Das niederländische Maske-Burka-Dilemma

»Die Regierung will das Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken künf­tig zur Pflicht in Innenräumen machen, aller­dings erst auf einer neu­en gesetz­li­chen Grundlage. "Wir müs­sen das juris­tisch gut regeln", sag­te Rutte. Medizinisch sei­en sie sinn­voll…

Verfassungsrechtler argu­men­tie­ren, dass eine gene­rel­le Maskenpflicht nicht per Notverordnung durch­ge­setzt wer­den kann, weil das gegen Artikel 10 (Recht auf Wahrung der Privatsphäre) und 11 (Recht auf kör­per­li­che Unversehrtheit) der Verfassung ver­sto­ßen wür­de…

Das Zögern Ruttes hat­te zwei Gründe. Sein Gesundheitsminister und des­sen Stellvertreterin bestrit­ten bis vor kur­zem, dass das Tragen einer Maske über­haupt eine mess­ba­re medi­zi­ni­sche Wirkung hät­ten. Außerdem wol­len Ruttes Rechtsliberale eines ihrer Vorzeige-Gesetze nicht kon­ter­ka­rie­ren. Seit 1. August 2019 ist es in den Niederlanden ver­bo­ten, das Gesicht im öffent­li­chen Raum zu ver­schlei­ern. Dieses soge­nann­te Anti-Burka-Gesetz rich­te­te sich gegen fun­da­men­ta­lis­ti­sche Muslime. Die Niederlande folg­ten damit Frankreich und Belgien. Die Idee dazu geht frei­lich auf Geert Wilders zurück, den Gründer der rechts­po­pu­lis­ti­schen "Partei für die Freiheit".« faz.net, 13.10.

Was nun, Faktenchecker? RKI: Masken nicht dauerhaft tragen

cor­rec­tiv-org ist eine Plattform selbst­er­nann­ter "Faktenchecker", deren Analysen hier schon mehr­fach als unpro­fes­sio­nell und falsch ent­larvt wur­den. Außerdem ist sie alles ande­re als unab­hän­gig, son­dern von rei­chen "StifterInnen" finan­ziert (s. Fakten-Checker – Wer sie finan­ziert).

In einem Beitrag vom 24.4. hat­te cor­rec­tiv-org erfolg­los zu wider­le­gen ver­sucht, daß das Tragen von Masken gesund­heit­li­che Schäden her­vor­ru­fen kön­ne. In die­sem Zusammenhang wird die RKI-Pressesprecherin Marieke Degen so zitiert:

»Es ist also mög­lich, dass sich durch die ange­sam­mel­te Feuchtigkeit in der Maske Keime ver­meh­ren kön­nen, aller­dings nicht in der Lunge, son­dern im Mund-Rachen-Raum.

Das RKI rät des­halb, den Mundschutz nicht dau­er­haft, son­dern zeit­lich begrenzt zu tra­gen, zum Beispiel beim Einkauf oder in Bus und Bahn. "Ein MNB (Anm. d.R.: Mund-Nasen-Bedeckung) ist nicht dau­er­haft erfor­der­lich", schreibt Marieke Degen.«

Die Stadt Hamburg und ande­re, die im öffent­li­chen Raum jetzt das Tragen von Masken anord­nen, soll­ten sich mit die­ser Empfehlung beschäf­ti­gen.

(Hervorhebungen nicht im Original.)

Bahn: Maskenverweigerer bleiben stur

Man könn­te die Wertung auch ganz anders vor­neh­men, aber wei­ter­hin gilt:

»Maskenmuffel ver­der­ben zur­zeit vie­len Mitreisenden das Zugfahren. Um das Vertrauen der Fahrgäste zu stär­ken und die Corona-Ansteckungsgefahr zu ver­min­dern, kon­trol­liert die Deutsche Bahn nun öfter, ob die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in Zügen und auf Bahnhöfen ein­ge­hal­ten wird. Dabei wird sie von der Bundespolizei unter­stützt. Die Polizisten haben in der Zeit vom ver­gan­ge­nen Samstag bis Mittwoch fast 15 000 Bahnreisende wegen Verstößen gegen die Maskenpflicht ermahnt.

„Bahn: Maskenverweigerer blei­ben stur“ wei­ter­le­sen

WHO-Metastudie zu Maske "im Wesentlichen nutzlos"

corona-transition.org berich­tet am 10.9.:

»Swiss Policy Research:
Die viel­zi­tier­te WHO-Metastudie über Gesichtsmasken, die eine 80%ige Risikoreduktion behaup­te­te und mass­geb­lich für die glo­ba­len Änderung der Gesichtsmaskenpolitik ver­ant­wort­lich ist, hat sich als ernst­haft feh­ler­haft und "im Wesentlichen nutz­los" erwie­sen. Die WHO-Metastudie täusch­te Gesundheitsbehörden, Experten und Medien auf der gan­zen Welt. Ein gesund­heits­po­li­ti­sches Fiasko.

„WHO-Metastudie zu Maske "im Wesentlichen nutz­los"“ wei­ter­le­sen

Maskenpflicht erhöht Infektionsrisiko – sagt Virologin Kappstein

Die Zeitschrift "Krankenhaushygiene up2date" ver­öf­fent­lich­te schon am 18.8. einen Beitrag, der sich kri­tisch mit der RKI-Empfehlung zum Maskenschutz aus­ein­an­der­setzt. Er wur­de ver­faßt von Prof. Dr. med. Ines Kappstein, Leitung Klinikhygiene im Klinikum Passau. Sein Fazit:

»Aus einer Maskenpflicht für vie­le Millionen Bürger in Deutschland kön­nen jeden Tag zig-mil­lio­nen­fa­che Kontaminationen resul­tie­ren, die zu einem wesent­li­chen Teil ver­meid­bar wären, weil die ohne­hin schon häu­fi­gen Hand-Gesichts-Kontakte der Menschen durch die Maskenpflicht noch häu­fi­ger wer­den, Händewaschen unter­wegs aber nur aus­nahms­wei­se mög­lich ist. Dabei besteht das Risiko, dass der – schon zwangs­läu­fig – unsach­ge­mä­ße Umgang mit der Maske und die erhöh­te Tendenz, sich selbst ins Gesicht zu fas­sen, wäh­rend man die Maske trägt, tat­säch­lich das Risiko einer Erregerverbreitung und damit Erregerübertragung noch erhöht – ein Risiko, das man doch aber gera­de durch die Maske redu­zie­ren will.

Eine Maskenpflicht ver­mit­telt ein fal­sches Sicherheitsgefühl, und ein fal­sches Sicherheitsgefühl ist immer ein Sicherheitsrisiko.«

„Maskenpflicht erhöht Infektionsrisiko – sagt Virologin Kappstein“ wei­ter­le­sen

Mit Maske "für Flüchtende" – ohne Maske "für Freiheit"

Tausende Menschen in mehr als 40 Städten sind in der BRD heu­te gegen die unmensch­li­che Migrationspolitik der EU auf die Straßen gegan­gen. Die Zahl der Demonstrierenden wur­de von der Polizei klein­ge­rech­net, bei ARD und ZDF kamen sie höchs­tens am Rande vor. Die meis­ten Menschen tru­gen eine Maske.

In den letz­ten Wochen fan­den gro­ße Demonstrationen gegen die "Corona-Maßnahmen" der Regierung statt. Auch über sie wur­den Lügen über die Zahl der TeilnehmerInnen ver­brei­tet. Masken gab es kaum zu sehen.

Sind die einen die Guten, die ande­ren die Bösen? Läßt sich das am Tragen einer Maske fest­ma­chen?

„Mit Maske "für Flüchtende" – ohne Maske "für Freiheit"“ wei­ter­le­sen

Forschergruppe sieht offene Fragen zur Maskenpflicht

Am 2.9. berich­te­te der NDR unter die­sem Titel:

»Eine Gruppe von Ärzten und Forschern – dar­un­ter der Hamburger Rechtsmediziner Klaus Püschel vom UKE und der ehe­ma­li­ge Hamburger Staatsrat Matthias Gruhl – stößt eine neue Debatte über die Maskenpflicht an. In einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Thesenpapier kommt sie zu dem Schluss, dass es bis­lang kei­ne wis­sen­schaft­lich fun­dier­ten Antworten auf die Frage gibt, wann Corona-Schutzmasken sinn­voll sind und wann nicht…

Unterstützung bekom­men die Autorinnen und Autoren von dem Hamburger Virologen Jonas Schmidt-Chanasit. Auf Nachfrage von NDR 90,3 erklär­te er: "Die Analyse der Kollegen ist sehr gut und gibt genau das wie­der, was ich auch seit Monaten sage: Masken kön­nen nur ein Teil der Präventionsmaßnahmen sein. Abstand hal­ten und Händewaschen gilt nach wie vor als wich­ti­ge Empfehlung."«

„Forschergruppe sieht offe­ne Fragen zur Maskenpflicht“ wei­ter­le­sen

المرسوم الخامس حول تعديل مرسوم الحماية من العدوى بفيروس كورونا سارس-كوف‑٢

Auch die deut­sche Version "SARS-CoV-2-Infektions­schutz­verordnung" des Berliner Senats klingt nicht ver­ständ­li­cher. Nach der Demonstration vom 29.8. wur­de die Verordnung – logi­scher­wei­se – ergänzt durch die Anforderung eines Hygienekonzepts für pri­va­te Veranstaltungen mit "mehr als 50 zeit­gleich anwe­sen­den Personen" und "des­sen Vorlage auf Verlangen".

In der Verordnung heißt es:

»Bei Kontakten zu ande­ren Menschen, ein­schließ­lich aller Zusammenkünfte und Veranstaltungen auch im pri­va­ten Bereich, ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern ein­zu­hal­ten. «

„المرسوم الخامس حول تعديل مرسوم الحماية من العدوى بفيروس كورونا سارس-كوف‑٢“ wei­ter­le­sen