Würde Asterix sich impfen lassen?

morgenpost.de (19.9.)

Und ich hab' den Mann immer für Rumpelstilzchen gehal­ten… Wieder ist es Julia Emmrich, die uns auf­klärt (s. Mit einer Brise Humor).

Sie nennt uns

»Mindestens sechs Motive gegen die Impfung

Das liegt vor allem dar­an, dass vie­le Impfunwillige nicht nur ein­fach bloß auf die rich­ti­ge Gelegenheit gewar­tet haben. Sie haben ande­re Motive. Mindestens sechs davon hört man immer wieder.

Erstens: Die Pandemie sei doch gar nicht so schlimm, heißt es da. Eine Intensivschwester im Südosten der Repu­blik, wo die drit­te Welle zur Überlastung vie­ler Kliniken geführt hat­te, behaup­te­te neu­lich bei einer Veranstaltung, auf ihrer Station habe sie nichts davon mit­be­kom­men, das Anstrengendste sei­en die dau­ern­den Covid-Schutzmaßnahmen. Der Saal applaudierte.

Kausaler Zusammenhang? Unklar

Zweitens: Manche haben schlicht Angst. Eine Nachbarin berich­tet, dass sie sich nicht imp­fen las­sen will, weil ihr bes­ter Freund unmit­tel­bar nach der Impfung ver­stor­ben sei und ein ande­rer sich bis heu­te schlapp und anfäl­lig füh­le. Ob es einen kau­sa­len Zusammenhang mit der Impfung gibt – unklar.

Drittens: Eine Erzieherin erzählt, dass sie sich nicht imp­fen wird, weil sie doch immun sei. Sie habe einen Antikörpertest gemacht und glau­be nun, dass sie bereits (ohne es zu wis­sen) eine Infektion durch­ge­macht habe. Wozu jetzt noch impfen?

Einer dieser gefährlichen (falschen) Mythen

Viertens: Impfungen machen unfrucht­bar – das ist einer die­ser gefähr­li­chen (fal­schen) Mythen, die durchs Netz, vor allem durch die sozia­len Netzwerke geis­tern. Viele jun­ge Frauen, die nicht gelernt haben oder nicht wil­lens sind, sich soli­de zu infor­mie­ren, reagie­ren dann mit Abwehr.

Fünftens: In den öst­li­chen Bundesländern sind die Impfquoten bei her­kömm­li­chen Impfungen tra­di­tio­nell hoch, aus­ge­rech­net bei Corona hinkt der Osten aber hin­ter­her. Experten erklä­ren das unter ande­rem damit, dass vie­le sich nach dem Ende der DDR nie wie­der von einer Regierung in den per­sön­li­chen Gesundheitsschutz rein­re­den las­sen wollen.

Experten: Großteil der Ungeimpftem wird sich anstecken

Sechstens: „Mir pas­siert schon nichts – das Virus soll ruhig kom­men“, den­ken etli­che Jüngere. Dass sich die Intensivstationen gera­de mit den Jüngeren fül­len, dass sie mit Folgeschäden rech­nen müs­sen – das igno­rie­ren sie einfach.

Experten gehen davon aus, dass sich ein Großteil der Ungeimpftem anste­cken wird, frü­her oder spä­ter. Millionen Menschen neh­men das in Kauf. Die Folgen die­ser Entscheidung müs­sen aber auch ande­re tra­gen – unge­impf­te Kinder, Risikopatienten mit schwa­chem Immunschutz und am Ende auch die Kliniken, die sich um Schwererkrankte küm­mern. Ganz klar: Asterix, der unbeug­sa­me Gallier, wür­de sich imp­fen las­sen. Gerade weil er unbeug­sam blei­ben will.«

Emmerich fin­det das logisch.

13 Antworten auf „Würde Asterix sich impfen lassen?“

  1. Asterix isst ja nicht ein­mal den Fisch von Verleihnix.
    Methusalix wür­de er sicher vertrauen.
    Aber Druiden haben natür­lich ein ande­res Berufsethos als heu­ti­ge Feld-Wald-Wiesen- Injekteure.
    Frau Emmerich kennt die Comics sicher nur vom Hörensagen.
    Oder schlim­mer: sie hat ein paar gele­sen und gar nichts verstanden.
    Solchen Doofis soll­te der Zugang zu solch
    Weltliteratur nur mit tages­ak­tu­el­lem IQ- Test gestat­tet sein ( ct-Wert unter 1).

  2. Aber klar wir Jungen wir spren­gen jetzt die Intensivstationen, weil die letz­ten 1,5 Jahre haben wir die Infektion ja lie­ber den Älteren über­las­sen, ist ja höf­li­cher, wegen Alter und so… qua­si wie Aufstehen in der Bahn, das die Omi sich set­zen kann. Jetzt lie­bes Virus, jetzt sind wie aber auch wirk­lich mal an der Reihe !

  3. Die par­al­lel zur Fake-Pandemie gestar­te­te Spaltungsaktion in Deutschland

    Geimpfter Bürger, der sich an AHA‑L hält = guter Bürger

    Ungeimpfter Bürger, der sich um nichts schert = schlech­ter Bürger

    kann die Regierung von mir aus ger­ne bei ihren Kabinettssitzungen solan­ge spie­len, bis alle dran erstickt sind. Aber ansons­ten, sobald an die Öffentlichkeit getre­ten wird, bit­te alle die Masken auf las­sen und dann auch nichts sagen. Dies gilt genau­so für Charité-Beschäftigte, Tierärzte, Zeitungs- und Fernsehredakteure sowie Mitglieder von PEI, RKI, Stiko, Ethikrat. Wie schön wäre es, vor sol­chem Schwachsinn wie oben ein­mal zwei Tage lang voll­stän­dig ver­schont zu bleiben.

    Inzwischen dürf­te kein Mensch mehr von die­sen arm­se­li­gen Geschwätz Angst bekom­men. Leider wis­sen das die Propaganda-Schreiberlinge nicht und machen immer noch mun­ter weiter.

    @Erfurt: Das eini­ge, dem ich ver­trau­en kann und auch tue, ist mein eige­nes Immunsystem, aber kei­ner der gefühlt mehr als tau­send Pappnasen da draußen.

  4. Denjenigen, die immer davon schwa­dro­nie­ren, dass sich "die Intensivstationen fül­len", sei ein Blick ins DIVI empfohlen:
    Momentan liegt der bun­des­wei­te Anteil an posi­tiv getes­te­ten Patienten zwi­schen 2,2% (Mecklenburg Vorpommern) und gut 9% (zB in Bayern). Also: die Intensivstationen "fül­len" über­wie­gend und mit wei­tem Abstand Patienten mit völ­lig ande­ren Diagnosen.
    Zudem ist inter­es­sant, daß bis­her lt KVB Chef Gasser von 14 Covid19-Patienten 13 ambu­lant behan­delt wur­den – also die Intensivstationen über­haupt nicht belas­tet haben. Das sind über 90%.

  5. "Julia Emmrich" scheint nicht zu den "jun­gen Frauen" zu gehören.

    Eher zu jenen Älteren, die genau das ("sich soli­de zu infor­mie­ren") zwar gelernt haben (soll­ten), aber des­sen trotz­dem "nicht wil­lens sind" – vor allem dann, wenn es um mög­li­che, wahr­schein­li­che oder eben "gefähr­li­che (fal­sche)" Ermittlung "kau­sa­ler Zusammenhänge" geht – aus­ge­nom­men bei behaup­te­ten "Erfolgen von Maßnahmen".

    Das mit dem "unbeug­sa­men" Asterix (wahr­schein­lich woll­te "Julia Emmrich" eine Assoziation gewis­ser "Impfstoffe" mit dem "Zaubertrank" her­stel­len) ist nur ein wei­te­rer Brüller aus dem Universum der Rechtgläubigen:
    https://www.swr.de/swr2/leben-und-gesellschaft/auch-schiller-wuerde-maske-tragen-der-virologe-christian-drosten-haelt-die-schillerrede-2020–100.html

  6. Frau Emmerich nennt lau­ter fun­dier­te Gründe, sich nicht imp­fen zu las­sen, aber ohne auch nur ansatz­wei­se hin­rei­chen­de Widerlegungen und Gegenargumente!

  7. Welch' unbe­streit­bar über­zeu­gen­de Argumente…
    Kleine Korrektur : Asterix wür­de einen Schluck Zaubertrank neh­men und dann mit sei­nem Kumpel Obelix ("Lasst sie mir !")
    Spahnferkel und Konsorten aus den Sandalen hauen.
    Hach, irgend­wie gera­te ich gera­de ins Träumen…

  8. Gerade in den ÖR's: Eine Erkältungswelle ist unter­wegs. Viele Ansteckungen durch ein omi­nö­ses "RS-Virus". Frechheit, gera­de fast alle Welt gegen "Corona" geimpft, gras­siert schon ein vul­gä­res RS-Virus. Die Labore schei­nen ja wie­der viel Zeit zu haben …

  9. Schon komisch. Das mit der Unfruchtbarkeit ist hier zum Beispiel kaum bis gar nicht auf­ge­taucht. Weder im Kommentarbereich, und in den Themen schon gar nicht.
    Muss am "impact" von Nicki Minaj lie­gen, die ihren 22mio "fol­lo­wern" was davon gezwit­schert hat.
    Ein roter Hering.
    Ablenkung von stich­hal­ti­gen Sachverhalten auf Sachen die sich erst spä­ter zei­gen und schwer bewie­sen wer­den kön­nen, da die Fertilitätsrate schön län­ger abge­nom­men hat, lan­ge vor Cocolores.

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