Merkel "glaubt daran, dass es wissenschaftliche Erkenntnisse gibt, die real sind"

Auf der heu­ti­gen Bundespressekonferenz fragt Boris Reitschuster, ob die Bundesregierung bei ihren Entscheidungen die Studie von John Ioannidis berück­sich­ti­ge, der zufol­ge Lockdowns kei­nen beweis­ba­ren Nutzen haben. Dazu will Regierungssprecherin Demmer nichts sagen, aber zu Frau Merkel grund­sätz­lich: "Sie hat gesagt, sie glau­be dar­an, dass es wis­sen­schaft­li­che Erkenntnisse gibt, die real sind und an die man sich bes­ser hal­ten soll­te."

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=4ffsFe_InrM&feature=youtu.be

Als Prof. Ioannidis 2019 die Charité besuch­te, fühl­te man sich sich geehrt:

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Quarantäne. Für die einen so, für die anderen so

Die einen sind wich­tig. Merkel ist so eine. Stundenlang saß sie mit dem erkrank­ten (so heißt es ja offi­zi­ell kor­rekt) Macron in einem fens­ter­lo­sen Büro. Quarantäne? Pustekuchen. Schließlich ist sie wich­ti­ger als der spa­ni­sche und der por­tu­gie­si­sche Premier und gar der EU-Ratspräsident. Die haben wenigs­tens for­mal den Weg in die Quarantäne gefun­den (s. spiegel.de).

Und dann gibt es die vie­len, denen bei einem Positiv-Test oft kei­ne Wahl bleibt. Prof. Sullivan von der Psychoanalytischen Universität Berlin beschreibt es auf faz.net (Bezahlschranke) am 21.12. so:

»Die nega­ti­ven Auswirkungen sind groß, viel grö­ßer übri­gens noch für bil­dungs­fer­ne Schichten [? AA], denn die trifft ein posi­ti­ver Test meist noch stär­ker als ande­re. Die Mittelschicht oder die höhe­ren Kreise sind häu­fig nicht auf die Hilfe von Familienangehörigen ange­wie­sen, wenn es etwa um Kinderbetreuung geht. Sie haben sel­te­ner Kontakt zu älte­ren Familienmitgliedern. Und häu­fig arbei­ten sie auch noch im Homeoffice, so dass es noch nicht ein­mal groß auf­fällt, wenn sie in Quarantäne müs­sen. In den ärme­ren Bevölkerungsschichten ist das anders. 

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Merkel und Rhetorik als "Schule des Verstellens"

Der Rhetorik-Trainer Matthias Pöhm teilt auf rhetorik-homepage.de mit:

»Selbst Goethe bezeich­ne­te das Fach Rhetorik als „Schule des Verstellens“. Ähnlich sah es Bismarck und auch der gro­ße Immanuel Kant beschrieb in der „Kritik der Urteilskraft“, dass die Rednerkunst allein dazu da sei, Schwächen des Gegners aus­zu­nut­zen, anstatt selbst Argumente zu liefern.«

Ähnliches ist zu lesen auf rhetorik-online.de. Auch wenn der Begriff spä­ter einen Bedeutungswandel erleb­te, kön­nen die­se Einschätzungen viel­leicht doch auf die­se Meldung auf rp-online.de von heu­te bezo­gen werden:

»Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat nach Einschätzung von Rhetorikexperten die "Rede des Jahres" 2020 gehal­ten. Merkel erhal­te die­se Auszeichnung für ihre "his­to­ri­sche" Fernsehansprache zur Corona-Pandemie vom 18. März, teil­te das Seminar für Allgemeine Rhetorik der Universität Tübingen am Freitag mit.«

Es geht um die­se Rede:

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Macron krank. Merkel nicht, sagt "PCR-Text"

So steht es auf welt.de.

»Besonders ner­vös aber dürf­ten die neben Macron ande­ren 26 Regierungschefs die Nachricht auf­ge­nom­men haben, die wäh­rend des letz­ten EU-Gipfels am Donnerstag und Freitag ver­gan­ge­ner Woche in Brüssel zusam­men­ge­kom­men waren, dar­un­ter auch die deut­sche Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Länger als 21 Stunden hat­ten sie in einem fens­ter­lo­sen Raum ver­han­delt. Hohe EU-Kreise ver­si­cher­ten WELT, dass beim Gipfel alle „gesund­heit­li­chen Schutzmaßnahmen“ streng ein­ge­hal­ten wur­den. Bisher sei­en neben Macron auch kei­ne wei­te­ren Covid-Erkrankungen von Teilnehmern gemel­det wor­den. Auch die deut­sche Kanzlerin habe „wie immer nach einem Europäischen Rat mit eini­gen Tagen Abstand einen PCR-Text [so im Original, AA] gemacht“, teil­te eine Sprecherin des Bundespresseamtes mit und beton­te, dass das Ergebnis nega­tiv sei.«

Schade, daß nicht alle posi­tiv Getesteten über so einen Textbaustein ver­fü­gen. Siehe dazu Masken-Zirkus im Bundestag – und da hat die Öffentlichkeit zugesehen!

Wie der Herr, so’s Gescherr

»Bedeutungen:
Negative Eigenschaften der Eltern, des Chefs oder ähn­li­chen Personen las­sen sich auch an Kindern, Mitarbeitern und sons­ti­gen Untergebenen nachweisen…Im Deutschen wur­de…, ver­mut­lich um einen Reim her­zu­stel­len, … das Gescherr benutzt, das für das Geschirr steht, in dem der Untergebene ange­schirrt ist.« de.wiktionary.org

rp-online.de berich­tet heute:

»Merkel-Schalte mit Biontech-Gründern: „Wir sind mäch­tig stolz auf Sie“
Die Kanzlerin dankt den Biontech-Gründern, sie wür­den vie­le Leben ret­ten. Und sie woll­te wis­sen, wann die Idee zum Impfstoff in Mainz gebo­ren wur­de. Özlem Türeci ver­spricht: „Unsere Mitarbeiter wer­den Weihnachten durch­ar­bei­ten, um die die Auslieferung zu sichern.“..

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Tiefenentspannter Drosten: "Schlampige Coronavirus-Immunität"

Es ist schon ein Weilchen her, daß Christian Drosten sich der­art hemds­är­me­lig zeig­te. Von Anfang Oktober September stam­men sol­che Worte wie "Wir haben Angela Merkel, die Dinge ver­steht", aber "Wir ver­lie­ren sicher­lich gera­de das öffent­li­che Vertrauen", weil "die Krankheit nicht vor­han­den ist":

Etwas irri­tiert reagiert auch hier das Publikum auf sei­ne Perkolations-Theorie. Das voll­stän­di­ge loh­nen­de Video gibt es hier unter dem Titel "Sloppy coro­na­vi­rus immu­ni­ty with Christian Drosten".

Merkel-Show mit Impfliste

"Merkel trägt Impfliste zur Kabinettssitzung" ist heu­te auf t‑online.de ein Beitrag überschrieben.

»Ob die­se Liste für die Öffentlichkeit bestimmt war? Kanzlerin Angela Merkel wur­de am Mittwochvormittag von Pressefotografen auf dem Weg zur Kabinettssitzung im Kanzleramt foto­gra­fiert. Unter ihrem Arm trägt sie eine Mappe mit Unterlagen: offen sicht­bar dabei eine Tabelle mit einer Impfliste bezie­hungs­wei­se mit einer Einschätzung zu Impfmengen und zur Impfbereitschaft in der Bundesrepublik.«

Deutlich les­bar ist auf einem Foto die ent­spre­chen­de Liste abgebildet.

»Darin ist die Bevölkerung in 14 Gruppen unter­teilt, begin­nend mit Mitarbeitern des Gesundheitswesens als Kategorie 1, abschlie­ßend mit Kindern bis 12 Jahren als letz­te Kategorie. Neben den Unterteilungen fol­gen im Dokument die Größe der Gruppen, die geschätz­te Impfbereitschaft und die benö­tig­ten Impfdosen.«

Was hier als Fauxpas der Kanzlerin dar­ge­stellt wird, scheint bei nähe­rer Betrachtung eher ein wei­te­res PR-Stück zur Hebung der Impfbereitschaft zu sein.

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Krokodilstränen und eine Lüge bei Frau Merkel

»Die Bundeskanzlerin rede­te den Deutschen die­se Woche ins Gewissen. Sie fleh­te ihre Landsleute gera­de­zu an, auf Kontakte zu ver­zich­ten. „Es tut mir leid, es tut mir wirk­lich im Herzen leid“, sag­te Angela Merkel am Mittwoch, aber der Preis von 590 Toten am Tag sei zu hoch für Glühweinstände und Waffelbäckereien.«

Niemand kam an die­ser Botschaft vor­bei, die hier nach faz.net zitiert ist. Merkel arbei­tet hier bewußt mit einer fal­schen Zahl. Vom RKI kann sie nicht stam­men. Es ver­ar­bei­tet Daten nach Meldedatum und weiß nichts vom Tag des Todes – ganz abge­se­hen davon, daß es sich stets um Verstorbene "an und mit" Corona han­delt. Doch selbst das RKI berich­tet nach einem Höchststand von 1.794 Toten in der KW 47 (256/Tag) für die KW 48 von 1.228 Verstorbenen (175/Tag ). Neuere Wochenzahlen wer­den dort nicht vermeldet.

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Angela Merkel und das Leopoldina-Desaster

Derart ver­schwö­rungs­theo­re­tisch ist ein Artikel auf welt.de heu­te beti­telt. Drastischer kann man den Null-Inhalt des Leopoldina-Papiers kaum offenlegen:

»Sie glau­be an die Fakten – so Angela Merkel, als sie den har­ten Lockdown for­der­te. Doch das Leopoldina-Papier, auf das sie sich berief, genügt selbst ein­fachs­ten Standards nicht. Der Schaden, den die Wissenschaftsfunktionäre anrich­ten, ist immens. Eine Untersuchung.

In der Generaldebatte im Bundestag am 9. Dezember hielt die Bundeskanzlerin es für not­wen­dig, ihre Entscheidung für das Physikstudium zu erläu­tern, getrof­fen vor fast einem hal­ben Jahrhundert. Sie habe in der DDR Physik stu­diert, weil man vie­les außer Kraft set­zen kön­ne, nicht aber die Schwerkraft – und auch nicht die Lichtgeschwindigkeit. Vermutlich woll­te sie damit sagen, dass die Wissenschaft uns mit unum­stöß­li­chem Faktenwissen ver­sorgt – und, so könn­te man ver­mu­ten, dass schon die jun­ge Frau Merkel selbst gern zu denen zäh­len woll­te, die sol­che unum­stöß­li­chen Wahrheiten erfor­schen, her­aus­fin­den und für die Gesellschaft bereitstellen.

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