Letztes Aufgebot der Hardliner-VirologInnen?

Inzwischen erklä­ren Fachleute jeder Art, ob aus der Virologie, der Immunologie, der Epidemiologie, dem Bereich der Gesundheitsämter und Krankenhäuser, vor allem aber die nie­der­ge­las­se­nen Ärzte welt­weit: Das Virus ist nicht ein­zu­däm­men, der Schutz der Risikogruppen muß Vorrang haben.

Lediglich eine Gruppe von VirologInnen um Christian Drosten hält ver­bis­sen dar­an fest:

»Der Berliner Virologe Christian Drosten und ande­re sei­ner Kolleginnen und Kollegen stel­len sich ent­schie­den gegen Forderungen, Corona-Beschränkungen auf­zu­he­ben und gleich­zei­tig den Schutz beson­ders gefähr­de­ter Menschen in den Mittelpunkt zu stel­len. "Mit Sorge neh­men wir zur Kenntnis, dass erneut die Stimmen erstar­ken, die als Strategie der Pandemiebekämpfung auf die natür­li­che Durchseuchung gro­ßer Bevölkerungsteile mit dem Ziel der Herdenimmunität set­zen", heißt es in einer Stellungnahme der Gesellschaft für Virologie (GfV) mit Sitz in Heidelberg, an der auch Drosten betei­ligt war. Herdenimmunität bedeu­tet, dass ein gro­ßer Teil der Bevölkerung nach einer Infektion oder Impfung immun gewor­den ist, und sich das Virus dadurch nicht mehr so gut aus­brei­ten kann…

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Der gute Virologe – Tests nicht nach "Goldstandard"

Der größ­te Teil der Medienschaffenden plap­pert immer noch auch die absur­des­te Botschaft von Christian Drosten nach. Doch die Front der Papsttreuen brö­ckelt. Während auf den Titelseiten über­wie­gend auf Panik gemacht wird, fin­den sich doch immer wie­der nach­denk­li­che­re Stimmen wei­ter hin­ten.

So ist es auch in der "Zeit". Eingebettet in einen gru­se­li­gen Home-Story-Ton lesen wir in einem Artikel vom 8.10. doch erstaun­li­che Informationen.

»Eine klei­ne Küche mit rosa Wänden und rotem Boden. Auf dem Tisch liegt eine Wachstuchdecke mit gol­de­nen Weihnachtssternen. Sie ist aus dem letz­ten Winter übrig geblie­ben, jenem Winter, in dem ein Virus begann, die Welt zu erobern. Seine Ausbreitung hat Menschenleben gekos­tet und Existenzen. Die Frau, die vor der rosa Wand sitzt, erzählt von den Schulden, die sich seit Monaten bei ihr anhäu­fen…

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„Wunder von Haiti“ statt „maximaler Katastrophe“

Die Voraussagen für Haiti waren im April 2020 denk­bar schlecht, wie in der New York Times zu lesen war:

„Einen Monat nach Bekanntgabe des ers­ten Falls hat es nur 58 bestä­tig­te Fälle und vier Verstorbene gege­ben. […] Doch mit dem Zustrom von Arbeitern, die aus der Dominikanischen Republik zurück­kehr­ten, wo es 5.044 Fälle und 245 Verstorbene durch COVID-19 gege­ben hat, stün­den die Chancen schlecht für Haiti und sein schwa­ches Gesundheitssystem. So warn­te ein Beratergremium des Präsidenten, das von Dr. Jean William ‚Bill‘ Pape gelei­tet wird, einem weit­hin renom­mier­ten Arzt, der eilig Zentren auf­baut, die COVID-19-Patienten behan­deln sol­len.
‚Das Monster kommt auf uns zu,‘ sag­te Dr. Pape […]. Doch der Plan, der aus­ge­bil­de­tes Personal, per­sön­li­che Schutzausrüstungen sowie Sauerstoff benö­tigt, ist kost­spie­lig. Dr. Pape schätzt, daß allein der ers­te Monat etwa 30 Millionen US-Dollar kos­ten wird – etwa die Hälfte von dem, was die Regierung Haitis jähr­lich für das Gesundheitssystem aus­gibt. […]
Dr. Pape bil­de­te über 1000 Personen aus, die von Tür zu Tür gehen, jeden mit Symptomen her­aus­su­chen und dazu drän­gen sol­len, ins Krankenhaus zu gehen. […] In den letz­ten Wochen sind täg­lich tau­sen­de Haitianer aus der Dominikanischen Republik zurück­ge­kehrt […]. Ärzte haben sie an vier offi­zi­el­len Grenzstationen unter­sucht, aber nicht an Dutzenden ille­ga­ler Übergänge.“ [1] „„Wunder von Haiti“ statt „maxi­ma­ler Katastrophe““ wei­ter­le­sen

Der Virologe, auf den niemand hört

Auf wel­che Fachleute in Sachen Corona kann sich die Bundesregierung eigent­lich noch stüt­zen? Nach dem Abtauchen von C. Drosten wer­den uns täg­lich Fachfremde wie Herr Wieler vom RKI (Univ.-Prof. für Mikrobiologie und Tierseuchenlehre) und der Epidemiologie-Darsteller Lauterbach prä­sen­tiert.

Virologen wie Streeck dür­fen sich zu Wort mel­den, wer­den bei den Entscheidungen aber über­gan­gen. Einer, der seit Anbeginn der Pan(ik)demie mit dif­fe­ren­zier­ten Worten zu ver­neh­men war und dem es ähn­lich ergeht, ist der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit.

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Wie war das noch… mit dem Schock-Papier des Innenministeriums?

Mitte März hat­te das Bundesinnenministerium ein gehei­mes Thesenpapier "Wie wir COVID-19 unter Kontrolle bekom­men" erstellt. Erst auf öffent­li­chen Druck wur­de es am 28.4. ver­öf­fent­licht. Nach Aussage des Ministeriums floß es "in die Diskussion über den wei­te­ren Umgang mit der Corona-Pandemie" ein. Es wur­de nie zurück­ge­nom­men.

abgeordnetenwatch.de faßt den Tenor so zusam­men:

»… dass Behörden eine "Schockwirkung" erzie­len müss­ten, um Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die mensch­li­che Gesellschaft zu ver­deut­li­chen. Es sol­le klar gemacht wer­den, dass bei einer Infizierung mit dem COVID-19-Virus eine Todesart das "qual­vol­le" Ersticken sein kön­ne. Zudem sei­en auch Kinder Opfer des Virus und auch blei­ben­de Folgeschäden bei einer Erkrankung sei­en nicht aus­ge­schlos­sen. Unter Bezug auf vori­ge Krisen sol­le zudem "his­to­risch argu­men­tiert" wer­den. "2019 = 1919 + 1929", heißt es in dem Papier. Im schlimms­ten Fall dro­he, "dass dies die Gemeinschaft in einen völ­lig ande­ren Grundzustand bis hin zur Anarchie ver­än­dert".«

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Drosten ist zurück! (Wirrer denn je)

Wochenlang hat er geschwie­gen. Nun will er das Feld nicht mehr Menschen wie Karl Lauterbach über­las­sen, der ihn wahr­lich nicht erset­zen kann. Seine neu­en, gewöh­nungs­be­dürf­ti­gen Thesen faßt ovb-online.de unter die­sem schö­nen Titel zusam­men:

Corona: Virologe Christian Drosten äußert sich zu zwei­ter Welle – „Wir lau­fen Gefahr …“

Die Auslassungspunkte ste­hen im Original. Im gesam­ten Artikel fehlt jeg­li­che Titulierung, er ist stets "der Virologe" oder ein­fach "Drosten"…

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Das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin und seine Nazi-Vergangenheit

Wären Christian Drosten und Jonas Schmidt-Chanasit nicht in den Medien so prä­sent, gäbe es weni­ge Gründe, sich mit dem Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin zu beschäf­ti­gen. Da Drosten aber sei­ne Karriere dort star­te­te und Schmidt-Chanasit heu­te Leiter der Virusdiagnostik des Instituts ist, lohnt ein Blick dar­auf den­noch.

Zu den wirt­schaft­li­chen Interessen der Beteiligten wird in ande­ren Beiträgen infor­miert. Hier soll ein kur­zer Blick auf die Geschichte des Instituts und sei­ne Kontinuitäten gewor­fen wer­den. Anders als die Charité oder das RKI sieht die Forschungseinrichtung offen­bar kei­nen Anlaß, sich mit ihrer Rolle in den Zeiten von Kolonialismus und Faschismus zu beschäf­ti­gen.

So spär­lich sind die Auskünfte für die Jahre 1933–1945:

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Streeck kann's nicht lassen

Professor Dr. Hendrik Streeck, Direktor des Institut für Virologie an der Uniklinik in Bonn, müß­te es eigent­lich wis­sen: Gegen den sym­pa­thi­schen Sonnyboy mit den Podcasts kann er nichts aus­rich­ten.

Nun macht er sich auch noch Argumente von "Corona-Leugnern" zu eigen. Er könn­te ahnen, was da auf ihn zukom­men kann, Shitstorm oder Totschweigen. In einem Interview mit der Osnabrücker Zeitung stell­te der Aluhut am 10.6. toll­küh­ne Thesen auf:

»Sie sind früh dadurch auf­ge­fal­len, dass Sie deut­lich weni­ger dras­tisch vor der Pandemie gewarnt haben als ande­re. Fühlen Sie sich durch die Entwicklung bestä­tigt?
Ein Stück weit durch­aus. Meine Position war immer, dass das Virus nicht baga­tel­li­siert wer­den soll­te, aber auch nicht dra­ma­ti­siert wer­den darf. Anfangs waren sich auch fast alle Virologen mehr oder weni­ger einig.

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Ertappter Drosten schlägt um sich

Zuerst wirk­te es wie ein übli­cher Promistreit in der Boulevardpresse. Ausgerechnet die Bildzeitung hat­te mit Verweis auf meh­re­re Wissenschaftler dem Medienstar Fehler in sei­ner Studie zur Ansteckung von Kindern vor­ge­wor­fen.

Glaubt man der Zeitung, dann reagier­te Drosten wie gewohnt:

»BILD kon­fron­tier­te Christian Drosten mit den Vorwürfen. Drosten woll­te auf BILD-Anfrage nicht ant­wor­ten. Stattdessen ver­öf­fent­lich­te er die BILD-Anfrage auf Twitter und schrieb dazu, er habe "Besseres zu tun". Innerhalb des Forscherteams wur­den die Mängel der Studie nach BILD-Informationen jedoch bereits dis­ku­tiert und zum Teil ein­ge­stan­den.«

In der "seriö­sen" Medienwelt folg­te die eben­so gewohn­te Empörung. „Ertappter Drosten schlägt um sich“ wei­ter­le­sen

Drosten warnt mal wieder

Wenn SchauspielerInnen nur einen Charakter beherr­schen, wer­den sie schnell lang­wei­lig. Das gilt auch für ande­re Medienstars. Bei bei­den kann pas­sie­ren, daß man ihnen den­noch nicht ent­ge­hen kann. Dann näm­lich, wenn sie qua­si in Endlosschleife von den Medien prä­sen­tiert wer­den. Einer davon ist der unver­meid­li­che Christian Drosten.

366.000 Einträge mel­det Google heu­te zu den Begriffen "Drosten warnt". Ein Eintrag ist ori­gi­nel­ler als der ande­re:

  • Drosten warnt vor Ärzten, die "irgend­ei­nen Quatsch in die Welt set­zen"
  • Drosten hält Restaurantbesuche für gefähr­lich

„Drosten warnt mal wie­der“ wei­ter­le­sen