"Wenn gute Wissenschaft durch den medizinisch-politischen Komplex unterdrückt wird, sterben Menschen"

So über­schreibt Kamran Abbasi, exe­cu­ti­ve edi­tor des "British Medical Journal" einen Artikel, vom 13.11. in dem u.a. dies zu lesen ist:

»Politiker und Regierungen unter­drü­cken die Wissenschaft. Sie tun dies im öffent­li­chen Interesse, sagen sie, um die Verfügbarkeit von Diagnosen und Behandlungen zu beschleu­ni­gen. Sie tun dies, um Innovationen zu unter­stüt­zen, um Produkte mit bei­spiel­lo­ser Geschwindigkeit auf den Markt zu brin­gen. Beide Gründe sind teil­wei­se plau­si­bel; die gröss­ten Täuschungen sind in einem Körnchen Wahrheit begrün­det. Aber das zugrun­de lie­gen­de Verhalten ist beunruhigend.

Die Wissenschaft wird aus poli­ti­schen und finan­zi­el­len Erwägungen unter­drückt. Covid-19 hat staat­li­che Korruption im gro­ßen Stil ent­fes­selt, die der öffent­li­chen Gesundheit scha­det. Politiker und Industrie sind für die­se oppor­tu­nis­ti­sche Veruntreuung ver­ant­wort­lich. Wissenschaftler und Gesundheitsexperten sind es auch. Die Pandemie hat gezeigt, wie der medi­zi­nisch-poli­ti­sche Komplex im Notfall mani­pu­liert wer­den kann – in einer Zeit, in der es noch wich­ti­ger ist, die Wissenschaft zu schützen…

Politiker behaup­ten oft, der Wissenschaft zu fol­gen, aber das ist eine irre­füh­ren­de zu star­ke Vereinfachung. Wissenschaft ist sel­ten abso­lut. Sie gilt sel­ten für jedes Umfeld oder jede Bevölkerung. Es macht kei­nen Sinn, der Wissenschaft oder den Beweisen skla­visch zu fol­gen. Ein bes­se­rer Ansatz besteht dar­in, dass Politiker, die öffent­lich ernann­ten Entscheidungsträger, von der Wissenschaft infor­miert und gelei­tet wer­den, wenn sie die Politik für ihre Öffentlichkeit ent­schei­den. Aber selbst die­ser Ansatz bewahrt das Vertrauen der Öffentlichkeit und der Fachleute nur dann, wenn die Wissenschaft für eine Überprüfung zur Verfügung steht und frei von poli­ti­scher Einflussnahme ist, und wenn das System trans­pa­rent ist und nicht durch Interessenkonflikte beein­träch­tigt wird.

Die Unterdrückung von Wissenschaft und Wissenschaftlern ist weder neu noch ein eigen­tüm­li­ches bri­ti­sches Phänomen. In den USA mani­pu­lier­te die Regierung von Präsident Trump die Food and Drug Administration, um vor­ei­lig nicht zuge­las­se­ne Medikamente wie Hydroxychloroquin und Remdesivir zu geneh­mi­gen. Weltweit wer­den Menschen, Politik und Beschaffung durch poli­ti­sche und kom­mer­zi­el­le Absichten korrumpiert…

Wie könn­te die Wissenschaft in die­sen außer­ge­wöhn­li­chen Zeiten geschützt wer­den? Der ers­te Schritt ist die voll­stän­di­ge Offenlegung der kon­kur­rie­ren­den Interessen von Regierung, Politikern, wis­sen­schaft­li­chen Beratern und Beauftragten, wie z.B. den Leitern der Bereiche Test und Rückverfolgung, Beschaffung von Diagnosetests und Impfstofflieferung. Der nächs­te Schritt ist die voll­stän­di­ge Transparenz der Entscheidungsfindungssysteme und ‑pro­zes­se sowie das Wissen, wer für was ver­ant­wort­lich ist.

Sobald Transparenz und Rechenschaftspflicht als Normen fest­ge­legt sind, soll­ten die von der Regierung beschäf­tig­ten Personen idea­ler­wei­se nur noch in Bereichen arbei­ten, die nichts mit ihren kon­kur­rie­ren­den Interessen zu tun haben. Expertise ist ohne kon­kur­rie­ren­de Interessen mög­lich. Wenn eine sol­che stren­ge Regel unprak­tisch wird, besteht ein Minimum an guter Praxis dar­in, dass Personen mit kon­kur­rie­ren­den Interessen nicht an Entscheidungen über Produkte und Politiken betei­ligt wer­den dür­fen, an denen sie ein finan­zi­el­les Interesse haben.

Regierungen und Industrie müs­sen auch auf­hö­ren, kri­ti­sche Wissenschaftspolitik per Pressemitteilung zu ver­kün­den. Solche schlecht durch­dach­ten Maßnahmen machen die Wissenschaft, die Medien und die Aktienmärkte anfäl­lig für Manipulationen. Eine kla­re, offe­ne und vor­zei­ti­ge Veröffentlichung der wis­sen­schaft­li­chen Grundlage für Politik, Beschaffungen und Wundermittel ist eine grund­le­gen­de Voraussetzung.

Für Politiker, wis­sen­schaft­li­che Berater und Regierungsbeamte steht viel auf dem Spiel. Ihre Karrieren und Bankguthaben kön­nen von den Entscheidungen abhän­gen, die sie tref­fen. Aber sie haben eine höhe­re Verantwortung und Pflicht gegen­über der Öffentlichkeit. Wissenschaft ist ein öffent­li­ches Gut. Man muss ihr nicht blind fol­gen, aber man muss sie fair berück­sich­ti­gen. Wichtig ist, dass die Unterdrückung der Wissenschaft, sei es durch die Verzögerung von Veröffentlichungen, durch das Herauspicken güns­ti­ger Forschungsergebnisse oder durch das Knebeln von Wissenschaftlern, eine Gefahr für die öffent­li­che Gesundheit dar­stellt, die zu Todesfällen führt, indem sie Menschen unsi­che­ren oder unwirk­sa­men Interventionen aus­setzt und sie dar­an hin­dert, von bes­se­ren zu pro­fi­tie­ren. Wenn sie mit kom­mer­zi­el­len Entscheidungen ver­strickt sind, han­delt es sich auch um die schlech­te Verwaltung von Steuergeldern.

Die Politisierung der Wissenschaft wur­de von eini­gen der schlimms­ten Autokraten und Diktatoren der Geschichte enthu­si­as­tisch betrie­ben und ist heu­te in Demokratien bedau­er­li­cher­wei­se all­täg­lich. Der medi­zi­nisch-poli­ti­sche Komplex ten­diert zur Unterdrückung der Wissenschaft, um das Ansehen und das Vermögen der Machthaber zu stei­gern (agg­ran­di­se and enrich tho­se in power). Und wäh­rend die Mächtigen immer erfolg­rei­cher und rei­cher wer­den und sich wei­ter von der Macht berau­schen, wer­den die unbe­que­men Wahrheiten der Wissenschaft unter­drückt. Wenn gute Wissenschaft unter­drückt wird, ster­ben Menschen.«

Übersetzungen mit Hilfe von www.DeepL.com/Translator (kos­ten­lo­se Version)

3 Antworten auf „"Wenn gute Wissenschaft durch den medizinisch-politischen Komplex unterdrückt wird, sterben Menschen"“

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