicht betreibt. Diese Seite scheint tatsächlich
        ein­fach eine bes­se­re Übersicht über die VAERS-Daten zu ermöglichen.

  2. In Bezug auf die in Köln an der Uni nicht ver­impf­ten Dosen kann es defi­ni­tiv so sein, dass wirk­lich schon eine gro­ße Anzahl der Studierenden geimpft sind. Was für mich unfass­bar ist, dass gera­de die jun­ge Generation so wenig kri­tisch ist, zumal – wie ich aus Uni-Kreisen höre – vie­le sich nicht aus medi­zi­ni­scher Indikation imp­fen las­sen. Wäre mir auch neu, dass es so vie­le Hoch-Risiko-Patienten in der Altersstufe der Studierenden gibt – oder sind die Studenten mitt­ler­wei­le alle 70–75 Jahre alt und aufwärts?

    1. Die wol­len ein­fach nur wie­der ihren Spaß haben und dar­um brau­chen sie den Piks. So ein­fach ist das.
      Außerdem nicht nur Studenten.
      Auch Erwachsene las­sen sich vor allem imp­fen, um im Reigen der Geimpften auf­ge­nom­men zu wer­den und damit ihre "Freiheit" wie­der zu erlangen.

    2. Ich den­ke, dass sie über­zeugt sind, soli­da­risch zu han­deln. Und sie haben ver­mut­lich Angst vor Benachteiligung (schwar­ze Pädagogik) in Reinkultur seit 03/20! oder auch; wer die Sumpfe für sich ablehnt ist Impfgegner gleich rechts…

  3. Die "Umfrage" ent­hält 3 Antworten pro SARS-CoV‑2 "Impfung", 1 unbe­stimm­te und schließ­lich nur 1 gene­rel­le (!) Ablehnung von Impfungen. Es wird nicht dif­fe­ren­ziert nach Ablehnung von SARS-CoV‑2 Spritzmittel und klas­si­schen Impfungen.

    Jörg Dammann kon­stru­iert damit in einem Käseblatt eine "Verschwörungstheorie". Wenn das Ergebnis passt, wird es von den Qualitätsmedien über­nom­men. Das Vorgehen von Jörg Dammann ist bes­ten­falls Prostitution. Mit Journalismus hat das nichts gemeinsam.

  4. Ist es wirk­lich den Redaktionen von Rheinische Post und Tagesspiegel ent­gan­gen, dass in Ahrweiler alte wei­ße Männer der Feuerwehr und des THW _ohne Masken_ rum­lau­fen? Zeigt denen mal, dass Maskentragen ein Zeichen der Solidarität ist.

    Laschet könn­te mit einer Maskenspende die Feuerwehr und das THW in Ahrweiler unter­stüt­zen. Nachbarschaftshilfe.

  5. @ aa – " Corona – Uni Köln orga­ni­siert Impfaktion für Studierende und bleibt auf Impfstoff sitzen"… ?

    Das wird lang­sam unüber­sicht­lich : Der*innen/die*innen/das*innen ( … Sterne gucken mag ich …) Lausen scheint zwi­schen Studenten und Affen nicht mehr wirk­lich nachvollziehbar …

    (ab ca. Minute 49 ver­lor ich die Orientierung über Schädlinge – https://www.youtube.com/watch?v=epRF39yR87Q&list=TLPQMTcwNzIwMjEoQY6tG9viYQ&index=1)

    1. @Günter Adams: Das mit den gan­zen Geschlechtern war frü­her über­sicht­li­cher. Die Jungs hat­ten ne Bux an, die Mädels en Kleid. Blau war noch blau und rosa noch rosa. Und jetzt kriegt man Sternchen vor den Augen beim Lesen. Andererseits gefällt mir das Wort Studier-ende.

  6. E‑Mail-Adressen geben die Studenten ihren Unis oder erhal­ten Studenten von ihren Unis mit Zweckbindung (Art. 5 DSGVO). Werbung für Arzneimittel gehört dazu ganz gewiss nicht und Werbung für ver­schrei­bungs­pflich­ti­ge Medikamente in der Laienöffentlichkeit ver­bie­tet das Heilmittelwerbegesetz. Das ist eines jener Gesetze, die im Zuge von Coronoia ganz schnell unter den Teppich gekehrt wurden.

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