„ZeroCovid“ und der Tanz um den Schweizer Käse

Neulich, im Kanzleramt: Um wei­te­re Repressalien trotz fal­len­der Fallzahlen durch­zu­set­zen, wur­den am 18. Januar 2021 ent­spre­chen­de Berater gela­den, unter ihnen der unver­meid­li­che Christian Drosten sowie als Hardliner die Virologin Melanie Brinkmann und der Physiker Michael Meyer-Hermann.

„Es ist Montagabend, kurz nach einem Termin mit dem Kanzleramt und der Ministerpräsidentenrunde. Eine Reihe von Wissenschaftlerinnen und Forschern war gela­den, um über die Corona-Lage zu bera­ten. Nun tref­fen sich zwei davon noch ein­mal zur Videokonferenz auf Zoom, ande­re, die das­sel­be Ziel haben, sto­ßen dazu. Sie alle haben die Nächte am Wochenende durch­ge­ar­bei­tet, fast wie im Rausch ein Papier zusam­men­ge­schrie­ben, das erklärt, wie Deutschland end­lich aus die­ser Pandemie her­aus­kom­men soll. Es ist, wenn man so will, der Prototyp eines Masterplans. Sie nen­nen es No Covid. Der Appell, den die Gruppe an die Regierenden for­mu­liert, ist klar: Lasst uns kei­ne hal­ben Sachen mehr machen, lasst uns nicht stän­dig nur reagie­ren, lasst uns die­ses Virus end­lich besie­gen. Gemeinsam.“ [1]

NO‑COVID“ in Grünen Zonen

Dieses „fast wie im Rausch“ u.a. von Brinkmann, Meyer-Hermann und dem Physiker Matthias Schneider zusam­men geschrie­be­ne Papier macht sich die Zeit der­ma­ßen zu eigen, dass es auf zeit.de zur Verfügung gestellt wird. [2] „Unser gemein­sa­mes ZIEL: NO-COVID errei­chen und hal­ten“ heißt es dar­in, es wird ein Zonensystem ent­wor­fen, wie im aus­tra­li­schen Melbourne, und: „Dieser Weg ist auch für die Bundesrepublik Deutschland und ande­re euro­päi­sche Länder mög­lich und richtig.“


Der zwei­te Lockdown in Melbourne dau­er­te 112 Tage, er war einer der här­tes­ten welt­weit. Im Oktober wur­de er auf­ge­ho­ben, im Frühling der Südhalbkugel. Er kann jeder­zeit wie­der­kom­men, wenn es genug posi­ti­ve Testergebnisse gibt, was spä­tes­tens im aus­tra­li­schen Herbst der Fall sein dürf­te. Hammer and Dance and Hammer and Dance and … Auch die Physikerin Viola Priesemann, die zusam­men mit Melanie Brinkmann zen­tra­le Inspirationsquelle für die bekann­te­re Kampagne „ZeroCovid“ ist, behaup­te­te nach Aufhebung des Lockdowns: „Man kann auch nach Australien schau­en: Da ist die zwei­te Welle inzwi­schen schnell abge­flaut, weil es einen frü­hen Lockdown gab. Da war die Situation zügig wie­der unter Kontrolle.“ [3]

Zurückzuführen ist die Australien-Begeisterung ver­mut­lich auf Schneider, der den ent­schei­den­den Kontakt zum Urheber der Bewegung her­ge­stellt hat: „Als sich im Herbst ver­gan­ge­nen Jahres abzeich­ne­te, dass die Pandemie-Lage wie­der schlim­mer wird, hat [der] Physiker Matthias Schneider, von der TU Dortmund, Kontakt zu Yaneer Bar-Yam, einem US-ame­ri­ka­ni­schen Forscher auf­ge­nom­men. Die bei­den haben ange­fan­gen, eine ande­re, neue Strategie für Deutschland zu ent­wi­ckeln. Mit der Zeit haben sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusam­men­ge­fun­den, die das Konzept ein­leuch­tend fan­den und mit in die Öffentlichkeit tra­gen woll­ten.“ [4]

Lockdown im Modell und im Leben

Der US-ame­ri­ka­ni­sche Physiker Yaneer Bar-Yam will in sei­nem New England Complex Systems Institute NECSI Weltprobleme lösen: „Gesundheitswesen, Bildung, Militärkonflikt, eth­ni­sche Gewalt und Terrorismus, inter­na­tio­na­le Entwicklung“ [5], als ehe­ma­li­ge Sponsoren wer­den u.a. die Weltbank, Dell, das Air Force Office of Scientific Research (AFOSR), Boeing und Microsoft Research genannt. [6] Schon am 26. Januar 2020 schrie­ben Bar-Yam und sei­ne Mitautoren:

„Es ist klar, dass wir es mit einem extre­men ‚Fat-Tailed‘-Prozess zu tun haben, der auf eine erhöh­te Konnektivität zurück­zu­füh­ren ist, die die Ausbreitung auf nicht­li­nea­re Weise erhöht. Fat-Tailed-Prozesse haben beson­de­re Eigenschaften, die her­kömm­li­che Risikomanagement-Ansätze unzu­rei­chend machen. […]
Standardmaßnahmen auf indi­vi­du­el­ler Ebene wie Isolierung, Kontaktverfolgung und Überwachung sind ange­sichts einer Masseninfektion schnell (rech­ne­risch) über­for­dert und kön­nen daher auch nicht als Mittel zur Verhinderung einer Pandemie ein­ge­setzt wer­den. Multiskalige Populationsansätze, ein­schließ­lich der dras­ti­schen Beschneidung von Kontaktnetzwerken durch kol­lek­ti­ve Grenzen und sozia­le Verhaltensänderungen sowie die Selbstüberwachung der Gemeinschaft, sind unerlässlich.
Zusammengenommen füh­ren die­se Beobachtungen zu der Notwendigkeit eines vor­sorg­li­chen Ansatzes für aktu­el­le und poten­zi­el­le Pandemieausbrüche, der die Einschränkung von Mobilitätsmustern in den frü­hen Stadien eines Ausbruchs beinhal­ten muss, ins­be­son­de­re wenn wenig über die wah­ren Parameter des Erregers bekannt ist.
Es wird etwas kos­ten, die Mobilität kurz­fris­tig ein­zu­schrän­ken, aber dies nicht zu tun, wird letzt­end­lich alles kos­ten – wenn nicht von die­sem Ereignis, dann von einem in der Zukunft. Ausbrüche sind unver­meid­lich, aber eine ange­mes­sen vor­sorg­li­che Reaktion kann das sys­te­mi­sche Risiko für den gesam­ten Globus ver­min­dern.“ [7]

An jenem 26. Januar mel­de­te die Weltgesundheitsorganisation WHO welt­weit 2.014 „bestä­tig­te Fälle“, davon 1.985 in China [8], Drosten hat­te gera­de sein Test-Protokoll sowohl bei der WHO als auch einer medi­zi­ni­schen Fachzeitschrift unter­ge­bracht, der Berliner Biotechnologie-Unternehmer Olfert Landt hat­te die ers­ten auf die­sen Protokollen basie­ren­den TIB Molbiol-Testkits gemein­sam mit dem Schweizer Pharmariesen Roche ver­kauft [9], der Lockdown in Wuhan war drei Tage alt. Und Bar-Yam arbei­te­te schon an der dras­ti­schen Beschneidung von Kontaktnetzwerken durch kol­lek­ti­ve Grenzen und sozia­le Verhaltensänderungen sowie die Selbstüberwachung der Gemeinschaft“.

Bar-Yam ist inter­na­tio­nal in den Medien von CNN über den Guardian bis t‑online [10] ver­tre­ten. Neben sei­nem media­len Einfluss macht er auch direk­te Politikberatung, gemein­sam mit der Young President’s Organisation YPO, einer Gruppe von 29.000 Mitgliedern in über 130 Ländern, in der jedes Mitglied vor dem 45. Lebensjahr Präsident oder Vorsitzender und Vorstandsvorsitzender eines Unternehmens von Bedeutung mit einem Mindestumsatz und einer Mindestanzahl von Mitarbeitern gewor­den sein muss [11]:

Im März habe ich in Konsultationen mit der Wirtschaftsvereinigung YPO Business Group dazu bei­getra­gen, Australien zu einer »Zero Covid«-Strategie zu raten. […]
Ich möch­te sechs Punkte aus den Erfahrungen im asia­tisch-pazi­fi­schen Raum her­vor­he­ben, deren Anwendung sich grund­sätz­lich welt­weit emp­fiehlt:
1. »Zero Covid« anzu­stre­ben bedeu­tet, jede ein­zel­ne Neuinfektion als »Bedrohung der natio­na­len Sicherheit« zu behandeln. […]
2. Wenn die Übertragung in der Gemeinde [com­mu­ni­ty] zum ers­ten Mal auf­tritt, ver­hän­gen Sie kur­ze, stren­ge Abriegelungen –- kom­bi­niert mit Masken, Ortung und Belüftung – um auf null Fälle zu kommen. […]
3. Isolieren Sie infi­zier­te Personen und ihre Kontaktpersonen in »Quarantäne-Hotels« oder ande­ren geeig­ne­ten Einrichtungen. […]
4. Verhindern Sie die Einschleppung neu­er Fälle durch obli­ga­to­ri­sche Quarantäne für Reisende aus »roten Zonen«. […]
5. COVID-freie »grü­ne« Zonen kön­nen wie­der geöff­net wer­den, wäh­rend Reisen aus »roten Zonen« deut­lich ein­ge­schränkt wer­den. […] [12]

Der sechs­te Punkt fehlt und man fragt sich ban­ge, was wohl noch gekom­men wäre. Was hin­ge­gen bekannt ist, von Bar-Yam und den ande­ren Anhängern sei­ner Bewegung aber völ­lig igno­riert wird, sind die immensen Schäden. Die Bilanz des angeb­lich leuch­ten­den Vorbilds Melbourne im nach 112 Tagen been­de­ten Lockdown:

„Die aus­tra­li­sche Regierung schätzt, dass im Bundesstaat Victoria durch­schnitt­lich 1.200 Arbeitsplätze pro Tag ver­lo­ren gegan­gen sind, wäh­rend die Nachfrage nach psych­ia­tri­schen Diensten um mehr als 30% gestie­gen ist. […]
Die Sperrung hat der Wirtschaft täg­lich 100 Millionen AUD (71 Millionen Dollar) gekos­tet und führ­te im August und September zum Verlust von durch­schnitt­lich 1.200 Arbeitsplätzen pro Tag im gesam­ten Bundesstaat […].
Wirtschaftsführer sagen, dass es Jahre dau­ern könn­te, bis sich Melbourne – im letz­ten Jahr zur zweit­le­bens­wer­tes­ten Stadt der Welt gekürt – wie­der erholt.
Auch die sozia­len Kosten stei­gen. Das Royal Australian College of General Practitioners sagt, dass die Nach­fra­ge nach Gesundheitsdiensten lan­des­weit seit Anfang März um 15 % gestie­gen ist, in Victoria sogar um 31 % zwi­schen September und Oktober. Der Alkoholkonsum ist ange­stie­gen und die häus­li­che Gewalt hat zuge­nom­men.“ [13]

„Die Menschen auf der gan­zen Welt haben end­lich einen Einblick in die Tränen und die Katastrophe, die Melbournes rekord­ver­däch­ti­ger Lockdown bei Tausende sei­ner Bürger ver­ur­sacht hat. […]
‚Was nicht so leicht gefilmt wer­den kann, ist der Schmerz, das Leiden und die Todesfälle, die dem wirt­schaft­li­chen Schaden zuge­schrie­ben wer­den, der durch die Abriegelungen und Grenzschließungen ange­rich­tet wurde‘ […].
Am Mittwoch ver­öf­fent­lich­te die Herald Sun eine Liste von 1384 Geschäften, die wäh­rend der stren­gen Abriegelungen in Victoria in Konkurs gegan­gen sind.“ [14]

„Die Regierung Andrews sieht sich mit drei Sammelklagen wegen der wäh­rend der zwei­ten Coronavirus-Welle in Melbourne ver­häng­ten Abriegelungen kon­fron­tiert, wobei mög­li­cher­wei­se Tausende von Klägern Schadenersatz for­dern.“ [15]

Das Internet-Imperium

Bar-Yams Website endcoronavirus.org [16] exis­tiert seit Frühling 2020 und ist dem NECSI zuge­ord­net. Sie bie­tet Kurven und Balken im weit­ge­hend ska­len­lo­sen Raum an, wie sie mas­siv im Frühjahr ver­brei­tet wur­den – zwar völ­lig aus der Luft gegrif­fen, aber durch­aus furcht­ein­flö­ßend. Die Besonderheit ist hier die wei­te­re Verschärfung über die Abflachung der Kurve hin­aus in Form des Befehls „Zerquetsche die Kurve!“ und in die­sem Zusammenhang wer­den auch „Grüne Zonen“ propagiert.

Unterstützt wird auf der Website das John Snow Memorandum, das im Herbst als Abwehrreaktion auf die viel beach­te­te Great Barrington Declaration mit der Forderung nach Öffnungen [17] initi­iert wur­de und ver­gleichs­wei­se wenig Resonanz fand. Priesemann sowie die Virologin Isabella Eckerle gehö­ren zu den Erstunterzeichnern und in Gestalt einer Stellungnahme der Gesellschaft für Virologie kamen als Unterstützer Drosten, Brinkmann und die Virologin Sandra Ciesek dazu [18], die von Drosten im ver­gan­ge­nen Jahr in sei­nen NDR-Podcast geholt wur­de. Alle genann­ten Frauen erschei­nen im direk­ten Umfeld von „ZeroCovid“.

Ende Januar soll eine vom NECSI orga­ni­sier­te Zoom-Konferenz statt­fin­den zur „Befähigung glo­ba­ler Gemeinschaften, COVID durch gemein­sa­mes Fachwissen, Ressourcen und Aktionen zu been­den“. Auffälligster Redner ist Tomas Pueyo, ein „Master of Business Administration (MBA), mit inhalt­li­chen Schwerpunkten auf Verhaltenspsychologie, Design und Storytelling“. [19] Weltbekannt wur­de er im Frühjahr durch sein Lockdown-Szenario Hammer and Dance [20], das für das „Panik-Papier“ des Bundesinnenministeriums eine der weni­gen genann­ten Quellen war. [21] Im Herbst hat Pueyo mit dem Schweizer-Käse-Modell nach­ge­legt [22] und sich mit Bar-Yam und Schneider verbündet:

„Beim Vorsorgeprinzip geht es ein­fach dar­um, ‚vor­sich­tig zu sein‘, sag­te Schneider. Sein Rezept zur Beendigung des Pandemie-Zyklus von stei­gen­den Infektionen, gefolgt von Abriegelungen und stei­gen­den Infektionen, ist das Gegenteil von dem, was die meis­ten Länder in Kanada und Europa jetzt tun.
Zuerst soll­te man das Virus mit einer effek­ti­ven Abriegelung ein­däm­men und grü­ne Zonen schaf­fen, in denen kei­ne Infektionen auf­tre­ten. Als nächs­tes schüt­zen Sie die­se Grünen Zonen mit einer mehr­schich­ti­gen Strategie, die Tomas Pueyo die ‚Schweizer-Käse-Strategie‘ nennt.
Jede Schicht des Schweizer Käses blo­ckiert einen Teil der vira­len Ausbreitung. Eine Schicht besteht aus dich­ten Grenzen, eine ande­re aus sozia­len Blasen, dann kom­men Masken und rich­ti­ge Hygiene und zuletzt kom­men Tests, Rückverfolgung und Isolationsprotokolle. Alle vier Schichten haben den mul­ti­pli­ka­ti­ven Effekt, 99 Prozent aller Infektionen zu blockieren.
Die Green-Zone-Strategie stammt aus dem Kopf von Yaneer Bar-Yam, eben­falls Physiker und Leiter des New England Complex Systems Institute in Boston. Er ist auch die trei­ben­de Kraft hin­ter EndCoronavirus.org, die glaubt, dass Kanada ein wei­te­res Australien oder Taiwan wer­den könn­te, indem es COVID-19 von sei­nen Grenzen eli­mi­niert.“ [23]

Die Website endcoronavirus.org ist als US-Partner auf zerocovidalliance.org [24] ver­linkt, einer seit dem Herbst exis­ten­ten Internet-Plattform. Sie stellt sich als „eine Allianz für die Zero Covid-Gruppen und ‑Organisationen rund um den Globus“ dar, doch wer als Person oder Organisation dahin­ter steht, ist nicht erkenn­bar. Angeboten wer­den Materialien mit vie­len Bildern, eben­falls ohne kon­kre­te Angaben und eine Petition: „Unterzeichnen Sie unse­re Petition für #ZeroCovid Dies ist eine Petition der ZeroCovid Alliance. Gemeinsam für eine Welt mit Null COVID. Wir for­dern alle Regierungen der Welt auf, gemein­sam an der raschen Eliminierung des Coronavirus zu arbei­ten, noch bevor ein Impfstoff zur Verfügung steht […].“ [25]

In meh­re­ren Ländern gibt es Partner-Websites, wobei teil­wei­se der Eindruck ent­steht, dass tat­säch­lich kaum mehr als der Internetauftritt exis­tiert. Eine der bei­den Websites aus Deutschland ist wellenbrecher.jetzt [26], die im Herbst ein­ge­rich­tet wur­de. Im Impressum fin­det sich ledig­lich die Angabe „SHAMIM NGO“ mit einer Telefonnummer in den USA. Als rea­le Personen tre­ten Bar-Yam und Schneider in Form eines Interview-Videos und eini­ger Medienberichte in Erscheinung. Im Januar kam dann die Website dazu, die der­zeit für Gesprächsstoff sorgt: zero-covid.org [27], die sich expli­zit auf die Vorarbeiten bezieht, die u.a. von Priesemann und Brinkmann stammen.

Brink- und Priesemann

Brinkmann ist ver­läss­lich dort anzu­tref­fen, wo es um die Linie von Bar-Yam geht – jeden­falls seit dem Herbst, sie ist sozu­sa­gen eine Spätberufene. Das wird deut­lich, wenn man sie zeit­ver­setzt mit sich selbst kon­fron­tiert [28]:

Dafür hat sie sich jetzt umso mehr der Sache verschrieben:„Virologin Melanie Brinkmann unter­stütz­te auf Twitter den Ansatz. Sie schrieb: ‚Ja, wir kön­nen die­se Krise been­den – pro­ak­tiv statt reak­tiv sein. Ich lie­be die Strategie der grü­nen Zone: und das ist für Deutschland und vie­le ande­re Länder mög­lich.‘“ [29] So hat sie es auch am 18. Januar vertreten.

„Die Gruppe um Melanie Brinkmann, die an die­sem Montagabend im Kanzleramt vor­stel­lig gewor­den ist, dürf­te für ihre Vorschläge viel Unterstützung aus Wissenschaft und Forschung bekom­men. […] Viola Priesemann vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation, die selbst nicht am No-Covid-Papier betei­ligt war, sagt: ‚Es hat kla­re Vorteile, wenn man das Virus kom­plett los ist. Man soll­te in den kom­men­den Wochen noch ein­mal dar­über nach­den­ken, ob das nicht eine Möglichkeit wäre.‘ Erst im Dezember mach­ten sich Virologinnen und Epidemiologen rund um Priesemann dafür stark, eine sol­che Strategie euro­pa­weit ein­zu­füh­ren (The Lancet: Priesemann et al., 2020).“ [1]

Der „Aufruf zu euro­pa­wei­tem Engagement für eine schnel­le und nach­hal­ti­ge Reduzierung der SARS-CoV-2-Infektionen“ wur­de u.a. von Priesemann, Brinkmann und Ciesek ver­fasst und kurz vor Weihnachten als „Korrespondenz“ in der medi­zi­ni­schen Fachzeitschrift Lancet ver­öf­fent­licht; Ciesek dekla­rier­te „Zuschüsse von Roche Diagnostics, Euroimmun und Janssen, ohne Bezug zu die­ser Korrespondenz“. [30] Ins Kanzleramt wur­de Priesemann nicht wie­der ein­ge­la­den, „die beim letz­ten Mal Pläne für einen har­ten Lockdown mit einer Einschränkung des Bewegungsradius auf 5 km für Hotspots for­der­te, dar­aus wur­de am Ende die berüch­tig­te 15-km-Leine. Sie habe die Ministerpräsidenten ‚teils wie Kindergartenkinder‘ behan­delt, hieß es.“ [31]

ZeroCovid“ ohne und mit Solidarität

Die Lancet-„Korrespondenz“ wur­de zu einer der bei­den Säulen der eng­lisch­spra­chi­gen Website containcovid-pan.eu [32], für die Priesemann als Provider ange­ge­ben ist. Zusätzlich zum Lancet-Text erscheint hier der Inhalt des Aufrufs in gra­phi­scher Kurzform, aus der her­vor­geht, dass wäh­rend eines Zeitraums unde­fi­nier­ter Länge mit mehr oder weni­ger „strin­gen­ten Restriktionen“ eine "Dritte Welle ver­hin­dert" und die „Herdenimmunität durch Impfung erreicht“ wird. [33]

Im Januar 2021 folg­te eine wei­te­re „Korrespondenz“ im Lancet u.a. von Priesemann, Brinkmann und Ciesek, und zwar „Ein Aktionsplan zur euro­pa­wei­ten Abwehr von neu­en SARS-CoV-2-Varianten“, jetzt war auch Eckerle dabei. [34] Dieser Plan wird auf der Startseite von containcovid-pan.eu als „Gemeinsame Erklärung von Wissenschaftlern aus ganz Europa“ prä­sen­tiert [35] und es gibt eine Variation von Pueyos Schweizer Käse, die im Lancet nicht ent­hal­ten war [36]:

Offensichtlich ist Appenzeller bes­ser als Emmentaler, oder anders aus­ge­drückt: Extrem-Lockdowns, ‑Tests, ‑Impfungen sind gut. Die Zielgruppe sind Wissenschaftler, die auch zur Unterschrift auf­ge­for­dert wer­den; die Wörter soli­da­ri­ty / soli­da­ry kom­men null mal vor.

Besonders öffent­lich­keits­wirk­sam erschien am 12. Januar ein deutsch­spra­chi­ger Aufruf auf der Website zero-covid.org [37], die sich nach eige­nen Angaben am Inhalt von Priesemanns containcovid-pan.eu ori­en­tiert, außer­dem wird das „NO-COVID“-Papier u.a. von Brinkmann als Begleittext auf zero-covid.or gprä­sen­tiert [38]; im Impressum ist fast von Anfang an eine Berliner Rechtsanwältin angegeben.

Dies sind die ein­zi­gen Hinweise dar­auf, wer mit dem „wir“ von „ZeroCovid“ ver­bun­den ist: „Wir“ sam­meln Unterschriften, bie­ten Banner und Animationen für vir­tu­el­len Aktivismus an und fra­gen: „Du willst vor Ort einen [sic] Basisgruppe für die Initiative ‚Zero Covid‘ grün­den? Das freut uns, wir haben eine klei­ne Checkliste vor­be­rei­tet mit ein paar Ideen“ und wei­ter: „Kontakt zur Gesamt-Kampagne auf­neh­men. Wir freu­en uns, wenn zb [sic] über eine Email, auf Facebook oder Instagram Kontakt zu uns auf­ge­nom­men wird. So könnt ihr mit uns dis­ku­tie­ren und Aufgaben in der Kampagne über­neh­men.“ [39]

Das hat bis zur Verwendung von Google Analytics und der Übersetzung des Aufrufs in acht wei­te­re Sprachen einen so hohen Grad an Professionalität, dass man sich an Produkte von PR-Agenturen erin­nert fühlt. Auch dass Tweets „Für Eilige“ vor­ge­schla­gen wer­den, die die Aktivisten ver­brei­ten sol­len, passt dazu: „Flatten the Curve heißt dau­er­haf­te Einschränkungen des Lebens und kon­trol­lier­tes Sterbenlassen. Es gibt nur eine sinn­vol­le Covid-Strategie: ZeroCovid – Eindämmung auf Null. #ZeroCovid“ und „Impfstoffe dür­fen nicht den Gewinnen von Unternehmen die­nen. Sie müs­sen Gemeingut sein und allen Menschen über­all zur Verfügung ste­hen. #ZeroCovid“ [40]

Es ist der Inhalt von Priese-/Brinkmann, ver­packt in eine Sprache, die ver­mut­lich ziel­grup­pen­spe­zi­fisch auf ein links-grün-alter­na­ti­ves Publikum zuge­schnit­ten ist, was sich allem vor­an in der fast schon infla­tio­nä­ren Verwendung der Wörter Solidarität / soli­da­risch zeigt:

„Für einen soli­da­ri­schen euro­päi­schen Shutdown“
„Um die­ses Ziel zu errei­chen, brau­chen wir eine soli­da­ri­sche Pause von eini­gen Wochen.“
„Wir sind aller­dings über­zeugt, dass die Eindämmung des Sars-CoV‑2 Virus nur gelin­gen kann, wenn alle Maßnahmen gesell­schaft­lich soli­da­risch gestal­tet werden.“
„Die Finanzierung von Krankenhäusern über Fallpauschalen soll­te durch eine soli­da­ri­sche Finanzierung des Bedarfs ersetzt werden.“
Solidarische Finanzierung“
„Mit die­sem Reichtum sind die umfas­sen­de Arbeitspause und alle soli­da­ri­schen Maßnahmen pro­blem­los finanzierbar.“
„Darum ver­lan­gen wir die Einführung einer euro­pa­wei­ten Covid-Solidaritätsabgabe auf hohe Vermögen, Unternehmensgewinne, Finanztransaktionen und die höchs­ten Einkommen.“
„Wir wol­len uns auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz für den nöti­gen soli­da­ri­schen ZeroCovid-Strategiewechsel sammeln.“
„Die Einheit von bei­dem ist der ent­schei­den­de Schlüssel zu einer soli­da­ri­schen ZeroCovid-Strategie.“ [27]

Dazu kom­men Phrasen wie „Niemand darf zurück­ge­las­sen wer­den“ / „ Ausbau der sozia­len Gesundheitsinfrastruktur“ / „Die Löhne sind deut­lich anzu­he­ben“ / „Mit die­sem Aufruf for­dern wir auch die Gewerkschaften auf, sich ent­schlos­sen für die Gesundheit der Beschäftigten ein­zu­set­zen, den Einsatz von Beschäftigten für ihre Gesundheit zu unter­stüt­zen und die erfor­der­li­che gro­ße und gemein­sa­me Pause zu orga­ni­sie­ren“. [27] Das alles hat zu einer lan­gen Liste an Erstunterzeichnern geführt.

Einer der beson­ders pro­mi­nen­ten und pro­fi­lier­ten Erstunterzeichner des Aufrufs ist der Schauspieler Rolf Becker:

„Die bis­he­ri­ge Strategie besteht nach wie vor in dem Versuch, das Virus so weit wie mög­lich unter Kontrolle zu hal­ten, damit die Intensivstationen nicht an ihre Grenzen kom­men. Dieser Versuch ist geschei­tert. Die Bevölkerung ver­steht immer weni­ger, war­um wir uns pri­vat nur noch mit einer Person aus einem ande­ren Haushalt zu Hause tref­fen dür­fen, aber Betriebe, Großbüros, Baustellen von den Regelungen völ­lig aus­ge­nom­men sind. […]
Ich hal­te es für naiv, Forderungen an einen bür­ger­li­chen Staat zu stel­len, des­sen ent­schei­den­de Aufgabe ja gera­de dar­in besteht, die Bedingungen für das Gesamtkapital zu sichern. Er ver­brei­tet Illusionen, die im Widerspruch zu den Erfahrungen ste­hen, die arbei­ten­de Menschen Tag für Tag machen müssen.
Veränderungen, die not­wen­dig sind, müs­sen erkämpft wer­den. Das kön­nen die Beschäftigten in den Betrieben nicht allei­ne schaf­fen. Das muss gemein­sam gesche­hen mit allen, die anfan­gen, die Verhältnisse in Frage zu stel­len. Damit mei­ne ich nicht die AfD oder die Querdenker-Demos. […]
Jeder kon­kre­te Widerspruch – nicht Querdenker, nicht AfDler, die da Geschrei machen – führt wei­ter, führt auf einen Ausweg zu. #ZeroCovid macht da ein Angebot, damit die Lösung von links kommt, von den Betroffenen, und nicht von rechts außen.“ [41]

Weitere Erstunterzeichner sind der Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel ("Mein Motiv ist auch per­sön­li­che Verzweiflung" [42]) und der Erziehungswissenschaftler Frank J. Müller ("Mir gefällt die sozia­le Ausrichtung des Aufrufs“ [43]). Ist das also eine Unterstützung die­ses Aufrufs auf der Basis von Geschmack, Gefühl und Nicht-Wissen? Für eine Strategie, die mit abso­lu­ter Sicherheit furcht­ba­res Leid ver­ur­sacht, ob man sie nun Lockdown oder Shutdown nennt? Und wo bleibt die Solidarität mit den dadurch ver­ur­sach­ten Opfern?

Von Infektionen, Fällen und Zahlen

„ZeroCovid“ ope­riert mit mathe­ma­ti­schen Modellen, deren Wert ent­schei­dend davon abhängt, ob die zugrun­de lie­gen­de Datenbasis real und sicher ist – und das ist sie nicht. „Diese Pause muss so lan­ge dau­ern, bis die oben genann­ten Ziele erreicht sind.“ So heißt es im Aufruf, und was sind die Ziele? „Das ers­te Ziel ist, die Ansteckungen auf Null zu redu­zie­ren.“ [27] Gut, es kom­men noch zwei Ziele, doch die kann man igno­rie­ren, da das ers­te Ziel uner­reich­bar ist.

„Ansteckungen“ sind Infektionen und wie die­se defi­niert sind, ist im „Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz – IfSG)“ nach­zu­le­sen, und zwar in „§ 2 Begriffsbestimmungen“:

„Im Sinne die­ses Gesetzes ist
1. Krankheitserreger
ein ver­meh­rungs­fä­hi­ges Agens (Virus, Bakterium, Pilz, Parasit) oder ein sons­ti­ges bio­lo­gi­sches trans­mis­si­bles Agens, das bei Menschen eine Infektion oder über­trag­ba­re Krankheit ver­ur­sa­chen kann,
2. Infektion
die Aufnahme eines Krankheitserregers und sei­ne nach­fol­gen­de Entwicklung oder Vermehrung im mensch­li­chen Organismus[44]

Zusammengefasst ist also eine Infektion im kon­kre­ten Fall die Aufnahme des ver­meh­rungs­fä­hi­gen Virus SARS-CoV‑2 und sei­ne nach­fol­gen­de Vermehrung im mensch­li­chen Organismus. Um dies fest­zu­stel­len, wird ein aus­sa­ge­kräf­ti­ger Test benö­tigt. Die gebräuch­li­che Polymerase-Kettenreaktion PCR erfüllt die Anforderungen aller­dings nicht.

Die PCR ist ein gigan­ti­sches Kopierwerkzeug, mit dem sich gerings­te Mengen Erbsubstanz – genau­er: klei­ne Abschnitte davon – mil­li­ar­den­fach ver­viel­fäl­ti­gen und dadurch nach­wei­sen las­sen. Diese Methode kopiert Teile des Virusgenoms des gesuch­ten Virus SARS-CoV‑2, sofern der vor­han­den ist. Dann fällt der Test posi­tiv aus, muss aber trotz des rich­ti­gen Virus kein voll­stän­di­ges und damit ver­meh­rungs­fä­hi­ges Virusgenom nach­ge­wie­sen haben, da schon Bruchstücke ohne jeg­li­che Aktivität rei­chen. Die PCR ist zudem so emp­find­lich, dass sie auch bei medi­zi­nisch irrele­van­ten Mengen ein posi­ti­ves Ergebnis pro­du­ziert. [45] Sowohl Bruchstücke als auch zu gerin­ge Mengen haben kei­ne medi­zi­ni­sche Relevanz und sind auch kei­ne Infektion im Sinne des Infektionsschutzgesetzes.

Dazu kom­men noch posi­ti­ve Ergebnisse, die über­haupt nichts mit SARS-CoV‑2 zu tun haben. Sie kön­nen durch ande­re, kreuz­re­agie­ren­den Viren, gerings­te Verunreinigungen wäh­rend der Probennahme, aus Reagenzien oder in Laborgeräten ent­stan­den sein – und dann gibt es noch den unbe­re­chen­ba­ren, aber nicht zu unter­schät­zen­den mensch­li­chen Faktor als Fehlerquelle. Das alles kann ohne irgend eine Spur von SARS-CoV‑2 posi­ti­ve Testergebnisse pro­du­zie­ren. Selbstverständlich ist das alles erst recht kei­ne Infektion, fin­det aber wie die posi­ti­ven Testergebnisse durch Genombruchstücke und zu gerin­ge Konzentration Eingang in die Statistiken des Robert-Koch-Instituts RKI, da in den sel­tens­ten Fällen eine Überprüfung statt­fin­det. Und die­se Ergebnisse wer­den durch die Falldefinition des RKI auto­ma­tisch zu „bestä­tig­ten Fällen“ [46] – sind aber defi­ni­tiv kei­ne Infektionen, weder medi­zi­nisch noch juris­tisch, kei­ne „Fälle“ und „bestä­tigt“ schon gar nicht.

Es geht nicht um die Frage, ob falsch-posi­ti­ve Ergebnisse in den Fallzahlen, den Todesfallzahlen und den Zahlen der Intensivbettbelegung ent­hal­ten sind, son­dern dar­um, wie vie­le es sind: eine Minderheit, eine Mehrheit, viel­leicht sogar eine gro­ße Mehrheit? Das dem Bundesgesundheitsministerium unter­stell­te RKI hat offen­bar genau­so wenig Interesse dar­an, das her­aus­zu­fin­den wie das Kanzleramt, Drosten oder Meyer-Herr-/Brink-/Priesemann, von der Pharmaindustrie ganz zu schwei­gen. Sie alle brau­chen Zahlen, hohe Zahlen für ihre ganz eige­nen Ziele. Im Herbst wer­den die­se Zahlen sai­so­nal immer stei­gen und im Frühling sin­ken. Sie wer­den aber auch im Sommer nicht die Null errei­chen, weil die PCR einen Anteil falsch-posi­ti­ver Ergebnisse pro­du­ziert, wie im ver­gan­ge­nen Jahr zu sehen war [47]: Hammer and Dance and Hammer and Dance and … sofern nicht ent­schie­den gegen­ge­steu­ert wird.

Dabei geht es um Maßnahmen wie ein regel­kon­for­mes PCR-Protokoll [48], kon­se­quen­te Überprüfung der Labors und der Ergebnisse (Sequenzierung, Viruskultur), Durchführung nach stren­ge­ren Kriterien wie der deut­li­chen Absenkung der Zyklenzahl auf einen defi­nier­ten Wert [49] und der Erhöhung der erfor­der­li­chen Zahl nach­zu­wei­sen­der Gene auf min­des­tens drei [50]. Das sind kei­ne uto­pi­schen Forderungen, son­dern ein­fach die ver­nünf­ti­gen Voraussetzungen dafür, die PCR für die­sen Zweck über­haupt ein­zu­set­zen, weil auf die­se Weise rea­lis­ti­sche­re Zahlen zustan­de kom­men würden.

Diese Zahlen wären mit Sicherheit nicht nur weit­aus rea­lis­ti­scher, son­dern auch sehr viel nied­ri­ger und der Sommer wür­de dann wie­der sei­nen Teil dazu bei­tra­gen, den Nullwert fast bis voll­stän­dig zu errei­chen: ohne zer­stö­re­ri­sche Lockdowns, ohne Impfungen mit völ­lig unüber­seh­ba­ren Risiken, unkla­rem Nutzen und immensen Kosten. Und es wäre vor­bei mit der „Corona-Krise“: Hammer and Dance and Hammer and Dance and … Schluss!

Hervorhebungen in blau von mir

[1] Jakob Simmank, Corinna Schöps, Sven Stockrahm: Ohne das Virus leben ist das Ziel (Zeit online 20.1.2021)
https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2021–01/no-covid-strategie-coronavirus-initiative-lockdown/komplettansicht

[2] Eine neue pro­ak­ti­ve Zielsetzung für Deutschland zur Bekämpfung von SARS-CoV‑2 (Stand 18. Januar 2021, Version 1.0)
https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2021–01/no-covid-strategie.pdf

[3] Ingo Arzt: Forscherin über stei­gen­de Coronazahlen: „Eine Vollbremsung machen“ (taz 19.10.2020)
https://taz.de/Forscherin-ueber-steigende-Coronazahlen/!5721211/

[4] Niklas Keller: Mithilfe von grü­nen Zonen aus der Corona-Krise„Wir wol­len, dass ein Ruck durch die Gesellschaft geht“ (21.1.2021)
https://www.uni-hamburg.de/newsroom/im-fokus/2021/0120-no-corona-rosert.html

[5] https://necsi.edu/about

[6] https://necsi.edu/support

[7] Joseph Norman, Yaneer Bar-Yam, Nassim Nicholas Taleb: Systemic risk of pan­de­mic via novel patho­gens – Coronavirus: A note, New England Complex Systems Institute (26.1.2020).
https://necsi.edu/systemic-risk-of-pandemic-via-novel-pathogens-coronavirus-a-note

[8] https://www.who.int/docs/default-source/coronaviruse/situation-reports/20200126-sitrep‑6–2019–ncov.pdf?sfvrsn=beaeee0c_4

[9] Der „Drosten-Test“: Wie alles anfing
https://www.corodok.de/der-drosten-test/

[10] Lobbyisten und Militärberater zu Maßnahmen: "Je mehr, des­to besser"
https://www.corodok.de/lobbyisten-militaerberater-massnahmen/

[11] https://en.wikipedia.org/wiki/Young_Presidents%27_Organization

[12] Yaneer Bar-Yam: »Zero Covid«: Eine rasche und umfas­sen­de Öffnung ist mög­lich (20.12.2020)
https://carta.info/zero-covid-eine-rasche-und-umfassende-offnung-ist-moglich/

[13] Sybilla Gross, Jason Scott, Jason Gale: City Locked Down for Three Months Has Bleak Lessons for the World (Bloomberg 28.10.2020)
https://www.bloomberg.com/news/articles/2020–10-28/city-locked-down-for-three-months-has-bleak-lesson-for-the-world

[14] The 'pain and suf­fe­ring' of Melbourne's 111 day lock­down has been reve­a­led (sky 20.1.2021)
https://www.skynews.com.au/details/_6224359960001

[15] Matilda Boseley: Hundreds seek dama­ges as Victoria faces mul­ti­ple class-action lawsuits over Melbourne’s Covid lock­down (Guardian 16.9.2020)
https://www.theguardian.com/australia-news/2020/sep/16/hundreds-seek-damages-as-victoria-faces-multiple-class-action-lawsuits-over-melbournes-covid-lockdown

[16] https://www.endcoronavirus.org/

[17] https://gbdeclaration.org/

[18] Gesellschaft für Virologie e.V.: Stellungnahme der Gesellschaft für Virologie zu einem wis­sen­schaft­lich begrün­de­ten Vorgehen gegen die Covid-19 Pandemie (19.10.2020,aktualisiert 6.11.2020)
https://www.g‑f-v.org/node/1358

[19] https://perspective-daily.de/article/author/195

[20] Tomas Pueyo: Coronavirus: The Hammer and the Dance / What the Next 18 Months Can Look Like, if Leaders Buy Us Time (19.3.2020)
https://tomaspueyo.medium.com/coronavirus-the-hammer-and-the-dance-be9337092b56

[21] VS – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH Wie wir COVID-19 unter Kontrolle bekommen
https://fragdenstaat.de/blog/2020/04/01/strategiepapier-des-innenministeriums-corona-szenarien/

[22] Tomas Pueyo: Coronavirus: The Swiss Cheese Strategy / How Any Country Can Learn to Dance and Stop the Coronavirus (8.11.2020)
https://tomaspueyo.medium.com/coronavirus-the-swiss-cheese-strategy-d6332b5939de

[23] Andrew Nikoforuk: Switch to a ‘Green Zone’ Strategy for Taming COVID-19 / Two phy­si­cists belie­ve Canada should aim for zero cases, and lay out how. (The Tyee 24.11.2020)
https://thetyee.ca/Analysis/2020/11/24/Green-Zone-Strategy-Taming-COVID/

[24] https://zerocovidalliance.org/

[25] https://zerocovidalliance.org/petition (Stand 24.1.2021)

[26] https://wellenbrecher.jetzt/

[27] https://zero-covid.org/

[28] https://twitter.com/argonerd/status/1353046883451744257/photo/1

[29] Green-Zone-Strategie Wissenschaftler erklärt, war­um Deutschland umden­ken muss, um Covid-19 zu besie­gen (stern 5.1.2021)
https://www.stern.de/gesundheit/green-zone-strategie–muss-deutschland-umdenken–um-covid-19-zu-besiegen–9552706.html

[30] Viola Priesemann et al.: Calling for pan-European com­mit­ment for rapid and sus­tai­ned reduc­tion in SARS-CoV‑2 infec­tions (Lancet 18.12.2020)
https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(20)32625–8/fulltext

[31] Coronaverschärfungen: Harter Kanzlerinnenkurs erneut aus­ge­bremst (19.1.2021)
https://unsermassen.de/2021/01/19/coronaverschaerfungen-harter-kanzlerinnenkurs-erneut-ausgebremst/

[32] https://www.containcovid-pan.eu/index.php?url=statement&statement=lowNumbers

[33] https://www.containcovid-pan.eu/index.php?url=statement&statement=lowNumbers
This work by Ewa Szczurek is licen­sed under CC BY 4.0

[34] Viola Priesemann et al.: An action plan for pan-European defence against new SARS-CoV‑2 vari­ants (Lancet 21.1.2021)
https://www.thelancet.com/action/showPdf?pii=S0140-6736%2821%2900150–1

[35] Viola Priesemann et al.: An action plan for pan-European defence against new SARS-CoV‑2 variants
https://www.containcovid-pan.eu/

[36] https://www.containcovid-pan.eu/
This work by Riina Rupponen is licen­sed under CC BY 4.0

[37] Das Ziel heißt Null Infektionen! Für einen soli­da­ri­schen euro­päi­schen Shutdown
https://zero-covid.org/

[38] https://zero-covid.org/wp-content/uploads/2021/01/no-covid-strategie.pdf.

[39] https://zero-covid.org/ortsgruppen/

[40] https://zero-covid.org/begleittexte/

[41] Christoph Hentschel im Interview mit Rolf Becker: Der Ausweg aus der Pandemie muss erkämpft wer­den / Solidarität kon­kret machen (UZ 22.1.2021)
https://www.unsere-zeit.de/solidaritaet-konkret-machen-140777/

[42] Lisa Nienhaus im Intervwiew mit Rudolf Hickel: "Mein Motiv ist auch per­sön­li­che Verzweiflung" (Zeit Online 19.1.2021)
https://www.zeit.de/wirtschaft/2021–01/zero-covid-initiative-rudolf-hickel-wirtschaft-lockdown-homeoffice

[43] Alexander Schnackenburg: Bremer Wissenschaftler for­dern Shutdown für "null Neuinfektionen" (buten und bin­nen 15.1.2021)
https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/politik/bremer-wissenschaftler-fuer-zero-covid-100.html

[44] Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz – IfSG)
https://www.gesetze-im-internet.de/ifsg/__2.html

[45] PCR-Technologie zwi­schen Pharmaindustrie und Virologie
https://www.corodok.de/pcr-technologie-pharmaindustrie/

[46] Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19) (SARS-CoV‑2) / Falldefinitionen des Robert Koch-Instituts zur Übermittlung von Erkrankungs- oder Todesfällen und Nachweisen von Krankheitserregern Stand 23.12.2020
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Falldefinition.pdf?__blob=publicationFile

[47] Ein Gespenst geht um in Europa: die „Falldemie“
https://www.corodok.de/ein-gespenst-europa/

[48] Pieter Borger et al.: Review report Corman-Drosten et al. Eurosurveillance 2020 (27.11.2020)
https://cormandrostenreview.com/report/

[49] Cycling und Recycling der SARS-CoV-PCR
https://www.corodok.de/cycling-recycling-sars/

[50] Die Evolution des „Drosten-Tests“ zur Ein-Gen-PCR
https://www.corodok.de/die-evolution-drosten/

36 Antworten auf „„ZeroCovid“ und der Tanz um den Schweizer Käse“

  1. Basis dürf­te die­ses Papier hier sein – dort ist auch die Herkunft der Tabelle samt grü­ner Zone:

    Eine neue pro­ak­ti­ve Zielsetzung für Deutschland
    zur Bekämpfung von SARS-CoV‑2
    (Stand 18. Januar 2021, Version 1.0)

    https://www.deutschlandfunkkultur.de/eine-neue-proaktive-zielsetzung-fur-deutschland-zur.media.93837e8ed0c96bd93ac4483924b2ed52.pdf

    Autoren:
    Prof. Dr. Menno Baumann (Pädagogik, Fliedner-Fachhochschule Düsseldorf)
    Dr. Markus Beier (Medizin, Allgemeinmediziner, Vorsitzender Bayerischer Hausärzteverband)
    Prof. Dr. Melanie Brinkmann (Virologie, Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung)
    Prof. Dr. Heinz Bude (Soziologie, Universität Kassel)
    Prof. Dr. Dr. h.c. Clemens Fuest (Ökonomie, ifo Institut und LMU München)
    Ass. jur. Denise Feldner, M.B.L. (Jura, Technologierecht, Crowdhelix/KU Leuven Germany)
    Prof. Dr. Michael Hallek (Medizin, Internist, Klinik I für Innere Medizin, Universität zu Köln)
    Prof. Dr. Dr. h.c. Ilona Kickbusch (Global Public Health, Graduate Institute Geneva, WHOBeraterin,
    GPMB)
    Prof. Dr. Maximilian Mayer (Politikwissenschaft Schwerpunkt Asien, CASSIS, Universität Bonn)
    Prof. Dr. Michael Meyer-Hermann (Physik, Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung)
    Prof. Dr. Andreas Peichl (Ökonomie, ifo Institut und LMU München)
    Prof. Dr. Elvira Rosert (Politikwissenschaft, Universität Hamburg/IFSH)
    Prof. Dr. Matthias Schneider (Physik, TU-Dortmund)

    Die bei­den fett mar­kier­ten sind auch Mitautoren des 1. Strategiepapiers, in dem die bun­des­deut­sche Panikendemie emp­foh­len wurde.

    1. Beim Hlemholtz Institut, weiß man immer wor­an man ist, die sind an jedem Betrug betei­ligt, wie das RKI!

      Jeder Idiot, jeder Bauer kann­te den Corona Virus, was ganz nor­ma­les, womit das SChein, der Mensch lebt. Bei dem face­book Virologen Drosten: "ein neu arti­ger Virus" und die Volldeppen, wol­len einen für Mensch und Tier nor­ma­len Virus aus­rot­ten. Auf soviel Blödheit muss man erst ein­mal kom­men. Corona Impfungen für Tiere gibt es seit 2015 min­des­tens, Rockefeller hat sogar dar­auf Patente angemeldet.

  2. Danke sehr für die­se fan­tas­ti­sche Analyse der zero­co­vid-Irren. Die Bewegung scheint in ers­ter Linie poli­tisch moti­viert zu sein. Kürzlich in einer ser­vustv-Diskussion ein Basler Wirtschaftsgeografie-Professor, leh­rend in Salzburg, in rotem Hemd: als ers­tes kön­ne man die Rüstungsbetriebe abschal­ten, und die kön­ne man so dann auch ele­gant dau­er­haft abge­schal­tet las­sen. (So kön­nen wir dann auch gleich uns­re Haustürschlüssel an China oder Russland über­ge­ben. Und als ob das kei­ne Arbeitsplätze wären.). Er denkt das also in ers­ter Linie vom poli­ti­schen her. Da könn­te man glatt auf die Idee kom­men, den zero­co­vid-Irren gehe es über­haupt nicht um Gesundheit (sonst wür­den sie ja auch nie­mals alle mona­te­lang ein­sper­ren wollen.).

  3. Tolle Zusammenstellung! Damit haben Sie sich selbst übertroffen.
    Der letz­te Absatz scheint mir im Moment beson­ders wich­tig zu sein. Ehrliches tes­ten.
    Zero-covid? Dass frü­he­re Linke als Oligarchenstricher auf­tre­ten ist nichts Neues. Dass sie im Moment über­haupt noch beach­tet wer­den ange­sichts erdrü­cken­der Indizien ist beschämend.

  4. "Die Wissenschaft hat fest­ge­stellt, dass der Arsch die Beine hält. Die Beine wer­den so gestellt, dass der Arsch nicht run­ter­fällt." Wozu also der gan­ze Hokuspokus. Mein Masterplan:
    Stufe 1: Aufhören
    Stufe 2: mit
    Stufe 3: dem
    Grüne Zone: Testen
    Dann haben wir schlag­ar­tig genau das, was es schon immer gab und wei­ter­hin immer geben wird: Eine ganz gewöhn­li­che Grippesaison. Allen Mutanten zum Trotz.

    1. @Milo
      Tatsächlich, Sie spre­chen mir aus der Seele.
      Tansania, ist zwar nicht Deutschland, aber man hat früh im letz­ten Jahr gemerkt, dass der PCR Test nix taugt, Sie wis­sen schon die Ziege, die Papaya, das Motoröl…und jetzt ist der Spuk vor­bei, Tanasania hat offi­zi­ell die Pandemie im Lande been­det, oder für been­det erklärt. Keine Tests, kei­ne Infizierten, kei­ne Zahlen an die WHO und John-Hopkins-Uni, zu ein­fach für Deutschland?
      Das ist das Anti-ZeroCovid Konzept, wobei ich glau­be, wenn man die angebl. ver­schwun­de­ne Influenza ins Spiel bringt, dass es funk­tio­nie­ren wird.

      https://www.wochenblick.at/erfreuliches-aus-tansania-mit-27-millionen-euro-pandemie-beendet/

  5. Der Neusprech links-grün ist im Übrigen Kern des Schwabschen Shareholder capi­ta­lism. Seine Vorstellung, die Aktionsbereiche durch die Verantwortlichen (= Unternehmen) defi­nie­ren zu las­sen, wäh­rend klei­ne bunt ein­ge­heg­te Digitalställe die Aufgaben erfül­len und bunt anma­len dür­fen. Insbesondere Jugend wird so ver­blö­det, scheint es doch sozi­al und red­lich zu sein, was sie dort tut – und sie darf ja "mit­wir­ken".

    Idee einer Demokratie ist aber NICHT, dass der Staat die Aufgaben für die Bürger defi­niert, son­dern der Bürger, der sie dann evtl. teil­wei­se dem Staat überträgt!

    Das aber ist in Vergessenheit geraten.

  6. Um die wis­sen­schaft­li­che Relevanz der Positionen der von Frau Merkel prä­fe­rier­ten und gehör­ten Forscher ein­zu­schät­zen, muß man sich ein­fach nur eimal mit der Finanzierung ihrer Forschungen beschäf­ti­gen. Auch hier gilt: fol­ge der Spur des Geldes.

  7. Klasse, vie­len Dank für die Fülle an Hintergrundinformationen. Mit der Weiterverbreitung han­de­le ich mir zwar neu­en Streit ein, aber das Thema ist es wert.

  8. Wenn ich es rich­tig sehe, Frau Priesemann ist für No-Covid. Zero-Covid, das sind andere.
    Sie hat am Dienstag dazu einen Vortrag gehalten.
    https://www.dpg-physik.de/veranstaltungen/2021/die-physik-der-covid-19-eindaemmung
    https://www.youtube.com/watch?v=OQUU3QsKoZk
    Dr. Viola Priesemann: Die Physik der COVID-19-Eindämmung (Vortrag vom 26.01.2021, 18:30]

    Nichts Neues. Hat sie alles schon im Fernsehen gesagt: Wichtig, den R‑Wert sen­ken. Gesundheitsämter müs­sen wie­der in die Lage kom­men, die Kontakte nach­zu­ver­fol­gen und die Menschen in Quarantäne zu ste­cken. Am aller­wich­tigs­ten: TTI! TTI? TTI = Test Trace Isolate. Viele Bildchen. Viel Unverbindliches. Wenn … dann könn­te, dann wäre, haben unse­re Modellrechnungen erge­ben … Viel Geschwafel. Anschließend Fragen: [1:11:30] Wolfgang Eberhardt – ganz der Physiker – : Es gibt ja nun lei­der die­se Querdenker und die Corona-Leugner … wie vie­le kön­nen wir uns davon leis­ten? Was hat das für einen Effekt auf den R‑Wert?. [Herr Desch zieht wäh­rend­des­sen die Augenbrauen nach unten.] Priesemann: Quantitativ ist es sehr schwer aus­zu­ma­chen, weil … wenn es eine abge­schlos­se­ne Bevölkerungsgruppe wäre und die halb­wegs ent­kop­pelt wäre von der ande­ren Bevölkerungsgruppe … dann hät­ten wir da zwar ein gro­ßes Spreading, aber irgend­wann wären die ja auch immun. [1:26:10] Zuschauerfrage: Sind denn alle Kontakte gleich? Priesemann: im Modell gehen wir da nicht im Detail drauf ein, …
    Blablabla. Blablabla.
    Hier genau liegt doch der Hase im Pfeffer. Es wird dau­ernd von Kontaktverminderung usw. geschwa­felt. Nur, was ist ein Kontakt (Corona-mäßig)?, wie vie­le Kontakte gibt es?, was wis­sen wir über die­se Kontakte?, über die "Stärke"?, die Ausprägung? usw. … Antwort: Fehlanzeige. Nichts! Ergo: das gan­ze Gebilde ist auf Sand gebaut!
    Sollte man eine Beurteilung schrei­ben über den Vortrag von Frau Priesemann, wür­de die­se wohl lau­ten: Sie hat sich bemüht.

    1. @Anton
      Mein Mitgefühl, dass Sie das Geschwätz aus­ge­hal­ten haben.

      Aber Hand und Fuß hat das Konzept schon. Ich wür­de es das Konzept "Ordensburg" nen­nen, die her­me­ti­sche Abschottung der Reinen von den Bösen unter dem Vorwand der Virusbekämpfung. 4 Schichten:

      1. Physische Regionalität (kei­ne Reisen…)
      2. Soziale Blasen / Spielgruppen orga­ni­sie­ren – immer die glei­chen Leute, die phy­si­schen und digi­ta­len Kontakt halten
      3. Überwachung die­ser Blasen, Einhaltung von Hygienevorschriften im phy­si­schen und Sprachlichen (can­cel culture)
      4. Absonderung der Verseuchten und deren Beobachtung bis sie für "geheilt" erklärt wer­den oder …

      Also: Hand und Fuß, nur ohne Oberlippenbart. Wem das lie­ber ist, kann sich auch das Konzept "Eloi" von H.C.Wells betrach­ten, denn dort ist Schwabs Ideal verwirklicht.

      Es hat nichts mit den Tatsachen, mit der Realität zu tun, von der die­se Blasen abge­schot­tet sind, um sich dort nicht mit Denken zu infizieren.

      Für Schicht 4 sind also die Kranken vor­ge­se­hen. Wer ist das, der die Eloi gefähr­den könn­te? Das sind die alten Umweltsäue in den Pflegeheimen, wo man gera­de neue tech­no­lo­gi­sche Entwicklungen erprobt, und das sind die wohl meist auch min­des­tens mit­tel­al­ten Querdenker, die die men­ta­le Hygiene mit auf­rüh­re­ri­schen Gedanken ver­seu­chen könn­ten. Wie kann man die­se davon abhal­ten, der rei­nen Art und Gesinnung geefähr­lich zu wer­den? Genügt ein Zaun? Gestern noch … fand @aa mei­ne Dystopie mit den "Lagern" etwas over. Tja.

      1. @some1
        Ja, ich habe tat­säch­lich die­sen Vortrag live ver­folgt. Vom Anfang bis zum Ende.
        Wenn immer mög­lich, möch­te ich mich ganz gern an den pri­mä­ren Quellen informieren.
        Das dies bei wei­tem nicht immer gelingt, nicht mal im Ansatz, ist lei­der die Realität.
        Überzeugt hat mich der Vortrag nicht.
        Hätte auch so eine gemein­schaft­li­che Arbeit der "AG-Corona" einer gym­na­sia­len Mittelstufe sein können.
        Obwohl, Schüler wären da wahr­schein­li­cher etwas rea­li­täts­na­her an das Thema herangegangen.

  9. Der Vergleich mit Australien oder Neuseeland usw. hinkt doch total, da die­se gera­de Sommer haben. Hinzu kommt, dass auf Inseln ganz ande­re Kontrollmöglichkeiten der Einschleppung von Viren durch Handel und Tourismus herr­schen. Die Bevölkerungsdichte und der Grad der Industrialisierung sind eben­falls zu berück­sich­ti­gen, sodass der ein­fa­che Vergleich total hinkt.
    Nicht zuletzt hängt alles auch davon ab, wie ein Land mit dem Testen umgeht, d.h. ob "asym­pto­ma­ti­sche" Gesunde getes­tet wer­den. Je mehr Tests, des­to län­ger schleppt sich die Pandemie hin und des­to mehr ver­die­nen die Hersteller daran.

  10. tol­le Zusammenfassung, Danke!
    die Verantwortlichen, die das ZeroCovid Modell pro­pa­gie­ren, soll­ten mal die Joannides Studie zu lock­downs lesen statt wei­ter auf ihre Computermodelle zu star­ren. Es gibt Leben zu schüt­zen, nicht Leben, das nur zur rei­nen Existenz degra­diert wird.
    Menschen sind füh­len­de Wesen und kei­ne bio­lo­gi­schen Automaten!
    bit­te schaut Euch den Bericht auf ZIB zur Situation von Kindern und Psychiatrie an:

    https://m.youtube.com/watch?v=3gqeIPirj1g

    https://www.derstandard.de/story/2000123673409/die-jugend-gleitet-in-die-depression

  11. Preisfrage: Wer defi­niert in D wer als Corona-Toter gezählt wird?

    "Anfang Januar 2021 frag­te ich beim RKI an:

    Wenn es sich abschlie­ßend nach­wei­sen lässt, dass die Todesursache nicht Covid-19 ist, dann han­delt es sich im Sinne des RKI nicht um einen Corona-Sterbefall. Richtig?

    Auch wenn die eige­ne gesetz­li­che Definitionszuständigkeit uner­wähnt bleibt, klang die Antwort deut­lich differenzierter:

    Ja, rich­tig. Aber wenn es das Gesundheitsamt anders sehen soll­te, wür­de es eben anders sein. Wir gehen davon aus, dass das Gesundheitsamt einen ver­un­fall­ten posi­tiv getes­te­ten Fall nicht mel­den würde."

    https://www.heise.de/tp/features/Wer-zaehlt-als-Corona-Toter-5035504.html

    Also, ich glaub den das!
    Die Amtsärzte sind schuld!

  12. Ich glau­be, da haben sich ein paar Elfenbeinturm-Theoretiker die FFP2-Maske über die Augen gezo­gen, damit sie nicht sehen müs­sen, wie wun­der­bar es in ande­ren Ländern ohne die­sen Terror geht.
    Auch das Solidaritätsverständnis kann nicht mei­nes sein, denn für mich ist mein Nachbar in ers­ter Linie mein Nachbar, den ich auf kei­nen Fall denun­zie­ren wer­de. Egal, ob er links oder rechts ist.
    Man muß ja lang­sam Angst haben, wann wohl einer die­ser Psychopathen auf die "aller­si­chers­te Methode für ceroCovid" kommt: Jeder posi­tiv Getestete wird sofort erschossen.

  13. Respekt für die Recherche!

    Kleine "anek­do­ti­sche" Anmerkung am Rande:
    Die Rhetorik der "Null-Bewegung" erin­nert mich ‑rein zufäl­lig- sehr stark an die der
    https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Arbeiter-Partei
    mit deren "Kandidaten" ich in den frü­hen 1980ern hie und da an deren Wahlkampfständen dis­ku­tiert habe (i.d.R. sehr elo­quen­te Leute mit hohem Sendungsbewusstsein und "Visionen").

    Eine der Protagonistinnen (die Brinkfrau) erscheint mir wie eine Mu-tan­te von
    https://de.wikipedia.org/wiki/Helga_Zepp-LaRouche
    (will ich aber nicht wei­ter sequenzieren)

    Mit dem https://de.wikipedia.org/wiki/Schiller-Institut schließt sich dann der Kreis zu Dr.osten:

    https://www.swr.de/swr2/leben-und-gesellschaft/auch-schiller-wuerde-maske-tragen-der-virologe-christian-drosten-haelt-die-schillerrede-2020–100.html

  14. zu Schiller-Rede 2020: Das bemer­kens­wer­tes­te an die­ser Schiller-Rede war ja die eben­so lan­ge, abge­le­se­ne Einführung von Drosten als Bruder im Geiste von Schiller durch die Leiterin des Deutschen Literaturarchivs – ich grü­bel­te und grü­bel­te und grü­bel­te, was die Professorin wohl ver­an­lasst haben mag uns glau­ben machen zu wol­len, Schiller hät­te sei­nen Arztberuf lei­den­schaft­lich geliebt – wie Drosten hims­elf – bis ich end­lich drauf kam: Das Deutsche Literaturarchiv mit sei­nen hohen, sei­nen inter­na­tio­na­len Ruf stär­ken­den Ausgaben für die letz­ten Einkäufe und den gewiss sehr hohen Unterhaltskosten liegt ja ganz nahe bei dem ehe­ma­li­gen Novartis-Werk, das doch an… jaja BioTech ging, oder? Die Marbach hält halt zusam­men… Und ist nicht die Leiterin des Literaturarchivs – end­lich mal eine FRAU auf dem Posten! – Mitglied im ThinkTank 30 des Club of Rome, der schon in den 70 Jahren so Art Reset schmack­haft machen wollte?

    Problematisch fin­de ich auch immer wie­der, wenn durch die Kritiker sol­cher Plan-Spiele ech­te lin­ke Ideen dis­kre­di­tiert wer­den. Die ange­mes­sen hohe Reichenabgabe ist ja kein schlech­tes Ansinnen, wenn man eine Volkswirtschaft im Lot hal­ten und in sozia­len Zusammenhalt: Öffentlicher Nahverkehr, Postwesen, Gesundheitswesen und Pflege, Schul- und Hochschulewesen, inves­tie­ren will als Staat. Und pro­ble­ma­tisch fin­den ich, dass die rech­ten Ideen, die sich hier im Mix fin­den: Bevölkerungskontrolle bis mög­lichst unter die Haut der Einzelnen, Handlungs-Beschränkungszwang, Absonderungspläne für sozi­al defi­nier­te Gruppen, Kontakt-Kontrollen bei Strafe usw. nicht rech­te, son­dern lin­ke Ideen genannt wer­den. Linke sind nicht Stalinisten und Faschisten sind kei­ne Sozialisten! Das sind kei­ne Sozialisten, die sol­che Pläne machen. Und auch kei­ne Kommunisten.

    Mich wür­de auch inter­es­sie­ren, ob unse­re ehr­gei­zi­gen Virologinnen selbst Kinder haben. Was machen die in die­ser Zeit und der ange­dach­ten ZeroCovid-Zeit mit denen? Kuscheln ver­bo­ten? Abstandhalten beim Windelwechsel? Bewegungsverbot in der Wohnung? Sofort mRNA-Impfen? Ins Bett mit Maske?
    – Deren Modellrechnungs-Fixiertheit ist kein Blablabla m.E., son­dern extrem gefähr­lich, wenn sie poli­ti­sche Macht bekom­men. Weil jemand, der auf errech­ne­te Realitäts-Modelle fixiert ist, zwang­haft Lebensrealität negiert. Dabei ist es nicht wich­tig, ob er die aus eige­ner Lebensangst oder wis­sen­schaft­li­cher Rechnerbegeisterung negiert – das rea­le Leben ist kein Modell und das vor­ge­stell­te Leben ist eine Vorstellung von Leben, aber kein Leben – Wenn jemand sich ein Leben nicht mal ohne Computertechnik vor­stel­len kann, ist das Zeichen von Fantasielosigkeit und Intellekdebiliät.

  15. Alle Wege füh­ren direkt nach Mordor: 

    "Bar-Yam was a Visiting Scholar at the Department of Molecular and Cellular Biology at Harvard University and the Federal Reserve Bank of Boston. […] Bar-Yam has advi­sed many poli­cy­ma­king and regu­la­to­ry bodies on various topics, inclu­ding: the Pentagon's Chairman Action Group on glo­bal social unrest and the cri­ses in Egypt and Syria; the National Security Council and the National Counter Terrorism Council on glo­bal stra­te­gy; the Chief of Naval Operations Strategic Studies Group on mili­ta­ry for­ce trans­for­ma­ti­on; the Centers for Disease Control and Prevention on deli­very of pre­ven­ti­on ser­vices and con­trol of hos­pi­tal infections…[…]" 

    Quelle: wiki­fake-IA

    Auf wes­sen Payroll der Mann steht, steht für mich außer Frage. 

    Über den Möchtegern-Bernaise Tomas Pueyo gibt es kei­nen Wikipedia-Eintrag. Man muss wis­sen, dass das für einen Gehirnwäscher sei­nes Formats ein eben­falls mehr als star­kes Indiz für Geheimdienstarbeit ist.

    Die Sache wird von obers­ter Stelle des Militärs und des am. Geheimdiensts gesteuert. 

    Hier muss ange­setzt wer­den bei der kom­men­den Recherchearbeit.

  16. Zitat:
    "im Impressum ist fast von Anfang an eine Berliner Rechtsanwältin angegeben"

    Falls von Bedeutung bzw. nicht schon selbst festgestellt:
    Zu Anfang stand im Impressum von Zero-Covid.org als Verantwortlicher "NFJ", gefolgt von der Postadresse. NFJ steht für Naturfreundejugend Berlin, die sich nach eige­ner Aussage (naturfreundejugend-berlin.de) mit "Themen wie z.B. Nationalismus, Rassismus, (Hetero-)Sexismus, Kapitalismus sowie Antisemitismus" beschäftigen.
    Die Postadresse im Impressum von zero-covid.org stimm­te mit der Postadresse im Impressum von naturfreundejugend-berlin.de überein.

    1. haha, die natur­freun­de­ju­gend will die Natur (einen Virus) aus­rot­ten. passt.

      Und sicher ist auch die ber­li­ner Pseudo-Antifa unter der Adresse zu erreichen.

  17. Thread by @theotherphilipp:
    1/22 #Modelle sind ver­ein­fach­te Abbilder unse­rer Welt. Sie sind brauch­bar, bis die Wirklichkeit sie wider­legt. @ViolaPriesemann glaubt aus ihrem #Corona-Modell Maßnahmen mit einem Wahrheitsanspruch ablei­ten zu kön­nen, der jegliche[n] Demut ver­mis­sen lässt.
    https://threadreaderapp.com/thread/1355164530960199684.html
    ..
    Fassen wir noch ein­mal zusammen:

    1. Das Modell bil­det die Heterogenität der unter­such­ten Population nicht ab.
    2. Das Modell kennt kei­ne Altersunterschiede, kei­ne Grundimmunität, kei­ne Saisonalität.
    3. Das Modell weiß nichts über Kontaktnetzwerke.
    4. Die Parameter, mit denen das Modell aus­ge­führt wird, sind Schätzwerte.

    Wie sag­te doch einst der bril­li­an­te Vordenker N.N. Taleb so schön?
    »Academia is to know­ledge what pro­sti­tu­ti­on is to love.«

  18. Die Dynamik des Geschehens kann nur gehal­ten wer­den, indem stän­dig neue Ideen und Trigger ein­ge­bracht werden.

    Start: "neu­ar­ti­ger Virus"
    dann
    "Fallzahlen", "Infektionen", …
    dann
    "Mutation" 4711 oder 007 oder b52, egal, haupt­sa­che klingt
    dazu "Lockdown" und "social distancing" eng­lisch immer gut, Alltags-Maske, "flat­ten the cur­ve", Ausgangsbeschränkungen, …

    jetzt "ZeroCovid" oder "No-Covid", "gel­be Zonen" und "rote Zonen"

    wozu dient das alles: die Kritiker sich schön dar­an abar­bei­ten las­sen wäh­rend das ein­zi­ge seit Anfang an aus­ge­ge­be­nen und ver­folg­te Ziel durch­ge­zo­gen wird: Impfen, Impfen, Impfen

    Und das gan­ze auf­grund von NICHTS!

    Wenn das nicht der rea­le Irrsinn ist, was dann?

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