Er ist da! Endlich wieder ein Drosten-Podcast!

Der aktu­el­le Podcast mit dem Traumgespann des Wissenschafts-Feuilletons Hennig/Drosten vom 5.1. liegt nun als Skript vor. Wieder ein­mal berei­tet er viel Freude. Er star­tet mit der Frage: Wie ist das eigent­lich mit der gan­zen vie­len Arbeit zum Mutanten?

»Korinna Hennig
…Wie war das jetzt in den ver­gan­ge­nen zwei Wochen, war das Dauereinsatz für Sie alle? Oder gab es trotz­dem auch Feiertags-Atempausen? 

Christian Drosten
Ja, es ist schon so, dass wir hier ein Kernteam haben, eigent­lich zwei Kernteams. Das eine die Routinediagnostik. Die haben sowie­so einen Feiertagsbetrieb. Dann haben wir aber auch so ein Kernteam hier im Institut, das die for­schungs­na­he Diagnostik macht. Oder die dia­gnos­tik­na­he Forschung, wie man das auch immer ein­ord­nen will. Also immer die Sonderfälle, die kommen. 

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Die Evolution des „Drosten-Tests“ zur Ein-Gen-PCR

Urheber des Tests auf COVID-19 mit­tels Polymerase-Kettenreaktion PCR ist Christian Drosten, der Direktor des Virologischen Instituts der Berliner Charité. Die bei­den ers­ten Test-Protokolle, die im Januar von der Weltgesundheitsorganisation WHO ver­öf­fent­licht wur­den, hat er per­sön­lich geschrie­ben und ver­mut­lich war er auch an deren erstaun­lich schnel­ler Publikation betei­ligt. [1] Der auf die­sen Protokollen basie­ren­de Artikel in Eurosurveillance, dem Publikationsorgan der für Infektionskrankheiten in Europa zustän­di­gem Behörde ECDC, erschien kurz nach den WHO-Protokollen in einem eben­so hohen Tempo, das ver­mut­lich auf Drostens Intervention als Mitherausgeber der Zeitschrift zurück­zu­füh­ren ist. Dieser Artikel ist so vol­ler metho­di­scher Fehler, dass eine Gruppe von Wissenschaftlern for­dert, ihn kom­plett zurück­zu­zie­hen, denn: „Es ist unaus­weich­lich, dass die­ser Test eine enor­me Anzahl soge­nann­ter ‚Falsch-Positiver‘ gene­rie­ren wird.“ [2] Drosten dage­gen sieht das erwar­tungs­ge­mäß völ­lig anders:

„Das Ergebnis einer Labortestung ist immer eine Diagnose, nie ein rohes Testergebnis. Ganz beson­ders bei posi­ti­ven Testergebnissen wird immer durch einen Zusatztest bestä­tigt (zusätz­li­che Genstelle). Damit wird das Vorkommen von falsch posi­ti­ven Diagnosen prak­tisch auf Null unter­bun­den.“ [3]

Sobald Menschen ohne Symptome (aka Gesunde) getes­tet wur­den, war die ers­te Behauptung der Diagnose offen­sicht­lich obso­let. Weniger augen­fäl­lig ist bis jetzt, dass auch die zwei­te Behauptung mit dem Zusatztest nicht stimmt – und Drosten weiß das, denn schließ­lich hat er selbst dabei mit­ge­wirkt, die Vorgabe für die nach­zu­wei­sen­den Gene von drei auf eines zu ver­rin­gern. Die drit­te Behauptung mit den falsch-posi­ti­ven „Diagnosen“ war ohne­hin nie wahr. „Die Evolution des „Drosten-Tests“ zur Ein-Gen-PCR“ weiterlesen

Drosten-Podcast hat "unbezahlbaren Wert für Unternehmen und Konzerne"

Dieser Meinung ist die PODCAST-EINS GmbH.

»Wir haben Professor Doktor Christian Drosten viel zu ver­dan­ken, zum einen, dass er Virologe gewor­den ist und zum ande­ren, dass er drü­ber spricht, denn das Coronavirus Update von NDR Info, mit dem Virologen Christian Drosten von der Berliner Charité, sticht beson­ders her­vor… Durch Prof. Dr. Christian Heinrich Maria Drosten ist der Podcast Boom der ohne­hin schon da ist, noch­mal um ein Vielfaches beflü­gelt wor­den… In der heu­ti­gen Zeit der Reizüberflutung besitzt die­se spit­ze und ziel­ge­rich­te­te Kommunikation und Wissenstransfer einen unbe­zahl­ba­ren Wert für Unternehmen und Konzerne. Es ist an der Zeit Podcasts neu zu den­ken und als Instrument zu ver­ste­hen.«

Frau Ciesek über Pferde, Zahlen und Weihnachtskontakt-Pfuschereien

Frau Ciesek wäre nicht die "Frau an Drostens Seite" im NDR-Podcast, wenn sie nicht inhalt­lich wie sprach­lich mit ihm mit­hal­ten könn­te. In der neu­es­ten Folge vom 16.12. ist von ihr zu lesen und hören – und man fragt sich immer wie­der "Das soll eine Wissenschaftlerin sein?" – :

»Hennig: …Mit Blick auf Weihnachten, zählt da nicht eigent­lich jeder Tag?

Ciesek: Ja, jeder Tag zählt schon des­halb, weil uns klar sein muss, dass jeden Tag Menschen an die­ser Erkrankung ster­ben. Auch Modellierrechnungen zei­gen, wenn wir bis nach Weihnachten gewar­tet hät­ten, hät­te es dann für die Krankenhäuser even­tu­ell in bestimm­ten Bereichen zu spät sein kön­nen. Also, dass die dann an die Kapazitätsgrenzen kom­men oder über die Kapazitätsgrenze kom­men. Deshalb ist aus medi­zi­ni­scher Sicht ein sehr schnel­les Handeln abso­lut wün­schens­wert. Und Weihnachten, wenn Sie auf die Vorquarantäne anspre­chen wol­len, dann ist das sicher­lich auch so, dass mög­lichst vie­le Tage, also zehn Tage Vorquarantäne natür­lich bes­ser wären als sie­ben Tage. Das muss man jetzt ein­fach schau­en, inwie­weit die Menschen das wirk­lich anneh­men und umset­zen und die­sen Rat befol­gen.«

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Drostens letzter Podcast? "Teststrategie wird eine starke Betonung von positiven Befunden ergeben"

Die kon­ge­nia­le Korinna Hennig hat­te sich das letz­te Mal am 10.11. mit Christian Drosten zur Plauderstunde Podcast getrof­fen. Natürlich geht es um die tol­len neu­en Impfstoffe. Wir hören und lesen:

»Christian Drosten
Man sieht im Moment eine Effizienz, einen Schutz gegen die Infektion, die beein­dru­ckend ist. Das sind 90 Prozent. Wenn die Studie wei­ter­läuft, kann sich die­se Zahl natür­lich auch kor­ri­gie­ren, auch durch­aus nach unten. Damit muss man rech­nen. Aber prin­zi­pi­ell ist es eine gute Schutzwirkung, die die­se Vakzine hat. Das ist des­we­gen berich­tens­wert, weil man bei die­ser Art von Impfstoffen, die eine neue Technik dar­stellt, gar nicht wuss­te, was man erwar­ten kann. Das ist schon sehr ermutigend…«

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Korinna und Sandra plaudern im Corona-Podcast

Korinna Hennig und Sandra Ciesek plau­dern durch­aus amü­sant im NDR-Podcast 63 über Corona.

Nicht ganz und gar offen beginnt Frau Ciesek so:

»Beim Blick ins DIVI-Intensivregister sieht man, dass die Zahlen wei­ter anstei­gen, an Patienten, die inten­siv­pflich­tig wer­den und die Covid-19 haben.«

Richtiger wäre, dar­auf hin­zu­wei­sen, daß hier genau so wie bei den Todesfällen ver­fah­ren wird. PatientInnen, die auf eine Intensivstation gelan­gen, wer­den auto­ma­tisch Corona-getes­tet. Sind sie posi­tiv, gel­ten sie als Corona-Kranke, unab­hän­gig von dem Grund ihrer Einlieferung. Es folgt ein ver­blüf­fen­des Zahlenspiel:

»Wenn man sich mal eine ande­re Stadt dazu anguckt – also auch in Hessen – das ist Marburg, die haben einen Anstieg der Zahlen in den letz­ten vier Wochen von erst 100, dann 170, dann 313, dann 728 Fälle. Man sieht, dass es fast jede Woche zu einer Verdopplung dort kam, Und trotz­dem sind nur sechs Prozent der Patienten auf den Intensivstationen Covid-Patienten. Ich schlie­ße dar­aus, dass Marburg unge­fähr zwei Wochen hin­ter Frankfurt und Berlin mit ihrem Verlauf ist. Ich fürch­te, dass die in zwei Wochen unge­fähr da ste­hen wer­den, wo Frankfurt und Berlin heu­te mit der Anzahl der Covid-Patienten auf Intensivstationen sind.«

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Wahre Gleichberechtigung: Frauen als "Journalismus"-Preis-Messies

Mit dem Preis der Bundespressekonferenz wer­den zwei Frauen aus­ge­zeich­net, die uns unver­geß­li­che Stunden mit Christian Drosten und sei­nem Podcast geschenkt haben.

Wissenschaftsjournalistin ist für die Bundespressekonferenz offen­bar eine Bezeichnung, die so ziem­lich jede tra­gen darf. Journalismus muß sie jeden­falls nicht stu­diert haben, für einen medi­zi­ni­schen Podcast reicht auch, mal Germanistik-Seminare belegt zu haben. Über Korinna Hennig weiß Wikipedia:

»Hennig stu­dier­te erst Germanistik und Geschichte in Bamberg, Salamanca und Hamburg. Später arbei­te­te sie beim Privatradio und kam 2002 zu NDR Info. Hennig ist seit­dem dort tätig. 

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Drosten: "Regulative Dinge außer Kraft setzen"

Untaugliche Impfstoffe rücken bedroh­lich nahe, ob es zu einem Impfzwang oder mehr oder weni­ger sanf­tem Druck kommt (Reisen, Schwimmbad, Theater nur mit Impfung…), ist noch offen.

Da lohnt es, sich C. Drostens Engagement für die Lockerung der Prüfbedingungen neu­er Impfstoffe anzu­se­hen. (Es han­delt sich hier im Wesentlichen um Teile eines Beitrags vom 9.6.)

Der Mann, dem wir unsterb­li­che Sätze ver­dan­ken wie "Wir sind jetzt gera­de in der anstei­gen­den Flanke einer expo­nen­ti­el­len Wachstumskinetik", hat­te schon am 18.3. erklärt:

»"Wenn wir nicht eine erhöh­te Todesrate in der älte­ren Bevölkerung akzep­tie­ren wol­len, dann müs­sen wir, was den Impfstoff angeht, regu­la­ti­ve Dinge außer Kraft set­zen – und schau­en, wo kön­nen wir einen Impfstoff her­bei­zau­bern, der schon rela­tiv weit ent­wi­ckelt ist, der viel­leicht schon kli­nisch aus­pro­biert wur­de", erklärt Drosten. Dies sei aber sei­ne ganz per­sön­li­che Meinung, betont er in dem Podcast.

Für sol­che Risiken bei einer ver­än­der­ten Zulassung müss­te dann der Staat haf­ten Link

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Wieder ein Highlight: Drosten-Podcast 62

Ich habe es getan. Der letz­te Drosten-Podcast liegt end­lich als Skript vor und ich habe mich durchgelacht.

Mag sein, die Worte von Christian Drosten und Korinna Hennig sind nicht immer so wirr, wie sie im offi­zi­el­len Skript wir­ken. Denkbar ist, daß die Menschen, die das Gesprochene in Schrift umset­zen, die­se Aufgabe nur ange­trun­ken ertra­gen. Denn ganz so hat Frau Hennig es doch nicht gesagt:

»Ohne wei­te­re Maßnahmen wird es wohl nicht gehen, um die Infektionsdynamik aus­brem­sen will. Zumindest sagt das ein Großteil der Wissenschaftler, die mit der Forschung am Coronavirus befasst sind. In vie­len Ländern rum um Deutschland her­um wer­den die Zügel auch wie­der ange­zo­gen, was das öffent­li­che Leben angeht.«

Aber das ist nun mal, was auf der Seite des NDR steht.

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"Wie ein Lkw, der einen Berg hinunterrollt". Neue Bilder von Christian Drosten

Noch ist das Skript des neu­en Drosten-Podcasts nicht erschie­nen, Freunde der geho­be­nen Realsatire kön­nen sich aber schon freu­en. In der Zusammenfassung des NDR fin­den sich bereits Perlen der Unterhaltungs­kunst. Drosten hat­te schon immer ein Händchen für miß­glück­te Bilder (bit­te mit Stichwort "Podcast" hier suchen). Dieses Talent setzt er auch dies­mal ein:

»Der Virologe macht in dem Podcast die Wirkung eines "Mini-Lockdowns" mit­hil­fe eines Bildes aus dem Alltag anschau­lich: "Angenommen: Wir fah­ren mit einem schwe­ren Lastwagen einen Berghang hin­un­ter, der kein Ende neh­men will, und wir wis­sen, wir flie­gen dem­nächst aus der Kurve. Die Bremsen sind kaputt und wir dür­fen nur fünf Sekunden lang auf die Bremse tre­ten. Wo machen wir das jetzt? Da wird man zu dem Schluss kom­men: Es wird nicht rei­chen, wenn wir nur ein­mal brem­sen, wir müs­sen das alle paar Hundert Meter machen." Wichtig sei dabei auch, früh­zei­tig zu brem­sen, also wenn der Lastwagen noch lang­sam fährt.«

Wo zum Teufel sol­len wir auf die kaput­te Bremse treten?

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