Zur Übersterblichkeit

Eine weit ver­brei­te­te "Pres­se­mit­tei­lung Nr. 563 vom 9. Dezem­ber 2021" des Sta­tis­ti­schen Bun­des­amts sagt aus:

»WIESBADEN – Die Coro­na-Wel­len haben in Deutsch­land zu einer Über­sterb­lich­keit geführt. Zu die­sem Befund kommt das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt (Desta­tis) auf Basis einer Aus­wer­tung der Ster­be­fall­sta­tis­tik im bis­he­ri­gen Pan­de­mie­ver­lauf. Das führt auch zu erhöh­ten Ster­be­fall­zah­len im gesam­ten bis­he­ri­gen Zeit­raum der Pan­de­mie. „Von März 2020 bis Mit­te Novem­ber 2021 sind in Deutsch­land mehr Men­schen ver­stor­ben, als unter Berück­sich­ti­gung der demo­gra­fi­schen Ent­wick­lung zu erwar­ten gewe­sen wäre. 

Der Anstieg der Ster­be­fall­zah­len ist nicht allein durch die Alte­rung der Bevöl­ke­rung erklär­bar, son­dern maß­geb­lich durch die Pan­de­mie beein­flusst“, sag­te Chris­toph Unger, Vize­prä­si­dent des Sta­tis­ti­schen Bun­des­am­tes, am 9. Dezem­ber 2021 bei einer Pres­se­kon­fe­renz in Wiesbaden.

Eine erhöh­te Sterb­lich­keit zeigt sich sowohl für die iso­lier­te Betrach­tung des Kalen­der­jah­res 2020 als auch für die ers­ten zwölf Mona­te seit Pan­de­mie­be­ginn von März 2020 bis Febru­ar 2021. Ins­ge­samt star­ben im Jahr 2020 bun­des­weit rund 985 600 Men­schen. Das waren 5 % oder 46 000 Ver­stor­be­ne mehr als im Jahr 2019. Allei­ne auf­grund der Alte­rung der Bevöl­ke­rung wäre nur ein Anstieg der Ster­be­fall­zah­len um etwa 2 % oder etwa 20 000 Fäl­le zu erwar­ten gewe­sen. In den ers­ten zwölf Mona­ten der Pan­de­mie von März 2020 bis Febru­ar 2021 star­ben 7,5 % oder fast 71 000 Men­schen mehr als in den zwölf Mona­ten davor…«

Geht man zunächst ein­mal davon aus, daß die­se Zah­len kor­rekt ermit­telt wur­den, dann fällt eini­ges auf.

Zahlen passen nicht zueinander

Es wer­den zwei ver­schie­de­ne Zeit­räu­me betrach­tet. Für das Jahr 2020 wer­den 46.000 Ver­stor­be­ne mehr berich­tet als 2019, von denen 20.000 sta­tis­tisch erwar­tet wur­den. Im wei­te­ren Text ist die Rede von fast 40.000 Men­schen, die an und mit COVID-19 ver­stor­ben seien:

»Ins­ge­samt star­ben 39 758 Men­schen an COVID-19 als Grund­lei­den und 8 102 Men­schen mit COVID-19 als Begleit­erkran­kung. Zusam­men waren das 47 860 Ver­stor­be­ne im Jahr 2020, bei denen COVID-19 ent­we­der als Grund­lei­den die Haupt­to­des­ur­sa­che war (83 %) oder als Begleit­erkran­kung zum Tod bei­trug (17 %). 70 % der an COVID-19 als Grund­lei­den ver­stor­be­nen Per­so­nen waren 80 Jah­re oder älter.«

Die­se Zahl paßt nicht zu den etwa 26.000 sta­tis­tisch nicht erwar­te­ten Toten.

Im zwei­ten erwähn­ten Zeit­raum von März 2020 bis Febru­ar 2021 sind danach 71.000 Men­schen mehr ver­stor­ben als in den zwölf Mona­ten davor. Hier hin­ein fal­len zwei Ereig­nis­se, die "zwei­te Coro­na­wel­le" und der Beginn der "Impf­kam­pa­gne" vor­nehm­lich in den Alten­hei­men. Ange­sichts der fol­gen­den Aus­sa­gen läßt sich dar­über spe­ku­lie­ren, wel­ches davon eher Aus­lö­ser der Todes­fäl­le war:

»Die meist älte­ren an COVID-19 als Grund­lei­den ver­stor­be­nen Per­so­nen hat­ten viel­fäl­ti­ge Vor­er­kran­kun­gen. Am häu­figs­ten waren dies Herz­krank­hei­ten wie Hoch­druck­krank­hei­ten (Hyper­to­nie) (21 % der Fäl­le) und Vor­hof­flim­mern oder Vor­hoff­lat­tern (10 %), aber auch Demenz (20 %), gefolgt von Nie­ren­in­suf­fi­zi­enz (16 %) und Dia­be­tes mel­li­tus (16 %). Dabei han­delt es sich um soge­nann­te Volks­krank­hei­ten, die einen gro­ßen Teil der Bevöl­ke­rung vor allem im höhe­ren Alter betreffen.«

Eine wei­te­re Erklä­rung für die Über­sterb­lich­keit, neben den über­ra­schend (?) aus­blei­ben­den sai­so­na­len Grip­pe­wel­len, wird eben­falls benannt:

»Krankenhaus-Fälle im Corona-Jahr 2020 auf niedrigstem Stand seit Mitte der 2000er Jahre

Die hohe Aus­las­tung der Kran­ken­häu­ser durch COVID-19-Pati­en­tin­nen und ‑Pati­en­ten, das Frei­hal­ten von Bet­ten­ka­pa­zi­tä­ten für COVID-19-Behand­lungs­fäl­le sowie ver­schärf­te Hygie­ne­kon­zep­te führ­ten schon früh im Pan­de­mie­ver­lauf dazu, dass plan­ba­re Behand­lun­gen und Ope­ra­tio­nen ver­scho­ben wer­den mussten. 

Dies zeigt sich in der Kran­ken­h­aus­sta­tis­tik: Im Jahr 2020 gab es in Deutsch­land fast 2,5 Mil­lio­nen oder 13,1 % weni­ger Kran­ken­haus­be­hand­lun­gen als im Vor­jahr. So nied­rig waren die Fall­zah­len zuletzt im Jahr 2006. Auch die Zahl der Ope­ra­tio­nen ging zurück: 2020 wur­den in den deut­schen Kran­ken­häu­sern 690 000 oder 9,7 % weni­ger Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten ope­riert als im Vor­jahr – so weni­ge wie zuletzt im Jahr 2005.«

Man wird also davon aus­ge­hen kön­nen, daß ein erheb­li­cher Teil der 2020 Ver­stor­be­nen ohne die Restrik­tio­nen der Lock­downs län­ger hät­ten leben können.

Durchschnittsalter 82,2 Jahre

Aus einem aus­führ­li­che­ren Bericht des Sta­tis­ti­schen Bun­des­am­tes geht über die Antei­le der "im Jahr 2020 an COVID-19 als Grund­lei­den Ver­stor­be­nen" her­vor:

»19,5 % waren 70- bis 79-Jäh­ri­ge und 70 % waren 80 Jah­re und älter.

Das Durch­schnitts­al­ter der im Jahr 2020 an COVID-19 als Grund­lei­den Ver­stor­be­nen betrug 82,2 Jah­re.«

Selbst für im Jahr 2020 Gebo­re­ne wird die Lebens­er­war­tung mit 81,01 Jah­ren ange­ge­ben (s. lebens​er​war​tung​.info und desta​tis​.de).


Eine wei­te­re Publi­ka­ti­on des Amtes zeigt fol­gen­de Todes­ur­sa­chen, bei den wenigs­ten davon wur­de über eine Über­las­tung des Gesund­heits­sys­tems und Grund­rechts­ein­schrän­kun­gen gesprochen.

gene​sis​.desta​tis​.de

Als gene­rel­le Ein­schrän­kung muß berück­sich­tigt wer­den, daß alle "Coro­na-Fäl­le" ermit­telt wer­den mit dem umstrit­te­nen und jeden­falls nicht genorm­ten Instru­ment des PCR-Tests. Bis heu­te lie­gen dem RKI kei­ner­lei Erkennt­nis­se vor über die Ver­brei­tung von "Infek­tio­nen" im Bun­des­ge­biet. Denn statt einer von vie­len Exper­ten lan­ge gefor­der­ten reprä­sen­ta­ti­ven Erhe­bung des Immun­sta­tus der Bür­ge­rIn­nen, die das RKI nie umset­zen woll­te, wer­den je nach Bedarf Test­sze­na­ri­en durch­ge­führt, die erwünsch­te Ergeb­nis­se und Trends hervorrufen.


Es scheint nach den vor­ge­leg­ten Daten in 2020 eine Über­sterb­lich­keit von etwa drei Pro­zent ver­gli­chen mit 2019 gege­ben zu haben. Wel­chen Anteil dar­an Coro­na hat­te, bleibt unklar. Ob ein Ver­gleich nur mit dem Vor­jahr allein sinn­voll ist oder dafür auch die Jah­re mit schwe­ren Grip­pe­wel­len her­an­ge­zo­gen wer­den soll­ten, ist eine berech­tig­te Frage.

34 Antworten auf „Zur Übersterblichkeit“

  1. «Es scheint nach den vor­ge­leg­ten Daten in 2020 eine Über­sterb­lich­keit von etwa drei Pro­zent ver­gli­chen mit 2019 gege­ben zu haben.»

    Ande­rer­seits wur­de auf die­sem Blog berich­tet, dass eine Stu­die der Uni Duis­burg-Essen alter­be­rei­nigt ver­gli­chen mit dem lang­fris­ti­gen Mit­tel in Deutsch­land sogar eine Unter­sterb­lich­keit gefun­den hat. 

    https://www.corodok.de/trotz-covid‑u/

    Das Ver­fah­ren ist der Sache nach das glei­che, wie in der Video­prä­sen­ta­ti­on von Mar­cel Barz, «Die Pan­de­mie in den Roh­da­ten», die im Som­mer 2021 eini­ge Popu­la­ri­tät erlangt hat.

    1. @Ulf Mar­tin: Es gibt sogar meh­re­re Stu­di­en, die sei­ner­zeit kei­ne Über­sterb­lich­keit fest­stel­len konn­ten. Wir kön­nen die aktu­el­len Daten aber nicht ein­fach igno­rie­ren. Not­wen­dig ist es, wei­ter dar­an zu arbei­ten, sie in einen kri­ti­schen Kon­text zu stellen.

      1. Mei­ne Idee dazu: Argu­ment genau so, wie zur ggf. Über­sterb­lich­keit wg. Gen­the­ra­pie: Solan­ge der Effekt nicht offen-sicht­lich ist, über­zeugt er kei­nen "Covi­dia­ner" (CJ Hop­kins), oder Kritiker.

      2. Ja, es gibt Sta­tis­ti­ken, die fuer 2020 sogar zu einer Unter­sterb­lich­keit kom­men. Eine davon sogar vom sta­tis­ti­schen Bun­des­amt selbst (die "vor­laeu­fi­ge Aus­wer­tung" der Ster­best­t­ta­tis­tik 2020). Nun stellt sic die Fra­ge, wel­che die­ser bei­den vom sta­tis­ti­schen Bun­des­amt nun wirk­lich glaub­wuer­di­ger ist. Wie­so fuehr­te die Aus­we­tung der Ster­be­ur­kun­den des Jah­res 2020 nur zu ca. 36.000 Todefael­len durch Coro­na, waeh­rend in der jet­zi­gen Aus­wer­tug ploetz­lich fast 40.000 Coro­na­to­te mit Coro­na als "Grund­lei­den" und wei­te­re ca. 8.000 Tote mit Coro­na als Begleit­erkran­kung auf­tau­chen? Was hat sich zwi­schen der "vor­laeu­fi­gen Aus­wer­tung" uund die­ser Aus­wer­tung der Ster­be­fall­zah­len 2020 so gra­vie­rend geaen­dert? Sind es wirk­lich geaen­der­te Zah­len oder viel­leicht eher "Druck sei­tens der Bun­des­re­gie­rung, um ein Nar­ra­tiv zu bestae­ti­gen, das die vor­he­ri­gen Zah­len nicht hergaben"?
        Ich weiss, es wae­re ein schwe­rer Vor­wurf gegen das sta­tis­ti­sche Bun­des­amt, letz­te­res anzu­neh­men, aber wae­re eine sol­che Annah­me ange­sichts der erheb­li­chen Dis­kre­pan­zen zwi­schen der vor­laeu­fi­gen Aus­wer­tung und der jet­zi­gen Aus­wer­tung der Ster­be­zah­len 2020 nicht wirk­lich naheliegend?

        1. @Juergen Ilse: Es ist ein Pro­blem, daß wir nur die­se Daten zur Ver­fü­gung haben. Es gilt, sie kri­tisch zu beglei­ten. Ein blo­ßes "Die lügen doch immer!" wird viel­leicht stim­men, aber nie­man­den außer­halb der Bla­se über­zeu­gen. Im übri­gen geben die Zah­len aus mei­ner Sicht ohne­hin nichts her für die Behaup­tung einer Pan­de­mie und schon mal gar nicht für eine Notlage.

  2. auf TKP wird auch über die Ster­be­sta­tis­tik doziert. Das klingt dort plausibler:
    https://tkp.at/2021/12/09/die-gesamtsterblichkeit-scheint-sich-2021-zu-erhoehen-effekt-der-impfkampagne-update‑9–12-2021/

    ".….Kei­nes die­ser Gegen­ar­gu­men­te erscheint überzeugend.

    Die mei­nes Erach­tens ein­zig plau­si­ble Erklä­rung ist, dass die Imp­fun­gen selbst kei­ne oder kaum „posi­ti­ve Wir­kun­gen“ haben, dass die­se aber hoch­ge­fähr­lich sind. Für Leib und Leben. Und dass die Gefähr­lich­keit der Imp­fun­gen deren mög­li­che posi­ti­ven Wir­kun­gen auf COVID-19 (Coro­na, Del­ta oder ähn­li­ches) weit übersteigt.…"

  3. Vor dem Hin­ter­grund die­ser Zah­len aus der ver­meint­lich hoch ent­wi­ckel­ten BRD möch­te ich auf Phä­no­me­ne aus dem ver­meint­lich rück­stän­di­gen Süd­afri­ka hinweisen:
    1. Da hat der All­ge­mein­me­di­zi­ner Dr. Shan­ka­ra Chet­ty mit ganz nor­ma­len schul­me­di­zi­ni­schen Metho­den und Medi­ka­men­ten über 7000 sym­pto­ma­ti­sche Covid-Pati­en­ten erfolg­reich ambu­lant behan­delt und Kran­ken­haus­ein­wei­sung und Todes­fäl­le ver­mie­den, weil er ent­deckt und bei der The­ra­pie genutzt hat, das Covid nur in den ers­ten 7 Tage eine Virus­in­fek­ti­on ist, aus der dann bei eini­gen Pati­en­ten eine eigent­lich leicht und zuver­läs­sig behan­del­ba­re Über­emp­find­lich­keits­re­ak­ti­on vom Typ 1 des Immu­ny­s­tems ent­steht, die dann den gefürch­te­ten schwe­ren und öfters auch töd­li­chen Ver­lauf bewirkt.

    2. Weil Süd­afri­ka sich eine gleich­zei­ti­ge, lan­des­wei­te Impf­kam­pa­gne nicht leis­ten konn­te, hat man dort eine Pro­vinz nach der ande­ren geimpft. Inter­es­sant ist nun, dass die 3. Coro­na­wel­le, in der die Del­ta­va­ri­an­te domi­nier­te, sich offen­bar an die Rei­hen­fol­ge und den zeit­li­chen Abstand der Imp­fun­gen gehal­ten hat. Die Wel­le begann in Gau­t­eng (Johan­nes­burg), wo man zuerst geimpft hat, ließ dann dort nach und zog in die Pro­vinz West Cape , wo man als zwei­tes geimpft hat­te, usw..

    3. Weil die Lock­downs und ande­re "Schutz­maß­nah­men" in der Unter­schicht nicht durch­setz­bar waren, hat sich die Unter­schicht in der ers­ten und zwei­ten Wel­le trotz feh­len­der Imp­fung eine soli­de natür­lich Her­den­im­mu­ni­tät zuge­legt. In der 3. Wel­le sind dann vor­al­lem die Ange­hö­ri­gen der Ober­schicht erkrankt, die sich die Ein­hal­tung der Lock­downs leis­ten konnten.

    Die Impf­quo­te in Süd­afri­ka der­zeit noch immer unter 26%.

    Mehr z.B. in http://www.freizahn.de/2021/12/dr-chettys-covid-behandlung-teil‑4/

  4. Zu beden­ken wäre vor allem, dass wir in der Zeit zwi­schen Mit­te Juni und Mit­te Okto­ber nie mehr als 80–90 Coro­na-Tote pro Tag zu bekla­gen hat­ten, uns jedoch seit April mit einer stei­gen­den Zahl an Herz-Kreis­lauf- sowie neu­ro­lo­gi­schen Pro­ble­men kon­fron­tiert sehen.

    Ich ver­ste­he nicht, wie­so so vie­le wei­ter­hin die Augen vor die­sem Ver­bre­chen ver­schlie­ßen.. es geht um die eige­ne Gesund­heit, das eige­ne Leben!!

  5. sor­ry, @aa, wir waren da schon­mal weiter:
    https://www.corodok.de/trotz-covid‑u/
    (https://​jour​nals​.plos​.org/​p​l​o​s​o​n​e​/​a​r​t​i​c​l​e​?​i​d​=​1​0​.​1​3​7​1​/​j​o​u​r​n​a​l​.​p​o​n​e​.​0​2​5​5​540
    ist sogar "peer-review­ed").

    Und was ist vom sta­tis­ti­schen Bun­des­amt zu erwarten?
    laut
    https://​de​.wiki​pe​dia​.org/​w​i​k​i​/​S​t​a​t​i​s​t​i​s​c​h​e​s​_​B​u​n​d​e​s​amt
    eine "Bun­des­ober­be­hör­de im Geschäfts­be­reich des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums des Innern" mit "Ver­pflich­tung zur Objek­ti­vi­tät, Neu­tra­li­tät und wis­sen­schaft­li­chen Unabhängigkeit"?

    Dass die Pres­se­mit­tei­lung einen Tag nach der Ver­ei­di­gung der neu­en Regie­rung raus­ge­hau­en wur­de, ver­wun­dert inso­fern eher nicht (woll­te sich da jemand bei der neu­en Che­fin profilieren?) 

    Die Behör­de ent­blö­de­te sich schon im August 2021 nicht, brav ein Glau­bens­dog­ma nachzubeten
    https://​www​.desta​tis​.de/​D​E​/​M​e​t​h​o​d​e​n​/​W​I​S​T​A​-​W​i​r​t​s​c​h​a​f​t​-​u​n​d​-​S​t​a​t​i​s​t​i​k​/​2​0​2​0​/​0​4​/​s​o​n​d​e​r​a​u​s​w​e​r​t​u​n​g​-​s​t​e​r​b​e​f​a​l​l​z​a​h​l​e​n​-​0​4​2​0​2​0​.​h​tml und dort auf Sei­te 47 als "Beleg" einen Fach­zeit­schrifts­ar­ti­kel aus dem Juni 2020(!) zu zitieren:

    "Aus den bis­lang ver­gleichs­wei­se gerin­gen Aus­wir­kun­gen der Pan­de­mie in Deutsch­land lässt sich deshalb
    kei­nes­wegs schlie­ßen, dass das neu­ar­ti­ge Coronavirus
    SARS-CoV‑2 unge­fähr­lich sei oder weni­ger gefähr­lich als
    die Grip­pe. Viel­mehr deu­tet die Ent­wick­lung in Deutsch­land dar­auf hin, dass Maß­nah­men zur Ein­däm­mung der
    Infek­tio­nen ver­gleichs­wei­se effi­zi­ent ein­ge­setzt wur­den. Modell­rech­nun­gen gehen von 370000 bis 770000
    zusätz­li­chen Ster­be­fäl­len in Deutsch­land aus, wären
    die­se Maß­nah­men nicht ergrif­fen wor­den und hät­te sich
    das Ver­hal­ten der Men­schen nicht geän­dert (Flax­man
    und ande­re, 2020). "

    Bei aller "Objek­ti­vi­tät, Neu­tra­li­tät und wis­sen­schaft­li­chen Unab­hän­gig­keit" wuss­te man wohl damals schon, was erwar­tet wurde.
    Beim The­ma Sterblichkeit/Gefahreneinschätzung hat­ten sich ja die Recht­gläu­bi­gen anfangs weit­ge­hend auf das "Prä­ven­ti­ons­pa­ra­do­xon" beschränkt (wo ist das eigent­lich geblie­ben? Schon lan­ge nicht mehr gesehen/gehört) – mitt­ler­wei­le ver­tei­di­gen sie jeden "Über­ver­stor­be­nen" wie eine Löwin ihr Junges.

    1. @ info

      Das ist einer der ent­schei­den­den Punk­te bei Ver­glei­chen: Die Bezugsgröße.

      Ein­fach das Vor­jahr her­an­zu­zie­hen, ist unred­lich, zumal der demo­gra­phi­sche Rebound-Effekt nicht zu unter­schät­zen ist.

      Womit trotz­dem nichts über die Ursa­chen der Sterb­lich­keit gesagt ist.

      1. @FS: " .. Womit trotz­dem nichts über die Ursa­chen der Sterb­lich­keit gesagt ist. "

        Ich bin gespannt ob euro­mo­mo neue Reports veröffentlicht.
        Älte­re fin­den sich hier, z.B. :

        " Esti­ma­tes of mor­ta­li­ty attri­bu­ta­ble to COVID-19: a sta­tis­ti­cal model for moni­to­ring COVID-19 and sea­so­nal influ­en­za, Den­mark, spring 2020 "

        https://​www​.euro​mo​mo​.eu/​h​o​w​-​i​t​-​w​o​r​k​s​/​r​e​p​o​r​t​s​-​a​n​d​-​p​u​b​l​i​c​a​t​i​o​ns/

  6. Ver­zei­hung all­seits, aber mir ist gera­de nach einem ganz unge­pfleg­ten Kot­zen ange­sichts des­sen, was die Mar­ke­ting­stra­te­gIn­nen des sta­tis­ti­schen Bun­des­am­tes da an Prop­gan­da nun wie­der raus­ge­hau­en haben.

    Schon, wenn ich lese, dass "39 758 Men­schen an COVID-19 als Grund­lei­den und 8 102 Men­schen mit COVID-19 als Begleit­erkran­kung" gestor­ben sein sol­len, muss ich auf die Toi­let­te ren­nen und mei­nen Kopf über die Clo­schüs­sel halten.
    Ver­dammt noch mal!!! Wir alle wis­sen, dass die Toten nicht obdu­ziert wur­den und nach wie vor nicht obdu­ziert wer­den! – Und jetzt will man also bis auf die letz­te Stel­le genau ange­ben kön­nen, wie vie­le Men­schen an bzw. mit "Covid19" gestor­ben sein sollen …

    Und wenn ich dann noch was lese von "hohe[r] Aus­las­tung der Kran­ken­häu­ser durch COVID-19-Pati­en­tin­nen und ‑Pati­en­ten", dann renn ich schon wie­der gen Clo.
    Selbst die Ärz­te­zei­tung wuss­te bereits auf­grund der Kran­ken­kas­sen­da­ten im März die­sen Jah­res zu vermelden:
    "Covi­d19-Pan­de­mie: His­to­risch nied­ri­ge Bet­ten­aus­las­tung" (https://​www​.aerz​te​blatt​.de/​a​r​c​h​i​v​/​2​1​8​2​0​0​/​C​O​V​I​D​-​1​9​-​P​a​n​d​e​m​i​e​-​H​i​s​t​o​r​i​s​c​h​-​n​i​e​d​r​i​g​e​-​B​e​t​t​e​n​a​u​s​l​a​s​t​ung).
    Bestä­tigt wur­de das durch eine akri­bi­sche Stu­die von multipolar:
    https://​mul​ti​po​lar​-maga​zin​.de/​a​r​t​i​k​e​l​/​a​b​r​e​c​h​n​u​n​g​s​d​a​t​e​n​-​k​r​a​n​k​e​n​k​a​s​sen

    Und im Mai die­sen Jah­res kon­sta­tier­te die Pos­til­le der Ärz­te­schaft sogar die höhe­ren Erlö­se trotz gesun­ke­ner Fall­zah­len (letz­te­re lie­ßen sich "nicht nur auf das Absa­gen plan­ba­rer Ope­ra­tio­nen" zurück­füh­ren). Außer­dem ist dort zu lesen, dass die inten­siv­me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gung von Covi­d19-Pati­en­tIn­nen 2020 nur eine "unter­ge­ord­ne­te Rol­le" gespielt habe: https://​www​.aerz​te​zei​tung​.de/​P​o​l​i​t​i​k​/​K​r​a​n​k​e​n​h​a​e​u​s​e​r​-​2​0​2​0​-​W​e​n​i​g​e​r​-​F​a​e​l​l​e​-​h​o​e​h​e​r​e​-​E​r​l​o​e​s​e​-​4​1​9​2​8​9​.​h​tml.

    Das sta­tis­ti­sche Bun­des­amt selbst spricht in sei­nen Pres­se­mit­tei­lun­gen zu den Ster­be­fall­zah­len seit Sep­tem­ber 21 von erhöh­ten Ster­be­fall­zah­len, die durch Covid19 nicht zu erklä­ren sei­en: https://​www​.desta​tis​.de/​D​E​/​P​r​e​s​s​e​/​P​r​e​s​s​e​m​i​t​t​e​i​l​u​n​g​e​n​/​2​0​2​1​/​1​1​/​P​D​2​1​_​5​1​2​_​1​2​6​.​h​tml.
    Da weiß offen­bar die 'Rech­te' nicht, was die 'Lin­ke' so schreibt.

    Auf­wa­chen!!! Raus auf die Stra­ßen!!! Etwas tun!!! (Heu­te waren in Wien lt. offi­zi­el­len Anga­ben 44.000 Men­schen auf der Stra­ße. Let­zen Sams­tag waren es noch etwas über 40.000.)

    1. @Witwesk … das mit der Schüs­sel lass ich mal weg aber sonst bin ich dabei. Die Sta­tis­tik ist immer nur so gut wie ich sie schrei­be. Aber bei dem Lese­ver­ständ­nis und dem IQ so eini­ger wun­dert es mich auch nicht mehr was die da ver­meint­lich raus lesen kön­nen. Ich hab mir übri­gens auch eine Glas­ku­gel gekauft .… die befra­ge ich jeden mor­gen … die "Ergeb­nis­se" sind da auch beein­dru­ckend: wer bin­det sol­chen Men­schen mor­gens die Schu­he zu? You made my day

  7. Und ich dach­te, in 2020 sei alters­be­rei­nigt ganz nor­mal gestor­ben wor­den, d.h. inner­halb der sta­tis­ti­schen Schwan­kun­gen? Hat­te dies das Insti­tut für Sta­tis­tik der LMU nicht fest­ge­stellt? Und das Bun­des­amt für Sta­tis­tik die Alters­be­rei­ni­gung für 2020 bei sei­nem Ergeb­nis nicht berück­sich­tigt? Habe ich da etwas falsch verstanden? 

    Wie sehen dazu die aktu­el­len Toten­zah­len in den letz­ten Mona­ten aus? Gäbe es da etwas gegen­über den Vor­jah­ren zu berichten?

  8. Gel­tungs­süch­ti­ge, rechts­of­fe­ne Schwurb­ler wie Mar­cel Barz, "Data­He­ro" in sei­nem het­ze­ri­schen Kanal, sowie das eine ode­re ande­re Insti­tut unglaub­wür­di­ger Uni­ver­si­tä­ten haben für 2020 schon lan­ge etwas ande­res Bestä­tigt – das dürf­te hier zumin­dest erwähnt wer­den. 2021 scheint es dage­gen auf eine Über­sterb­lich­keit hin­aus­zu­lau­fen, die sich auch nicht durch die auf­ge­bläh­te offi­zi­el­le Zahl der "Coro­na-Toten" erklä­ren lässt.

  9. Laut Sta­tis­ti­schem Bun­des­amt (09.12.21) sind im Jahr 2020 47860 Men­schen mit und an Covid19 ver­stor­ben. 70% davon sei­en über acht­zig Jah­re alt und vor­er­krankt gewe­sen. Doch bis­her habe ich nir­gends lesen kön­nen was das im Bezug auf die Gesamt­be­völ­ke­rung bedeu­tet. Es bedeu­tet fol­gen­des: Im Jahr 2020 sind auf­ge­run­det 0,6 ‰ der Gesamt­be­völ­ke­rung im Zusam­men­hang mit einem posi­ti­ven Sars­Co­v2-PCR-Test ver­stor­ben. Unglaub­lich! Was soll das denn für eine Epi­de­mie gewe­sen sein?

    1. @Biologe:
      (Fast hät­ten mich die "‰" ver­un­si­chert – das benutzt der Durch­schnitts­mensch i.d.R. näm­lich nur im Straßenverkehr).

      Hin­zu­zu­fü­gen wäre, dass an "Krank­hei­ten des Atmungs­sys­tems" stets an die 0,08% der Bevöl­ke­rung pro Jahr ver­ster­ben – so auch 2020 (61300).

      2019 waren übri­gens: "4,4 % aller Todes­fäl­le (…) auf eine nicht natür­li­che Todes­ur­sa­che wie zum Bei­spiel eine Ver­let­zung oder Ver­gif­tung zurück­zu­füh­ren (41 779 Sterbefälle)"
      https://​www​.desta​tis​.de/​D​E​/​T​h​e​m​e​n​/​G​e​s​e​l​l​s​c​h​a​f​t​-​U​m​w​e​l​t​/​G​e​s​u​n​d​h​e​i​t​/​T​o​d​e​s​u​r​s​a​c​h​e​n​/​t​o​d​e​s​f​a​e​l​l​e​.​h​tml

      Es wird inter­es­sant wer­den, wie die­se Zah­len für 2021 aussehen.

      P.S.:
      Es ist aber (fast) sinn­los, auf die­ser sach­li­chen Ebe­ne mit Recht­gläu­bi­gen zu diskutieren:

      - mal ist es emo­tio­nal: Ber­ga­mo, ver­mumm­tes Kran­ken­haus­per­so­nal "am Limit" und mit "Wut auf Coro­na­leug­ner", oder der eine oder ande­re "Fall" im Umfeld (der, falls es sich nicht gera­de um jün­ge­re Per­so­nen in der Fami­lie han­del­te, in den Vor­jah­ren nie­man­dem wei­ter­erzählt wur­de) dann
      – die schreck­li­che "Inzi­denz" (die angeb­lich unwei­ger­lich zu 5–10% Hos­pi­ta­li­sie­rung und 2% Todes­fäl­len füh­re), schließ­lich das
      – "Prä­ven­ti­ons­pa­ra­do­xon", oder
      – die schlich­te Annah­me, dass sich so vie­le "Exper­tin­nen und Exper­ten" doch nicht irren kön­nen, bzw. es abwe­gig sei, die­sen Fehl­ein­schät­zun­gen zu unter­stel­len, wenn sogar mit­ein­an­der ver­fein­de­te Län­der die glei­chen "Maß­nah­men" (angeb­lich erfolg­reich!) ange­wandt hätten. 

      Ein Hirn­for­scher könn­te es so aus­drü­cken: "Von 100 Recht­gläu­bi­gen sind etwa 200‰ ver­nünf­ti­gen Argu­men­ten spon­tan zugänglich"
      https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/wie-bei-einem-einbruch-a-1e070b6d-0002–0001-0000–000180276376
      Und das reicht nicht: denn kei­nes der Zen­tral­or­ga­ne der Recht­gläu­bi­gen wird jemals wil­lens oder fähig sein, die eige­ne Bericht­erstat­tung (und, ja, Het­ze) auf­zu­ar­bei­ten, die sich auf das bezieht, was man den rest­li­chen 80% bin­nen 2 Jah­ren ser­viert hat.

  10. Die­se blöd­sin­ni­ge Dis­kus­si­on mit der Uebesterb­lich­keit ver­nach­läs­sigt, dass es im Win­ter­halb­jahr immer und seit jeher eine Über­sterb­lich­keit ver­gli­chen mit dem Som­mer­halb­jahr gibt. Vergl. dazu die Sterb­lich­keits­s­kur­ven von euro​mo​mo​.eu.
    Inso­fern ist der gewähl­te Zeit­raum, näm­lich von März bis Febru­ar des Fol­ge­jah­res nur Buden­zau­ber. Das Win­ter­halb­jahr ist näm­lich über­re­prä­sen­tiert. Wenn schon ver­glei­chen, dann immer den glei­chen Zeit­raum. Wenn 20.000 zusätz­li­che Tote auf­grund des demo­gra­phi­schen Wan­dels erwart­bar waren, so blei­ben 26.000 für das Virus übrig. Das ist in etwa soviel, wie die Grip­pe­wel­le 2017/018.

    Was soll also die Aufregung?
    Wenn es in den Som­mer­mo­na­ten 2021 eine Über­sterb­lich­keit gege­ben haben soll­te, dann ist das mit Sicher­heit nicht auf Covid-19-Erkran­kun­gen zurück­zu­füh­ren. Die gab es im Som­mer kaum.
    Davon abge­se­hen, dass kaum anzu­neh­men ist, dass wirk­lich ver­läss­li­che Zah­len über die Todes­ur­sa­che (mit oder an Covid) vor­lie­gen dürf­ten, weil nur die Toten­schei­ne aber kaum Obduk­ti­ons­er­geb­nis­se vor­lie­gen, stellt sich die Fra­ge, was eine Schwan­kungs­brei­te der Ster­be­zif­fer von 2,7% über­haupt aus­sa­gen kann. Liegt das nicht im Bereich natür­li­cher Fluktuationen?

  11. Fak­ten­che­cker am Ran­de der Verzweiflung:
    Impfnebenwirkungen!

    "Falsch­be­haup­tun­gen zu den Coro­na-Imp­fun­gen häuf­ten sich in den sozia­len Netz­wer­ken zuletzt. Ihr aktu­el­les Ziel: Bewei­sen, dass die Impf­stof­fe vie­le Neben­wir­kun­gen haben. Vor allem eine angeb­li­che Tabel­le der Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on (WHO) macht gera­de die Runde …"
    – Angeb­lich? Oh Gott!
    "Die Zah­len in der ver­brei­te­ten Tabel­le, datiert auf den 12. Novem­ber, schei­nen authen­tisch zu sein."
    – checkcheckcheck …
    "Auf DW-Anfra­ge stellt eine Spre­che­rin der WHO klar, dass die Zahl der Mel­dun­gen mög­li­cher Neben­wir­kun­gen nicht gleich­zu­set­zen sei mit der Zahl der Neben­wir­kun­gen, die wirk­lich kau­sal mit einer Imp­fung zusam­men­hän­gen. Es kön­ne sich auch um Zufäl­le oder Fehl­in­ter­pre­ta­tio­nen handeln."
    – Logo. Des­we­gen heißt es: Verdachtsfälle.
    checkcheckcheck …
    "Fazit: Die Zah­len der WHO und des Upp­sa­la Moni­to­ring Cen­tres wer­den in den sozia­len Netz­wer­ken irre­füh­rend verbreitet."

    Die Damen und Her­ren Fak­ten­che­cker las­sen unter den Tisch fal­len, dass
    a) nur "serious adver­se events" gezählt wer­den (die WHO inters­siert sich nicht für Unwohl­sein oder dichen Arm);
    b) dass wohl 8 Mrd. Impf­do­sen ver­ab­reicht wur­den, aber längst nicht alle auf BioNtech/Pfizer ent­fal­len, die NW in der Tabel­le aber wohl;
    c) Die Masern­imp­fun­gen sicher­lich im Umfang ver­gleich­bar sind, wenn über 40+ Jah­re gezählt.

    Dass A) Vor­sicht in der Inter­pre­ta­ti­on gebo­ten und B) die Mel­de­quo­te in hohem Aus­maß unge­wiss ist, stimmt voll und ganz.
    Bin­sen wer­den nicht glän­zen­der, wenn Fak­ten­che­cker sie vor­zei­gen, allerdings.

    Ich habe den Zah­len­ver­gleich vor eini­gen Tagen auch mal gemacht, und kam auf einen Fak­tor um 10 hoch zwei, die die Pfi­ze­rung gegen­über der Mase­rung gefähr­li­cher ist. Da beißt kei­ne Maus den Faden ab!

    Unsi­cher­heits­be­reich wäre bloß, ob knapp hun­dert­fach (höher zwei­stel­lig bis knapp drü­ber) oder mehr­fach drei­stel­lig. Mit deut­schen Zah­len (PEI) ergibt es sich entsprechend.

    https://www.dw.com/de/impf-nebenwirkungen-who-zahlen-falsch-interpretiert/a‑59996755

  12. Wenn gestor­ben wird mit hohem Durch­schnitts­al­ter nahe der Lebens­er­war­tung, wie im Win­ter 20/21 und auch sonst die gan­ze "Pan­de­mie" durch, ist das KEIN Pro­blem. Es geht kei­ne Lebens­zeit ver­lo­ren, jeden­falls nicht signi­fi­kant. Die Erklä­rung ist ein­fach die, dass die Win­ter­wel­le 19/20 aus­ge­blie­ben ist und der Sen­sen­mann somit Nach­hol­be­darf hat­te in 20/21.

  13. Zum The­ma plan­ba­re Ope­ra­tio­nen verschieben …
    Kann ich so nicht bestä­ti­gen. In mei­nem nähe­ren Umfeld wur­de eine abso­lut nicht not­wen­di­ge Ope­ra­ti­on durch­ge­führt, letz­te Woche erst, wo wir doch gera­de den Höhe­punkt der 4. Wel­le erleben.
    Wenn die Kli­ni­ken damit ordent­lich Geld ver­die­nen kön­nen, dann läuft da alles wie normal.

  14. @aa (Ant­wort auf Wal­ter B): Das ist rich­tig. Man kann sich aus 2020 nicht her­aus­mo­geln. Nur ange­sichts der *erheb­li­chen* Unter­schie­de wischen der vor­laeu­fi­gen Aus­wer­tung ges sta­tis­ti­schen Bun­des­amts vor eini­gen Mona­ten (August 2021) und der jet­zi­gen Aus­wer­tung muss man sich mei­ner Mei­nung nach fra­gen: Ver­su­chen wir uns aus 2020 her­aus­zu­mo­geln, wenn wir die Zah­len der aktu­el­len Aus­wer­tung in Zwei­fel zie­hen, oder ver­sucht es das sta­tis­ti­sche Bun­des­amt durch sei­ne deut­lich ande­ren Zah­len der jet­zi­gen Aus­wer­tung gegen­ueber den Zah­len der vor­laeu­fi­gen Aus­wer­tung aus August 2021?

  15. Zur Sero­prä­va­lenz gibt's eine ers­te grö­ße­re Aus­wer­tung aus 7 Regio­nen Deutschlands:

    https://​www​.aerz​te​blatt​.de/​a​r​c​h​i​v​/​2​2​1​9​3​2​/​S​A​R​S​-​C​o​V​-​2​-​S​e​r​o​p​r​a​e​v​a​l​e​n​z​-​i​n​-​D​e​u​t​s​c​h​l​and

    Die letz­ten Daten stam­men aus dem Juli aus Chem­nitz. Dort lag die Sero­prä­va­lenz bei Unge­impf­ten bei etwas über 30 %.

    Von den vie­len Lokal­stu­di­en vom RKI und ande­ren oder vom Blut­spen­de­dienst gab es schon län­ger kein Update

    https://​www​.rki​.de/​D​E​/​C​o​n​t​e​n​t​/​I​n​f​A​Z​/​N​/​N​e​u​a​r​t​i​g​e​s​_​C​o​r​o​n​a​v​i​r​u​s​/​P​r​o​j​e​k​t​e​_​R​K​I​/​S​e​B​l​u​C​o​_​Z​w​i​s​c​h​e​n​b​e​r​i​c​h​t​.​h​tml
    https://​www​.rki​.de/​D​E​/​C​o​n​t​e​n​t​/​G​e​s​u​n​d​h​e​i​t​s​m​o​n​i​t​o​r​i​n​g​/​S​t​u​d​i​e​n​/​c​m​l​-​s​t​u​d​i​e​/​c​m​l​-​s​t​u​d​i​e​_​n​o​d​e​.​h​tml
    https://​www​.rki​.de/​D​E​/​C​o​n​t​e​n​t​/​I​n​f​A​Z​/​N​/​N​e​u​a​r​t​i​g​e​s​_​C​o​r​o​n​a​v​i​r​u​s​/​A​K​-​S​t​u​d​i​e​n​/​A​K​S​_​K​a​r​t​e​.​h​tml

  16. Auch in unse­rer Kli­nik wer­den unver­än­dert geplan­te Ope­ra­tio­nen durch­ge­führt. Und die ITS war in den ver­gan­ge­nen Jah­ren eben­so immer zu fast 100% aus­ge­las­tet. Dies ist das Ziel jeder Kran­ken­haus­lei­tung. Auch in der Ver­gan­gen­heit wur­den am Wochen­en­de gro­ße Ope­ra­tio­nen geplant durch­ge­führt, wenn gera­de ein ITS-Bett frei­ge­wor­den ist.
    2020 war öko­no­misch ein sehr erfolg­rei­ches Jahr. Unver­än­der­te Ein­nah­men plus 12 Mio Coro­na­hil­fe vom Staat.

  17. Das, was das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt da gemacht hat, ist eines der ekel­haf­tes­ten und, neben­bei bemerkt, auch stüm­per­haf­tes­ten Täu­schungs­ma­nö­ver, die ich je gese­hen habe.

    Ja, im Jahr 2020 liegt im Ver­gleich zu 2019 eine deut­lich höhe­re Sterb­lich­keits­ra­te vor. Das liegt jedoch vor allem dar­an, dass 2019 ein deut­lich unter­durch­schnitt­li­ches Jahr war.
    Die Zah­len der Ster­be­fäl­le lauten:
    2013: 893.825
    2014: 868.356
    2015: 925.200
    2016: 910.899
    2017: 932.263
    2018: 954.874
    2019: 939.520
    2020: 985.572

    Was kommt für das Jahr 2020 als Ster­be­zahl her­aus, wenn man auf das Jahr 2018 die vom Sta­ti­ti­schen Bun­des­amt pos­tu­lier­ten 15.000–20.000 alters­struk­tur­be­ding­ten zusätz­li­chen Toten pro Jahr rech­net? 985.000–995.000.
    Und seht ihr die­sen lächer­li­chen Unter­schied von 57.156 Toten zwi­schen 2014 und 2015? Im Ver­gleich zum apo­ka­lyp­ti­schen Anstieg von 46.052 zwi­schen 2019 und 2020?

    Rech­nen wir ein­mal anders:
    Die Sterb­lich­keits­ra­ten in Deutsch­land ver­lau­fen seit 2010 in 3‑Jah­res-Rhyth­men. Dabei lau­fen zwei ver­gleichs­wei­se hohe Jah­re zusam­men mit einem ver­gleichs­wei­se nied­ri­gen Jahr ein.
    Durch die ver­än­der­te Alters­struk­tur – pro Jahr gibt es in Deutsch­land zwi­schen 250.000 und 300.000 mehr Men­schen, die über 80 Jah­re alt sind – sind die Ber­ge und Täler inner­halb die­ser 3 Jah­re zuneh­mend aus­ge­präg­ter. Grip­pe­wel­len oder eben Coro­na wir­ken sich schein­bar beson­ders gewal­tig aus, doch nach der ent­spre­chen­den Wel­le kommt ein umso aus­ge­präg­te­res Tal (2014, 2016, 2019).

    Fasst man jeweils drei Jah­re zusam­men, lau­tet die Zahl der Toten
    2010–2012: 2.580.678
    2013–2015: 2.687.381, + 106.703 zum vor­he­ri­gen Zeitraum
    2016–2018: 2.798.036, + 110.655 zum vor­he­ri­gen Zeitraum

    Für 2019–2021 ergibt sich eine zu erwar­ten­de Todes­zahl von rund 2.910.000 bis 2.930.000, denn die Zuwachs­ra­te an Per­so­nen über 80 hat sich in den letz­ten Jah­ren wei­ter erhöht.
    2019 und 2020 zusam­men hat­ten wir 1.925.092 Tote. Für 2021 blei­ben damit 985.000 bis 1.005.000 Tote.
    Wir wer­den am Ende, wenn sich die Ster­be­zah­len so wei­ter ent­wi­ckeln, leicht dar­über lie­gen, um 10.000 – 25.000. Wohl­ge­merkt: auf 3 Jah­re gerechnet.

    So, und die­se 10.000 bis 25.000, das ist der Satz, den wir über der eigent­lich zu erwar­ten­den 3‑JahresSterberate liegen.
    Das könn­te hei­ßen, dass Coro­na LEICHT gefähr­li­cher ist als die Influ­en­za, wie es seriö­se Berech­nun­gen ver­mu­ten las­sen. Das wäre für einen neu­en Virus­stamm nicht ungewöhnlich.
    Oder es liegt dar­an, dass herz­lo­se Het­zer und pene­tran­te Panik­el­sen Mil­lio­nen alten Men­schen das Leben ver­saut und den Lebens­mut geraubt haben.
    Sucht es euch aus, ich ana­ly­sie­re hier nur die Zahlen 😀

    Ach­so, das sind alles Zah­len vom Sta­tis­ti­schen Bun­des­amt, bis auf die von mir errech­ne­ten Sum­men. Dort fin­det man auch die Ver­än­de­rung der Altersstruktur.

    Wer es nach­ko­chen möchte:
    https://​www​.desta​tis​.de/​D​E​/​T​h​e​m​e​n​/​G​e​s​e​l​l​s​c​h​a​f​t​-​U​m​w​e​l​t​/​B​e​v​o​e​l​k​e​r​u​n​g​/​B​e​v​o​e​l​k​e​r​u​n​g​s​s​t​a​n​d​/​T​a​b​e​l​l​e​n​/​l​i​s​t​e​-​a​l​t​e​r​s​g​r​u​p​p​e​n​.​h​tml
    https://​www​.desta​tis​.de/​D​E​/​T​h​e​m​e​n​/​G​e​s​e​l​l​s​c​h​a​f​t​-​U​m​w​e​l​t​/​B​e​v​o​e​l​k​e​r​u​n​g​/​S​t​e​r​b​e​f​a​e​l​l​e​-​L​e​b​e​n​s​e​r​w​a​r​t​u​n​g​/​T​a​b​e​l​l​e​n​/​s​o​n​d​e​r​a​u​s​w​e​r​t​u​n​g​-​s​t​e​r​b​e​f​a​e​l​l​e​.​h​tml

  18. Wei­te­re Todes­ur­sa­chen (Jährlich/Deutschland):

    124.000 durch Luftverschmutzung
    120.000 durch Tabakrauch
    73.000 durch Alkohol
    40.000 durch Krankenhauskeime
    13.000 durch Stürze
    11.000 durch Suizid

    Quel­le: wikipedia

    Als gene­rel­le Ein­schrän­kung muß berück­sich­tigt wer­den, daß alle "Coro­na-Fäl­le" ermit­telt wer­den mit dem umstrit­te­nen und jeden­falls nicht genorm­ten Instru­ment des PCR-Tests. Bis heu­te lie­gen dem RKI kei­ner­lei Erkennt­nis­se vor über die Ver­brei­tung von "Infek­tio­nen" im Bun­des­ge­biet. Denn statt einer von vie­len Exper­ten lan­ge gefor­der­ten reprä­sen­ta­ti­ven Erhe­bung des Immun­sta­tus der Bür­ge­rIn­nen, die das RKI nie umset­zen woll­te, wer­den je nach Bedarf Test­sze­na­ri­en durch­ge­führt, die erwünsch­te Ergeb­nis­se und Trends hervorrufen.

    Das kann man nicht oft genug wiederholen.

  19. Laut Prof. Müller:

    "Regie­rung rech­ne­te mit erhöh­ter Sterb­lich­keit – auch ohne Corona!"
    https://​www​.prof​-muel​ler​.net/​c​o​r​o​n​a​/​a​n​a​l​y​s​e​/​d​e​m​o​g​r​a​f​ie/

    Nach einer Ein­schät­zung des BMI von Mit­te 2019 (also ohne Wis­sen von Coro­na!) rech­ne­te man für 2020 mit einer Anzahl von 995.000 erwar­te­ten Toten für das Jahr. Das war eine ganz nor­ma­le Pro­gno­se für ein erwar­te­tes nor­ma­les Jahr.
    Man rech­ne­te also – ohne jede Seu­che – mit 10.000 Toten MEHR als dann tat­säch­lich 2020 an Toten gemel­det wurden!

    Wie dar­aus jetzt eine Über­sterb­lich­keit kon­stru­iert wer­den soll, bleibt völ­lig der Krea­ti­vi­tät der Sta­tü­ti­kern (Sta­ti­sik-Lüg­nern) überlassen.

    Wenn das Prof. Mül­ler sich nicht aus den Fin­gern gesaugt hat (und das glau­be ich nicht), dann ist das lei­der aber auch nicht die ers­te Ober­ver­ar­schung und kei­nes­wegs die extrems­te Wahr­neh­mungs­beu­gung im Zusam­men­hang mit dem Coro­wahn wenn dann nun eine Über­sterb­lich­keit zusam­men­fa­bu­liert wird.

    Schon toll: wenn weni­ger ster­ben als pro­gnos­ti­ziert, aber man doch lie­ber eine Über­sterb­lich­keit aus poli­ti­schen Grün­den hät­te, so wird die ein­fach will­fäh­rig kon­stru­iert. Wie kön­nen sich Leu­te, die sowas fabri­zie­ren eigent­lich noch im Spie­gel betrach­ten ohne sofort kot­zen zu müssen?

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