In 90 Sekunden zum Lockdown-Ende

welt.de pla­ziert die­sen Artikel am 16.1. nicht etwa auf der Horoskop-Seite, son­dern im Ressort "Wissenschaft":

https://www.welt.de/wissenschaft/article224469958/Coronavirus-Was-der-Covid-19-Simulator-ueber-ein-moegliches-Lockdown-Ende-verraet.html

Bei dem sym­pa­thi­schen Herrn han­delt es sich auch nicht um einen Lebensversicherungs-Vertreter, son­dern um so etwas wie das Gegenteil.

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Intensivbetten: Trotz Abbaus Belegung nicht gestiegen

Das so sehr viel anste­cken­de­re mutier­te neu­ar­ti­ge bri­ti­sche oder wahl­wei­se süd­afri­ka­ni­sche Virus, das zu einem "Mega-Lockdown" füh­ren soll, hin­ter­läßt sta­tis­tisch weni­ge Spuren in "über­lau­fen­den" Intensivstationen:

https://www.intensivregister.de/#/aktuelle-lage/zeitreihen

Übersterblichkeit?

Die "Sonderauswertung zu den Sterbefällen 2016 bis 2020" des Statistischen Bundesamts nennt heu­te unten ste­hen­de Daten. Danach lag bis zum Ende des Erhebungszeitraums am 20.12. die Zahl der Verstorbenen um ca. 15.000 unter der von 2019. Legt man für die rest­li­chen Tage des Jahres die Werte der letz­ten Tage zugrun­de, dann könn­te die Zahl um ca. 35–40.000 wei­te­re Verstorbene wach­sen. Wir hät­ten es dann mit 20–25.000 Toten mehr als 2019 zu tun.

Ist das erstaun­lich oder bedroh­lich? Nicht, wenn man den natür­li­chen Trend berück­sich­tigt, der auf­grund einer älter wer­den­den und wach­sen­den Bevölkerung seit Jahren die Zahl der abso­lu­ten Todesfälle anstei­gen läßt (s.u.).

Quelle: Statistisches Bundesamt

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RKI: Zahlen steigen. Zahlen fallen.

»Die Gesamtinzidenz lag seit Mitte November sta­bil auf hohem Niveau und stieg ab Anfang Dezember stark an. Während der Feiertage war ein Rückgang zu beob­ach­ten. In den letz­ten Tagen sind die Fallzahlen wie­der ange­stie­gen. Ob sich die­ser Trend, über die erwar­te­ten Nachtestungen und Nachmeldungen hin­aus, wei­ter fort­setzt, wird sich erst im Laufe der nächs­ten Tage zeigen.«

Das ver­mel­det das RKI in sei­nem Situationsbericht vom 13.1. Im glei­chen Dokument wird gezeigt:

Quelle: rki.de

Für den 12.1. ist zu sehen:

Quelle: rki.de

Und für den 11.1.:

Quelle: rki.de

(Hervorhebungen nicht in den Originalen.)

Umfrage: Mehr Menschen halten "Maßnahmen" für übertrieben als für nicht ausreichend

Eine etwas undurch­sich­ti­ge Umfrage wur­de am 7.1. auf t‑online.de ver­öf­fent­licht. Ein Ergebnis wird so dargestellt:

https://www.t‑online.de/nachrichten/deutschland/id_89239814/tid_amp/corona-lockdown-das-halten-die-deutschen-von-den-verschaerften-regeln.html

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Darf man Prof. Brockmann einen Dummschwätzer nennen?

Diese Frage bezieht sich selbst­ver­ständ­lich auf den gleich­na­mi­gen Film (Originaltitel: Liar Liar) aus dem Jahr 1997. Es geht dar­in um einen Jungen, der sich wünscht, "dass sein Vater 24 Stunden lang nicht lügen kann" (Wikipedia).

Professor Dirk Brockmann spricht sich vehe­ment für die Einstellung jeg­li­cher Kontakte aus ("Eigentlich müss­ten wir uns so ver­hal­ten, als sei­en wir alle infi­ziert") – sie­he dazu Ernsthafter Konkurrent für Drosten. Seine Kompetenz hat er bereits am 30.3. unter Beweis gestellt:

»Business Insider sprach dazu mit Biophysiker Dirk Brockmann, Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er erstellt in sei­nem „Research on Complex Systems“-Labor die Prognosen unter ande­rem für das RKI. Nach sei­ner Einschätzung müs­sen wir zu Ostern, wenn die gegen­wär­ti­gen Anti.-Corona-Maßnahmen eigent­lich enden sol­len, bun­des­weit mit rund 280.000 Infizierten rech­nen. Das wären mehr als fünf Mal so vie­le Erkrankte wie jetzt.

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Dreimal mehr Fälle mit COVID-Verdacht als mit einer nachgewiesenen Infektion

Hier war bereits über eine aktu­el­le Analyse der "Initiative Qualitätsmedizin (IQM)" berich­tet wor­den. Dabei ist ein Aspekt nicht ganz deut­lich geworden:

»Erstaunlicherweise fan­den wir mit 46.919 eine viel höhe­re Zahl von sta­tio­nä­ren Patienten, die mit der Verdachtsdiagnose einer COVID-Erkrankung, aller­dings ohne Nachweis der Infektion im Labor, behan­delt wur­den (U07.2). Der zeit­li­che Verlauf der nach­ge­wie­se­nen und der COVID-Verdachtsfälle ist in Abb. 2 dargestellt.«

initiative-qualitaetsmedizin.de

Übersterblichkeit im November

Diese Nachricht macht medi­al die Runde: "Für den gesam­ten November wur­den bis­lang etwa 84 500 Sterbefälle gemel­det und damit 11 % mehr als im Vorjahresdurchschnitt."

https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/sterbefallzahlen.html

Als im August wegen der Hitzewelle die Zahl um 20% gestie­gen war, inter­es­sier­te das wenig. Es soll nicht in Abrede gestellt wer­den, daß es mehr Todesfälle gibt. Verglichen mit dem November 2019 etwa 7,8 % mehr. Zu berück­sich­ti­gen ist, daß das Statistische Bundesamt stets dar­auf verweist:

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