So verzerren die Schnelltests die Inzidenz

Der Artikel vom 18.4. auf bild.de (Bezahlschranke) trägt die Dachzeile "MEHR TESTEN, MEHR FINDEN, MEHR SCHLIESSEN?". Dort wird offen die Aussage des RKI angezweifelt:

»„Der Anstieg des Positivanteils ist vor allem auf ein ver­mehr­tes Infektionsgeschehen zurück­zu­füh­ren“, heißt es aus dem Robert-Koch-Institut gegen­über BILD.

Auffällig: Auch seit Anfang März wer­den in Deutschland ver­mehrt Schnelltests ein­ge­setzt: in Schulen und Kitas, Betrieben und in Schnelltest-Einrichtungen von Städten und Gemeinden.

Schnelltests spie­len wich­ti­ge Rolle
Experten machen nicht allein das Infektionsgeschehen für den Anstieg von Positivrate und Inzidenz und damit mög­li­che schär­fe­re Maßnahmen ver­ant­wort­lich. Auch die Schnelltests und mit ihnen ein Filter-Effekt spie­len dem­nach eine ent­schei­den­de Rolle!

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Aus falschen Gründen das Richtige machen

»GEW rät vom Anleiten der Selbsttests ab

Die Teststrategie des Senats ist chao­tisch und unzu­mut­bar! Es gibt kei­ne rechts­si­che­ren Regelungen für die Kolleg*innen in den Schulen. Wir raten daher dem schu­li­schen Personal von der Anleitung der Tests ab.

15.04.2021

Die Senatsbildungsverwaltung hat es nicht geschafft, rechts­si­che­re und prak­ti­ka­ble Regelungen zur Teststrategie zu schaf­fen. Arbeitsrechtlich und beam­ten­recht­lich kann den Beschäftigten mehr als ein Beaufsichtigen der Selbsttests nicht abver­langt wer­den.Die Kolleg*innen sind für die Anleitung von Selbststests nicht geschult.

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Sieben von 2.750 Kindern mit Lollitest erwischt

Sie nen­nen es nicht "fet­te Beute" in Mönchengladbach. Sondern beschrei­ben es auf rp-online.de unter dem Titel "Zehn Infizierte durch Lolli-Tests erkannt" so:

»… Am ver­gan­ge­nen Montag wur­den in den 38 städ­ti­schen Kitas die soge­nann­ten Lolli-Selbsttests ein­ge­führt, die ab dem 21. April flä­chen­de­ckend auf alle 163 Einrichtungen im Stadtgebiet aus­ge­wei­tet wer­den sol­len. Jetzt gibt der Fachbereich Kinder, Jugend und Familien eine ers­te Bilanz: Demnach haben in der ers­ten Lolli-Test-Woche zwei­mal jeweils 2750 Kinder und das Gruppenpersonal den Test ange­wandt. In der Morgenrunde wur­den die neu­tra­len Teststäbchen von den Kindern und dem Personal 30 Sekunden im Mund „gelutscht, gewen­det, gekaut“.

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Drosten antwortet der "Welt" zu PCR-Tests

Am 15.4. wur­de hier berich­tet, daß auf welt.de eini­ge kri­ti­sche Fragen zum PCR-Test gestellt wur­den. Heute wird dort unter »„Die PCR-Tests für SARS-CoV‑2 sind von Anfang an bes­ser vali­diert“« über Drostens Antworten infor­miert. Erstmals über­haupt sieht Drosten sich ver­an­laßt, zu Bedenken Stellung zu nehmen.

Frage 1 nimmt Bezug auf ein Interview aus dem Jahre 2014, in dem Drosten im Zusammenhang mit MERS unter ande­rem äußer­te: "Asymptomatische Menschen soll­ten nicht mit PCR getes­tet wer­den."

»Antwort von Christian Drosten:

Die Einschätzung zur PCR-Testung bei COVID-19 und MERS unter­schei­det sich deut­lich, denn bei­de Erkrankungen wei­sen deut­lich abwei­chen­de epi­de­mio­lo­gi­sche Ausprägungen auf.

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Die Enttäuschung mit den Schnelltests

Das ist die Überschrift eines Artikels auf faz.net am 16.4. (Bezahlschranke). Auch bis dort hat sich inzwi­schen her­um­ge­spro­chen, was hier seit Monaten zu lesen ist: Schnelltests tau­gen nichts. Die Schlußfolgerung der drei AutorInnen der FAZ: Lieber kei­ne Öffnungen.

»Schein­bar hat­ten sie alles rich­tig gemacht. Zwei Schwestern woll­ten sich mit ihren Familien zu Ostern bei den Großeltern tref­fen, und alle haben sich Schnelltests unter­zo­gen, um sicher­zu­ge­hen. Trotzdem aber regis­trier­te das Gesundheitsamt in Hamburg-Eimsbüttel nach dem Treffen vier Infektionen. Es sei zwar nicht ganz aus­zu­schlie­ßen, dass das Virus durch die nicht getes­te­ten Kinder hin­ein­ge­tra­gen wor­den sei, heißt es dort, viel wahr­schein­li­cher aber sei, dass eine der Schwestern bereits, ohne es zu wis­sen, infi­ziert gewe­sen sei – und der Schnelltest nicht ange­schla­gen habe. „Das macht die Tests als sol­che nicht schlecht, aber sie funk­tio­nie­ren eben nur dann, wenn die Viruslast hoch ist. Es ist ein Kompromiss, des­sen muss man sich bewusst sein“, sagt die Leiterin des Gesundheitsamtes Eimsbüttel, Gudrun Rieger-Ndakorerwa. „Es ist gut und schön, dass wir die Schnelltests haben. Aber die Tests sind eigent­lich nicht dafür da, in eine stei­gen­de drit­te Welle hin­ein alles öff­nen zu kön­nen, son­dern nur, um Infektionen schnell zu erkennen.“…

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Wir müssen die Ergebnisse der PCR-Tests genauer auswerten

Was wir Verschwörer seit gerau­mer Zeit bemän­geln, ist nun in einem Kommentar auf welt.de vom 15.4. zu lesen. Erstmals wird in einem "Mainstream-Medium" der Drosten-Test direkt angegriffen:

»Seit Tagen wird über die Kopplung von Maßnahmen an Inzidenzwerte debat­tiert. Dabei liegt das Problem viel tie­fer: bei den PCR-Tests selbst. Mehr als ein Jahr nach Beginn der Pandemie soll­te sich die Öffentlichkeit dar­über im Klaren sein, dass ein posi­ti­ver PCR-Test weder gleich­be­deu­tend sein muss mit einer Erkrankung noch mit Infektiösität. Um dar­über Aufschluss zu bekom­men, müss­te nach der Testung eine Anamnese durch­ge­führt wer­den. Helfen wür­de es auch schon, den Ct-Wert des Testergebnisses in Augenschein zu neh­men – so wie es im Ausland teils schon gemacht wird.

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Was'n nu los?

ndr.de

»In der neu­en Folge des Podcasts "Coronavirus-Update" weist der Virologe Christian Drosten dar­auf hin, dass Antigen-Schnelltests die ers­ten Tage einer Infektion wohl noch weni­ger zuver­läs­sig erken­nen kön­nen als gedacht. Deshalb bie­ten sie nur eine trü­ge­ri­sche Sicherheit – etwa bei Einlasskontrollen im Theater.

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Bayern: Testunwillige SchülerInnen haben Anspruch auf Distanzunterricht

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof infor­miert am 12.4. in einer Pressemitteilung über einen Beschluß des glei­chen Tages. Darin wur­de ein Eilantrag abge­lehnt, der die Testpflicht an Schulen außer Vollzug set­zen woll­te. Es heißt dazu:

»Das Gericht hat dabei klar­ge­stellt, dass die Testteilnahme im Hinblick auf den erfor­der­li­chen Schutz beson­ders sen­si­bler Gesundheitsdaten und die Konzeption des Tests als blo­ße Voraussetzung für die Teilnahme am Präsenzunterricht aus­schließ­lich frei­wil­li­ger Natur sei. Dies habe zur Folge, dass bei feh­len­dem Einverständnis in eine Testung sicher­ge­stellt sein müs­se, dass Unterrichtsangebote im Distanzunterricht bestehen. Entfiele für den Fall des feh­len­den Einverständnisses eine Beschulung ins­ge­samt, sei nicht von der erfor­der­li­chen Freiwilligkeit der Einwilligung in die Erhebung gesund­heits­be­zo­ge­ner Daten aus­zu­ge­hen, weil Schülerinnen und Schülern dann aus einer Weigerung Nachteile entstünden. 

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Ist ein Schnupfen jetzt Corona?

ndr.de berich­tet am 11.4.:

»Ab Montag: PCR-Test erfor­der­lich bei Schnupfen in Schule und Kita
Von Montag an gel­ten in Mecklenburg-Vorpommern erwei­ter­te Corona-Testregelungen für Kitas und Schulen. Schon ein Schnupfen reicht, damit die Eltern mit dem Kind zum Haus- oder Kinderarzt müs­sen, um dort einen PCR-Test vor­neh­men zu las­sen. Kritiker hal­ten das für "völ­lig überzogen".

Schnupfnase oder leich­ter Husten sind bei klei­nen Kindern in man­chen Monaten fast schon der Dauerzustand – und des­halb in vie­len Kitas kein Grund, die Kinder nicht auf­zu­neh­men, solan­ge sie nicht Fieber haben und sich wohl­füh­len. Das dürf­te von Montag (13. April) an anders wer­den. Dann gilt eine neue Corona-Landesverordnung für Kitas und in der Kindertagespflege. Die Regeln zum Gesundheitsschutz wer­den stren­ger. Das heißt, sowohl Eltern als auch die Kita-Fachkräfte müs­sen genau­er hin­schau­en, sobald Kinder Krankheitssymptome zeigen.

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Amtsgericht Weimar untersagt Masken, Mindestabstände und Schnelltests in Schulen

Das Amtsgericht Weimar hat mit Beschluss vom 08.04.2021, Az.: 9 F 148/21,

»…im Wege der einst­wei­li­gen Anordnung beschlossen:

I. Den Leitungen und Lehrern der Schulen der Kinder A, geb. am …, und B, gebo­ren am …, nämlich der Staatlichen Regelschule X, Weimar, und der Staatlichen Grundschule Y, Weimar, sowie den Vorgesetzten der Schulleitungen wird unter­sagt, für die­se und alle wei­te­ren an die­sen Schulen unter­rich­te­ten Kinder und Schüler fol­gen­des anzu­ord­nen oder vorzuschreiben:

        1. im Unterricht und auf dem Schulgelände Gesichtsmasken aller Art, ins­be­son­de­re Mund-Nasen-Bedeckungen, sog. qua­li­fi­zier­te Masken (OP- Maske oder FFP2-Maske) oder ande­re, zu tragen,
        2. Mindestabstände unter­ein­an­der oder zu ande­ren Personen ein­zu­hal­ten, die über das vor dem Jahr 2020 Gekannte hinausgehen,
        3. an Schnelltests zur Feststellung des Virus SARS-CoV‑2 teilzunehmen.

II. Den Leitungen und Lehrern der Schulen der Kinder A, geb. am …, und B, gebo­ren am …, nämlich der Staatlichen Regelschule X, Weimar, und der Staatlichen Grundschule Y, Weimar, sowie den Vorgesetzten der Schulleitungen wird gebo­ten, für die­se und alle wei­te­ren an die­sen Schulen unter­rich­te­ten Kinder und Schüler den Präsenzunterricht an der Schule aufrechtzuerhalten.

III. Von der Erhebung von Gerichtskosten wird abge­se­hen. Die betei­lig­ten Kinder tra­gen kei­ne Kosten. Ihre außer­ge­richt­li­chen Kosten tra­gen die Beteiligten selbst.

IV. Die sofor­ti­ge Wirksamkeit der Entscheidung wird ange­ord­net