7 von 10 Kindern leiden unter Corona: Star-Hirnforscher erklärt, wie wir sie schützen

Ich hät­te den Titel nicht so for­mu­liert, aber focus.de hat sich am 19.4. so ent­schie­den. Es ist zu lesen (und es lohnt sehr):

»Seit über einem Jahr müs­sen vie­le Kinder dar­auf ver­zich­ten, Freunde und Familienmitglieder zu tref­fen. Der Betrieb von Schulen und Kindergärten ist über lan­ge Zeiträume hin­weg nur ein­ge­schränkt mög­lich gewe­sen. Viele Eltern berich­ten, dass ihre Kinder sich vor­bild­lich an die Regeln hal­ten. Andere machen sich Sorgen, weil ihre Kinder die Situation so ernst neh­men, dass sie inzwi­schen Angst haben, das Haus zu verlassen.

Während die Kinder und Jugendlichen immer noch sehr sel­ten schwer an Covid-19 erkran­ken, häu­fen sich Berichte dar­über, wel­che nega­ti­ven Auswirkungen die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie auf die Jüngsten in unse­rer Gesellschaft haben. Kinderpsychiater und Ärzte sind zum Teil alar­miert, weil Schlafprobleme, Übergewicht, Verhaltensauffälligkeiten, Bewegungsmangel und Ängste unter Kindern und Jugendlichen zuneh­men. Auch Umfragen haben gezeigt, dass sich die Situation für die Jüngsten seit einem Jahr immer wei­ter verschlechtert.

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Mitten in der dritten Welle

Fulminant sei sie, mein­te ein "SPD-Gesundheitsexperte". Nun sind die Helios-Kliniken bei­lei­be nicht die Guten und ihre Daten kön­nen nicht zwin­gend auf alle Krankenhäuser hoch­ge­rech­net wer­den. Sie stel­len sie aber seit gerau­mer Zeit trans­pa­rent zur Verfügung (für jedes ein­zel­ne Haus), und so ganz abge­kop­pelt vom Geschehen im Land wird die Lage nicht sein.

https://www.helios-gesundheit.de/qualitaet/auslastung/

Gehen denn die ganzen jungen Covid-Kranken nicht zum Arzt?

"Wir müs­sen han­deln, kei­ne Diskussion. Menschen ster­ben. Jetzt trifft es die Jungen" ist das aktu­el­le Mantra zu den geplan­ten Maßnahmen-Verschärfungen. Man soll­te anneh­men, wer sich krank fühlt, geht zum Arzt oder zur Ärztin. Das müß­te sich dann doch in der Zahl der Krankmeldungen nie­der­schla­gen. Der BKK-Dachverband ver­öf­fent­licht dazu regel­mä­ßig Zahlen. Offenbar sind die im Arbeitsleben ste­hen­den Covid-19-PatientInnen nicht dort versichert.

Es wer­den die durch­schnitt­li­chen monat­li­chen Krankenstände für ein­zel­ne Monate und Berufsgruppen aus­ge­wie­sen. Sie lagen im Januar und Februar 2021 bei 4,12 bzw. 4,62. Im Jahr 2020 lagen die­se Werte bei 4,91 bzw. 5,56. 2019 lau­te­ten sie 4,89 bzw. 5,83. Auch in der Gruppe der im Gesundheits- und Sozialwesen Beschäftigten gibt es kei­nen Anstieg in die­sem Jahr.

Man kann eigent­lich nur wenig spe­ku­lie­ren dar­über, war­um für Intensivbetten vom DIVI-Zentralregister den­noch ein Anstieg der Belegung dar­ge­stellt wird.

Interessante Gedanken zu die­ser Schieflage fin­den sich in einer Darstellung der BKK vom 24.3. unter dem Titel "Was für ein Jahr!":

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Partei "Die Basis" gehackt

Es gibt Hacker und Hacker. Solche, die sich einen guten Ruf erwor­ben haben, wenn sie Skandale gro­ßer Firmen oder staat­li­cher Stellen auf­deck­ten, indem sie Beweisstücke leak­ten. Solche, die Schwachstellen in der IT von Betrieben und Ämtern ver­öf­fent­lich­ten, um sie zu schlie­ßen. Irgendwie gehör­te es zum Ethos der AktivistInnen, kei­ne gemein­sa­me Sache mit den Mächtigen zu machen. Inzwischen gibt es aber auch die, die Verfassungsschutz und ande­ren Spitzeldiensten die Drecksarbeit abneh­men. anonleaks.net ist eine sol­che Gruppe, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, "Corona-LeugnerInnen" zu ent­lar­ven. Das ist so, als ob Robin Hood die Bauern aus­ge­raubt und den Raub den Edelleuten ange­bo­ten hät­te. Einige Themen, mit denen sich das Portal beschäf­tigt, sind wei­ter unten zu sehen.

Nun haben sie nach eige­nen Angaben den Server von "Die Basis" gehackt:

»Wenn wir suchen, fin­den wir nicht immer. Aber sel­ten wird es uns so leicht gemacht, wie in die­sem Fall. Ohne Hack, ohne Qual, ohne viel Gedöns gelang­ten wir an Mitgliederdaten, Rechnungen für Mitgliedsbeiträge, Mitgliedsanträge und eini­ges mehr. „Partei "Die Basis" gehackt“ weiterlesen

So verzerren die Schnelltests die Inzidenz

Der Artikel vom 18.4. auf bild.de (Bezahlschranke) trägt die Dachzeile "MEHR TESTEN, MEHR FINDEN, MEHR SCHLIESSEN?". Dort wird offen die Aussage des RKI angezweifelt:

»„Der Anstieg des Positivanteils ist vor allem auf ein ver­mehr­tes Infektionsgeschehen zurück­zu­füh­ren“, heißt es aus dem Robert-Koch-Institut gegen­über BILD.

Auffällig: Auch seit Anfang März wer­den in Deutschland ver­mehrt Schnelltests ein­ge­setzt: in Schulen und Kitas, Betrieben und in Schnelltest-Einrichtungen von Städten und Gemeinden.

Schnelltests spie­len wich­ti­ge Rolle
Experten machen nicht allein das Infektionsgeschehen für den Anstieg von Positivrate und Inzidenz und damit mög­li­che schär­fe­re Maßnahmen ver­ant­wort­lich. Auch die Schnelltests und mit ihnen ein Filter-Effekt spie­len dem­nach eine ent­schei­den­de Rolle!

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Obdachlose als Versuchskaninchen?

»NRW will zuerst Obdachlose mit Johnson & Johnson imp­fen« heißt es am 19.4. auf rp-online.de:

»Düsseldorf. Den vor­erst noch nicht aus­ge­lie­fer­ten Impfstoff von Johnson & Johnson will das NRW-Gesundheitsministerium zuerst für Impfangebote in der Wohn- und Obdachlosenhilfe einsetzen.

„Hier bestehen die größ­ten Unsicherheiten, die Zweitimpfungen nach sechs bezie­hungs­wei­se zwölf Wochen sicher­zu­stel­len“, heißt es in einer Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der Grünen an den Gesundheitsausschuss. Konkret wur­de bei Johnson & Johnson nach einer beson­de­ren Strategie gefragt, da hier offen­kun­dig eine Impfung aus­rei­chend sei…

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, hält den Auslieferungsstopp des Unternehmens nach Meldungen über Thrombose-Fälle für eine „nach­voll­zieh­ba­re Maßnahme“. Es habe alar­mie­rend gewirkt, dass das Problem eine sehr gro­ße Ähnlichkeit mit dem Problem habe, das im Zusammenhang mit dem Astrazeneca-Impfstoff auf­ge­tre­ten sei, sag­te er am Montag dem Bayerischen Rundfunk.«

Update: Über die "schwe­ren Nebenwirkungen" des Stoffs von Johnson & Johnson berich­te­te spektrum.de am 14.4.

"Erschreckend". Hunderttausende Berliner nehmen Impfangebote nicht wahr

Diese ermu­ti­gen­de Überschrift ist am 19.4. auf t‑online.de zu fin­den. Weiter heißt es dort:

»In Berlin haben mehr als 800.000 Impfberechtigte bis­her nicht auf ihre Einladung durch die Gesundheitsverwaltung reagiert. Das geht laut RBB und "B.Z." aus Zahlen her­vor, die der FDP-Fraktionschef Sebastian Czaja ange­fragt hat­te. Demnach hat die Gesundheitsverwaltung bis­her 1.673.850 schrift­li­che Einladungen ver­schickt. 812.521 Personen hät­ten bis­her aller­dings noch kei­nen Termin ver­ein­bart, heißt es.

Laut Czaja sei es "erschre­ckend, dass bis­her nur etwa die Hälfte der­je­ni­gen, die eine Einladung bekom­men haben, auch einen Termin ver­ein­bart haben". Die Gesundheitsverwaltung begrün­det dies indes unter ande­rem damit, dass ein Teil der Einladungen erst kürz­lich ver­schickt wurde.

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Tschentscher fordert Einschränkung der Versammlungsfreiheit

Gut, daß die Debatte um das Infektionsschutzgesetz lang­sam zum Kern kommt.

»Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher will bei der geplan­ten Neufassung des Infektionsschutzgesetzes auch eine deut­li­che Einschränkung der Versammlungsfreiheit vor­neh­men. Er neh­me das Demonstrationsrecht "sehr ernst", aber "es geht in die­ser sehr erns­ten Lage eben nicht, dass Tausende Menschen unter­wegs sein kön­nen", sag­te Tschentscher im Politik-Talk der Zeitung "Bild". Der SPD-Politiker ver­wies auf Großdemonstrationen zum Beispiel in Dresden und Leipzig. Wenn die dann auf­ge­löst wer­den soll­ten, "über­for­dert man die Polizei".«
tagesschau.de

Jenseits der feh­len­den Logik die­ses Arguments wir klar: Es geht nur vor­der­grün­dig um Gesundheit. Der eigent­li­che Sinn ist ein Notstandsrecht für die Zukunft. Es ist inzwi­schen eine Binsenweisheit, daß die Corona-Maßnahmen die gesell­schaft­li­chen Widersprüche zuspit­zen. Verelendung und Verblödung, die Frage, wer wohl für die gigan­ti­schen Schulden auf­kom­men wird (das Geld dafür ist schließ­lich nicht weg, es ist nur woan­ders), all das soll der öffent­li­chen Meinungsäußerung ent­zo­gen wer­den. Und zwar auf Dauer bzw. in das Belieben der Regierung gestellt.