Betrügt das RKI mit den Zahlen?

Wie sehen die Zahlen aus, wenn man z.B. Meldedatum, Referenzdatum, Kennzeichnung „mit Symptom“ mit berück­sich­tigt? Das unter­sucht der Informatiker Hendrik Pötschke und stellt sei­ne Ergebnisse in der Sitzung des Corona-Ausschusses vom 19.3. vor. Ich geste­he: Das klingt glaub­wür­dig, ich kann die Argumentation aller­dings nicht immer nach­voll­zie­hen. Man möge sich ein eige­nes Bild machen:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=9g4dlpDZyoU

Update: Meine lei­sen Zweifel sind geblie­ben. Ich emp­feh­le, zur Bewertung die Erkenntnisse in den Kommentaren, vor allem von Andreas B. heranzuziehen.

So schlimm ist es in München

Sieht bedroh­lich aus, oder? Ziemlich expo­nen­ti­ell, zumin­dest fun­da­men­tal wel­lig. Interessant sind eigent­lich nur die unte­ren bei­den Kurven. Die rote zeigt die Zahl der "aktu­ell Infizierten". Die schwar­ze die kumu­lier­te Zahl der "an und mit" Corona Verstorbenen. Von ca. 57.000 "Fällen" sind 1.101 ver­stor­ben – in einem Jahr.

https://www.muenchen.de/rathaus/Stadtinfos/Coronavirus-Fallzahlen.html

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Dramatischer Anstieg der Todesfälle unter Senioren seit Beginn der „Corona-Schutzimpfungen“

So über­schreibt corona-blog.net einen Artikel vom 2.3. Er beruht auf einer Auswertung der Daten des RKI zur Altersgruppe der über 80-Jährigen. Dabei wurde

»… die Anzahl an Todesfällen in der Altersgruppe über fast das gesam­te Jahr 2020, vom 01.01.2020 – 27.12.2020, mit der Anzahl der Todesfälle im Zeitraum vom 28.12.2020 – 24.02.2021 [ver­gli­chen].

Die Ergebnisse sind mehr als erschreckend:
Die Anzahl der Verstorbenen ist in den ver­gan­ge­nen zwei Monaten fast über­all min­des­tens so hoch wie in den 12 Monaten zuvor. In 51 Landkreisen ist die Sterblichkeit über vier­mal so hoch, in 22 Landkreisen davon sogar über sechsmal.

Folgende Grafik ver­an­schau­licht dies für die 22 Landkreise, in denen die Sterblichkeit in nicht ein­mal 2 Monaten über sechs­mal höher ist als im (fast) gesam­ten Jahr 2020:«

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Deutsche haben durch Covid-19 mehr als 300.000 Jahre Lebenszeit verloren

Der Artikel auf spiegel.de vom 12.2. mit die­sem Titel ist ein Musterbeispiel dafür, wie ohne zu lügen, Wahrheit ent­stellt wird. Eine gern ver­wen­de­te Technik ist dabei, in einer rei­ße­ri­schen Überschrift ein­zel­ne Tatsachen aus dem Zusammenhang geris­sen ins Bewußtsein zu bren­nen. Der Artikel stützt sich auf eine Untersuchung, die auf aerzteblatt.de so über­schrie­ben ist: "COVID-19-Krankheitslast in Deutschland im Jahr 2020
Durch Tod und Krankheit ver­lo­re­ne Lebensjahre im Verlauf der Pandemie".

Interessanter als die Aussage des "Spiegel"-Titels sind Informationen, die durch ihn nicht abge­deckt wer­den. Wir lesen:

»Ein Team von Robert Koch-Institut und Umweltbundesamt steu­ert nun eine neue Zahl zur Debatte bei. Für eine Studie, die jetzt im »Deutschen Ärzteblatt« erschie­nen ist, errech­ne­ten die Forscherinnen und Forscher, wie vie­le Lebensjahre in Deutschland 2020 durch Covid-19 ver­lo­ren gegan­gen sind. Die Zahl hat einen gro­ßen Vorteil: Sie erlaubt es, das Ausmaß der Krankheitslast durch das Coronavirus mit ande­ren häu­fi­gen Todesursachen zu vergleichen.

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Von R- und I‑Zahlen, Wellen, Zahlenspielereien und Mutationen

Der Leser Helmi2000 hat sich die Mühe gemacht, die Daten des RKI und wie sie zustan­de kom­men, zu analysieren:

»Immer mehr sind Menschen abseits der Mainstream-Medien und Veröffentlichungen von RKI und ande­ren durch die Regierung ein­ge­setz­ten Gremien und Fachleuten auf der Suche nach frei­en und nicht gefil­ter­ten Informationen über die der­zei­ti­gen Zustände in unse­rem Land. Auch in die­sem Blog nimmt die Anzahl der Besucher stän­dig zu, weil die offi­zi­el­len Angaben immer häu­fi­ger in Frage gestellt wer­den und nicht (mehr) mit dem eige­nen Empfinden der Situation übereinstimmen.

Wie die meis­ten hier leug­ne auch ich nicht, dass es ein Corona-Virus gibt, was für unge­fähr 5% der Bevölkerung auf­grund von gesund­heit­li­chen Beeinträchtigungen oder Vorschädigungen eine Gefahr dar­stellt, schwer zu erkran­ken. Einer mei­ner Freunde – mit gesund­heit­li­cher Vorschädigung – war an Corona erkrankt und muss­te auf der Intensivstation vier Tage lang beatmet wer­den; inzwi­schen ist er wie­der gesund. Ich weh­re mich aber dage­gen, dass auf­grund einer gefähr­de­ten Minderheit die gesam­te Bevölkerung ein­ge­sperrt wird, weil unse­re Regierung(en) hier­mit ver­mut­lich ganz ande­re Ziele ver­fol­gen als einen „gesund­heit­li­chen Normalzustand“ wie­der her­stel­len zu wollen.

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Pandemie ohne zusätzliche Krankschreibungen?

Der Dachverband der Betriebskrankenkassen hat für das Jahr 2020 die Übersicht von Krankschreibungen ver­öf­fent­licht. Obwohl die­se über wei­te Strecken stark ver­ein­facht waren, haben sich die durch­schnitt­li­chen monat­li­chen Krankenstände sogar ver­rin­gert. 2020 betru­gen sie 4,61 Prozent, im Vorjahr waren es 4,66 Prozent und 2018 4,67 Prozent. Diese Zahlen bezie­hen sich auf Beschäftigte, nicht aber auf Arbeitslose. Zur Berechnung sie­he die Erläuterungen unten.

Dieser Trend betrifft alle Berufsgruppen.

Die Techniker Krankenkasse teilt am 4.2. mit:

»Covid-19 spielt eine eher untergeordnete Rolle

Die Krankschreibungen auf­grund der Diagnose Covid-19 spie­len eine eher unter­ge­ord­ne­te Rolle im Vergleich zu den ande­ren Erkrankungen. Deutschlandweit ver­zeich­ne­te die TK im letz­ten Jahr rund 5,3 Millionen Krankschreibungen, davon 26.833 auf­grund von Covid-19.«

https://www.tk.de/presse/themen/praevention/gesundheitsstudien/krankenstand-in-schleswig-holstein-2099892

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Hyperexponentielles Wachstum

»In kei­nem Bundesland gras­siert das Coronavirus so stark wie in Sachsen… Im Oktober sei­en meh­re­re ost­deut­sche Bundesländer in eine Phase hyper­ex­po­nen­ti­el­len Wachstums geschlit­tert. "Das heißt, die Fallzahlen ver­dop­pel­ten sich in immer kür­ze­ren Abständen", erklärt [Markus] Scholz, Professor für gene­ti­sche Statistik und Systembiologie an der Universität Leipzig." spiegel.de, 10.1.

Wenn Realität sich wei­gert, den Computer-Modellen zu entsprechen:

Laborbestätigte Fälle in Sachsen in den zurück­lie­gen­den 28 Tagen

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In 90 Sekunden zum Lockdown-Ende

welt.de pla­ziert die­sen Artikel am 16.1. nicht etwa auf der Horoskop-Seite, son­dern im Ressort "Wissenschaft":

https://www.welt.de/wissenschaft/article224469958/Coronavirus-Was-der-Covid-19-Simulator-ueber-ein-moegliches-Lockdown-Ende-verraet.html

Bei dem sym­pa­thi­schen Herrn han­delt es sich auch nicht um einen Lebensversicherungs-Vertreter, son­dern um so etwas wie das Gegenteil.

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Intensivbetten: Trotz Abbaus Belegung nicht gestiegen

Das so sehr viel anste­cken­de­re mutier­te neu­ar­ti­ge bri­ti­sche oder wahl­wei­se süd­afri­ka­ni­sche Virus, das zu einem "Mega-Lockdown" füh­ren soll, hin­ter­läßt sta­tis­tisch weni­ge Spuren in "über­lau­fen­den" Intensivstationen:

https://www.intensivregister.de/#/aktuelle-lage/zeitreihen

Übersterblichkeit?

Die "Sonderauswertung zu den Sterbefällen 2016 bis 2020" des Statistischen Bundesamts nennt heu­te unten ste­hen­de Daten. Danach lag bis zum Ende des Erhebungszeitraums am 20.12. die Zahl der Verstorbenen um ca. 15.000 unter der von 2019. Legt man für die rest­li­chen Tage des Jahres die Werte der letz­ten Tage zugrun­de, dann könn­te die Zahl um ca. 35–40.000 wei­te­re Verstorbene wach­sen. Wir hät­ten es dann mit 20–25.000 Toten mehr als 2019 zu tun.

Ist das erstaun­lich oder bedroh­lich? Nicht, wenn man den natür­li­chen Trend berück­sich­tigt, der auf­grund einer älter wer­den­den und wach­sen­den Bevölkerung seit Jahren die Zahl der abso­lu­ten Todesfälle anstei­gen läßt (s.u.).

Quelle: Statistisches Bundesamt

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