10 Antworten auf „Wer instrumentalisiert hier wen?“

  1. Zuckerbrot und Peitsche – Der Sommer wird rela­tiv gut 

    Sie ver­lie­ren sonst zu vie­le Zuschauer. Meistgeteilter/Kommentierter Artikel im April auf Facebook und Twitter (Platz 1) war:

    Intensivpfleger zer­legt Spahns Corona-Politik – vor lau­fen­der Kamera neben dem Minister

    https://reitschuster.de/post/intensivpfleger-zerlegt-spahns-corona-politik-vor-laufender-kamera-neben-dem-minister/

    ARD und ZDF unter fer­ner lie­fen (Platz 49 und 25).

    (Quelle: https://www.10000flies.de/?timefilter=1_month)

  2. Die trau­en sich ja was! Wow! Bin tief beein­druckt. Im Ernst: staats­tra­gen­der "Humor" mit woke-Gütesiegel. Ungefähr so lus­tig wie eine "Karikatur" im Neuen Deutschland zu DDR-Zeiten.

  3. Herr Lauterbach hat‘s ein­ge­se­hen und er ist da hin­ge­gan­gen, wo er mit sei­ner absur­den Dauerpanikmache hin­ge­hört… in eine Witzshow.

  4. Ist das pein­lich. Cringe in Reinform. Aber die Zuschauer*innen gou­tie­ren schein­bar alles. Hauptsache unbeschwert.
    Da man stän­dig Wohlwollendes über die­se angeb­lich ent­hül­len­den Formate hört, ist es wohl gebo­ten an etwas zu erin­nern: Dampf ablas­sen in Form von abla­chen wirkt sta­bi­li­sie­rend. Immer und ohne Ausnahme. Es ist nicht umsonst eine eige­ne Kunstform erns­te Zusammenhänge so dar­zu­bie­ten, dass sich im Publikum kaputt­ge­lacht wird. Für den Verstand ist das eine Beleidigung, aber für das Gemüt der Leute ist es offen­sicht­lich Medizin.
    Für heu­te-show und Anstalt gilt das­sel­be wie für alle »lus­ti­gen« Aufarbeitungen von Politischem: Wer über etwas herz­lich lacht, ist jeden­falls weit davon ent­fernt eine Wut dar­auf zu entwickeln.
    Und genau das haben zB Linke, die die Anstalt oder ähn­li­ches über­schwäng­lich loben, nicht verstanden.

    1. @Felix: Eine solch bier­erns­te Kritik ist mir fremd. Über die Herrschenden und ihre Dummheit zu lachen, gehört seit Ewigkeiten zu den bewähr­ten Methoden der Unteren. Satire war schon im Altertum den Mächtigen höchst suspekt.
      Wie alle Ausdrucksformen von Unmut und Widerstand kann Lachen ver­puf­fen und ande­rer­seits von oben instru­men­ta­li­siert wer­den. Das gilt für Wut aber genau­so. Satire und Kabarett sind immer janus­köp­fig. Sie kön­nen ver­ein­nahmt wer­den und Systeme sta­bi­li­sie­ren, aber auch auf­klä­ren und Widerstand stärken.
      Nicht nur mit den Erfahrungen des letz­ten Jahres kann ich für mich sagen: Ohne ab und zu hef­tig gelacht zu haben, wäre ich nicht so gut durchs Leben und die Krisen dar­in gekommen.

      1. Ich erin­ne­re mich noch an die lus­ti­gen Aufarbeitungen zu Olaf Scholz in der heu­te-show. Heute ist er Kanzlerkandidat. Aber die Beispiele sind zahl­reich. Das »Bewährte« wäre also zu belegen.
        Eine Aufklärung über unzu­mut­ba­re Zustände betref­fend Macht und Gewalt, über die ihre Zuschauer lachen und sich einen Spaß machen, geht mit einem Umsturz eben die­ser Verhältnisse aus einer Wut her­aus ein­fach nicht zusam­men. Mehr sage ich nicht. Dass eine sol­che Kritik gera­de des­we­gen vie­len Leuten durchs Leben hilft, woll­te ich nicht bestrei­ten. Die gemüts­mä­ßi­ge Betreuung der­je­ni­gen, die unter den Verhältnissen lei­den, ist ja gera­de der Grund für die Untauglichkeit einer sol­chen Kritik für irgend­ei­ne Sorte von Umsturz. Solange über etwas gelacht wird, kann es als so schreck­lich nicht wahr­ge­nom­men werden.
        Man muss sich nur mal die fröh­li­chen Gesichter unter den Zuschauern anse­hen … Fakt bleibt: Wer über etwas herz­lich lacht, der bringt nicht die Wut auf es aus der Welt zu schaffen.

  5. Ziemlich ange­strengt.
    Letztlich zynisch.

    Der Spaß ist ja schon lan­ge vorbei.
    Die Leute brin­gen sich um.
    Menschen wer­den vor­sätz­lich geschä­digt. Mit Todesfolge.
    Nicht lustig.

    Lauterbach ist ein­ge­schränkt und er fun­giert als Modell, er wird nicht aus dem Programm genom­men, er ist Programm. Trueman Show.

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