WHO-Statistik widerlegt Lauterbach

Tatsächlich trifft zu, was am 9.5. unter dem Titel "Corona-Zeugnis der WHO: So schlecht ist Deutschland durch die Pandemie gekom­men" auf bild.de zu lesen ist:

»Deutschlands Pandemie-Politik war im welt­wei­ten Vergleich zwar streng, aber nicht beson­ders erfolgreich.

Das zeigt eine welt­wei­te Auswertung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Übersterblichkeit. Demnach sind in Deutschland pro 100 000 Einwohner 116 Menschen mehr gestor­ben als erwar­tet (im Vergleich zur sta­tis­tisch erwar­te­ten Sterblichkeit).

Unsere Nachbarn Dänemark (32), Schweiz (47), Frankreich (63), Österreich (66), Belgien (77) und die Niederlanden (85) – sie alle hat­ten 2020 und 2021 eine deut­lich gerin­ge­re Übersterblichkeit… „WHO-Statistik wider­legt Lauterbach“ weiterlesen

Auswertung des Ifo-Instituts : Übersterblichkeit in Ländern mit hoher Impfquote niedriger

Das mel­det am 20.4. rp-online.de.

»ISachsen und Thüringen sind im zwei­ten Halbjahr 2021 deut­lich mehr Menschen gestor­ben als üblich. Beide Bundesländer ver­zeich­ne­ten jeweils rund 13 Prozent mehr Tote, als auf­grund der Altersstruktur zu erwar­ten gewe­sen wäre, wie das Ifo-Institut am Mittwoch in Dresden auf Basis einer Sonderauswertung der Sterbefälle des Statistischen Bundesamts mit­teil­te. In Schleswig-Holstein und Berlin wur­de dem­nach hin­ge­gen kei­ne Übersterblichkeit festgestellt.

„Es fällt auf, dass die Übersterblichkeit im zwei­ten Halbjahr 2021 umso nied­ri­ger aus­fällt, je höher die Impfquote in einem Bundesland war“, erklär­te Marcel Thum vom Ifo-Institut…«

Es scheint, als ob hier ein Fall von Lauterbachitis vor­liegt: Man liest die Einleitung eines Artikels, der Text inter­es­siert wenig. Denn was steht dort? „Auswertung des Ifo-Instituts : Übersterblichkeit in Ländern mit hoher Impfquote nied­ri­ger“ weiterlesen

"Da wissen Sie mehr als ich"

Das könn­te Karl Lauterbach zu Lothar Wieler sagen. Während der eine von 250 Todesfällen pro Tag erzählt, stellt der ande­re die­se Statistik ins Netz:

rki.de (14.4.)

Jenseits der Abstriche, die man an den Daten des RKI unbe­dingt machen muß ("an und mit ver­stor­ben"), bleibt fest­zu­hal­ten: Lauterbachs Angabe stimm­te zu kei­nem Zeitpunkt des Jahres 2022. Dazu kommt: Von über 90 Prozent der "Fälle" wer­den kei­ne COVID-19-Symptome berich­tet. Zuletzt muß­ten gan­ze 6.813 Menschen "mit oder wegen" ins Krankenhaus.

Sterbefallzahlen im Februar 2022 im Bereich des mittleren Wertes der Vorjahre

In der "Pressemitteilung Nr. 113 vom 15. März 2022" teilt das Statistische Bundesamt mit:

»WIESBADEN – Im Februar 2022 sind in Deutschland nach einer Hochrechnung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 81 510 Menschen gestor­ben. Diese Zahl liegt im Bereich des mitt­le­ren Wertes (Median) der Jahre 2018 bis 2021 für die­sen Monat (40 Fälle dar­un­ter). Nachdem sich die Sterbefallzahlen im Januar bereits dem mitt­le­ren Wert der Vorjahre ange­nä­hert hat­ten, hat sich das Sterbegeschehen dem­nach im Februar wei­ter nor­ma­li­siert. Zum Jahresende 2021 hat­ten die Sterbefallzahlen deut­lich über den mitt­le­ren Werten der Vorjahre gele­gen… „Sterbefallzahlen im Februar 2022 im Bereich des mitt­le­ren Wertes der Vorjahre“ weiterlesen

Ziehung der Sterbezahlen

Während bei den Lottozahlen immer­hin ein Notar den Vorgang über­wacht, ver­brei­ten Medien land­auf, land­ab ohne Prüfung eine dpa-Meldung "COVID-19: Womöglich drei­mal so viel Tote welt­weit wie regis­triert".

aerzteblatt.de ist eine der weni­gen Stellen, bei denen wenigs­tens ein Link auf die Quelle ange­ge­ben wird. Ansonsten kann man uni­so­no lesen: „Ziehung der Sterbezahlen“ weiterlesen

Zur Übersterblichkeit

Eine weit ver­brei­te­te "Pressemitteilung Nr. 563 vom 9. Dezember 2021" des Statistischen Bundesamts sagt aus:

»WIESBADEN – Die Corona-Wellen haben in Deutschland zu einer Übersterblichkeit geführt. Zu die­sem Befund kommt das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis einer Auswertung der Sterbefallstatistik im bis­he­ri­gen Pandemieverlauf. Das führt auch zu erhöh­ten Sterbefallzahlen im gesam­ten bis­he­ri­gen Zeitraum der Pandemie. „Von März 2020 bis Mitte November 2021 sind in Deutschland mehr Menschen ver­stor­ben, als unter Berücksichtigung der demo­gra­fi­schen Entwicklung zu erwar­ten gewe­sen wäre. „Zur Übersterblichkeit“ weiterlesen

Trotz Covid-19: 2020 keine Übersterblichkeit in Deutschland

Entweder dreht sich der Wind im Land all­mäh­lich oder die Zensurschere (im Kopf) hat ver­sagt. Am 22.10. ist auf mdr.de zu lesen, was bis­lang als schlim­me Verharmlosung galt:

»Forschende der Universität Duisburg-Essen haben die Gesamtsterbezahlen von drei Ländern unter Einbeziehung demo­gra­fi­scher Entwicklungen von 2016 bis 2020 ana­ly­siert. Es ging um die Frage: Gab es durch Corona eine Übersterblichkeit? Das Ergebnis: Für Deutschland konn­te trotz 34.000 Covid-19-Todesfällen mit die­sem Ansatz kei­ne Übersterblichkeit fest­ge­stellt wer­den. Und das, obwohl die Todesfallzahlen ins­ge­samt stie­gen. Die Gründe dafür sind unterschiedlich.

„Trotz Covid-19: 2020 kei­ne Übersterblichkeit in Deutschland“ weiterlesen

Corona-Impfung: Klinikärzte aus der Pfalz appellieren an Bürger

So über­schreibt swr.de am 13.10. sei­nen Bericht über einen durch und durch ver­lo­ge­nen Aufruf.

»Krankenhäuser aus der Pfalz haben sich mit einem dra­ma­ti­schen Appell an die Bevölkerung gerich­tet, sich gegen Corona imp­fen zu las­sen. Sie bekla­gen, dass die Corona-Patienten immer jün­ger und die Krankheitsverläufe schwe­rer werden.

Der Appell, der am Mittwoch ver­öf­fent­licht wur­de, ist unter­zeich­net von 25 Ärzten aus den Kliniken der Vorder- und Südpfalz, dar­un­ter unter ande­rem das Klinikum Ludwigshafen, das Hetzelstift in Neustadt, das Diakonissenkrankenhaus Bad Dürkheim oder das Sankt Vincentius Krankenhaus Speyer. In dem Schreiben der Chefärzte heißt es: „Corona-Impfung: Klinikärzte aus der Pfalz appel­lie­ren an Bürger“ weiterlesen

U.S. Covid-19 Todesfälle für 2021 übertreffen die Werte von 2020

forbes.com berich­tet am 6.10.:

»Im Jahr 2021 sind bis­her mehr Amerikaner an Covid-19 gestor­ben als im Jahr 2020. Dies ist ein ernüch­tern­der Meilenstein, nach­dem das Jahr mit der Hoffnung begon­nen hat­te, dass die Vereinigten Staaten mit der Einführung von Impfstoffen die Pandemie in den Griff bekom­men wür­den – und die Zahl der Todesfälle steigt immer noch ste­tig an, mit einem Tempo von über 2.000 pro Tag. „U.S. Covid-19 Todesfälle für 2021 über­tref­fen die Werte von 2020“ weiterlesen

2020: Untersterblichkeit im Ruhrgebiet

Wie kann es sein, daß im "Rheinischen Ärzteblatt" der Ärztekammer Nordrhein in der Ausgabe Juli 2021 "Pandemieleugner" zu Wort kom­men? (Und wie kommt es, daß rhei­ni­sche ÄrztInnen anschei­nend ihre Fachpresse nicht lesen?)

»Das Robert Koch-Institut (RKI) mel­de­te am 19. April 2021, dass bis zu die­sem Datum in Deutschland 80.006 Personen an oder mit COVID-19 ver­stor­ben sind. Diese Zahl lässt ver­mu­ten, dass es in Deutschland auch eine hohe Übersterblichkeit gege­ben haben muss. Eine Auswertung der Sterbedaten aus Dortmund, Bochum und Essen zeigt dage­gen, dass es dort im Jahr 2020 eine gerin­ge Untersterblichkeit gab. „2020: Untersterblichkeit im Ruhrgebiet“ weiterlesen